Bundesförderung · BMWK · Frist 31.12.2026

BAFA-Förderung
IT-Beratung für KMU

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bezuschusst professionelle IT-Beratungen für kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland mit bis zu 80 % — darunter Digitalisierungsstrategie, ERP-Auswahl, KI-Beratung und IT-Sicherheit. Das Programm läuft noch bis 31. Dezember 2026.

Quelle: BAFA / BMWK 2026 Bundesprogramm aktiv bis 31.12.2026 Kein Eigenanteil an Beratungspflicht
80 %
Max. Fördersatz
(Ostdeutschland)
2.800 €
Max. Zuschuss
pro Beratung
Beratungen pro
KMU bis 31.12.2026
<250
Mitarbeiter-Grenze
für KMU-Status
Geförderte IT-Themen

Was fördert die BAFA im
Bereich IT und Digitalisierung?

Das BAFA-Programm fördert konzeptionelle Einzelberatungen zu Fragen der Unternehmensführung — explizit eingeschlossen sind IT-Strategie, Digitalisierung, IT-Sicherheit und KI. Nicht gefördert wird die Software-Beschaffung selbst, sondern die vorgelagerte Beratung.

01 · Digitalisierung
Digitalisierungsstrategie
Roadmap für die digitale Transformation: Prozesse, Systeme, Schnittstellen und Changemanagement.
02 · Software-Auswahl
ERP / CRM / HR-System
Anforderungsanalyse, Anbietervergleich und Auswahlunterstützung für Business-Software-Projekte.
03 · Cybersecurity
IT-Sicherheit
Sicherheitskonzepte, Risikoanalyse, NIS2-Compliance und Schutzmaßnahmen für KMU.
04 · Künstliche Intelligenz
KI-Strategie & KI-Einführung
Potenzialanalyse, Use-Case-Entwicklung und Implementierungsplanung für KI-Lösungen.
05 · Datenschutz
DSGVO-Compliance
Datenschutzkonzept, TOMs, Auftragsverarbeitungsverträge und DSGVO-konforme IT-Architektur.
06 · E-Commerce
Digitaler Vertrieb
Shop-Systeme, Marktplatz-Anbindung, digitale Zahlungsprozesse und Online-Vertriebsstrategie.
07 · Prozesse
Prozessoptimierung durch IT
Analyse und Redesign von Geschäftsprozessen, Automatisierungspotenziale und Workflow-Systeme.
08 · Cloud
Cloud-Migration
Strategie für die Migration in die Cloud: Anbieterauswahl, Sicherheit, Kosten und Betriebsmodell.

Hinweis: Gefördert wird ausschließlich die konzeptionelle Beratungsleistung. Kosten für Software, Hardware oder Implementierung sind nicht förderfähig. Quelle: BAFA Programminformation 2026.

Förderhöhe 2026

Wie viel Förderung bekommt
Ihr KMU für IT-Beratung?

Die Förderhöhe hängt vom Standort Ihrer Betriebsstätte ab. Das maximale förderfähige Beratungshonorar beträgt bundesweit 3.500 Euro netto pro Beratung. Alle Angaben laut BAFA-Förderrichtlinie 2026.

Westdeutschland
50 %
Fördersatz
Max. förderfähiges Honorar 3.500 € netto
Max. Zuschuss 1.750 €
Ihr Eigenanteil (Minimum) 1.750 €
Gilt für: Alte Bundesländer, Berlin (größtenteils), Bremen, Hamburg, Bayern, Baden-Württemberg, NRW, Hessen u. a.
Ostdeutschland
80 %
Fördersatz
Max. förderfähiges Honorar 3.500 € netto
Max. Zuschuss 2.800 €
Ihr Eigenanteil (Minimum) 700 €
Gilt für: Sachsen, Thüringen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt sowie Teile von Berlin.
Bis zu 5 Beratungen bis 31.12.2026
Pro Unternehmen sind innerhalb der Richtlinien­laufzeit bis zu fünf separate Beratungsförderungen möglich, davon maximal zwei pro Kalenderjahr. IT-Beratung, KI-Strategie und ERP-Auswahl können damit jeweils einzeln gefördert werden.
Voraussetzungen

Wer ist antragsberechtigt?

KMU-Status (EU-Definition)
Weniger als 250 Mitarbeiter und Jahresumsatz unter 50 Mio. Euro oder Jahresbilanzsumme unter 43 Mio. Euro.
Betriebsstätte in Deutschland
Gewerbliche Wirtschaft oder Freie Berufe mit Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland.
Bereits am Markt tätig
Das Unternehmen muss zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits geschäftlich aktiv sein. Unternehmen im ersten Gründungsjahr brauchen zusätzlich ein Infogespräch mit IHK oder HWK.
BAFA-registrierter Berater
Der IT-Berater muss beim BAFA registriert und zugelassen sein. Interne Mitarbeiter oder Gesellschafter sind nicht förderfähig.
Antragsprozess

In 6 Schritten zur Förderung

01
Förderfähigkeit prüfen
KMU-Status, Betriebsstätte Deutschland, Unternehmensgegenstand prüfen.
02
BAFA-Berater wählen
Suche im BAFA-Beratersuchportal auf bafa.de nach registrierten IT-Beratern.
03
Antrag VOR Beginn stellen ⚠️
Online-Antrag auf bafa.de einreichen — zwingend bevor die Beratung beginnt.
04
Genehmigung abwarten
Leitstelle (DIHK) prüft den Antrag. Bearbeitungszeit: ca. 2–4 Wochen.
05
IT-Beratung durchführen
Beratung gemäß Antrag umsetzen (max. 3.500 € netto Beratungshonorar).
06
Verwendungsnachweis + Zuschuss
Beratungsbericht, Rechnung und Zahlungsnachweis einreichen. Auszahlung folgt.
FAQ

Häufige Fragen zur
BAFA-Förderung IT-Beratung

Was ist das BAFA-Beratungsförderprogramm für KMU?
Das BAFA-Programm „Förderung von Unternehmensberatungen für KMU" ist ein Bundesprogramm des BMWK (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz), das kleinen und mittleren Unternehmen einen direkten Zuschuss zu professionellen Beratungskosten gewährt. Es läuft noch bis 31. Dezember 2026 und umfasst ausdrücklich IT-Beratung, Digitalisierungsstrategie, IT-Sicherheit und KI-Beratung als förderfähige Themen. Mit bis zu 80 % Fördersatz in Ostdeutschland ist es eines der attraktivsten Bundesprogramme für KMU, die Digitalisierungsprojekte vorantreiben wollen.
Wie viel Förderung bekommt mein Unternehmen für IT-Beratung?
Die Förderhöhe hängt vom Standort Ihrer Betriebsstätte ab. In Westdeutschland (alte Bundesländer) erhalten KMU 50 % der förderfähigen Beratungskosten, maximal 1.750 Euro pro Beratung. In Ostdeutschland (Sachsen, Thüringen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt) sind es bis zu 80 % der Kosten, maximal 2.800 Euro. Das maximale förderfähige Beratungshonorar beträgt in beiden Fällen 3.500 Euro netto pro Beratungsvorhaben (Stand: BAFA-Förderrichtlinie 2026).
Welche IT-Themen fördert die BAFA konkret?
Die BAFA fördert konzeptionelle Beratungen zu: Digitalisierungsstrategie und -roadmap, ERP-/CRM-/HR-System-Auswahl, IT-Sicherheit und Cybersecurity (inkl. NIS2), KI-Strategie und KI-Einführung, Datenschutz und DSGVO-Compliance, E-Commerce und digitale Vertriebsstrategie, Cloud-Migration, Prozessoptimierung durch IT sowie allgemeines IT-Projektmanagement. Wichtig: Gefördert wird ausschließlich die konzeptionelle Beratungsleistung. Kosten für Software, Hardware oder die eigentliche Implementierung sind nicht förderfähig.
Wer kann einen BAFA-Förderantrag für IT-Beratung stellen?
Antragsberechtigt sind KMU der gewerblichen Wirtschaft sowie Freiberufler mit Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland. Das Unternehmen muss die EU-KMU-Definition erfüllen: weniger als 250 Beschäftigte und entweder Jahresumsatz unter 50 Mio. Euro oder Jahresbilanzsumme unter 43 Mio. Euro. Zusätzlich muss das Unternehmen zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits am Markt tätig sein. Unternehmen im ersten Gründungsjahr benötigen vorab ein kostenloses Informationsgespräch mit einem IHK- oder HWK-Regionalpartner.
Muss der IT-Berater beim BAFA registriert sein?
Ja, zwingend. Der Berater muss beim BAFA registriert und als Beratungsunternehmen zugelassen sein. Voraussetzungen für die Registrierung: nachgewiesene Fachkompetenz im Beratungsgebiet, persönliche Zuverlässigkeit und ein dokumentiertes Qualitätssicherungssystem (QM-Handbuch). Zugelassene Berater finden Sie im Beratersuchportal auf bafa.de. Interne Mitarbeiter, Gesellschafter oder Berater, die mit dem antragstellenden Unternehmen verbunden sind, sind von der Förderung ausgeschlossen.
Darf ich mit der IT-Beratung beginnen, bevor der Antrag genehmigt ist?
Nein, auf keinen Fall. Der Antrag muss zwingend VOR Beginn der Beratungsleistung gestellt und die Genehmigung der Leitstelle abgewartet werden. Beginnen Sie mit der Beratung vor der Genehmigung, entfällt die Förderung vollständig, unabhängig davon, wie berechtigt Ihr Antrag wäre. Planen Sie daher mindestens 2–4 Wochen Vorlauf ein, bevor Sie den Beratungsvertrag unterschreiben und mit dem IT-Projekt beginnen.
Kann ich mehrere BAFA-Förderungen für verschiedene IT-Projekte beantragen?
Ja. Pro Unternehmen sind innerhalb der Laufzeit der aktuellen Förderrichtlinie bis zu fünf in sich abgeschlossene Beratungen förderbar, maximal zwei pro Kalenderjahr. Das bedeutet: Sie könnten z. B. 2026 eine Beratung zur ERP-Auswahl und eine zur IT-Sicherheitsstrategie beantragen — beides als separate Vorhaben. Jede Beratung muss ein eigenständiges, abgrenzbares Thema behandeln und separat beantragt werden.
Bis wann läuft das BAFA-Programm und warum jetzt handeln?
Das aktuelle Programm „Förderung von Unternehmensberatungen für KMU" läuft bis zum 31. Dezember 2026. Anträge müssen bis zu diesem Datum gestellt sein. Eine Verlängerung oder ein offizielles Nachfolgeprogramm ist zum Stand Juni 2026 nicht angekündigt. Da auch das frühere go-digital-Programm Ende 2024 eingestellt wurde, empfiehlt sich ein zeitnaher Antrag. Die Bearbeitungszeit beträgt 2–4 Wochen, und bis Jahresende sind je nach Unternehmensstandort noch bis zu zwei Beratungsförderungen möglich.
Ist die BAFA-Förderung mit anderen Programmen kombinierbar?
Eine Kumulierung der BAFA-Beratungsförderung mit anderen öffentlichen Zuschüssen für dieselbe Beratungsleistung ist ausgeschlossen. Allerdings können unterschiedliche Maßnahmen separate Förderungen erhalten: Die BAFA-Förderung bezuschusst die vorgelagerte IT-Beratung, während ein Landesprogramm wie der Digitalbonus Bayern die anschließende Software-Investition fördern kann. Sprechen Sie das mit Ihrer IHK oder einem Fördermittelberater durch, um legale Kombinationen zu nutzen.
Was ist der Unterschied zwischen BAFA-Förderung und go-digital?
Das BMWK-Förderprogramm go-digital war speziell auf Digitalisierungsberatung für KMU ausgerichtet, mit Modulen für IT-Sicherheit, digitalisierte Geschäftsprozesse und digitale Markterschließung. Es wurde Ende 2024 eingestellt und ist nicht mehr verfügbar. Das BAFA-Beratungsprogramm ist das aktuell relevante Bundesprogramm für externe Unternehmensberatung, das auch IT- und Digitalisierungsthemen umfasst. Für Investitionen in konkrete Software gibt es 2026 primär Landesförderprogramme wie den Digitalbonus Bayern oder E-Business in Sachsen.
Praxisbeispiele

Was KMU mit der BAFA-Förderung
konkret in Auftrag geben

Diese Szenarien zeigen, wie reale Unternehmen die Förderung nutzen — mit Branche, IT-Thema und errechnetem Zuschuss.

ERP-Auswahl
1.750 €
Maschinenbau-KMU,
80 Mitarbeiter, Bayern
Ein Zulieferer möchte sein altes On-Premise-System durch ein modernes Cloud-ERP ersetzen. Ein BAFA-registrierter IT-Berater analysiert Anforderungen, vergleicht 4 Anbieter (SAP, proALPHA, Infor, Sage) und erstellt eine Entscheidungsvorlage. Honorar: 3.500 € — Zuschuss: 1.750 €.
West · 50 % · Beratung ≠ Implementierung
IT-Sicherheit
2.800 €
Steuerberatungskanzlei,
22 Mitarbeiter, Leipzig
Eine Kanzlei fällt unter NIS2 und braucht ein dokumentiertes IT-Sicherheitskonzept. Der Berater erstellt eine Risikoanalyse, definiert technisch-organisatorische Maßnahmen (TOMs) und liefert eine DSGVO-konforme Datenschutzarchitektur. Honorar: 3.500 € — Zuschuss: 2.800 €.
Ost · 80 % · Leipzig zählt zu Ostfördergebiet
KI-Strategie
1.750 €
Handelsunternehmen,
45 Mitarbeiter, NRW
Der Geschäftsführer will KI im Einkauf und in der Kundenkommunikation einsetzen, weiß aber nicht wo anfangen. Ein Berater führt eine KI-Potenzialanalyse durch, definiert 3 pilotfähige Use Cases und empfiehlt konkrete Tools. Honorar: 3.500 € — Zuschuss: 1.750 €.
West · 50 % · Strategie, kein Tool-Kauf
CRM-Einführung
1.750 €
IT-Dienstleister,
18 Mitarbeiter, Hamburg
Das Vertriebsteam arbeitet noch mit Excel-Listen. Ein Berater erfasst die Vertriebsprozesse, definiert Anforderungen und vergleicht Salesforce, HubSpot und Pipedrive. Das Ergebnis: eine Entscheidungsmatrix mit Migrationsplan. Honorar: 3.500 € — Zuschuss: 1.750 €.
West · 50 % · Anforderungsanalyse förderfähig
Cloud-Migration
2.800 €
Logistik-KMU,
60 Mitarbeiter, Dresden
Der Betrieb betreibt noch eigene Server. Ein Berater bewertet die Cloud-Readiness, vergleicht AWS, Azure und Google Cloud hinsichtlich Kosten, Compliance und Betriebsmodell und liefert eine Migrationsstrategie mit Zeitplan. Honorar: 3.500 € — Zuschuss: 2.800 €.
Ost · 80 % · Strategie, kein Cloud-Vertrag
Digitalisierung
1.750 €
Handwerksbetrieb,
12 Mitarbeiter, Stuttgart
Ein Sanitärbetrieb will Aufmaß, Angebotserstellung und Rechnungslegung digitalisieren. Der Berater analysiert den Ist-Prozess, empfiehlt eine Handwerkersoftware (z. B. Streit, Tarifold, MOS'aik) und erstellt einen Umsetzungsplan. Honorar: 3.500 € — Zuschuss: 1.750 €.
West · 50 % · Auch Handwerk förderfähig

Alle Beispiele sind fiktive, aber realitätsnahe Szenarien auf Basis der BAFA-Förderrichtlinie 2026. Fördersatze und Gebietsabgrenzungen bitte vor Antragstellung auf bafa.de prüfen.

Nächster Schritt

Passende Software finden
bevor Sie beraten werden.

Der BAFA-Antrag fördert die Beratung. Wir helfen Ihnen, schon vorher zu wissen, welche Software für Ihr Unternehmen infrage kommt — damit die Beratungszeit wirklich zählt.