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Branchen · Speditionen und Transport

Software für Speditionen und Transportunternehmen:
TMS, Disposition, Telematik

Kurzantwort

Speditionen und Transportunternehmen brauchen als Kern ein Transportmanagementsystem (TMS) mit Disposition und Tourenplanung. Dazu kommen Telematik für Fahrzeuge und Fahrer, Abrechnung mit E-Rechnung und Schnittstellen zu Frachtbörsen. Lager, Zoll und Speditions-ERP ergänzen je nach Betriebstyp. Entscheidend ist die Passung zum Geschäftsmodell. Für die Einsatzplanung der Fahrzeuge hilft eine Tourenplanungssoftware.

Speditionen brauchen je nach Geschäft andere Software: Teilladung, Stückgut, KEP, Lagerlogistik und Werkverkehr stellen unterschiedliche Anforderungen. Für Geschäftsführung, Disposition und IT von Speditionen und Transportunternehmen im DACH-Raum zählen Softwarearten, Anbieter, Schnittstellen und Fristen. Eine Auswahl in 6 Schritten führt zum passenden System. Den Überblick über WMS, TMS und SCM finden Sie in unserem Ratgeber Software für Logistik.

TMSDispositionTourenplanungTelematikE-RechnungFrachtbörsen
46.902
Unternehmen im gewerblichen Güterkraftverkehr in Deutschland (BAG, Stand Oktober 2020)
45.929
Unternehmen mit Werkverkehr in Deutschland (BAG, Stand Oktober 2020)
über 3,5 t
Mautpflicht für Güterkraftfahrzeuge nach § 1 BFStrMG (Stand 2026)
1.1.2025
Empfang von E-Rechnungen im B2B ist Pflicht (Stand 2026)
Auf einen Blick

Software für Speditionen
auf einen Blick.

Die Tabelle fasst die wichtigsten Fragen zusammen. Jede Zeile verweist auf die Seite, die das Thema vertieft, damit Sie nicht alles auf einmal lesen müssen.

FrageKurzantwortMehr dazu
Was ist das Kernsystem?Rückgrat der SpeditionEin Transportmanagementsystem (TMS) mit Auftragserfassung, Disposition, Tourenplanung und Faktura. Alles andere hängt sich daran.Transport-Management-Software
Was kommt dazu?Fahrzeuge und FahrerTelematik liefert Position, Fahrzeug- und Fahrerdaten. Lenk- und Ruhezeiten richten sich nach der Verordnung (EG) Nr. 561/2006.Anforderungskatalog Logistiksoftware
Was hängt vom Betriebstyp ab?Teilladung bis WerkverkehrTeilladung, Stückgut, KEP, Lagerlogistik und Werkverkehr stellen unterschiedliche Anforderungen an Disposition, Abrechnung und Schnittstellen.Software für Logistik
Was kostet es?RechenbeispielRechenbeispiel von Find-Your-Software: Tourenplanung mit 20 Fahrzeugen 10.020 Euro über 3 Jahre nach Listenpreis von TourlyOne, Spedition mit 12 Arbeitsplätzen 125.340 Euro mit offengelegten Annahmen. Anbieterpreise auf Anfrage.Software-Preise verstehen
Wie lange dauert die Einführung?laut Anbieter4flow nennt für sein TMS einen Go-live in 12 bis 16 Wochen. Die Dauer hängt vor allem von Schnittstellen und Datenübernahme ab.Software-Einführung vom Vertrag zum Go-live
Cloud oder On-Premise?BetriebsmodellBeides ist am Markt. Webfleet und Transporeon beschreiben sich als Cloud-Lösungen, PTV nennt für den Route Optimiser eine On-Premise-Version. Prüfen Sie das Modell je Produkt.Cloud vs. On-Premise
Welche Fristen sind wichtig?RechtE-Rechnung im Ausgang für Umsätze ab 2027 (mit Übergangsregeln), Annahmepflicht der Behörden für eFTI ab Juli 2027, Fahrtenschreiber der 2. Generation: Frist für leichte Nutzfahrzeuge im grenzüberschreitenden Verkehr war der 1. Juli 2026.E-Rechnung Software

Stand: 20.10.2026. Quellen: § 27 Abs. 38 UStG, IHK Karlsruhe zu Fahrtenschreibern, Traficom zu eFTI.

Warum Software

Vom Telefonat und der Excel-Liste
zum durchgängigen Auftrag.

Eine Spedition verkauft Zuverlässigkeit unter Zeitdruck. Jede Information, die doppelt erfasst oder erst am Abend bekannt wird, kostet Marge. Der Nutzen von Software zeigt sich deshalb weniger in einzelnen Funktionen als im durchgängigen Auftrag vom Angebot bis zur Rechnung.

Ohne integrierte Software

  • Aufträge kommen per E-Mail, Telefon und Fax und werden von Hand in mehrere Listen übertragen.
  • Die Disposition sieht Fahrzeugstandorte nur per Anruf beim Fahrer, Verspätungen fallen spät auf.
  • Lenk- und Ruhezeiten werden nachträglich aus Fahrerkarten ausgewertet statt vorausschauend geplant.
  • Die Rechnung entsteht Tage nach der Auslieferung, weil Lieferscheine, Tarife und Zuschläge von Hand zusammengeführt werden.
  • Frachtbörsen, Buchhaltung und Zoll laufen als getrennte Inseln, Daten werden mehrfach eingegeben.

Mit integrierter Software

  • Aufträge werden einmal erfasst, per Schnittstelle oder EDI übernommen und im selben System disponiert.
  • Position, Ankunftszeit (ETA) und Status stehen in der Disposition, Kunden erhalten Sendungsstatus ohne Rückfrage.
  • Tourenplanung berücksichtigt Zeitfenster, Fahrzeugprofile und Fahrerqualifikation, bevor die Tour startet.
  • Tarife und Zuschläge werden automatisch angewendet, Rechnung und Gutschrift entstehen direkt aus dem Auftrag.
  • Frachtbörse, Buchhaltung, Zoll und E-Rechnung sind über Schnittstellen angebunden und nutzen dieselben Stammdaten.

Einschätzung von Find-Your-Software auf Basis typischer Speditionsprozesse. Die Funktionen Tarifanwendung, Telematik und Tourenplanung beschreiben Hersteller wie Soloplan und PTV Logistics auf ihren eigenen Seiten (Abruf 20.10.2026).

Softwarearten

Welche Software braucht
eine Spedition?

Der Begriff Speditionssoftware bündelt mehrere Systeme. Welche davon Sie brauchen, hängt vom Geschäftsmodell ab: Wer nur Fahrzeuge disponiert, braucht etwas anderes als eine Sammelgutspedition mit Lager und Zollabwicklung.

SoftwareartAufgabeWann sie sich lohntVertiefung
TMSTransportmanagementsystemPlant, beauftragt, überwacht und rechnet Transporte ab: Auftragserfassung, Disposition, Frachteinkauf, Sendungsverfolgung, Faktura.Sobald mehr als eine Handvoll Aufträge pro Tag anfallen oder Kunden Statusdaten erwarten.TMS-Hub
Disposition und TourenplanungZuordnung und RoutenOrdnet Aufträge Fahrzeugen und Fahrern zu, berücksichtigt Zeitfenster, Ladekapazität und Lenkzeiten, berechnet Touren und Kosten.Bei vielen Stopps, engen Zeitfenstern oder wechselnden Aufträgen, wenn manuelle Planung an Grenzen stößt.TMS-Vergleich
TelematikFahrzeug- und FahrerdatenLiefert Standort, ETA, Tachografendaten, Lenk- und Ruhezeiten, Auftragsstatus und Dokumente von und zum Fahrer.Ab dem Punkt, an dem Disposition und Kunden Echtzeitdaten brauchen oder Tachografendaten digital ausgewertet werden sollen.Anforderungskatalog
Speditions-ERPKaufmännisches RückgratFinanzbuchhaltung, Anlagen, Personal, Einkauf und Controlling. Viele TMS bringen eigene Faktura mit, ein ERP übernimmt den Rest.Wenn Buchhaltung, Controlling und Operatives in einem Datenmodell laufen sollen.ERP-Software
Lager (WMS)LagerverwaltungssystemSteuert Wareneingang, Lagerplätze, Kommissionierung und Versand, meldet versandfertige Sendungen an das TMS.Bei Kontraktlogistik, Umschlag, Cross-Docking oder eigenem Lager für Kunden.WMS-Hub
ZollAnmeldungen und SicherheitErstellt Zollanmeldungen über das deutsche System ATLAS, abgebildet in zertifizierter Software.Bei Import, Export und Transit, wenn Sie als Anmelder oder Dienstleister auftreten.Software für Logistik
AbrechnungRechnung und BuchhaltungErzeugt Rechnungen und Gutschriften, wendet Tarife und Zuschläge an und übergibt Buchungen an die Finanzbuchhaltung, künftig als E-Rechnung.Immer, spätestens mit den Fristen für die Ausstellung von E-Rechnungen ab 2027.Buchhaltungssoftware

Einschätzung von Find-Your-Software. Zur ATLAS-Teilnahme: Zoll, ATLAS, Abruf 20.10.2026.

Nach Betriebstyp

Software nach Betriebstyp:
Was die Spedition wirklich braucht.

Dieselbe Software kann in einem Betrieb ideal und im nächsten überdimensioniert sein. Die fünf Betriebstypen unterscheiden sich vor allem in der Auftragsstruktur: einzelne große Sendungen, viele kleine Sendungen, Pakete, Lagerdienste oder der eigene Fuhrpark eines Herstellers.

01 · Teilladung und Komplettladung

Wenige Aufträge, hoher Wert je Fahrt

Bei Komplett- und Teilladungen steht die Zuordnung von Auftrag, Fahrzeug und Fahrer im Mittelpunkt. Wichtig sind Disposition mit Karte, Rückladungssuche und die Kopplung zur Frachtbörse. Auftraggeber verlangen zunehmend Statusmeldungen und eine Ankunftszeit.

  • Disposition mit Auftrags- und Fahrzeugsicht
  • Anbindung an Frachtbörsen für Rückladungen
  • Telematik mit ETA und Lenkzeitüberwachung
  • Faktura mit Tarif- und Zuschlagslogik
02 · Stückgut

Viele Sendungen, Netzwerk und Umschlag

Stückgutverkehre arbeiten mit Sammel- und Verteilfahrten, Umschlaghallen und Kooperationsnetzen. Die Software muss Sendungen aus vielen Quellen zu Touren bündeln, Umschlag abbilden und Abrechnung zwischen Netzwerkpartnern unterstützen.

  • Sammel- und Verteiltourenplanung
  • Umschlag und Cross-Docking
  • Scan- und Statusereignisse
  • Abrechnung mit Partnern im Netzwerk
03 · KEP

Hohe Stückzahl, enge Zeitfenster

Kurier-, Express- und Paketdienste arbeiten mit sehr vielen Zustellstopps, Zeitfenstern und Ablieferbelegen. Entscheidend sind dynamische Tourenplanung, mobile Fahrer-Apps und der Datenaustausch mit Auftraggebern und Netzbetreibern.

  • Tourenplanung mit Zeitfenstern und vielen Stopps
  • Mobile Zustellung mit digitalem Ablieferbeleg
  • Sendungsverfolgung und Kundenbenachrichtigung
  • Schnittstellen zu Versendern und Netzbetreibern
04 · Lagerlogistik und 3PL

Lager, Transport und Mehrmandantenfähigkeit

Kontraktlogistiker verbinden Lager und Transport für mehrere Auftraggeber. Hier greifen TMS und Lagerverwaltung ineinander, und die Abrechnung erfolgt je Mandant nach Leistungen. Die Systeme für das Lager behandelt der WMS-Hub und die Seite zu WMS für 3PL.

  • TMS und WMS mit gemeinsamen Stammdaten
  • Mehrmandantenfähigkeit und Leistungsabrechnung
  • Yard-Management und Rampenplanung
  • Kundenportal für Aufträge und Bestände
05 · Werkverkehr

Eigener Fuhrpark eines Herstellers oder Händlers

Im Werkverkehr fährt ein Unternehmen mit eigenen Fahrzeugen für den eigenen Bedarf. Nach der Statistik des Bundesamts für Güterverkehr (BAG) gab es im Oktober 2020 in Deutschland 45.929 solcher Unternehmen. Hier ist oft das ERP führend, und das TMS oder die Tourenplanung hängt als Modul daran.

  • Anbindung an ERP und Warenwirtschaft
  • Tourenplanung für die eigene Flotte
  • Telematik und Fahrzeugdaten
  • Auswertung von Kosten je Tour und Kunde
06 · Mischformen

Was im Mittelstand die Regel ist

Viele Betriebe sind Mischformen: etwas Stückgut, etwas Komplettladung, ein eigenes Lager und ein Werkverkehr für einen Kunden. Planen Sie die Software nicht nach dem Hauptgeschäft allein, sondern nach den Prozessen, die am meisten Aufwand verursachen.

  • Erst den größten Aufwand lösen
  • Modular erweitern statt alles auf einmal
  • Schnittstellen früh klären
  • Auswahlkriterien nach Betriebstyp gewichten

Zahlen zu Unternehmen: VerkehrsRundschau zur BAG-Statistik, Stand Oktober 2020, Abruf 20.10.2026. Die Zuordnung der Anforderungen ist eine Einschätzung von Find-Your-Software.

Anbieter im Auszug

Anbieter im Auszug:
Software für Speditionen und Transport.

Die Tabelle zeigt einen Auszug von zehn Anbietern, nach Namen alphabetisch geordnet. Auswahlprinzip: Abdeckung der Bereiche TMS, Tourenplanung, Telematik, Zoll und Frachtbörse und Bezug zum DACH-Raum. Es ist keine Bewertung und keine Rangliste. Sitz und Betriebsmodell beruhen auf eigener Recherche zu den Angaben der Hersteller und aus dem Impressum (Abruf 20.10.2026). Weitere Anbieter finden Sie im TMS-Vergleich und über die Matching Engine.

AnbieterSitz laut HerstellerSchwerpunktBetrieb laut HerstellerPreis
AlpegaTMS und FrachtenbörseDortmund (Alpega Germany GmbH, Alpega TMS Germany GmbH)TMS, Ausschreibung (TenderEasy) und Frachtenbörse für Verlader und Logistikdienstleister; Hersteller nennt über 80.000 verifizierte Frachtführer, ohne StandCloud-basierte Logistiklösungen nach Angaben des Herstellers, Modell je Produkt klärenauf Anfrage
CargoSoftSpeditions-TMSBremen (CargoSoft GmbH)TMS für Spedition (Allgemein, Seefracht, Luftfracht, Faktura), Ratenmanagement, WMS, ATLAS-Zollabwicklung, ICS2Betriebsmodell im Angebot klärenauf Anfrage
DAKOSYZoll, Hafen, SpeditionHamburg (DAKOSY Datenkommunikationssystem AG)ATLAS-Zollsoftware, Hafenkommunikation für den Seehafen Hamburg, SpeditionslösungenBetriebsmodell im Angebot klärenauf Anfrage
INFORMDisposition und YardAachen (INFORM GmbH)Transportleitsystem, Zeitfenstermanagement, Yard-Management, Tourenplanung in der FahrzeuglogistikBetriebsmodell im Angebot klärenauf Anfrage
PTV LogisticsTourenplanungKarlsruhe (PTV Logistics GmbH)PTV Route Optimiser: Tourenplanung mit Zeitfenstern, Fahrzeugprofilen und Fahrerqualifikation, Übergabe an BordcomputerOn-Premise-Version laut Hersteller, SaaS-Routenplanung als PTV OptiFlowauf Anfrage
SoloplanCarLo TMSKempten (Soloplan GmbH)CarLo TMS mit Zusatzmodulen für Tourenplanung, Telematik, Lager, Cross-Docking, Luft- und Seefracht; Hersteller nennt 1.800 Kunden, ohne StandCarLo Cloud Services im Kundenportal genannt, Details auf Anfrageauf Anfrage
SPEDIONTelematikKrombach (SPEDION GmbH)Telematik mit Ortung, Aufträgen und Touren, Lenk- und Ruhezeiten, Arbeitszeiterfassung und Webportal für die DispositionBetriebsmodell im Angebot klärenauf Anfrage
TIMOCOMFrachtenbörseDüsseldorf, Postanschrift Erkrath (TIMOCOM GmbH)Frachtenbörse mit sechs Schnittstellen zu TMS und ERP, darunter Frachtangebote einstellen und suchen, Sendungsverfolgung und Frachtpreis-InsightsAnbindung als Schnittstelle in die eigene Software, Einrichtung laut Hersteller 1 bis 4 Tageauf Anfrage
TransporeonPlattform für Verlader und FrachtführerUlm (Transporeon GmbH)Freight Marketplace, Execution und Visibility, Dock- und Yard-Management, Freight Audit; seit April 2023 Teil von Trimble; laut Transporeon über 1.500 Verlader und Händler sowie über 210.000 Frachtführer (Stand 10/2026)Cloudbasiert laut Herstellerauf Anfrage
WebfleetFlottenmanagement und TelematikLeipzig (deutsche Niederlassung von Webfleet Solutions Sales B.V.)Ortung, Tachograph-Download, Lenkzeiten, Auftragsmanagement, Entwickler-APISaaS laut Herstellerauf Anfrage (Preisanfrage)

Alle Angaben nach Angaben der Hersteller und Impressum, Abruf 20.10.2026: Alpega, CargoSoft, DAKOSY, INFORM, PTV Logistics, Soloplan, SPEDION, TIMOCOM, Transporeon, Webfleet. Preise gibt es nur auf Anfrage.

Schnittstellen

Schnittstellen:
Frachtbörsen, Telematik, ERP, E-Rechnung.

Kein System steht allein. Je besser die Schnittstellen, desto weniger Daten werden doppelt erfasst. Klären Sie früh, welche Anbindungen Standard sind und welche als Projekt bezahlt werden. Allgemeine Hinweise zur Systemlandschaft bietet die Seite zu Schnittstellen und Integration.

Frachtbörsen

Frachten einstellen und suchen

  • TIMOCOM nennt sechs Schnittstellen, darunter Frachtangebote einstellen und suchen, Transportaufträge und Sendungsverfolgung
  • Einrichtung laut TIMOCOM 1 bis 4 Tage je nach Anbieter
  • Alpega und Transporeon betreiben eigene Frachtenbörsen bzw. Marktplätze
  • Klären: Welche Börsen unterstützt das TMS ohne Sonderprojekt?
Telematik

Fahrzeug- und Fahrerdaten

  • Position, ETA, Tachografendaten und Lenkzeiten fließen in die Disposition
  • Aufträge und Touren gehen an den Fahrer, Statusmeldungen zurück
  • Webfleet nennt eine Entwickler-API und Anbindungen an Fahrzeughersteller-Geräte
  • Klären: Ist die Telematik Teil des TMS oder ein separater Anbieter?
ERP und Buchhaltung

Kaufmännischer Rückfluss

  • Rechnungen, Gutschriften und Buchungen gehen an die Finanzbuchhaltung
  • Stammdaten von Kunden, Lieferanten und Fahrzeugen sollten nur einmal gepflegt werden
  • Bei Werkverkehr führt oft das ERP, das TMS ist Modul
  • Klären: Standardschnittstelle oder individuelle Anbindung?
E-Rechnung und Behörden

Format, Zoll, Frachtdaten

  • XRechnung und ZUGFeRD nach EN 16931 für Ausgang und Eingang
  • ATLAS-Anbindung über zertifizierte Software für Zollanmeldungen
  • eFTI-Plattformen für elektronische Frachtdaten, Annahme durch Behörden ab Juli 2027
  • Klären: Was bringt der Anbieter bereits mit?

Quellen: Anbieter- und Referenzdatenbank von Find-Your-Software, TIMOCOM Schnittstellen, Webfleet, E-Rechnung Software, XRechnung vs. ZUGFeRD. Stand: 20.10.2026. Integrationskosten behandelt unser Ratgeber Integrationskosten ERP, WMS, MES.

Recht und Fristen

Recht und Fristen,
die Ihre Software abbilden muss.

Speditionen unterliegen vielen Vorschriften. Ihre Software sollte sie unterstützen, statt Sie nur zu dokumentieren. Prüfen Sie im Angebot, welche der folgenden Punkte der Anbieter abbildet und mit welchem Stand.

01 · E-Rechnung

Ausstellung ab 2027

Bis zum 31. Dezember 2026 darf eine Rechnung auf Papier oder, mit Zustimmung des Empfängers, in einem anderen elektronischen Format gestellt werden. Für Umsätze des Jahres 2027 gilt das nur bei einem Vorjahresumsatz bis 800.000 Euro oder per EDI bis 31. Dezember 2027 (§ 27 Abs. 38 UStG).

  • Empfang von E-Rechnungen seit 1. Januar 2025
  • Formate XRechnung und ZUGFeRD nach EN 16931
  • Abrechnung des TMS muss das Format erzeugen
02 · eFTI

Elektronische Frachtdaten

Die Verordnung (EU) 2020/1056 regelt die elektronische Bereitstellung von Frachtbeförderungsinformationen. Behörden müssen eFTI-konforme Daten laut Traficom ab Juli 2027 annehmen. Ob Ihr TMS eine zertifizierte eFTI-Plattform anbindet, klären Sie mit dem Anbieter.

  • In Kraft seit 20. August 2020
  • Annahmepflicht der Behörden ab Juli 2027
  • Zertifizierte Plattformen als Schnittstelle
03 · Fahrtenschreiber

Intelligenter Fahrtenschreiber

Fahrzeuge im grenzüberschreitenden Verkehr brauchen den intelligenten Fahrtenschreiber der 2. Generation. Für Fahrzeuge mit 2,5 bis 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht war die Frist der 1. Juli 2026. Reine Inlandsverkehre sind von der Umrüstpflicht nicht betroffen.

  • Nachrüstung 1. Generation bis 19. August 2025
  • Analoge und digitale Geräte bis 31. Dezember 2024
  • Tachografendaten digital auswerten
04 · Lenk- und Ruhezeiten

Verordnung (EG) Nr. 561/2006

Die Verordnung harmonisiert bestimmte Sozialvorschriften im Straßenverkehr. Für Software heißt das: Disposition und Tourenplanung sollten Lenkzeiten vorausschauend berücksichtigen, Telematik und Fahrerkarten sollten sie nachweisen. Die konkreten Grenzwerte prüfen Sie im aktuellen Verordnungstext auf EUR-Lex.

  • Planung mit Lenk- und Ruhezeiten
  • Auswertung der Tachografendaten
  • Warnungen an Disposition und Fahrer
05 · Maut

Lkw-Maut nach BFStrMG

Die Mautpflicht gilt für Güterkraftfahrzeuge mit einer technisch zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 Tonnen (§ 1 Abs. 1 BFStrMG). Die Handwerkerausnahme gilt unter 7,5 Tonnen bei nicht gewerblicher Beförderung. Für Kalkulation und Faktura sind Mautkosten ein eigener Posten.

  • Mautkosten in der Kalkulation je Tour
  • Weiterberechnung an Kunden
  • Zuordnung zu Fahrzeug und Auftrag
06 · Zoll

ATLAS und Zertifizierung

ATLAS ist das deutsche Zoll-IT-System. Die Teilnahme erfordert eine Zertifizierung. Der Zugang erfolgt über zertifizierte Software oder über Internetzollanmeldungen. Wer Zollanmeldungen erstellt, prüft, ob die Speditionssoftware ATLAS bereits anbindet.

  • Zertifizierte Software oder Internetzollanmeldung
  • ATLAS-Anbindung bei CargoSoft und DAKOSY genannt
  • ICS2 und weitere Verfahren im Angebot klären

Quellen, Abruf 20.10.2026: § 27 UStG, Verordnung (EU) 2020/1056, Traficom zu eFTI, IHK Karlsruhe zu Fahrtenschreibern, § 1 BFStrMG, Zoll, ATLAS. Keine Rechtsberatung.

Kosten und Preismodelle

Was Speditionssoftware kostet:
Preismodelle und Kostentreiber.

Verbindliche Preise veröffentlichen die hier genannten Anbieter auf den abgerufenen Seiten nicht (Stand 20.10.2026). Es gilt deshalb: Preise gibt es auf Anfrage. Was Sie vorab wissen können, sind die Preismodelle und die Dinge, die den Preis treiben.

Die gängigen Preismodelle lassen sich grob in vier Gruppen einteilen. Welche davon ein Anbieter nutzt, steht im Angebot, nicht auf der Internetseite. Das ist eine Einschätzung von Find-Your-Software auf Basis typischer Angebotsstrukturen und keine Herstellerangabe.

  • Nutzerbasierte Miete oder Lizenz: ein monatlicher Betrag je Büro-Arbeitsplatz oder Disponent, häufig mit Staffeln.
  • Fahrzeugbasierte Abrechnung: ein monatlicher Betrag je Fahrzeug, typisch bei Telematik und Flottenmanagement.
  • Transaktionsbasierte Abrechnung: ein Betrag je Sendung, Auftrag oder Börsenzugriff, typisch bei Plattformen und Frachtbörsen.
  • Einmalkosten für Einführung, Datenübernahme, Schnittstellen und Schulung, oft nach Aufwand oder als Festpreis.

Die größten Kostentreiber sind Zahl der Nutzer und Fahrzeuge, die Menge der Schnittstellen (Frachtbörse, Buchhaltung, Kunden-EDI), die Datenübernahme aus dem Altsystem, individuelle Anpassungen und der Betrieb (Cloud-Abo oder eigene Server mit Wartung). Bei größeren Projekten übersteigen die Integrationskosten oft die Lizenz. Eigener Aufwand der Mitarbeitenden im Projekt kommt dazu und wird häufig vergessen. Wie Sie ihn abschätzen, zeigt der Beitrag zur Simulation von Personalkosten in Softwareprojekten.

Wie Sie Kostentreiber und Angebote vergleichbar machen, beschreibt auch unser Leitfaden Transport-Management-Software.

Preismodelle und Kostentreiber: Einschätzung von Find-Your-Software. Weitere Hintergründe: Was Unternehmenssoftware wirklich kostet und Preise und Modelle von Find-Your-Software.

Kostentreiber

Kosten nach Szenario:
Kostentreiber statt Pauschalen.

Die Anbieter im Auszug nennen Preise für Speditionssoftware nur auf Anfrage. Einen Listenpreis veröffentlicht TourlyOne für die Tourenplanung: 195 Euro im Monat für 20 Fahrzeuge plus 3.000 Euro Einrichtung, netto. Lassen Sie Lizenz, Einführung und jede Schnittstelle im Angebot getrennt ausweisen.

SzenarioPreisangabeRechenbeispiel 3 JahreWichtigster Kostentreiber
Kleine FlotteTourenplanung, TelematikTourlyOne: 195 € im Monat für 20 Fahrzeuge, 3.000 € Einrichtung10.020 € (195 € × 36 plus 3.000 €)Nutzer, Fahrzeuge, Telematik-Hardware
Mittelstand SpeditionTMS mit Faktura und Schnittstellenauf Anfrage125.340 € mit offengelegten AnnahmenSchnittstellen, Datenübernahme, Anpassungen
Konzern, multimodalWeltweite Netze, mehrere Standorteauf Anfrageauf AnfrageIntegration in ERP und Carrier-Netze
Visibility-ZusatzEchtzeit-Sendungsverfolgungauf Anfrage, oft je Sendung oder Carrierauf AnfrageDatenvolumen, Zahl der Carrier

Angaben laut Anbieter, ohne Gewähr. Verbindlich ist nur das Angebot des Anbieters. TourlyOne nach den Preisangaben unter tourlyone.de/preise, Stand 10/2026, netto, ohne Ortung und Schnittstellen. Der Wert 125.340 € stammt aus dem Rechenbeispiel von Find-Your-Software mit 12 Arbeitsplätzen und 35 Fahrzeugen. Mehr zu Kostentreibern im Leitfaden Transport-Management-Software.

Rechenbeispiel

Rechenbeispiel von Find-Your-Software:
Mittelständische Spedition.

Das Beispiel ist eine eigene Rechnung mit eigenen Annahmen, damit Sie die Struktur einer Kalkulation sehen. Die Zahlen sind keine Herstellerpreise. Setzen Sie Ihre Angebotswerte ein.

Annahmen: eine Spedition mit 12 Büro-Arbeitsplätzen in Disposition und Abrechnung und 35 Fahrzeugen. Betrachtungszeitraum 36 Monate.

  • Software-Miete: 120 Euro je Büro-Arbeitsplatz und Monat. 12 mal 120 mal 36 ergibt 51.840 Euro.
  • Telematik: 25 Euro je Fahrzeug und Monat. 35 mal 25 mal 36 ergibt 31.500 Euro.
  • Einführung und Datenübernahme durch den Anbieter: 30.000 Euro.
  • Schnittstellen zu Frachtbörse, Buchhaltung und E-Rechnung: 8.000 Euro.
  • Schulung: 4.000 Euro.

Summe der externen Kosten: 125.340 Euro über 3 Jahre. Den größten Anteil haben Software-Miete und Telematik mit zusammen 83.340 Euro. Nicht enthalten sind interne Personalkosten für Projektleitung und Test, Hardware für Fahrer und Fahrzeuge und Änderungswünsche nach dem Start. Rechnen Sie dafür einen Puffer ein.

Cloud oder On-Premise

Cloud oder On-Premise:
Was zur Spedition passt.

Beide Betriebsmodelle gibt es am Markt. Webfleet nennt sich SaaS, Transporeon beschreibt sich als cloudbasiert, für den PTV Route Optimiser nennt der Hersteller eine On-Premise-Version und für Routenplanung als SaaS ein anderes Produkt (PTV OptiFlow). Bei anderen Anbietern klären Sie das Modell im Angebot. Die allgemeine Abwägung steht in unserem Beitrag Cloud vs. On-Premise.

Für Cloud spricht

  • Schnellerer Start ohne eigene Server und ohne Wartungsfenster.
  • Zugriff für Disposition, Fahrer und Kunden von überall.
  • Plattformen und Frachtbörsen sind ihrer Natur nach vernetzt und laufen meist als Dienst.
  • Planbare monatliche Kosten statt hoher Anfangsinvestition.
  • Updates für gesetzliche Änderungen wie E-Rechnung kommen ohne eigenes Projekt.

Für On-Premise spricht

  • Volle Kontrolle über Daten, Zugriff und Zeitpunkt von Updates.
  • Tiefe Anbindung an lokale Systeme ohne Umweg über das Internet.
  • Individuelle Anpassungen sind oft leichter möglich.
  • Keine laufenden Abokosten, dafür Investition und eigener Betrieb.
  • Passt, wenn Richtlinien oder Kundenanforderungen den Betrieb im eigenen Rechenzentrum verlangen.

Einschätzung von Find-Your-Software. Betriebsmodelle nach Angaben der Hersteller, Abruf 20.10.2026: Webfleet, Transporeon, PTV Route Optimiser. Hinweise zu Datenschutz und Standort: DSGVO und Serverstandort.

Auswahl in 6 Schritten

Speditionssoftware auswählen:
in 6 Schritten.

Der Auswahlprozess muss nicht lange dauern, aber er sollte strukturiert sein. Die Schritte folgen der Methodik von Find-Your-Software und sind auf die Spedition zugeschnitten.

01

Prozesse und Betriebstyp aufnehmen

Beschreiben Sie Ihre Aufträge von der Anfrage bis zur Rechnung. Halten Sie fest, ob Sie Teilladung, Stückgut, KEP, Lagerlogistik oder Werkverkehr fahren, wie viele Nutzer und Fahrzeuge es gibt und welche Systeme bleiben. Das ist die Grundlage aller weiteren Schritte.

02

Anforderungen als Muss, Soll und Kann festlegen

Übersetzen Sie die Prozesse in überprüfbare Anforderungen. Trennen Sie, was zwingend ist (zum Beispiel E-Rechnung, ATLAS, Lenkzeitüberwachung), von dem, was wünschenswert ist. Eine Vorlage bietet das Lastenheft für die Softwareauswahl.

03

Longlist und Shortlist bilden

Sammeln Sie passende Anbieter und grenzen Sie sie anhand der Muss-Kriterien auf drei bis fünf ein. Wie das geht, beschreibt der Leitfaden zu Longlist und Shortlist. Die Matching Engine liefert eine erste neutrale Shortlist.

04

Demo mit eigenen Fällen durchführen

Lassen Sie sich keine Standarddemo zeigen, sondern Ihre typischen und Ihre schwierigsten Aufträge. Prüfen Sie Disposition, Tourenplanung, Abrechnung und die Bedienung durch die Disponenten. Halten Sie jede Antwort schriftlich fest.

05

Schnittstellen, Betrieb und Referenzen prüfen

Klären Sie Anbindungen an Frachtbörsen, Telematik, Buchhaltung und Zoll, das Betriebsmodell, den Standort der Daten und den Support. Sprechen Sie mit Referenzkunden ähnlicher Größe und Struktur. Hilfreich ist die Checkliste zur Softwareauswahl.

06

Vertrag und Einführung planen

Verhandeln Sie Leistungsumfang, Preismodell, Laufzeit, Service Level und Ausstiegsregeln. Planen Sie die Einführung mit Datenübernahme, Schulung und Parallelbetrieb. Der Weg vom Vertrag zum Go-live ist in unserem Ratgeber Software-Einführung beschrieben.

Selection Portal

Die Auswahl mit einem Werkzeug begleiten.

Find-Your-Software ist ein Werkzeug für die Softwareauswahl: Es sammelt Anforderungen, erzeugt eine begründete Shortlist, unterstützt Demos und Verträge und dokumentiert alles nachvollziehbar.

Für Speditionen und Transportunternehmen heißt das: Die Matching Engine leitet aus Ihren Angaben Anforderungen ab und liefert in etwa 6 Minuten eine erste neutrale Shortlist passender Systeme. Im Selection Portal führen Sie die Auswahl weiter: Sie halten Ihre Anforderungen fest, bilden Ihre IT-Systemlandschaft ab, bewerten Anbieter im Anbieter-Ranking nach Ihren eigenen Kriterien und nehmen direkten Kontakt zu den Anbietern auf. Für den Vertrag hilft die Seite zum Prüfen des Softwarevertrags.

Bewertungen und Schätzungen von Vergleichsportalen nutzen wir nicht. Die Grundlage sind Herstellerangaben, Primärquellen und Ihre Anforderungen.

FAQ

Häufige Fragen
direkt beantwortet.

Welche Software braucht eine Spedition?

Eine Spedition braucht als Kern ein Transportmanagementsystem (TMS) mit Auftragserfassung, Disposition, Tourenplanung und Faktura. Dazu kommen je nach Geschäft Telematik für Fahrzeuge und Fahrer, ein Speditions-ERP oder eine Anbindung an die Finanzbuchhaltung, ein Lagerverwaltungssystem (WMS) bei eigenem Lager, Zollsoftware mit ATLAS-Anbindung und Schnittstellen zu Frachtbörsen. Wer nur wenige Fahrzeuge disponiert, startet oft mit einem TMS und Telematik und erweitert später. Eine Übersicht bietet der TMS-Hub.

Was ist ein TMS und wofür braucht eine Spedition es?

Ein TMS (Transportmanagementsystem) ist die Software, die Transporte plant, beauftragt, überwacht und abrechnet. Für eine Spedition ist es das zentrale Arbeitssystem: Es erfasst Aufträge, ordnet sie Fahrzeugen und Fahrern zu, bindet Telematik und Frachtbörsen an und erzeugt die Rechnung. Ohne TMS werden dieselben Daten oft in mehreren Listen gepflegt. Wie sich TMS, WMS und SCM abgrenzen, erklärt unser Beitrag Software für Logistik.

Was kostet Speditionssoftware?

Die Kosten hängen von Nutzerzahl, Fahrzeugen, Schnittstellen und Betriebsmodell ab, und die hier genannten Anbieter nennen Preise nur auf Anfrage. Ein Rechenbeispiel von Find-Your-Software mit 12 Arbeitsplätzen in Disposition und Abrechnung und 35 Fahrzeugen kommt über 3 Jahre auf 125.340 Euro externe Kosten, mit offengelegten Annahmen statt Herstellerpreisen. Einen Listenpreis veröffentlicht zum Beispiel TourlyOne für die Tourenplanung: 195 Euro im Monat für 20 Fahrzeuge plus 3.000 Euro Einrichtung, netto.

Wie lange dauert die Einführung eines TMS in einer Spedition?

Die Dauer nennen die Anbieter von Speditionssoftware meist erst im Projektangebot. 4flow nennt für sein TMS einen Go-live in 12 bis 16 Wochen. Eine Tourenplanung mit Telematik für einen Standort ist schneller startklar als ein Projekt mit mehreren Standorten, Frachtbörse und E-Rechnung. Zeit kosten vor allem Datenübernahme, Schnittstellen und Schulung. Planen Sie Parallelbetrieb ein, damit der Tagesbetrieb nicht stockt. Details zum Ablauf finden Sie unter Software-Einführung.

Braucht ein Transportunternehmen mit zehn Fahrzeugen ein TMS?

Ein TMS lohnt sich ab dem Punkt, an dem Aufträge, Rechnungen und Fahrerdaten nicht mehr sicher in Listen zu verwalten sind. Mit zehn Fahrzeugen reicht oft eine schlanke Lösung aus Tourenplanung, Telematik und Faktura. Entscheidend sind die Zahl der Aufträge pro Tag, die Erwartungen der Auftraggeber an Statusdaten und die Fristen für die E-Rechnung. Das ist eine Einschätzung von Find-Your-Software. Eine Orientierung liefert der TMS-Vergleich.

Was ist der Unterschied zwischen TMS, Telematik und Speditions-ERP?

Das TMS steuert den Auftrag von der Annahme bis zur Rechnung, Telematik liefert Fahrzeug- und Fahrerdaten, und das Speditions-ERP deckt Buchhaltung, Personal und Controlling ab. Die Grenzen verschwimmen: Soloplan CarLo bietet Telematik als Zusatzmodul, Webfleet bietet Auftragsmanagement, und viele TMS haben eigene Faktura. Prüfen Sie deshalb, welche Funktionen Sie in welchem System wollen und über welche Schnittstellen sie sich verbinden. Eine Hilfe ist der Anforderungskatalog Logistiksoftware.

Welche Fristen gelten ab 2027 für E-Rechnung und eFTI?

Für die E-Rechnung gilt: Der Empfang ist seit 1. Januar 2025 Pflicht, und für Umsätze des Jahres 2027 darf nur noch bei Vorjahresumsatz bis 800.000 Euro oder per EDI bis 31. Dezember 2027 in anderen Formaten abgerechnet werden (§ 27 Abs. 38 UStG). Für eFTI müssen Behörden elektronische Frachtdaten laut Traficom ab Juli 2027 annehmen. Fragen Sie Ihren Anbieter nach dem Stand der Umsetzung. Mehr zum Thema in unserem Leitfaden E-Rechnung Software.

Cloud oder On-Premise für eine Spedition?

Cloud ist für die meisten Speditionen der schnellere Start, On-Premise bietet mehr Kontrolle und tiefere Anpassung. Telematik und Plattformen laufen in der Regel als Cloud-Dienst, ein TMS gibt es je nach Anbieter in beiden Formen oder in Mischformen. Die Entscheidung hängt von IT-Kompetenz, Datenschutzanforderungen, Anpassungsbedarf und Kostenmodell ab. Das ist eine Einschätzung von Find-Your-Software. Die Abwägung finden Sie in unserem Beitrag Cloud vs. On-Premise.

Wie binde ich eine Frachtenbörse an das TMS an?

Eine Frachtenbörse wird in der Regel über eine Schnittstelle direkt in das TMS oder ERP eingebunden, sodass Frachtangebote aus dem System eingestellt und Rückladungen aus dem System gesucht werden können. TIMOCOM nennt dafür sechs Schnittstellen und eine Einrichtung von 1 bis 4 Tagen, je nach Anbieter. Klären Sie vor dem Kauf, ob Ihr TMS die Börse unterstützt oder ob die Anbindung als Projekt berechnet wird. Eine Übersicht zur Systemlandschaft bietet die Seite Schnittstellen und Integration.

Welche Software gibt es für den Werkverkehr?

Im Werkverkehr ist oft das ERP des Herstellers oder Händlers das führende System, und die Tourenplanung oder ein TMS hängt als Modul daran. Für Unternehmen mit eigenem Fuhrpark kommen auch spezialisierte Tourenplanungen und Telematik in Frage, etwa der PTV Route Optimiser mit Schnittstellen zu ERP und Warenwirtschaft. Nach der Statistik des Bundesamts für Güterverkehr gab es im Oktober 2020 in Deutschland 45.929 Unternehmen mit Werkverkehr. Mehr zum Thema im ERP-Hub.

Wie wähle ich Speditionssoftware aus?

Gehen Sie in 6 Schritten vor: Prozesse und Betriebstyp aufnehmen, Anforderungen als Muss, Soll und Kann festlegen, Longlist und Shortlist bilden, Demo mit eigenen Fällen durchführen, Schnittstellen, Betrieb und Referenzen prüfen, Vertrag und Einführung planen. Wichtig ist, dass Sie mit Ihren eigenen Aufträgen testen und alle Antworten schriftlich festhalten. Der Ablauf ist oben in diesem Beitrag beschrieben, die Methodik auf der Seite zur Software-Auswahl.

Ist Find-Your-Software ein Vergleichsportal?

Nein, Find-Your-Software ist ein Werkzeug für die Softwareauswahl und kein Vergleichs- oder Bewertungsportal. Es sammelt Ihre Anforderungen, erzeugt eine begründete Shortlist, unterstützt Demos und Verträge und dokumentiert alles nachvollziehbar. Deshalb gibt es hier keine Sterne und keine Rangliste, sondern einen Auszug mit Angaben der Hersteller. Wie wir arbeiten, beschreibt unser Ratgeber Wie wir Software vergleichen, das Werkzeug das Selection Portal.

Weiterführend

Weiterführende Seiten,
die dieses Thema nicht doppeln.

Diese Seite ist die Branchensicht der Spedition. Die folgenden Seiten behandeln verwandte Themen ausführlicher. Wir verweisen darauf, statt sie nachzubauen.

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