IT-Transformation · Fristen und Termine

IT-Fristen 2027:
Alle Termine für Software, Cloud und Compliance

Kurzantwort

Die IT-Fristen 2027 beginnen am 01.01.2027 mit der E-Rechnung für Unternehmen über 800.000 € Vorjahresumsatz. Am 11.01. und 12.01.2027 enden NAV 2017 und Windows Server 2016, am 12.01.2027 fallen Wechselentgelte beim Cloud-Wechsel weg. Es folgen Cyber Resilience Act (11.12.2027) und SAP ECC (31.12.2027).

Diese Seite ist der Fristenkalender von Find-Your-Software für IT-Entscheider im deutschen Mittelstand. Sie bündelt Software-Supportenden, Steuerpflichten und EU-Vorgaben, die 2027 oder kurz danach greifen. Jeder Termin wurde am 20.10.2026 an der Primärquelle geprüft, und zu jedem Termin steht, wen er trifft und was jetzt zu tun ist. Die Tiefe liegt auf den Fachseiten, hier stehen der Überblick und die Reihenfolge. Zuletzt geprüft: 20.10.2026. Keine Rechtsberatung.

E-RechnungSupportendenCloud-WechselCyber Resilience ActSAP ECC
01.01.2027
E-Rechnung: Ausstellungspflicht ab Vorjahresumsatz über 800.000 € (§ 27 Abs. 38 UStG)
12.01.2027
Windows Server 2016 Supportende und Ende der Wechselentgelte nach Data Act
11.12.2027
Cyber Resilience Act gilt vollständig (Verordnung (EU) 2024/2847)
31.12.2027
SAP ECC: Ende der Mainstream-Wartung (SAP Maintenance Strategy)
Auf einen Blick · Kalender

Alle Termine
von 01.01.2027 bis 11.01.2028.

Die Tabelle nennt je Termin das Datum, das Thema, wen es betrifft, was jetzt zu tun ist und wo die Tiefe liegt. Unter dem Datum steht die Primärquelle, an der wir den Termin am 20.10.2026 geprüft haben.

DatumThemaWen es betrifftWas jetzt zu tun istMehr dazu
01.01.2027§ 27 Abs. 38 UStGE-Rechnung: Ausstellungspflicht für inländische B2B-Umsätze bei mehr als 800.000 € Gesamtumsatz im VorjahrUnternehmen mit Gesamtumsatz 2026 über 800.000 €. Der Empfang gilt für alle schon seit 01.01.2025Rechnungsausgang auf strukturierte Formate umstellen, ERP und Finanzbuchhaltung testen, Archiv klärenE-Rechnung Software
11.01.2027Microsoft LifecycleDynamics NAV 2017: Ende des erweiterten SupportsBetriebe, die Navision 2017 produktiv nutzenNachfolger wählen, Migration planen, Brückenmaßnahmen für die Zwischenzeit festlegenNavision-Alternative
12.01.2027Microsoft LifecycleWindows Server 2016: Ende des erweiterten SupportsBetriebe mit eigenen Servern für ERP, Warenwirtschaft, DMS und DatenbankenServer und Anwendungen inventarisieren, Upgrade oder Migration planen, Sicherheitsupdates für die Übergangszeit klärenCloud vs. On-Premise
12.01.2027Art. 29 VO (EU) 2023/2854Data Act: keine Wechselentgelte mehr beim Wechsel des Cloud-AnbietersKunden von IaaS, PaaS und SaaS, auch von Cloud-ERP, Cloud-CRM und Cloud-HRSaaS-Verträge auf Exit-Regeln prüfen, Wechsel- und Exit-Szenarien vorbereitenLeitfaden Digitale Souveränität
07.06.2027Richtlinie (EU) 2023/970, Art. 9Erster Entgeltbericht ab 150 Beschäftigten laut EU-Richtlinie. Das deutsche Gesetz fehlt nochArbeitgeber ab 150 BeschäftigtenEntgeltdaten nach Geschlecht auswertbar machen, HR-System prüfen, Gesetzgebung beobachtenEntgelttransparenz und HR-Software
11.12.2027VO (EU) 2024/2847, Art. 71Cyber Resilience Act gilt vollständig. Die Meldepflichten gelten seit 11.09.2026Hersteller, Importeure und Händler von Produkten mit digitalen ElementenProdukte klassifizieren, Schwachstellenmeldung und Update-Prozess aufsetzenNIS2 Software und CRA
31.12.2027SAP Maintenance StrategySAP ECC: Ende der Mainstream-WartungBetreiber von SAP ERP 6.0 und SAP ECCWeg wählen: S/4HANA, Ablösung durch ein anderes ERP oder Extended Maintenance bis Ende 2030SAP ECC Wartungsende
11.01.2028Microsoft LifecycleDynamics NAV 2018: Ende des erweiterten SupportsBetriebe, die Navision 2018 produktiv nutzenWie bei NAV 2017, mit etwas mehr Vorlauf: Nachfolger wählen und Migration einplanenNavision-Alternative
Ausblick§ 27 Abs. 38 UStG, BSIE-Rechnung für alle Unternehmen ab 01.01.2028. NIS2 gilt seit 06.12.2025Alle übrigen Unternehmen. Betroffene Einrichtungen nach dem BSI-GesetzAusstellung vorbereiten. NIS2-Pflichten und Registrierung prüfenE-Rechnung Software und NIS2 Software

Stand 20.10.2026. Quellen: § 27 UStG, Microsoft Lifecycle: Ending Support in 2027, Bundesnetzagentur zum Data Act, Richtlinie (EU) 2023/970, Verordnung (EU) 2024/2847, SAP Maintenance Strategy.

Warum ein Fristenkalender

Neun Termine,
ein gemeinsamer Plan.

Die Termine stammen aus fünf Rechtsquellen und drei Herstellern. Wer sie einzeln verfolgt, plant Budget, Personal und Dienstleister mehrfach und übersieht Abhängigkeiten, etwa zwischen Betriebssystem und ERP.

Ohne Fristenkalender

  • Supportenden fallen erst auf, wenn der Hersteller keine Updates mehr liefert
  • Fachabteilung, IT und Einkauf kennen jeweils nur einen Teil der Termine
  • Migrationsprojekte starten zu spät und müssen unter Zeitdruck entschieden werden
  • Das Budget für das nächste Jahr enthält Pflichtposten nicht, die schon feststehen
  • Rechtliche Fristen und technische Fristen werden in getrennten Listen geführt

Mit Fristenkalender

  • Jeder Termin hat eine Primärquelle, einen Verantwortlichen und einen Starttermin
  • Abhängigkeiten sind sichtbar, etwa Server-Version, ERP-Freigabe und Schnittstellen
  • Ablöseprojekte beginnen nach Vorlaufzeit statt nach Datum
  • Das Budget 2027 führt die Pflichtposten getrennt von den Wunschprojekten
  • Eine Liste für Geschäftsführung, IT, Einkauf und Fachbereiche
Betroffenheit

Welche Fristen treffen
Ihr Unternehmen?

Nicht jeder Termin betrifft jeden Betrieb. Die Liste hilft, die eigene Betroffenheit in wenigen Minuten einzugrenzen. Die Einordnung der Reihenfolge ist eine Einschätzung von Find-Your-Software.

  • Sie betreiben SAP ERP 6.0 oder SAP ECC: Die Mainstream-Wartung endet am 31.12.2027. Prüfen Sie zusätzlich, auf welchem Windows Server die Systeme laufen.
  • Sie nutzen Dynamics NAV 2017 oder 2018: Der erweiterte Support endet am 11.01.2027 beziehungsweise am 11.01.2028.
  • Sie betreiben Windows Server 2016: Der erweiterte Support endet am 12.01.2027, auch für Hyper-V Server 2016 und IIS 10 auf Windows Server 2016.
  • Sie nutzen Cloud oder SaaS für ERP, CRM, HR oder Dokumente: Der Data Act ändert ab 12.01.2027 die Regeln für Wechselentgelte.
  • Ihr Gesamtumsatz 2026 liegt über 800.000 €: Ab 01.01.2027 müssen Sie inländische B2B-Rechnungen als E-Rechnung ausstellen.
  • Sie haben mindestens 150 Beschäftigte: Der erste Entgeltbericht nach der EU-Richtlinie steht laut Richtlinie bis 07.06.2027 an, die deutsche Umsetzung fehlt noch.
  • Sie stellen Produkte mit Software her, importieren oder vertreiben sie: Der Cyber Resilience Act gilt vollständig ab 11.12.2027.
  • Sie zählen zu den Einrichtungen nach dem BSI-Gesetz: NIS2 gilt bereits seit 06.12.2025 und ist keine Frist 2027, sondern laufende Pflicht.

Einschätzung von Find-Your-Software zur Reihenfolge: Beginnen Sie nach Vorlaufzeit, nicht nach Datum. Ein ERP-Wechsel braucht laut den Erfahrungswerten auf der Seite Navision-Alternative 4 bis 9 Monate Migration plus 1 bis 3 Monate Auswahl. Ab dem 20.10.2026 bleiben bis zum 11.01.2027 rund zwölf Wochen. Für NAV 2017 und Windows Server 2016 zählt deshalb jetzt vor allem die Brückenlösung, für SAP ECC und NAV 2018 noch die saubere Auswahl.

Termin 01 · 01.01.2027

E-Rechnung:
Ausstellungspflicht ab 01.01.2027

  • Was passiert: Seit 01.01.2025 muss jedes Unternehmen E-Rechnungen empfangen können. Ab 01.01.2027 entfällt die Übergangsregel für Papier und PDF, wenn der Gesamtumsatz im Vorjahr über 800.000 € lag.
  • Wen es betrifft: Inländische B2B-Umsätze von Unternehmen mit Gesamtumsatz 2026 über 800.000 €. Für alle übrigen Unternehmen gilt die Ausstellungspflicht ab 01.01.2028.
  • Was es bedeutet: Rechnungsausgang, ERP, Finanzbuchhaltung und Archiv müssen Formate nach EN 16931 erzeugen und lesen können. Ein PDF per E-Mail zählt dann nicht mehr (Einschätzung von Find-Your-Software).
  • Was jetzt zu tun ist: Gesamtumsatz 2026 prüfen, Rechnungsströme erfassen, Formatfähigkeit des ERP testen, Archiv klären. Details: E-Rechnung Software.
  • Wenn nichts passiert: Nach der Übergangszeit hängt beim Empfänger der Vorsteuerabzug am richtigen Format, Rückfragen und Korrekturen sind die Folge.
  • Stand und Quelle: § 27 Abs. 38 UStG, Abruf 20.10.2026. Die Ausnahme für EDI-Rechnungen mit Zustimmung des Empfängers gilt bis 31.12.2027.
Termin 02 · 11.01.2027

Dynamics NAV 2017:
Supportende am 11.01.2027

  • Was passiert: Microsoft beendet am 11.01.2027 den erweiterten Support für Dynamics NAV 2017. Danach liefert Microsoft für diese Version keine Sicherheitsupdates mehr.
  • Wen es betrifft: Betriebe, die Navision 2017 produktiv nutzen, oft mit Add-ons und Eigenentwicklungen.
  • Was es bedeutet: Das System läuft weiter, neue Schwachstellen bleiben aber offen. Jede Brückenlösung kostet zusätzlich Aufwand (Einschätzung von Find-Your-Software).
  • Was jetzt zu tun ist: Nachfolger wählen. Microsoft nennt Dynamics 365 Business Central als Migrationspfad, ein anderes ERP ist ebenso möglich. Siehe Navision-Alternative und Business Central Erfahrungen.
  • Wenn nichts passiert: Betrieb ohne Herstellerpatches, wachsende Angriffsfläche, steigender Aufwand für Add-ons.
  • Stand und Quelle: Microsoft Lifecycle Dynamics NAV 2017 und Ending Support in 2027, Abruf 20.10.2026.
Termin 03 · 12.01.2027

Windows Server 2016:
Supportende am 12.01.2027

  • Was passiert: Am 12.01.2027 endet der erweiterte Support für Windows Server 2016, ebenso für Hyper-V Server 2016 und IIS 10 auf Windows Server 2016. BizTalk Server 2016 endet am 11.01.2027.
  • Wen es betrifft: Betriebe mit eigenen Servern für ERP, Warenwirtschaft, DMS, Datenbanken sowie Datei- und Druckdienste.
  • Was es bedeutet: Die Server laufen weiter, erhalten danach aber keine regulären Sicherheitsupdates. Ob Ihr ERP-Anbieter ein neueres Betriebssystem freigibt, klären Sie vorab (Einschätzung von Find-Your-Software).
  • Was jetzt zu tun ist: Server und Anwendungen inventarisieren. Microsoft nennt Windows Server 2025 als Ziel und bietet Extended Security Updates über Azure Arc an. Preise nennt Microsoft nicht, fragen Sie den Lizenzpartner.
  • Wenn nichts passiert: Ungepatchte Betriebssysteme im Produktivnetz und eine Notfallmigration unter Zeitdruck.
  • Stand und Quelle: Microsoft Lifecycle Windows Server 2016 und Extended Security Updates, Abruf 20.10.2026. Mehr zur Betriebsfrage: Cloud vs. On-Premise.
Termin 04 · 12.01.2027

Data Act:
keine Wechselentgelte mehr ab 12.01.2027

  • Was passiert: Ab 12.01.2027 dürfen Anbieter von Datenverarbeitungsdiensten für den Wechsel zu einem anderen Anbieter keine Wechselentgelte mehr erheben (Art. 29 Abs. 1). Seit 11.01.2024 durften sie nur Entgelte in Höhe der unmittelbaren Wechselkosten verlangen.
  • Wen es betrifft: Kunden von IaaS, PaaS und SaaS, auch von Cloud-ERP, Cloud-CRM und Cloud-HR.
  • Was es bedeutet: Der Wechsel wird günstiger, ist aber nicht in jedem Fall ohne Kosten. Laufende Entgelte für die Nutzung bleiben bestehen, ebenso mögliche Entschädigungen bei vorzeitiger Kündigung (Einschätzung von Find-Your-Software).
  • Was jetzt zu tun ist: SaaS-Verträge auf Exit-Klausel, Ankündigungsfrist (höchstens zwei Monate), Übergangszeitraum (30 Kalendertage) und Datenformate prüfen (Art. 25). Siehe Leitfaden Digitale Souveränität.
  • Wenn nichts passiert: Sie kennen Ihre Rechte beim Wechsel nicht und verhandeln mit schwächerer Position.
  • Stand und Quelle: Verordnung (EU) 2023/2854, Art. 29 und Bundesnetzagentur, Abruf 20.10.2026.
Termin 05 · 07.06.2027

Entgeltbericht:
erste Berichte ab 150 Beschäftigten

  • Was passiert: Nach Art. 9 der Richtlinie (EU) 2023/970 berichten Arbeitgeber ab 150 Beschäftigten erstmals bis 07.06.2027 über das geschlechtsspezifische Entgeltgefälle. Bei 100 bis 149 Beschäftigten ist es erstmals der 07.06.2031.
  • Wen es betrifft: Arbeitgeber ab 150 Beschäftigten. Ab 250 Beschäftigten ist der Bericht jährlich fällig, bei 150 bis 249 alle drei Jahre.
  • Was es bedeutet: Das deutsche Gesetz fehlt noch. Die Bundesregierung teilte am 08.07.2026 mit, dass kein abgestimmter Gesetzentwurf vorliege (BT-Drs. 21/7026). Der deutsche Termin kann vom Richtlinientermin abweichen.
  • Was jetzt zu tun ist: Entgeltdaten nach Geschlecht auswertbar machen, das HR-System prüfen, Gesetzgebung beobachten. Siehe Entgelttransparenz und HR-Software.
  • Wenn nichts passiert: Der Bericht entsteht unter Zeitdruck aus Tabellen.
  • Stand und Quelle: Richtlinie (EU) 2023/970 und Bundestag hib 587/2026, Abruf 20.10.2026.
Termin 06 · 11.12.2027

Cyber Resilience Act:
vollständige Geltung ab 11.12.2027

  • Was passiert: Der Cyber Resilience Act (Verordnung (EU) 2024/2847) gilt ab 11.12.2027 vollständig. Die Meldepflichten für aktiv ausgenutzte Schwachstellen und schwerwiegende Vorfälle gelten bereits seit 11.09.2026 (Art. 14).
  • Wen es betrifft: Hersteller, Importeure und Händler von Produkten mit digitalen Elementen, also Hardware und Software mit Datenverbindung.
  • Was es bedeutet: Wer Produkte mit Software verkauft, braucht Sicherheitsanforderungen, Schwachstellenmanagement und Updates als festen Prozess. Als reiner Anwender sind Sie vor allem Kunde solcher Anbieter (Einschätzung von Find-Your-Software).
  • Was jetzt zu tun ist: Produkte klassifizieren, Meldeweg und Update-Prozess aufsetzen, Zulieferer abfragen. Siehe NIS2 Software.
  • Wenn nichts passiert: Produkte ohne Konformität dürfen nach dem Stichtag nicht mehr in Verkehr gebracht werden.
  • Stand und Quelle: Verordnung (EU) 2024/2847, Art. 71, Abruf 20.10.2026.
Termin 07 · 31.12.2027

SAP ECC:
Ende der Mainstream-Wartung am 31.12.2027

  • Was passiert: SAP stellt die Mainstream-Wartung für die SAP Business Suite 7 mit SAP ERP 6.0 bis Ende 2027 bereit. Danach folgt optional die Extended Maintenance bis Ende 2030, mit einem Aufschlag von zwei Prozentpunkten auf die Wartungsbasis.
  • Wen es betrifft: Betreiber von SAP ERP 6.0 und SAP ECC, vom Mittelständler bis zum Konzern.
  • Was es bedeutet: Es gibt drei Wege: Umstieg auf SAP S/4HANA, Ablösung durch ein anderes ERP oder Verlängerung der Wartung. Die Verlängerung verschiebt die Entscheidung, sie ersetzt sie nicht (Einschätzung von Find-Your-Software).
  • Was jetzt zu tun ist: Weg und Zeitplan festlegen. Siehe SAP ECC Wartungsende und S/4HANA-Umstieg.
  • Wenn nichts passiert: Ab 2028 bleibt als Standardweg nur die Extended Maintenance gegen Aufpreis, und diese endet Ende 2030.
  • Stand und Quelle: SAP Maintenance Strategy, Abruf 20.10.2026.
Termin 08 · 11.01.2028

Dynamics NAV 2018:
Supportende am 11.01.2028

  • Was passiert: Der erweiterte Support für Dynamics NAV 2018 endet am 11.01.2028. Microsoft verweist NAV-Kunden auf Dynamics 365 Business Central.
  • Wen es betrifft: Betriebe, die Navision 2018 produktiv nutzen.
  • Was es bedeutet: Zwischen den Terminen 2027 und diesem Supportende liegt gut ein Jahr. Das reicht für eine geordnete Auswahl, aber nicht für Abwarten (Einschätzung von Find-Your-Software).
  • Was jetzt zu tun ist: Anforderungen sichern, Add-ons und Schnittstellen erfassen, Auswahl starten. Siehe Navision-Alternative.
  • Wenn nichts passiert: Die Migration läuft 2027 parallel zu allen anderen Terminen.
  • Stand und Quelle: Microsoft Lifecycle Dynamics NAV 2018, Abruf 20.10.2026.
Ausblick

Danach:
E-Rechnung für alle und NIS2.

  • E-Rechnung für alle: Ab 01.01.2028 endet die Übergangsregelung des § 27 Abs. 38 UStG. Dann müssen alle Unternehmen inländische B2B-Rechnungen als E-Rechnung ausstellen. Sprechen Sie Kunden und Lieferanten früh an, damit Formate abgestimmt sind.
  • NIS2 gilt bereits: Das NIS-2-Umsetzungsgesetz ist seit 06.12.2025 in Kraft. Ob Ihr Unternehmen betroffen ist, prüfen Sie selbst, das BSI informiert nicht einzeln. Siehe NIS2 Software.
  • Stand und Quelle: § 27 UStG und BSI-Pressemitteilung vom 05.12.2025, Abruf 20.10.2026.
Planungsliste

Budget 2027:
sechs Schritte für die Planung.

Die Liste führt die Termine in ein belastbares Budget. Sie nennt bewusst keine Preise, weil diese von Systemen, Verträgen und Dienstleistern abhängen. Wo Hersteller keine Preise veröffentlichen, steht: auf Anfrage.

01

Systeme und Versionen erfassen

Listen Sie ERP, Betriebssysteme, Datenbanken, Schnittstellen und Cloud-Dienste mit Version und Supportende. Ohne Bestandsaufnahme ist keine Frist verlässlich zuordenbar. Hilfe bietet die IT-Bestandsaufnahme.

02

Termine zuordnen und priorisieren

Ordnen Sie jedem System seinen Termin zu und sortieren Sie nach Vorlaufzeit. Pflichtposten mit festem Stichtag kommen vor Wunschprojekten. Verantwortliche und Starttermin gehören an jede Zeile.

03

Budgetposten je Termin bilden

Je Termin fallen typischerweise Lizenzen oder Abonnements, Migration, Dienstleister, Schulung und Parallelbetrieb an. Die Kostenlogik zeigen Was Software wirklich kostet und der TCO-Rechner.

04

Verträge und Exit prüfen

Prüfen Sie Laufzeiten, Kündigungsfristen und Exit-Regeln bestehender Verträge, besonders bei SaaS. Neue Ausschreibungen sollten die Exit-Klausel schon enthalten. Siehe Softwarevertrag prüfen.

05

Auswahlprojekte rechtzeitig starten

Starten Sie Ablöseprojekte nach Vorlaufzeit. Laut Erfahrungswerten von Find-Your-Software brauchen ERP-Wechsel 4 bis 9 Monate Migration und 1 bis 3 Monate Auswahl. Ein strukturierter Ablauf steht im Weg vom Vertrag zum Go-live.

06

Quartalsweise nachprüfen

Prüfen Sie Termine und Rechtslage quartalsweise, besonders beim Entgeltbericht, dessen deutsche Umsetzung noch offen ist. Halten Sie Änderungen mit Datum und Quelle fest, damit Geschäftsführung und Prüfer sie nachvollziehen können.

Selection Portal

Fristen in die
Systemlandschaft übersetzen.

Find-Your-Software ist ein Werkzeug für die Softwareauswahl und kein Bewertungsportal. Bewertungen und Schätzungen von Vergleichsportalen nutzen wir nicht.

Das Selection Portal (das Werkzeug von Find-Your-Software für das gesamte Auswahlprojekt, von den Anforderungen bis zur Entscheidung) hilft, aus einem Termin ein Projekt zu machen. In der IT Systemlandschaft erfassen Sie vorhandene Systeme und Schnittstellen. Dort sehen Sie, welche Termine welche Systeme treffen. Im Anforderungsmanagement sichern Sie Anforderungen, bevor ein Altsystem abgeschaltet wird.

Die Matching Engine liefert aus einem Unternehmensprofil eine begründete Vorauswahl, die Sie anschließend im Portal prüfen und dokumentieren.

Vertiefung

Die Tiefe liegt
auf den Fachseiten.

Diese Seite gibt den Überblick. Für Entscheidungen und Details führen die folgenden Seiten weiter.

Methodik

So haben wir
die Termine geprüft.

Alle Termine sind am 20.10.2026 an der Primärquelle geprüft. Gesetzestexte, Behörden und Herstellerseiten sind unsere Quellen, Bewertungen und Schätzungen von Vergleichsportalen nutzen wir nicht.

FAQ

Häufige Fragen
zu den IT-Fristen 2027.

Welche IT-Fristen gelten 2027 für den Mittelstand?

Die wichtigsten IT-Fristen 2027 sind die E-Rechnung ab 01.01.2027, das Supportende von Dynamics NAV 2017 am 11.01.2027 und von Windows Server 2016 am 12.01.2027, das Ende der Wechselentgelte nach dem Data Act am 12.01.2027, der erste Entgeltbericht am 07.06.2027, der Cyber Resilience Act am 11.12.2027 und das Ende der Mainstream-Wartung von SAP ECC am 31.12.2027. Hinzu kommt NAV 2018 am 11.01.2028. Welche davon Sie betreffen, hängt von Systemen, Umsatz und Größe ab.

Ab wann muss ich E-Rechnungen ausstellen?

Ab dem 01.01.2027 müssen Unternehmen mit einem Gesamtumsatz von mehr als 800.000 € im Vorjahr inländische B2B-Rechnungen als E-Rechnung ausstellen. Maßgeblich ist der Umsatz des Jahres 2026. Alle übrigen Unternehmen folgen ab 01.01.2028, so regelt es § 27 Abs. 38 UStG. Empfangen müssen alle Unternehmen E-Rechnungen schon seit 01.01.2025 können. EDI-Rechnungen sind 2027 mit Zustimmung des Empfängers weiter zulässig.

Wann endet der Support für Windows Server 2016?

Der erweiterte Support für Windows Server 2016 endet am 12.01.2027. Das nennt Microsoft in der Übersicht Ending Support in 2027. Am selben Tag enden auch Hyper-V Server 2016 und IIS 10 auf Windows Server 2016. Für die Zeit danach bietet Microsoft Extended Security Updates über Azure Arc an. Preise nennt Microsoft auf den geprüften Seiten nicht, dazu hilft die Anfrage beim Lizenzpartner.

Wann endet der Support für Dynamics NAV 2017 und 2018?

Der erweiterte Support für Dynamics NAV 2017 endet am 11.01.2027, der für NAV 2018 am 11.01.2028. Die Lifecycle-Tabellen von Microsoft zeigen Zeitstempel, die einen Tag später liegen. Die Übersicht Ending Support in 2027 nennt den 11.01.2027. Nach dem Supportende liefert Microsoft keine Sicherheitsupdates mehr. Als Migrationspfad nennt Microsoft Dynamics 365 Business Central.

Wann endet die Wartung für SAP ECC?

SAP stellt die Mainstream-Wartung für SAP ERP 6.0 in der Business Suite 7 bis Ende 2027 bereit, also bis 31.12.2027. Danach gibt es optional die Extended Maintenance bis Ende 2030, mit einem Aufschlag von zwei Prozentpunkten auf die Wartungsbasis. Die drei Wege Umstieg auf S/4HANA, Ablösung durch ein anderes ERP und Verlängerung erklärt die Seite SAP ECC Wartungsende.

Was ändert sich am 12.01.2027 durch den Data Act?

Ab dem 12.01.2027 dürfen Anbieter von Cloud-Diensten für den Wechsel zu einem anderen Anbieter keine Wechselentgelte mehr verlangen (Art. 29 Abs. 1 der Verordnung (EU) 2023/2854). Davor waren seit 11.01.2024 nur ermäßigte Entgelte in Höhe der unmittelbaren Wechselkosten erlaubt. Prüfen Sie in bestehenden Verträgen Exit-Klausel, Ankündigungsfrist und Datenformate, denn Rechte beim Wechsel und Vertragslaufzeiten bleiben getrennte Fragen.

Werden durch den Data Act alle Cloud-Gebühren abgeschafft?

Nein, der Data Act streicht nur die Wechselentgelte, nicht die laufenden Entgelte. Standardentgelte für die Nutzung eines Cloud-Dienstes und mögliche Entschädigungen bei vorzeitiger Kündigung nennt Art. 29 Abs. 4 als Gegenstand der Vorabinformation, sie bleiben also bestehen. Auch Entgelte für laufenden Datenverkehr entfallen nicht. Prüfen Sie Ihren Vertrag, bevor Sie einen Wechsel auf Basis der neuen Regel planen.

Wer muss einen Entgeltbericht abgeben und gilt das schon in Deutschland?

Nach der Richtlinie (EU) 2023/970 berichten Arbeitgeber ab 150 Beschäftigten erstmals bis 07.06.2027. In Deutschland fehlt das Umsetzungsgesetz noch: Laut Antwort der Bundesregierung vom 08.07.2026 lag kein abgestimmter Gesetzentwurf vor (BT-Drs. 21/7026). Der deutsche Termin kann deshalb vom Richtlinientermin abweichen. Planen Sie die Datenbasis dennoch ein und beobachten Sie die Gesetzgebung.

Was gilt beim Cyber Resilience Act und wann?

Der Cyber Resilience Act gilt ab 11.12.2027 vollständig, die Meldepflichten für ausgenutzte Schwachstellen und schwerwiegende Vorfälle gelten schon seit 11.09.2026. Er betrifft Hersteller, Importeure und Händler von Produkten mit digitalen Elementen. Reine Anwender sind meist nur indirekt betroffen, etwa über ihre Software-Lieferanten. Die Abgrenzung zu NIS2 erklärt die Seite NIS2 Software.

Gilt NIS2 in Deutschland schon?

Ja, NIS2 gilt in Deutschland seit dem 06.12.2025 über das NIS-2-Umsetzungsgesetz und das BSI-Gesetz. Es ist damit keine Frist 2027, sondern eine laufende Pflicht für betroffene Einrichtungen. Das BSI teilt Unternehmen ihre Betroffenheit nicht mit, die Prüfung liegt beim Unternehmen. Die Meldekette läuft in drei Stufen: 24 Stunden, 72 Stunden und ein Monat nach Kenntnis eines erheblichen Vorfalls (§ 32 BSIG).

Mit welcher Frist sollte ich zuerst anfangen?

Beginnen Sie mit der Frist, die die längste Vorlaufzeit hat, in der Regel dem ERP. Das ist eine Einschätzung von Find-Your-Software. Ein ERP-Wechsel braucht laut Erfahrungswerten 4 bis 9 Monate Migration plus 1 bis 3 Monate Auswahl. Ab 20.10.2026 bleiben bis zum 11.01.2027 rund zwölf Wochen. Für NAV 2017 und Windows Server 2016 zählt deshalb zuerst die Brückenlösung, für SAP ECC und NAV 2018 die Auswahl.

Ist Find-Your-Software ein Vergleichsportal?

Nein, Find-Your-Software ist ein Werkzeug für die Softwareauswahl. Es sammelt Anforderungen, erzeugt eine begründete Shortlist, unterstützt Demos und Vertragsphase und dokumentiert alles nachvollziehbar. Die Termine auf dieser Seite stammen aus Gesetzestexten, Behörden und Herstellerseiten. Bewertungen und Schätzungen von Vergleichsportalen nutzen wir nicht.

Nächster Schritt

Welche Frist trifft
Ihre Systeme?

Erfassen Sie Ihre Systemlandschaft, ordnen Sie die Termine zu und starten Sie die Auswahl für den Nachfolger rechtzeitig. Die Matching Engine liefert aus Ihrem Unternehmensprofil eine begründete Vorauswahl.

Unabhängige Softwareauswahl Brandenburger Innovationspreis·Datenbasis aus über 200.000 Referenzprojekten
Wir analysieren Ihre Website und zeigen passende Anbieter. Ohne Anmeldung. Bitte eine gültige URL eingeben, zum Beispiel ihre-firma.de Demo-URL ausprobieren