Prozessautomatisierung:
RPA und Workflow-Tools im Vergleich.
Prozessautomatisierung gelingt mit drei Werkzeugarten: RPA-Bots bedienen Oberflächen ohne Schnittstelle, Workflow-Tools verbinden Anwendungen über APIs, Prozessplattformen steuern lange Abläufe mit Freigaben. Den Ausschlag geben Schnittstellen und Datenstandort, denn n8n läuft auch im eigenen Rechenzentrum, während Zapier Daten in den USA speichert. Automatisieren Sie im Pilot einen echten Vorgang samt Ausnahmen und zählen Sie, wie oft ein Mensch noch eingreifen muss.
Was Prozessautomatisierung ist.
Drei Werkzeugarten, drei Einsatzfälle.
Prozessautomatisierung heißt, dass Software wiederkehrende Arbeitsschritte erledigt, die sonst ein Mensch am Bildschirm ausführt: Daten übertragen, Belege prüfen, Freigaben anstoßen. Laut Bitkom nutzen 30 % der Unternehmen ab 20 Beschäftigten bereits Workflowmanagement für Freigaben. Welches Werkzeug passt, hängt vor allem daran, ob die beteiligten Systeme eine Schnittstelle haben. Fehlt sie, klickt ein RPA-Bot durch die Oberfläche. Gibt es sie, verbindet ein Workflow-Tool die Systeme direkt. Für lange Abläufe mit vielen Rollen, Fristen und Freigaben gibt es als dritte Gruppe Prozessplattformen, die BPMN-Modelle ausführen. Wer eigene Masken und Formulare braucht, landet dagegen bei den Low-Code-Plattformen, und autonome Assistenten behandelt unser Ratgeber KI-Agenten.
RPA: arbeitet an der Oberfläche
- Ein Software-Roboter bedient Masken, Tastatur und Maus wie ein Mensch
- Passt für Altsysteme, Portale und Terminalanwendungen ohne API
- Bricht, wenn sich ein Feld oder ein Button in der Zielanwendung verschiebt
- Abrechnung meist je Bot oder je Benutzer, bei Power Automate Process 130,00 € je Bot und Monat
Workflow-Tool: arbeitet über Schnittstellen
- Verbindet Anwendungen über fertige Konnektoren und APIs
- Stabil gegen Änderungen an der Oberfläche, schnell eingerichtet
- Abrechnung nach Ausführungen, Credits oder Tasks statt je Bot
- n8n lässt sich selbst betreiben, Make, Zapier und Workato laufen nur in der Cloud des Anbieters
Quellen: Bitkom, Digital Office Index 2024, Presseinformation vom 24.09.2024, Basis 1.103 Unternehmen ab 20 Beschäftigten. Einteilung in drei Gruppen: Einschätzung von Find-Your-Software.
Prozessautomatisierung Software im Auszug.
RPA, Workflow-Tools und Prozessplattformen.
Im Auszug stehen 13 Werkzeuge in drei Gruppen, innerhalb jeder Gruppe alphabetisch, ohne Rangfolge und nicht den ganzen Markt. Ausgewählt sind Anbieter mit Bedeutung für Unternehmen von 50 bis 5.000 Mitarbeitenden im DACH-Raum, darunter n8n und Camunda aus Berlin und JobRouter aus Mannheim. Microsoft Power Automate steht zweimal, weil es Cloud-Flows und Desktop-RPA getrennt lizenziert. Die Plakette in der letzten Spalte ist eine Einschätzung von Find-Your-Software: grün heißt Betrieb in der EU oder im eigenen Rechenzentrum ist belegt, gelb heißt EU-Betrieb nur mit Bedingungen oder in der Demo zu klären, blau heißt Datenhaltung in den USA.
| Anbieter | Art | Preis ab | Hosting und Datenstandort | KI-Agenten laut Anbieter | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|---|---|
| RPA-PlattformenBots bedienen Oberflächen wie ein Mensch, auch ohne Schnittstelle | |||||
| Automation AnywhereAutomation Anywhere, San José (Kalifornien) | RPA-Plattform | auf Anfrage | ≈ Cloud-Dienst des Anbieters, Ausführung auch in Ihrer eigenen AWS- oder GCP-Umgebung; EU-Region beim Anbieter erfragen | ✓ AI Agent Studio, unbeaufsichtigte agentische Abläufe | ≈Konzern und großer MittelstandEU-Region vertraglich festlegen |
| Microsoft Power Automate DesktopMicrosoft, Desktop-Flows | RPA am Windows-Arbeitsplatz | Premium 13,00 € je Benutzer mit beaufsichtigter RPA, Process 130,00 € je Bot und Monat | ✓ Region Deutschland wählbar, Desktop-Flows laufen auf Ihren Windows-Rechnern; Hosted Process mit Microsoft-VM 186,30 € je Bot | ≈ Agent-Flows über Copilot Studio mit eigener Credit-Abrechnung | ✓Mittelstand mit Microsoft 365Region bei Anlage der Umgebung wählen |
| SAP Build Process AutomationSAP, Walldorf | Workflow und RPA für SAP | auf Anfrage, Servicepläne im SAP Discovery Center | ≈ Cloud-Dienst auf der SAP Business Technology Platform, Region in der Demo prüfen | ✓ Joule erzeugt Prozesse und Formulare aus Text, eigene Agenten über Joule Studio | ≈Unternehmen mit SAP S/4HANARegion und Nutzerarten im Angebot ausweisen lassen |
| SS&C Blue PrismTeil von SS&C Technologies | RPA-Plattform | auf Anfrage | ✓ Enterprise im eigenen Rechenzentrum, Blue Prism Cloud aus Microsoft Azure oder AWS | ✓ WorkHQ seit 29.04.2026 steuert Agenten, Digital Workers und APIs gemeinsam | ✓Konzern mit strengen VorgabenDigital Workers hinter Ihrer Firewall |
| UiPathUiPath, USA | RPA- und Agentenplattform | Basic ab 25 $ im Monat, Standard und Enterprise auf Anfrage, Community kostenlos | ✓ Basic in der europäischen Region; Standard und Enterprise in wählbarer Region oder im eigenen Rechenzentrum, auch ohne Internetanbindung | ✓ Maestro zur Orchestrierung, agentische Automatisierung ab Standard ohne Aufruflimit | ≈Mittelstand bis KonzernRegion und Self-Hosting in Standard klären |
| Workflow-Tools und iPaaSVerbinden Anwendungen über Konnektoren und APIs | |||||
| MakeMake, Prag, gehört zu Celonis | Workflow-Tool | Core ab 9 $ im Monat für 10.000 Credits, Free mit 1.000 Credits | ≈ Rechenzentrum EU oder USA je Organisation, später nicht änderbar; KI-Anfragen bleiben nicht automatisch in der EU | ✓ Make AI Agents | ≈Fachbereich und kleine TeamsEU-Zone beim Anlegen wählen |
| Microsoft Power Automate CloudMicrosoft, Cloud-Flows | Workflow-Tool | Premium 13,00 € je Benutzer und Monat; Standard-Konnektoren in vielen Microsoft-365-Lizenzen | ✓ Region Deutschland oder Europa wählbar | ≈ Copilot baut Flows aus Alltagssprache, Agent-Flows in Copilot Studio | ✓Microsoft-365-UmgebungenPremium-Konnektoren brauchen eine eigene Lizenz |
| n8nn8n, Berlin | Workflow-Tool, auch selbst betrieben | Starter 20 € im Monat bei jährlicher Zahlung (monatlich 24 €), Community Edition selbst betrieben ohne Lizenzkosten | ✓ Cloud in Frankfurt; Community Edition, Business und Enterprise im eigenen Rechenzentrum | ✓ AI-Agent-Knoten, MCP-Server und MCP-Client | ✓IT-nahe Teams, strenger DatenschutzLizenz erlaubt nur interne Zwecke |
| WorkatoWorkato, USA | iPaaS für Konzerne | auf Anfrage, Abrechnung nach Funktion und Verbrauch | ✓ eigenes EU-Rechenzentrum in Frankfurt, ohne Replikation in die USA | ✓ Genies als KI-Agenten, Agent Studio, MCP-Gateway | ✓Konzern-IT mit vielen SystemenEU-Rechenzentrum im Vertrag festhalten |
| ZapierZapier, USA | Workflow-Tool | Professional 19,99 $ im Monat bei jährlicher Zahlung (monatlich 29,99 $), Free mit 100 Tasks | – Daten auf AWS in den USA, EU-Datenresidenz bietet Zapier nicht an | ✓ Zapier Agents als Zusatz, 400 Aktivitäten im Free-Tarif | ✕Einfache Abläufe ohne PersonendatenDrittlandübermittlung vorher prüfen |
| Prozessplattformen und BPMFühren lange Abläufe mit Rollen, Fristen und Freigaben aus, meist mit BPMN | |||||
| Axon IvyAxon Ivy, Zug, Teil der Ricoh-Gruppe | Prozessplattform | auf Anfrage, Designer kostenlos | ✓ Cloud mit Hosting in der EU oder eigenes Rechenzentrum, containerbasiert | ✓ Agent Node im Prozess, MCP seit Version 14.0 | ✓Versicherung, Energie, VerwaltungBPMN-2.0-Modelle laufen direkt |
| CamundaCamunda, Berlin | Prozess-Orchestrierung mit BPMN | auf Anfrage; Self-Managed für Entwicklung ohne Lizenz | ✓ SaaS unter anderem in AWS Frankfurt, Self-Managed im eigenen Rechenzentrum | ✓ AI Agent Connector und MCP-Client in BPMN-Prozessen | ✓IT-Teams mit eigener EntwicklungProduktivbetrieb braucht Enterprise-Lizenz |
| JobRouterJobRouter, Mannheim, seit 12/2024 Teil von Aptean | Plattform für Prozessautomatisierung | Mietpreis auf Anfrage, Editionen Starter, Advanced, Premium | ✓ Cloud-Instanzen für Deutschland in deutschen Rechenzentren oder On-Premises | ≈ KI-Agenten als Prozessschritt seit Release 2026.1, zunächst Beta in der Cloud | ✓Mittelstand mit Belegen und FreigabenBPMN-Import nur in Premium |
Quellen: Anbieter- und Referenzdatenbank von Find-Your-Software, Automation Anywhere, Cloud Service, Automation Anywhere, AI Agent Studio, Microsoft, Power Automate Preise, Microsoft, Regionen, SAP, Dokumentation, SS&C Blue Prism, WorkHQ, Blue Prism Cloud, UiPath, Preise, Make, Vergleich mit n8n, Make, Organisationen, n8n, Preise, Workato, Preise, Workato, EU-Rechenzentrum, Zapier, Preise, Zapier, Datenschutz, Axon Ivy, Plattformbeschreibung, Camunda, Regionen, JobRouter Cloud, Stand 11/2026, abgerufen am 02.11.2026. UiPath kündigt für Basic einen neuen Tarif an. Angaben laut Anbieter, ohne Gewähr. Verbindlich ist nur das Angebot des Anbieters. Weitere Systeme finden Sie über das Matching.
Welcher Weg zu Ihrem Ablauf passt.
Vier Wege mit klaren Grenzen.
Die wichtigste Frage stellen Sie vor jeder Demo: Hat jedes beteiligte System eine dokumentierte Schnittstelle? Daraus folgt meist schon die Werkzeugart. Laut Bitkom nennen 41 % der KI-Anwender die Integration in bestehende Systeme als großen Kostenpunkt, Lizenzen nur 21 %. Welche Schnittstellen Ihre Systeme heute haben, erfassen Sie in der IT-Systemlandschaft des Selection Portals, Grundlagen erklärt unser Ratgeber Schnittstellen und Integration.
Bot an der Oberfläche
Wenn eine Anwendung nur über Masken erreichbar ist, etwa ein Lieferantenportal oder ein Terminalsystem, überträgt ein Bot die Daten. Power Automate Premium enthält beaufsichtigte Desktop-Flows für 13,00 € je Benutzer und Monat.
- kein Eingriff in das Zielsystem nötig
- schnell für klar begrenzte Aufgaben
- auch für Excel und Dateiablagen
Workflow über Konnektoren
Wenn CRM, Shop, Buchhaltung und Ticketsystem Schnittstellen haben, verbindet ein Workflow-Tool sie direkt. n8n rechnet je Ausführung ab, egal wie viele Schritte ein Workflow hat, Make je Credit und Zapier je Task.
- stabil gegen Änderungen an Masken
- fertige Konnektoren für gängige Anwendungen
- Fehler landen im Protokoll statt im Postfach
Workflow des ERP nutzen
Liegt der Ablauf zum größten Teil in einem System, etwa Bestellfreigaben im ERP, nutzen Sie dessen eigene Workflow-Funktion. Für SAP-Kunden ist SAP Build Process Automation der Weg, mit Joule für Prozesse aus Text.
- Rechte und Stammdaten kommen aus dem ERP
- kein weiteres System im Betrieb
- Updates liefert der ERP-Anbieter mit
Eigene Anwendung bauen
Wenn Mitarbeitende Daten in einer neuen Maske erfassen oder freigeben sollen, ist eine Low-Code-Plattform die bessere Wahl als ein Bot. Der Vergleich der Plattformen steht in unserem Ratgeber Low-Code-Plattformen.
- Formular, Rollen und Protokoll in einem
- Fachbereich kann Änderungen mittragen
- Automatisierung über angebundene Flows
Quellen: Bitkom, Presseinformation vom 14.09.2026, Basis 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten; n8n, Preise; Make, Credits, Stand 11/2026. Zuordnung der Wege: Einschätzung von Find-Your-Software. Ob Sie selbst bauen oder kaufen, beleuchtet unser Ratgeber Make or Buy in der IT.
n8n vs Make vs Zapier.
Abrechnung, Datenstandort, Betrieb.
n8n, Make und Zapier lösen dieselbe Aufgabe, rechnen aber ganz unterschiedlich ab. n8n zählt eine Ausführung je Workflow-Lauf, egal wie viele Schritte er hat. Make zählt Credits, und eine Modulaktion verbraucht in der Regel einen Credit. Zapier zählt jede erledigte Aktion als Task. Bei langen Workflows mit vielen Schritten wird n8n deshalb vergleichsweise günstiger, bei kurzen Abläufen mit wenigen Schritten liegen die Modelle näher beieinander. Ein Haken heißt: vorhanden. Das Zeichen ≈ heißt: mit Einschränkung. Ein Strich heißt: nicht vorgesehen.
| Kriterium | n8n | Make | Zapier |
|---|---|---|---|
| Abrechnung | je Workflow-Ausführung, unabhängig von der Zahl der Schritte | je Credit, eine Modulaktion entspricht meist einem Credit, KI-Module mehr | je Task, jede erfolgreich erledigte Aktion zählt |
| Einstieg | Starter 20 € im Monat bei jährlicher Zahlung, 2.500 Ausführungen | Core ab 9 $ im Monat für 10.000 Credits | Professional 19,99 $ im Monat bei jährlicher Zahlung, 750 Tasks |
| Kostenlos | Community Edition im Eigenbetrieb, Cloud nur als Test | Free mit 1.000 Credits im Monat | Free mit 100 Tasks im Monat |
| Selbst betreiben | ✓ Community Edition, Business und Enterprise | – nur Cloud | – nur Cloud |
| Datenstandort Cloud | ✓ Frankfurt | ≈ EU oder USA, je Organisation fest | – AWS in den USA |
| KI-Agenten | ✓ AI-Agent-Knoten, MCP-Server und MCP-Client | ✓ Make AI Agents | ≈ Zapier Agents als Zusatzprodukt mit eigener Abrechnung |
| Integrationen laut Anbieter | über 500 eigene, im Verzeichnis über 2.000 | über 3.000 Apps | über 9.000 Apps |
| Worauf achten | Lizenz erlaubt nur interne Zwecke, Business gibt es nur selbst betrieben | Zusatz-Credits kosten 25 % mehr als im Tarif enthaltene | Jahreszahlung spart laut Zapier 33 % |
Quellen: n8n, Preise, n8n, Lizenz, n8n, AI Agent, Make, Credits, Make, Tarifanpassung, Make, Über uns, Zapier, Preise, Zapier Agents, Stand 11/2026. Angaben laut Anbieter, ohne Gewähr.
Lohnt sich die Automatisierung?
Rechnen Sie Ihren Fall durch.
Ob sich ein Bot oder Flow rechnet, entscheidet die eingesparte Arbeitszeit gegen Lizenz, Einrichtung und Pflege. Alle Werte sind Annahmen dieses Rechenbeispiels und lassen sich ändern. Als Vorgabe für die Lizenz steht der Listenpreis von Power Automate Process mit 130,00 € je Bot und Monat laut Microsoft. Setzen Sie für Ihren Fall den Preis aus dem Angebot ein. Den Nutzen je Prozess im Vergleich bewerten Sie in der ROI-Rechnung des Process Hub.
- Ein Entwicklertag kostet in diesem Rechenbeispiel 900 €, die Einrichtung mit 8 Tagen also 7.200 € einmalig.
- 80 % der Fälle laufen ohne Eingriff durch, die übrigen bleiben Handarbeit.
- Pflege von 2 Entwicklertagen pro Jahr für Anpassungen, etwa nach Updates der Zielanwendung.
- Lizenz von 130 € im Monat, als Vorgabe der Listenpreis von Power Automate Process je Bot.
- Nicht enthalten sind interne Projektzeit, Schulung, Server beim Eigenbetrieb und Kosten für KI-Verbrauch.
| Posten | Jahr 1 | Jahr 2 | Jahr 3 |
|---|---|---|---|
| Eingesparte Arbeitszeit | 21.120 € | 21.120 € | 21.120 € |
| Lizenz | −1.560 € | −1.560 € | −1.560 € |
| Einrichtung | −7.200 € | 0 € | 0 € |
| Pflege und Anpassung | −1.800 € | −1.800 € | −1.800 € |
| Ergebnis kumuliert | 10.560 € | 28.320 € | 46.080 € |
Rechenbeispiel von Find-Your-Software mit offengelegten Annahmen, keine Zusage über tatsächliche Einsparungen. Lizenzvorgabe: Microsoft, Power Automate Preise, Stand 11/2026, zzgl. MwSt. Was KI-Funktionen zusätzlich kosten, zeigt unser Ratgeber KI-Kosten.
Erst den Ablauf verstehen.
Vier Stationen, eine Weiche.
Ein schlechter Prozess wird durch Automatisierung nur schneller schlecht. Deshalb steht vor der Werkzeugwahl die Aufnahme des Ablaufs, am besten als BPMN-Diagramm. BPMN ist als ISO/IEC 19510 genormt, und Camunda, Axon Ivy und JobRouter Premium können solche Modelle direkt übernehmen. Im Process Hub des Selection Portals starten Sie mit einer Standardhierarchie von 57 Prozessen in sechs Bereichen und bewerten im Team, wo sich Automatisierung lohnt. Das Vorgehen ohne Werkzeug beschreibt unser Ratgeber Prozessanalyse.
- 1
Ablauf aufnehmen
Zeichnen Sie den Ablauf so, wie er heute wirklich läuft, mit Rollen, Systemen und Medienbrüchen. Nehmen Sie dafür einen echten Vorgang aus dem letzten Monat, nicht die Arbeitsanweisung.
✓PrüfpunktEin BPMN-Diagramm zeigt jeden Schritt mit Rolle und System - 2
Fälle und Ausnahmen zählen
Zählen Sie, wie viele Fälle im Monat anfallen und wie viele davon vom Standard abweichen. Ausnahmen wie Teillieferung oder Gutschrift entscheiden, ob ein Bot sinnvoll ist.
✓PrüfpunktFallzahl, Dauer je Fall und Ausnahmequote stehen fest - 3
Schnittstellen prüfen
Halten Sie für jedes beteiligte System fest, ob es eine API gibt und wer sie freischaltet. Das entscheidet zwischen RPA und Workflow-Tool.
✓PrüfpunktFür jedes System ist API ja oder nein dokumentiert - 4
Pilot mit echten Fällen
Automatisieren Sie einen Teilprozess vier bis sechs Wochen mit echten Fällen. Messen Sie, wie oft ein Mensch eingreifen musste und wie lange die Pflege dauerte.
✓PrüfpunktEingriffsquote und Pflegeaufwand sind gemessen
Automatisieren und ausrollen
Wählen Sie die Werkzeugart nach dem Entscheidungsweg oben und übernehmen Sie den Prozess in Ihr Bot-Inventar mit Verantwortlichem und Prüftermin.
Erst vereinfachen, Mensch bleibt drin
Vereinheitlichen Sie zuerst Varianten und Formulare. Wo Freitext und Ermessen bleiben, kann ein Agent vorbereiten, aber ein Mensch gibt frei.
Quellen: Find-Your-Software, Process Hub, JobRouter, Editionen, Stand 11/2026. Ablauf und Pilotdauer: Empfehlung von Find-Your-Software.
Datenschutz und Self-Hosting.
Was Recht und Revision verlangen.
Automatisierungen bewegen Kundendaten, Rechnungen und Personaldaten zwischen Systemen. Damit gelten dieselben Regeln wie für jede andere Verarbeitung, oft mit einem Anbieter mehr in der Kette. Laut Bitkom nennen 66 % der KI-Anwender den Datenschutz als Hemmnis.
Vertrag nach Art. 28 DSGVO
Jeder Cloud-Anbieter, über den personenbezogene Daten laufen, braucht einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung.
- n8n stellt einen vorunterschriebenen Vertrag bereit
- Zapier unterschreibt keine Verträge anderer Firmen, nur das eigene DPA
- Unterauftragsverarbeiter und KI-Modelle im Vertrag auflisten lassen
Übermittlung nach Art. 44 ff. DSGVO
Zapier speichert Daten auf AWS in den USA und bietet keine EU-Datenresidenz an. Bei Make bleibt eine KI-Anfrage nicht automatisch in der EU, auch wenn die Organisation dort angelegt ist.
- Datenstandort je Tarif schriftlich bestätigen lassen
- Bei US-Anbietern Rechtsgrundlage der Übermittlung prüfen
- Personendaten aus Workflows in die USA möglichst vermeiden
Betrieb im eigenen Rechenzentrum
n8n Community Edition, Camunda Self-Managed und JobRouter On-Premises laufen auf Ihren Servern, die Daten verlassen das Haus nicht.
- Updates, Backups und Sicherheit liegen dann bei Ihnen
- n8n erlaubt den Eigenbetrieb nur für interne Zwecke
- Camunda braucht für den Produktivbetrieb eine Enterprise-Lizenz
Automatisierte Entscheidungen, Art. 22 DSGVO
Betroffene haben das Recht, keiner ausschließlich automatisierten Entscheidung mit rechtlicher Wirkung unterworfen zu werden.
- Bewerbungen, Kredite oder Kündigungen nie vollautomatisch entscheiden
- Mensch-in-der-Schleife im Prozessmodell als Freigabe festhalten
- Begründung je Entscheidung speichern
Verfahrensdokumentation nach GoBD
Bucht ein Bot Belege, gehört er zum Verfahren und muss nach den GoBD, Rz. 151 ff., dokumentiert sein. Die Pflicht zur ordnungsmäßigen Buchführung folgt aus § 146 AO.
- Ablauf, Regeln und Ausnahmen des Bots beschreiben
- Änderungen am Bot mit Datum nachvollziehbar halten
- Steuerberater oder Prüfer früh einbinden
KI-Kompetenz und Hochrisiko-Fristen
Seit 02.02.2025 gilt Art. 4 der KI-Verordnung zur KI-Kompetenz. Nach der Änderung durch die Verordnung (EU) 2026/1744 gelten die Hochrisiko-Regeln nach Anhang III ab 02.12.2027.
- Agenten in Personalprozessen auf Hochrisiko prüfen
- Schulung der Fachbereiche mit Agenten dokumentieren
- Weitere Termine in unserem Ratgeber IT-Fristen 2027
Quellen: Verordnung (EU) 2016/679 (DSGVO), Art. 22, 28 und 44 ff.; EU-Kommission, AI Omnibus in Kraft, Stand 07/2026; BMF, GoBD, 2. Änderung vom 14.07.2025; § 146 AO; n8n, Sicherheit; Zapier, Datenschutz; Make, KI und Datenzonen; Bitkom, 14.09.2026. Keine Rechtsberatung.
Vom Bot zum Agenten.
Was sich 2026 und 2027 ändert.
Fast alle Anbieter der Tabelle bauen KI-Agenten in ihre Automatisierung ein. Ein Agent plant Schritte selbst, ein klassischer Workflow folgt festen Regeln. Laut Bitkom setzen 11 % der Unternehmen, die KI nutzen, planen oder diskutieren, schon KI-Agenten ein, 29 % planen es. Gartner erwartet zugleich, dass über 40 % der Projekte mit agentischer KI bis Ende 2027 eingestellt werden, wegen Kosten, unklarem Nutzen oder fehlender Risikokontrolle. Den Markt der Agentenplattformen vergleicht unser Ratgeber KI-Agenten.
KI als einzelner Schritt
- n8n bietet einen AI-Agent-Knoten, Camunda einen AI Agent Connector im BPMN-Prozess
- JobRouter setzt Agenten seit Release 2026.1 als Systemaktivität ein
- Der Rest des Ablaufs bleibt regelbasiert und prüfbar
Bots und Agenten unter einer Steuerung
- UiPath Maestro orchestriert Bots, Agenten und Menschen
- SS&C Blue Prism stellte WorkHQ am 29.04.2026 vor
- Automation Anywhere bietet das AI Agent Studio
Agenten mit Daten und Rechten des ERP
- SAP verbindet Joule Studio mit SAP Build Process Automation
- Rechte und Stammdaten kommen aus dem führenden System
- Mehr dazu im Ratgeber KI im ERP
Agent oder nur neues Etikett
- Gartner warnt vor Produkten, die RPA oder Chatbots nur als Agenten umbenennen
- Abrechnung je Agenten-Aufruf oder Credit vorher durchrechnen
- Jeden Agenten mit Freigabe durch einen Menschen starten
Quellen: Bitkom, 14.09.2026; Gartner, Pressemitteilung vom 25.06.2025 „Gartner Predicts Over 40% of Agentic AI Projects Will Be Canceled by End of 2027“; Camunda, AI Agent Connector; JobRouter, Release 2026.1; SAP, Joule Agents, Stand 11/2026.
Governance für Bots und Flows.
Sechs Regeln gegen Wildwuchs.
Automatisierung wächst schnell an vielen Stellen, und nach einem Jahr weiß oft niemand mehr, welcher Flow mit welchem Konto auf welche Daten zugreift. Microsoft begrenzt Flows aus Microsoft-365-Lizenzen auf Standard-Konnektoren, doch auch damit lassen sich Daten zwischen Postfach, SharePoint und Drittanwendungen bewegen. Sechs Regeln halten das beherrschbar. Wer die Automatisierung in eine KI-Planung einbetten will, findet Vorgehen und Rollen in unserer KI-Strategie Beratung.
Bot-Inventar führen
Jeder Bot und jeder Flow steht in einer Liste mit Zweck, Systemen, Datenklassen und Verantwortlichem.
- Prüftermin je Eintrag, mindestens jährlich
- Stilllegen, was niemand mehr verantwortet
Eigene Dienstkonten
Bots laufen mit eigenen Konten statt mit dem Login einer Person, damit Rechte und Protokolle eindeutig bleiben.
- nur die Rechte, die der Ablauf braucht
- kein Bot mit Administratorrechten im ERP
Passwörter im Tresor
Kennwörter und API-Schlüssel gehören in den Tresor des Werkzeugs oder Ihr Passwortsystem, nie in den Flow selbst.
- Schlüssel regelmäßig wechseln
- Zugriff auf den Tresor protokollieren
Test vor Produktion
Änderungen laufen erst in einer Testumgebung. Power Automate trennt dafür Umgebungen, n8n und Camunda lassen sich getrennt installieren.
- Versionen benennen und sichern
- Updates der Zielanwendung ankündigen lassen
Fehler sichtbar machen
Fehlgeschlagene Läufe landen in einer Warteschlange mit Benachrichtigung, nicht im Postfach einer einzelnen Person.
- Ausnahmen mit Bearbeiter und Frist
- Kennzahl Eingriffsquote je Bot
Export und Wechsel planen
Bei Make ist der Datenstandort einer Organisation später nicht änderbar. Klären Sie Export und Wechsel vor dem ersten produktiven Flow.
- Export der Flows als Datei prüfen
- Kündigungsfristen und Datenrückgabe im Vertrag
Quellen: Microsoft, Lizenzierung Power Automate, Make, Organisationen, Stand 11/2026. Regeln: Empfehlung von Find-Your-Software.
Was Automatisierung kostet.
Sechs Kostenblöcke im Überblick.
Die Lizenz ist selten der größte Posten. Laut Bitkom nennen KI-Anwender Integration (41 %) doppelt so oft als großen Kostenpunkt wie Lizenzen (21 %). Die Preise unten stammen aus den Preislisten der Anbieter, Tagessätze nur aus dem Rechenbeispiel von Find-Your-Software.
| Kostenblock | Was ihn treibt | Beispiel | Worauf achten |
|---|---|---|---|
| Lizenz je BenutzerCloud-Flows, beaufsichtigte RPA | Zahl der Personen, die Flows bauen oder auslösen | Power Automate Premium 13,00 € je Benutzer und Monat | Standard-Konnektoren sind in vielen Microsoft-365-Lizenzen schon enthalten |
| Lizenz je Botunbeaufsichtigte RPA | Zahl der Bots, die rund um die Uhr laufen | Power Automate Process 130,00 €, Hosted Process 186,30 € je Bot und Monat | Auslastung der Bots messen, bevor Sie weitere kaufen |
| VerbrauchAusführungen, Credits, Tasks | Zahl der Läufe und Schritte je Monat | n8n Starter 2.500 Ausführungen für 20 € im Monat bei jährlicher Zahlung | Bei Make kosten Zusatz-Credits 25 % mehr als enthaltene |
| KI-VerbrauchAgenten und KI-Schritte | Aufrufe von Sprachmodellen je Fall | Zapier Agents Pro 33,33 $ im Monat bei jährlicher Zahlung für 1.500 Aktivitäten | Obergrenzen und Warnschwellen vertraglich festlegen |
| Einrichtungeinmalig | Zahl der Systeme, Ausnahmen und Tests | Rechenbeispiel: 8 Entwicklertage zu 900 € ergeben 7.200 € | Festpreis je Prozess statt offener Aufwandsabrechnung anfragen |
| Betrieb und Pflegelaufend | Updates der Zielanwendungen, Eigenbetrieb, Überwachung | Power Automate Process Mining als Zusatz 4.332,40 € im Monat | Beim Self-Hosting Server, Backups und Updates einplanen |
Quellen: Microsoft, Power Automate Preise, Preise zzgl. MwSt. bei jährlicher Abrechnung; n8n, Preise; Make, Tarifanpassung; Zapier, Preise; Bitkom, 14.09.2026. Angaben laut Anbieter, Stand November 2026, ohne Gewähr. Einschätzungen geben die Meinung von Find-Your-Software wieder. Verbindlich ist nur das Angebot des Anbieters. Tagessatz nur als Annahme im Rechenbeispiel.
Häufige Fragen
direkt beantwortet.
Was ist Prozessautomatisierung Software?
Prozessautomatisierung Software erledigt wiederkehrende Arbeitsschritte, die sonst ein Mensch am Bildschirm ausführt, etwa Daten übertragen, Belege prüfen oder Freigaben anstoßen. Es gibt drei Werkzeugarten: RPA-Plattformen wie UiPath bedienen Oberflächen, Workflow-Tools wie n8n, Make oder Zapier verbinden Anwendungen über Schnittstellen, Prozessplattformen wie Camunda oder JobRouter steuern lange Abläufe mit Freigaben. Laut Bitkom nutzen 30 % der Unternehmen ab 20 Beschäftigten Workflowmanagement für Freigaben. Welche Art passt, hängt vor allem davon ab, ob Ihre Systeme Schnittstellen haben.
Was ist der Unterschied zwischen RPA und Workflow-Automatisierung?
RPA arbeitet an der Oberfläche, Workflow-Automatisierung an der Schnittstelle. Ein RPA-Bot klickt durch Masken wie ein Mensch und eignet sich für Altsysteme und Portale ohne API. Ein Workflow-Tool ruft Schnittstellen direkt auf und bleibt stabil, wenn sich eine Maske ändert. RPA wird meist je Bot oder Benutzer lizenziert, bei Power Automate Process für 130,00 € je Bot und Monat. Workflow-Tools rechnen eher nach Ausführungen, Credits oder Tasks ab. Wenn eine API vorhanden ist, ist das Workflow-Tool fast immer die robustere Wahl.
n8n oder Make: was passt besser?
n8n passt besser, wenn Sie Daten im eigenen Rechenzentrum halten oder lange Workflows mit vielen Schritten bauen. Make passt besser, wenn ein Fachbereich ohne IT-Betrieb schnell starten will. n8n rechnet je Workflow-Ausführung ab, unabhängig von der Zahl der Schritte, und lässt sich als Community Edition selbst betreiben. Make zählt Credits je Modulaktion und läuft nur in der Cloud, mit Rechenzentrum in der EU oder den USA. Der Einstieg kostet bei n8n 20 € im Monat bei jährlicher Zahlung, bei Make ab 9 $.
Was kostet RPA Software?
Die großen RPA-Plattformen UiPath, Automation Anywhere und SS&C Blue Prism kalkulieren für Unternehmen auf Anfrage. UiPath nennt für Basic einen Einstieg ab 25 $ im Monat, Standard und Enterprise gibt es nur im Angebot. Microsoft veröffentlicht Listenpreise: Power Automate Premium mit beaufsichtigter RPA kostet 13,00 € je Benutzer und Monat, ein unbeaufsichtigter Bot mit Process 130,00 €, jeweils bei jährlicher Abrechnung und zzgl. MwSt. Lassen Sie sich Lizenz, Einrichtung und Pflege getrennt ausweisen, denn die Einrichtung kostet oft mehr als das erste Lizenzjahr.
Welche RPA Software passt für den Mittelstand?
Für Mittelständler mit Microsoft 365 ist Power Automate meist der naheliegende Einstieg, weil Lizenz, Anmeldung und Region Deutschland schon vorhanden sind. UiPath passt, wenn viele Bots über verschiedene Systeme laufen sollen und Sie Orchestrierung und Agenten unter einer Steuerung wollen. SAP-Kunden prüfen SAP Build Process Automation, weil Rechte und Stammdaten aus dem ERP kommen. Entscheidend ist, wie viele Fälle im Monat anfallen und wie oft die Zielanwendungen ihre Oberfläche ändern. Testen Sie im Pilot mit echten Fällen, nicht mit Demodaten.
Kann ich Workflow-Tools DSGVO-konform nutzen?
Ja, wenn Datenstandort, Vertrag und Rechtsgrundlage stimmen. Für jeden Cloud-Anbieter brauchen Sie einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. n8n speichert Cloud-Daten in Frankfurt und lässt sich selbst betreiben, Workato hat ein EU-Rechenzentrum in Frankfurt. Zapier speichert Daten auf AWS in den USA und bietet keine EU-Datenresidenz an, dann gelten die Regeln für Drittlandübermittlungen nach Art. 44 ff. DSGVO. Bei Make wählen Sie EU oder USA beim Anlegen der Organisation, eine spätere Änderung ist nicht möglich.
Ist Power Automate in Microsoft 365 enthalten?
Teilweise. Viele Microsoft-365-Lizenzen enthalten Power Automate mit Standard-Konnektoren, etwa für Outlook, SharePoint und Teams. Premium-Konnektoren, benutzerdefinierte Konnektoren und das lokale Datengateway sind dort nicht enthalten. Dafür brauchen Sie Power Automate Premium für 13,00 € je Benutzer und Monat, das auch beaufsichtigte Desktop-Flows einschließt. Unbeaufsichtigte Bots kosten mit Power Automate Process 130,00 € je Bot und Monat, mit gehosteter Microsoft-VM 186,30 €. Prüfen Sie vor dem Kauf, welche Konnektoren Ihre geplanten Flows wirklich brauchen.
Wann lohnt sich Automatisierung?
Automatisierung lohnt sich, wenn viele gleichartige Fälle nach festen Regeln anfallen und die Systeme stabil sind. Im Rechenbeispiel von Find-Your-Software mit 400 Fällen zu je 6 Minuten, 80 % ohne Eingriff und 55 € Stundensatz spart ein Bot rund 32 Stunden im Monat. Nach Lizenz von 130 € und anteiliger Pflege bleiben etwa 1.480 € im Monat, die Einrichtung von 7.200 € ist nach rund fünf Monaten bezahlt. Bei wenigen Fällen oder vielen Ausnahmen kippt die Rechnung schnell. Rechnen Sie Ihren Fall mit eigenen Werten im Rechner nach.
Was ändert sich durch KI-Agenten bei der Automatisierung?
KI-Agenten ergänzen feste Regeln dort, wo Freitext, Dokumente oder Ermessen ins Spiel kommen. UiPath, SS&C Blue Prism, Automation Anywhere, n8n, Camunda und JobRouter bauen Agenten direkt in ihre Abläufe ein. Laut Bitkom setzen 11 % der Unternehmen, die KI nutzen, planen oder diskutieren, schon Agenten ein, 29 % planen es. Gartner erwartet, dass über 40 % der Projekte mit agentischer KI bis Ende 2027 eingestellt werden. Starten Sie daher mit einem Agenten als einzelnem Schritt in einem regelbasierten Ablauf und lassen Sie Ergebnisse von einem Menschen freigeben.
Was regelt der AI Act für Prozessautomatisierung?
Der AI Act betrifft Automatisierung, sobald KI-Systeme darin arbeiten. Seit 02.02.2025 gilt Art. 4 zur KI-Kompetenz der Beschäftigten. Nach der Änderung durch die Verordnung (EU) 2026/1744 gelten die Regeln für Hochrisiko-Systeme nach Anhang III ab 02.12.2027, dazu zählen etwa Systeme für Bewerberauswahl und Personalentscheidungen. Reine Regel-Workflows ohne KI fallen nicht darunter. Unabhängig davon verbietet Art. 22 DSGVO ausschließlich automatisierte Entscheidungen mit rechtlicher Wirkung für Personen. Prüfen Sie jeden Agenten in Personalprozessen deshalb gesondert.
Wie verhindere ich Wildwuchs bei Bots und Flows?
Wildwuchs verhindern Sie mit einem Bot-Inventar und klaren Regeln für Konten und Freigaben. Jeder Bot und jeder Flow steht mit Zweck, Systemen, Datenklassen und Verantwortlichem in einer Liste und bekommt einen jährlichen Prüftermin. Bots laufen mit eigenen Dienstkonten und nur mit den Rechten, die der Ablauf braucht. Zugangsdaten liegen im Tresor, nie im Flow. Änderungen gehen erst durch eine Testumgebung. Fehlgeschlagene Läufe landen in einer Warteschlange mit Bearbeiter, nicht im Postfach einer einzelnen Person.
Prozessautomatisierung im ERP oder mit einem eigenen Werkzeug?
Liegt ein Ablauf fast ganz in einem System, lösen Sie ihn mit dessen eigener Workflow-Funktion. Rechte, Stammdaten und Updates kommen dann aus dem ERP, und es läuft kein weiteres System. SAP-Kunden nutzen dafür SAP Build Process Automation mit Joule. Ein eigenes Werkzeug lohnt sich, wenn der Ablauf mehrere Systeme verbindet, etwa Shop, ERP, DMS und Ticketsystem. Prüfen Sie zuerst Ihre vorhandene ERP-Lizenz, denn viele Freigabe-Workflows sind dort schon enthalten und nur nicht eingerichtet.
Wie hilft Find-Your-Software bei der Auswahl?
Find-Your-Software ist ein Werkzeug für die Softwareauswahl, kein Vergleichsportal. Im Selection Portal nehmen Sie Abläufe im Process Hub als BPMN auf, sammeln Anforderungen mit den Wichtigkeiten A, B oder C und einer K.O.-Markierung und erstellen daraus ein begründetes Anbieter-Ranking. Die Anbieter- und Referenzdatenbank umfasst über 16.000 Systeme und über 200.000 Referenzprojekte. Vor dem Kauf prüfen Sie den Vertrag samt Auftragsverarbeitung. Das kostenlose Erstgespräch hilft, wenn Sie zwischen RPA, Workflow-Tool und ERP-Lösung schwanken.
KI, die an Ihre Systeme anschließt.
Klarheit in wenigen Tagen.
Sectorlens berät Unternehmen mit 50 bis 5.000 Mitarbeitenden bei KI, Digitalisierung und Softwareauswahl. Wir klären in wenigen Tagen statt Wochen, was sich lohnt, und bauen auf Ihrer Systemlandschaft auf.
Potenzialfindung
Wir bewerten Ihre Prozesse auf KI-Potenzial und ordnen die Use-Cases nach Aufwand, Datenlage und Nutzen. Am Ende steht eine kurze Liste, kein Katalog.
ROI-Berechnung
Für jeden Use-Case rechnen wir Kosten und Nutzen mit offengelegten Annahmen durch, bevor Sie investieren. Sie sehen, was sich rechnet und was nicht.
Prozessanalyse
Wir nehmen den Prozess so auf, wie er heute läuft, mit Systemen, Schnittstellen und Datenflüssen, und zeigen, wo KI sauber anschließt.
Wir haben ERP- und MES-Systeme ausgewählt und eingeführt. Deshalb betrachten wir das Gesamtgerüst und bauen darauf auf, statt ein KI-Konzept zu entwerfen, das sich nicht anbinden lässt. Das Vorgehen beschreibt die KI-Strategie-Beratung, ein Gespräch dazu vereinbaren Sie im Erstgespräch.
Die passende Automatisierung
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Im Selection Portal von Find-Your-Software modellieren Sie Abläufe im Process Hub, sammeln Anforderungen wie Datenstandort und Self-Hosting, erstellen ein begründetes Anbieter-Ranking und prüfen den Softwarevertrag samt Auftragsverarbeitung. Den Überblick über KI in Fachsoftware bietet unser Hub KI in Unternehmenssoftware.