Prozessanalyse mit BPMN:
erst die Abläufe, dann die Software.
Prozessanalyse mit BPMN klärt vor der Softwareauswahl, wie Aufträge, Bestellungen oder Reklamationen heute wirklich laufen, bevor ein Anbieter erklärt, wie sie künftig laufen sollen. Für Mittelständler im DACH-Raum, die ERP, CRM, MES, WMS oder HR-Software auswählen, ist der Process Hub im Selection Portal von Find-Your-Software der Ort dafür: Abläufe modellieren, gemeinsam bewerten, Nutzen rechnen und daraus Anforderungen machen. Prüfen Sie jeden Prozess an einem echten Vorgang aus dem letzten Monat, nicht am Organigramm.
- Im Überblick: vom Prozessbaum über das BPMN-Diagramm und die Bewertung im Workshop bis zur ROI-Rechnung und zur Übergabe der Prozesse als Anforderungen in Ihr Auswahlprojekt.
- Abgrenzung: Der Process Hub beschreibt und bewertet Abläufe. Welche Systeme und Schnittstellen Sie heute betreiben, erfassen Sie in der IT Systemlandschaft, wie aus Anforderungen eine Shortlist wird, steht unter Anbieter Ranking.
Prozessanalyse mit BPMN:
die Auswahl beginnt beim eigenen Ablauf.
Prozessanalyse mit BPMN heißt, die Abläufe, die eine neue Software tragen soll, vorher so aufzuschreiben, dass Fachbereich, IT und Anbieter dasselbe Bild vor Augen haben. BPMN (Business Process Model and Notation) ist dafür die gemeinsame Sprache: ein Standard der Object Management Group, aktuell in der Fassung 2.0.2 vom Januar 2014 und als ISO/IEC 19510:2013 international genormt. Nach Eurostat nutzten 2025 in der EU 46 Prozent der Unternehmen ab zehn Beschäftigten ERP-Software, bei mittleren Unternehmen rund 70 Prozent. Wer wechselt, bringt also eingespielte Abläufe mit, und genau die entscheiden, ob ein System passt.
Auswahl ohne Prozessanalyse
- Die Funktionsliste entsteht aus Erinnerung und Wunschdenken
- Jeder Anbieter zeigt in der Demo seinen Musterprozess
- Sonderfälle wie Teillieferung oder Gutschrift fallen erst im Projekt auf
- Der Nutzen bleibt ein Gefühl, kein Betrag
- Die Fachbereiche erkennen ihren Alltag im Katalog nicht wieder
Auswahl mit dem Process Hub
- Anforderungen kommen aus modellierten Abläufen
- Der eigene Ablauf wird Drehbuch für die Präsentation
- Entscheidungen und Ausnahmen stehen als Gateways im Diagramm
- Potenziale stehen in Euro in der ROI-Rechnung
- Fachbereiche haben bewertet, was sie täglich tun
Quellen: OMG, BPMN 2.0.2, ISO/IEC 19510:2013, Eurostat, Digital economy and society statistics, enterprises, Stand 10/2026.
Sechs Schritte
vom Prozessbaum zur Anforderung.
Der Process Hub folgt der Reihenfolge, in der eine Prozessanalyse vor der Auswahl sinnvoll ist: erst der Überblick, dann die Tiefe dort, wo es zählt, dann Zahlen und am Ende Anforderungen. Die Schritte bauen aufeinander auf, Sie können aber jederzeit zurückgehen, etwa wenn der Workshop einen Prozess zutage fördert, den niemand auf dem Zettel hatte.
- 01Schritt 1
Prozessbaum anlegen
Ein neues Projekt startet mit einer Standardhierarchie von 57 Prozessen in sechs Bereichen: Stammdaten, Einkauf und Logistik, Produktion, Finance und Controlling, Vertrieb sowie Personal. Streichen Sie, was es bei Ihnen nicht gibt, und ergänzen Sie, was fehlt.
- Beliebig tiefe Ebenen mit automatischer Nummerierung (1, 1.1, 1.1.1)
- Prozesstyp Kern, Unterstützend oder Management
- Alternativ Prozesse aus vorhandenen Dokumenten ableiten lassen
- 02Schritt 2
Abläufe in BPMN modellieren
Für die Prozesse, die die Auswahl entscheiden, zeichnen Sie den Ablauf als BPMN-Diagramm: wer was in welcher Reihenfolge tut, wo entschieden wird und welche Daten fließen.
- Pools und Lanes für Abteilungen und Rollen
- Teilprozesse verknüpfen und hineinspringen
- Diagramm aus einer Beschreibung erzeugen lassen
- 03Schritt 3
Capabilities zuordnen
Prozesse beschreiben das Wie, Capabilities das Was: Fähigkeiten wie Kreditlimitprüfung oder Chargenrückverfolgung. Die Zuordnung zeigt, welche Fähigkeit viele Abläufe trägt und wo Fähigkeiten fehlen.
- Relevanz, Reife heute und Zielreife je Capability
- Kritische Capabilities markieren
- Lücken und ungenutzte Capabilities auf einen Klick
- 04Schritt 4
Im Workshop bewerten
Fachbereiche bewerten jeden Prozess nach Kriterien wie Prozessreife, Datenqualität und KI-Potenzial. Weichen die Bewertungen stark voneinander ab, weist die Auswertung darauf hin.
- Fünf Standardkriterien, eigene Kriterien mit Gewicht
- Teilnehmende mit eigener Gewichtung
- RACI je Prozess
- 05Schritt 5
Potenziale und ROI rechnen
Wo ein Prozess heute Zeit oder Geld kostet, erfassen Sie das Potenzial. Die ROI-Rechnung übernimmt diese Werte und stellt sie den Kosten der Einführung gegenüber.
- Stunden pro Jahr mal Stundensatz oder fester Betrag
- Kapitalwert, ROI, Amortisation und interner Zinsfuß
- Anbieterkosten aus dem Portal übernehmen
- 06Schritt 6
Als Anforderungen übergeben
Am Ende stehen Anforderungen, die aus echten Abläufen kommen. Sie wandern mit Kategorie, Priorität und K.O.-Kennzeichen in den Anforderungskatalog Ihres Auswahlprojekts.
- Einzelne Anforderungen oder ganze Prozesse übergeben
- Bereits übergebene werden übersprungen
- Weiter mit Anforderungen sammeln
Funktionsumfang des Process Hub, Stand 28.10.2026.
Die BPMN-Palette,
und wofür Sie sie in der Auswahl brauchen.
Der Editor deckt die Elemente ab, die in Prozessmodellen für die Softwareauswahl vorkommen. Für die meisten Abläufe reichen Start, Aufgabe, Entscheidung und Ende. Der Wert für die Auswahl liegt in der rechten Spalte: Jedes Element beantwortet eine Frage, die ein Anbieter später beantworten muss.
| Gruppe | Elemente im Process Hub | Was es für die Softwareauswahl klärt |
|---|---|---|
| Ereignisse | Start, Start durch Nachricht, Timer, Nachricht, Link, Signal, Ende, Ende mit Fehler, Terminierung | Wo ein Ablauf beginnt und endet, und was ihn anstößt, etwa der Auftragseingang per EDI oder der Monatswechsel |
| Aktivitäten | Task (Benutzer, Service, manuell, Skript, Senden, Empfangen), Teilprozess, Ereignis-Teilprozess, Call Activity, Timer und Fehler am Rand einer Aktivität | Welche Schritte ein Mensch erledigt und welche ein System, genau die Grenze, an der Automatisierung ansetzt |
| Gateways | Exklusiv (XOR), inklusiv (OR), parallel (AND), ereignisbasiert | Wo entschieden wird, etwa Kreditlimit überschritten ja oder nein, und welche Regeln die neue Software abbilden muss |
| Daten | Datenobjekt, Datenspeicher, Datenfluss | Welche Belege und Stammdaten ein Schritt braucht oder erzeugt, die Grundlage für Schnittstellen und Migration |
| Struktur | Pool, Lane, Gruppe, Notiz, Nachrichtenfluss, Assoziation | Wer beteiligt ist, Abteilungen, Kunden, Lieferanten, und wo Informationen zwischen ihnen wechseln |
Import und Export
Diagramme gehen als BPMN 2.0 XML hinein und hinaus, dazu als PNG-Bild für Präsentationen.
- Import von .bpmn- und .xml-Dateien
- Export einzelner Diagramme als BPMN-XML oder PNG
- Die ganze Prozesslandschaft in einer BPMN-Datei
In Teilprozesse springen
Ein Teilprozess oder eine Call Activity lässt sich mit einem anderen Prozess verknüpfen. Ein Klick öffnet ihn, eine Brotkrumenleiste führt zurück.
- Übersicht statt Diagramm bei Ordnerprozessen
- Auslöser zwischen Prozessen als Pfeile
- Nummerierung bleibt beim Verschieben erhalten
Heute und künftig vergleichen
Derselbe Prozess aus zwei Bewertungen lässt sich nebeneinander öffnen, etwa der Ist-Ablauf und der Soll-Ablauf mit der neuen Software.
- Ist und Soll als getrennte Bewertungen
- Neue Bewertung als Kopie einer bestehenden
- Vergleich nur lesend, nichts geht verloren
Arbeiten ohne Speichern-Knopf
Änderungen speichert der Process Hub automatisch. Rückgängig und Wiederholen reichen bis zu 50 Schritte zurück.
- Auto-Layout für unordentliche Entwürfe
- Positionen sperren, Verbindungen biegen
- Notizen an Aktivitäten
Quelle: Funktionsumfang des Process Hub, Stand 28.10.2026. Notation nach BPMN 2.0.2 der OMG.
Amatus zeichnet mit,
Sie entscheiden.
Die KI-Funktionen im Process Hub laufen unter dem Namen Amatus. Sie nehmen die Fleißarbeit ab: ein erstes Diagramm, ein Prozessbaum aus vorhandenen Unterlagen, Vorschläge für Anforderungen. Jede Änderung erscheint zuerst als Vorschau und wird erst übernommen, wenn Sie bestätigen. Find-Your-Software nutzt für KI-Funktionen nur eigene, lokal betriebene Modelle, und die Daten bleiben bei Find-Your-Software.
Diagramm aus einer Beschreibung
Beschreiben Sie einen Ablauf in eigenen Worten, etwa „Der Innendienst prüft den Auftrag, bei Neukunden gibt die Buchhaltung das Kreditlimit frei“. Amatus baut daraus das Diagramm oder ergänzt ein bestehendes.
- Vorschau vor der Übernahme
- Erkennt Auslöser zu anderen Prozessen
- Sie bestätigen, die KI entscheidet nicht
Prozesse aus Dokumenten
Vorhandene Prozessbeschreibungen, Handbücher oder Listen werden zum Prozessbaum. Mehrere Dateien auf einmal sind möglich.
- PDF, Word (.docx), Text, Markdown und CSV
- Struktur auf Wunsch per KI ergänzen
- Ergebnis vor dem Anlegen prüfen
Optimierung der Landschaft
Eine Analyse sucht nach Dopplungen, Lücken und Widersprüchen im Prozessbaum.
- Doppelte Prozesse zusammenführen
- Fehlende Standardprozesse anlegen
- Inkonsistenzen markieren
Anforderungen vorschlagen
Zu jedem Prozess schlägt der Process Hub passende Anforderungen aus der Anforderungsdatenbank des Selection Portals vor, per Ähnlichkeitssuche statt Stichwort.
- KI-Vorschläge und manuelle Portalsuche
- Neue Anforderungen direkt im Editor erzeugen
- Texte für die Ausschreibung glätten lassen
Die KI-Funktionen stehen der Projektleitung des Auswahlprojekts zur Verfügung.
Was Ihr Unternehmen können muss,
neben dem, wie es abläuft.
Capabilities sind Fähigkeiten, unabhängig davon, wer sie wie ausführt: Kreditlimitprüfung, Chargenrückverfolgung, Schichtplanung. Prozesse und Capabilities sind im Process Hub frei miteinander verknüpft, eine Verknüpfung kann als primär markiert werden. Die Ansicht Abdeckung zeigt Lücken, ungenutzte Capabilities und Reifegrade. In der Map sehen Sie die Zuordnung als Tabelle mit Bahnen oder als Graph und verknüpfen einen Prozess, indem Sie ihn auf eine Capability ziehen.
| Feld | Werte | Wozu |
|---|---|---|
| Strategische Relevanz | 1 bis 5 | Wie wichtig die Fähigkeit für Ihr Geschäftsmodell ist |
| Reife heute | 1 bis 5 | Wie gut die Fähigkeit heute beherrscht wird |
| Zielreife | 1 bis 5 | Wie gut sie nach der Einführung beherrscht werden soll, die Differenz ist der Handlungsbedarf |
| Kritikalität | Standard oder wichtig / kritisch | Ob ein Ausfall den Betrieb gefährdet |
| Verantwortlich | Name | Wer fachlich für die Fähigkeit spricht |
Praxisregel von Find-Your-Software: Eine Capability mit hoher Relevanz und großer Lücke zwischen Reife heute und Zielreife gehört fast immer als Muss in den Katalog.
Fünf Kriterien,
bewertet von denen, die den Ablauf kennen.
Jede Bewertung startet mit fünf Standardkriterien. Eigene Kriterien ergänzen Sie als Skala, Auswahl, Zahl, Ja oder Nein oder Freitext, jedes mit Gewicht. Teilnehmende tragen Sie mit Namen ein und geben ihnen bei Bedarf eine eigene Gewichtung. Liegen die Bewertungen zu einem Prozess weit auseinander, bei einer Standardabweichung über 1, weist die Auswertung darauf hin, ein guter Anlass für eine Rückfrage im Workshop.
| Kriterium | Skala | Stufen | Leitfrage im Workshop |
|---|---|---|---|
| Relevanz | 0 bis 2 | nicht relevant, relevant, sehr relevant | Gehört der Prozess überhaupt in die Auswahl? |
| KI-Potenzial | 0 bis 2 | kein Potenzial, vorhanden, hoch | Wo kann die neue Software Schritte übernehmen? |
| Strategische Bedeutung | 0 bis 6 | sehr gering bis kritisch | Wie stark hängt der Geschäftserfolg an diesem Ablauf? |
| Prozessreife | 0 bis 6 | sehr gering bis Best Practice | Wie stabil und dokumentiert läuft er heute? |
| Datenqualität | 0 bis 6 | sehr gering bis exzellent | Wie sauber sind die Daten, die er braucht? Entscheidend für die Migration |
Potenziale: wo ein Prozess heute Geld kostet
Je Prozess erfassen Sie Potenziale in zehn Kategorien. Wie ein Potenzial in Euro umgerechnet wird, hängt von der Kategorie ab. Qualitative Potenziale zählen in der Auswertung mit, aber nicht in der ROI-Rechnung.
| Kategorien | Umrechnung | Beispiel |
|---|---|---|
| Zeitersparnis, Kosten, Compliance, Risikoreduktion | Stunden pro Jahr mal Stundensatz | 1.200 Stunden manuelle Rechnungsprüfung zu 55 Euro |
| Umsatz, Durchsatz | Fester Betrag pro Jahr | 40.000 Euro mehr Deckungsbeitrag durch schnellere Angebote |
| Qualität, Kundenzufriedenheit, Mitarbeiterzufriedenheit, Sonstiges | Qualitativ, ohne Eurobetrag | Weniger Rückfragen im Kundenservice |
RACI und Auswertung
Für jeden Prozess halten Sie fest, wer verantwortlich ist (Responsible), wer entscheidet (Accountable), wer gefragt (Consulted) und wer informiert wird (Informed). Die Auswertung fasst das zu einer prozessübergreifenden RACI-Matrix zusammen, Personen daraus nehmen Sie mit ihrer E-Mail-Adresse als Mitglieder ins Portalprojekt auf. Weitere Ansichten der Auswertung sind Ergebnisse, Zeitverlauf über mehrere Bewertungen, Capabilities, Kosten, Systeme, Abhängigkeiten und ROI. Die Ergebnisse exportieren Sie als CSV.
Beispielwerte von Find-Your-Software, setzen Sie Ihre eigenen Stunden und Sätze ein.
Ein Rechenbeispiel,
mit den Formeln des Process Hub.
Die ROI-Rechnung hat die Bereiche Parameter, Kosten, Nutzen, Ergebnisse und Vergleich. Sie rechnet Jahr für Jahr: Jeder Nutzen wird mit seiner Eintrittswahrscheinlichkeit, dem Hochlauf nach dem Go-live und einem Konservatismus-Abschlag multipliziert, dann mit Ihrem Zinssatz abgezinst. Ergebnis sind Kapitalwert, ROI, Amortisationszeit und interner Zinsfuß. Annahmen im Beispiel: Einführung 120.000 Euro im ersten Jahr, laufende Kosten 18.000 Euro ab Jahr 2, Go-live zu Beginn von Jahr 2. Nutzen: 2.000 Stunden pro Jahr zu 60 Euro, also 120.000 Euro, Eintrittswahrscheinlichkeit 80 Prozent, Konservatismus-Abschlag 20 Prozent, Hochlauf 50 Prozent im ersten Jahr nach dem Go-live, Zinssatz 8 Prozent.
| Jahr | Kosten in Euro | Nutzen in Euro | Saldo in Euro | Kumuliert in Euro |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 120.000 | 0 | −120.000 | −120.000 |
| 2 | 18.000 | 38.400 | 20.400 | −99.600 |
| 3 | 18.000 | 76.800 | 58.800 | −40.800 |
| 4 | 18.000 | 76.800 | 58.800 | 18.000 |
| 5 | 18.000 | 76.800 | 58.800 | 76.800 |
Der Abschlag ist der wichtigste Regler. Er nimmt vorweg, dass Einsparungen in der Praxis selten voll eintreten, und macht die Rechnung belastbar gegenüber Geschäftsführung und Controlling. Den Nutzen übernehmen Sie mit einem Klick aus den Potenzialen der Bewertung, die Kosten der Anbieter aus dem Selection Portal, sobald Angebote vorliegen. So vergleichen Sie Szenarien mit echten Zahlen statt mit Listenpreisen.
Rechenbeispiel von Find-Your-Software mit eigenen Annahmen, gerechnet nach den Formeln des Process Hub. Keine Aussage über einzelne Anbieter oder Projekte.
Vom Prozess in den Katalog,
ohne Abschreiben.
Die Prozessanalyse endet nicht im Diagramm. Der Process Hub übergibt Anforderungen direkt in den Anforderungskatalog Ihres Auswahlprojekts, dort arbeiten Sie wie unter Anforderungen sammeln im Selection Portal beschrieben weiter. Wie Sie die übergebenen Anforderungen prüfbar formulieren, steht unter Anforderungsmanagement.
Anforderungen übergeben
- Anforderungen, die Sie als relevant für die Ausschreibung markiert haben
- Mit Titel, Beschreibung, Kategorie in bis zu vier Ebenen, Priorität und K.O.-Kennzeichen
- Nur neue Einträge, bereits übergebene werden übersprungen
Prozesse als Anforderungen
- Prozesse der untersten Ebene werden zu Anforderungen
- Die übergeordneten Ordner ergeben die Kategorie
- Gut für eine schnelle Erstfassung des Katalogs
Kosten aus dem Portal
- Anbieterkosten aus dem Auswahlprojekt in die ROI-Rechnung übernehmen
- Szenarien je Anbieter vergleichen
Im Portal weiter
- Anbieter beantworten den Katalog
- Das Anbieter Ranking wertet Erfüllung und Gewicht aus
- Modellierte Abläufe werden Drehbuch für Anbieterszenarien und Präsentationen
Ein vollständiges Projekt von der Analyse bis zum Vertrag zeigt das Beispiel ERP-Auswahl im Mittelstand.
Was der Process Hub nicht ist,
damit Sie richtig planen.
Der Process Hub ist für die Analyse vor einer Softwareauswahl gebaut. Für einige Aufgaben, die man mit Prozessmanagement verbindet, brauchen Sie andere Werkzeuge oder die Software, die Sie gerade auswählen.
Keine Prozessausführung
Der Process Hub beschreibt Abläufe, er führt sie nicht aus. Eine Workflow-Engine, die Aufgaben verteilt, gehört zur Software, die Sie auswählen.
Kein Process Mining
Die Abläufe kommen aus Workshops und Dokumenten, nicht aus Protokolldaten Ihrer Systeme. Durchlaufzeiten schätzen Sie, gemessen werden sie nicht.
Keine Simulation
Wartezeiten oder Engpässe werden nicht durchgespielt. Der Nutzen steckt in der ROI-Rechnung mit Ihren Annahmen.
Keine Versionshistorie
Ältere Stände eines Diagramms lassen sich nicht wiederherstellen. Für Ist und Soll legen Sie getrennte Bewertungen an, für Zwischenstände eine Kopie.
Import über BPMN-XML
Modelle aus anderen Werkzeugen kommen als BPMN 2.0 XML. Je Datei wird der erste Prozess übernommen, Elemente außerhalb der Palette werden mit Hinweis übersprungen.
Export ohne PDF
Diagramme gehen als BPMN-XML und PNG hinaus, Bewertungen als CSV. Für einen Bericht übernehmen Sie Bild und Tabelle in Ihre eigene Vorlage.
Stand der Funktionen: 28.10.2026.
16 Punkte,
bevor die Prozesse zu Anforderungen werden.
Je vier Prüfpunkte gelten dem Umfang, den Beteiligten, den Zahlen und der Übergabe. Haken Sie ab, was Ihre Analyse erfüllt, und geben Sie die Liste als CSV-Datei im Projektteam weiter.
Punkte abgehakt
Klicken Sie auf einen Punkt, wenn Ihre Analyse ihn erfüllt.
Bereit für die Übergabe.
Umfang
Beteiligte
Zahlen
Übergabe
Prüfliste von Find-Your-Software. Für den gesamten Auswahlprozess gibt es die Software-Auswahl-Checkliste.
Häufige Fragen
direkt beantwortet.
Was ist der Process Hub im Selection Portal?
Der Process Hub ist eine App im Marketplace des Selection Portals von Find-Your-Software für die Prozessanalyse vor der Softwareauswahl. Sie legen einen Prozessbaum an, modellieren entscheidende Abläufe in BPMN 2.0, ordnen Capabilities zu, bewerten Prozesse im Workshop und rechnen Potenziale in einer ROI-Rechnung durch. Am Ende übergeben Sie Prozesse und Anforderungen in den Anforderungskatalog Ihres Auswahlprojekts. Die App arbeitet im selben Projekt wie das Portal, Sie melden sich nicht getrennt an.
Was ist BPMN 2.0?
BPMN steht für Business Process Model and Notation und ist ein Standard der Object Management Group (OMG) für die grafische Darstellung von Geschäftsprozessen. Die aktuelle Fassung 2.0.2 stammt vom Januar 2014, international ist BPMN 2.0 als ISO/IEC 19510:2013 genormt. Der Standard legt Symbole für Ereignisse, Aktivitäten, Gateways, Daten und Beteiligte fest und ein XML-Format, mit dem Modelle zwischen Werkzeugen ausgetauscht werden. Deshalb lassen sich Diagramme aus dem Process Hub in anderen BPMN-Werkzeugen öffnen.
Brauche ich BPMN-Kenntnisse für den Process Hub?
Für den Einstieg nicht. Der Prozessbaum mit 57 Standardprozessen kommt ohne ein einziges Diagramm aus, und viele Bewertungen brauchen nur den Prozessnamen. Für die Abläufe, die Sie modellieren, reichen Start, Aufgabe, Entscheidung und Ende für die meisten Fälle. Wer lieber beschreibt als zeichnet, formuliert den Ablauf in eigenen Worten und lässt Amatus daraus ein Diagramm erzeugen, das Sie vor der Übernahme prüfen. Gateways und Pools lernen Sie am besten am eigenen Beispiel.
Wie viele Prozesse sollte ich vor einer Softwareauswahl modellieren?
Nicht alle. Ein sinnvoller Umfang sind fünf bis zehn Abläufe, an denen die Auswahl hängt, etwa Auftragsabwicklung, Beschaffung, Fertigungsauftrag oder Monatsabschluss. Diese modellieren Sie als BPMN-Diagramm. Die übrigen Prozesse bleiben als Einträge im Baum und werden nur bewertet. So bleibt der Aufwand im Rahmen, und die Diagramme, die Sie haben, taugen später als Drehbuch für die Anbieterpräsentationen. Die Zahl ist ein Erfahrungswert von Find-Your-Software, kein Normwert.
Kann ich Modelle aus anderen BPMN-Werkzeugen importieren?
Ja, über das Austauschformat BPMN 2.0 XML. Der Process Hub liest .bpmn- und .xml-Dateien ein. Je Datei wird der erste Prozess übernommen, Elemente, die die Palette nicht kennt, werden mit einem Hinweis übersprungen. Prüfen Sie nach dem Import, ob Teilprozesse, Pools und Datenobjekte vollständig angekommen sind. Einen eigenen Import für bestimmte Herstellerformate gibt es nicht, das herstellerneutrale XML ist der Weg.
Was unterscheidet Prozesse und Capabilities?
Ein Prozess beschreibt, wie etwas abläuft, Schritt für Schritt und mit Beteiligten. Eine Capability beschreibt, was Ihr Unternehmen können muss, unabhängig davon, wer es wie tut, zum Beispiel Kreditlimitprüfung oder Chargenrückverfolgung. Im Process Hub sind beide frei miteinander verknüpft. Eine Capability, die viele Prozesse tragen und deren Reife weit unter der Zielreife liegt, ist ein starker Kandidat für eine Muss-Anforderung an die neue Software.
Wer darf im Process Hub bearbeiten?
Bearbeiten darf die Projektleitung des Auswahlprojekts. Weitere Projektmitglieder sehen Prozesse, Diagramme und Auswertungen lesend. Bewertungen im Workshop erfasst die Projektleitung für die benannten Teilnehmenden, jede Person kann eine eigene Gewichtung erhalten. Die Daten gehören zum jeweiligen Auswahlprojekt, Vorlagen für Prozesse und Capabilities speichern Sie auf Ebene Ihrer Organisation und nutzen sie in späteren Projekten wieder.
Wie rechnet der Process Hub den ROI?
Die ROI-Rechnung stellt Kosten und Nutzen Jahr für Jahr gegenüber. Jeder Nutzen wird mit seiner Eintrittswahrscheinlichkeit, dem Hochlauf nach dem Go-live und einem Konservatismus-Abschlag multipliziert und mit Ihrem Zinssatz abgezinst. Ausgegeben werden Kapitalwert, ROI, Amortisationszeit und interner Zinsfuß. Nutzen übernehmen Sie aus den Potenzialen der Bewertung, Anbieterkosten aus dem Selection Portal. Im Rechenbeispiel oben senkt ein Abschlag von 20 Prozent den ROI über fünf Jahre von 75 auf 40 Prozent.
Was passiert bei der Übergabe an das Selection Portal?
Zwei Wege führen in den Anforderungskatalog. Erstens übergeben Sie einzelne Anforderungen, die Sie im Process Hub als relevant für die Ausschreibung markiert haben, mit Titel, Beschreibung, Kategorie, Priorität und K.O.-Kennzeichen. Zweitens übergeben Sie ganze Prozesse als Anforderungen, dann bilden die übergeordneten Ordner die Kategorie. Bereits übergebene Einträge werden übersprungen. Im Portal arbeiten Sie danach wie gewohnt weiter: Anbieter beantworten den Katalog, das Ranking wertet ihn aus.
Welche KI nutzt der Process Hub und wo bleiben meine Daten?
Die KI-Funktionen laufen unter dem Namen Amatus. Find-Your-Software nutzt für KI-Funktionen nur eigene, lokal betriebene Modelle, und die Daten bleiben bei Find-Your-Software. Jede Änderung durch die KI erscheint zuerst als Vorschau, übernommen wird sie erst, wenn Sie bestätigen. Geben Sie in Prozessbeschreibungen trotzdem keine personenbezogenen Daten ein, die für die Analyse nicht nötig sind. Für Vorlagen gibt es eine Funktion, die Namen vor dem Speichern anonymisiert.
Ist Find-Your-Software ein Vergleichsportal?
Nein. Find-Your-Software ist ein Werkzeug für die Softwareauswahl: Es sammelt Anforderungen, erstellt eine begründete Shortlist, unterstützt Präsentationen und Verträge und hält das Projekt an einem Ort zusammen. Bewertungsportale sammeln Meinungen über Produkte. Der Process Hub geht den umgekehrten Weg und beginnt bei Ihren eigenen Abläufen. Welche Software passt, ergibt sich aus Ihren Anforderungen und den Antworten der Anbieter, nicht aus Sternen.
Was kostet der Process Hub?
Der Process Hub ist eine App im Marketplace des Selection Portals. Welche Apps in welchem Modell enthalten sind, steht unter Preise und Modelle. Klären Sie im kostenlosen Erstgespräch, ob die Prozessanalyse in Ihrem Projekt von Ihrem Team selbst oder mit Begleitung durch Find-Your-Software laufen soll, das bestimmt den Aufwand stärker als die App selbst.
Erst die Abläufe verstehen,
dann Anbieter einladen.
Starten Sie mit dem Matching, um passende Systemkategorien und Anbieter für Ihr Profil zu sehen, oder besprechen Sie Ihre Prozessanalyse im kostenlosen Erstgespräch. Find-Your-Software ist ein Werkzeug für die Softwareauswahl: Im Selection Portal führen Sie IT-Systemlandschaft, Prozesse, Anforderungen und Anbieterantworten an einem Ort und sprechen Anbieter direkt an.