CIO Summary
Die Launches der KW25 verschieben die zentrale Beschaffungsfrage: Es geht nicht mehr darum, ob Sie KI-Agenten einführen, sondern ob Sie sie als eigenständige Spezialtools kaufen oder schlicht im nächsten Plattform-Upgrade mitgeliefert bekommen. Microsoft, ServiceNow, Cisco, Asana und OutSystems betten autonome Agenten direkt in die Suiten ein, die viele Unternehmen ohnehin lizenziert haben. Parallel positionieren sich Spezialisten wie Noma, BlueVoyant und ZoomInfo als Kontroll. und Datenschicht, die genau dort ansetzt, wo Plattformen an Grenzen stoßen. Gartner rechnet 2026 mit weltweit 2,59 Billionen US-Dollar KI-Ausgaben, warnt aber, dass über 40 Prozent der Agenten-Projekte bis Ende 2027 wegen Kosten und unklarem Nutzen scheitern. Für die Führungsebene heißt das: Make-or-Buy entscheidet sich künftig auf Ökosystem-Ebene, nicht auf Tool-Ebene. Wer jetzt eine strukturierte Enterprise-Softwareauswahl aufsetzt, vermeidet Doppellizenzen, Wildwuchs und stille Kostenfallen.
Die Woche vom 09.06. bis 12.06.2026 zeigt einen Markt, der sich an einer strategischen Wegmarke befindet. Wer heute eine Enterprise-Softwareauswahl verantwortet, trifft keine reine Tool-Entscheidung mehr, sondern eine Architekturentscheidung. Die großen Plattformanbieter liefern KI-Agenten nicht länger als Zusatzmodul, sondern als integralen Bestandteil ihrer Suiten. Microsoft, ServiceNow, Cisco, Asana und OutSystems haben in den vergangenen Tagen Plattformen vorgestellt, in denen Menschen und Agenten aus derselben Datenbasis und unter derselben Governance arbeiten. Gleichzeitig drängen spezialisierte Anbieter mit Lösungen für Agenten-Sicherheit, Datenanbindung und Marketing nach. Genau hier wird die Frage nach Make-or-Buy neu gestellt. Dieser Marktüberblick ordnet die wichtigsten Launches der Woche entlang der Beschaffungslogik ein und zeigt, worauf Einkauf und IT-Leitung jetzt achten sollten.
Die Plattform liefert den Agenten gleich mit
Der auffälligste Trend dieser Woche ist nicht die schiere Zahl der Agenten, sondern wo sie entstehen: in den Plattformen, die Unternehmen ohnehin betreiben. Fünf Anbieter machen den Agenten zum Standardbestandteil ihres Angebots und verschieben damit die Buy-Entscheidung von der Funktion zur Plattform.
Microsoft IQ von Microsoft
Microsoft IQ ist eine Enterprise-Intelligenzschicht von Microsoft, die KI-Agenten verifizierten Zugriff auf Organisationsdaten, Geschäftsprozesse und Live-Webinformationen verschafft.
Was es bringt: IQ liefert drei Kontextströme. Work IQ verarbeitet Microsoft-365-Signale aus E-Mail, Kalender, Meetings und Dateien, Fabric IQ bindet strukturierte Geschäftsdaten an, Web IQ ergänzt aktuelle Webinformationen. Die zugehörigen Work-IQ-APIs werden ab dem 16. Juni 2026 allgemein verfügbar, sodass Unternehmen die Kontextschicht direkt in eigene Agenten einbauen können, statt nur mit Rohdaten zu arbeiten.
Für wen es spannend ist: Enterprise-IT, KI-Entwickler und Fachbereiche, die bereits tief im Microsoft-Ökosystem stehen und Agenten produktiv setzen wollen.
Was es vom Wettbewerb unterscheidet: IQ verkauft keinen einzelnen Agenten, sondern das gemeinsame Kontextfundament für GitHub Copilot, Foundry und Copilot Studio. Wer Microsoft 365 nutzt, bekommt die Grundlage faktisch frei Haus.
Wann ein genauerer Blick lohnt: Sobald mehrere Abteilungen eigene Copilot-Projekte starten und eine einheitliche Datengrundlage brauchen.
Autonomous Workforce von ServiceNow
ServiceNow Autonomous Workforce ist eine KI-gestützte Produktsuite, die spezialisierte KI-Mitarbeiter für IT, Kundenservice, HR sowie Sicherheit und Risiko bereitstellt.
Was es bringt: Anders als Agenten für Einzelaufgaben orchestriert die Suite ganze Teams von KI-Spezialisten mit definierten Rollen, etwa einen Level-1-Service-Desk-Spezialisten. Die IT-Spezialisten wurden im Juni 2026 allgemein verfügbar. ServiceNow berichtet, der L1-Agent löse intern über 90 Prozent der IT-Anfragen.
Für wen es spannend ist: IT-Abteilungen, Enterprise-Operations und HR-Bereiche, die ServiceNow als zentrale Workflow-Plattform betreiben.
Was es vom Wettbewerb unterscheidet: Die Agenten folgen den im Unternehmen hinterlegten Prozessen und Richtlinien und lernen aus Ergebnissen, statt isolierte Skripte auszuführen.
Wann ein genauerer Blick lohnt: Wenn das Service-Desk-Volumen wächst und klassische Automatisierung an Grenzen stößt.
Cloud Control von Cisco
Cisco Cloud Control ist eine agentische Unified-Plattform, mit der Menschen und KI-Agenten kritische IT-Infrastruktur verwalten, überwachen und absichern.
Was es bringt: Ein einziger Login bündelt Netzwerk, Sicherheit, Compute, Observability und Kollaboration in einer Ansicht. Nutzer bauen eigene Agenten per natürlicher Sprache und binden Fremdsysteme wie AWS, Microsoft, ServiceNow und Slack an. Die controlled Availability in den USA startete am 2. Juni 2026, die globale Verfügbarkeit ist für Juli 2026 geplant.
Für wen es spannend ist: IT-Operations, Netzwerkadministration und CISOs in größeren Cisco-Umgebungen.
Was es vom Wettbewerb unterscheidet: Cisco verankert das Betriebsmodell AgenticOps direkt im Infrastruktur-Stack und ergänzt es um Post-Quantum-Schutz für die sensibelsten Datenflüsse.
Wann ein genauerer Blick lohnt: Bei Konsolidierung verteilter Management-Tools auf eine gemeinsame Betriebsebene.
Agentic Work Management von Asana
Asana Agentic Work Management positioniert Asana als Betriebssystem für Human-Agent-Teams, in dem Menschen und Agenten aus demselben Plan und Kontext arbeiten.
Was es bringt: Die am 4. Juni 2026 vorgestellte Plattform umfasst Dash als KI-Chief-of-Staff, erweiterte AI Teammates und branchenspezifische Agenten. Aufbauend auf der StackAI-Akquisition orchestriert sie Workflows über CRM, ERP, Support und Verträge hinweg, nicht nur innerhalb von Asana.
Für wen es spannend ist: Operations-Teams, PMOs und Fachbereiche, die funktionsübergreifende Arbeit steuern.
Was es vom Wettbewerb unterscheidet: Asana stellt die gemeinsame Governance von Mensch und Agent in den Mittelpunkt, statt Agenten als losgelöste Bots zu betreiben.
Wann ein genauerer Blick lohnt: Wenn Projektarbeit über viele Tools verstreut ist und ein gemeinsamer Kontext fehlt.
Agentic Systems Platform von OutSystems
OutSystems Agentic Systems Platform ist eine Enterprise-Entwicklungsplattform auf Basis des OutSystems Enterprise Context Graph, die das Bauen, Orchestrieren und Steuern von Agenten in einer Umgebung vereint.
Was es bringt: Die am 3. Juni 2026 vorgestellte Plattform exponiert A2A. und MCP-Werkzeuge, integriert Legacy-Modernisierung auf Basis von AWS Transform und erlaubt Entwicklung mit Werkzeugen wie Claude Code, OpenAI Codex oder Cursor. Eine erste End-to-End-Bankinglösung für die Kreditvergabe ist enthalten.
Für wen es spannend ist: Enterprise-IT und Digitalisierungsteams in regulierten Branchen wie Banken, Versicherungen und öffentlicher Sektor.
Was es vom Wettbewerb unterscheidet: Der Fokus liegt auf Offenheit und Governance über den gesamten Lebenszyklus, inklusive Migration von COBOL. und Legacy-Systemen.
Wann ein genauerer Blick lohnt: Wenn regulatorische Anforderungen und Altsysteme die Agenten-Einführung bremsen.
Best-of-Breed schlägt zurück: Spezialisten für das, was Suiten offen lassen
Wo Plattformen breit abdecken, setzen Spezialisten in der Tiefe an. Drei Launches dieser Woche zeigen, warum eine reine Plattformstrategie Lücken hinterlässt, die Best-of-Breed-Anbieter gezielt füllen.
Agent Access Control von Noma Security
Noma Agent Access Control ist ein Enterprise-KI-Sicherheitsprodukt, das Zugriffsrichtlinien für KI-Agenten und Model-Context-Protocol-Server unternehmensweit entdeckt, steuert und durchsetzt.
Was es bringt: Noma baut ein dynamisches Enterprise Agentic Registry mit Echtzeit-Kontext für jeden Agenten, MCP-Server und jedes Werkzeug. Unterstützt werden Umgebungen auf AWS Bedrock, Azure AI Foundry, Databricks, Microsoft Copilot Studio und Salesforce Agentforce.
Für wen es spannend ist: CISOs, Security. und DevSecOps-Teams, die Agenten über mehrere Plattformen hinweg kontrollieren müssen.
Was es vom Wettbewerb unterscheidet: Noma arbeitet plattformübergreifend und schließt damit genau die Governance-Lücke, die entsteht, wenn jede Suite ihre eigenen Agenten mitbringt.
Wann ein genauerer Blick lohnt: Sobald Agenten aus mehreren Anbieterwelten parallel im Einsatz sind.
GTM.AI von ZoomInfo
ZoomInfo GTM.AI ist eine kopflose Go-to-Market-Kontextschicht, die verifizierte B2B-Unternehmens. und Kontaktdaten über das Model Context Protocol und API nativ für KI-Agenten verfügbar macht.
Was es bringt: GTM.AI fungiert als eigenständiges Daten-Backbone für agentische Vertriebsworkflows mit nativen Integrationen für Claude, ChatGPT und Microsoft Copilot sowie agentische CRM-Werkzeuge.
Für wen es spannend ist: Vertriebsteams, Revenue Operations und Marketing, die Agenten mit belastbaren Daten füttern wollen.
Was es vom Wettbewerb unterscheidet: Statt eines weiteren Agenten liefert ZoomInfo die verifizierte Datenbasis, ohne die jeder Vertriebsagent ins Leere läuft.
Wann ein genauerer Blick lohnt: Wenn die Datenqualität zum Engpass agentischer Vertriebsprozesse wird.
QuickBooks Workforce von Intuit
QuickBooks Workforce ist eine End-to-End-HCM-Lösung von Intuit auf Basis agentischer KI, die den Mitarbeiterlebenszyklus auf einer Plattform bündelt.
Was es bringt: Die Lösung verbindet die Kernfunktionen von QuickBooks Payroll mit HCM-Funktionen aus der GoCo-Integration und bietet KI-gestütztes Onboarding, Offboarding und automatisierte Verwaltungsabläufe.
Für wen es spannend ist: Kleine und mittlere Unternehmen sowie HR-Verantwortliche, die ohne große IT-Abteilung agentische HR-Funktionen nutzen wollen.
Was es vom Wettbewerb unterscheidet: QuickBooks Workforce bringt agentische Funktionen in ein Segment, das von den großen Enterprise-Plattformen kaum bedient wird.
Wann ein genauerer Blick lohnt: Wenn Lohnabrechnung und HR im Mittelstand bisher auf getrennten Insellösungen laufen.
Marktüberblick in Tabellenform
Die folgende Tabelle fasst die Plattform-Plays dieser Woche zusammen, also jene Anbieter, die Agenten in bestehende Suiten einbetten.
| Anbieter | Produkt | Kategorie | Kernnutzen | Zielgruppe | Verfügbar seit | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Microsoft | Microsoft IQ | AI Infrastructure | Gemeinsame Kontextschicht für Enterprise-Agenten | Enterprise-IT, Entwickler | 02.06.2026 (Work-IQ-APIs ab 16.06.) | Microsoft 365 Blog |
| ServiceNow | Autonomous Workforce | ITSM | Orchestrierte KI-Spezialisten für IT, HR, Service | IT-, HR-, Service-Teams | Juni 2026 | ServiceNow Newsroom |
| Cisco | Cloud Control | IT-Infrastruktur | Agentische Verwaltung kritischer Infrastruktur | IT-Operations, CISOs | 02.06.2026 (global Juli 2026) | Cisco Newsroom |
| Asana | Agentic Work Management | Work Management | Betriebssystem für Human-Agent-Teams | Operations, PMOs | 04.06.2026 | SiliconANGLE |
| OutSystems | Agentic Systems Platform | Low-Code | Bauen, Orchestrieren und Steuern von Agenten | Enterprise-IT in regulierten Branchen | 03.06.2026 | OutSystems Newsroom |
| Nextworld | Agentic Development | Low-Code | Prompt-to-Production für Unternehmensanwendungen | Enterprise-IT, Fachbereiche | 10.06.2026 | Nextworld |
Die zweite Tabelle zeigt die Spezialisten und Punktlösungen, die gezielt einzelne Lücken adressieren.
| Anbieter | Produkt | Kategorie | Kernnutzen | Zielgruppe | Verfügbar seit | Quelle |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Noma Security | Agent Access Control | AI Security | Zugriffskontrolle für Agenten und MCP-Server | CISOs, DevSecOps | 02.06.2026 | Noma Security |
| BlueVoyant | BlueVoyant AI | Cybersecurity | Agentische SecOps für MDR und Self-Service-SOC | CISOs, SecOps | 09.06.2026 | BlueVoyant |
| Asimily | Segmentation Orchestration | IoT/OT Security | Risikointelligenz in Netzwerksegmentierung übersetzen | Gesundheitswesen, Industrie | 01.06.2026 | Asimily |
| ZoomInfo | GTM.AI | Sales Intelligence | Verifizierte B2B-Datenschicht für Vertriebsagenten | Vertrieb, RevOps | 01.06.2026 | ZoomInfo |
| Bloomreach | Loomi Marketing Agent | Marketing Automation | Kampagnen aus natürlicher Sprache erzeugen | Marketing, E-Commerce | 02.06.2026 | Bloomreach |
| Intuit | QuickBooks Workforce | HCM | Agentisches HCM für kleine und mittlere Unternehmen | KMU, HR-Manager | Mai 2026 | Intuit |
| SDM Software | CMGPI 2.0 | ITSM | Zentrale Änderungskontrolle für Intune und GPOs | IT-Administration | 09.06.2026 | SDM Software |
Gartner prognostiziert, dass bis Ende 2027 über 40 Prozent der Agenten-Projekte abgebrochen werden, getrieben von eskalierenden Kosten, unklarem Geschäftswert und unzureichenden Risikokontrollen.
Gartner, Mai 2026. Forecast: Worldwide AI Spending
Was Einkäufer jetzt wissen müssen
Drei Zahlen ordnen die Woche ein. Erstens: Gartner erwartet 2026 weltweit 2,59 Billionen US-Dollar KI-Ausgaben, ein Plus von 47 Prozent. Zweitens: Bis Ende 2026 sollen 40 Prozent der Unternehmensanwendungen aufgabenspezifische Agenten enthalten, nach unter 5 Prozent zu Jahresbeginn. Drittens: Über 40 Prozent der Agenten-Projekte drohen bis 2027 zu scheitern. Die Botschaft für den Einkauf: Agenten kommen ohnehin, oft im bestehenden Abo. Der Wertbeitrag entscheidet sich nicht am Kauf, sondern an Governance, klaren Anwendungsfällen und der Vermeidung von Doppellizenzen.
Die drei Make-or-Buy-Fragen, die Sie jetzt beantworten müssen
Die Launches der KW25 zwingen zu einer geordneten Beschaffungslogik. Erstens die Frage nach der Plattform: Liefert eine Ihrer bestehenden Suiten den benötigten Agenten bereits mit? Wer Microsoft 365, ServiceNow oder Cisco betreibt, sollte prüfen, welche Funktionen ohne zusätzliche Lizenz verfügbar sind, bevor ein neues Tool angeschafft wird. Zweitens die Frage nach der Tiefe: Deckt der Plattform-Agent den Anwendungsfall wirklich ab, oder braucht es einen Spezialisten wie Noma für Agenten-Sicherheit oder ZoomInfo für verifizierte Vertriebsdaten? Plattformen sind breit, aber selten tief. Drittens die Frage nach der Kontrolle: Wie verhindern Sie, dass jede Suite ihre eigenen Agenten mitbringt und ein unkontrollierbarer Wildwuchs entsteht? Eine plattformübergreifende Governance-Schicht wird zur Pflicht. Wer diese drei Fragen strukturiert beantwortet, verwandelt die Agenten-Welle von einem Kostenrisiko in einen planbaren Modernisierungspfad. Eine neutrale Marktübersicht hilft, die Optionen sauber gegeneinander abzuwägen, etwa über die Vergleichsangebote auf find-your-software.de.
CIO Insights
Für die Budgetplanung 2026 bedeutet die Plattformisierung der Agenten zweierlei. Auf der Habenseite sinken die Einstiegshürden, weil viele Agenten bereits in lizenzierten Suiten stecken. Auf der Sollseite droht eine stille Kostenexplosion durch Nutzungsgebühren, Datenintegration und parallele Spezialtools. Die Make-or-Buy-Entscheidung verschiebt sich damit von der Funktion auf die Architektur. Statt einzelne Agenten zu kaufen, entscheiden Unternehmen, welchem Plattform-Ökosystem sie ihre Kerndaten und Prozesse anvertrauen. Das erhöht den Lock-in, senkt aber Integrationsaufwand. Angesichts der Gartner-Warnung, dass über 40 Prozent der Agenten-Projekte scheitern, ist Disziplin entscheidend: klare Anwendungsfälle mit messbarem Nutzen, ein Governance-Modell vor dem Rollout und eine bewusste Trennung zwischen Plattform-Standard und Best-of-Breed-Ergänzung. IT-Sourcing wird damit zur strategischen Kerndisziplin, nicht zur reinen Beschaffung. Wer jetzt einen strukturierten Marktüberblick aufsetzt, verschafft sich Verhandlungsmacht gegenüber Anbietern, deren Preismodelle sich gerade neu sortieren.
Häufige Fragen (FAQ)
Sollten wir KI-Agenten lieber kaufen oder in der bestehenden Plattform nutzen? Prüfen Sie zuerst, was Ihre vorhandenen Suiten bereits liefern. Erst wenn ein Anwendungsfall in der Tiefe nicht abgedeckt ist, lohnt der Zukauf eines Spezialisten. So vermeiden Sie Doppellizenzen bei der Softwareauswahl.
Was ist der größte Kostentreiber bei agentischer Software? Nicht der Lizenzpreis, sondern Nutzungsgebühren, Datenintegration und paralleler Tool-Wildwuchs. Ein Governance-Modell vor dem Rollout begrenzt diese Kosten.
Warum scheitern so viele Agenten-Projekte? Laut Gartner an eskalierenden Kosten, unklarem Geschäftswert und unzureichenden Risikokontrollen. Klare, messbare Anwendungsfälle sind der wirksamste Gegenfaktor.
Brauchen wir eine eigene Governance-Schicht für Agenten? Sobald Agenten aus mehreren Anbieterwelten parallel laufen, ja. Spezialisten wie Noma adressieren genau diese plattformübergreifende Kontrolle.
Wie finde ich die passende Lösung im unübersichtlichen Markt? Ein neutraler Marktüberblick und eine strukturierte Enterprise-Softwareauswahl helfen, Plattform-Standard und Spezialtools sauber zu vergleichen, bevor Sie Software finden und einkaufen.
Fazit
Die KW25 markiert einen Wendepunkt im IT-Sourcing. KI-Agenten sind keine separate Anschaffung mehr, sondern Bestandteil der Plattformen, die Unternehmen ohnehin betreiben. Damit verlagert sich die Make-or-Buy-Entscheidung von der Funktion auf das Ökosystem. Plattformanbieter wie Microsoft, ServiceNow, Cisco, Asana und OutSystems liefern die Breite, Spezialisten wie Noma und ZoomInfo die Tiefe. Entscheidend für den Erfolg ist nicht das Tempo des Einkaufs, sondern die Disziplin bei Anwendungsfällen, Governance und Kostenkontrolle. Wer jetzt einen strukturierten Marktüberblick aufsetzt, gestaltet die Agenten-Welle aktiv, statt sie zu erleiden.

