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E-Rechnung Software · Rechnungsprogramm

Rechnungsprogramm.
Anbieter, Preise und Pflichtfunktionen.

Ein Rechnungsprogramm schreibt Angebote und Rechnungen, verfolgt offene Posten und erzeugt E-Rechnungen, die ab 2027 für viele Firmen Pflicht sind. Wichtig sind Rechnungsmenge, DATEV-Export und API: easybill erlaubt im Gratistarif 50 Dokumente im Monat, Lexware Office bietet die API erst im Tarif XL. Schreiben Sie im Test eine echte Rechnung an Ihren größten Kunden und prüfen Sie, ob dessen System das XML einliest.

0 €
Gratistarif von easybill mit 50 Angeboten, Rechnungen und Lieferscheinen im Monat inklusive E-Rechnung (easybill, Stand 10/2026)
10
Pflichtangaben nennt § 14 Abs. 4 UStG für jede Rechnung, darunter die fortlaufende Rechnungsnummer (Stand 10/2026)
8 Jahre
Aufbewahrung von Rechnungen nach § 14b Abs. 1 UStG, bei E-Rechnungen im strukturierten Format
Rechnungsprogramm und E-Rechnung

Vorlage oder Programm:
was sich ab 2027 ändert.

Ein Rechnungsprogramm ersetzt die Rechnungsvorlage in Word oder Excel. Es vergibt Rechnungsnummern, prüft Pflichtangaben, erinnert an fällige Zahlungen und übergibt die Daten an Buchhaltung oder Steuerkanzlei. Mit der E-Rechnung wird es für fast alle Firmen nötig: Empfangen müssen inländische Unternehmen seit dem 1. Januar 2025, ausstellen ab dem 1. Januar 2027 bei mehr als 800.000 Euro Vorjahresumsatz und ab dem 1. Januar 2028 fast alle übrigen. Wer ausgenommen ist und welche Übergangsregeln gelten, steht in unserem Ratgeber E-Rechnung für kleine Unternehmen.

Mit Word, Excel oder PDF-Vorlage

  • Die Rechnungsnummer wird von Hand hochgezählt, Lücken und Dubletten fallen erst bei der Prüfung auf.
  • Eine PDF-Rechnung ist nach Ende der Übergangsfrist im B2B-Geschäft keine E-Rechnung mehr.
  • Offene Posten stehen in einer Liste, die niemand mit dem Kontoauszug abgleicht.
  • Mahnungen entstehen nur, wenn jemand daran denkt.
  • Die Kanzlei bekommt Belege als Stapel statt als Datensatz.

Mit Rechnungsprogramm

  • Nummernkreise laufen automatisch und lassen sich nicht doppelt vergeben.
  • Die Rechnung entsteht als XRechnung oder ZUGFeRD mit Prüfung vor dem Versand.
  • Zahlungseingänge werden mit dem Bankkonto abgeglichen, bei Lexware Office laut Anbieter vollautomatisch.
  • Zahlungserinnerung und Mahnstufen laufen nach festen Fristen.
  • Ein DATEV-Export oder Steuerberater-Zugang ersetzt den Belegordner.

Quellen: Anbieter- und Referenzdatenbank von Find-Your-Software, Lexware, Preise und Funktionen, § 27 Abs. 38 UStG, BMF-FAQ zur E-Rechnung, Abruf 29.10.2026. Keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Pflichtfunktionen

Was ein Rechnungsprogramm
können muss.

Sechs Funktionen gehören in jedes Rechnungsprogramm, egal ob Sie allein arbeiten oder 50 Rechnungen am Tag schreiben. Die ersten vier ergeben sich aus Gesetz und GoBD, die letzten beiden aus dem Alltag. Laut Bitkom versendeten Ende 2024 noch 99 Prozent der Unternehmen ab 20 Beschäftigten Rechnungen per E-Mail, oft als PDF. Genau dieser Weg endet für Geschäftskunden mit der Ausstellungspflicht.

01 · § 14 Abs. 4 UStG

Pflichtangaben prüfen

Das Gesetz nennt zehn Pflichtangaben, darunter Name und Anschrift beider Seiten, Steuernummer oder USt-IdNr., Leistungszeitpunkt sowie Entgelt und Steuer je Steuersatz. Ein gutes Programm lässt eine Rechnung ohne diese Felder gar nicht erst abschließen.

  • Hinweis auf Steuerbefreiung oder § 19 UStG als Textbaustein
  • Kleinbetragsrechnung bis 250 Euro nach § 33 UStDV
02 · Nummernkreise

Fortlaufend und einmalig

Die Rechnungsnummer muss nach § 14 Abs. 4 Nr. 4 UStG einmalig vergeben werden, mehrere Zahlenreihen sind erlaubt. Prüfen Sie, ob das Programm Nummernkreise je Standort oder Belegart trennt und Stornos als eigene Belege führt.

  • Storno statt Löschen
  • Gutschrift mit der Angabe „Gutschrift“
03 · E-Rechnung

XRechnung und ZUGFeRD

Das Programm muss Rechnungen nach EN 16931 erzeugen und eingehende Dateien lesen können. Laut BMF zählt bei ZUGFeRD das XML, nicht das PDF. Die Profile erklärt unser Ratgeber ZUGFeRD.

  • Validierung vor dem Versand
  • Empfang ohne Medienbruch
04 · GoBD

Archiv ohne Änderung

Rechnungen müssen nach § 14b Abs. 1 UStG acht Jahre unverändert vorliegen, bei E-Rechnungen im strukturierten Format. Die GoBD in der Fassung der 2. Änderung vom 14. Juli 2025 regeln, wie das elektronisch gelingt.

  • Export aller XML-Dateien bei Kündigung
  • Lesezugriff nach Vertragsende klären
05 · Mahnwesen

Erinnern statt nachtelefonieren

Zahlungserinnerung und Mahnstufen entstehen aus den offenen Posten. Billomat führt individuelle Mahnstufen in allen Tarifen, easybill automatisiert das Mahnwesen per Regel im Tarif Premium.

  • Fristen und Texte je Stufe
  • Versand per E-Mail oder Post
06 · Zahlungen

Abgleich mit dem Konto

Erst der Bankabgleich zeigt, welche Rechnung bezahlt ist. FastBill bindet laut Preisliste im Tarif Solo ein Bankkonto an, im Tarif Pro beliebig viele. Papierkram erlaubt im Paket S zwei Bankverbindungen, ab Paket M unbegrenzt. Wer neben Rechnungen auch EÜR oder Bilanz selbst erstellt, findet die Werkzeuge dafür im Ratgeber Buchhaltungsprogramm.

  • Abruf per PSD2 oder Import im CAMT-Format
  • GiroCode auf der Rechnung beschleunigt die Zahlung

Quellen: § 14 UStG, § 14b UStG, § 33 UStDV, GoBD, 2. Änderung, Bitkom, 3.12.2024, Billomat, easybill, FastBill und Papierkram, Preislisten, Abruf 29.10.2026.

Schnittstellen

DATEV, API, Bank und Shop:
wohin die Rechnung weiterfließt.

Ein Rechnungsprogramm steht selten allein. Die Rechnung muss zur Kanzlei, die Zahlung kommt von der Bank, und Aufträge entstehen oft im Shop oder im CRM. Wie viel davon im Tarif steckt, unterscheidet die Anbieter stärker als der Preis. Fragen Sie nach dem Tarif, ab dem jede Schnittstelle enthalten ist, und nach Grenzen bei der Zahl der Abrufe.

DATEV

Export zur Steuerkanzlei

  • FastBill exportiert ab Tarif Solo im DATEV-Format, den Rechnungsdatenservice 1.0 gibt es ab Pro.
  • Billomat überträgt per DATEV Buchungsdatenservice direkt an das DATEV-Rechenzentrum.
  • Mit DATEV-Kanzleien hilft die DATEV E-Rechnungsschreibung für 5 Euro im Kalenderjahr.
API

Anbindung eigener Systeme

  • Lexware Office enthält die API ab Version XL für 32,90 Euro im Monat.
  • orgaMAX berechnet die API mit 30 Euro im Monat zusätzlich.
  • Billomat begrenzt auf 100 Abrufe je 15 Minuten im Tarif Business, 300 im Tarif Enterprise.
Bank

Zahlungsabgleich

  • easybill gleicht Zahlungen über die Anbindung von finAPI ab, SEPA-Lastschriften kosten extra.
  • SumUp Rechnungen gleicht Zahlungen automatisch ab, wenn Kunden auf das SumUp-Geschäftskonto zahlen.
  • Papierkram liest Umsätze per PSD2 oder als MT940 und CAMT ein.
Shop und CRM

Aufträge ohne Abtippen

  • Billomat bietet ein Add-on für WooCommerce.
  • Xentral verbindet Shop, Lager und Rechnung mit API-Zugang bis 100 Abrufe je Minute.
  • Mehr zu Anbindungen in unserem Ratgeber Buchhaltungssoftware.

Quellen: FastBill, Billomat, DATEV, Lexware, orgaMAX, easybill, SumUp, Papierkram und Xentral, jeweils Preisliste oder Produktbeschreibung, Stand 10/2026, Abruf 29.10.2026.

Anbieter im Auszug

Rechnungsprogramme im Auszug.
14 Lösungen von 0 € bis Mittelstand.

Der Auszug umfasst 14 Lösungen, alphabetisch sortiert, ohne Bewertung und ohne Rangfolge. Auswahlprinzip: Bezug zum DACH-Raum, E-Rechnung laut Anbieter und eine Preisliste oder Produktbeschreibung beim Anbieter. Er reicht vom Gratistarif für Gründer bis zu Sage 100 und Xentral für den Mittelstand mit API. Weitere Systeme finden Sie über das Matching und in unserem ERP Vergleich.

AnbieterTypPreis abEinstiegE-Rechnung laut AnbieterDATEV und APIPasst fürProfil
Billomataifinyo AG, BerlinRechnung und Buchhaltungab 19 € im Monat bei jährlicher Zahlung14 Tage Test, Professional mit 30 Rechnungen im Monat✓ XRechnung und ZUGFeRD in allen Tarifen✓ DATEV Buchungsdatenservice, API ab BusinessSelbstständige bis Mittelstand mit Shop
CollmexCollmex GmbH, SaarbrückenRechnung und Buchhaltung0 € (rechnung free)Dauerhaft 0 €, basic 8,95 € im Monat≈ CII nach EN 16931, Mailversand nicht im Free-Tarifin der Demo prüfenKleinbetriebe mit Auftrag und Buchhaltung
DATEV E-RechnungsschreibungDATEV eG, NürnbergRechnungsschreibung5 € pro KalenderjahrRegistrierung und Empfang kostenfrei✓ XRechnung und ZUGFeRD 2.x über TRAFFIQX, Peppol oder E-Mail✓ Weiterleitung an DATEV Unternehmen onlineMandanten von DATEV-Kanzleien
easybilleasybill GmbH, KaarstRechnungsprogramm0 € (50 Dokumente im Monat)Free mit 3 Kontakten, Starter ab 9 € im Monat jährlich✓ E-Rechnung erstellen und empfangen✓ DATEV-Schnittstelle und REST APISelbstständige und Onlinehandel
FastBillFastBill GmbH, Frankfurt am MainRechnungsprogrammab 9 € im Monat bei jährlicher Zahlung14 Tage Test✓ Erstellen, versenden und empfangen in allen Tarifen✓ DATEV-Export und offene API ab SoloSolo-Selbstständige und kleine Teams
Lexware OfficeHaufe-Lexware GmbH & Co. KG, FreiburgBuchhaltungab 7,90 € im Monat30 Tage Test, monatlich kündbar✓ Ausstellen ab Version M für 12,90 €✓ Steuerberater-Zugang, API ab Version XLSelbstständige und Kleinbetriebe, die selbst buchen
orgaMAXdeltra Business Software GmbH & Co. KG, DetmoldAuftrag und Buchhaltungab 49 € im Monat bei jährlicher ZahlungMindestlaufzeit 12 Monate✓ Empfangen und Versenden in allen Plänen✓ DATEV-Export, API für 30 € im MonatHandwerk und Dienstleister mit AufträgenZum Profil →
Papierkramodacer finanzsoftware GmbH, WiesbadenBuchhaltung0 € (Free)S ab 12,90 € im Monat bei jährlicher Zahlung✓ XRechnung und ZUGFeRD in allen Versionen≈ REST-API als Beta mit CreditsFreiberufler und Gründer
Sage 100Sage GmbH, Frankfurt am MainERPab 56 € je Nutzer und MonatDemo über Sage oder Partner✓ XRechnung und ZUGFeRD im Standardin der Demo prüfenMittelstand mit Lager und eigener ITZum Profil →
sevdesksevDesk GmbH, OffenburgBuchhaltung0 € (3 Rechnungen im Monat)Tarif Rechnung 11,90 € im Monat✓ ZUGFeRD und XRechnung ab Tarif Kostenlos✓ DATEV- und ADDISON-SchnittstelleGründung und Nebenberuf
SumUp RechnungenSumUp Limited, DublinRechnungsprogramm0 € (bis 4 E-Rechnungen)Plus-Abo für unbegrenzte E-Rechnungen✓ XRechnung und ZUGFeRD, Empfang unbegrenztin der Demo prüfenHändler mit SumUp-Geschäftskonto
WISO MeinBüroBuhl Data Service GmbH, Neunkirchen (Siegerland)Rechnungsprogramm10,90 € im Monat im JahresaboEinstiegstarif bis 25.000 € Umsatz✓ XRechnung und ZUGFeRD senden und empfangen✓ DATEV-Schnittstelle, REST-API ab AuftragswesenKleinstbetriebe, auch als Desktop-Version
XentralXentral ERP Software GmbH, AugsburgERPab 99 € im Monat plus 0,30 € je AuftragLaunch bis 100 Aufträge und 500.000 € Umsatz✓ XRechnung 3.0.2, ZUGFeRD 2.3.2 (CII)✓ DATEV, API bis 100 Abrufe je MinuteHandel und E-Commerce im WachstumZum Profil →
ZervantShine Germany GmbH, BerlinRechnungsprogramm0 € (Free)Start 9 € im Monat im Jahresabo≈ XRechnung im Free-Tarif, Netzwerkversand nur Premiumin der Demo prüfenGründer mit wenigen Kunden

Quellen: Preislisten und Produktbeschreibungen der Anbieter: Billomat, Collmex, DATEV, easybill, FastBill, Lexware, orgaMAX, Papierkram, Sage, sevdesk, SumUp, WISO MeinBüro, Xentral, Zervant, Stand 10/2026, Abruf 29.10.2026. Sitz laut Impressum. Preise zuzüglich Mehrwertsteuer, soweit netto ausgewiesen, ohne Aktionsrabatte. „In der Demo prüfen“ heißt, dass die Preisliste dazu keine Aussage macht. Über „Zum Profil“ öffnen Sie das Katalogprofil auf Find-Your-ERP. Angaben laut Anbieter, ohne Gewähr. Verbindlich ist nur das Angebot des Anbieters.

Rechnungsprogramm kostenlos

Rechnungsprogramm kostenlos.
Sieben Wege und ihre Grenzen.

Ein Rechnungsprogramm kostenlos zu nutzen ist möglich, solange die Zahl der Rechnungen oder Kunden klein bleibt. Jeder Gratistarif hat eine Grenze, und sie liegt an sehr unterschiedlichen Stellen: bei der Zahl der Rechnungen, der Kontakte, dem Mailversand oder dem Logo im Fuß der Rechnung. Archiv und Aufbewahrung über acht Jahre bleiben in jedem Fall Ihre Pflicht. Rechnen Sie vor dem Start durch, wie viele Rechnungen Sie im stärksten Monat schreiben.

ProgrammWas kostenlos istGrenze laut AnbieterPasst für
Collmex rechnung freeAngebote, Rechnungen und Mahnungen, E-Rechnung in CIIkein Mailversand aus dem Programm, Datei selbst versendenKleinbetriebe, die Auftrag und Rechnung trennen
DATEV E-RechnungsplattformRegistrierung und Empfang von E-RechnungenSchreiben kostet 5 € pro Kalenderjahr, Fremdsoftware 0,50 € je RechnungMandanten einer DATEV-Kanzlei
easybill Free50 Angebote, Aufträge, Rechnungen und Lieferscheine im Monat inklusive E-Rechnung1 Zugang und nur 3 KontakteWenige Stammkunden mit vielen Belegen
Papierkram FreeBuchhaltung mit Basisfunktionen, E-Rechnungen erstellen und empfangenPapierkram-Logo im Fuß der DokumenteNebenberufliche Gründer
sevdesk KostenlosRechnungen in ZUGFeRD und XRechnung3 Rechnungen im MonatNebenberuf mit wenigen Rechnungen
SumUp RechnungenE-Rechnungen unbegrenzt empfangenbis zu 4 E-Rechnungen selbst erstellenHändler mit SumUp-Konto
Zervant FreeAngebote und Rechnungen, XRechnung als DateiPreisliste nennt unbegrenzte Rechnungen, die FAQ ein Monatslimit von fünfGründer, die die Grenze vorher schriftlich klären

Quellen: Collmex, Preisliste und Produktbeschreibung Rechnung, DATEV, E-Rechnungsplattform, easybill, Papierkram, sevdesk, SumUp und Zervant, Preislisten, Stand 10/2026, Abruf 29.10.2026. Kostenlose Viewer und die OZG-RE für Rechnungen an Behörden beschreibt unser Ratgeber E-Rechnung Software Kosten.

Abgrenzung

Rechnungsprogramm, Buchhaltung oder ERP:
ab wann Sie wechseln.

Die Grenzen zwischen den Programmtypen verschwimmen, weil fast jedes Rechnungsprogramm heute auch Belege erfasst. Entscheidend ist, wo Ihre Rechnung entsteht: aus einem freien Formular, aus einem Auftrag mit Lieferschein oder aus einem Lager mit Bestellungen. Wechseln Sie die Stufe, wenn Sie Daten zweimal eingeben. Die Frage eigenständig oder im ERP für die Finanzbuchhaltung vertieft unser Ratgeber Buchhaltungssoftware.

ProgrammtypKernaufgabeBeispiele im AuszugPreis laut AnbieterWechsel sinnvoll, wenn
Reines RechnungsprogrammAngebote, Rechnungen, Mahnungen, Export zur Kanzleieasybill, FastBill, Zervant0 bis 30 € im Monat in den EinstiegstarifenSie selbst buchen wollen oder Belege von Lieferanten mitverwalten
Rechnung mit BuchhaltungZusätzlich Belege, Bank, EÜR und Umsatzsteuer-VoranmeldungLexware Office, sevdesk, PapierkramLexware Office L 21,90 € im Monat, Papierkram M 24,90 € bei jährlicher Zahlungmehrere Nutzer mit Rollen oder Aufträge mit Lieferscheinen dazukommen
AuftragsbearbeitungAngebot, Auftrag, Lieferschein und Rechnung in einem AblauforgaMAX, WISO MeinBüro Auftragswesen, BillomatorgaMAX AUFTRAG 49 €, MeinBüro Auftragswesen 39,90 € im MonatLager, Einkauf oder mehrere Firmen hinzukommen
ERPRechnung aus Auftrag, Lager, Einkauf und FertigungSage 100, XentralSage 100 ab 56 € je Nutzer, Xentral ab 99 € plus 0,30 € je AuftragSie heute schon zwischen drei Programmen Daten übertragen

Einordnung von Find-Your-Software auf Basis der Preislisten von easybill, FastBill, Zervant, Lexware, sevdesk, Papierkram, orgaMAX, Buhl, Billomat, Sage und Xentral, Stand 10/2026. Wie ERP-Systeme sich unterscheiden, zeigt unser ERP Software Vergleich, wann ein Umstieg lohnt, unser Ratgeber ERP für wachsende Unternehmen.

Betriebsmodell

Rechnungssoftware:
Cloud oder On-Premise.

Für kleine Unternehmen ist die Cloud bei Rechnungsprogrammen der Normalfall: kein Server, Updates für neue XRechnung-Versionen kommen automatisch, und die Kanzlei greift online zu. Laut Bitkom Cloud Report 2026 nutzen 86 Prozent der Unternehmen ab 20 Beschäftigten Cloud Computing. On-Premise lohnt sich, wenn die Rechnung aus einem lokal betriebenen ERP kommt oder Daten das Haus nicht verlassen sollen. Die Grundsatzfrage mit Kosten und DSGVO vertieft unser Ratgeber Cloud vs. On-Premise.

01 · Cloud

Im Browser, beim Anbieter betrieben

Lexware Office, sevdesk, easybill, FastBill, Papierkram

Abo je Monat, Hosting und Datensicherung inklusive. easybill nennt Server in Deutschland, Papierkram den Betrieb in TÜViT-zertifizierten Rechenzentren in Deutschland.

  • Passt für kleine Unternehmen ohne eigene IT
  • Prüfen: Auftragsverarbeitungsvertrag und Export bei Kündigung

ab 0 € im Monat

02 · Desktop

Lokal installiert

WISO MeinBüro Desktop, Lexware Desktop-Produkte

Das Programm läuft auf dem eigenen Rechner oder Server. Updates für neue Formate installieren Sie selbst, die Datensicherung liegt bei Ihnen. Buhl und Lexware führen dafür eigene Desktop-Linien neben den Cloud-Produkten.

  • Passt bei schwacher Internetanbindung
  • Prüfen: Updatezusage für XRechnung 4.0

Preis je Produkt beim Anbieter erfragen

03 · Mittelstand

Rechnung aus dem ERP

Sage 100, Xentral

Im Mittelstand entsteht die Rechnung im ERP. Sage 100 läuft klassisch im eigenen Betrieb oder beim Partner, Xentral als Cloud-ERP. Die Betriebsfrage entscheidet sich dann mit dem ERP, nicht mit dem Rechnungsprogramm.

  • Passt bei Lager, Einkauf und mehreren Nutzern
  • Prüfen: wer Updates und Formatwechsel einspielt

Sage 100 ab 56 € je Nutzer und Monat

Quellen: Bitkom Cloud Report 2026, Juni 2026, easybill, Papierkram, Buhl, Lexware, Sage und Xentral, Preislisten und Produktbeschreibungen, Abruf 29.10.2026.

Was es im Jahr kostet

Drei Betriebe, drei Programme.
Rechenbeispiele von Find-Your-Software.

Die Rechenbeispiele von Find-Your-Software nutzen Listenpreise ohne Neukundenrabatt und legen alle Annahmen offen. Für interne Arbeit setzen wir 60 Euro je Stunde an, das ist eine Annahme und kein Marktwert. Der Lizenzpreis ist bei Rechnungsprogrammen selten der größte Posten, im dritten Beispiel kostet die Einrichtung mehr als die Lizenz eines Jahres. Weitere Beispiele mit Lösungen für den Rechnungseingang stehen in unserem Ratgeber E-Rechnung Software Kosten.

BetriebAnnahmenLizenz im JahrEinmalig internSumme Jahr 1
Freiberuflerin1 Nutzerin, Buchhaltung selbst10 Rechnungen im Monat, Papierkram S für 12,90 € im Monat bei jährlicher Zahlung154,80 €3 Stunden für Vorlage, Kunden und Testrechnung, also 180 €334,80 € netto
Handwerksbetrieb12 Beschäftigte, 3 Nutzer60 Rechnungen im Monat, FastBill Pro für 27 € im Monat bei jährlicher Zahlung, 3 Benutzer und DATEV Rechnungsdatenservice enthalten324 €10 Stunden für Nummernkreise, Mahnstufen und Kanzleiabstimmung, also 600 €924 € netto
Mittelstand60 Beschäftigte, 4 Nutzer, API400 Rechnungen im Monat, orgaMAX AUFTRAG 49 € plus 3 Nutzer zu je 20 € plus API für 30 €, also 139 € im Monat1.668 €40 Stunden für Stammdaten, Tests und Anbindung, also 2.400 €, externe Programmierung auf Anfrage4.068 € netto plus Anbindung

Rechenbeispiele von Find-Your-Software auf Basis der Listenpreise von Papierkram, FastBill und orgaMAX, Stand 10/2026. Zum Vergleich: Billomat Business mit vier Nutzern kostet bei jährlicher Zahlung 29 € plus 3 mal 10 €, also 59 € im Monat oder 708 € im Jahr, inklusive 100 API-Abrufen je 15 Minuten. Verbindlich ist nur das Angebot des Anbieters.

Mittelstand und große Unternehmen

Rechnungssoftware ab 500 Mitarbeitenden:
sechs Auswahlkriterien.

Ab einigen hundert Beschäftigten ist das Rechnungsprogramm kein Einzelwerkzeug mehr, sondern Teil von ERP, CRM und Zahlungsverkehr. Dann zählen Mandanten, Rollen und Schnittstellen mehr als der Monatspreis. Für die Shortlist im Mittelstand helfen sechs Kriterien, jedes mit einer Frage, die Sie dem Anbieter schriftlich stellen.

01 · Volumen

Rechnungen im Spitzenmonat

easybill staffelt im Tarif Professional bis 200.000 Dokumente im Monat, jedes Dokument über dem Kontingent kostet mit der Flex-Option 0,29 Euro.

  • Gutschriften und Korrekturen mitzählen
  • Preis bei 20 Prozent mehr Volumen erfragen
02 · API

Grenzen der Schnittstelle

APIs haben Abrufgrenzen. Billomat nennt 100 Abrufe je 15 Minuten im Tarif Business und 300 im Tarif Enterprise, Xentral bis 100 Abrufe je Minute.

  • Abrufe im Tagesgeschäft hochrechnen
  • Sandbox für Tests verlangen
03 · Mandanten

Mehrere Firmen

orgaMAX berechnet jede weitere Firma ab 49 Euro im Monat. Bei Konzernen mit vielen Gesellschaften rechnet sich eher ein ERP mit Konsolidierung.

  • Nummernkreise je Gesellschaft
  • Konsolidierung im Ratgeber Buchhaltungssoftware
04 · Rollen

Freigaben und Rechte

Billomat Enterprise enthält 5 Nutzer, jeder weitere kostet 10 Euro im Monat. Prüfen Sie, ob Vertrieb, Buchhaltung und Kanzlei getrennte Rechte bekommen.

  • Vier-Augen-Prinzip bei Gutschriften
  • Protokoll aller Änderungen
05 · Formate

XRechnung, ZUGFeRD, Peppol

Im Inland gibt es keine Peppol-Pflicht, Konzernkunden und Behörden nutzen das Netz aber oft. Die DATEV E-Rechnungsplattform versendet über TRAFFIQX, Peppol oder E-Mail.

  • Beide Syntaxen UBL und CII?
  • Leitweg-ID für Behörden
06 · Betrieb

Daten und Ausstieg

Für große Unternehmen zählt, wo die Daten liegen und wie sie zurückkommen. FastBill nennt Hosting in Deutschland, Collmex gewährt nach eigenen Angaben 10 Jahre kostenlosen Lesezugriff.

  • Export aller XML-Dateien vertraglich zusichern
  • Auftragsverarbeitung nach DSGVO prüfen

Quellen: easybill, Billomat, Xentral, orgaMAX, FastBill und Collmex, Preislisten und Produktbeschreibungen, DATEV, E-Rechnungsplattform, BMF-FAQ zur E-Rechnung, Stand 10/2026, Abruf 29.10.2026.

Auswahl in sechs Schritten

Von der Rechnungsmenge
zur Shortlist.

Eine Shortlist für Rechnungssoftware im Mittelstand entsteht aus Zahlen, nicht aus Funktionslisten. Die sechs Schritte passen für den Einzelbetrieb wie für die Firma mit 500 Mitarbeitenden, nur der Umfang wächst. Halten Sie die Anforderungen in einer Lastenheft-Vorlage fest.

01

Mengen zählen

Zählen Sie Angebote, Rechnungen, Gutschriften und Kunden im stärksten Monat des letzten Jahres. Diese Zahlen entscheiden, ob ein Gratistarif mit drei Rechnungen bei sevdesk oder 50 Dokumenten bei easybill reicht oder ob Sie einen Tarif ohne Mengengrenze brauchen.

02

Pflicht klären

Klären Sie mit der Kanzlei, ab wann Sie E-Rechnungen ausstellen müssen und welches Format Ihre größten Kunden wollen. Behörden verlangen meist XRechnung mit Leitweg-ID, Geschäftskunden akzeptieren oft ZUGFeRD. Den Unterschied erklärt unser Ratgeber XRechnung vs ZUGFeRD.

03

Schnittstellen festlegen

Schreiben Sie auf, wohin jede Rechnung fließen muss: DATEV, Bank, Shop, CRM oder ERP. Für jede Verbindung notieren Sie, ob ein Export reicht oder eine API nötig ist. Bei Lexware Office kommt die API erst mit Version XL, bei orgaMAX als Zusatz für 30 Euro.

04

Longlist bilden

Wählen Sie drei bis fünf Programme, die Menge, Format und Schnittstellen abdecken. Streichen Sie alles, was eine Muss-Anforderung nur gegen Aufpreis oder gar nicht erfüllt. Ein Tarif mit Umsatzgrenze wie WISO MeinBüro bis 25.000 Euro scheidet für wachsende Betriebe früh aus.

05

Echt testen

Schreiben Sie in jedem Testzugang dieselbe echte Rechnung, inklusive Rabatt, Abschlag und Storno. Prüfen Sie das XML im Validator und schicken Sie es an einen Kunden, dessen Buchhaltung es einlesen muss. Notieren Sie, welche Programme Fehler vor dem Versand melden.

06

Vertrag prüfen

Vergleichen Sie Laufzeit, Preis nach dem Rabatt und Export bei Kündigung. orgaMAX bindet zum Beispiel für 12 Monate, Lexware Office ist monatlich kündbar. Worauf es im Vertrag ankommt, zeigt unser Ratgeber Softwarevertrag prüfen.

Selection Portal

Rechnungsprogramm auswählen
mit Werkzeug statt Bauchgefühl.

Find-Your-Software ist ein Werkzeug für die Softwareauswahl: Es sammelt Anforderungen, erzeugt eine begründete Shortlist, unterstützt Demos und Verträge und dokumentiert alles nachvollziehbar. Das hilft, wenn aus dem Rechnungsprogramm eine Entscheidung für Buchhaltung oder ERP wird.

Anforderungen

Mengen und Formate festhalten

  • Rechnungsmenge, Formate und Schnittstellen im Anforderungsmanager erfassen.
  • Muss- und Soll-Kriterien gewichten.
IT-Systemlandschaft

Datenflüsse sichtbar machen

  • DATEV, Bank, Shop und CRM in der IT-Systemlandschaft abbilden.
  • Direkter Kontakt zu Anbietern im Portal.
Ranking

Programme nebeneinander

  • Tarife und Testergebnisse im Anbieter-Ranking gegenüberstellen.
  • Entscheidung nachvollziehbar dokumentieren.
Beratung

Mit Experten sprechen

Angaben laut Anbieter, Stand Oktober 2026, ohne Gewähr. Einschätzungen geben die Meinung von Find-Your-Software wieder.

FAQ

Häufige Fragen
direkt beantwortet.

Was ist ein Rechnungsprogramm?

Ein Rechnungsprogramm ist Software, mit der Sie Angebote und Rechnungen schreiben, Zahlungen verfolgen und Mahnungen auslösen. Es vergibt fortlaufende Rechnungsnummern, prüft die Pflichtangaben nach § 14 Abs. 4 UStG und erzeugt E-Rechnungen im Format XRechnung oder ZUGFeRD. Viele Programme wie Lexware Office oder sevdesk bringen zusätzlich Belegerfassung und Buchhaltung mit, reine Rechnungsprogramme wie easybill oder FastBill übergeben die Daten per DATEV-Export an die Kanzlei. Für Selbstständige und kleine Firmen ersetzt es die Vorlage in Word oder Excel.

Welches Rechnungsprogramm ist kostenlos?

Dauerhaft kostenlose Tarife bieten laut Preislisten (Stand 10/2026) unter anderem sevdesk mit drei Rechnungen im Monat, easybill mit 50 Dokumenten im Monat, aber nur drei Kontakten, Papierkram Free mit Logo im Fuß der Rechnung und Collmex rechnung free ohne Mailversand aus dem Programm. SumUp Rechnungen erlaubt bis zu vier selbst erstellte E-Rechnungen. Alle Gratistarife haben eine Grenze bei Menge, Kunden oder Funktionen. Rechnen Sie Ihren stärksten Monat durch, bevor Sie Kundendaten in ein kostenloses Programm übertragen.

Was muss ein Rechnungsprogramm können?

Ein Rechnungsprogramm muss die zehn Pflichtangaben nach § 14 Abs. 4 UStG abfragen, Rechnungsnummern fortlaufend und einmalig vergeben und Stornos als eigene Belege führen. Seit 2025 gehört das Lesen von E-Rechnungen dazu, ab 2027 oder 2028 auch das Erstellen von XRechnung oder ZUGFeRD. Rechnungen müssen nach § 14b UStG acht Jahre unverändert archiviert werden. Im Alltag zählen außerdem Mahnwesen, Bankabgleich und ein DATEV-Export. Prüfen Sie jede Funktion mit einer echten Rechnung im Testzugang.

Muss mein Rechnungsprogramm E-Rechnungen erstellen können?

Ja, sobald Ihre Übergangsfrist endet und Sie Geschäftskunden im Inland Rechnungen schreiben. Ab dem 1. Januar 2027 gilt das bei mehr als 800.000 Euro Vorjahresumsatz, ab dem 1. Januar 2028 für fast alle übrigen Unternehmen. Kleinunternehmer und Kleinbeträge bis 250 Euro bleiben ausgenommen, empfangen müssen aber alle seit 2025. Die Programme im Auszug erzeugen laut Anbieter XRechnung, ZUGFeRD oder beides. Die Details erklärt unser Ratgeber E-Rechnung für kleine Unternehmen. Fragen Sie Ihre größten Kunden früh nach dem gewünschten Format.

Rechnungsprogramm oder Buchhaltungssoftware: was brauche ich?

Ein reines Rechnungsprogramm reicht, wenn Ihre Steuerkanzlei bucht und Sie nur Rechnungen schreiben und Zahlungen verfolgen. Buchen Sie selbst, lohnt sich ein Programm mit Buchhaltung, Bankabgleich und Umsatzsteuer-Voranmeldung, etwa Lexware Office ab Version L für 21,90 Euro oder Papierkram M für 24,90 Euro im Monat bei jährlicher Zahlung. Viele Anbieter verbinden beides in Stufen, sodass Sie später ohne Datenumzug wechseln. Klären Sie vorher mit der Kanzlei, welches Format sie annimmt.

Ab wann lohnt sich ein ERP statt eines Rechnungsprogramms?

Ein ERP lohnt sich, wenn die Rechnung aus Lager, Einkauf oder Fertigung entsteht und Sie Daten heute zwischen mehreren Programmen übertragen. Typische Signale sind mehrere Firmen, viele Nutzer mit Rollen und Aufträge mit Teillieferungen. Xentral beginnt laut Preisliste bei 99 Euro im Monat plus 0,30 Euro je Auftrag, Sage 100 ab 56 Euro je Nutzer und Monat. Vergleichen Sie Systeme vor dem Umstieg strukturiert, etwa mit unserem ERP Software Vergleich.

Welche Rechnungssoftware hat eine API für den Mittelstand?

Eine API bieten laut Preislisten (Stand 10/2026) unter anderem Lexware Office ab Version XL für 32,90 Euro im Monat, orgaMAX als Zusatz für 30 Euro im Monat, Billomat ab Tarif Business mit 100 Abrufen je 15 Minuten, FastBill ab Tarif Solo und WISO MeinBüro ab Auftragswesen. Xentral erlaubt bis zu 100 Abrufe je Minute. Für den Mittelstand zählen Abrufgrenzen, eine Testumgebung und eine Dokumentation. Lassen Sie sich in der Demo einen echten Datenfluss aus Shop oder CRM zeigen.

Rechnungssoftware: Cloud oder On-Premise für kleine Unternehmen?

Für kleine Unternehmen passt meist die Cloud: kein eigener Server, automatische Updates für neue E-Rechnungsformate und direkter Zugang für die Steuerkanzlei. Laut Bitkom Cloud Report 2026 nutzen 86 Prozent der Unternehmen ab 20 Beschäftigten Cloud Computing. On-Premise lohnt sich bei schwacher Internetanbindung, strengen Vorgaben zur Datenhaltung oder wenn die Rechnung aus einem lokal betriebenen ERP kommt. WISO MeinBüro und Lexware führen dafür Desktop-Produkte. Prüfen Sie in jedem Fall Datensicherung und Export bei Kündigung.

Welche Auswahlkriterien gelten für Rechnungssoftware ab 500 Mitarbeitenden?

Ab 500 Mitarbeitenden zählen vor allem Volumen, Schnittstellen, Mandanten, Rollen, Formate und Betrieb. Fragen Sie nach dem Preis im Spitzenmonat, nach Abrufgrenzen der API, nach Nummernkreisen je Gesellschaft und nach getrennten Rechten für Vertrieb, Buchhaltung und Kanzlei. Klären Sie, ob XRechnung in UBL und CII sowie Peppol möglich sind. In dieser Größe entsteht die Rechnung meist im ERP, ein separates Rechnungsprogramm bleibt die Ausnahme. Halten Sie alle Antworten schriftlich fest.

Wie erstelle ich eine Shortlist für Rechnungssoftware im Mittelstand?

Eine Shortlist entsteht in sechs Schritten: Mengen zählen, Pflicht und Formate klären, Schnittstellen festlegen, drei bis fünf Programme auswählen, mit einer echten Rechnung testen und Verträge vergleichen. Streichen Sie früh alles, was eine Muss-Anforderung nur gegen Aufpreis erfüllt. Bewerten Sie die Programme nach denselben Kriterien und dokumentieren Sie die Gründe. Im Selection Portal von Find-Your-Software sammeln Sie Anforderungen, bilden Schnittstellen ab und stellen Anbieter im Ranking nebeneinander. So bleibt die Entscheidung auch für Geschäftsführung und Kanzlei nachvollziehbar.

Was kostet ein Rechnungsprogramm?

Ein Rechnungsprogramm kostet laut Preislisten (Stand 10/2026) zwischen 0 Euro im Gratistarif und rund 50 Euro im Monat für Programme mit Auftragsbearbeitung, zuzüglich Mehrwertsteuer. Lexware Office beginnt bei 7,90 Euro, FastBill bei 9 Euro bei jährlicher Zahlung, orgaMAX AUFTRAG kostet 49 Euro. Zusätzliche Nutzer, API und Abo-Rechnungen kommen oft hinzu. Im Rechenbeispiel von Find-Your-Software liegt ein Handwerksbetrieb mit FastBill Pro bei 924 Euro im ersten Jahr inklusive eigener Arbeitszeit. Verbindlich ist nur das Angebot des Anbieters.

Wie lange muss ich Rechnungen aufbewahren?

Rechnungen müssen nach § 14b Abs. 1 UStG acht Jahre aufbewahrt werden, die Frist beginnt mit dem Ende des Kalenderjahres, in dem die Rechnung ausgestellt wurde. Auch Buchungsbelege nach § 147 AO sind acht Jahre aufzubewahren. Bei einer E-Rechnung muss der strukturierte Teil unverändert vorliegen, ein Ausdruck reicht nicht. Klären Sie deshalb, ob Ihr Rechnungsprogramm das XML archiviert und wie Sie nach einer Kündigung weiter darauf zugreifen. Collmex nennt etwa zehn Jahre kostenlosen Lesezugriff.

Ist Find-Your-Software ein Vergleichsportal?

Nein. Find-Your-Software ist ein Werkzeug für die Softwareauswahl: Es sammelt Anforderungen, erzeugt eine begründete Shortlist, unterstützt Demos und Verträge und dokumentiert alles nachvollziehbar. Anbieterauszüge sind alphabetisch sortiert und ohne Bewertung. Für das Rechnungsprogramm heißt das: Sie erfassen Menge, Formate und Schnittstellen und erhalten passende Systeme. Ein kostenloses Erstgespräch hilft, wenn die Entscheidung über das Rechnungsprogramm hinaus zu Buchhaltung oder ERP führt. Im Portal sprechen Sie außerdem direkt mit den Anbietern Ihrer Shortlist.

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Das passende Rechnungsprogramm
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Wenn Gratistarif und Vorlage nicht mehr reichen, ist vor der Ausstellungspflicht der richtige Zeitpunkt für eine strukturierte Auswahl. Im Selection Portal von Find-Your-Software sammeln Sie Anforderungen, bilden Ihre IT-Systemlandschaft ab, sprechen direkt mit Anbietern und dokumentieren die Entscheidung nachvollziehbar.

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