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Future-IT-Readiness: Wie zukunftsfähig ist Ihre IT wirklich?

Die meisten Mittelständler wissen, dass ihre IT besser sein könnte, aber nicht, wo genau der Hebel sitzt und was er wert ist. Future-IT-Readiness macht genau das greifbar: Wo steht Ihre technische Basis heute, welche Effizienzen lassen sich kurzfristig heben, was geht darüber hinaus, und wie lässt sich der Weg dorthin fördern. Diese Seite gibt Ihnen ein Reifegradmodell, einen interaktiven Self-Check und einen klaren Leitfaden, mit dem Sie in wenigen Minuten eine erste Standortbestimmung erhalten.

5 Stufen
Reifegradmodell, das Ihren Status von der Insellösung bis zur skalierbaren Plattform einordnet
6 bis 12
Business-Systeme betreibt ein Mittelständler im Schnitt parallel, oft schlecht vernetzt
bis 85 %
Förderquote sind je nach Programm und Kombination auf die Beratung möglich
~10 Min
dauert der interaktive Self-Check, mit sofortigem Readiness-Ergebnis
Was Readiness bedeutet

Drei Fragen, eine Standortbestimmung

Future-IT-Readiness ist kein Buzzword, sondern eine nüchterne Bestandsaufnahme entlang von drei Fragen. Sie bestimmen zusammen, wie gut Ihre IT auf Wachstum, neue Anforderungen und Technologien wie KI vorbereitet ist.

Frage 01

Wie ist die technische Basis?

Wie modern, integriert und wartbar ist Ihre Systemlandschaft? Laufen Kernsysteme in der Cloud oder auf Altservern, sind sie über APIs verbunden oder über manuelle Exporte?

  • Aktualität der Kernsysteme
  • Grad der Integration
  • Datenqualität und Single Source of Truth
Frage 02

Wo sind Effizienzen zu heben?

Wo entstehen heute Medienbrüche, Doppelerfassung und manuelle Routinen? Genau dort liegen die kurzfristig hebbaren Potenziale, oft ohne großes Projekt.

  • Manuelle und doppelte Dateneingaben
  • Medienbrüche zwischen Systemen
  • Wiederkehrende Routineaufgaben
Frage 03

Was geht darüber hinaus?

Welche neuen Möglichkeiten eröffnet eine moderne Basis? Von Automatisierung über datenbasierte Entscheidungen bis zu KI-gestützten Prozessen, die heute noch unerreichbar scheinen.

  • Automatisierung durchgängiger Prozesse
  • Datenbasierte Entscheidungen und Reporting
  • KI-gestützte Assistenz und Prognosen
Der Wert dieser Einordnung liegt in der Reihenfolge: Erst die Basis verstehen, dann die schnellen Effizienzen heben, dann das Mögliche ausschöpfen. Wer diese Schritte überspringt und sofort das modernste Tool kauft, baut auf Sand. Welche Systeme grundsätzlich infrage kommen, zeigt unser Bereich für Suchende und die Software-Kategorien.
Die technische Basis

Drei Ebenen, die alles tragen

Bevor über neue Tools gesprochen wird, lohnt der Blick auf das Fundament. Die technische Basis lässt sich in drei Ebenen denken, die aufeinander aufbauen. Schwächen auf einer unteren Ebene begrenzen alles, was darüber liegt, deshalb ist die Reihenfolge entscheidend.

Ebene 1
Infrastruktur

Wo und wie läuft die IT?

Die unterste Ebene entscheidet über Verfügbarkeit, Sicherheit und Skalierbarkeit. Veraltete lokale Server bremsen jede Modernisierung, eine moderne Cloud-Basis macht sie erst möglich.

Cloud oder Hybrid Automatische Updates Alt-Server am Limit Kein Backup-Konzept
Ebene 2
Daten

Gibt es eine verlässliche Wahrheit?

Auf der Datenebene entscheidet sich, ob Auswertungen und KI überhaupt funktionieren. Saubere, eindeutige Stammdaten sind die Voraussetzung für jede Automatisierung. Dubletten und Insellisten machen sie unmöglich.

Single Source of Truth Gepflegte Stammdaten Daten in Excel verstreut Dubletten und Lücken
Ebene 3
Prozesse & Integration

Fließen die Prozesse durch?

Die oberste Ebene verbindet die Systeme zu durchgängigen Abläufen. Sind Front- und Backoffice integriert, entstehen automatisierte End-to-End-Prozesse. Fehlen Schnittstellen, bleibt es bei manueller Übergabe und Medienbrüchen.

Verbundene Systeme End-to-End-Prozesse Manuelle Übergaben Medienbrüche
Die Regel von unten nach oben gilt strikt: Ein KI-Projekt auf schlechten Daten scheitert, eine Automatisierung ohne saubere Infrastruktur wird teuer und fragil. Deshalb beginnt jede sinnvolle Modernisierung mit der Frage, welche Ebene der Engpass ist. Oft ist es nicht die spektakulärste, sondern die unterste.
Das Reifegradmodell

Fünf Stufen der IT-Reife

Jedes Unternehmen lässt sich auf einer von fünf Stufen verorten. Das Modell macht greifbar, wo Sie stehen, und zeigt, welcher Schritt als Nächstes den größten Nutzen bringt. Der Sprung von einer Stufe zur nächsten ist meist wertvoller als ein Sprung über mehrere.

Stufe1

Insellösungen

Kernprozesse laufen über Excel, E-Mail und einzelne, nicht verbundene Tools. Daten werden mehrfach erfasst, Auswertungen sind manuelle Handarbeit.

Reaktiv
Stufe2

Erste Kernsysteme

Ein ERP oder CRM ist im Einsatz, aber isoliert. Andere Bereiche hängen noch an Insellösungen, Schnittstellen fehlen oder laufen über Exporte.

Punktuell
Stufe3

Integriert

Die zentralen Systeme sind verbunden, Daten fließen weitgehend automatisch. Es gibt eine verlässliche Datenbasis und erste durchgängige Prozesse.

Vernetzt
Stufe4

Datengetrieben

Entscheidungen stützen sich auf Echtzeitdaten, Reporting ist automatisiert, Prozesse werden gemessen und optimiert. Die Basis ist skalierbar.

Proaktiv
Stufe5

Zukunftsfähig

Eine moderne, integrierte Plattform erlaubt schnelle Anpassung, Automatisierung und den gezielten Einsatz von KI. IT ist Treiber, nicht Bremse.

Skalierbar
Die meisten Mittelständler stehen heute auf Stufe 2 oder 3, betreiben also im Schnitt sechs bis zwölf Systeme parallel, von denen ein Teil noch nicht sauber verbunden ist. Das ist kein Versagen, sondern der normale gewachsene Zustand. Entscheidend ist, den nächsten sinnvollen Schritt zu kennen, statt blind das Maximum anzustreben.
Effizienzpotenziale

Wo der Hebel sofort wirkt

Nicht jede Verbesserung braucht ein großes Projekt. Viele Effizienzen lassen sich kurzfristig heben, wenn man weiß, wo man sucht. Diese Gegenüberstellung zeigt typische Engpässe und den jeweils passenden Hebel.

Typische Engpässe

Wo Zeit und Geld verloren gehen

  • Dieselben Daten in mehreren Systemen pflegen
  • Angebote und Aufträge manuell übertragen
  • Auswertungen in stundenlanger Excel-Arbeit
  • Medienbrüche zwischen Vertrieb und Backoffice
  • Suchen statt Finden von Dokumenten und Daten
  • Wissen in Köpfen statt in Systemen
Passender Hebel

Was kurzfristig hilft

  • Schnittstellen statt doppelter Datenpflege
  • Durchgängige Prozesse von Angebot bis Rechnung
  • Automatisiertes Reporting auf einer Datenbasis
  • Integration von Frontoffice und Backoffice
  • Zentrale, durchsuchbare Datenhaltung
  • Standardisierte, dokumentierte Workflows
Der erste Schritt ist immer, die Engpässe sichtbar zu machen. Oft zeigt sich, dass die größten Zeitfresser nicht die spektakulärsten Themen sind, sondern stille Routinen, die täglich Minuten kosten und sich über das Jahr zu Wochen summieren. Genau hier setzt eine strukturierte Analyse an, die unser Leitfaden zur Software-Auswahl methodisch beschreibt.
Was es konkret wert ist

Stille Routinen, laute Summen

Effizienz bleibt abstrakt, bis man sie rechnet. Diese drei Beispiele zeigen, wie sich scheinbar kleine tägliche Routinen über ein Jahr zu erheblichen Beträgen summieren. Die Zahlen sind illustrative Modellrechnungen zur Orientierung, keine Garantie, aber sie machen die Größenordnung greifbar.

Doppelte Datenpflege

Dieselben Daten in zwei Systemen

~13.000 €

pro Jahr bei nur einer Stunde doppelter Pflege am Tag in einem kleinen Team.

1 Std/Tag × 220 Tage × 60 €/Std ≈ 13.200 €
Manuelle Auswertungen

Reports von Hand in Excel

~6.000 €

pro Jahr, wenn das monatliche Reporting je einen halben Personentag bindet.

4 Std/Monat × 12 × ~125 €/Std ≈ 6.000 €
Suchen statt Finden

Dokumente und Daten suchen

bis 9 %

der Arbeitszeit geht laut Studien für das Suchen von Informationen verloren.

9 % von 1.600 Std/Jahr ≈ 144 Std je Person
Diese Beträge gelten pro Engpass und pro kleinem Team. In einem Unternehmen mit mehreren Abteilungen vervielfachen sie sich entsprechend. Genau deshalb lohnt es sich, die stillen Routinen zuerst sichtbar zu machen, bevor in neue Software investiert wird. Oft amortisiert sich eine einzige saubere Schnittstelle innerhalb weniger Monate. Die Annahmen sind bewusst konservativ gewählt, Ihre realen Zahlen können höher liegen.
Self-Check

Ihr Readiness-Score in zehn Minuten

Beantworten Sie acht Fragen zu Ihrer IT-Landschaft. Der Check berechnet sofort einen Readiness-Score und ordnet Sie einer Reifegradstufe zu. Es werden keine Daten gespeichert oder gesendet.

Future-IT-Readiness-Check

8 Fragen · ~10 Min · sofortiges Ergebnis
Frage 1 von 8
Der Score ist eine erste Orientierung, kein Audit. Er hilft, das Gespräch im Team zu strukturieren und die richtigen Fragen zu stellen.
Was darüber hinaus geht

Wenn die Basis steht, wird mehr möglich

Eine moderne, integrierte Basis ist kein Selbstzweck. Sie ist die Startrampe für Möglichkeiten, die auf einer Insellandschaft undenkbar sind. Diese vier Felder zeigen, was auf den oberen Reifegradstufen realistisch wird, gerade mit Blick auf KI.

Potenzial 01

Durchgängige Automatisierung

Wiederkehrende Abläufe von der Bestellung bis zur Rechnung laufen ohne manuelle Übergaben. Das spart nicht nur Zeit, sondern beseitigt Fehlerquellen und macht Prozesse skalierbar.

Potenzial 02

Datenbasierte Entscheidungen

Echtzeit-Reporting statt monatlicher Excel-Arbeit. Wer auf einer sauberen Datenbasis steht, sieht Engpässe und Chancen, bevor sie zum Problem oder zur verpassten Gelegenheit werden.

Potenzial 03

KI-gestützte Assistenz

Von der automatischen Dokumentenerkennung über Prognosen bis zur Vorqualifizierung im Vertrieb. KI entlastet das Team bei Routinen genau dort, wo gute Daten und Anbindung vorhanden sind.

Potenzial 04

Schnelle Anpassungsfähigkeit

Neue Anforderungen, Standorte oder Geschäftsmodelle lassen sich auf einer flexiblen Plattform in Tagen statt Monaten abbilden. IT wird vom Engpass zum Beschleuniger.

Der rote Faden bleibt: KI und Automatisierung wirken nur auf einem soliden Fundament. Wer zuerst die Basis und die Daten ordnet, schafft die Voraussetzung dafür, dass diese Potenziale nicht Schlagworte bleiben, sondern echten Nutzen bringen. Genau diese Reihenfolge bildet auch der Readiness-Check oben ab.
Förderung nach Region

Innovationsgutschein & Co. im Überblick

Welche Förderung infrage kommt, hängt stark vom Standort ab. Diese Übersicht zeigt zentrale Programme für Digitalisierungs- und Innovationsprojekte im DACH-Raum, Stand 2026. Da sich Programme häufig ändern, ist sie eine erste Orientierung, keine abschließende Auskunft.

RegionProgrammFörderquoteSchwerpunkt
BundBAFA-Beratungsförderungbis 50–80 %Konzeptionelle Digitalisierungsberatung
BundKfW ERP-Förderkredit DigitalisierungKredit bis 25 Mio €Zinsgünstige Finanzierung der Umsetzung
Baden-WürttembergInnovationsgutschein BW50 %, bis 7.500 €Beratung und Konzeption
BayernDigitalbonus Bayern Standard / Plusbis 30.000 €Hard- und Software, Prozesse
Nordrhein-WestfalenMittelstand Innovativ & Digital (MID)50 %, bis 80.000 €Strukturelle Digitalisierungsprojekte
BrandenburgBIG DigitalBeratung + UmsetzungKonzeption, Implementierung, Schulung
SachsenDigitalisierungszuschuss / E-Businessbis 10.000 €Digitalisierungsmaßnahmen im KMU
ÖsterreichKMU.DIGITALBeratung bis 80 %Status-, Potenzial- und Strategieberatung
Drei Dinge sind über alle Programme hinweg wichtig. Erstens: Der Antrag muss fast immer vor Projektbeginn gestellt werden, nachträgliche Förderung ist die Ausnahme. Zweitens: Reine Ersatzanschaffungen und einzelne Standard-Lizenzkauf sind meist nicht förderfähig, gefördert werden strukturelle Maßnahmen. Drittens: Die bundesweiten Programme Digital Jetzt und go-digital sind 2026 ausgelaufen, der Schwerpunkt liegt heute auf Beratungsförderung und Landesprogrammen. Quellen: BAFA, L-Bank, NRW.BANK, skill-sprinters.de, lexware.de, jeweils 2026. Ohne Gewähr, keine Förderberatung.
Förderung

Bis zu 85 Prozent der Beratung gefördert

Der Weg zu mehr IT-Reife muss nicht voll aus eigener Tasche bezahlt werden. Gerade die konzeptionelle Beratung, also die Standortbestimmung und der Fahrplan, ist in Deutschland und der DACH-Region gut förderfähig. Je nach Programm, Region und Kombination sind hohe Quoten möglich.

Beratungsförderung

BAFA und Innovationsgutscheine

  • BAFA-Beratungsförderung: bis 50 % in den alten, bis 80 % in den neuen Bundesländern
  • Innovationsgutschein BW: 50 % Zuschuss, bis 7.500 €
  • Brandenburg BIG Digital: Beratung und Umsetzung kombinierbar
  • Österreich KMU.DIGITAL: bis 80 % in der Beratungsschiene
Clever kombinieren

So entstehen bis zu 85 Prozent

  • Beratungsförderung für die Konzeption nutzen
  • Landeszuschuss oder Innovationsgutschein für die Umsetzung ergänzen
  • In Summe sind je nach Region sehr hohe Quoten erreichbar
  • Antrag immer vor Projektbeginn stellen, sonst keine Förderung
Wichtig und ehrlich gesagt: Die genaue Förderquote hängt stark von Bundesland, Programm und Unternehmensgröße ab und ändert sich regelmäßig. Pauschale Zusagen gibt es nicht. Die hohen Quoten von bis zu 80 oder 85 Prozent entstehen meist erst durch die Kombination von Beratungs- und Umsetzungsförderung. Bundesweite Investitionsprogramme wie Digital Jetzt und go-digital sind 2026 ausgelaufen, die Förderung hat sich auf die Landesebene und die Beratungsförderung verlagert. Eine Vorprüfung lohnt sich fast immer und ist oft kostenlos. Quellen: BAFA, L-Bank, neckar.it, skill-sprinters.de, jeweils 2026. Dies ist keine Förderberatung.
Sofort umsetzbar

Vier Quick Wins für diese Woche

Nicht alles muss auf das große Projekt warten. Diese vier Maßnahmen lassen sich kurzfristig und mit geringem Aufwand angehen und schaffen schnell Klarheit oder spürbare Entlastung.

Quick Win 01
Engpass

Die drei zeitraubendsten manuellen Routinen im Team benennen und grob in Stunden pro Woche schätzen.

Quick Win 02
Daten

Eine zentrale Stammdatenliste auf Dubletten und Lücken prüfen. Oft der erste Schritt zu verlässlichen Auswertungen.

Quick Win 03
Check

Den Readiness-Check oben im Team ausfüllen und die Ergebnisse vergleichen. Unterschiede zeigen blinde Flecken.

Quick Win 04
Förderung

Eine kostenlose Förder-Vorprüfung anstoßen, bevor ein Projekt startet. Sie ist unverbindlich und schafft Planungssicherheit.

Diese vier Schritte kosten zusammen kaum mehr als einen halben Tag, liefern aber die Grundlage für jede fundierte Entscheidung. Wer sie geht, ersetzt das diffuse Gefühl, dass etwas besser sein könnte, durch eine klare Liste mit Prioritäten und Zahlen.
Leitfaden

In sechs Schritten zur zukunftsfähigen IT

Von der ersten Standortbestimmung bis zur geförderten Umsetzung. Dieser Fahrplan führt strukturiert von der Erkenntnis zur Entscheidung, ohne Sprünge und ohne teure Umwege.

01

Readiness bestimmen

Mit dem Self-Check oben den eigenen Reifegrad einordnen und die größten Engpässe sichtbar machen.

02

Potenziale priorisieren

Die Effizienz-Hebel nach Aufwand und Nutzen sortieren und die schnellen Gewinne zuerst angehen.

03

Förderung prüfen

Vor Projektbeginn klären, welche Beratungs- und Landesförderung infrage kommt und kombinierbar ist.

04

Anforderungen schärfen

Aus den Engpässen ein klares Anforderungsbild ableiten, statt nach Funktionslisten zu kaufen.

05

Systeme matchen

Passende Lösungen neutral vergleichen und auf den eigenen Reifegrad und die Prozesse abstimmen.

06

Geführt umsetzen

Die Einführung schlank und standardnah starten, messen und Schritt für Schritt ausbauen.

Genau für die Schritte vier bis sechs ist Find-Your-Software gebaut: Die Matching Engine erzeugt aus Ihrem Profil eine neutrale, begründete Shortlist, das Selection Portal führt Ihr Team strukturiert bis zur Entscheidung. So wird aus der Readiness-Erkenntnis ein konkreter, nachvollziehbarer Auswahlprozess. Mehr dazu unter Wie es funktioniert.
FAQ

Häufige Fragen zur Future-IT-Readiness

Die wichtigsten Fragen zu Reifegrad, Effizienzpotenzialen und Förderung der IT-Modernisierung im Mittelstand.

Was bedeutet Future-IT-Readiness?

Future-IT-Readiness beschreibt, wie gut die IT eines Unternehmens auf Wachstum, neue Anforderungen und Technologien wie KI vorbereitet ist. Sie wird entlang von drei Fragen bestimmt: Wie modern und integriert ist die technische Basis, wo lassen sich kurzfristig Effizienzen heben, und welche Möglichkeiten eröffnet eine moderne Plattform darüber hinaus. Statt einer Ja-Nein-Aussage liefert Readiness eine Einordnung auf einer Reifegradskala, die zeigt, wo ein Unternehmen steht und welcher nächste Schritt den größten Nutzen bringt.

Wie finde ich heraus, wie zukunftsfähig meine IT ist?

Eine erste Orientierung gibt der interaktive Self-Check auf dieser Seite. Er fragt acht Aspekte Ihrer IT-Landschaft ab, von der Integration der Kernsysteme über die Datenqualität bis zum Automatisierungsgrad, und berechnet daraus einen Readiness-Score mit Reifegradstufe. Der Check ersetzt kein vollständiges Audit, hilft aber, die größten Engpässe sichtbar zu machen und das Gespräch im Team zu strukturieren.

Welche Reifegrade der IT gibt es?

Dieses Modell unterscheidet fünf Stufen. Stufe 1 sind reine Insellösungen mit Excel und einzelnen Tools. Stufe 2 hat erste Kernsysteme wie ERP oder CRM, aber noch isoliert. Stufe 3 ist integriert, die zentralen Systeme sind verbunden und Daten fließen weitgehend automatisch. Stufe 4 ist datengetrieben, Entscheidungen stützen sich auf Echtzeitdaten und automatisiertes Reporting. Stufe 5 ist zukunftsfähig, eine moderne Plattform erlaubt schnelle Anpassung, Automatisierung und den gezielten KI-Einsatz. Die meisten Mittelständler stehen auf Stufe 2 oder 3.

Wo lassen sich am schnellsten Effizienzen heben?

Die größten kurzfristigen Potenziale liegen meist nicht in spektakulären Projekten, sondern in stillen Routinen: doppelte Datenpflege in mehreren Systemen, manuelles Übertragen von Angeboten und Aufträgen, stundenlange Excel-Auswertungen und Medienbrüche zwischen Vertrieb und Backoffice. Die passenden Hebel sind Schnittstellen statt doppelter Pflege, durchgängige Prozesse von Angebot bis Rechnung, automatisiertes Reporting auf einer Datenbasis und die Integration von Front- und Backoffice.

Wird die Beratung zur IT-Modernisierung gefördert?

Ja, gerade die konzeptionelle Beratung ist gut förderfähig. Die BAFA-Beratungsförderung übernimmt je nach Region bis zu 50 Prozent in den alten und bis zu 80 Prozent in den neuen Bundesländern. Hinzu kommen Landesprogramme wie der Innovationsgutschein Baden-Württemberg mit 50 Prozent Zuschuss bis 7.500 Euro oder BIG Digital in Brandenburg. In Österreich fördert KMU.DIGITAL die Beratungsschiene mit bis zu 80 Prozent. Wichtig ist, den Antrag immer vor Projektbeginn zu stellen.

Wie kommen bis zu 85 Prozent Förderung zustande?

Solche hohen Quoten entstehen in der Regel nicht aus einem einzelnen Programm, sondern aus der Kombination mehrerer Förderungen. Typisch ist, die Beratungsförderung für die Konzeption zu nutzen und einen Landeszuschuss oder Innovationsgutschein für die Umsetzung zu ergänzen. Je nach Bundesland, Programm und Unternehmensgröße sind in Summe sehr hohe Förderquoten erreichbar. Pauschale Zusagen gibt es allerdings nicht, und die Programme ändern sich regelmäßig.

Lohnt sich eine Förderung überhaupt für mein Projekt?

Als Faustregel lohnt sich der Aufwand ab einem Projektvolumen von etwa 10.000 Euro, darunter ist der Antragsaufwand oft größer als die Ersparnis. Außerdem sind reine Ersatzanschaffungen und einzelne Standard-Lizenzkauf häufig nicht förderfähig, gefördert werden eher strukturelle Digitalisierungs- und Innovationsmaßnahmen wie Prozessautomatisierung, Integration oder datengetriebene Lösungen. Eine kostenlose Vorprüfung schafft schnell Klarheit.

Was ist der erste Schritt zu einer zukunftsfähigen IT?

Der erste Schritt ist die ehrliche Standortbestimmung: den eigenen Reifegrad einordnen und die größten Engpässe benennen. Daraus ergibt sich fast immer von selbst, welcher nächste Schritt den größten Nutzen bringt, meist ist es nicht das modernste Tool, sondern die Beseitigung des größten Engpasses. Danach folgen das Priorisieren der Potenziale, die Prüfung der Förderung und erst dann die konkrete Systemauswahl.

Aus welchen Ebenen besteht die technische Basis?

Die technische Basis lässt sich in drei aufeinander aufbauende Ebenen denken. Die unterste ist die Infrastruktur, also wo und wie die IT läuft, etwa moderne Cloud statt veralteter lokaler Server. Darüber liegt die Datenebene mit Stammdatenqualität und einer einzigen verlässlichen Datenquelle. Die oberste Ebene sind Prozesse und Integration, also durchgängige Abläufe und verbundene Systeme. Die Reihenfolge von unten nach oben ist entscheidend: Ein KI-Projekt auf schlechten Daten scheitert.

Brauche ich erst eine moderne Basis, bevor sich KI lohnt?

In den allermeisten Fällen ja. KI und Automatisierung entfalten ihren Nutzen nur auf einem soliden Fundament aus stabiler Infrastruktur, sauberen Daten und verbundenen Systemen. KI auf verstreuten, fehlerhaften Daten liefert unzuverlässige Ergebnisse und enttäuscht. Wer dagegen zuerst die Basis und die Datenqualität ordnet, schafft die Voraussetzung dafür, dass KI-gestützte Assistenz, Prognosen oder automatische Dokumentenerkennung echten Mehrwert bringen.

Wie viel ist ineffiziente IT eigentlich wert?

Mehr, als die meisten vermuten, weil sich kleine tägliche Routinen über das Jahr summieren. Schon eine Stunde doppelter Datenpflege pro Tag in einem kleinen Team entspricht überschlägig rund 13.000 Euro pro Jahr. Manuelles monatliches Reporting von je einem halben Personentag summiert sich auf etwa 6.000 Euro jährlich. Hinzu kommt, dass laut Studien bis zu 9 Prozent der Arbeitszeit allein für das Suchen von Informationen verloren gehen.

Vom Readiness-Score zur richtigen Software

Sie kennen jetzt Ihren Reifegrad und Ihre Hebel. Der nächste Schritt ist die passende Lösung. Mit der Matching Engine erhalten Sie in Minuten eine neutrale, begründete Shortlist, im Selection Portal führen Sie Ihr Team strukturiert bis zur Entscheidung.