Software-Kategorien · Definition

Was ist Standardsoftware?
Definition, Arten und Anpassung

Standardsoftware ist Software, die ein Hersteller für viele Kunden mit ähnlichen Aufgaben entwickelt und als fertiges Produkt verkauft oder vermietet. Sie wird eingerichtet und konfiguriert, nicht für jeden Kunden neu programmiert. Typische Beispiele sind ERP Systeme, CRM Software, HR Software und Office Pakete. Diese Seite richtet sich an Geschäftsführung, IT-Leitung und Fachbereiche im DACH Mittelstand, die vor einer Softwareauswahl stehen und wissen wollen, was Standardsoftware genau ist, wo sie endet und welche Alternativen es gibt. Sie erklärt die Definition nach Gabler Wirtschaftslexikon, zeigt Beispiele je Kategorie mit Herstellerangaben, stellt Vorteile und Nachteile in einer Tabelle gegenüber und grenzt Standardsoftware von Branchensoftware, Plattformen und Individualsoftware ab.

Definition nach GablerBeispiele für ERP, CRM, HR, OfficeTabelle Vor und NachteileVier Softwareformen abgegrenzt
86 %
der Unternehmen ab 20 Beschäftigten nutzen Cloud Computing, Bitkom Cloud Report, Stand Juni 2026
47 %
aller IT-Anwendungen deutscher Unternehmen laufen bereits aus der Cloud, Bitkom, Stand Juni 2026
73 %
der Unternehmen setzen Open-Source-Software ein, Bitkom Open Source Monitor, Stand September 2025
1 Jahr
steuerliche Nutzungsdauer für Anwendersoftware inklusive ERP laut BMF Schreiben vom 26. Februar 2021
Kurzantwort

Standardsoftware Definition:
für viele gebaut, für Sie eingerichtet.

Standardsoftware ist Software, die ein Hersteller für einen anonymen Markt mit vielen Kunden entwickelt und als fertiges Produkt bereitstellt. Das Gabler Wirtschaftslexikon definiert sie als Software, die zu einem Anwendungsgebiet für den anonymen Markt erstellt wird. Der Kunde passt sie über Einstellungen an seine Abläufe an, dieser Schritt heißt Customizing. Individualsoftware entsteht dagegen im Auftrag eines einzelnen Kunden. Zwischen beiden liegen Branchensoftware für einzelne Marktsegmente und Plattformen, auf denen Unternehmen eigene Erweiterungen bauen. Ob Sie Standardsoftware oder Individualsoftware wählen sollten, behandelt der Beitrag Standardsoftware vs Individualsoftware: Entscheidungshilfe. Diese Seite erklärt den Begriff selbst.

Merkmale von Standardsoftware

  • Für viele Kunden mit ähnlichen Aufgaben entwickelt
  • Fester Funktionsumfang, der für alle Kunden gleich ist
  • Anpassung über Einstellungen, Felder und Workflows
  • Hersteller entwickelt weiter und liefert Updates für alle
  • Kauf, Miete oder Abonnement, oft pro Nutzer berechnet
  • Referenzkunden und Demos vor dem Kauf möglich

Individualsoftware zum Vergleich

Individualsoftware dagegen entsteht für einen einzigen Auftraggeber, der Entwicklung und Pflege allein trägt. Was das für Kosten, Dauer und Wartung bedeutet, erklärt Individualsoftware: Definition, Kosten und Entwicklung.

Quellen: Gabler Wirtschaftslexikon, Standardsoftware, Wikipedia, Standardsoftware, Wikipedia, Individualsoftware, Stand Oktober 2026. Mehr Begriffe im Glossar der Softwareauswahl.

Definition im Detail

Was Standardsoftware ausmacht:
sechs Kennzeichen.

In der Wirtschaftsinformatik wird Standardsoftware über ihren Entstehungsweg definiert, nicht über ihre Größe oder ihren Preis. Ein kostenloses Office Paket ist genauso Standardsoftware wie ein ERP System für mehrere hunderttausend Euro. Entscheidend ist, dass der Hersteller ein Produkt für einen Markt baut und nicht ein Projekt für einen Kunden. Daraus folgen sechs Kennzeichen, an denen Sie Standardsoftware in jeder Ausschreibung erkennen.

01 · Anonymer Markt

Ein Produkt für viele Kunden

Der Hersteller kennt bei der Entwicklung seine späteren Kunden nicht einzeln. Er entwickelt für typische Anforderungen eines Anwendungsgebiets, etwa Finanzbuchhaltung, Vertrieb oder Personalverwaltung.

  • Gleicher Programmcode für alle Kunden
  • Entwicklungskosten verteilen sich auf viele Lizenzen
02 · Anwendungsgebiet

Klar umrissener Funktionsumfang

Standardsoftware deckt einen definierten Bereich ab. Funktionsbezogene Software löst eine Aufgabe wie Buchhaltung oder CAD, funktionsübergreifende Software wie ERP oder Office bündelt mehrere Aufgaben.

  • Funktionsbezogen: Buchhaltung, CAD, Lohn
  • Funktionsübergreifend: ERP, Office Pakete
03 · Customizing

Anpassung über Einstellungen

Unternehmen richten Standardsoftware über Parameter, Stammdaten, Rollen und Workflows ein. Gabler und Wikipedia bezeichnen diese Einrichtung als Customizing, sie verändert den Programmcode des Herstellers nicht.

  • Mandanten, Kontenrahmen, Nummernkreise
  • Rechte, Formulare, Freigabeprozesse
04 · Releasefähigkeit

Updates für alle Kunden

Der Hersteller entwickelt das Produkt weiter und verteilt neue Versionen an alle Kunden. Gesetzesänderungen wie neue Steuersätze oder Meldeverfahren kommen so über das Update ins Unternehmen.

  • Bei SaaS meist automatische Updates
  • On-Premise Updates nach eigenem Zeitplan
05 · Dokumentation

Erprobt und dokumentiert

Weil viele Kunden dieselbe Software nutzen, sind Fehler früher bekannt und Handbücher, Schulungen und Partner verfügbar. Gabler nennt die bessere Dokumentation ausdrücklich als Vorteil gegenüber Individualsoftware.

  • Referenzkunden und Anwendergruppen
  • Implementierungspartner am Markt
06 · Lizenzmodell

Kauf, Miete oder Abonnement

Standardsoftware wird als Nutzungsrecht überlassen, entweder dauerhaft gegen Einmalzahlung oder befristet als Miete oder Abonnement. Die öffentliche Hand nutzt dafür eigene Musterverträge wie EVB-IT Überlassung.

  • Preis meist pro Nutzer, Mitarbeitenden oder Modul
  • Wartung oder Subscription als laufende Kosten

Quellen: Gabler Wirtschaftslexikon, Wikipedia, Standardsoftware, EVB-IT Überlassung Typ A beim IT-Planungsrat, Stand Oktober 2026. Die internationale Norm ISO/IEC 25051:2014 spricht von Ready to Use Software Product und regelt Qualitätsanforderungen an solche Produkte.

Beispiele nach Kategorie

Beispiele für Standardsoftware:
von ERP bis Office.

Standardsoftware begegnet Ihnen in fast jeder Abteilung. Die folgenden Beispiele zeigen je Kategorie bekannte Produkte mit Herstellerangaben und öffentlich genannten Preisen. Sie sind keine Empfehlung, sondern illustrieren den Begriff. Wo Hersteller keine Preise veröffentlichen, steht auf Anfrage. Laut Bitkom nutzen 68 Prozent der Unternehmen bereits Software für Personal und Finanzen aus der Cloud.

01 · ERP

SAP S/4HANA und Business Central

ERP Systeme (Enterprise Resource Planning) bilden Finanzen, Einkauf, Lager, Produktion und Vertrieb in einem System ab. SAP (gegründet 1972, Sitz Walldorf) bietet SAP S/4HANA und SAP Business One. Microsoft (gegründet 1975, Sitz Redmond) richtet Dynamics 365 Business Central laut eigener Angabe an kleine und mittlere Unternehmen, 55.000 Firmen nutzen es.

  • Business Central Essentials 69,30 € pro Nutzer und Monat, jährliche Abrechnung
  • Business Central Premium 95,30 € pro Nutzer und Monat
  • SAP S/4HANA und SAP Business One: auf Anfrage
02 · CRM

Salesforce und HubSpot

CRM Software (Customer Relationship Management) verwaltet Kontakte, Verkaufschancen, Angebote und Kampagnen. Salesforce (gegründet 1999 von Marc Benioff, Sitz San Francisco) gilt als früher Vorreiter für Unternehmensanwendungen über das Internet. HubSpot (gegründet 2006 von Brian Halligan und Dharmesh Shah) nennt 306.000 Kunden.

  • Salesforce Sales Cloud ab 25 € pro Nutzer und Monat (Starter Suite)
  • HubSpot Smart CRM kostenlos für bis zu 2 Nutzer
  • HubSpot Professional 90 € pro Platz und Monat
03 · HR

Personio und DATEV

HR Software verwaltet Personalakten, Abwesenheiten, Bewerbungen und die Lohnabrechnung. Personio (gegründet 2015, Sitz München) nennt 16.000 Kunden und richtet sich an Unternehmen mit weniger als 1.000 Beschäftigten. DATEV eG (gegründet 1966, Sitz Nürnberg) ist eine Genossenschaft der steuerberatenden Berufe mit über 1 Million Kunden.

  • Personio Core und CorePro: auf Anfrage, abhängig von der Mitarbeiterzahl
  • DATEV Lohn und Gehalt: auf Anfrage, oft über die Steuerkanzlei
  • DATEV Umsatz 2025 laut DATEV 1,65 Mrd. €
04 · Office

Microsoft 365 und LibreOffice

Office Pakete für Texte, Tabellen, Präsentationen und E-Mail sind das bekannteste Beispiel für funktionsübergreifende Standardsoftware. Microsoft 365 wird als Abonnement verkauft. LibreOffice wird von The Document Foundation (Stiftung mit Sitz in Berlin) betreut und ist kostenlose Open-Source-Software unter der Mozilla Public License 2.0.

  • Microsoft 365 Business Basic 6,07 € pro Nutzer und Monat, Jahresabo
  • Microsoft 365 Business Standard 20,36 €, Business Premium 27,73 €
  • LibreOffice: kostenlos, Support über Dienstleister
05 · Open Source ERP

Odoo Community und Enterprise

Odoo (Odoo S.A., Sitz Grand-Rosière, Belgien) ist ein Beispiel dafür, dass Standardsoftware auch Open Source sein kann. Die Community Edition steht unter der LGPL v3 und ist lizenzkostenfrei, die Enterprise Edition ist kostenpflichtig. Odoo nennt 28 Millionen Benutzer.

  • Community Edition: lizenzkostenfrei, Betrieb und Einführung kosten trotzdem
  • Enterprise Edition: Preis pro Nutzer laut odoo.com
  • Gleiche Produktbasis für alle Kunden
06 · Branchensoftware

CSB-System für Lebensmittel

Branchensoftware ist Standardsoftware für ein Marktsegment. CSB-System (gegründet 1977, Sitz Geilenkirchen) entwickelt ERP für Lebensmittel und Getränke, Chemie, Pharma, Kosmetik und Handel und ist laut eigener Angabe in 50 Ländern aktiv. Die Software ist für viele Kunden gleich, aber auf die Prozesse einer Branche zugeschnitten.

Quellen: Microsoft Business Central Preise, Microsoft Business Central, Microsoft 365 Business, SAP Unternehmen, Salesforce Preise, HubSpot Preise, HubSpot Our Story, Personio, Personio Preise, DATEV Presse, Odoo, The Document Foundation, CSB-System, Bitkom Cloud Report 2026. Preise netto zzgl. MwSt., Stand Oktober 2026.

Vorteile und Nachteile

Vorteile und Nachteile
von Standardsoftware auf einen Blick.

Die Stärken von Standardsoftware entstehen aus demselben Grund wie ihre Schwächen: Viele Kunden teilen sich ein Produkt. Das senkt Kosten und Risiko, schränkt aber die Freiheit ein. Die Tabelle stellt beide Seiten je Kriterium gegenüber und zeigt, worauf Sie in der Auswahl achten sollten. Gabler nennt als zentrale Vorteile geringere Entwicklungs und Wartungskosten, schnellere Einführung und den Wegfall des Entwicklungsrisikos.

KriteriumVorteilNachteilWorauf Sie achten
KostenLizenz und BetriebEntwicklungskosten verteilen sich auf viele Kundenlaufende Lizenz, Subscription oder Wartung über die gesamte NutzungsdauerGesamtkosten über fünf Jahre vergleichen, nicht nur den Preis pro Nutzer
Zeitbis zum Go-Livesofort verfügbar, Einführung statt EntwicklungEinrichtung, Datenübernahme und Schulung brauchen trotzdem Zeitrealistischen Projektplan mit dem Implementierungspartner abstimmen
QualitätReife und Fehlervon vielen Kunden erprobt, Fehler früh bekanntallgemeine Lösung, nicht für Ihren Sonderfall optimiertReferenzkunden aus Ihrer Branche und Größe befragen
UpdatesWeiterentwicklungHersteller liefert neue Funktionen und GesetzesänderungenUpdates können Abläufe ändern, Zeitpunkt bei SaaS oft vorgegebenReleasezyklus und Testmöglichkeiten im Vertrag klären
FunktionenUmfangbreiter Funktionsumfang aus vielen KundenprojektenFunktionen, die Sie nicht brauchen, und Lücken bei SpezialprozessenMuss Kriterien im Lastenheft definieren und in der Demo prüfen
ProzesseBest Practiceeingebaute Standardprozesse als Vorlageeigene Abläufe müssen sich teilweise an die Software anpassenbewusst entscheiden, wo Sie sich unterscheiden wollen
AbhängigkeitHerstellerHersteller trägt Entwicklungs und WartungsrisikoPreise, Roadmap und Produktende bestimmt der HerstellerExit Regeln, Datenexport und Kündigungsfristen vertraglich sichern
Know-howMarkt und internPartner, Schulungen und erfahrene Fachkräfte verfügbarwenig eigenes Entwicklungswissen im UnternehmenKey-User aufbauen, die Customizing selbst beherrschen

Quellen: Gabler Wirtschaftslexikon, Wikipedia, Standardsoftware, Stand Oktober 2026. Spalte Worauf Sie achten: Erfahrungswerte von Find-Your-Software. Kostenbeispiele für ERP im Beitrag Was kostet ein ERP wirklich.

Abgrenzung

Vier Softwareformen
im direkten Vergleich.

In der Praxis gibt es nicht nur Standard oder Individual. Zwischen der horizontalen Standardsoftware für alle Branchen und der reinen Eigenentwicklung liegen Branchensoftware für ein Marktsegment und Plattformen, auf denen Unternehmen eigene Erweiterungen bauen. Die Tabelle grenzt die vier Formen nach Zielgruppe, Kosten, Anpassung und Updates ab. Die Grenzen sind fließend, denn fast jede moderne Standardsoftware bietet heute Erweiterungsmöglichkeiten.

SoftwareformGebaut fürTypische KostenFunktionsumfangAnpassungUpdatesEinführungBeispiele
Standardsoftwarehorizontal, branchenneutralanonymer Markt, alle BranchenLizenz oder Abo pro Nutzer, Einführung extra✓ breit, für typische Aufgaben≈ Customizing über Einstellungen✓ Hersteller für alle Kunden✓ Wochen bis MonateMicrosoft 365, HubSpot, Business Central
Branchensoftwarevertikale Standardsoftwareein MarktsegmentLizenz oder Abo, oft auf Anfrage✓ inklusive Branchenfunktionen≈ Customizing, Branchenvorlagen✓ Hersteller für Branchenkunden✓ Wochen bis MonateCSB-System, DATEV für Kanzleien
Plattformerweiterbare StandardsoftwareKunden mit eigenem EntwicklungsbedarfLizenz plus Entwicklung der Erweiterungen≈ Standardkern plus eigene Apps✓ Erweiterungen über Schnittstellen≈ Kern vom Hersteller, Erweiterung selbst≈ MonateSAP BTP, Salesforce Platform, AppSource
IndividualsoftwareEigenentwicklung oder Auftragein einziger AuftraggeberEntwicklung nach Aufwand oder Festpreis, Wartung laufend✓ exakt nach Anforderung✓ jede Änderung programmierbar– Auftraggeber zahlt allein– Monate bis Jahreeigene Portale, Spezialsysteme

Definitionen nach Gabler Wirtschaftslexikon, Wikipedia, Branchensoftware und Wikipedia, Individualsoftware. Plattform Beispiele laut SAP Clean Core und Microsoft Business Central. Einführungsdauer: Erfahrungswerte von Find-Your-Software, Stand Oktober 2026. Mehr zur Individualsoftware im Beitrag Individualsoftware: Definition, Kosten und Entwicklung.

Bereitstellung und Lizenz

SaaS, On-Premise, Open Source:
keine eigene Softwareform.

Häufig werden SaaS und Open Source als Gegenstück zu Standardsoftware genannt. Das ist ungenau. SaaS beschreibt, wie Software bereitgestellt wird, Open Source beschreibt, unter welcher Lizenz sie steht. Ein SaaS CRM ist genauso Standardsoftware wie ein Open Source ERP, solange es für viele Kunden gebaut ist. Laut Bitkom laufen 47 Prozent aller IT-Anwendungen deutscher Unternehmen bereits aus der Cloud.

SaaS

Software as a Service

  • Anbieter betreibt die Software in der Cloud, Zugriff über den Browser
  • Abo pro Nutzer und Monat statt Kauf
  • NIST SP 800-145 nennt SaaS als eines von drei Cloud Servicemodellen
  • Rechtlich meist Miete, BGH 2006 zu Application Service Providing
On-Premise

Betrieb im eigenen Rechenzentrum

  • Unternehmen installiert und betreibt die Software selbst
  • Dauerhafte Lizenz gegen Einmalzahlung plus Wartung möglich
  • EVB-IT Überlassung Typ A regelt dauerhafte Überlassung von Standardsoftware
  • Updates nach eigenem Zeitplan, aber eigener Betriebsaufwand
Open Source

Offener Quellcode

  • Quellcode öffentlich, Nutzung nach Lizenzbedingungen
  • Open Source Definition der OSI mit 10 Kriterien
  • 73 Prozent der Unternehmen nutzen Open-Source-Software
  • Lizenzkosten entfallen, Einführung und Support nicht
Hybrid

Private Cloud und Mischformen

  • Standardsoftware beim Partner oder Hoster betrieben
  • Kombination aus Cloud Modulen und lokalen Systemen
  • 85 Prozent sehen zu hohe Abhängigkeit von US-Cloud-Anbietern
  • Datenstandort und Exit Szenario vertraglich festlegen

Quellen: Wikipedia, Software as a Service, NIST SP 800-145, WBS Legal zum BGH Urteil XII ZR 120/04, EVB-IT Überlassung Typ A, OSI Open Source Definition, Bitkom Open Source Monitor 2025, Bitkom Cloud Report 2026, Stand Oktober 2026. Vertiefung im Beitrag Cloud vs On-Premise. Keine Rechtsberatung.

Anpassung

Standardsoftware anpassen:
sechs Stufen vom Klick bis zum Code.

Standardsoftware lässt sich fast immer anpassen. Entscheidend ist, wie tief der Eingriff geht. Je näher die Anpassung am Programmcode des Herstellers liegt, desto teurer werden Updates. SAP beschreibt dieses Prinzip als Clean Core: Erweiterungen bleiben strikt vom Standard getrennt und greifen nur über upgradestabile Schnittstellen zu. Die sechs Stufen helfen, Anforderungen im Lastenheft richtig einzuordnen.

01 · Parametrisierung

Einstellungen setzen

Werte und Schalter, die der Hersteller vorgesehen hat, etwa Kontenrahmen, Steuerschlüssel, Nummernkreise oder Pflichtfelder. Kein Programmieraufwand, voll updatefähig.

  • Aufwand: gering
  • Risiko für Updates: keines
02 · Konfiguration

Module und Prozesse einrichten

Auswahl und Kombination von Modulen, Rollen, Freigabe Workflows und Formularen. Diese Stufe ist das Customizing im engeren Sinn nach Gabler und Wikipedia.

  • Aufwand: gering bis mittel
  • Risiko für Updates: gering
03 · Key-User Erweiterung

Eigene Felder und Regeln

Viele Systeme erlauben Fachanwendern, eigene Felder, Berichte und einfache Logik ohne Entwicklungsumgebung anzulegen. SAP nennt das Key User Extensibility.

  • Aufwand: mittel
  • Risiko für Updates: gering, wenn Herstellerwerkzeuge genutzt werden
04 · Add-on

Fertige Erweiterungen von Partnern

Zusatzmodule aus Marktplätzen wie Microsoft AppSource ergänzen Branchenfunktionen. Sie sind selbst Standardsoftware, aber von einem zweiten Hersteller.

  • Aufwand: mittel
  • Zweiter Vertrag und Kompatibilität bei Updates prüfen
05 · Erweiterung

Eigene Entwicklung neben dem Standard

Eigene Programme greifen über Schnittstellen auf die Standardsoftware zu, etwa als Side-by-Side Erweiterung auf SAP BTP. Der Standard bleibt unverändert, die Erweiterung ist Individualsoftware.

  • Aufwand: hoch
  • Pflege der Erweiterung liegt beim Kunden
06 · Modifikation

Eingriff in den Herstellercode

Änderungen am Programmcode des Herstellers verursachen nach Wikipedia erheblichen Mehraufwand und gefährden die Updatefähigkeit. In Cloud Systemen sind sie meist gar nicht möglich.

  • Aufwand: sehr hoch
  • Risiko für Updates: hoch, nur in Ausnahmefällen

Quellen: Wikipedia, Customizing, Gabler Wirtschaftslexikon, SAP Learning, Clean Core, Microsoft Business Central, Stand Oktober 2026. Einordnung von Aufwand und Risiko: Erfahrungswerte von Find-Your-Software.

Wann Standardsoftware passt

Drei typische Ausgangslagen
und was meist passt.

Ob Standardsoftware passt, hängt weniger von der Unternehmensgröße ab als davon, wie stark sich Ihre Prozesse vom Markt unterscheiden. Die drei Ausgangslagen zeigen die typische Richtung. Die ausführliche Entscheidungshilfe mit Kostenvergleich und Kriterien finden Sie im Beitrag Standardsoftware vs Individualsoftware.

01 · Standardprozesse

Standardsoftware

Buchhaltung, Lohn, Vertrieb, Office

Wenn Ihre Abläufe denen vieler anderer Unternehmen ähneln und gesetzliche Vorgaben eine große Rolle spielen, ist Standardsoftware fast immer die wirtschaftlichste Lösung. Steuer und Meldeänderungen liefert der Hersteller mit.

  • Hoher Anteil gesetzlich geregelter Abläufe
  • Keine Differenzierung über den Prozess
  • Schneller Start gewünscht
02 · Branchenprozesse

Branchensoftware

Chargen, Rezepturen, Projekte, Mandate

Wenn Ihre Branche eigene Pflichten oder Abläufe kennt, etwa Rückverfolgbarkeit in Lebensmitteln oder Projektfertigung im Maschinenbau, deckt Branchensoftware mehr ohne Programmierung ab als horizontale Standardsoftware.

  • Branchenspezifische Gesetze und Normen
  • Referenzen aus der eigenen Branche verfügbar
  • Weniger Erweiterungen nötig
03 · Alleinstellung

Plattform oder Individualsoftware

Eigene Produkte, digitale Services

Wenn ein Prozess Ihr Wettbewerbsvorteil ist und kein Produkt ihn abbildet, kann eine Erweiterung auf einer Plattform oder eine Individualentwicklung für genau diesen Teil sinnvoll sein. Der Rest bleibt Standard. Die Abwägung finden Sie in der Entscheidungshilfe Standardsoftware vs Individualsoftware.

  • Prozess unterscheidet Sie vom Wettbewerb
  • Kein passendes Produkt in der Marktrecherche
  • Budget für dauerhafte Pflege vorhanden

Einordnung: Erfahrungswerte von Find-Your-Software, Stand Oktober 2026. Entscheidungshilfe im Beitrag Standardsoftware vs Individualsoftware, Make or Buy im Beitrag Make or Buy in der IT, Branchenbeispiele unter ERP für Maschinenbau, Software für Lebensmittel und ERP für Lebensmittel.

Vertrag, Steuer, Kosten

Kaufmännisch betrachtet:
vier Punkte zu Standardsoftware.

Standardsoftware unterscheidet sich von Individualsoftware auch rechtlich und steuerlich. Wer die Unterschiede kennt, verhandelt bessere Verträge und plant die laufenden Kosten realistisch. Die folgenden Punkte geben einen Überblick und ersetzen keine Rechts oder Steuerberatung.

Vertragstyp

Kauf, Miete oder Werkvertrag

  • Dauerhafte Überlassung von Standardsoftware gilt meist als Kauf
  • Befristete Überlassung und SaaS werden meist als Miete eingeordnet
  • Erstellung von Individualsoftware ist in der Regel Werkvertrag
  • Abnahme gibt es beim Werkvertrag, nicht beim Kauf
Abschreibung

Nutzungsdauer ein Jahr

  • BMF Schreiben vom 26. Februar 2021
  • Gilt für Betriebs und Anwendersoftware inklusive ERP
  • Wahlrecht, keine Pflicht zur Abschreibung in einem Jahr
  • SaaS Gebühren sind laufender Aufwand
Wartung

Laufende Kosten einplanen

  • Bei Kauflizenzen fällt jährliche Wartung an
  • SAP Enterprise Support beträgt seit 2012 22 Prozent des Lizenzwerts pro Jahr
  • Bei SaaS sind Wartung und Betrieb im Abo enthalten
  • Preisanpassungen und Laufzeiten im Vertrag prüfen
Datenschutz

Auftragsverarbeitung bei SaaS

  • Bei SaaS verarbeitet der Anbieter Ihre Daten
  • Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO nötig
  • Serverstandort und Unterauftragnehmer prüfen
  • Datenexport bei Vertragsende regeln

Quellen: WBS Legal zu IT-Verträgen, WBS Legal zum BGH Urteil XII ZR 120/04, Deubner zum BMF Schreiben vom 26.02.2021, CIO.de zu SAP Enterprise Support, Art. 28 DSGVO, Stand Oktober 2026. Keine Rechts oder Steuerberatung.

Vorgehen

Standardsoftware auswählen
in sechs Schritten.

Wer sich für Standardsoftware entschieden hat, steht vor der Frage, welches Produkt passt. Bewährt hat sich ein Vorgehen nach dem Prinzip Standard first: Erst prüfen, wie weit der Standard trägt, dann gezielt ergänzen. Die sechs Schritte folgen der Methodik von Find-Your-Software.

01

Prozesse und Ziele beschreiben

Halten Sie fest, welche Abläufe die Software abbilden soll und welche Probleme sie lösen muss. Trennen Sie dabei Standardprozesse von den Abläufen, mit denen Sie sich vom Wettbewerb unterscheiden.

02

Anforderungen priorisieren

Formulieren Sie Anforderungen im Lastenheft als Muss, Soll und Kann. Markieren Sie, welche Anforderungen nur mit Erweiterung oder Modifikation erfüllbar wären, denn diese treiben die Kosten.

03

Markt sichten und Longlist bilden

Prüfen Sie horizontale Standardsoftware und Branchensoftware gleichzeitig. Eine Longlist mit acht bis fünfzehn Anbietern verdichten Sie anhand der Muss Kriterien zur Shortlist.

04

Szenario Demos durchführen

Lassen Sie die Anbieter Ihrer Shortlist dieselben Szenarien mit Ihren Daten zeigen. So sehen Sie, was im Standard funktioniert und was Customizing oder Erweiterung erfordert.

05

Gesamtkosten vergleichen

Vergleichen Sie Lizenz oder Abo, Einführung, Erweiterungen, Betrieb und Wartung über mindestens fünf Jahre. Bewerten Sie die Angebote mit einer gewichteten Nutzwertanalyse.

06

Vertrag und Einführung planen

Sichern Sie Datenexport, Kündigungsfristen, Preisanpassungen und Updateregeln im Vertrag. Planen Sie die Einführung mit möglichst wenig Modifikationen, damit die Software updatefähig bleibt.

Quellen: ERP Auswahl nach Standard first, Lastenheft Vorlage, Longlist und Shortlist, Anbieterszenarien und Präsentationen, Nutzwertanalyse, Stand Oktober 2026. Größe der Longlist: Erfahrungswerte von Find-Your-Software.

Weiterlesen

Vertiefung auf Find-Your-Software:
Entscheidung, Begriffe, Kategorien.

Diese Seite erklärt, was Standardsoftware ist. Für die Entscheidung zwischen Standard und Individualentwicklung, für weitere Fachbegriffe und für konkrete Softwarekategorien finden Sie hier die passenden Beiträge.

01 · Entscheidung

Standardsoftware vs Individualsoftware

Kriterien, Kostenlogik und Entscheidungshilfe für die Grundsatzfrage.

02 · Gegenstück

Individualsoftware Definition

Was Individualsoftware ist, was sie kostet, wie lange die Entwicklung dauert und was nach dem Go-live anfällt.

03 · Begriffe

Glossar der Softwareauswahl

Fachbegriffe von Customizing bis Shortlist kurz erklärt.

04 · Architektur

Best of Breed vs All in One

Eine Suite für alles oder die beste Standardsoftware je Bereich.

05 · ERP

Was ist ein ERP System?

Das wichtigste Beispiel für funktionsübergreifende Standardsoftware einfach erklärt.

06 · HR

Was ist HR Software?

Funktionen und Einsatzbereiche von Standardsoftware für das Personalwesen.

FAQ

Häufige Fragen
direkt beantwortet.

Was ist Standardsoftware?

Standardsoftware ist Software, die ein Hersteller für viele Kunden mit ähnlichen Aufgaben entwickelt und als fertiges Produkt verkauft, vermietet oder als Abonnement anbietet. Das Gabler Wirtschaftslexikon definiert sie als Software, die zu einem Anwendungsgebiet für den anonymen Markt erstellt wird. Unternehmen passen sie über Einstellungen an ihre Abläufe an, dieser Schritt heißt Customizing. Typische Beispiele sind ERP Systeme, CRM Software, HR Software und Office Pakete. Der Programmcode ist für alle Kunden gleich, Updates liefert der Hersteller.

Was ist der Unterschied zwischen Standardsoftware und Individualsoftware?

Standardsoftware wird für einen anonymen Markt mit vielen Kunden entwickelt, Individualsoftware für einen einzigen Auftraggeber. Standardsoftware passen Sie über Einstellungen an, Individualsoftware wird nach Ihren Anforderungen gebaut. Die Gegenüberstellung nach Kosten, Risiko und Eigentum steht im Beitrag Standardsoftware vs Individualsoftware: Entscheidungshilfe.

Welche Beispiele gibt es für Standardsoftware?

Bekannte Beispiele sind ERP Systeme wie SAP S/4HANA, SAP Business One und Microsoft Dynamics 365 Business Central, CRM Software wie Salesforce und HubSpot, HR Software wie Personio und DATEV Lohn und Gehalt sowie Office Pakete wie Microsoft 365 und LibreOffice. Auch Buchhaltungssoftware, CAD Programme, E-Mail Dienste und Projektmanagement Tools sind Standardsoftware. Branchensoftware wie CSB-System für die Lebensmittelindustrie ist ebenfalls Standardsoftware, allerdings für ein bestimmtes Marktsegment entwickelt. Entscheidend ist immer, dass ein Produkt für viele Kunden gebaut wurde.

Welche Vorteile hat Standardsoftware?

Standardsoftware ist sofort verfügbar, weil sie nicht erst entwickelt werden muss. Die Entwicklungskosten verteilen sich auf viele Kunden, deshalb ist sie meist günstiger als eine Eigenentwicklung. Sie ist von vielen Anwendern erprobt, gut dokumentiert und wird vom Hersteller laufend weiterentwickelt, inklusive gesetzlicher Änderungen. Am Markt gibt es Implementierungspartner, Schulungen und erfahrene Fachkräfte. Vor dem Kauf können Sie Demos sehen und Referenzkunden befragen. Gabler nennt außerdem den Wegfall des Entwicklungsrisikos als wichtigen Vorteil.

Welche Nachteile hat Standardsoftware?

Standardsoftware deckt typische Aufgaben ab, aber nicht jeden Sonderfall. Ein Teil Ihrer Abläufe muss sich daher an die Software anpassen. Sie enthält oft Funktionen, die Sie nicht brauchen, und kann bei sehr speziellen Prozessen Lücken haben. Sie sind vom Hersteller abhängig, der Preise, Roadmap und Produktende bestimmt. Updates können gewohnte Abläufe verändern, bei SaaS meist zu einem vorgegebenen Termin. Laufende Kosten für Lizenz, Abonnement oder Wartung fallen über die gesamte Nutzungsdauer an.

Was ist eine Branchenlösung?

Eine Branchenlösung oder Branchensoftware ist Standardsoftware, die für ein bestimmtes Marktsegment entwickelt wurde, etwa für Lebensmittelhersteller, Bauunternehmen, Kanzleien oder Arztpraxen. Sie enthält neben allgemeinen Funktionen auch branchenspezifische Abläufe und Pflichten, zum Beispiel Chargenverfolgung, Rezepturen oder Mandatsverwaltung. Laut Wikipedia gibt es Branchensoftware bereits für fast alle Branchen. Ein Beispiel ist CSB-System für die Lebensmittel und Getränkeindustrie. Branchenlösungen entstehen auch als Erweiterungen horizontaler Systeme, etwa als Apps für Business Central.

Kann man Standardsoftware anpassen?

Ja, fast jede Standardsoftware lässt sich anpassen, allerdings in unterschiedlicher Tiefe. Die einfachste Stufe ist die Parametrisierung über Einstellungen, danach folgt die Konfiguration von Modulen, Rollen und Workflows, die Gabler und Wikipedia als Customizing bezeichnen. Tiefer gehen Key-User Erweiterungen, Add-ons von Partnern und eigene Erweiterungen über Schnittstellen. Die tiefste Stufe ist die Modifikation des Herstellercodes, die Updates erheblich erschwert. Empfehlenswert ist, Erweiterungen strikt vom Standard zu trennen, wie es SAP mit dem Clean Core Ansatz beschreibt.

Was bedeutet Customizing bei Standardsoftware?

Customizing bezeichnet die Einrichtung einer Standardsoftware für ein bestimmtes Unternehmen über die Einstellungen, die der Hersteller vorgesehen hat. Dazu gehören Kontenrahmen, Nummernkreise, Rollen, Formulare, Pflichtfelder und Freigabe Workflows. Nach Gabler Wirtschaftslexikon und Wikipedia verändert Customizing den Programmcode nicht und bleibt damit updatefähig. Davon zu unterscheiden sind Erweiterungen und Modifikationen, die Programmierung erfordern. Im Sprachgebrauch mancher Projekte wird Customizing auch für programmierte Anpassungen verwendet, deshalb lohnt es sich, den Begriff im Vertrag genau zu definieren.

Ist Standardsoftware günstiger als Individualsoftware?

In der Anschaffung meist ja, weil sich die Entwicklungskosten auf viele Kunden verteilen. Über die gesamte Nutzungsdauer entscheidet der Einzelfall, weil bei Standardsoftware Lizenz oder Abo, Einführung, Schulung und Erweiterungen laufend anfallen. Die Rechenlogik erklärt die Entscheidungshilfe Standardsoftware vs Individualsoftware.

Ist SaaS Standardsoftware?

Ja, in den meisten Fällen. SaaS (Software as a Service) beschreibt die Bereitstellung, nicht die Entstehung der Software. Der Anbieter betreibt die Anwendung in der Cloud, Kunden nutzen sie über den Browser und zahlen ein Abonnement pro Nutzer und Monat. Weil alle Kunden dieselbe Software nutzen, ist SaaS typischerweise Standardsoftware mit besonders enger Bindung an den Releasezyklus des Herstellers. Laut Bitkom Cloud Report 2026 nutzen 86 Prozent der Unternehmen ab 20 Beschäftigten Cloud Computing. Rechtlich wird SaaS meist als Miete eingeordnet.

Ist Open-Source-Software Standardsoftware?

Open-Source-Software kann Standardsoftware sein, denn Open Source beschreibt die Lizenz, nicht den Entstehungsweg. LibreOffice oder die Community Edition von Odoo werden für viele Anwender entwickelt und sind damit Standardsoftware mit offenem Quellcode. Die Open Source Initiative definiert Open Source über zehn Kriterien, etwa freie Weitergabe und Zugang zum Quellcode. Laut Bitkom Open Source Monitor 2025 nutzen 73 Prozent der Unternehmen Open-Source-Software. Lizenzkosten entfallen oft, Einführung, Betrieb und Support kosten aber weiterhin Geld.

Wie wählt man die richtige Standardsoftware aus?

Beschreiben Sie zuerst Ihre Prozesse und Ziele und priorisieren Sie die Anforderungen im Lastenheft als Muss, Soll und Kann. Sichten Sie danach horizontale Standardsoftware und Branchensoftware gemeinsam und verdichten Sie die Longlist zur Shortlist. Lassen Sie die Anbieter in Szenario Demos mit Ihren Daten zeigen, was im Standard funktioniert. Vergleichen Sie die Gesamtkosten über mindestens fünf Jahre mit einer gewichteten Nutzwertanalyse. Die Matching Engine von Find-Your-Software schlägt Ihnen auf Basis Ihrer Anforderungen passende Systeme vor.

Ist Standardsoftware dasselbe wie Anwendungssoftware?

Nein, die Begriffe betrachten Unterschiedliches. Standardsoftware beschreibt, wie Software entsteht und vertrieben wird: als Produkt für viele Kunden. Anwendungssoftware beschreibt, wofür sie dient: für fachliche Aufgaben der Nutzer, im Gegensatz zu Systemsoftware wie Betriebssystemen. Ein ERP System ist Anwendungssoftware und meist zugleich Standardsoftware. Individualsoftware kann ebenfalls Anwendungssoftware sein.

Wie lange dauert die Einführung von Standardsoftware?

Die Software selbst ist sofort verfügbar, die Einführung dauert je nach Umfang Wochen bis Monate (Erfahrungswert von Find-Your-Software, Stand Oktober 2026). Die Dauer hängt von der Zahl der Module, der Datenübernahme, den Schnittstellen und der Schulung ab. Ein einfaches SaaS Werkzeug ist oft in wenigen Wochen produktiv, ein ERP System braucht meist deutlich länger. Planen Sie die Einführung gemeinsam mit dem Implementierungspartner und legen Sie Meilensteine für Tests und Schulung fest.

Matching starten

Die passende Standardsoftware
für Ihre Anforderungen finden.

Ob ERP, CRM, HR oder Branchensoftware: Die Matching Engine von Find-Your-Software vergleicht Ihre Anforderungen anbieterneutral mit passenden Standardsystemen und zeigt, wie weit der Standard trägt. Im Selection Portal steuern Sie danach Lastenheft, Szenario Demos und Angebotsvergleich an einem Ort.

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