KI-ROI-Rechner.
Wann sich KI im Mittelstand rechnet.
Ein KI-ROI-Rechner zeigt, ob sich ein KI-Vorhaben rechnet: ROI gleich Nutzen minus Kosten, geteilt durch Kosten, wobei Zeit nur zählt, wenn Kapazität wirklich frei wird. Zehn Beispiele mit Preisen von Microsoft, d.velop und sipgate zeigen Break-even und Ergebnis nach drei Jahren, drei davon rechnen sich nicht. Praxistipp: Tragen Sie zuerst Ihre eigene Menge ein, denn kleine Mengen kippen fast jedes Vorhaben.
ROI in einer Zeile.
Nutzen minus Kosten, geteilt durch Kosten.
Der ROI von KI ist Nutzen minus Kosten, geteilt durch Kosten, über einen festen Zeitraum, hier drei Jahre. Zum Nutzen zählt Zeit nur, wenn Kapazität tatsächlich frei wird, dazu kommen vermiedene Fehler. Zu den Kosten zählen Lizenz, Anbindung, Datenaufbereitung, Pflege, Prüfaufwand und Schulung. Der Break-even in Monaten ist der Zeitpunkt, an dem der Nutzen die bis dahin angefallenen Kosten eingespielt hat. Bitkom befragte 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten: Für 50 % der KI-Anwender ist die Datenaufbereitung ein großer Kostenpunkt, für 21 % sind es die Lizenzen.
Es rechnet sich, wenn …
- mehrere hundert gleichartige Vorgänge im Monat anfallen
- die Antwort aus Daten kommt, die gepflegt und zugänglich sind
- der Prozess einheitlich läuft und Ausnahmen geregelt sind
- frei werdende Zeit eine Verwendung hat, etwa weniger Überstunden oder weniger Rückstand
- ein Mensch das Ergebnis in Sekunden prüfen kann
Es rechnet sich nicht, wenn …
- die Menge klein ist und die Plattform ab dem ersten Monat feste Kosten erzeugt
- Daten fehlen, veraltet sind oder niemand sie verantwortet
- der Prozess je Fall anders läuft und die KI nur Ausnahmen sieht
- die gesparte Zeit in Minutenstücken über viele Personen verstreut bleibt
- die Prüfung der Ergebnisse so lange dauert wie die Arbeit selbst
Quelle: Bitkom, Presseinformation vom 14.09.2026, Befragung von 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten, KW 28 bis KW 33 2026.
Wo sich KI rechnet.
Und wo nicht.
Zehn Beispiele aus dem Mittelstand, alle mit denselben Formeln gerechnet. Fünf rechnen sich klar, zwei nur knapp, drei gar nicht. Alle Werte sind angenommen, nur die Preise einzelner Anbieter stammen aus deren Preislisten. Nutzen je Jahr gilt im Vollbetrieb, das Ergebnis nach drei Jahren berücksichtigt Anlaufzeit und Einmalkosten.
| Szenario | Menge im Monat | Nutzen je Jahr | Kosten Jahr 1 | Kosten ab Jahr 2 | Break-even | Ergebnis nach 3 Jahren |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Rechnet sich im Rechenbeispielfünf klar, zwei nur knapp | ||||||
| AngebotserstellungTechnischer Handel, Innendienst | 700 Anfragen | 35.280 € | 30.762 € | 13.482 € | ✓14,4 Monate | 39.294 € |
| RechnungseingangBuchhaltung, 750 Rechnungen | 750 Rechnungen | 24.480 € | 20.580 € | 10.860 € | ✓12,2 Monate | 27.060 € |
| Kundenservice mit KI-ChatbotService eines Herstellers | 2.500 Anfragen | 37.584 € | 26.280 € | 14.400 € | ✓9,4 Monate | 51.408 € |
| Wissenssuche im UnternehmenTechnischer Support, 40 Personen | 4.000 Suchen | 28.704 € | 32.040 € | 17.400 € | ≈23,2 Monate | 12.096 € |
| TelefonassistentService-Hotline | 1.500 Anrufe | 18.295 € | 16.230 € | 6.990 € | ✓13,0 Monate | 21.626 € |
| Vertrags- und AngebotsprüfungEinkauf, mit weiterem Nutzen | 250 Prüfungen | 22.368 € | 21.660 € | 10.740 € | ≈17,0 Monate | 18.372 € |
| Besprechungsprotokolle mit Copilot25 Lizenzen für Vielbesprecher | 750 Besprechungen | 25.920 € | 15.000 € | 9.600 € | ✓5,6 Monate | 41.400 € |
| Rechnet sich nichtgleiche Formeln, andere Ausgangslage | ||||||
| Chatbot bei kleiner Menge150 Anfragen im Monat | 150 Anfragen | 2.004 € | 26.280 € | 14.400 € | ✕nicht erreichtlaufende Kosten höher als Nutzen | −49.401 € |
| Wissenssuche bei schlechter DatenlageDaten veraltet und widersprüchlich | 4.000 Suchen | 3.840 € | 56.100 € | 25.500 € | ✕nicht erreichtlaufende Kosten höher als Nutzen | −97.500 € |
| Rechnungseingang ohne geklärten ProzessAusnahmen statt Standard | 750 Rechnungen | 1.836 € | 37.680 € | 13.560 € | ✕nicht erreichtlaufende Kosten höher als Nutzen | −59.904 € |
Anbieter- und Referenzdatenbank von Find-Your-Software, Preislisten d.velop, Microsoft, moin.ai, sipgate, Langdock, Abruf 03.11.2026. Alle anderen Werte sind Annahmen von Find-Your-Software. Angaben laut Anbieter, Stand November 2026, ohne Gewähr. Einschätzungen geben die Meinung von Find-Your-Software wieder.
Szenario wählen.
Annahmen anpassen.
Wählen Sie ein Szenario. Seine Annahmen gelten, bis Sie in einem Feld einen eigenen Wert eintragen: 0 übernimmt den Wert des Szenarios, jede andere Zahl überschreibt ihn. Die Ergebnisse rechnen den Nutzen nur auf die Zeit, die wirklich frei wird. Entwicklertag 900 €, Beratertag 1.200 €, interner Stundensatz 48 €, alle Werte sind angenommen. Preise einzelner Anbieter stehen bei den Beispielen weiter unten. Mehr zu Kostentreibern im Ratgeber KI Kosten.
- Menge: 750 Vorgänge im Monat, davon bearbeitet die KI 80 %.
- Zeit: heute 10 Minuten je Vorgang, die KI spart 60 % davon, ein Mensch prüft 60 Sekunden je Vorgang.
- Nutzen: 85 % der gesparten Zeit werden wirklich frei, weiterer Nutzen 0 € im Monat.
- Laufend: Plattform 680 € im Monat, Verbrauch 0 Cent je KI-Vorgang, Pflege 3 Entwicklertage im Jahr.
- Einmalig: 6 Entwicklertage zu 900 €, 2 Beratertage zu 1.200 €, 40 interne Stunden zu 48 €. Anlauf: 2 Monate ohne Nutzen.
- Die Werte sind Annahmen dieses Rechenbeispiels. Nicht enthalten: Folgen schlechter Ergebnisse, Datenschutzprüfung über die Beratertage hinaus.
| Position | Jahr 1 | Jahr 2 und 3, je | 3 Jahre |
|---|---|---|---|
| Nutzen aus Zeit | 20.400 € | 24.480 € | 69.360 € |
| Weiterer Nutzen | 0 € | 0 € | 0 € |
| Einrichtung einmalig | −9.720 € | 0 € | −9.720 € |
| Plattform und Verbrauch | −8.160 € | −8.160 € | −24.480 € |
| Pflege | −2.700 € | −2.700 € | −8.100 € |
| Ergebnis | −180 € | 13.620 € | 27.060 € |
Rechenbeispiel von Find-Your-Software mit angenommenen Werten, keine Zusage und kein Nutzenversprechen. Mehrjährige Rechnungen für Software erledigt der TCO-Rechner.
Annahmen und Begründung.
Szenario für Szenario.
Jede Karte nennt die Annahmen mit einer Spanne, in der sie plausibel sind. Liegt Ihr Wert außerhalb, ist das ein Warnsignal und kein Grund, die Zahl zu übernehmen. Preise einzelner Anbieter sind als Herstellerangabe gekennzeichnet, alles andere ist angenommen.
Technischer Handel: Angebot aus der Anfrage
Der Innendienst beantwortet 700 Anfragen im Monat. Die KI liest die Anfrage, sucht Artikel und Preise im ERP und schreibt den Angebotstext, ein Mensch prüft und versendet. Das trägt sich, weil Standardanfragen überwiegen und die Artikeldaten gepflegt sind. Im Maschinenbau mit wenigen, aufwendigen Angeboten sinkt der KI-Anteil deutlich.
- Angenommen: 25 Minuten je Angebot heute (Spanne 15 bis 40), 70 % Standardanfragen (50 bis 80), 60 % Zeitersparnis (40 bis 70), 5 Minuten Prüfung
- Angenommen: 75 % der gesparten Zeit werden frei (50 bis 90), Plattform 450 € im Monat, 12 Entwicklertage für die ERP-Anbindung
- Ergebnis: Nutzen 35.280 € im Jahr, Kosten 30.762 € im ersten Jahr, Break-even nach 14,4 Monaten, nach drei Jahren 39.294 €. Mehr zu Agenten im Ratgeber KI-Agenten.
Buchhaltung: Rechnung lesen, kontieren, abgleichen
Die Buchhaltung bearbeitet 750 Eingangsrechnungen im Monat. Die KI liest die Rechnung, schlägt Konto und Kostenstelle vor und gleicht mit der Bestellung ab. Rechnungen ohne Bestellbezug und Sonderfälle bleiben Handarbeit. Das Beispiel reagiert stark auf den Anteil, der ohne Eingriff durchläuft: Bei 50 statt 80 % verlängert sich der Break-even auf 33,2 Monate.
- Angenommen: 10 Minuten je Rechnung heute (7 bis 12), 80 % bearbeitet die KI (60 bis 90), 60 % Zeitersparnis (50 bis 70), 60 Sekunden Prüfung
- Preis laut Anbieter: d.velop invoices Medium 680 € im Monat mit 750 Rechnungen. Angenommen: 6 Entwicklertage Schnittstelle, 40 interne Stunden für Lieferantenstamm und Kontierungsregeln
- Ergebnis: Nutzen 24.480 € im Jahr, Kosten 20.580 € im ersten Jahr, Break-even nach 12,2 Monaten, nach drei Jahren 27.060 €. Mehr im Ratgeber KI im Rechnungseingang.
Hersteller mit Ersatzteilgeschäft: Chatbot für Standardfragen
Der Service erhält 2.500 Anfragen im Monat zu Lieferstatus, Rückgabe und Bedienung. Der Chatbot antwortet aus der Wissensbasis und übergibt den Rest mit Gesprächsverlauf an das Team. Zur Einordnung: Zendesk nennt 1,50 € je zusätzlicher automatisierter Lösung, Intercom 0,99 US$ je Outcome. Die Rechnung nutzt eine Monatsplattform, weil sie bei dieser Menge planbarer ist.
- Angenommen: 7 Minuten je Anfrage (4 bis 10), 45 % löst der Chatbot (30 bis 60), 90 % Zeitersparnis bei gelösten Fällen, 30 Sekunden Stichprobenprüfung, 60 % der Zeit werden frei (40 bis 80)
- Preis laut Anbieter: moin.ai Business ab 750 € im Monat bei jährlicher Zahlung, Umfang beim Anbieter erfragen. Angenommen: 6 Entwicklertage, 3 Beratertage, 60 interne Stunden
- Ergebnis: Nutzen 37.584 € im Jahr, Kosten 26.280 € im ersten Jahr, Break-even nach 9,4 Monaten, nach drei Jahren 51.408 €. Mehr im Ratgeber KI-Chatbot.
Technischer Support: Antworten aus Handbüchern, Tickets und Wiki
Vierzig Personen im Support suchen 4.000 Mal im Monat in Handbüchern, Tickets und Wikis. Ein interner Assistent antwortet mit Quellenangabe. Dieses Beispiel rechnet sich nur knapp, denn die gesparte Zeit steckt in Minutenstücken bei vielen Personen. Nur die Hälfte davon wird als Kapazität frei. Bei 30 statt 50 % wäre der Break-even außer Sicht.
- Angenommen: sechs Minuten je Suche (4 bis 10), 65 % findet der Assistent (40 bis 70), 55 % Zeitersparnis, 60 Sekunden zum Gegenlesen der Quelle, 50 % der Zeit werden frei (30 bis 60)
- Preis laut Anbieter: Langdock 25 € je Nutzer und Monat bei monatlicher Kündigung, 40 Nutzer. Angenommen: 8 Entwicklertage, 80 interne Stunden für die Aufbereitung der Quellen
- Ergebnis: Nutzen 28.704 € im Jahr, Kosten 32.040 € im ersten Jahr, Break-even nach 23,2 Monaten, nach drei Jahren 12.096 €. Mehr im Ratgeber KI-Unternehmenswissen.
Service-Hotline: Termine und Statusauskunft am Telefon
Die Hotline nimmt 1.500 Anrufe im Monat an, vor allem Termine, Status und Rückrufwünsche. Ein KI-Telefonassistent schließt die Standardfälle ab und übergibt den Rest. sipgate nennt für den Tarif Scale 199,95 € im Monat mit 3.000 Minuten, jede weitere Minute kostet 0,12 €. Rechtliche Pflichten wie den KI-Hinweis beschreibt der Ratgeber KI-Telefonassistent.
- Angenommen: 4 Minuten je Anruf (2 bis 6), 55 % ohne Mensch (40 bis 70), 90 % Zeitersparnis bei diesen Anrufen, 18 Sekunden Stichprobenprüfung, 70 % der Zeit werden frei (50 bis 90)
- Preis laut Anbieter: 199,95 € Tarif Scale. Angenommen: 10 Cent je KI-Anruf für Minuten über das Kontingent, 6 Entwicklertage für Kalender und CRM, 2 Beratertage
- Ergebnis: Nutzen 18.295 € im Jahr, Kosten 16.230 € im ersten Jahr, Break-even nach 13,0 Monaten, nach drei Jahren 21.626 €.
Einkauf: Angebote und Verträge auf Abweichungen prüfen
Der Einkauf prüft 250 Angebote und Verträge im Monat auf Preise, Zahlungsbedingungen und Abweichungen vom Rahmenvertrag. Die KI liest und markiert, der Einkäufer entscheidet. Der Zeitnutzen allein deckt die laufenden Kosten nicht: Ohne weiteren Nutzen liegt der Break-even außer Sicht, das Ergebnis nach drei Jahren wäre −14.628 €. Der Nutzen steckt in gefundenen Abweichungen.
- Angenommen: 40 Minuten je Prüfung heute (25 bis 60), 60 % Standarddokumente, 50 % Zeitersparnis, 8 Minuten fachliche Prüfung bleiben, 60 % der Zeit werden frei
- Angenommen: weiterer Nutzen 1.000 € im Monat, das entspricht 0,1 % auf 12 Mio. € geprüftes Einkaufsvolumen im Jahr. Nur ansetzen, wenn Sie Abweichungen belegen können
- Ergebnis: Nutzen 22.368 € im Jahr, Kosten 21.660 € im ersten Jahr, Break-even nach 17,0 Monaten, nach drei Jahren 18.372 €. Mehr im Ratgeber KI im Einkauf.
Microsoft 365 Copilot gezielt für Vielbesprecher
25 Projektleiter und Vertriebler haben je 30 Besprechungen im Monat, für die ein Protokoll nötig ist. Copilot fasst nach der Besprechung zusammen, dafür muss in Teams die Transkription oder Aufzeichnung aktiviert sein. Das Beispiel rechnet sich, weil nur 25 Personen eine Lizenz erhalten. Für 250 Personen kosteten die Lizenzen allein 78.000 € im Jahr (eigene Rechnung).
- Preis laut Anbieter: Microsoft 365 Copilot 26,00 € je Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, zzgl. MwSt., ein berechtigender Microsoft-365-Plan wird vorausgesetzt
- Angenommen: 20 Minuten je Protokoll heute (10 bis 30), 80 % der Besprechungen mit Transkription, 65 % Zeitersparnis, 4 Minuten Prüfung, 50 % der Zeit werden frei. Mitbestimmung nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG klären
- Ergebnis: Nutzen 25.920 € im Jahr, Kosten 15.000 € im ersten Jahr, Break-even nach 5,6 Monaten, nach drei Jahren 41.400 €. Mehr im Ratgeber Microsoft 365 Copilot.
In drei Schritten zur eigenen Rechnung
Beginnen Sie mit den Zahlen, die Sie ohne Schätzung kennen: Vorgänge im Monat, Minuten je Vorgang und den Preis aus Angebot oder Preisliste. Wählen Sie im Rechner das ähnlichste Szenario und überschreiben Sie dessen Werte.
- Schritt 1: Menge und Bearbeitungszeit aus Systemdaten ermitteln
- Schritt 2: Plattformpreis aus dem Angebot, Einmalkosten aus Tagen und Stunden
- Schritt 3: Zeitersparnis und freie Kapazität halbieren. Trägt es sich dann noch, lohnt ein Pilotprojekt
Quellen: Preislisten von d.velop, moin.ai, Zendesk, Intercom, Langdock, sipgate und Microsoft, Abruf 03.11.2026. Zur Transkription: Microsoft Learn, Anforderungen, Stand 11/2026; zu § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG. Preise netto zzgl. MwSt., soweit der Anbieter das angibt. Angaben laut Anbieter, ohne Gewähr. Verbindlich ist nur das Angebot des Anbieters.
Drei Gegenbeispiele.
Gleiche Formeln, andere Ausgangslage.
Dieselben Werkzeuge rechnen sich nicht, wenn Menge, Daten oder Prozess fehlen. Im Rechner sind sie auswählbar, ändern Sie dort die Werte und sehen Sie, ab wann sie kippen.
Chatbot für 150 Anfragen im Monat
Dieselbe Plattform wie im Kundenservice, aber nur 150 Anfragen. Der Nutzen beträgt 2.004 € im Jahr, die laufenden Kosten liegen bei 14.400 €. Erst ab rund 1.080 Anfragen im Monat decken die Einsparungen die laufenden Kosten, die Einrichtung ist dann noch nicht bezahlt.
- Feste Plattformkosten fallen ab dem ersten Monat an, der Nutzen wächst nur mit der Menge
- Besser: Standardfragen im Hilfetext klären oder eine Plattform mit Verbrauchspreis wählen
Wissenssuche auf veralteten Dokumenten
Handbücher widersprechen sich, Rechte sind unklar, die KI findet nur bei 40 % eine brauchbare Antwort und jede Antwort muss 2,5 Minuten gegengeprüft werden. Dazu kommen 300 Stunden Aufräumarbeit. Der Zeitnutzen schrumpft auf 3.840 € im Jahr, die Kosten im ersten Jahr liegen bei 56.100 €. Bitkom: 50 % der KI-Anwender nennen die Datenaufbereitung als großen Kostenpunkt.
- Prüfen Sie vor dem Angebot, wie viele Dokumente aktuell, eindeutig und zugriffsgeregelt sind
- Besser: erst eine Quelle aufräumen, dann mit dieser Quelle starten
Rechnungseingang mit Ausnahmen statt Standard
Nur 30 % der Rechnungen haben einen Bestellbezug, die Freigaberegeln sind uneinheitlich, ein Mensch prüft jede KI-Buchung 3 Minuten. Dazu 8 Beratertage, um den Prozess zu klären. Das Ergebnis nach drei Jahren: −59.904 €. Dieselbe Plattform für 680 € rechnet sich im Beispiel mit geklärtem Prozess nach 12,2 Monaten.
- Die KI automatisiert den Prozess, wie er ist, auch das Durcheinander
- Besser: erst Prozess und Freigaben klären, dann die Menge der Standardfälle messen
Rechenbeispiele von Find-Your-Software mit angenommenen Werten, keine Zusage.
Kosten, die in keinem Angebot stehen.
Und was sie im Beispiel ausmachen.
Ein Angebot nennt Lizenz oder Verbrauch. Für die Rechnung brauchen Sie acht weitere Blöcke. Die Werte sind die Spannen aus den Rechenbeispielen oben, alle angenommen, mit Entwicklertag 900 €, Beratertag 1.200 € und interner Stunde 48 €.
| Kostenblock | Was anfällt | Spanne im Rechenbeispiel | So halten Sie ihn klein |
|---|---|---|---|
| AnbindungERP, CRM, DMS, Ticketsystem | Schnittstellen, Rechte, Tests, Fehlerbehandlung. Bitkom: 41 % der KI-Anwender nennen die Integration als großen Kostenpunkt | 2 bis 14 Entwicklertage, 1.800 bis 12.600 € | Fertige Konnektoren prüfen, lesend starten, Schreibrechte nur für nötige Felder |
| DatenaufbereitungStammdaten, Dokumente, Rechte | Dubletten, Altbestände und Zugriffsrechte bereinigen. Bitkom: 50 % nennen sie als großen Kostenpunkt | 25 bis 300 interne Stunden, 1.200 bis 14.400 € | Qualität vor dem Angebot an 50 echten Fällen messen, nur benötigte Quellen aufnehmen |
| PrüfaufwandMensch kontrolliert das Ergebnis | Textvorschlag, Buchungsvorschlag oder Antwort muss jemand lesen, sonst entstehen Fehler im Prozess | 18 Sekunden bis 8 Minuten je Vorgang | Stichprobe bei bewährten Fällen, volle Prüfung bei Geldbeträgen und Verträgen |
| Pflege und Betrieblaufend | Quellen aktuell halten, Regeln anpassen, Gespräche und Fehler auswerten, bei Modellwechsel neu testen | 2 bis 15 Entwicklertage im Jahr, 1.800 bis 13.500 € | Verantwortliche Rolle benennen, Qualitätsmessung monatlich |
| SchulungEinführung | Rollen schulen, Richtlinie erklären, Betriebsrat einbinden. Bitkom: 19 % nennen die Schulung als großen Kostenpunkt | 2 bis 8 Beratertage, 2.400 bis 9.600 € | Nach Rollen schulen, mit echten Fällen üben, Richtlinie vorab abstimmen |
| Verbrauchspreiseje Lösung, Minute, Nutzer | Zendesk 1,50 € je zusätzlicher automatisierter Lösung, Intercom 0,99 US$ je Outcome, sipgate 0,12 € je Minute über Kontingent, Langdock 25 € je Nutzer. Bitkom: Token-Verbrauch ist nur für 8 % ein großer Kostenpunkt | 0 bis 30 Cent je Vorgang, oder je Nutzer | Preis je Einheit, Obergrenze und Warnschwelle vertraglich festlegen |
| AnlaufzeitNutzen kommt später | Lernphase, Tests und Parallelbetrieb: Die Lizenz läuft, der Nutzen noch nicht | 1 bis 6 Monate ohne Nutzen | Pilot mit einer Vorgangsart, Abbruchkriterium vorab festlegen |
| InfrastrukturCloud und Rechenleistung | Bei SaaS meist im Preis, bei eigenem Betrieb oder eigenen Modellen nicht. Bitkom: 51 % nennen die Infrastruktur als großen Kostenpunkt | in den Rechenbeispielen nicht enthalten | Vor dem Angebot klären, wer Hosting, Updates und Modellkosten trägt |
Quelle für die Anteile: Bitkom, Presseinformation vom 14.09.2026, Anteile der KI-Anwender, die den Kostenpunkt als groß nennen. Preise je Einheit laut Preislisten der Anbieter, Abruf 03.11.2026. Angaben laut Anbieter, ohne Gewähr.
Vier Regeln.
Damit die Rechnung hält.
Die Rechnung steht und fällt mit dem Nutzen. Im Beispiel Rechnungseingang verlängert sich der Break-even von 12,2 auf 41,1 Monate, wenn nur 50 statt 85 % der gesparten Zeit frei werden. Vier Regeln halten den Nutzen ehrlich.
In Euro nur, was frei wird
- Fragen Sie: Was passiert mit den freien Stunden? Weniger Überstunden, kein Neuzugang oder weniger Rückstand zählen
- Zehn Minuten, verteilt auf 40 Personen, zählen kaum
- Im Rechner steuert das Feld „Anteil der gesparten Zeit, der wirklich frei wird“
Fehlerkosten zählen, nicht schätzen
- Vier Wochen lang Fälle mit Nacharbeit zählen: Korrekturbuchung, Reklamation, Doppelzahlung
- Anzahl mal Kosten je Fall ergibt den weiteren Nutzen im Monat
- KI macht eigene Fehler: Prüfzeit abziehen
Durchlaufzeit nur mit Preis
- Schnellere Erledigung ist erst Nutzen, wenn sie etwas kostet oder bringt, etwa Skonto, Mahnungen oder Kündigungen
- Ohne Preis je Tag bleibt sie Nebenwirkung, nicht Posten in der Rechnung
Vorher und nachher gleich messen
- Vier Wochen vor dem Pilotprojekt mit Stoppuhr oder Ticketdaten, vier Wochen danach auf dieselbe Art
- Menge, Bearbeitungszeit, Fehler, Prüfzeit und Kosten festhalten
- Danach den Rechner mit den gemessenen Werten neu füllen
Rechnet sich das Vorhaben wirklich?
Elf Fragen mit Ampel.
Gehen Sie die Fragen mit dem Fachbereich und der IT durch, bevor jemand ein Budget freigibt. Grün heißt: Die Rechnung ist belastbar. Gelb heißt: Rechnen Sie mit vorsichtigen Werten. Blau heißt: Erst Grundlagen klären, sonst rechnet die Tabelle schöner, als es wird.
Menge und Nutzen
Prozess und Daten
Kosten und Betrieb
Die Rechnung ist belastbar.
Holen Sie zwei bis drei Angebote ein und testen Sie jedes mit 20 echten Fällen. Legen Sie vorab Messgrößen und ein Abbruchkriterium fest. Die Anbieter-Anforderungen halten Sie im Selection Portal fest, etwa mit Anforderungen sammeln.
Mit vorsichtigen Werten rechnen.
Das Vorhaben kann sich rechnen, aber nicht mit den Werten aus dem Prospekt. Setzen Sie im Rechner Ihre gemessene Menge ein, halbieren Sie die Zeitersparnis und starten Sie mit einem Pilotprojekt. Die markierten Punkte werden Anforderungen an den Anbieter.
Erst Grundlagen klären, dann rechnen.
Messen Sie zuerst Menge und Bearbeitungszeit, klären Sie Prozess und Datenlage und holen Sie erst dann Angebote ein. Dabei hilft die KI-Strategie-Beratung, ein Gespräch vereinbaren Sie im Erstgespräch.
Der Prüf-Check ist eine Arbeitshilfe von Find-Your-Software und ersetzt keine Rechts- oder Datenschutzprüfung.
Häufige Fragen
zum KI-ROI.
Wie berechnet man den ROI von KI?
ROI gleich Nutzen minus Kosten, geteilt durch Kosten, über einen festen Zeitraum, hier drei Jahre. Zum Nutzen zählt freie Kapazität in Euro, dazu vermiedene Fehler. Zu den Kosten zählen Lizenz, Anbindung, Datenaufbereitung, Pflege, Prüfaufwand und Schulung. Im Beispiel Rechnungseingang stehen 24.480 € Nutzen im Jahr gegen 20.580 € Kosten im ersten Jahr, nach drei Jahren bleiben 27.060 €, das sind 64 % ROI (Rechenbeispiel mit angenommenen Werten). Rechnen Sie im Rechner oben mit Ihren Zahlen.
Wann lohnt sich KI im Mittelstand?
KI lohnt sich bei vielen gleichartigen Vorgängen, sauberen Daten und einem einheitlichen Prozess. In den Rechenbeispielen wird das Ergebnis nach drei Jahren ab etwa 410 Angeboten, 460 Rechnungen, 840 Anrufen oder 1.290 Serviceanfragen im Monat positiv. Bei kleiner Menge, veralteten Quellen oder wechselnden Abläufen rechnet es sich nicht. Bitkom meldet, dass 57 % der Unternehmen ab 20 Beschäftigten KI einsetzen, das heißt nicht, dass jedes Vorhaben trägt. Starten Sie dort, wo Sie die Menge aus Systemdaten kennen.
Wie lange dauert es bis zum Break-even?
In den sieben Rechenbeispielen liegt der Break-even zwischen 5,6 und 23,2 Monaten, im Mittel bei etwa einem Jahr. Er hängt an vier Größen: Einmalkosten, Nutzen im Monat, laufende Kosten und Anlaufzeit. Rechnet ein Vorhaben erst nach mehr als 24 Monaten, trägt meist die Annahme zur freien Kapazität die Last. Prüfen Sie diese zuerst und senken Sie sie im Rechner testweise um die Hälfte. Zwei der sieben Beispiele liegen unter 12 Monaten. Alle Werte sind angenommen.
Was kostet ein KI-Projekt?
Die Einmalkosten liegen in den Rechenbeispielen zwischen 5.400 € und 17.280 €, dazu kommen laufende Kosten von 6.990 € bis 17.400 € im Jahr. Preise einzelner Anbieter: Microsoft 365 Copilot 26,00 € je Nutzer und Monat, d.velop invoices Medium 680 € im Monat, sipgate Scale 199,95 € im Monat, Langdock 25 € je Nutzer und Monat (Preislisten, Abruf 03.11.2026). Wo keine Preisliste vorliegt, gibt es Preise nur auf Anfrage. Mehr im Ratgeber KI Kosten.
Was ist ein guter ROI für KI?
Eine feste Grenze gibt es nicht. Legen Sie vor der Rechnung fest, nach wie vielen Monaten sich ein Vorhaben tragen muss, und wenden Sie dieselbe Schwelle auf alle Vorhaben an. Im Rechenbeispiel liegt der ROI nach drei Jahren zwischen 18 % und 121 %. Ein Vorhaben, das nur mit besten Annahmen positiv wird, ist keines. Prüfen Sie es deshalb im Rechner mit halber Zeitersparnis und doppelten Einmalkosten. Das schützt vor schöngerechneten Zahlen.
Wie rechne ich Zeitersparnis in Euro um?
Multiplizieren Sie die gesparten Stunden mit dem internen Stundensatz, hier angenommen 48 €. Das gilt nur für Zeit, die tatsächlich frei wird: weniger Überstunden, kein zusätzlicher Mitarbeiter, kleinerer Rückstand oder mehr bearbeitete Aufträge. Zehn Minuten, die auf 40 Personen verstreut sind, werden selten zu Kapazität. Im Rechner steht dafür das Feld „Anteil der gesparten Zeit, der wirklich frei wird“, in den Beispielen zwischen 35 und 85 %. Ohne diese Unterscheidung überschätzen Sie den Nutzen deutlich.
Welche KI-Anwendungen rechnen sich zuerst?
Zuerst rechnen sich Vorgänge mit hoher Menge, kurzer Bearbeitungszeit und klaren Regeln: Eingangsrechnungen, Standardanfragen im Service, Termine am Telefon, Angebotstexte aus Katalogdaten. Später und knapper rechnen sich Wissenssuche und Vertragsprüfung, weil dort der Nutzen verstreut oder schwer messbar ist. Starten Sie mit einem Vorgang, den Sie heute schon zählen, und ermitteln Sie Menge und Bearbeitungszeit aus Ihren Systemdaten. Als Daumenregel gilt: Je höher die Menge und je klarer die Regel, desto früher der Break-even.
Warum rechnet sich KI oft nicht?
Meist aus drei Gründen: Die Menge ist zu klein für die festen Kosten, die Daten sind nicht bereit, oder der Prozess läuft je Fall anders. Dazu kommt, dass Kosten außerhalb der Lizenz übersehen werden. Bitkom: Für 50 % der KI-Anwender ist die Datenaufbereitung ein großer Kostenpunkt, für 21 % sind es die Lizenzen. Drei Gegenbeispiele sind im Rechner auswählbar, ändern Sie dort Menge, Prüfzeit und Anlaufzeit. Das ist kein Argument gegen KI, sondern gegen ungeprüfte Annahmen.
Was gehört in die Kosten eines KI-Projekts außer der Lizenz?
Anbindung an ERP oder CRM, Datenaufbereitung, Prüfaufwand der Ergebnisse, Pflege, Schulung, Verbrauchspreise und die Anlaufzeit ohne Nutzen. Bitkom nennt als große Kostenpunkte Infrastruktur (51 %), Datenaufbereitung (50 %) und Integration (41 %). Die Tabelle „Kosten, die in keinem Angebot stehen“ ordnet jeden Block mit einer angenommenen Spanne ein und nennt, wie Sie ihn klein halten. Nehmen Sie diese Blöcke in jede Anbieterfrage auf und lassen Sie sich Preise je Einheit schriftlich bestätigen.
Wie berücksichtige ich Fehler und Prüfaufwand?
Rechnen Sie die Prüfzeit je Vorgang als Abzug von der Zeitersparnis. Fehlerkosten setzen Sie nur an, wenn Sie sie zählen können: Anzahl Fälle im Monat mal Kosten je Fall. KI macht eigene Fehler, daher gehört eine Stichprobe in den Betrieb, bei Geldbeträgen und Verträgen eine volle Prüfung. In den Rechenbeispielen liegt die angenommene Prüfzeit zwischen 18 Sekunden und 8 Minuten je Vorgang. Das Prüfen kostet Zeit, verhindert aber, dass Fehler im Prozess weiterlaufen.
Brauche ich einen Piloten, bevor ich entscheide?
Ja, wenn die Einmalkosten ein Vielfaches der Monatskosten betragen. Pilotieren Sie eine Vorgangsart über vier bis acht Wochen, messen Sie Menge, Bearbeitungszeit, Fehler und Prüfzeit vorher und nachher und legen Sie ein Abbruchkriterium fest. Rechnen Sie danach neu: Der Pilot ersetzt die angenommenen Werte durch gemessene, und erst dann lohnt sich die Freigabe des vollen Budgets. Bei geringen Einmalkosten genügt eine kurze Probephase von zwei Wochen mit denselben Messgrößen.
Wie finde ich die Vorhaben mit dem besten Verhältnis von Nutzen und Kosten?
Sammeln Sie Vorgänge mit Menge, Bearbeitungszeit und beteiligten Systemen, bewerten Sie Datenlage und Prozessreife und rechnen Sie die besten fünf durch. Sectorlens bewertet Prozesse auf KI-Potenzial und rechnet Kosten und Nutzen mit offengelegten Annahmen, das Vorgehen beschreibt die KI-Strategie-Beratung. Das Matching von Find-Your-Software gleicht Ihre Anforderungen mit über 16.000 Systemen und über 200.000 Referenzprojekten ab. Das Ergebnis ist eine kurze Liste mit Break-even je Vorhaben, kein Katalog. Prüfen Sie jede Zahl an Ihren Daten, bevor Sie budgetieren.
KI, die an Ihre Systeme anschließt.
Klarheit in wenigen Tagen.
Sectorlens berät Unternehmen mit 50 bis 5.000 Mitarbeitenden bei KI, Digitalisierung und Softwareauswahl. Wir klären in wenigen Tagen statt Wochen, was sich lohnt, und bauen auf Ihrer Systemlandschaft auf.
Potenzialfindung
Wir bewerten Ihre Prozesse auf KI-Potenzial und ordnen die Use-Cases nach Aufwand, Datenlage und Nutzen. Am Ende steht eine kurze Liste, kein Katalog.
ROI-Berechnung
Für jeden Use-Case rechnen wir Kosten und Nutzen mit offengelegten Annahmen durch, bevor Sie investieren. Sie sehen, was sich rechnet und was nicht.
Prozessanalyse
Wir nehmen den Prozess so auf, wie er heute läuft, mit Systemen, Schnittstellen und Datenflüssen, und zeigen, wo KI sauber anschließt.
Wir haben ERP- und MES-Systeme ausgewählt und eingeführt. Deshalb betrachten wir das Gesamtgerüst und bauen darauf auf, statt ein KI-Konzept zu entwerfen, das sich nicht anbinden lässt. Das Vorgehen beschreibt die KI-Strategie-Beratung, ein Gespräch dazu vereinbaren Sie im Erstgespräch.
Der richtige Einstieg
für Ihr KI-Vorhaben.
Die Matching Engine von Find-Your-Software gleicht Ihre Anforderungen mit über 16.000 Systemen ab und liefert eine begründete Shortlist. Im Selection Portal sammeln Sie danach Anforderungen mit Wichtigkeit A, B oder C, markieren K.O.-Kriterien, zeichnen Ihre Systeme in der IT-Systemlandschaft auf und prüfen den Vertrag unter Softwarevertrag prüfen. Anbieter zahlen im Anbieter-Cockpit für Kontakte, nicht für Plätze im Ranking.