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CRM-Software (Customer Relationship Management) bündelt Vertrieb, Marketing und Service in einer Plattform. Für den DACH-Mittelstand vergleichen wir 2026 die sechs relevantesten Cloud-CRM-Anbieter: Salesforce, HubSpot, Pipedrive, Zoho CRM, monday CRM und Brevo. Im Fokus: Preise, DSGVO-Konformität, KI-Funktionen und Gesamtkosten.
Vertriebsteams verbringen laut dem Salesforce State of Sales Report 2026 im Schnitt nur 40 Prozent ihrer Arbeitszeit mit aktivem Verkauf, bei jungen Vertriebsmitarbeitenden (Gen Z) gehen zusätzlich rund 2 Stunden pro Woche allein durch manuelle Dateneingabe verloren. CRM löst strukturelle Probleme, die ab etwa 10 Mitarbeitenden entstehen.
Salesforce Sales Cloud (Enterprise-CRM, gegründet 1999 in San Francisco), HubSpot CRM (All-in-One-Cloud-CRM, gegründet 2006 in Cambridge, Massachusetts), Pipedrive (Sales-Pipeline-CRM, gegründet 2010 in Tallinn, seit 2020 mehrheitlich bei Vista Equity Partners), Zoho CRM (KMU-CRM-Suite der Zoho Corporation, gegründet 1996), monday CRM (flexibles Work-OS-CRM von monday.com, gegründet 2012 in Tel Aviv, NASDAQ: MNDY) und Brevo (EU-natives Sales-und-Marketing-CRM, vormals Sendinblue, gegründet 2012 in Paris) bilden die Shortlist 2026 für den DACH-Mittelstand. Wer gezielt HubSpot-Alternativen sucht, findet einen vertieften Vergleich im Artikel HubSpot-Alternativen 2026.
| Anbieter | Segment | Preis ab | DSGVO / EU-Hosting | KI | Deutsch | Kernstärke |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Salesforce Sales CloudEnterprise-CRM, San Francisco 1999 | Enterprise | 25 €/Nutzer/Mo | ✓ Hyperforce EU OZ (DE) | ✓ Einstein/Agentforce | ✓ | Marktführer, 20,7 % Anteil (IDC) |
| HubSpot CRMAll-in-One, Cambridge MA 2006 | Mittelstand | Gratis / ab 7 $/Platz/Mo | ✓ AWS Deutschland | ✓ Breeze AI | ✓ | All-in-One Marketing + Sales |
| PipedrivePipeline-CRM, Tallinn 2010 | Mittelstand | 14 $/Platz/Mo | ✓ AWS Europa | ✓ Pipedrive AI | ✓ | Pipeline-UX, Platz 6 G2 2026 |
| Zoho CRMKMU-Suite, Chennai (gegr. 1996) | KMU | 14 $/Nutzer/Mo | ≈ EU-Rechenzentrum auf Anfrage | ✓ Zia | ✓ | Preis-Leistung, breite Suite |
| monday CRMWork-OS-CRM, Tel Aviv 2012 | Mittelstand | 12 $/Platz/Mo | ✓ EU-Region Frankfurt | ✓ monday AI | ✓ | Visuelle Flexibilität, Boards |
| BrevoEU-Cloud-CRM, Paris 2012 | KMU | Gratis / ab 9 $/Mo | ✓ Eigene EU-Server (Paris) | ✓ Brevo AI | ✓ | EU-nativ, kein US-Transfer |
Preise gemäß offiziellen Herstellerseiten in der dort ausgewiesenen Währung, Stand 2026. Bei US-Dollar-Preisen können Wechselkurs, Mindestlaufzeiten und lokale Steuern abweichen; Quellen siehe Abschnitt Quellen am Ende der Seite.
Vendor-Deep-Dive zu allen sechs Anbietern der Shortlist: Gründungsjahr, Eigentümerstruktur, KI-Funktionen und aktuelle Preisstaffeln, jeweils direkt von den offiziellen Herstellerseiten.
20,7 % Marktanteil (IDC 2024) · ab 25 €/Nutzer/Mo
Salesforce (NYSE: CRM, gegründet 1999 in San Francisco) ist mit 20,7 Prozent globalem Marktanteil der größte CRM-Anbieter der Welt. Sales Cloud bietet Pipeline-Management, KI-Forecasting via Einstein und Agentforce sowie ein AppExchange-Ökosystem mit zahlreichen Erweiterungen. Über Hyperforce betreibt Salesforce eine EU Operating Zone mit Infrastruktur in Deutschland.
Starter Suite 25 € · Pro Suite 100 € · Enterprise 175 € · Unlimited 350 €
gegründet 2006, Cambridge MA · kostenloser Einstieg
HubSpot (NYSE: HUBS, gegründet 2006 in Cambridge, Massachusetts, von Brian Halligan und Dharmesh Shah) positioniert sich als All-in-One-Plattform für Marketing, Vertrieb und Service. Das kostenlose CRM eignet sich für kleine Teams, ab Sales Hub Starter werden Sequenzen, Meeting-Links und Reportings freigeschaltet. Kundendaten werden in einem von fünf AWS-Rechenzentren gespeichert, darunter ein Standort in Deutschland.
Free · Starter 7 $/Platz/Mo (jährlich) · Professional 90 $ · Enterprise 150 $
gegründet 2010, Tallinn · Platz 6 G2 2026
Pipedrive (gegründet 2010 in Tallinn, Estland, seit 2020 mehrheitlich im Besitz der Beteiligungsgesellschaft Vista Equity Partners) konzentriert sich auf visuelles Pipeline-Management für B2B-Vertriebsteams. Über 100.000 kleine und mittlere Unternehmen weltweit nutzen die Software, die im März 2026 auf Platz 6 der G2-Liste der besten Sales-Software-Produkte landete. Konten werden in AWS-Rechenzentren in Europa und den USA gehostet.
Lite 14 $/Platz/Mo · Growth 39 $ · Premium 59 $ · Ultimate 79 $
Zoho Corp., gegründet 1996 · günstigster Vollfunktionsumfang
Zoho CRM ist Teil der Zoho Corporation (1996 als AdventNet in New Jersey, USA, von Sridhar Vembu gegründet, heute mit Hauptsitz in Chennai, Indien). Die Suite bietet Pipeline-Management, den KI-Assistenten Zia und über 50 verzahnte Zoho-Apps zu einem der niedrigsten Preispunkte im Vergleich. Für EU-Kunden lässt sich vertraglich ein europäisches Rechenzentrum festlegen.
Standard 14 $/Nutzer/Mo · Professional 23 $ · Enterprise 40 $ · Ultimate 52 $
monday.com, gegründet 2012 · NASDAQ: MNDY
monday CRM baut auf der Work-OS-Plattform von monday.com auf (2012 als daPulse in Tel Aviv gegründet, 2017 in monday.com umbenannt, seit Juni 2021 an der NASDAQ notiert). Statt starrer Module bieten frei konfigurierbare Boards maximale Anpassbarkeit an individuelle Vertriebsprozesse. Seit 2021 betreibt monday.com eine eigene EU-Datenregion mit AWS-Infrastruktur in Frankfurt am Main.
Basic 12 $/Platz/Mo · Standard 17 $ · Pro 28 $ (mind. 3 Plätze)
gegründet 2012, Paris · kein US-Datentransfer
Brevo (vormals Sendinblue, rechtlich SENDINBLUE SAS, gegründet 2012 von Armand Thiberge, Hauptsitz Paris) verbindet Vertriebs-Pipeline mit E-Mail-Marketing und Automatisierung. Da Server und Firmensitz in der EU liegen, entfällt die Diskussion um Drittland-Datentransfers, die bei US-Anbietern regelmäßig geführt wird. Besonders geeignet für kleine Vertriebsteams mit Fokus auf E-Mail-Kampagnen.
Free · Starter ab 9 $/Mo · Sales Essentials Add-on 31 $/Mo · Professional ab 499 $/Mo (10 Nutzer)
Moderne CRM-Plattformen 2026 decken sechs Kernmodule ab. Nicht jeder Anbieter deckt alle gleich tief ab: Salesforce und HubSpot am vollständigsten, Brevo und CentralStationCRM am fokussiertesten.
360-Grad-Sicht auf Kontakte, Accounts, Aktivitäten und Kommunikation. Duplikat-Erkennung, Datenanreicherung und Timeline-Ansicht.
Visuelle Darstellung von Deals nach Stage, Wahrscheinlichkeit und Wert. Kanban-Boards, Deal-Rotation-Warnungen und Forecast-Berichte. Stärke von Pipedrive und monday CRM.
E-Mail-Sequenzen, Landing Pages, Formulare und Lead-Scoring. Am stärksten bei HubSpot Marketing Hub und Brevo integriert, bei Zoho über Zoho Campaigns.
Ticket-Management, SLA-Steuerung und Wissensbasis. Salesforce Service Cloud, HubSpot Service Hub und Zoho Desk bieten vollwertige Helpdesk-Funktionen integriert mit dem CRM.
Echtzeit-Dashboards für Pipeline-Hygiene, Aktivitäten und Konversionsraten. Alle sechs Anbieter bieten Standard-Reports, Salesforce, HubSpot und monday CRM erlauben zusätzlich individuelle Dashboards ohne Code.
Alle sechs Anbieter bieten iOS- und Android-Apps. KI-Funktionen 2026: Salesforce Einstein und Agentforce, HubSpot Breeze AI, Pipedrive AI Assistant, Zoho Zia und monday AI für Deal-Empfehlungen, E-Mail-Drafting und Automatisierungsvorschläge.
CRM-Mehrwert entsteht durch Anbindung an bestehende Systeme. Die wichtigsten Integrationsebenen für DACH-Unternehmen 2026.
CRM-Software verarbeitet personenbezogene Daten im Sinne der DSGVO (EU 2016/679). Für Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz gelten erhöhte Anforderungen. Folgende Kriterien sind 2026 pflichtrelevant, bezogen auf die sechs Anbieter dieser Shortlist.
Salesforce betreibt über Hyperforce eine EU Operating Zone mit Infrastruktur in Deutschland. HubSpot und monday CRM hosten EU-Kundendaten in einem AWS-Rechenzentrum in Frankfurt. Pipedrive nutzt AWS-Rechenzentren in Europa. Brevo betreibt eigene EU-Server am Firmensitz Paris. Zoho CRM bietet ein EU-Rechenzentrum auf vertraglicher Basis.
Jedes CRM, das personenbezogene Daten verarbeitet, benötigt einen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO. Alle sechs Anbieter der Shortlist stellen AVV-Vorlagen bereit. Anhang 1 (Kategorien) und Anhang 2 (TOMs) vor Unterzeichnung prüfen.
Salesforce, HubSpot, Pipedrive, Zoho und monday CRM haben US- beziehungsweise nicht-EU-Muttergesellschaften (USA beziehungsweise Israel bei monday.com). Absicherung erfolgt über das EU-US Data Privacy Framework und EU-Standardvertragsklauseln. Brevo ist mit Firmensitz Paris und eigenen EU-Servern von dieser Diskussion ausgenommen.
Art. 17 DSGVO (Recht auf Löschung) und Art. 20 (Datenportabilität) sind in modernen CRM-Systemen umsetzbar. Alle sechs Anbieter bieten CSV-Export und API-gestützte Datenlöschung. Definieren Sie Fristen in einem eigenen Löschkonzept.
Die DSGVO fordert das Prinzip der Datensparsamkeit (Art. 5). Rollen- und profilbasierte Zugriffskontrolle (RBAC) ist bei allen sechs Anbietern verfügbar. Vertrieb, Marketing und Service als getrennte Profilgruppen konfigurieren.
Art. 30 DSGVO (Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten) erfordert Nachweisbarkeit. Salesforce, HubSpot Enterprise und Zoho CRM Enterprise bieten vollständige Audit-Logs. Bei kleineren Tarifen von Pipedrive, monday CRM und Brevo ist ggf. ergänzende Protokollierung nötig.
Der Listenpreis ist nur ein Teil der Gesamtkosten. Implementierung, Schulung, Anpassungen und laufende Administration summieren sich zum Total Cost of Ownership (TCO) über 5 Jahre.
| Tier | Anbieter-Beispiele | Lizenz/Mo | Implementierung | TCO 5 Jahre (20 Nutzer) |
|---|---|---|---|---|
| Einstieg KMU bis 20 MA | HubSpot Free/Starter, Brevo Free/Starter, Pipedrive Lite | 0–700 $ | 1.000–6.000 € | 15.000–40.000 € |
| Wachstum Mittelstand 20–200 MA | HubSpot Professional, Pipedrive Growth/Premium, Zoho Professional/Enterprise, monday CRM Pro | 1.800–5.500 $ | 15.000–50.000 € | 100.000–300.000 € |
| Enterprise Großunternehmen 200+ MA | Salesforce Enterprise/Unlimited, HubSpot Enterprise | 5.000–25.000 € | 50.000–250.000 € | 800.000–3.200.000 € |
TCO-Kalkulation enthält: Lizenzkosten (5 Jahre), Implementierungspartner, interne Projektkosten, Schulungen, laufende Administration und Anpassungen. Lizenzpreise gemäß offiziellen Preisseiten der Anbieter, teils in US-Dollar (Stand 2026); Wechselkurs und individuelle Rabatte weichen ab. Eigene Kalkulation auf Basis der genannten Listenpreise, keine Herstellerangabe. Quellen siehe Abschnitt Quellen am Ende der Seite.
Die Auswahl eines CRM-Systems dauert je nach Unternehmensgröße 4 bis 24 Wochen. Dieser Prozess reduziert Fehlentscheidungen und verhindert Migrations-Rework.
Vertriebsprozesse, Nutzergruppen, Integration (ERP, Telefonie, Marketing) und Must-Have-Funktionen dokumentieren. Datenschutzbeauftragten einbeziehen.
Vertrieb, Marketing, IT und Geschäftsführung an einen Tisch. Konflikte zwischen Wunsch-Features und Budget früh klären. Schriftliches Lastenheft erstellen.
3 bis 5 Anbieter mit echten Testdaten evaluieren. Scripted Demo: eigene Leads importieren, Pipeline anlegen, Dashboard konfigurieren. Keine generischen Vendor-Demos akzeptieren.
Einen Anbieter im echten Vertriebsbetrieb testen. Adoption-Rate messen: mindestens 80 % aktive Nutzer nach 30 Tagen als Ziel setzen. Feedback strukturiert sammeln.
Bestandsdaten bereinigen und migrieren. Duplikat-Bereinigung vor Migration. Felder und Prozesse im neuen System konfigurieren. Parallelbetrieb max. 4 Wochen.
Rollenbasierte Schulungen (Vertrieb, Marketing, Service). CRM-Champions in jedem Team benennen. KPI-Dashboard für Adoption und Pipeline-Hygiene aufsetzen.
Was kostet CRM-Software für ein Unternehmen mit 50 Mitarbeitenden?
CRM-Software für 50 Mitarbeitende kostet 2026 je nach Anbieter und Funktionsumfang zwischen rund 350 und 4.500 Euro pro Monat. Einstiegslösungen wie HubSpot Starter (7 US-Dollar pro Platz und Monat bei jährlicher Zahlung) oder Pipedrive Lite (14 US-Dollar pro Platz und Monat) liegen für 50 Nutzer bei etwa 350 bis 700 Euro monatlich. Mittelstandslösungen wie Salesforce Pro Suite (100 Euro pro Nutzer und Monat) oder Zoho CRM Enterprise (rund 40 US-Dollar pro Nutzer und Monat) liegen deutlich höher. Hinzu kommen einmalige Implementierungskosten von 2.000 bis 30.000 Euro.
Welches CRM ist DSGVO-konform für Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz?
Für DACH-Unternehmen bieten 2026 alle sechs im Vergleich gelisteten Anbieter DSGVO-relevante Optionen. Salesforce betreibt über Hyperforce eine EU Operating Zone mit Infrastruktur in Deutschland, HubSpot und monday CRM hosten EU-Daten in einem AWS-Rechenzentrum in Frankfurt, Pipedrive nutzt AWS-Rechenzentren in Europa, Zoho CRM bietet ein vertraglich festlegbares EU-Rechenzentrum und Brevo betreibt eigene EU-Server am Firmensitz Paris. Entscheidend ist zusätzlich ein gültiger Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) nach Art. 28 DSGVO.
Wie lange dauert die Einführung eines CRM-Systems?
Die CRM-Einführung dauert je nach Komplexität 4 Wochen bis 12 Monate. Einfache Cloud-CRMs wie Pipedrive, HubSpot oder Brevo sind in 2 bis 8 Wochen einsatzbereit. Mittelstandsimplementierungen mit Zoho CRM oder monday CRM benötigen 2 bis 4 Monate. Enterprise-Projekte mit Salesforce, Datenmigration, ERP-Integration und DSGVO-Konfiguration dauern 6 bis 12 Monate. Der kritische Erfolgsfaktor ist die Datenmigration und Nutzer-Adoption.
Welches CRM eignet sich am besten für B2B-Vertrieb im Mittelstand?
Für B2B-Vertrieb im DACH-Mittelstand empfehlen sich 2026 Pipedrive (ab 14 US-Dollar pro Platz und Monat, reiner Pipeline-Fokus, im März 2026 auf Platz 6 der G2-Liste der besten Sales-Software-Produkte), HubSpot CRM (kostenloser Einstieg, All-in-One-Plattform für Marketing, Vertrieb und Service) und Salesforce Sales Cloud (ab 25 Euro pro Nutzer und Monat, größte Funktionstiefe und größtes Partner-Ökosystem). monday CRM eignet sich besonders für Teams, die lieber frei konfigurierbare Boards als starre Datenmodelle nutzen.
Welche KI-Funktionen bieten CRM-Systeme 2026?
CRM-Systeme bieten 2026 folgende KI-Funktionen: Lead Scoring und autonome Agenten (Salesforce Einstein und Agentforce), KI-Assistenten für E-Mails und Zusammenfassungen (HubSpot Breeze, Zoho Zia, monday AI, Brevo AI) sowie Deal-Empfehlungen in Echtzeit (Pipedrive AI Assistant). Laut dem Salesforce State of Sales Report 2026 nutzen bereits 87 Prozent der Vertriebsorganisationen eine Form von KI, 89 Prozent der Verkäufer berichten von einem besseren Kundenverständnis durch KI.
Was ist der Unterschied zwischen CRM und ERP?
CRM (Customer Relationship Management) verwaltet externe Prozesse: Kundenbeziehungen, Vertrieb, Marketing und Support. ERP (Enterprise Resource Planning) steuert interne Prozesse: Finanzen, Lager, Produktion und Einkauf. Manche Anbieter kombinieren beides in einer Plattform, etwa weclapp (deutsches Cloud-ERP mit CRM-Modul, gegründet 2008, seit Oktober 2022 Teil der Exact Group). Die sechs in diesem Vergleich gelisteten Anbieter sind dagegen CRM-first entwickelt und werden bei Bedarf über Schnittstellen an ein bestehendes ERP-System angebunden.
Was kostet die Implementierung eines Enterprise-CRM?
Die Implementierung eines Enterprise-CRM wie Salesforce Enterprise oder Unlimited kostet in Deutschland 2026 zwischen 50.000 und 250.000 Euro, abhängig von Integrationen, Datenmigration und Customizing-Umfang. Hinzu kommen laufende Lizenzkosten von 175 bis 350 Euro pro Nutzer und Monat bei Salesforce beziehungsweise 150 US-Dollar pro Platz und Monat bei HubSpot Enterprise plus einer einmaligen Onboarding-Gebühr von 3.500 US-Dollar. Zertifizierte Implementierungspartner berechnen üblicherweise 150 bis 350 Euro pro Beratertag.
Kann ich mein bestehendes CRM auf ein neues System migrieren?
Ja, eine CRM-Migration ist möglich und bei Plattformwechsel üblich. Die wichtigsten Schritte sind Datenbereinigung und Deduplizierung vor der Migration, Feldzuordnung zwischen alten und neuen Datenobjekten, eine Testmigration mit einem Teil der Daten, die Vollmigration und mindestens vier Wochen Parallelbetrieb. Alle sechs im Vergleich gelisteten Anbieter bieten CSV-Import und APIs. Zoho zu HubSpot und Pipedrive zu Salesforce zählen im DACH-Markt zu den häufigsten Migrationspfaden.
HubSpot oder Salesforce, welches CRM passt besser zum Mittelstand?
HubSpot eignet sich für Unternehmen, die eine All-in-One-Plattform mit kostenlosem Einstieg und schneller Time-to-Value suchen. Salesforce eignet sich für Unternehmen mit komplexeren Vertriebsprozessen, die maximale Anpassbarkeit und ein großes Partner-Ökosystem benötigen und bereit sind, dafür ab 25 Euro pro Nutzer und Monat mehr zu investieren. Einen ausführlichen Feature- und Preisvergleich liefert der Artikel Salesforce vs HubSpot.
Gibt es Alternativen zu HubSpot für den DACH-Mittelstand?
Ja. Zu den relevantesten HubSpot-Alternativen für den DACH-Mittelstand zählen Pipedrive für reinen Pipeline-Fokus, Zoho CRM für den günstigsten Vollfunktionsumfang, monday CRM für frei konfigurierbare Boards und Brevo für EU-native Datenhaltung ohne US-Datentransfer. Eine vollständige Übersicht mit Auswahlkriterien bietet der Artikel HubSpot-Alternativen 2026.
Welches CRM eignet sich für kleine Teams, Freelancer oder Solo-Selbstständige?
Für kleine Teams und Selbstständige eignen sich 2026 kostenlose oder günstige Einstiegstarife: HubSpot CRM ist bis 2 Nutzer dauerhaft kostenlos, Brevo bietet einen kostenlosen Tarif mit bis zu 50 offenen Deals und einer Pipeline. Als schlanke deutsche Alternative eignet sich zusätzlich CentralStationCRM aus Köln (betrieben von der Firma 42he, gegründet 2014), das bewusst auf Marketing-Automation und KI verzichtet und sich auf einfaches Kontakt- und Aufgabenmanagement konzentriert.
Ist CRM-Software 2026 noch als On-Premise-Installation verfügbar, oder nur als Cloud/SaaS?
Alle sechs Anbieter dieser Shortlist, Salesforce, HubSpot, Pipedrive, Zoho CRM, monday CRM und Brevo, werden 2026 ausschließlich als Cloud-Software im Software-as-a-Service-Modell (SaaS) betrieben. Reine On-Premise-CRM-Installationen sind im modernen CRM-Markt die Ausnahme, weil Vertriebsteams mobilen Zugriff, häufige Funktions-Updates und geringe IT-Vorlaufkosten benötigen. Die allgemeinen Vor- und Nachteile von Cloud gegenüber On-Premise, unabhängig von der Softwarekategorie, erläutert der Leitfaden Cloud vs. On-Premise: Grundsatzentscheidungen in der Softwareauswahl.
Alle Preisangaben, Gründungsjahre, Eigentümerstrukturen und Kennzahlen auf dieser Seite basieren auf den folgenden offiziellen Herstellerseiten und Marktforschungsquellen, Stand 2026.
CRM-Software wird 2026 nahezu ausschließlich als Cloud-Lösung im Software-as-a-Service-Modell (SaaS) betrieben: Alle sechs Anbieter dieser Shortlist, Salesforce, HubSpot, Pipedrive, Zoho CRM, monday CRM und Brevo, liefern ausschließlich Cloud-Varianten (siehe Anbieterprofile und Quellen oben). Echte On-Premise-CRM-Installationen sind im modernen Markt die Ausnahme, weil Vertriebsteams mobilen Zugriff von unterwegs, häufige Funktions-Updates ohne eigenes IT-Projekt und geringe IT-Vorlaufkosten benötigen, drei strukturelle Vorteile der Cloud gegenüber On-Premise. Relevant bleibt die Grundsatzfrage trotzdem für Unternehmen mit strengen Datenresidenz-Vorgaben oder einer engen Anbindung an ein bestehendes On-Premise-ERP-System.
Die allgemeinen Vor- und Nachteile von Cloud gegenüber On-Premise, unabhängig von der Softwarekategorie, erklärt der Leitfaden zu Grundsatzentscheidungen in der Softwareauswahl im Detail, inklusive Entscheidungskriterien für Datenschutz, Kostenstruktur und IT-Ressourcen.
Cloud vs. On-Premise: zum LeitfadenFind-Your-CRM analysiert Ihr Vertriebsmodell, Ihre Branche und Ihre Teamgröße und empfiehlt die passenden CRM-Systeme aus über 40 CRM-Anbietern im DACH-Markt. Kostenlos, anonym, ohne Verkaufsgespräch.
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