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IT-Sourcing · Dienstleister auswählen

IT-Dienstleister auswählen.
In sechs Schritten zum passenden Partner.

IT-Dienstleister auswählen heißt, für eine klar beschriebene Leistung wie Auswahlberatung, Einführung oder Betrieb mehrere Anbieter nach denselben gewichteten Kriterien zu vergleichen und erst danach den Vertrag zu schließen. Den Ausschlag geben Unabhängigkeit vom Hersteller, Referenzen in Ihrer Branche und die klare Wahl zwischen Werkvertrag nach § 631 BGB und Dienstvertrag nach § 611 BGB. Praxistipp: Lassen Sie sich in der Präsentation die künftige Projektleitung vorstellen, nicht nur den Vertrieb.

79.000
IT-Fachkräfte fehlen in Deutschland, 97 % der Unternehmen haben Probleme, IT-Stellen zu besetzen (Bitkom, September 2026)
71 %
der Unternehmen wollen künftig stärker mit IT-Sourcing-Beratern zusammenarbeiten (Lünendonk, September 2025)
§ 1 AÜG
Erlaubnispflicht, sobald externes Personal eingegliedert nach Ihren Weisungen arbeitet
Warum die Auswahl zählt

Der Dienstleister entscheidet mit.
Oft mehr als die Software.

Ohne externe Hilfe kommt kaum ein Mittelständler durch ein Softwareprojekt. Nach Bitkom fehlen in Deutschland 79.000 IT-Fachkräfte, und 97 % der Unternehmen haben Probleme, IT-Stellen zu besetzen. Wer extern vergibt, kauft deshalb nicht nur Leistung, sondern auch Wissen, das im eigenen Haus fehlt. Umso wichtiger ist, dass der Partner nach Belegen ausgewählt wird und nicht nach dem besten Auftritt. Die Auswahl ist ein Schritt im IT-Sourcing, zwischen der Entscheidung, was Sie selbst machen, und der Steuerung nach dem Vertrag.

Ohne strukturierte Auswahl

  • Der Dienstleister, der zuerst anruft, schreibt auch die Anforderungen
  • Angebote sind nicht vergleichbar, weil jeder seine eigene Gliederung nutzt
  • Den Zuschlag gibt der Tagessatz oder die Sympathie in der Präsentation
  • Im Projekt arbeitet ein anderes Team als das, das präsentiert hat
  • Was nicht im Angebot stand, kommt später als Nachtrag

Mit strukturierter Auswahl

  • Eine Leistungsbeschreibung mit Zielen, Umfang und Ausschlüssen geht an alle
  • Jedes Angebot folgt demselben Raster mit Personentagen je Rolle
  • Gewichte stehen fest, bevor das erste Angebot geöffnet wird
  • Namen und Rollen des Teams stehen als Anlage im Vertrag
  • Leistungsgrenzen und Ausstieg sind geregelt, bevor das Projekt startet

Quellen: Bitkom, Presseinformation vom 03.09.2026, Lünendonk, Presseinformation vom 18.09.2025, abgerufen am 03.11.2026.

Arten von IT-Dienstleistern

Sieben Arten von IT-Dienstleistern.
Und wofür Sie welche brauchen.

Hinter dem Wort IT-Dienstleister stecken sehr verschiedene Geschäftsmodelle. Wer Ihre Auswahl begleitet, sollte anders verdienen als der, der danach einführt oder betreibt. Viele Firmen sind mehreres zugleich, etwa Systemhaus und Implementierungspartner. Fragen Sie deshalb immer, in welcher Rolle ein Anbieter Ihnen gegenübersitzt. Nicht in die Tabelle gehören Personaldienstleister, die einzelne Fachkräfte verleihen: Dafür gilt das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, kein Projektvertrag.

DienstleisterTypische AufgabeInteressenlageVertrag meistWann wählen
Vor der EntscheidungStrategie, Auswahl, Ausschreibung
AuswahlberatungIT-Sourcing-Beratung, herstellerneutralAnforderungen, Marktsichtung, Anfrage, Präsentationen, Vertragsverhandlungverdient an Beratungstagen, sollte von keinem Hersteller Geld bekommenDienstvertrag nach § 611 BGB mit Budgetrahmen✓Vor dem Kaufwenn mehrere Systeme in Frage kommen
IT-StrategieberatungManagement- und IT-BeratungZielbild, Roadmap, Make or Buy, Sourcing-StrategieBeratungstage, teils mit eigener UmsetzungssparteDienstvertrag, oft als Paket je Phase≈Vor der Auswahlwenn Ziel und Budget noch offen sind
Einführung und EntwicklungProjekt bis zum Go-live
Beratung des HerstellersConsulting-Sparte des SoftwareanbietersArchitektur, große Einführungen, Spezialthemenberät zum eigenen Produktmeist nach Aufwand≈Bei Spezialthemenneben oder statt eines Partners
ImplementierungspartnerPartner eines HerstellersEinführung, Anpassung, Datenübernahme und Schulung eines bestimmten Produktsvertreibt oft Lizenzen mit, Hersteller wie Microsoft belohnen Partner über IncentivesWerkvertrag nach § 631 BGB für Festpreisteile, sonst Aufwand✕Nach der Produktwahlzwei bis drei Partner im Wettbewerb
SoftwareagenturIndividualentwicklungApps, Portale, Schnittstellen und Erweiterungen nach Lastenheftverdient an Entwicklungstagen und WartungWerkvertrag mit Festpreis oder Aufwand mit Budgetdeckel✕Wenn kein Standard passtnach Make or Buy
Betriebnach dem Go-live
Managed Service ProviderBetrieb als DienstleistungBetrieb von Anwendungen, Cloud und Sicherheit nach Service Levelswiederkehrende Gebühr, lange LaufzeitDienstvertrag mit SLA und Exit-Regeln✓Für Dauerbetriebmit Ausstiegsplan im Vertrag
SystemhausArbeitsplatz, Netzwerk, Lizenzen, SupportHardware, Netzwerk, Server, Lizenzhandel und AnwendersupportMarge auf Hardware und Lizenzen, dazu ServiceverträgeKauf plus Servicevertrag mit Reaktionszeiten✓Für Infrastrukturmit messbaren Reaktionszeiten

Einordnung von Find-Your-Software, Stand 11/2026. Quellen: § 611 BGB, § 631 BGB, Microsoft, Partner-Incentives, abgerufen am 03.11.2026.

Ablauf der Auswahl

IT-Dienstleister auswählen in sechs Schritten.
Vom Bedarf bis zum Vertrag.

Die Auswahl eines IT-Dienstleisters folgt derselben Logik wie die einer Software: erst beschreiben, dann vergleichen, dann entscheiden. Behörden müssen Zuschlagskriterien und Gewichtung schon in der Bekanntmachung nennen, so § 127 Abs. 5 GWB. Dieselbe Disziplin schützt auch Unternehmen ohne Vergaberecht vor Bauchentscheidungen. Für eine Softwareauswahl samt Partner rechnet Find-Your-Software mit 8 bis 16 Wochen bis zum Vertrag. Einen Partner für ein schon gewähltes Produkt finden Sie schneller.

  1. 1

    Bedarf beschreiben

    Leistung, Umfang, Termine und Budgetrahmen auf zwei Seiten, dazu wer entscheidet. Schreiben Sie auch auf, was der Dienstleister ausdrücklich nicht tun soll.

    ✓PrüfpunktLeistungsbeschreibung mit Ausschlüssen
  2. 2

    Longlist bilden

    Fünf bis acht Kandidaten aus Partnerverzeichnissen der Hersteller, Empfehlungen und Referenzen von Firmen Ihrer Größe sammeln.

    ✓PrüfpunktJe Kandidat ein Grund für die Liste
  3. 3

    Anfrage versenden

    Alle erhalten dasselbe Paket und dasselbe Angebotsraster mit Personentagen je Rolle, Annahmen und Ausschlüssen. Wie das aufgebaut ist, zeigt unser Ratgeber RFP erstellen.

    ✓PrüfpunktGleiche Unterlagen, gleiche Frist
  4. 4

    Präsentation mit Ihrem Fall

    Zwei bis drei Kandidaten lösen dieselbe Aufgabe aus Ihrem Alltag. Jede Person bewertet zuerst allein, dann spricht das Team.

    ✓PrüfpunktBewertung je Kriterium vor der Diskussion
  5. 5

    Referenzen prüfen

    Wählen Sie die Referenzkunden selbst aus der Liste des Anbieters. Fragen Sie nach Budgettreue, Teamwechseln und dem ersten großen Problem.

    ✓PrüfpunktZwei Gespräche ohne den Dienstleister
  6. 6

    Vertrag schließen

    Vertragsart, Abnahme, Team, Service Levels und Ausstieg festhalten. Die Punkte vor der Unterschrift stehen in Softwarevertrag prüfen.

    ✓PrüfpunktLeistungsbeschreibung und Teamliste als Anlage
Steht die Software schon fest?
Ja

Partner zum Produkt suchen.

Fragen Sie zwei bis drei Implementierungspartner desselben Herstellers an und vergleichen Sie Team, Branchenprojekte und Vorgehen. Der Wettbewerb unter Partnern bringt bessere Konditionen als die Verhandlung mit einem einzigen.

Nein

Erst das System, dann der Partner.

Wer Ihnen Software einführt, sollte nicht allein entscheiden, welche es wird. Klären Sie zuerst die Auswahl, wie in unserem Ratgeber Software-Beschaffung beschrieben, und holen Sie dann Partnerangebote ein.

Quellen: § 127 GWB, abgerufen am 03.11.2026. Schritte und Dauer: Einschätzung von Find-Your-Software.

Kriterien mit Gewichtung

Acht Kriterien, drei Gewichtungen.
Je nachdem, wen Sie suchen.

Gewicht mal Punkte ergibt den Nutzwert je Kandidat. Die Gewichte unterscheiden sich je nach Art des Dienstleisters: Bei der Auswahlberatung zählt Unabhängigkeit am meisten, beim Implementierungspartner das Produktwissen und das Team, beim Betrieb die klaren Leistungsgrenzen. Legen Sie die Gewichte fest, bevor Sie das erste Angebot öffnen. Wie Sie Punkte vergeben und die Rechnung absichern, erklärt unser Ratgeber Nutzwertanalyse und Bewertungsraster.

KriteriumAuswahlberatungImplementierungspartnerSystemhaus oder BetriebSo prüfen Sie es
UnabhängigkeitGeld von Herstellern20 %10 %5 %schriftlich fragen, ob und wofür Hersteller zahlen
MethodeVorgehen und Vorlagen15 %10 %10 %Vorgehen, Vorlagen und Bewertungsraster zeigen lassen
BranchenerfahrungFirmen wie Ihre15 %15 %10 %Projekte bei Firmen Ihrer Branche und Größe
ProdukterfahrungSystem und Release5 %20 %15 %Zahl der Projekte mit genau diesem Produkt
TeamPersonen im Projekt15 %20 %15 %Namen, Rollen, Verfügbarkeit, Wechsel nur mit Zustimmung
Referenzenselbst gewählt10 %10 %10 %zwei Kunden anrufen, die Sie selbst aussuchen
VertragsmodellFestpreis oder Aufwand10 %10 %15 %Modell passend zur Klarheit des Umfangs
Leistungsgrenzenwas nicht enthalten ist10 %5 %20 %Ausschlüsse und Service Levels schriftlich im Angebot

Gewichtung: Vorschlag von Find-Your-Software für Unternehmen mit 50 bis 5.000 Mitarbeitenden, je Spalte 100 %, Stand 11/2026. Passen Sie die Werte an Ihr Projekt an.

Festpreis oder Aufwand

Ergebnis oder Arbeit kaufen?
Das Vertragsmodell verteilt das Risiko.

Beim Werkvertrag nach § 631 BGB schuldet der Dienstleister einen Erfolg, beim Dienstvertrag nach § 611 BGB nur die versprochene Arbeit. Welcher Typ vorliegt, entscheidet der Inhalt, nicht die Überschrift. Für ein Werk gibt es eine Abnahme: Nach § 640 Abs. 2 BGB gilt es als abgenommen, wenn Sie eine gesetzte Frist ohne Angabe eines Mangels verstreichen lassen. Für Entwicklungsprojekte vertieft unser Ratgeber Individualsoftware entwickeln lassen die Preismodelle.

Werkvertrag · § 631 BGB

Festpreis für einen klaren Umfang

  • Der Dienstleister trägt das Mengenrisiko
  • Passt zu Datenübernahme, Schnittstelle oder festem Einführungspaket
  • Änderungen laufen über Nachträge, deshalb Änderungsverfahren vereinbaren
Dienstvertrag · § 611 BGB

Nach Aufwand mit Budgetdeckel

  • Sie zahlen Personentage zum Tagessatz und tragen das Mengenrisiko
  • Passt zu Beratung, Begleitung und Umfang, der erst im Projekt klar wird
  • Obergrenze, Zeitnachweis und Bericht je Monat vereinbaren
Mischform

Festpreis je Phase

  • Festpreis für Konzept und ersten Abschnitt, danach neues Angebot
  • Sie können nach jeder Phase wechseln
  • Abnahmekriterien je Phase vorab festlegen

Quellen: § 611 BGB, § 631 BGB, § 640 BGB, abgerufen am 03.11.2026. Einordnung von Find-Your-Software, ersetzt keine anwaltliche Prüfung.

Warnsignale

Sechs Warnsignale.
Und was Sie dann fragen.

Die meisten Fehlgriffe kündigen sich schon im Angebot oder in der Präsentation an. Keines der Signale ist allein ein Ausschlussgrund. Treten zwei zusammen auf, sollten Sie nachfassen, bevor Sie verhandeln.

01 · Body Shopping

Personen statt Ergebnis

Das Angebot nennt nur Köpfe und Tagessätze, keine Leistung und keine Projektleitung. Arbeiten diese Personen eingegliedert nach Ihren Weisungen, ist das nach § 1 Abs. 1 AÜG Arbeitnehmerüberlassung mit Erlaubnispflicht. Fehlt die Erlaubnis oder die ausdrückliche Bezeichnung im Vertrag, gilt nach § 10 Abs. 1 AÜG ein Arbeitsverhältnis mit Ihnen als zustande gekommen.

  • Leistung oder Ergebnis im Vertrag beschreiben
  • Weisungen laufen über die Projektleitung des Dienstleisters
02 · Standardvorlagen

Das Angebot passt auf jeden

Konzept und Zeitplan könnten so auch bei einem anderen Kunden liegen. Kamen zur Anfrage keine Rückfragen, hat sich niemand mit Ihrem Fall befasst.

  • Ihre Abläufe im Konzept suchen, nicht einen Musterprozess
  • Bezahlten Konzeptworkshop zur Probe vereinbaren
03 · Provisionen vom Hersteller

Geld von der anderen Seite

Hersteller vergüten Partner für Verkauf und Nutzung, Microsoft etwa über ein eigenes Incentive-Portfolio. Für einen Implementierungspartner ist das normal. Für eine Beratung, die Ihre Auswahl begleitet, ist es ein Interessenkonflikt.

  • Schriftlich fragen, ob und wofür Hersteller zahlen
  • Auswahl und Einführung an verschiedene Firmen geben
04 · Fehlende IT-Tiefe

Folien statt Architektur

Die Präsentation erklärt Prozesse, aber niemand kann sagen, wie die Schnittstelle zum ERP gebaut wird. Einrichtungen unter NIS-2 müssen nach § 30 Abs. 2 Nr. 4 BSIG zudem die Sicherheit ihrer Lieferkette steuern.

  • Architekt oder Entwickler in die Präsentation holen
  • Einen Datenfluss konkret durchspielen lassen
05 · Teamwechsel

Präsentiert wird von anderen

Im Termin sitzen erfahrene Leute, im Angebot stehen Rollen ohne Namen. Nach dem Zuschlag arbeitet dann ein anderes Team.

  • Namen, Rollen und Verfügbarkeit als Vertragsanlage
  • Wechsel der Projektleitung nur mit Ihrer Zustimmung
06 · Keine Grenzen

Kann alles, macht alles

Wer keine Ausschlüsse nennt, kalkuliert Lücken später als Nachtrag. Verarbeitet der Dienstleister personenbezogene Daten, brauchen Sie einen Vertrag nach Art. 28 DSGVO, Unterauftragnehmer nur mit Ihrer Genehmigung.

  • Ausschlüsse und Mitwirkungspflichten im Angebot
  • Unterauftragnehmer offenlegen lassen

Quellen: § 1 AÜG, § 9 AÜG, § 10 AÜG, § 30 BSIG, DSK Kurzpapier Nr. 13 zur Auftragsverarbeitung, abgerufen am 03.11.2026. Einordnung von Find-Your-Software, ersetzt keine anwaltliche Prüfung.

Check mit Ampel

Passt der Dienstleister?
Zwölf Fragen mit Ampel.

Beantworten Sie die Fragen für einen Kandidaten, sobald Angebot und Präsentation vorliegen. Blau heißt: Ein Grundpfeiler fehlt, so nicht beauftragen. Gelb heißt: nachfassen und nachverhandeln. Grün heißt: Vertrag vorbereiten. Für jeden Finalisten einmal durchgehen und die Ergebnisse nebeneinanderlegen.

Unabhängigkeit und Methode

01Hat der Dienstleister offengelegt, ob und wofür Hersteller ihn bezahlen?Bei einer Auswahlberatung ist das ein K.O.-Punkt.
02Beschreibt das Angebot Ihre Aufgabe statt eines Standardvorgehens?Ihre Begriffe, Ihre Abläufe, Ihre Systeme.
03Konnte er Methode, Vorlagen und Bewertungsraster zeigen?Etwa ein echtes, geschwärztes Ergebnis aus einem früheren Projekt.

Erfahrung und Team

04Hat er Projekte bei Firmen Ihrer Branche und Größe vorzuweisen?Mit demselben Produkt, wenn es um eine Einführung geht.
05Stehen Namen und Rollen des Projektteams im Angebot?Rollen ohne Namen lassen jeden Wechsel offen.
06Haben Sie zwei selbst gewählte Referenzkunden gesprochen?Ohne Beisein des Dienstleisters.

Vertrag

07Ist klar, ob Sie ein Ergebnis zum Festpreis oder Arbeit nach Aufwand kaufen?Werkvertrag nach § 631 BGB oder Dienstvertrag nach § 611 BGB.
08Bietet er nur Personen nach Tagessatz an, die nach Ihren Weisungen arbeiten sollen?Dann prüfen Sie die Erlaubnispflicht nach § 1 AÜG.
09Stehen Abnahmekriterien oder Service Levels mit Zahl im Vertrag?Etwa Testfälle aus der Präsentation oder Reaktionszeiten in Stunden.

Grenzen und Ausstieg

10Nennt das Angebot, was ausdrücklich nicht enthalten ist?Dazu Ihre Mitwirkungspflichten.
11Sind Auftragsverarbeitung und Unterauftragnehmer geregelt?Art. 28 DSGVO, sobald personenbezogene Daten berührt sind.
12Gibt es einen Ausstieg mit Übergabe von Daten, Code und Dokumentation?Format, Frist und Kosten der Übergabe.
Beantwortet: 0 von 12
Beantworten Sie die Fragen links. Die Ampel erscheint hier und nennt die Fragen, die den Ausschlag geben.
Grün

Vertrag vorbereiten.

Die Grundlagen stimmen. Legen Sie Leistungsbeschreibung, Teamliste und Abnahmekriterien als Anlagen fest und lassen Sie den Vertrag juristisch prüfen. Danach geht es mit dem Vendor-Management weiter.

Gelb

Nachfassen und nachverhandeln.

Einzelne Punkte fehlen. Sammeln Sie die gelben Fragen als Liste, fordern Sie die Antworten schriftlich an und lassen Sie sie ins Angebot einarbeiten, bevor Sie verhandeln.

Blau

So nicht beauftragen.

Unabhängigkeit, Team, Vertragsart oder Datenschutz sind ungeklärt. Klären Sie diese Punkte zuerst. Bleiben sie offen, nehmen Sie den nächsten Kandidaten der Longlist.

Fragen: Einschätzung von Find-Your-Software, Stand 11/2026. Der Check ersetzt keine anwaltliche Prüfung des Vertrags.

Wie Find-Your-Software hilft

KI für die Fleißarbeit.
Beratung für die Entscheidung.

Find-Your-Software ist ein Werkzeug für die Softwareauswahl: Es sammelt Anforderungen, erzeugt eine begründete Shortlist, unterstützt Demos und Verträge und dokumentiert alles nachvollziehbar. Die KI übernimmt den Marktabgleich aus Ihrer Unternehmens-URL, Vorschläge für Anforderungen und die erste Vertragsprüfung. Welcher Partner zu Ihrem Haus passt, entscheiden Sie mit Menschen, die Prozesse kennen. Anbieter zahlen im Anbieter-Cockpit für Kontakte, nicht für Plätze im Ranking.

Matching
Wennnoch offen ist, welches System es wird

Marktabgleich aus der Unternehmens-URL

Die Matching Engine gleicht Ihre Unternehmens-URL mit dem Katalog und den Referenzprojekten von Find-Your-Software ab und liefert eine begründete Shortlist. Das erste Matching ist kostenlos.

  • Begründung zu jedem Treffer
  • Grundlage für die Longlist der Systeme
Grenze: bewertet Systeme, keine Dienstleister.
PraxistippErst das System, dann der Partner: Matching starten.
Selection Portal
Wennmehrere Anbieter dieselben Fragen beantworten sollen

Fragebogen, Präsentation, Ranking

Anbieter antworten je Anforderung in drei Stufen: nicht erfüllt, erfüllt mit Anpassung oder zusätzlichem Modul, vollständig erfüllt, dazu Personentage und Kommentar. In Präsentationen bewertet Ihr Team jede Aufgabe live von 1 bis 6.

  • Wichtigkeit A, B oder C plus K.O., für Anbieter nicht sichtbar
  • Experteneinschätzung mit eigenen Kriterien wie Projektteam und Referenzen
Grenze: K.O. markiert nur, es schließt nicht automatisch aus.
PraxistippGleiche Aufgaben für alle planen Sie mit Anbieterszenarien und Präsentationen.
Expert Portal
WennSie selbst beraten oder eine Beratung beauftragt haben

Das Portal für Beratungen

Das Expert Portal ist das Selection Portal für Beratungen: jedes Mandat als eigenes Projekt, Vorlagen aus früheren Auswahlen, Gäste aus dem Mandanten mit Zugangscode, Export als CSV oder JSON.

  • Projekte als Vorlage für das nächste Mandat
  • Rücklauf je Anbieter: versendet, geöffnet, abgeschlossen
Grenze: kein White-Label, das Portal läuft unter Find-Your-Software.
PraxistippFunktionen und Rechenbeispiel im Expert Portal.
Beratung
WennSie Begleitung von der Anforderung bis zum Vertrag wollen

Auswahlberatung mit Erstgespräch

Auswahlberater von Sectorlens aus Potsdam moderieren Workshops und Präsentationen und verhandeln mit. Die KI-Vertragsanalyse gibt es auf Anfrage, das Ergebnis kommt per Mail innerhalb von 24 Stunden.

  • Erstgespräch 30 Minuten, kostenfrei
  • Sectorlens ist beim BAFA registriert
Grenze: kein IT-Betrieb, keine Vermittlung von Personal.
PraxistippLeistungen im Überblick unter Software-Auswahl und Vendor-Management.

Funktionsstand Selection Portal, November 2026. KI-Funktionen laufen auf eigenen, lokal betriebenen Modellen, die Daten bleiben bei Find-Your-Software. Angaben laut Anbieter, Stand November 2026, ohne Gewähr. Einschätzungen geben die Meinung von Find-Your-Software wieder.

FAQ

Häufige Fragen
zur Auswahl von IT-Dienstleistern.

Worauf sollte ich achten, um den richtigen Dienstleister für mein Projekt zu wählen?

Achten Sie zuerst auf Unabhängigkeit vom Hersteller und eine Methode, die Sie nachvollziehen können. Danach zählen Erfahrung in Ihrer Branche, das konkrete Team und ein Vertragsmodell, das zu Ihrem Umfang passt. Legen Sie die Gewichte fest, bevor Sie Angebote öffnen, und bewerten Sie alle Kandidaten mit demselben Raster. Lassen Sie sich die künftige Projektleitung persönlich vorstellen und sprechen Sie mit zwei Referenzkunden, die Sie selbst auswählen. Ein Dienstleister, der seine Grenzen nennt, plant meist ehrlicher als einer, der alles kann.

Erkläre mir den Prozess der Auswahl von IT-Dienstleistern

Die Auswahl von IT-Dienstleistern läuft in sechs Schritten. Sie beschreiben den Bedarf mit Umfang, Terminen und Ausschlüssen und bilden eine Longlist mit fünf bis acht Kandidaten. Alle erhalten dieselbe Anfrage mit einem festen Angebotsraster. Zwei bis drei Kandidaten präsentieren mit einer Aufgabe aus Ihrem Alltag, danach prüfen Sie selbst gewählte Referenzen. Am Ende steht ein Vertrag mit Leistungsbeschreibung, Team, Abnahme und Ausstieg. Steht die Software noch nicht fest, wählen Sie zuerst das System und dann den Partner.

Welche IT-Dienstleister sind bei der Auswahl und Einführung neuer Unternehmenssoftware am zuverlässigsten?

Am zuverlässigsten sind Dienstleister, die ihre Rolle sauber trennen: eine Auswahlberatung, die von keinem Hersteller Geld bekommt, und ein Implementierungspartner mit belegten Projekten in Ihrer Branche und mit genau Ihrem Produkt. Eine Rangliste mit Namen hilft wenig, weil Zuverlässigkeit vom Team im konkreten Projekt abhängt. Prüfen Sie stattdessen drei Belege: Namen im Angebot, selbst gewählte Referenzen und einen Vertrag mit Abnahmekriterien. Wer bei einer dieser Fragen ausweicht, ist für Ihr Projekt nicht zuverlässig, egal wie bekannt er ist.

Wo finde ich Experten für IT-Consulting, die bei der Softwareauswahl helfen?

Experten für die Softwareauswahl finden Sie bei herstellerneutralen Auswahlberatungen, über Empfehlungen aus Ihrem Netzwerk und bei Beratungen, die beim BAFA registriert sind und damit für eine Förderung in Frage kommen. Fragen Sie jede Beratung schriftlich, ob und wofür Hersteller sie bezahlen. Find-Your-Software bietet mit Sectorlens eine Auswahlberatung mit kostenfreiem Erstgespräch von 30 Minuten. Für ERP-Projekte gibt unser Schwesterportal Hinweise im Ratgeber ERP-Auswahlberater. Implementierungspartner für ein gewähltes Produkt nennen die Partnerverzeichnisse der Hersteller.

Welche Arten von IT-Dienstleistern gibt es?

Für Softwareprojekte gibt es drei Gruppen. Vor der Entscheidung arbeiten IT-Strategieberatungen und Auswahlberatungen, die Zielbild, Anforderungen und Auswahl begleiten. In der Einführung arbeiten Implementierungspartner eines Herstellers, die Beratung des Herstellers selbst und Softwareagenturen für Individualentwicklung. Im Betrieb arbeiten Systemhäuser für Infrastruktur und Support sowie Managed Service Provider, die Anwendungen nach Service Levels betreiben. Viele Firmen decken mehrere Rollen ab. Fragen Sie deshalb, in welcher Rolle ein Anbieter Ihnen gegenübersitzt und woran er verdient.

Worin unterscheiden sich Auswahlberatung und Implementierungspartner?

Die Auswahlberatung hilft Ihnen, das passende System zu finden, und sollte an keinem Produkt mitverdienen. Der Implementierungspartner führt ein bestimmtes System ein, kennt es tief und vertreibt oft auch dessen Lizenzen. Beides ist legitim, aber nicht in einer Hand. Wer Ihnen die Einführung verkaufen will, empfiehlt selten ein Produkt, das er nicht anbietet. Trennen Sie deshalb die Rollen und holen Sie Partnerangebote erst ein, wenn das System feststeht. So verhandeln Sie mit zwei bis drei Partnern im Wettbewerb.

Wie viele IT-Dienstleister sollte ich anfragen?

Fragen Sie drei bis fünf Dienstleister mit derselben Anfrage an und laden Sie zwei bis drei zur Präsentation ein. Weniger als drei Angebote geben keinen echten Vergleich, mehr als fünf kosten Sie viel Zeit beim Auswerten, ohne die Entscheidung zu verbessern. Die Longlist davor darf mit fünf bis acht Namen breiter sein. Schreiben Sie zu jedem Kandidaten auf, warum er auf die Liste kommt. Das hilft später bei der Begründung gegenüber der Geschäftsführung.

Festpreis oder Aufwand: Welches Vertragsmodell passt?

Ein Festpreis passt, wenn der Umfang klar beschrieben ist, etwa bei einer Datenübernahme oder einer Schnittstelle. Dann liegt meist ein Werkvertrag nach § 631 BGB vor, und der Dienstleister trägt das Mengenrisiko. Abrechnung nach Aufwand passt zu Beratung und zu Aufgaben, die erst im Projekt klar werden. Das ist ein Dienstvertrag nach § 611 BGB, und Sie tragen das Risiko. Vereinbaren Sie dann einen Budgetdeckel und monatliche Berichte. Eine Mischform mit Festpreis je Phase hält Ihnen den Wechsel offen.

Was gehört in den Vertrag mit einem IT-Dienstleister?

In den Vertrag gehören die Leistungsbeschreibung als Anlage, die Vertragsart, Abnahmekriterien oder Service Levels mit Zahl und die Namen der Schlüsselpersonen. Regeln Sie außerdem Änderungsverfahren, Mitwirkungspflichten und Ausschlüsse. Verarbeitet der Dienstleister personenbezogene Daten, braucht es einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Für den Ausstieg legen Sie Übergabe von Daten, Code und Dokumentation mit Format, Frist und Kosten fest. Weitere Punkte vor der Unterschrift stehen in der Checkliste zur Vertragsprüfung im Selection Portal.

Was ist Body Shopping und warum ist es riskant?

Body Shopping heißt, ein Dienstleister stellt Personen nach Tagessatz, ohne Ergebnis, Methode oder eigene Projektleitung. Arbeiten diese Personen eingegliedert in Ihre Organisation nach Ihren Weisungen, ist das nach § 1 Abs. 1 AÜG Arbeitnehmerüberlassung. Sie braucht eine Erlaubnis und muss im Vertrag ausdrücklich so bezeichnet sein. Fehlt das, sind die Verträge nach § 9 AÜG unwirksam, und nach § 10 AÜG gilt ein Arbeitsverhältnis mit Ihnen als zustande gekommen. Beschreiben Sie deshalb Leistung und Verantwortung, nicht nur Köpfe.

Woran erkenne ich, ob ein Dienstleister wirklich unabhängig ist?

Ein unabhängiger Dienstleister legt offen, ob und wofür Hersteller ihn bezahlen, und hat keinen Grund, ein bestimmtes System zu empfehlen. Fragen Sie schriftlich nach Partnerstatus, Provisionen und Vertriebsverträgen. Prüfen Sie, ob seine Longlist mehrere Hersteller enthält und ob er begründet, warum ein Anbieter ausscheidet. Hersteller wie Microsoft belohnen Partner nach eigenen Angaben finanziell. Für einen Einführungspartner ist das normal, für eine Auswahlberatung ein Interessenkonflikt. Bei Find-Your-Software zahlen Anbieter für Kontakte, nicht für Plätze im Ranking.

Vermittelt Find-Your-Software IT-Personal oder übernimmt es den IT-Betrieb?

Nein. Find-Your-Software unterstützt Unternehmen bei der Auswahl von Software und bei der Ausschreibung von Leistungen, vermittelt aber weder Personal noch Freelancer und übernimmt keinen IT-Betrieb. Das Werkzeug sammelt Anforderungen, erzeugt eine begründete Shortlist, unterstützt Präsentationen und Verträge und dokumentiert alles nachvollziehbar. Auf Wunsch begleiten Auswahlberater von Sectorlens die Auswahl bis zur Vertragsverhandlung. Den Betrieb übernimmt danach ein Systemhaus, ein Managed Service Provider oder Ihre eigene IT, gesteuert über das Vendor-Management.

Wird die Beratung bei der Dienstleisterauswahl gefördert?

Kleine und mittlere Unternehmen können für eine Unternehmensberatung einen Zuschuss beim BAFA beantragen. Das Programm ist laut BAFA bis zum 31.12.2028 verlängert, ab dem 01.01.2027 gelten geänderte Bedingungen. Wichtig ist die Reihenfolge: Erst nach dem Informationsschreiben des BAFA darf die Beratung beginnen. Sectorlens ist beim BAFA registriert. Ob Ihr Vorhaben gefördert werden kann, klären Sie im kostenfreien Erstgespräch. Einzelheiten zu Quoten und Ablauf stehen in unserem Ratgeber BAFA-Förderung für IT-Beratung.

Erstgespräch

Den richtigen Partner finden.
In 30 Minuten eingeordnet.

Bringen Sie Ihre Leistungsbeschreibung oder die Angebote mit, die schon vorliegen. Im kostenfreien Erstgespräch klären wir, welche Art von Dienstleister Sie brauchen, wie Sie die Anfrage aufbauen und ob eine begleitete Auswahl sinnvoll ist. Die Entscheidung, was Sie selbst machen und was Sie vergeben, bereitet unser Ratgeber Make or Buy in der IT vor.

Unabhängige Softwareauswahl Brandenburger Innovationspreis·Datenbasis aus über 200.000 Referenzprojekten
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