KW21: Agentische KI wird zur Plattformschicht im Enterprise

Enterprise Software Launches KW21 2026 – Agentische KI als Plattformschicht im Enterprise | find-your-software.de

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Inhaltsverzeichnis

CIO Summary

Die Woche vom 11. bis 17. Mai 2026 markiert den Übergang agentischer KI von einzelnen Funktionen zu einer eigenen Plattformschicht im Enterprise Stack. SAP konsolidiert auf der Sapphire 2026 BTP, Business Data Cloud und Business AI zur SAP Business AI Platform und legt damit das Fundament für die Vision der Autonomous Enterprise. Microsoft macht Agent 365 generell verfügbar und etabliert einen herstellerübergreifenden Kontrollpunkt für Agenten in M365, AWS Bedrock und Google Cloud. ServiceNow erweitert seine Autonomous Workforce auf CRM, IT, Employee Service sowie Security und Risk. Workday integriert den Sana Self Service Agent in Microsoft 365 Copilot, Anthropic adressiert Wall Street mit zehn Finance Agents, und Veeam definiert mit der DataAI Command Platform eine eigene Kategorie für Data Trust Infrastructure. Für CIOs heißt das. Die Frage ist nicht mehr ob agentische KI in den Kernsystemen ankommt, sondern auf welcher Plattform sie zentral verwaltet wird.

Agentische KI Plattformen prägen die KW 20 des Jahres 2026 wie kaum eine Woche zuvor. Innerhalb von sieben Tagen haben SAP, Microsoft, ServiceNow, Workday, IBM, Anthropic, OpenAI, MongoDB und Veeam neue Plattformen, Studios und Control Planes für Enterprise AI Agents angekündigt oder allgemein verfügbar gemacht. Aus einzelnen Copiloten wird ein zusammenhängender Stack aus Daten, Orchestrierung, Governance und Observability. Damit verschiebt sich die strategische Frage in IT- und Fachabteilungen. Es geht nicht mehr um die Wahl eines einzelnen Assistenten, sondern um die Auswahl der Plattformen, auf denen Agenten dauerhaft laufen, gemessen und kontrolliert werden. Wer heute über Softwareauswahl und IT-Sourcing für die nächsten 24 Monate entscheidet, definiert zugleich, wo agentische KI Wertschöpfung im eigenen Hause entstehen kann und wo Daten, Risiken und Lizenzkosten verankert werden.

Warum diese Woche eine Zäsur ist

Drei Bewegungen treffen aufeinander. Die ERP- und HR-Anbieter formen aus bestehenden Suiten Agentenplattformen. Die hyperskalierenden KI Anbieter pushen ihre Agentenruntime in die Microsoft, Google und AWS Umgebungen. Und Daten- sowie Sicherheitsspezialisten bauen die Governance Schicht, die agentische Workloads im Enterprise erst ermöglicht. Gartner hat bereits prognostiziert, dass bis Ende 2026 rund 40 Prozent aller Enterprise Applikationen mit aufgabenspezifischen KI Agenten ausgestattet sein werden, gegenüber weniger als 5 Prozent im Jahr 2025 (Gartner Pressemitteilung). Die Ankündigungen dieser Woche zeigen, mit welchen Plattformen diese Zahl bedient werden soll.

„Forty percent of enterprise applications will be integrated with task specific AI agents by the end of 2026, up from less than 5 percent today.“
Gartner, August 2025 (Quelle)

Auf einen Blick. Top 3 der Woche

  1. SAP Business AI Platform als zentrale Architekturbasis für die Autonomous Enterprise Vision von SAP.
  2. Microsoft Agent 365 als Cross Cloud Kontrollpunkt für Agenten in M365, AWS Bedrock und Google Cloud.
  3. Veeam DataAI Command Platform als erste herstellerübergreifende Data Trust Infrastructure für die agentische Ära.

Die wichtigsten Launches im Detail

SAP Business AI Platform von SAP SE

SAP Business AI Platform ist eine AI Platform Lösung von SAP SE, die SAP BTP, SAP Business Data Cloud und SAP Business AI in einer durchgängig governierten Umgebung für Enterprise Agenten konsolidiert.

Was es bringt. Eine gemeinsame Daten- und Semantikschicht über S/4HANA und benachbarten SAP Anwendungen, eine Orchestrierungs Laufzeit für Joule Agents sowie Identitäts-, Sicherheits- und Lineage Tooling. Partnermodelle von Anthropic und NVIDIA sind direkt integriert, womit SAP nach eigener Aussage Fragmentierung in der KI Landschaft auflösen will.

Für wen es spannend ist. SAP Bestandskunden in Industrie, Handel, Finanzdienstleistung und öffentlichem Sektor, die ihre KI Strategie auf einem einheitlichen Foundation Layer aufsetzen wollen.

Was es vom Wettbewerb unterscheidet. Im Gegensatz zu generischen Agentenplattformen bringt SAP semantischen Kontext aus dem Standard ERP von Haus aus mit, was die Eintrittshürde für Joule Agents auf Echtdaten senkt.

Wann ein genauerer Blick lohnt. Sobald ein strategisches S/4HANA Migrations- oder Konsolidierungsvorhaben ansteht.

Quelle. SAP News Center, ERP Today.

SAP Joule Studio 2.0 von SAP SE

SAP Joule Studio 2.0 ist eine AI Agent Development Platform von SAP SE, die Low Code, Pro Code und KI gestützte Entwicklung von Joule Agents in einem managed Service bündelt.

Was es bringt. Entwickler bauen Agenten in Python, verbinden eigene GitHub Repositories und integrieren Tools wie Cursor und Claude Code, während Lifecycle, Observability und Governance an die SAP Business AI Platform gekoppelt bleiben. Bis Ende 2026 ist der Design Time Zugriff im Rahmen von Fair Use kostenfrei.

Für wen es spannend ist. SAP Partner, Enterprise Architekten und Plattformteams, die produktive Agenten auf SAP Daten ohne eigene Runtime aufbauen wollen.

Was es vom Wettbewerb unterscheidet. Joule Studio bringt SAP Sicherheits- und Identitätsmodelle direkt in die IDE Welt von Cursor und Claude Code, statt sie nachträglich aufzusetzen.

Wann ein genauerer Blick lohnt. Wenn ein produktives Agent Operating Model auf Basis von S/4HANA Daten geplant ist.

Quelle. SAP News Center, The New Stack.

SAP Autonomous Suite von SAP SE

SAP Autonomous Suite ist eine Autonomous Enterprise Plattform von SAP SE, die Cloud ERP, Joule Work und Joule Studio mit der Business AI Platform zu einem durchgängigen Bündel verbindet.

Was es bringt. Vorgefertigte Agentenbibliotheken für Finanz-, Einkaufs- und Lieferkettenprozesse, plus ein neues kommerzielles Modell, das Outcomes statt reiner Modellnutzung in den Vordergrund stellt.

Für wen es spannend ist. SAP Kunden, die ihre Cloud Transformation mit klar messbaren Agent Use Cases verbinden wollen.

Was es vom Wettbewerb unterscheidet. SAP positioniert die Suite explizit als Antwort auf die These, dass klassische ERP Anbieter im Zeitalter agentischer KI verschwinden, mit dem Versprechen eines einheitlichen Stacks von Daten über Agenten bis zur Anwendung.

Wann ein genauerer Blick lohnt. Bei der Bewertung von Cloud ERP Roadmaps mit hohem Automationsanspruch.

Quelle. SAP Sapphire Keynote, Constellation Research.

Microsoft Agent 365 von Microsoft Corporation

Microsoft Agent 365 ist eine AI Governance und Security Lösung von Microsoft, die als Kontrollebene für sämtliche KI Agenten innerhalb und außerhalb der M365 Welt dient.

Was es bringt. Drei zentrale Säulen für Observability, Governance und Sicherheit, ergänzt um eine Agent 365 Registry, in der Berechtigungen, Datenzugriffe und Compliance Posture jedes Agenten zentral bewertet werden. Über Defender und Intune liefern ab Juni 2026 zusätzliche Kontextkarten Aussagen zu Blast Radius und Identitätsrisiken.

Für wen es spannend ist. IT- und Security Verantwortliche in Konzernen und größeren Mittelständlern, die heute schon Shadow Agents in M365, AWS Bedrock und Google Cloud sehen.

Was es vom Wettbewerb unterscheidet. Agent 365 adressiert nicht nur Microsoft eigene Agenten, sondern verwaltet auch fremde Agentenfrontends per Registry Sync, was es in dieser Breite bislang nicht gab.

Wann ein genauerer Blick lohnt. Spätestens wenn Audit Anforderungen rund um KI Nutzung im Unternehmen konkret werden.

Quelle. Microsoft Security Blog, VentureBeat.

ServiceNow Autonomous Workforce von ServiceNow Inc.

ServiceNow Autonomous Workforce ist eine AI Process Automation Lösung von ServiceNow, die das Konzept des digitalen Mitarbeiters auf IT, CRM, Employee Service sowie Security und Risk ausweitet.

Was es bringt. Neue AI Specialists übernehmen End to End Prozesse, etwa autonomes IT Ticket Routing, Incident Resolution oder Threat Containment. Bestandskunden Docusign und Honeywell berichten laut ServiceNow von bis zu 90 Prozent autonomer L1 Ticket Resolution.

Für wen es spannend ist. Konzerne mit Now Platform Footprint im IT, HR und Customer Service Bereich, die manuelle L1 und L2 Arbeit substituieren wollen.

Was es vom Wettbewerb unterscheidet. Alle Specialists laufen auf derselben Plattform, mit AI Control Tower als gemeinsamer Governance Ebene, statt nebeneinander stehender Punktlösungen.

Wann ein genauerer Blick lohnt. Bei Service Desk Programmen mit hohem L1 Volumen oder bei Konsolidierung mehrerer ITSM Tools.

Quelle. ServiceNow Newsroom, Diginomica.

Workday Sana Self Service Agent von Workday Inc.

Workday Sana Self Service Agent ist ein AI Agent Workday, der HR- und Finance Workflows direkt in Microsoft 365 Copilot ausführt.

Was es bringt. Mitarbeitende stellen Urlaubsanträge, prüfen Spesen oder rufen Unternehmensrichtlinien in natürlicher Sprache aus Outlook, Teams oder Word ab, ohne Workday selbst aufzurufen. Über 300 vorhandene Skills decken den Großteil typischer Self Service Szenarien ab.

Für wen es spannend ist. Workday Kunden mit großer Microsoft 365 Basis, insbesondere mittelgroße bis große Unternehmen mit hohem HR Ticket Volumen.

Was es vom Wettbewerb unterscheidet. Die direkte Einbettung in Microsoft 365 Copilot reduziert den Tool Wechsel und nutzt die bereits genehmigte M365 Identität.

Wann ein genauerer Blick lohnt. Bei der Modernisierung von HR Shared Service Centern oder Einführung von Copilot in M365 E5/E7.

Quelle. Workday Newsroom.

Anthropic Financial Services Agents von Anthropic PBC

Anthropic Financial Services Agents ist eine AI Agent Platform von Anthropic, die zehn vorgefertigte Agentenvorlagen für KYC, Pitchbook Erstellung und Month End Close in Claude bereitstellt.

Was es bringt. Banken und Vermögensverwalter können die Agenten als Plugin in Claude Cowork und Claude Code laden oder als Managed Agents nutzen. Reuters berichtet, dass rund 40 Prozent der Top 50 Kunden von Anthropic aus dem Finanzsektor stammen, darunter Goldman Sachs, Visa, Citi und AIG.

Für wen es spannend ist. Investment Banken, Versicherer und Asset Manager mit hohem Anteil dokumenten- und tabellenlastiger Arbeit.

Was es vom Wettbewerb unterscheidet. Die Agenten sind eng mit Microsoft 365 Add Ins für Excel, PowerPoint und Word verzahnt, was Modellwechsel ohne Kontextverlust ermöglicht.

Wann ein genauerer Blick lohnt. Bei Initiativen zur Effizienzsteigerung in Front, Middle oder Back Office Prozessen.

Quelle. Anthropic Newsroom, Fortune.

OpenAI Workspace Agents von OpenAI L.L.C.

OpenAI Workspace Agents ist eine AI Agent Platform von OpenAI, die geteilte, dauerhaft laufende Codex Agenten in ChatGPT Business, Enterprise und Edu bringt.

Was es bringt. Workspace Agents arbeiten zeitgesteuert oder ereignisbasiert, persistieren über Sessions hinweg und integrieren Slack, Google Drive, Microsoft Apps, Salesforce sowie Notion. Seit dem 6. Mai 2026 gilt ein kreditbasiertes Pricing.

Für wen es spannend ist. Mittelgroße bis große Teams, die ChatGPT Enterprise bereits einsetzen und konkrete Workflows automatisieren wollen.

Was es vom Wettbewerb unterscheidet. Im Vergleich zu klassischen Custom GPTs liegt der Fokus auf langlebigen, kontrollierbaren Agenten mit Audit Trail und Admin Steuerung.

Wann ein genauerer Blick lohnt. Wenn Teams ChatGPT Enterprise produktiv nutzen und nun in Richtung Automation skalieren wollen.

Quelle. OpenAI Newsroom, VentureBeat.

Veeam DataAI Command Platform von Veeam Software Group

Veeam DataAI Command Platform ist eine Data Resilience und AI Governance Plattform von Veeam, die aus der Übernahme von Securiti AI hervorgeht und sich als erste Data Trust Infrastructure für die agentische Ära positioniert.

Was es bringt. Sechs integrierte Module, darunter DataAI Command Graph mit über 300 Konnektoren, eine Data Governance, die Zugriffe an der Datenquelle kontrolliert, sowie Compliance gegen mehr als 100 Frameworks von EU AI Act über DORA bis HIPAA. Eine Precision Resilience Funktion erlaubt chirurgische Wiederherstellungen einzelner Datenbestände.

Für wen es spannend ist. CISOs, CDOs und Backup Verantwortliche in regulierten Branchen mit hybriden Datenlandschaften.

Was es vom Wettbewerb unterscheidet. Der Graph spannt sich über Live- und Backupsysteme zugleich, was Wettbewerbern wie Rubrik und Cohesity bislang in dieser Form fehlt.

Wann ein genauerer Blick lohnt. Bei der Umsetzung der EU AI Act Pflichten oder vor größeren Datenkonsolidierungen.

Quelle. Veeam Pressroom, Techzine.

MongoDB Enterprise AI Platform von MongoDB Inc.

MongoDB Enterprise AI Platform ist eine AI Infrastructure Lösung von MongoDB, die Echtzeitdatenbank, Vektor- und Volltextsuche, Memory sowie Voyage AI Embeddings für agentische Anwendungen in einer Plattform bündelt.

Was es bringt. Automated Voyage AI Embeddings in Atlas Vector Search, eine LangGraph.js Long Term Memory Store für persistenten Agentenkontext und Performance Verbesserungen in MongoDB 8.3 mit bis zu 45 Prozent schnelleren Lesezugriffen.

Für wen es spannend ist. Entwicklerteams, die Retrieval Augmented Generation Anwendungen produktiv betreiben oder eigene Enterprise Agenten bauen.

Was es vom Wettbewerb unterscheidet. Datenbank, Embeddings und Memory laufen aus einer Hand, statt über separate Vector Stores und Memory Layer hinweg.

Wann ein genauerer Blick lohnt. Bei der Standardisierung eigener AI Plattformen für interne Anwendungen.

Quelle. MongoDB Press, Constellation Research.

IBM Concert von IBM

IBM Concert ist eine AIOps Plattform von IBM, die Signale aus bestehenden Tools in einen gemeinsamen Kontext bündelt und in koordinierte Aktionen über das hybride Estate hinweg überführt.

Was es bringt. Drei Module, Concert Operate für Incident Detection und Response, Concert Protect für Vulnerability Management mit automatischen Remediations und Concert Resilience für vorausschauende Reliability Insights, jeweils ohne Rip and Replace der bestehenden Werkzeuglandschaft.

Für wen es spannend ist. Konzerne mit großen hybriden Estates und etabliertem Tooling Mix aus Observability, Security und Service Management.

Was es vom Wettbewerb unterscheidet. Concert konkurriert direkt mit Dynatrace, Datadog und ServiceNow, setzt aber auf einen offenen Daten- und Aktionsgraph statt einer eigenen Toolwelt.

Wann ein genauerer Blick lohnt. Bei Initiativen zur AIOps Konsolidierung oder bei einer Neuausrichtung des SRE Modells.

Quelle. IBM Newsroom, IBM Think 2026.

Weitere relevante Launches der Woche

Neben den großen Plattformen sind in KW 20 weitere Lösungen erschienen, die das Bild ergänzen. Writer Agent bringt eine generative Plattform für Knowledge Worker mit eigener Modellbasis und Workflow Engine. Freddy AI Agent Studio von Freshworks ergänzt das ITSM Portfolio um ein Low Code Studio für eigene Agenten. IBM Sovereign Core adressiert souveräne Cloud Anforderungen in Europa. Hacktron und Sweet Attack definieren neue Application Security Layer für agentische Workloads. Secludy liefert Privacy Engineering speziell für KI Trainingsdaten. Pit Technologies und Tekst NV verbinden Process Intelligence mit agentischer Ausführung. Notion Developer Platform macht aus Notion eine Buildplattform für eigene KI Apps, und Vapi standardisiert Voice AI für Enterprise Callflows.

Tabellarische Übersicht

Tabelle 1. Agentenplattformen und Studios

Anbieter Produkt Kategorie Kernnutzen Zielgruppe Verfügbar seit Quelle
SAP SE SAP Business AI Platform AI Platform Einheitliche Daten- und Agentenbasis über S/4HANA SAP Kunden, IT, Fachabteilungen 13.05.2026 SAP
SAP SE SAP Joule Studio 2.0 AI Agent Development Managed Runtime für Pro Code Joule Agents SAP Partner, Entwickler 13.05.2026 SAP
SAP SE SAP Autonomous Suite Autonomous Enterprise Vorgefertigte Outcomes für Finance, Procurement, Supply Chain SAP Kunden mit Cloud Roadmap 13.05.2026 SAP
Microsoft Microsoft Agent 365 AI Governance Cross Cloud Kontrollebene für Agenten IT und Security in Konzernen 01.05.2026 (GA) Microsoft
ServiceNow Autonomous Workforce AI Process Automation End to End Resolution für IT, CRM, HR, Security Now Platform Kunden 05.05.2026 ServiceNow
Workday Sana Self Service Agent AI Agents in M365 HR und Finance Aktionen direkt in Copilot Workday und M365 Kunden 13.05.2026 Workday
OpenAI Workspace Agents AI Agent Platform Langlebige Codex Agenten mit Admin Kontrolle ChatGPT Enterprise Teams 22.04.2026 OpenAI
Anthropic Financial Services Agents AI Agent Platform Zehn Templates für Pitchbook, KYC, Month End Close Banken, Versicherer, Asset Manager 05.05.2026 Anthropic

Tabelle 2. Daten- und Sicherheitsplattformen für agentische Workloads

Anbieter Produkt Kategorie Kernnutzen Zielgruppe Verfügbar seit Quelle
Veeam DataAI Command Platform Data Trust Infrastructure Live- und Backupkontext für governierte Agenten CISO, CDO, Backup Teams 12.05.2026 Veeam
MongoDB Enterprise AI Platform AI Infrastructure Datenbank, Vektor, Memory und Embeddings aus einer Hand Entwicklerteams 07.05.2026 MongoDB
IBM IBM Concert AIOps Open Graph aus Operate, Protect und Resilience SRE und Plattformteams 05.05.2026 Preview IBM
IBM Sovereign Core Cloud Governance Souveräner Betrieb regulierter Workloads Öffentlicher Sektor, Finanzen Mai 2026 IBM Think 2026

Was bedeuten diese Entwicklungen für Ihre IT?

Für IT Organisationen verschiebt sich der Schwerpunkt vom Auswählen einzelner KI Funktionen hin zum Aufbau einer eigenen Agent Operating Plattform. Erstens entsteht in jeder größeren Anwendungslandschaft eine neue Steuerungsebene aus Agent Registry, Kontextgraph und Policy Engine. Microsoft Agent 365, SAP Business AI Platform und ServiceNow AI Control Tower konkurrieren genau um diese Schicht. Zweitens wandert Datenkontrolle näher an die Quelle, wie Veeam mit der DataAI Command Platform und IBM mit Concert demonstrieren. Drittens wird die Integration in Microsoft 365 zum De facto Verteilkanal für Agenten, was Workday Sana, Anthropic Claude Add Ins und OpenAI Workspace Agents in dieser Woche eindrucksvoll belegen. Für Sie heißt das. Klären Sie früh, welche Plattform den Agent Registry Anker bildet, definieren Sie eine Datenzonenpolitik samt erlaubter Modelle und legen Sie ein einheitliches Lifecycle Modell von Build bis Decommission fest, bevor die ersten produktiven Agenten in den Fachbereichen Lock In Effekte erzeugen. Beziehen Sie die Themen Softwareauswahl, IT-Sourcing und Lizenzdesign zusammen, damit Skill Aufbau und Vertragsstrategie nicht auseinanderlaufen.

CIO Insights

Die Welle der Plattformankündigungen erzwingt eine bewusste Make or Buy Entscheidung. Forrester warnt davor, dass viele Unternehmen 25 Prozent ihrer geplanten KI Ausgaben in das Jahr 2027 verschieben, weil sich Initiativen nicht klar in finanziellen Ergebnissen niederschlagen (Forrester Predictions 2026). Wer jetzt budgetiert, sollte zwei Hebel ziehen. Erstens Disziplin im Outcome Tracking, also messbare Kennzahlen pro Agent Use Case statt Modellnutzungs KPIs. Zweitens eine bewusste Plattformkonsolidierung. Statt jeden Anbieter eigenständig zu lizenzieren, lohnt eine kurze Liste strategischer Stacks, etwa SAP für ERP nahe Prozesse, Microsoft für Workplace und Identity, ServiceNow für Workflow Orchestration sowie eine spezialisierte Data Trust Plattform für Compliance. Das senkt das Risiko, dass Sie 2027 wegen unklarer Roadmaps Investitionen abschreiben müssen. Wenn Sie Software finden und neu vergleichen wollen, hilft eine strukturierte Marktübersicht wie die der Plattform find-your-software.de bei der Vorqualifikation.

FAQ

Welche Plattform ist für SAP Kunden die wichtigste Ankündigung der Woche?

Die SAP Business AI Platform inklusive Joule Studio 2.0. Sie wird zur zentralen Architekturebene für Agenten auf S/4HANA Daten und bestimmt damit, wie eigene und Partneragenten zukünftig auf SAP Bestand zugreifen.

Brauchen wir Microsoft Agent 365 zusätzlich zu bestehendem Defender und Entra?

Für die meisten größeren Microsoft Kunden ja. Agent 365 ergänzt Identitäts- und Endpoint Sicherheit um eine Agent Registry, Lifecycle Workflows und ein agentenspezifisches Risikomodell, das bei Defender und Entra bislang nur ansatzweise vorhanden ist.

Was unterscheidet die Veeam DataAI Command Platform von klassischen DLP Tools?

Veeam kontrolliert Zugriffe an der Datenquelle und spannt einen gemeinsamen Graph über Live- und Backupbestände. DLP Lösungen prüfen meist nur Datenflüsse im Netzwerk oder Endpoint, ohne diesen tiefen Datenkontext.

Lohnt sich der Einstieg in OpenAI Workspace Agents oder Anthropic Claude für ein 500 Mitarbeitenden Unternehmen?

Wenn ChatGPT Enterprise oder Claude bereits genutzt werden, ja. Beide Plattformen senken die Schwelle zur Automation deutlich. Für vollständig neue KI Programme empfiehlt sich allerdings vorher eine Use Case Bewertung und ein klarer Plattformanker.

Fazit

KW 20 zeigt klar, dass agentische KI von der Funktion zur Plattform wird. SAP, Microsoft, ServiceNow, Workday, IBM, Anthropic, OpenAI und Veeam besetzen jeweils zentrale Bausteine eines neuen Enterprise Stacks, der Daten, Modelle, Agenten und Governance verbindet. Für Verantwortliche bedeutet das, jetzt eine Plattformlogik zu wählen, bevor Insellösungen in den Fachbereichen Fakten schaffen. Wer Softwareauswahl, IT-Sourcing und Plattformstrategie früh verbindet, sichert sich Spielraum für Outcome basierte Modelle und vermeidet teure Korrekturen ab 2027. Eine strukturierte Vorauswahl, etwa über find-your-software.de, schafft die nötige Marktübersicht, um zwischen Plattform, Modell und Agent Layer bewusst zu trennen.

Bild von Dr. Marcel Panzer

Dr. Marcel Panzer

Durch zahlreiche erfolgreich abgeschlossene Auswahlprojekte hat Marcel Geschäftsprozesse in Start-ups, mittelständischen Unternehmen und Konzernen digitalisiert. Er entwickelte mehrere KI-Tools und promovierte im Bereich Deep Learning / Reinforcement Learning, wobei er klassische Heuristiken mit State-of-the-Art-Algorithmen verknüpfte. So verbindet er technische Exzellenz mit praxisnaher Software-Expertise, um Unternehmen schnell die am besten passende Software zu finden.

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