Was ist das Find-Your-Software Selection Portal? Die erste End-to-End Toolchain für das IT-Sourcing

Was ist das Find-Your-Software Selection Portal? Die erste End-to-End Toolchain für das IT-Sourcing

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Inhaltsverzeichnis

Das Find-Your-Software Selection Portal fungiert als zentrale, datengetriebene End-to-End Toolchain für das moderne IT-Sourcing und adressiert die historisch gewachsenen Ineffizienzen in der Softwarebeschaffung. In einer IT-Ära, in der Enterprise-Architekturen zunehmend auf Composable Business Applications, verteilten Microservices und strengen regulatorischen Compliance-Vorgaben basieren, stoßen traditionelle, manuelle Evaluierungsmethoden an ihre systembedingten Grenzen. Die Werkzeuge und methodischen Frameworks, mit denen Unternehmen ihre IT-Landschaft planen und evaluieren, sind heute der determinierende Faktor für den operativen Erfolg von Millionenprojekten. Wenn Sie vor einer geschäftskritischen Software-Investition stehen, bietet https://find-your-software.de die technologische Grundlage, um den Beschaffungsprozess von der initialen Anforderungsanalyse bis zur finalen Vertragsprüfung strategisch abzusichern. Wir überführen das fehleranfällige „Bauchgefühl“ in einen auditierbaren, rein datengestützten Prozess.

In der Praxis des deutschen Mittelstands und in Konzernen ist der Software-Auswahlprozess häufig von Medienbrüchen und dezentralen Datenhaltungen geprägt. IT-Architekten, CIOs und strategische Einkäufer binden massive zeitliche Ressourcen in die Pflege unstrukturierter Tabellenkalkulationen und die manuelle Konsolidierung von Anbieterinformationen. Erschwerend kommt hinzu, dass viele kommerzielle B2B-Marktplätze auf einem „Pay-to-Play“-Modell basieren, bei dem die Empfehlungslogik durch Marketingbudgets der Hersteller statt durch architektonische Passgenauigkeit (Technical Fit) gesteuert wird. Ein rein funktionaler Abgleich ignoriert zudem geschäftskritische Aspekte wie API-Latenzen, Datenkonsistenz-Modelle oder die Einhaltung internationaler Normen wie der ISO/IEC 25010 (System and software quality models). Evaluierungen, die auf dieser methodischen Unschärfe basieren, führen oft zu isolierten Datensilos und akkumulieren Technical Debt (technische Schulden), die zukünftige Legacy-Ablösungen signifikant erschweren.

Praxis-Beispiel: Die Risiken dezentraler Anforderungserhebung im Maschinenbau

Das Szenario: Ein international agierendes Maschinenbauunternehmen (800 Mitarbeiter) evaluierte ein neues Cloud-ERP-System. Das interdisziplinäre Projektteam verbrachte sechs Wochen damit, ein Lastenheft mit 1.500 Zeilen in Excel zu spezifizieren und an zehn potenzielle Anbieter zu versenden. Die anschließende Konsolidierung der unstrukturierten Rückmeldungen beanspruchte weitere vier Wochen.

Die prozessuale Lücke: Erst während der finalen Anbieterpräsentationen (Proof of Concept) wurde identifiziert, dass essenzielle nicht-funktionale Anforderungen (NFRs) in der Excel-Spezifikation fehlten – konkret das Hosting in einer Sovereign Cloud, welches für das Unternehmen als Zulieferer nach BSI IT-Grundschutz zwingend erforderlich war. Drei der favorisierten Anbieter schieden nachträglich aus, was einen Neustart des Evaluierungszyklus erzwang. Eine strukturierte, datenbankgestützte Vorgehensweise hätte dieses K.O.-Kriterium bereits in der Vorselektion systemisch validiert.

Das Selection Portal orchestriert diesen Evaluierungsprozess grundlegend neu und ersetzt den isolierten Funktionsabgleich durch eine semantische Matching-Engine. Anstatt Dokumente manuell zu versionieren und zu versenden, werden Ihre strukturierten RFP-Anforderungen (Request for Proposal) direkt innerhalb der Plattform in einer algorithmischen Fit-Gap-Analyse mit den verifizierten Fähigkeiten der Systeme abgeglichen.

Diese Architektur-Intelligenz ist skalierbar und domänenübergreifend anwendbar: Ob Sie über unsere Plattform für die ERP-Auswahl das transaktionale Kernsystem Ihres Unternehmens definieren, über die spezialisierte HR-Suche Ihre Personalprozesse DSGVO-konform und TVöD-sicher digitalisieren oder für die komplexen regulatorischen CSRD-Reporting-Pflichten unsere ESG-Lösungssuche heranziehen – die End-to-End Toolchain adaptiert die spezifische Domänenlogik nahtlos. Die Plattform bietet Unternehmen den methodischen Rahmen, um den Beschaffungszyklus von mehreren Monaten auf wenige Wochen zu komprimieren und eine vollständig revisionssichere Entscheidungsbasis zu generieren.

1. Systemgestütztes Requirements Engineering: Von der initialen Bedarfsanalyse zur validierten Shortlist

Eine der größten Ineffizienzen in IT-Beschaffungsprozessen ist die initiale Phase der Anforderungserhebung (Requirements Engineering). Der Start ohne methodisches Fundament – in der Praxis oft als „Blank Canvas Syndrome“ bezeichnet – bindet regelmäßig über Wochen hinweg signifikante personelle Ressourcen in den Fachabteilungen. Zudem entstehen bei manuellen Prozessen häufig Zielkonflikte zwischen den Stakeholdern: Während operative Fachbereiche primär auf Usability und funktionale Tiefe fokussieren, erfordern IT- und Compliance-Abteilungen die strikte Einhaltung von Architektur-Richtlinien und Sicherheitsstandards wie der ISO/IEC 27001.

An dieser Sollbruchstelle entfaltet das Find-Your-Software Selection Portal seinen strategischen Mehrwert: Die Plattform liefert einen datengestützten Initialisierungsprozess und stellt die notwendigen technologischen Werkzeuge bereit, um eine strukturierte und revisionssichere Software-Evaluation in einem Bruchteil der üblichen Zeit durchzuführen.

Basierend auf einer umfangreichen, kontinuierlich verifizierten Referenzdatenbank, KI-gestütztem Profiling und aggregiertem Branchenwissen generiert das System automatisiert ein vollumfängliches, professionelles Basis-Lastenheft (Requirements Suite). Die zugrunde liegende Engine operiert dabei nach folgenden Prinzipien:

  • Semantisches Profiling & Web-Crawling: Anstatt statischer Abfragen analysiert der Algorithmus die spezifische Branchenzugehörigkeit, Unternehmensgröße und das makroökonomische Umfeld. Durch die Extraktion von Metadaten der Unternehmens-URL werden die strategischen Projektziele kontextbezogen identifiziert und in funktionale Cluster übersetzt.
  • Branchen-Templates & Injektion von NFRs: Das System greift auf Best-Practices aus tausenden erfolgreich abgeschlossenen Projekten zurück. Ein Industrieunternehmen erhält umgehend Vorgaben wie mehrstufiges Stücklisten-Management oder CAD-Integrationen. Parallel implementiert das Tool essenzielle Nicht-funktionale Anforderungen (NFRs), beispielsweise API-Rate-Limits für E-Commerce-Plattformen, DSGVO-Konformität sowie rollenbasierte Zugriffskontrollen (RBAC).
  • Datenmigrations-Readiness: Ein kritisches Versäumnis manueller Spezifikationen ist die unzureichende Berücksichtigung der Legacy-Daten-Übernahme. Die Plattform generiert automatisiert Anforderungen an Standard-Konnektoren und ETL-Prozesse (Extract, Transform, Load) des Zielsystems. Methodische Vertiefungen zur Vermeidung von Migrationsrisiken bietet unser Datenmigration Leitfaden.
  • Vollständige Individualisierung & Stakeholder-Alignment: Die initial erzeugte Requirements Suite fungiert als zentrale „Single Source of Truth“. Sie kann vom Projektteam kollaborativ verfeinert, um unternehmensspezifische Nischen-Anforderungen ergänzt und fachbereichsübergreifend konsolidiert werden. Dies minimiert iterative Abstimmungsschleifen via E-Mail und sichert das Alignment aller Stakeholder.
  • Nahtloser Transfer in die Evaluation: Nach der finalen Freigabe durch die Data Owner wird das Anforderungsprofil nahtlos in das operative Selection Portal überführt. Der Prozess initiiert unmittelbar das algorithmische Matching mit den verifizierten Spezifikationen der potenziellen Software-Anbieter.

Strategischer ROI: Vermeidung von Over-Engineering und „Schatten-IT“

Das Risiko: Die manuelle Spezifikation durch einzelne Fachabteilungen führt häufig zu Über-Spezifikationen (Over-Engineering), bei denen wirtschaftlich ineffiziente oder technologisch veraltete Prämissen gefordert werden (z. B. der strikte Ausschluss von Cloud-Lösungen trotz gegenteiligem Industriestandard).

Der Lösungsansatz der Toolchain: Der datengestützte Initialisierungsprozess etabliert von Beginn an architektonische Leitplanken (Guardrails). Fachbereiche werden unmittelbar mit validierten Marktstandards konfrontiert. Wenn branchenweit 98 % eines Prozesses über Standard-SaaS-Lösungen abgebildet werden, identifiziert und hinterfragt das System extrem teure, proprietäre On-Premise-Sonderentwicklungen. Dies senkt das Risiko uferloser Customizing-Kosten in der späteren Implementierungsphase signifikant.

Diese methodische Vorgehensweise eliminiert wochenlange, zeitintensive Grundlagenrecherchen und standardisiert den Evaluierungsauftakt auf Enterprise-Niveau.

2. Die methodische Limitierung traditioneller Software-Marktplätze

In der initialen Phase der Software-Evaluation stützen sich Unternehmen häufig auf global agierende B2B-Software-Marktplätze und Review-Verzeichnisse. Um den technologischen Paradigmenwechsel der Find-Your-Software End-to-End Toolchain zu bewerten, ist eine kritische Analyse der zugrundeliegenden Geschäftsmodelle dieser konventionellen Plattformen unerlässlich. Klassische Software-Verzeichnisse agieren in der Regel nicht als neutrale Evaluierungsinstanzen, sondern als kommerziell optimierte Lead-Generation-Engines.

Ihre algorithmische Logik basiert historisch oft auf einem „Pay-to-Play“-Modell: Rankings und Sichtbarkeiten korrelieren stark mit den allokierten Marketingbudgets der Software-Hersteller. Folglich reflektieren die präsentierten Suchergebnisse für den IT-Einkauf nicht zwingend die tatsächliche architektonische Leistungsfähigkeit oder die funktionale Passgenauigkeit (Technical Fit) der Systeme, sondern primär die kommerzielle Reichweite der jeweiligen Vertriebsorganisationen.

Die Kontext-Lücke: Die methodische Schwäche aggregierter Sterne-Bewertungen

Eine weitere signifikante Einschränkung herkömmlicher Verzeichnisse ist die unstrukturierte Aggregation nutzergenerierter Bewertungen. Eine durchschnittliche 4,8-Sterne-Bewertung für ein ERP-System besitzt keine statistische Relevanz, wenn diese primär aus dem Segment der 10-köpfigen E-Commerce-Startups stammt, das evaluierende Unternehmen jedoch ein produzierendes Industrieunternehmen mit 1.500 Mitarbeitern, internationalen Standorten und komplexen mehrstufigen Stücklisten ist.

Ohne tiefen architektonischen und branchenspezifischen Kontext – gepaart mit der Tatsache, dass viele Reviews durch Incentivierungsprogramme der Hersteller generiert werden – führen diese aggregierten Metriken zu einer unscharfen und potenziell riskanten Entscheidungsgrundlage auf C-Level-Ebene.

Das Find-Your-Software Selection Portal adressiert diese methodischen Schwächen durch einen fundamentalen Strukturwandel. Als „Closed-Loop“-System operiert die Plattform nach einem strikten, algorithmischen Zero-Bias-Ansatz. Eine kommerzielle Einflussnahme auf das Kern-Matching durch die Systemanbieter ist systemisch ausgeschlossen. Die Empfehlungslogik ignoriert qualitative Marketing-Aussagen und fokussiert sich bei der Evaluierung ausschließlich auf verifizierte technische Parameter, funktionale Überdeckungsgrade und überprüfbare Architektur-Standards.

Tabelle 1: Paradigmenwechsel im Software-Sourcing
Sourcing-Dimension Konventionelle Review-Marktplätze Find-Your-Software Selection Portal
Ranking-Grundlage Marketingbudgets (Sponsored Ads) & algorithmische Sichtbarkeits-Metriken. Datengetriebener Abgleich des individuellen Lastenhefts mit verifizierten Anbieterfakten (Technical Fit).
Bewertungsmetrik Subjektive, kontextlose Nutzerbewertungen (häufig Usability-Fokus). Semantische Überdeckungsanalyse von funktionalen und nicht-funktionalen Anforderungen (NFRs).
Datenschutz & Anonymität Lead-Generierung: Kontaktdaten der Suchenden werden oft monetarisiert. 100 % Anonymität (Stealth-Mode), bis der Nutzer eine Interaktion (z. B. Webcast) autorisiert.
Prozesstiefe Beschränkt auf die initiale Recherchephase (Top of Funnel). Durchgängige Prozessführung: Requirements Engineering, RFP, kollaboratives Live-Scoring und Vertragsanalyse.

Anstatt den Sourcing-Manager mit einer unqualifizierten Liste potenzieller Anbieter zu konfrontieren, reduziert das Portal die Marktkomplexität signifikant. Es liefert eine mathematisch fundierte, hochpräzise Shortlist, die dem IT-Einkauf sofortige operative Handlungsfähigkeit und maximale Revisionssicherheit bei Auditierungen garantiert.

3. Empirische Validierung und Technologietransfer: Die Auszeichnungen 2025 und 2026

Die methodische Neuausrichtung des IT-Sourcings durch diese strukturierte Toolchain etabliert einen neuen, empirisch validierten Standard im Software-Evaluierungsprozess. Das Find-Your-Software Selection Portal fundiert seine Empfehlungslogik nicht auf statischen Heuristiken oder eindimensionalen Regelwerken. Stattdessen operiert das System auf Basis wissenschaftlich fundierter, multivariater Entscheidungsmodelle, die strukturell auf Prinzipien des Operations Research und des Analytic Hierarchy Process (AHP) aufbauen.

Algorithmische Kernarchitektur: Iterative Optimierung durch Machine Learning

In der hyperdynamischen SaaS-Ökonomie weisen statische Matching-Algorithmen eine extrem kurze Halbwertszeit auf. Die Kern-Engine des Portals ist aus diesem Grund als adaptives, selbstlernendes System konzipiert. Die zugrunde liegenden Algorithmen werden kontinuierlich rekalibriert, indem sie reale Projektdaten, Feedback-Schleifen aus erfolgreich implementierten Systemarchitekturen sowie historische Abbruchquoten (Churn) systematisch analysieren.

Jede generierte Requirements-Suite, jedes validierte K.O.-Kriterium und die aggregierten Telemetriedaten der Live-Scorings trainieren das Datenmodell im Hintergrund. Das System identifiziert dadurch frühzeitig komplexe Muster: Fordern Unternehmen aus dem Anlagenbau beispielsweise hochkomplexe CAD-Schnittstellen, scheitern diese in der Praxis häufig an den spezifischen Cloud-Latenzen bestimmter ERP-Architekturen. Die KI erkennt diese verdeckten Korrelationen und passt die algorithmische Gewichtung (Matching-Scores) künftiger Evaluierungen präventiv an. Diese Symbiose aus akademischer Forschung und operativer Wirtschaftspraxis wurde durch führende Technologietransfer-Gremien prämiert:

  • Brandenburger Innovationspreis 2025: Diese Auszeichnung würdigt die technologische Exzellenz des KI-basierten Matching-Algorithmus und die effizienzsteigernde Profilerstellung. Die Jury betonte insbesondere die Fähigkeit der Plattform, komplexe, unstrukturierte Datensätze so zu verarbeiten, dass der personelle Ressourcenaufwand in der Evaluierungsphase für den Mittelstand nachweislich minimiert wird – bei gleichzeitiger Steigerung der analytischen Tiefe und Präzision.
  • Guido Reger Preis 2026: Dieser renommierte Preis für herausragenden Technologietransfer wurde dem Entwicklerteam für die Konzeption und Implementierung des objektiven Scoring-Modells verliehen. Die Auszeichnung zertifiziert den erfolgreichen Transfer abstrakter entscheidungstheoretischer Grundlagenforschung in ein hochfunktionales Enterprise-Sourcing-Produkt. Das Modell befähigt CIOs und Einkaufsleiter, millionenschwere Investitionsentscheidungen unangreifbar, datenbasiert und für Wirtschaftsprüfer zu 100 % revisionssicher zu dokumentieren.

Die Nutzung des Selection Portals transformiert den Evaluierungsprozess somit von einer isolierten Unternehmensaufgabe hin zur Partizipation an einer empirisch validierten Schwarmintelligenz, die kontinuierlich aus den aggregierten Architekturentscheidungen tausender erfolgreicher Enterprise-Sourcing-Projekte schöpft.

4. Datengetriebenes Live-Scoring: Objektivierung der Evaluierung und Eliminierung kognitiver Verzerrungen

Sobald das individualisierte Anforderungsprofil (Requirements Suite) in die Plattform transferiert wurde und die potenziellen Systemanbieter ihre technischen Spezifikationen (RFP-Antworten) übermittelt haben, beginnt eine der kritischsten Phasen des IT-Projekts: die Anbieter-Präsentationen (System-Demos). In der Praxis wird diese Evaluierungsphase häufig als unstrukturierter „Beauty Contest“ wahrgenommen. Hochtrainierte Pre-Sales-Teams der Softwarehersteller präsentieren optimierte „Happy Path“-Szenarien, kaschieren architektonische Schwächen durch ansprechende Frontends und begegnen kritischen Schnittstellen-Fragen oftmals mit vagen Verweisen auf zukünftige Customizing-Möglichkeiten.

An diesem Punkt greift das Find-Your-Software Selection Portal methodisch ein, um subjektive Fehlentscheidungen zu verhindern und den Auswahlprozess auf eine rein datenbasierte, auditierbare Grundlage zu stellen.

Risikomanagement: Die Neutralisierung kognitiver Verzerrungen (Biases)

In traditionellen, unstrukturierten Auswahlprozessen determinieren oft kognitive Verzerrungen die Allokation millionenschwerer IT-Budgets. Der „Halo-Effekt“ bewirkt, dass eine moderne Benutzeroberfläche über eine veraltete Backend-Architektur hinwegtäuscht. Der „Recency Bias“ führt dazu, dass der zeitlich letzte Präsentator in der Erinnerung des Teams systematisch besser bewertet wird als seine Vorredner. Zudem dominiert häufig der „HiPPO-Effekt“ (Highest Paid Person’s Opinion): Entscheidungsträger mit der höchsten Hierarchiestufe setzen ihre Präferenzen durch – oftmals losgelöst von den operativen Systemanforderungen der Endanwender.

Rollenbasiertes Echtzeit-Assessment (Live-Scoring)

Die Toolchain ersetzt diese strukturellen Ineffizienzen durch ein systemgestütztes Evaluierungs-Framework. Anstatt nach mehrstündigen Präsentationen in unstrukturierten Meetings zu debattieren oder handschriftliche Notizen manuell zu konsolidieren, authentifizieren sich Key-User und Stakeholder während der Live-Demo direkt in der Plattform.

  • Rollenspezifische Bewertungsmatrizen: Die Evaluierung erfolgt strikt kontextbezogen. Der IT-Architekt bewertet auf seinem Endgerät ausschließlich Parameter wie API-Sicherheit, Single Sign-On (SSO) und Cloud-Latenzen. Zeitgleich fokussiert sich der Fachanwender aus dem Controlling auf die Usability der Freigabe-Workflows.
  • Use-Case-basierte Validierung statt Feature-Bingo: Anbieter werden verpflichtet, vorab definierte, unternehmensspezifische Use-Cases live im System zu demonstrieren. Die Key-User bewerten die exakte Ausführung dieser Prozesse über dynamische Scoring-Slider direkt im Portal.
  • Echtzeit-Berechnung & K.O.-Kriterien-Monitoring: Die Engine berechnet im Hintergrund kontinuierlich die funktionale Passgenauigkeit (Fit-Gap-Analyse). Dabei wird die strategische Gewichtung jeder Anforderung mit dem im Webcast erzielten Scoring multipliziert. Gleichzeitig überwacht der Algorithmus die Einhaltung strikter K.O.-Kriterien. Verfehlt ein Anbieter eine zwingende Anforderung (z. B. „Offline-Fähigkeit der Mobile App“), wird dies systemisch geflaggt und der Anbieter scheidet mathematisch aus.

Revisionssicherheit und die Reduktion von „Friction Costs“

Diese algorithmische Transparenz fungiert als zentraler Schutzschild für Projektverantwortliche. Wenn CIOs oder Einkaufsleiter gegenüber dem Vorstand, dem Betriebsrat oder externen Wirtschaftsprüfern Investitionsentscheidungen rechtfertigen müssen, stützen sie sich auf ein fälschungssicheres Audit-Log (Immutable Audit Trail). Dieses belegt datenbasiert, dass das ausgewählte System A im funktionalen Abgleich 94 % erreichte, während System B an essenziellen Compliance-Vorgaben gescheitert ist.

Die konsequente Digitalisierung des Sourcing-Prozesses eliminiert sogenannte „Friction Costs“ – administrative Reibungsverluste durch das Konsolidieren dezentraler Excel-Dateien, das manuelle Nachfassen bei Anbietern und das Koordinieren von Evaluierungs-Workshops. Die nachfolgende Übersicht quantifiziert diesen enormen wirtschaftlichen Hebel:

Tabelle 2: Zeitersparnis durch die End-to-End Toolchain (in Personentagen)
Sourcing-Projektphase Manueller Prozess (Consultants + Tabellenkalkulation) FYS Selection Portal Toolchain
Requirements Engineering & Lastenhefterstellung 20 – 25 PT 3 – 5 PT (KI-gestützter Datenbank-Kickstart)
Marktrecherche & Longlist-Generierung 10 – 15 PT 1 PT (Algorithmisches Matching)
RFI/RFP Handling & Auswertung 15 – 20 PT 2 – 4 PT (Kollaboratives Live-Scoring)
Totaler Sourcing-Aufwand (bis Shortlist) 45 – 60 Personentage ~ 6 bis 10 Personentage

Die Reduktion des Evaluierungsaufwands von durchschnittlich drei Monaten (ca. 60 Personentage) auf unter zwei Wochen (10 Personentage) resultiert nicht nur in einer signifikanten Einsparung interner Personalkosten und externer Beraterhonorare. Der primäre strategische Vorteil ist die beschleunigte Time-to-Value. Die Implementierungsphase der neuen Systemarchitektur kann Monate früher initiiert werden, wodurch der Return on Investment (ROI) der Softwarelösung deutlich schneller realisiert und Opportunitätskosten (z.B. durch den Weiterbetrieb veralteter Legacy-Systeme) drastisch minimiert werden.

5. Fazit: Vom Software-Investitionsrisiko zur evidenzbasierten Architektur-Entscheidung

Die IT-Beschaffung hat einen systemischen Wendepunkt erreicht. In einer technologischen Landschaft, die durch zunehmende Komplexität und regulatorische Anforderungen geprägt ist, ist die Auswahl geschäftskritischer Systeme auf Basis von Marketing-Präsentationen oder werbefinanzierten Verzeichnissen nicht mehr vertretbar. Ein moderner Systemwechsel erfordert eine methodische Präzision und eine datengetriebene Transparenz, wie wir sie auch in unserer Analyse zur ERP-Strategie (Upgrade vs. Neuimplementierung) detailliert dargelegt haben.

Das Find-Your-Software Selection Portal stellt keinen inkrementellen Fortschritt konventioneller Marktplätze dar, sondern markiert einen Paradigmenwechsel im Sourcing-Prozess. Wir bieten Unternehmen den technologischen Initialisierungsprozess und die notwendigen Instrumente, um eine strukturierte, rechtssichere und ökonomisch validierte Auswahl in Rekordzeit zu realisieren. Unsere End-to-End Toolchain agiert dabei vollkommen industrieagnostisch. Die algorithmische Matching-Logik und die zugrunde liegenden Referenzdatenbanken adaptieren die spezifischen Anforderungen des produzierenden Gewerbes, des E-Commerce oder des hochregulierten öffentlichen Sektors dynamisch und präzise.

Methodische Intervention: Optimierung laufender Sourcing-Projekte

Effektives Sourcing beginnt nicht zwingend auf der „grünen Wiese“. Sollten Sie sich bereits in einem fortgeschrittenen Evaluierungsprozess befinden, der durch eine hohe manuelle Belastung oder methodische Stagnation gefährdet ist: Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Erstberatung.

Im Rahmen eines Project Rescue überführen wir Ihre bereits akquirierten Anforderungen, dezentralen Tabellenkalkulationen und Anbieter-Korrespondenzen nahtlos in das Selection Portal. Durch diese nachträgliche Digitalisierung wird Ihr Prozess im laufenden Betrieb strukturiert, die Entscheidungsgrundlage objektiviert und die Revisionssicherheit bis zur finalen Vertragsunterzeichnung (SLA-Validierung) sichergestellt.

Die Gestaltung Ihrer Enterprise-Architektur sollte nicht auf probabilistischen Annahmen oder subjektiven Präferenzen beruhen. Nutzen Sie die empirische Datengrundlage, die algorithmische Analysetiefe und die zertifizierte Neutralität einer preisgekrönten Plattform. Etablieren Sie den Goldstandard für Ihre Systemevaluation und sichern Sie die Zukunftsfähigkeit Ihrer IT-Infrastruktur. Starten Sie Ihren professionellen Sourcing-Prozess auf Find-Your-Software.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Find-Your-Software Selection Portal

Transparenz ist der Kern unserer End-to-End Toolchain. Hier beantworten wir die kritischsten Fragen von IT-Leitern, CIOs und Einkaufsmanagern zur digitalen Software-Evaluierung.

Was bedeutet der „Kickstart“ bei der Anforderungserstellung konkret?

Das größte Risiko im Requirements Engineering ist das Starten mit einem leeren Blatt Papier („Blank Canvas Syndrome“). Anstatt Monate in Fachkonzepten zu verlieren, greift das Portal auf unsere validierte Datenbank und tiefgreifendes Branchen-Know-how zurück. Basierend auf Ihrem Unternehmensprofil (Branche, Größe, Zielarchitektur) generiert das System in wenigen Minuten ein branchenspezifisches digitales Lastenheft (Requirements Suite). Dieses Set an Best-Practice-Anforderungen (inklusive kritischer NFRs wie API-Latenzen oder Hosting-Vorgaben) können Sie anschließend kollaborativ mit Ihrem Team individualisieren, ergänzen und nahtlos für den automatisierten Auswahlprozess freigeben. Das reduziert den Vorphasen-Aufwand um bis zu 80 %.

Warum ist das FYS Selection Portal objektiver als herkömmliche B2B-Marktplätze?

Klassische Review-Plattformen und Software-Verzeichnisse basieren fast ausschließlich auf einem Pay-to-Play-Modell (Lead-Generation), bei dem Anbieter durch Marketingbudgets ihre Sichtbarkeit und ihr Ranking erkaufen. Das FYS Selection Portal nutzt hingegen einen streng algorithmischen Zero-Bias-Ansatz. Unsere Shortlist-Rankings basieren rein auf einer mathematischen Fit-Gap-Analyse: Ihr individuelles, im Portal hinterlegtes Lastenheft wird mit den verifizierten technischen und kaufmännischen Fähigkeiten der Systeme abgeglichen. Sichtbarkeit oder Ränge können in unserer Toolchain nicht erkauft werden, was Ihre Investitionsentscheidung zu 100 % audit- und revisionssicher macht.

Bleiben meine Unternehmensdaten während der Marktrecherche anonym?

Ja, absoluter Datenschutz hat bei uns höchste Priorität. Ein großes Problem traditioneller Portale ist der sofortige Verkauf Ihrer Daten an Vertriebsabteilungen („Lead-Routing“), was zu unerwünschtem Sales-Spam führt. Im Find-Your-Software Selection Portal agieren Sie in der Analyse- und Matching-Phase im kompletten Stealth-Mode. Die Softwarehersteller sehen lediglich aggregierte, anonyme Daten (z. B. „Maschinenbauer sucht Cloud-ERP“). Ihre Identität und Ihre Kontaktdaten werden erst dann freigegeben, wenn Sie sich aktiv dazu entscheiden, einen qualifizierten Anbieter für eine Software-Demo (Webcast) in das Portal einzuladen.

Welche Bedeutung haben die gewonnenen Auszeichnungen für Nutzer der Plattform?

Die Auszeichnungen garantieren Ihnen, dass Sie auf eine wissenschaftlich und wirtschaftlich validierte Technologie setzen. Der Brandenburger Innovationspreis 2025 zeichnet unseren KI-basierten Matching-Algorithmus aus, der mittelständischen Unternehmen nachweislich massive Zeit- und Kostenersparnisse beim IT-Sourcing bringt. Der Guido Reger Preis 2026 bestätigt unsere Exzellenz im Technologietransfer: Wir haben komplexe entscheidungstheoretische Modelle aus der Forschung in ein praktisches, objektives Scoring-Modell übersetzt, das millionenschwere C-Level-Entscheidungen unangreifbar macht.

Unterstützt die Toolchain auch hochkomplexe Vergaben im Public Sector?

Absolut. Das Sourcing im öffentlichen Sektor unterliegt strengem Vergaberecht (UVgO, VgV). Unser System ist in der Lage, strikte rechtliche und technische K.O.-Kriterien automatisch zu erzwingen und lückenlos zu dokumentieren. In unserer Case Study einer Landesbehörde (HR-Transformation) wurden komplexe Vorgaben wie der BSI IT-Grundschutz, absolute Barrierefreiheit (BITV 2.0), DSGVO-Sovereign-Cloud und TVöD-Tarifstrukturen erfolgreich gemappt. Dies schützt Vergabestellen vor Rügen und führte im genannten Fall zu einer operativen Zeiteinsparung von 80 %.

Kann ich das Portal auch nutzen, wenn mein Evaluierungsprojekt bereits gestartet ist?

Ja, wir unterstützen Sie aktiv beim sogenannten Project Rescue. Wenn Sie bereits im Excel-Chaos feststecken oder interne Diskussionen den Prozess blockieren, können Sie uns jederzeit unverbindlich ansprechen. Wir sind vollkommen industrieagnostisch und in der Lage, Ihre bereits gesammelten Anforderungen und kontaktierten Anbieter nahtlos in unser Selection Portal zu migrieren. Wir strukturieren Ihr laufendes Projekt, machen den Status Quo durch unser Live-Scoring objektiv messbar und begleiten Sie sicher bis zur KI-gestützten Vertragsanalyse (SLA-Prüfung).

Bild von Dr. Marcel Panzer

Dr. Marcel Panzer

Durch zahlreiche erfolgreich abgeschlossene Auswahlprojekte hat Marcel Geschäftsprozesse in Start-ups, mittelständischen Unternehmen und Konzernen digitalisiert. Er entwickelte mehrere KI-Tools und promovierte im Bereich Deep Learning / Reinforcement Learning, wobei er klassische Heuristiken mit State-of-the-Art-Algorithmen verknüpfte. So verbindet er technische Exzellenz mit praxisnaher Software-Expertise, um Unternehmen schnell die am besten passende Software zu finden.

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