Buchhaltung · DACH-Mittelstand · Vergleich 2026

DATEV-Alternativen 2026: 6 Buchhaltungslösungen für den Mittelstand im Vergleich

DATEV-Alternativen sind Buchhaltungs- und Rechnungssoftware, die kleine und mittlere Unternehmen im DACH-Raum als Ersatz oder Ergänzung zur klassischen DATEV-Welt einsetzen. Dieser Vergleich richtet sich an Selbstständige, Kleinstunternehmen und den Mittelstand mit etwa 1 bis 50 Mitarbeitern, die Angebote und Rechnungen, die Belegerfassung, die laufende Buchhaltung und die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater in einer Cloud-Lösung bündeln möchten. Die DATEV eG bleibt mit 40.293 Mitgliedern und 1,514 Milliarden Euro Umsatz (DATEV-Geschäftsbericht 2024) der Standard in der Steuerberatung. Für die Buchhaltung im Unternehmen selbst sind die hier verglichenen Lösungen Lexware Office, sevDesk, BuchhaltungsButler, Scopevisio, Sage 50 und Papierkram jedoch oft schlanker, cloud-nativer und günstiger. Entscheidend ist in fast allen Fällen ein sauberer DATEV-Export zum Steuerberater sowie GoBD-Konformität und E-Rechnung.

1,514 Mrd.
Euro Umsatz der DATEV eG 2024 (DATEV-Geschäftsbericht 2024)
40.293
Mitglieder der DATEV eG, überwiegend Steuerberater (Stand 31.12.2024, DATEV-Geschäftsbericht 2024)
ab 7,90 €
monatlicher Einstieg in eine Cloud-Buchhaltung, netto (Lexware Office 2026)
01/2025
E-Rechnungspflicht im B2B-Bereich in Kraft (Wachstumschancengesetz 2024)
DATEV-Export GoBD-konform E-Rechnung Cloud-Buchhaltung Steuerberater-Anbindung DSGVO, Hosting in Deutschland
Einordnung

Wann sich eine DATEV-Alternative lohnt, und wann DATEV die bessere Wahl bleibt

DATEV und die Cloud-Alternativen schließen sich nicht aus. Viele Unternehmen führen die Buchhaltung selbst in einer schlanken Cloud-Lösung und übergeben die Daten per DATEV-Export an die Kanzlei. Die folgende Gegenüberstellung hilft bei der Grundsatzentscheidung.

Alternative sinnvoll, wenn

Eine Cloud-Alternative passt zu Ihnen, wenn

Sie viele Belege selbst erfassen, ortsunabhängig arbeiten und laufende Kosten planbar halten wollen.

  • Sie als Selbstständige, Kleinstunternehmen oder KMU mit bis zu etwa 50 Mitarbeitern arbeiten.
  • Sie Angebote, Rechnungen und Belege selbst und mobil erfassen möchten.
  • Ihr Steuerberater Buchungsdaten per DATEV-Export oder DATEV-Schnittstelle annimmt.
  • Sie eine einfache, günstige Cloud-Software mit fester monatlicher Gebühr bevorzugen.
  • Sie E-Rechnungen im Format ZUGFeRD oder XRechnung senden und empfangen müssen.
DATEV behalten, wenn

Bei DATEV bleiben ergibt Sinn, wenn

Sie tiefe Kanzlei-Prozesse, hohe Buchungsvolumina oder branchenspezifische Anforderungen abbilden.

  • Ihr Steuerberater die komplette Finanzbuchhaltung in der DATEV-Welt führt.
  • Sie sehr hohe Buchungsvolumina, Kostenrechnung oder Konsolidierung benötigen.
  • Lohn und Gehalt eng mit der Buchhaltung in einem System verzahnt sein sollen.
  • Sie maximale Revisionssicherheit und etablierte Prüfprozesse voraussetzen.
  • Branchenlösungen, etwa für Ärzte, Anwälte oder Handwerk, tief integriert sein müssen.
Datenpunkt

Der Markt wächst gerade dort, wo die Alternativen zu Hause sind. Laut DATEV-Geschäftsbericht 2024 stieg der Umsatz der DATEV eG um 5,2 Prozent auf 1,514 Milliarden Euro, ausdrücklich getrieben durch Cloud-Lösungen und E-Rechnung. Die Entscheidung lautet daher selten DATEV oder Cloud, sondern meist, welche Cloud-Software die Daten am saubersten in die DATEV-Welt des Steuerberaters überführt.

Anbietervergleich

DATEV und 6 Alternativen im direkten Vergleich

Die erste Zeile zeigt DATEV als Referenz. Darunter folgen die sechs Cloud-Alternativen mit Kurzprofil, Kernstärke, typischer Zielgruppe und Preismodell. Alle Preise verstehen sich netto und mit Stand 2026.

AnbieterKurzprofilKernstärkePasst fürPreismodell
DATEV1966 · Nürnberg · eG Genossenschaftliches Softwarehaus, Standard in der Steuerberatung Tiefe Kanzlei-Integration, Revisionssicherheit, Lohn Kanzlei / großer Mittelstand Lizenz plus Servicegebühren, individuell
Lexware OfficeFreiburg · Haufe Group Cloud-Buchhaltung mit direkter DATEV-Schnittstelle, früher lexoffice Einfache Bedienung, große Verbreitung Selbstständige, KMU ab 7,90 € / Monat
sevDesk2013 · Offenburg Cloud-Buchhaltung und Rechnung mit Belegautomatisierung Belegerkennung, kostenloser Einstieg Selbstständige, KMU 0 € Basis, ab 11,90 € / Monat
BuchhaltungsButler2015 · Berlin KI-gestützte, stark automatisierte Buchhaltung Hohe Automatisierung, direkte DATEV-Schnittstelle KMU mit Buchhaltung ab 29,90 € / Monat (Jahresabo)
Scopevisio2007 · Bonn · AG Cloud-ERP mit integrierter Finanzbuchhaltung Modulare Suite, Rechenzentren in Deutschland wachsender Mittelstand modular, ab ca. 3 € / Nutzer und Tag
Sage 50Sage Group Buchhaltung und Warenwirtschaft für KMU im DACH-Raum Integrierte Warenwirtschaft, ELSTER Handel, Handwerk, KMU ab 29,90 € / Monat
Papierkramseit ca. 2014 · Wiesbaden Cloud-Buchhaltung für Freiberufler mit starker Projektzeiterfassung EÜR, Belegverwaltung und Zeiterfassung, DATEV-Export Freelancer, kleine Unternehmen 0 € Free, ab ca. 8 € / Monat
Detailprofile

Drei Alternativen im Detail

Lexware Office, sevDesk und BuchhaltungsButler stehen für drei typische Wege weg von DATEV im Tagesgeschäft: maximale Verbreitung, kostenloser Einstieg und hohe Automatisierung. Alle drei bieten einen DATEV-Export oder eine direkte DATEV-Schnittstelle.

Meistgenutzt

Lexware Office

Haufe Group · Freiburg · Rebrand 2023

Lexware Office (Cloud-Buchhaltung der Haufe Group, Freiburg, bis 2023 unter dem Namen lexoffice) ist eine der am weitesten verbreiteten Lösungen mit über 400.000 aktiven Nutzern. Stärkstes Argument ist die direkte DATEV-Schnittstelle, über die der Steuerberater unmittelbar auf die Buchungsdaten zugreift.

DATEV-ExportDirekte Schnittstelle
GoBDGoBD-testiert
E-RechnungZUGFeRD und XRechnung
Verdict: Standard für Selbstständige und kleine KMU
Kostenloser Einstieg

sevDesk

Offenburg · seit 2013

sevDesk (Cloud-Buchhaltung aus Offenburg, gegründet 2013 als SEVENIT GmbH) kombiniert Rechnungsstellung und Buchhaltung mit automatischer Belegerkennung. Eine dauerhaft kostenlose Basisvariante senkt die Einstiegshürde, die kostenpflichtigen Tarife sind DATEV- und ADDISON-konform.

DATEV-ExportJa, DATEV-konform
GoBDGoBD-konform
E-RechnungZUGFeRD und XRechnung
Verdict: Guter Einstieg mit kostenloser Basis
Automatisierung

BuchhaltungsButler

Berlin · seit 2015

BuchhaltungsButler (Buchhaltungssoftware aus Berlin, gegründet 2015) setzt auf KI-gestützte Automatisierung und ordnet Belege weitgehend selbstständig den passenden Konten zu. Die Lösung richtet sich an KMU mit regelmäßig hohem Belegvolumen und eigenem Buchhaltungsteam statt an Einsteiger.

DATEV-ExportDirekte Schnittstelle
GoBDVollständig GoBD-konform
ZielgruppeKMU mit Buchhaltung
Verdict: Für Teams mit hohem Belegvolumen
Auswahlkriterien

6 Kriterien für die Auswahl einer DATEV-Alternative

Nicht der Funktionsumfang entscheidet, sondern die Passung zum Steuerberater, zum Kontenrahmen und zum eigenen Belegvolumen. Diese sechs Kriterien sollten vor jeder Testphase geklärt sein.

01

Steuerberater und DATEV-Export

Die Software muss die Daten so ausgeben, wie Ihr Steuerberater sie annimmt. Klären Sie vorab, ob eine direkte DATEV-Schnittstelle oder ein DATEV-Export im Format der Kanzlei ausreicht.

  • Direkte DATEV-Schnittstelle oder Dateiexport
  • Freigabe und Zugriff für die Kanzlei
  • Abstimmung mit dem Steuerberater vor der Auswahl
02

Datenübernahme und Kontenrahmen

Bestehende Buchungen, Stammdaten und der passende Kontenrahmen müssen sauber übernommen werden. Für die meisten deutschen Unternehmen sind SKR03 oder SKR04 der Standard.

  • Unterstützung für SKR03 und SKR04
  • Import von Kunden, Lieferanten und Artikeln
  • Übernahme von Eröffnungsbilanz und Salden
03

GoBD und Verfahrensdokumentation

Die Lösung muss GoBD-konform arbeiten und Änderungen revisionssicher protokollieren. Eine Verfahrensdokumentation sollte sich aus der Software ableiten oder bereitstellen lassen.

  • GoBD-Testat oder Konformitätsnachweis
  • Unveränderbare Protokollierung von Buchungen
  • Vorlage für die Verfahrensdokumentation
04

Cloud, Belegerfassung und E-Rechnung

Mobile Belegerfassung und automatische Kontierung sparen im Alltag am meisten Zeit. Seit 2025 muss die Software E-Rechnungen in den Formaten ZUGFeRD und XRechnung verarbeiten können.

  • Belegerfassung per App und E-Mail-Postfach
  • Automatische Kontierung und Bankabgleich
  • Empfang und Versand von E-Rechnungen
05

Vertrag und Support

Laufzeiten, Kündigungsfristen und Supportzeiten unterscheiden sich deutlich zwischen den Anbietern. Prüfen Sie, ob Support in deutscher Sprache und mit fachlichem Buchhaltungswissen verfügbar ist.

  • Monatliche oder jährliche Abrechnung
  • Kündigungsfristen und Datenexport bei Vertragsende
  • Support per Telefon, Chat oder E-Mail
06

Gesamtkosten

Der Grundpreis sagt wenig über die realen Kosten aus. Zusatznutzer, Belegkontingente und optionale Module bestimmen die tatsächliche monatliche Belastung.

  • Grundgebühr und enthaltene Nutzer
  • Kosten für Zusatznutzer und Belegvolumen
  • Aufpreis für Lohn, Warenwirtschaft oder Module
Integrationen

Das Ökosystem rund um die Buchhaltung

Eine Buchhaltungssoftware steht nie allein. Vier Schnittstellen entscheiden darüber, wie reibungslos Belege, Zahlungen und Daten fließen.

Kanzlei

Steuerberater und DATEV

Direkte DATEV-Schnittstelle oder DATEV-Export übergeben Buchungen, Belege und Auswertungen an die Kanzlei, ohne Daten doppelt zu erfassen.

Banking

Bank und Zahlungen

Über FinTS und Schnittstellen zu Zahlungsdienstleistern wie PayPal oder Stripe werden Kontoumsätze automatisch abgeglichen und zugeordnet.

Commerce

Webshop und Kasse

Anbindungen an Shopsysteme wie Shopify oder WooCommerce und an Kassensysteme übertragen Umsätze und Belege direkt in die Buchhaltung.

Backoffice

ERP und Warenwirtschaft

Lösungen wie Sage 50 oder Scopevisio verbinden Buchhaltung mit Warenwirtschaft und Auftragswesen, damit Bestände und Belege konsistent bleiben.

Compliance und Daten

Rechtssicher buchen mit einer DATEV-Alternative

Wer die Buchhaltung aus der DATEV-Welt löst, trägt weiterhin die Verantwortung für GoBD, Aufbewahrung und Prüfbarkeit. Sechs Punkte müssen jede Alternative erfüllen.

GoBD

GoBD-Konformität

Die GoBD verlangen nachvollziehbare, vollständige und unveränderbare Aufzeichnungen. Alle sechs verglichenen Anbieter werben mit GoBD-Konformität oder einem GoBD-Testat.

  • Vollständigkeit und Nachvollziehbarkeit
  • Testat oder Konformitätserklärung
Revision

Revisionssicherheit

Einmal gebuchte Vorgänge dürfen nicht spurlos geändert werden. Änderungen müssen protokolliert und über die gesetzliche Frist von bis zu zehn Jahren nachvollziehbar bleiben.

  • Unveränderbare Buchungshistorie
  • Aufbewahrung bis zu zehn Jahre
E-Rechnung

E-Rechnung ZUGFeRD und XRechnung

Seit dem 1. Januar 2025 müssen inländische Unternehmen im B2B-Bereich E-Rechnungen empfangen können (Wachstumschancengesetz). Die Formate ZUGFeRD und XRechnung sind der Standard.

  • Empfang seit 2025 verpflichtend
  • Versandpflicht folgt gestaffelt ab 2027
DSGVO

DSGVO und Hosting

Buchhaltungsdaten sind personenbezogen und besonders sensibel. Anbieter mit Rechenzentren in Deutschland, wie Scopevisio, und ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung schaffen hier Sicherheit.

  • Auftragsverarbeitungsvertrag nach DSGVO
  • Hosting in Deutschland oder der EU
Export

Datenexport und Lock-in

Beim Anbieterwechsel müssen sich alle Buchungen und Belege vollständig exportieren lassen. Ein sauberer DATEV-Export und offene Formate verhindern einen Lock-in.

  • Vollständiger Export bei Vertragsende
  • Offene Formate statt proprietärer Bindung
Prüfung

Betriebsprüfung und GoBD-Export

Für die Betriebsprüfung muss ein Datenzugriff nach GoBD möglich sein. Ein GoBD-konformer Datenexport im Format Z3 stellt sicher, dass der Prüfer die Daten übernehmen kann.

  • Datenzugriff Z1 bis Z3 nach GoBD
  • Standardisierter Prüferexport
Kosten und TCO

Was eine DATEV-Alternative monatlich kostet

Die Preise hängen stark von Nutzerzahl, Belegvolumen und Modulen ab. Die folgende Orientierung fasst typische monatliche Gesamtkosten für drei Unternehmensgrößen zusammen, netto und mit Stand 2026.

ProfilAbo pro MonatZusatznutzerBelegvolumenOrientierung
Solo und Kleinstunternehmen Einstiegstarif, ein Nutzer meist nicht nötig niedrig, wenige Belege pro Monat ca. 8 bis 20 €
Kleines KMU mittlerer Tarif, ein bis drei Nutzer Aufpreis pro Nutzer mittel, laufende Belege und Bank ca. 20 bis 60 €
Wachsendes KMU höherer Tarif oder modulare Suite mehrere Nutzer inklusive hoch, hohes Belegvolumen und Module ca. 60 bis 200 €
Hinweis

Die Werte sind eine Orientierung auf Basis der 2026 veröffentlichten Anbieterpreise, etwa Lexware Office ab 7,90 Euro, Papierkram ab ca. 8 Euro, sevDesk ab 11,90 Euro, Sage 50 ab 29,90 Euro und BuchhaltungsButler ab 29,90 Euro pro Monat. Scopevisio rechnet modular ab etwa 3 Euro pro Anwender und Tag. Papierkram bietet zusätzlich einen dauerhaft kostenlosen Free-Tarif. Hinzu kommen je nach Anbieter Kosten für Lohnabrechnung, Warenwirtschaft oder zusätzliche Belegkontingente.

Auswahlprozess

In 6 Schritten zur passenden Buchhaltungssoftware

Ein strukturierter Wechsel verhindert Datenverluste und Ärger mit dem Finanzamt. Diese sechs Schritte führen von der Bedarfsanalyse bis zur Umstellung zum Stichtag.

1

Bedarf und Buchungsvolumen klären

Erfassen Sie Belegmengen, Nutzerzahl und benötigte Funktionen wie Lohn oder Warenwirtschaft, bevor Sie Anbieter vergleichen.

2

Steuerberater abstimmen

Fragen Sie Ihren Steuerberater, welche Software und welcher DATEV-Export in der Kanzlei problemlos angenommen werden.

3

Shortlist erstellen

Reduzieren Sie den Markt auf zwei bis drei Kandidaten, die zu Größe, Budget und Kontenrahmen passen.

4

Testphase und Testimport

Nutzen Sie die kostenlosen Testphasen und importieren Sie echte Belege und Stammdaten, um den Alltag realistisch zu prüfen.

5

DATEV-Export prüfen

Erzeugen Sie einen echten DATEV-Export und lassen Sie ihn vom Steuerberater gegenprüfen, bevor Sie sich festlegen.

6

Umstellung zum Stichtag

Wechseln Sie idealerweise zum Beginn eines Geschäftsjahres oder Quartals, damit Salden und Auswertungen sauber bleiben.

FAQ

Häufige Fragen zu DATEV-Alternativen

Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Auswahl, Kosten, Steuerberater, GoBD und Wechsel. Stand 2026.

Was sind die besten DATEV-Alternativen für den Mittelstand 2026?

Zu den relevantesten DATEV-Alternativen für den DACH-Mittelstand zählen 2026 Lexware Office, sevDesk, BuchhaltungsButler, Scopevisio, Sage 50 und Papierkram. Lexware Office und sevDesk sind für Selbstständige und kleine KMU am weitesten verbreitet, BuchhaltungsButler punktet mit Automatisierung, Scopevisio und Sage 50 richten sich an wachsende Unternehmen mit ERP- und Warenwirtschaftsbedarf, und Papierkram eignet sich für Freiberufler und kleine Unternehmen mit Projektzeiterfassung. Alle sechs bieten einen DATEV-Export oder eine direkte DATEV-Schnittstelle.

Was ist die beste DATEV-Alternative für Kleinunternehmen?

Für Kleinunternehmen und Selbstständige sind Lexware Office ab 7,90 Euro netto pro Monat und sevDesk mit kostenloser Basisvariante und Tarifen ab 11,90 Euro die gängigsten Einstiegslösungen (2026). Beide sind cloud-basiert, GoBD-konform und bieten eine Anbindung an den Steuerberater. Papierkram bietet einen dauerhaft kostenlosen Free-Tarif und Pakete ab ca. 8 Euro pro Monat, inklusive EÜR, Belegverwaltung und DATEV-Export.

Kann ich meinen Steuerberater behalten, wenn ich DATEV verlasse?

Ja, in den allermeisten Fällen können Sie Ihren Steuerberater behalten. Die verglichenen Cloud-Lösungen übergeben Buchungsdaten per DATEV-Export oder direkter DATEV-Schnittstelle an die Kanzlei, die weiterhin in ihrer DATEV-Umgebung arbeitet. Wichtig ist, das Format vor der Auswahl mit dem Steuerberater abzustimmen, damit der Datenaustausch reibungslos funktioniert.

Sind DATEV-Alternativen GoBD-konform?

Die hier verglichenen Anbieter Lexware Office, sevDesk, BuchhaltungsButler, Scopevisio, Sage 50 und Papierkram werben alle mit GoBD-Konformität, teils mit einem GoBD-Testat oder einer GoBD-Zertifizierung. GoBD-konform bedeutet, dass Buchungen vollständig, nachvollziehbar und unveränderbar aufgezeichnet und über die gesetzliche Frist von bis zu zehn Jahren aufbewahrt werden. Die Verantwortung für die korrekte Nutzung und eine Verfahrensdokumentation bleibt jedoch beim Unternehmen.

Was kostet eine DATEV-Alternative im Vergleich zu DATEV?

Cloud-Alternativen starten 2026 bei rund 8 bis 30 Euro netto pro Monat, etwa Lexware Office ab 7,90 Euro, Papierkram ab ca. 8 Euro, sevDesk ab 11,90 Euro sowie Sage 50 und BuchhaltungsButler ab 29,90 Euro. DATEV rechnet dagegen über Lizenzen und Servicegebühren ab und wird meist über den Steuerberater bezogen, was einen direkten Preisvergleich erschwert. Für die reine Buchhaltung im Unternehmen sind die Cloud-Lösungen in der Regel günstiger und planbarer.

Bieten alle Alternativen einen DATEV-Export?

Ja, alle sechs verglichenen Lösungen bieten einen DATEV-Export oder eine direkte DATEV-Schnittstelle. Lexware Office und BuchhaltungsButler setzen auf eine direkte Schnittstelle, über die der Steuerberater unmittelbar auf die Buchungsdaten zugreift. sevDesk, Scopevisio, Sage 50 und Papierkram exportieren Buchungen in DATEV-konformen Formaten, die die Kanzlei einlesen kann.

Wie hoch ist der Aufwand beim Wechsel von DATEV zu einer Alternative?

Der Wechselaufwand hängt vom Buchungsvolumen und vom gewählten Stichtag ab. In der Regel umfasst er den Import von Stammdaten und Salden, die Einrichtung des passenden Kontenrahmens SKR03 oder SKR04 sowie einen Testimport mit echten Belegen. Ein Wechsel zum Beginn eines Geschäftsjahres oder Quartals hält den Aufwand gering und sorgt für saubere Auswertungen.

Unterstützen die Alternativen die E-Rechnungspflicht?

Ja, alle verglichenen Anbieter unterstützen die Formate ZUGFeRD und XRechnung. Seit dem 1. Januar 2025 müssen inländische Unternehmen im B2B-Bereich E-Rechnungen empfangen können, geregelt durch das Wachstumschancengesetz. Die Pflicht zum Versand von E-Rechnungen greift gestaffelt ab 2027, abhängig vom Vorjahresumsatz.

Welcher Kontenrahmen wird unterstützt, SKR03 oder SKR04?

Die gängigen Cloud-Buchhaltungslösungen unterstützen sowohl SKR03 als auch SKR04, die beiden Standard-Kontenrahmen für deutsche Unternehmen. SKR03 ist prozessgliederungsorientiert und in vielen kleinen Betrieben verbreitet, SKR04 folgt der Gliederung der Bilanz. Welcher Kontenrahmen sinnvoll ist, stimmen Sie am besten mit Ihrem Steuerberater ab.

Welche DATEV-Alternative eignet sich für hohe Automatisierung?

Für einen hohen Automatisierungsgrad ist BuchhaltungsButler aus Berlin besonders geeignet, da die Software Belege KI-gestützt erkennt und weitgehend selbstständig den passenden Konten zuordnet. Auch sevDesk bietet automatische Belegerkennung und Bankabgleich. Solche Lösungen lohnen sich vor allem für KMU mit regelmäßig hohem Belegvolumen und eigenem Buchhaltungsteam.

Ist DATEV für kleine Unternehmen überhaupt notwendig?

Für viele kleine Unternehmen ist DATEV im eigenen Haus nicht zwingend notwendig, solange der Steuerberater die Daten per DATEV-Export erhält. DATEV bleibt der Standard in der Steuerberatung und wird 2024 von 40.293 Mitgliedern getragen (DATEV-Geschäftsbericht 2024). Kleine Betriebe führen die laufende Buchhaltung jedoch häufig günstiger und einfacher in einer Cloud-Lösung und überlassen den Jahresabschluss der Kanzlei.

Bieten die Anbieter Rechenzentren und Hosting in Deutschland?

Mehrere Anbieter setzen auf Hosting in Deutschland, was für den Datenschutz sensibler Buchhaltungsdaten relevant ist. Scopevisio betreibt seine Rechenzentren ausschließlich in Deutschland und ist nach ISO 27001 zertifiziert. Für alle Anbieter sollten Sie einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach DSGVO abschließen und den Serverstandort vertraglich prüfen.

Quellen

Primärquellen und Belege

Alle Preise, Kennzahlen und Rechtsverweise auf dieser Seite verlinken direkt auf die offizielle Primärquelle des jeweiligen Anbieters oder der zuständigen Behörde. Stand 2026.

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