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KI in Unternehmenssoftware · Potenzialanalyse

KI-Potenzialanalyse.
Use-Cases finden und priorisieren.

Eine KI-Potenzialanalyse findet die Aufgaben, bei denen KI in Ihren Prozessen Arbeit abnimmt, bewertet sie nach Nutzen, Aufwand, Datenlage, Systemanbindung sowie Risiko und Recht und liefert eine kurze priorisierte Liste statt eines Katalogs. Sie dauert im KI-Readiness Assessment 1 bis 5 Tage, weil sie auf Ihrer Systemlandschaft aus ERP, MES, CRM und DMS aufsetzt. Praxistipp: Sammeln Sie vorab die drei Aufgaben je Bereich, die am meisten Zeit kosten.

1 bis 5 Tage
dauert das KI-Readiness Assessment, in dem die Potenzialanalyse steckt
5 Kriterien
Nutzen, Aufwand, Datenlage, Systemanbindung, Risiko und Recht, je Skala 1 bis 5
59 %
der befragten Unternehmen schöpfen das Potenzial von KI nach eigener Einschätzung überhaupt nicht aus (Bitkom, 14.09.2026, 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten)
50 %
der KI-Anwender nennen die Aufbereitung von Daten als großen Kostenpunkt, Lizenzen nur 21 % (Bitkom, 14.09.2026)
Ergebnis der Analyse

Von vielen Ideen zu drei Vorhaben.
Eine kurze Liste statt Katalog.

Eine KI-Potenzialanalyse ist eine strukturierte Bestandsaufnahme. Sie sammelt Aufgaben, bei denen KI in Ihren Prozessen Arbeit abnehmen kann, bewertet jede nach fünf Kriterien und rechnet die besten durch. Die Begriffe KI-Potenzialanalyse, Use-Case-Analyse und KI-Potenzialfindung meinen dasselbe. Sie ersetzt keine KI-Strategie, sondern kommt davor: Erst steht fest, wo sich KI lohnt, dann folgen Roadmap und Regeln. Die Beratung dazu beschreibt die KI-Strategie-Beratung.

Ohne Potenzialanalyse

  • Sie starten mit einem Werkzeug und suchen danach die Aufgabe
  • Ideen kommen aus Messen und Presse, nicht aus Ihren Prozessen
  • Der Pilot scheitert an fehlenden Schnittstellen oder Stammdaten
  • Niemand rechnet vorab, ob sich der Aufwand lohnt
  • Recht und Betriebsrat kommen erst nach dem Pilot dazu

Mit Potenzialanalyse

  • Sie starten mit den Aufgaben, die heute die meiste Zeit kosten
  • Jeder Use-Case ist mit Prozess, System und Fachbereich verknüpft
  • Anbindbarkeit und Datenlage sind vor dem Pilot geprüft
  • Für die besten drei bis fünf Use-Cases liegt eine Rechnung mit offenen Annahmen vor
  • Risiken nach DSGVO, KI-Verordnung und Mitbestimmung sind früh bewertet

Quelle: Bitkom, Presseinformation vom 14.09.2026, repräsentative Befragung von 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten. Die Gegenüberstellung ist eine Einordnung von Find-Your-Software. Angaben laut Anbieter, Stand Oktober 2026, ohne Gewähr. Einschätzungen geben die Meinung von Find-Your-Software wieder.

Ablauf in fünf Tagen

Fünf Tage.
Von der Aufnahme zur kurzen Liste.

Das KI-Readiness Assessment dauert 1 bis 5 Tage. Bei einem Bereich laufen mehrere Schritte an einem Tag, bei mehreren Standorten oder vielen Systemen brauchen Sie alle fünf. Jeder Schritt endet mit einem Ergebnis, das Sie prüfen können. Die Prozessaufnahme folgt dem Ansatz der Prozessanalyse, die Systeme halten Sie in der IT-Systemlandschaft fest.

  1. 1

    Tag 1: Prozesse und Systeme aufnehmen

    Wir sprechen mit Fachbereichen und IT und nehmen die Hauptprozesse so auf, wie sie heute laufen: welche Schritte, welche Systeme, welche Daten, welche Schnittstellen.

    ✓PrüfpunktEine Systemkarte mit Datenquellen und Schnittstellen steht.
  2. 2

    Tag 2: Use-Cases sammeln

    Im Workshop sammeln wir Aufgaben, bei denen Arbeit immer gleich abläuft: abtippen, suchen, prüfen, vorsortieren. Dazu kommen KI-Funktionen, die Ihre Software schon mitbringt.

    ✓PrüfpunktJeder Use-Case hat Prozess, System und Fachbereich.
  3. 3

    Tag 3: Bewerten

    Wir bewerten jeden Use-Case mit den fünf Kriterien auf der Skala 1 bis 5. Fachbereich und IT stimmen die Werte gemeinsam ab, die Gewichte folgen Ihren Zielen.

    ✓PrüfpunktJede Bewertung ist begründet, Rechtsfragen sind markiert.
  4. 4

    Tag 4: Rechnen

    Für die besten drei bis fünf Use-Cases rechnen wir Nutzen, einmalige und laufende Kosten sowie die Amortisation mit offengelegten Annahmen.

    ✓PrüfpunktJede Annahme ist benannt und vom Fachbereich bestätigt.
  5. 5

    Tag 5: Ergebnis

    Sie erhalten die kurze Liste mit Reihenfolge, Rechnung und nächstem Schritt je Use-Case und wissen, was Sie bewusst nicht anfassen.

    ✓PrüfpunktDie Liste passt auf eine Seite und nennt je Vorhaben eine Verantwortung im Haus.
Liegen Systemliste und Prozessbeschreibungen schon vor?
Ja

Tag 1 fällt kurz aus

Bringen Sie Systemliste, Prozessbeschreibungen und zwei bis drei Beispieldokumente ohne Kundendaten mit, etwa eine Rechnung oder ein Ticket. Die Zeit fließt dann in Bewertung und Rechnung.

Nein

Wir bauen die Systemkarte mit Ihnen

Das ist normal. Nehmen Sie sich vorab eine Stunde: Listen Sie Ihre Systeme auf, je System die verantwortliche Person, und je Bereich die drei Aufgaben mit dem größten Zeitverbrauch.

Der Ablauf ist ein Arbeitsmodell von Sectorlens. Die Dauer richtet sich nach Zahl der Bereiche, Standorte und Systeme.

Bewertungsraster

Fünf Kriterien.
Skala 1 bis 5, die 5 ist immer gut.

Jeder Use-Case erhält je Kriterium einen Wert von 1 bis 5. Die Skala ist so gedreht, dass 5 immer der bessere Fall ist, auch beim Aufwand (5 = gering) und beim Risiko (5 = unkritisch). Dann lassen sich die Werte gewichten und zu einer Gesamtzahl verrechnen. Die Stufen sind Beispiele und lassen sich auf Ihre Größe anpassen.

Kriterium12345
NutzenWie viel Zeit, Geld oder Qualität?Unter 1 Stunde pro Woche im Betrieb1 bis 5 Stunden pro Woche5 bis 20 Stunden pro Woche20 bis 40 Stunden pro WocheÜber 40 Stunden pro Woche oder spürbar mehr Umsatz oder Liefertreue
Aufwand5 = gering. Wie viel Einrichtung und Pflege?Über 40 Tage, mehrere Systeme umbauen20 bis 40 Tage10 bis 20 Tage5 bis 10 TageBis 5 Tage, Funktion der Software einschalten
DatenlageSind die Daten da, sauber, zugreifbar?Daten fehlen oder liegen nur auf PapierDaten verstreut in Postfächern und LaufwerkenDigital vorhanden, aber uneinheitlich oder lückenhaftSauber im System, Lücken am RandStrukturiert, gepflegt und für den Zugriff freigegeben
SystemanbindungKommt KI an die Daten und zurück ins System?Altsystem ohne Schnittstelle, Export von HandNur Dateiexport, kein SchreibzugriffSchnittstelle vorhanden, aber nur lesend oder mit AufwandStandard-Schnittstelle (API) lesend und schreibendFunktion oder Konnektor des Herstellers, keine eigene Entwicklung
Risiko und Recht5 = unkritisch. Datenschutz, KI-Verordnung, Mitbestimmung?Hochrisiko nach Anhang III, etwa Bewerberauswahl, oder verbotene PraxisEntscheidungen über Personen oder besondere DatenartenPersonenbezogene Daten, Datenschutz und Betriebsrat einbindenGeringes Risiko, Hinweis nötig, etwa im Kundenchat (Art. 50)Interne Daten ohne Personenbezug, Mensch prüft jedes Ergebnis

Beispielstufen von Find-Your-Software, angenommen. Rechtsstufen nach Verordnung (EU) 2024/1689, Art. 5, 50 und Anhang III, Stand 11/2026, keine Rechtsberatung. Die Fristen stehen unter IT-Fristen 2027.

Priorisieren mit dem Raster

Sechs Use-Cases.
Ändern Sie Werte und Gewichte.

Die sechs Use-Cases sind Beispiele aus dem Mittelstand, vorbelegt mit angenommenen Werten. Ändern Sie eine Bewertung oder ein Gewicht, ordnen sich Rangliste und Vierfeld sofort neu. Je höher der Wert, desto früher gehört der Use-Case auf die kurze Liste. Wie sich ein Use-Case rechnet, beschreibt der KI-ROI-Rechner; für den Wissensassistenten gibt es den Ratgeber KI-Unternehmenswissen.

Angenommene Beispielwerte von Find-Your-Software
Annahmen
  • Alle Bewertungen, Gewichte und Schwellen sind angenommen. Sie messen keinen echten Betrieb.
  • Wert: gewichteter Durchschnitt der fünf Kriterien, Skala 1 bis 5, 5 ist immer der bessere Fall.
  • Steht Systemanbindung oder Risiko und Recht auf 1, halbiert sich der Wert. Was sich nicht anbinden lässt oder rechtlich nicht trägt, rückt nicht nach vorn.
  • Stufe 1 ab 3,75, Stufe 2 ab 3,25, Stufe 3 ab 2,75, darunter Stufe 4.
  • Nutzen gilt ab 4 als hoch, Aufwand ab 4 (Aufwand-Wert, 5 = gering) als gering. Daraus ergibt sich das Feld.
Feld 1 · Zuerst angehen2hoher Nutzen, geringer Aufwand
Feld 2 · Gezielt planen2hoher Nutzen, hoher Aufwand
Feld 3 · Nebenbei mitnehmen1geringer Nutzen, geringer Aufwand
Feld 4 · Zurückstellen1geringer Nutzen, hoher Aufwand
Rangliste nach StufenWertFeld
Stufe 1 · Eingangsrechnungen erfassen4,01
Stufe 2 · Kundenanfragen vorsortieren3,51
Stufe 2 · Angebote vorbereiten3,52
Stufe 3 · Wissensassistent für Handbücher3,03
Stufe 4 · Qualitätsprognose im MES2,72
Stufe 4 · Bewerber vorauswählen1,24

Rechenbeispiel mit angenommenen Werten, kein Nutzenversprechen. Die Stufen und Felder sind eine Arbeitshilfe von Find-Your-Software. Wie Gewichte in der Softwareauswahl gesetzt werden, erklärt die Nutzwertanalyse.

Beispielszenarien aus dem Mittelstand

Vier Betriebe.
Je drei Use-Cases und eine klare Grenze.

Die Szenarien sind Beispiele mit angenommener Ausgangslage, keine Kundenfälle. Sie zeigen, wie die Auswahl aussieht, wenn ERP, MES, CRM und DMS schon laufen: Die Use-Cases lesen aus den Systemen und schreiben höchstens Vorschläge zurück. Unter Grenze steht, was bewusst draußen bleibt. Rechnungen folgen im nächsten Abschnitt. Ein weiterer Einstieg ist die Beschaffung, siehe KI im Einkauf.

Beispiel, angenommen
AusgangslageERP für Stücklisten und Aufträge, MES für Rückmeldungen und Stillstände. Anfragen, Zeichnungen und Lieferantenbelege kommen per E-Mail und liegen im DMS.

Maschinenbauer, 250 Mitarbeitende

Der Nutzen hängt an Daten, die schon sauber im ERP liegen. Die Use-Cases lesen daraus und schreiben nur Vorschläge.

  • Angebotsvorbereitung: ähnliche Alt-Aufträge und Stücklisten finden, Kalkulationsvorschlag
  • Belegabgleich: Rechnung und Bestätigung gegen die Bestellung im ERP prüfen
  • Auffälligkeiten im MES: Ausschuss und Stillstandstexte auswerten
Grenze: Automatische Feinplanung im MES bleibt draußen, solange die Rückmeldungen Lücken haben.
PraxistippStarten Sie mit dem Angebot: Der Nutzen ist schnell sichtbar, und das ERP wird nur gelesen.
Beispiel, angenommen
AusgangslageERP mit 40.000 Artikeln, Webshop, Aufträge per E-Mail, PDF und EDI. Artikeltexte und Merkmale sind lückenhaft.

Großhändler, 120 Mitarbeitende

Viele Belege, viele Artikel, immer dieselben Rückfragen: Das sind Muster, die KI gut erkennt.

  • Auftragserfassung: Bestellung aus E-Mail und PDF als Auftragsvorschlag ins ERP
  • Artikeltexte und Merkmale für den Shop ergänzen, ein Mensch gibt frei
  • Statusanfragen: Antwortvorschlag mit Liefertermin aus dem ERP
Grenze: Preis- und Konditionsfindung bleibt draußen: Vertragsrabatte sind verbindlich und brauchen feste Regeln.
PraxistippPrüfen Sie vorab Artikel- und Kundenstamm. Dubletten verfälschen jede Zuordnung.
Beispiel, angenommen
AusgangslageServiceeinsätze mit Ticketsystem, CRM und Zeiterfassung, Abrechnung nach Leistungsnachweis. Wissen steckt in alten Tickets und Angeboten.

Dienstleister, 400 Mitarbeitende

Hier zählt die Menge: Jeder Handgriff pro Ticket oder Nachweis fällt tausendfach im Jahr an.

  • Tickets sortieren und Antwort aus der Wissensbasis vorschlagen
  • Leistungsnachweise gegen die Zeiterfassung prüfen, Rechnung vorbereiten
  • Angebotstexte aus früheren Angeboten im DMS zusammenstellen
Grenze: Bewerberauswahl und Leistungsbewertung bleiben draußen: Hochrisiko nach Anhang III der KI-Verordnung.
PraxistippBeziehen Sie den Betriebsrat vor dem Start ein, siehe § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG.
Beispiel, angenommen
AusgangslageERP und MES mit Chargenverfolgung. Spezifikationen, Zertifikate und Prüfprotokolle liegen als PDF und Papier vor.

Lebensmittelhersteller, 180 Mitarbeitende

Die Dokumentation bindet viel Zeit, und die Dokumente lassen sich ohne Eingriff in die Produktion auswerten.

  • Chargen- und Prüfprotokolle auf Vollständigkeit prüfen
  • Spezifikationen und Zertifikate der Lieferanten auslesen, Fristen überwachen
  • Reklamationen sortieren und der Charge im ERP zuordnen
Grenze: Rezepturen und Allergenkennzeichnung bleiben draußen: Die Angabe muss verbindlich stimmen, hier prüft ein Mensch.
PraxistippStarten Sie mit den Dokumenten, nicht mit der Produktion.

Alle Szenarien sind Beispiele von Find-Your-Software mit angenommener Ausgangslage, keine Kundenfälle. Einschätzungen geben die Meinung von Find-Your-Software wieder.

Rechnung je Beispielszenario

Angenommene Werte.
Was die drei Use-Cases rechnerisch bringen.

Angenommen sind ein Stundensatz von 48 €, ein Entwicklertag von 900 € und ein Beratertag von 1.200 €. Der Nutzen ist die eingesparte Zeit mal Stundensatz. Laufend sind Pflege in Entwicklertagen und Betriebskosten für Modell und Lizenz. Die Amortisation ergibt sich aus den einmaligen Kosten geteilt durch den monatlichen Nettonutzen. Eine ausführlichere Rechnung bietet der KI-ROI-Rechner, Kostentreiber beschreibt der Ratgeber KI Kosten.

Use-CaseEingesparte Zeit pro JahrNutzen pro JahrEinmaligLaufend pro JahrAmortisation
Maschinenbauer, 250 MitarbeitendeSumme der drei: Nutzen 86.400 € pro Jahr, einmalig 38.400 €
Angebotsvorbereitung10 Angebote pro Woche × 2 Stunden × 40 Wochen800 Stunden38.400 €13.800 € (10 Entwicklertage, 4 Beratertage)7.800 € (6 Entwicklertage, Betrieb 2.400 €)5,4 Monate
Belegabgleich12 Stunden pro Woche × 50 Wochen600 Stunden28.800 €9.000 € (6 Entwicklertage, 3 Beratertage)5.400 € (4 Entwicklertage, Betrieb 1.800 €)4,6 Monate
Auffälligkeiten im MES8 Stunden pro Woche × 50 Wochen400 Stunden19.200 €15.600 € (12 Entwicklertage, 4 Beratertage)7.200 € (6 Entwicklertage, Betrieb 1.800 €)15,6 Monate
Großhändler, 120 MitarbeitendeSumme der drei: Nutzen 110.400 € pro Jahr, einmalig 34.200 €
Auftragserfassung22 Stunden pro Woche × 50 Wochen1.100 Stunden52.800 €15.600 € (12 Entwicklertage, 4 Beratertage)9.000 € (6 Entwicklertage, Betrieb 3.600 €)4,3 Monate
Artikeltexte und Merkmale3.000 Artikel × 10 Minuten500 Stunden24.000 €7.800 € (6 Entwicklertage, 2 Beratertage)4.800 € (4 Entwicklertage, Betrieb 1.200 €)4,9 Monate
Statusanfragen14 Stunden pro Woche × 50 Wochen700 Stunden33.600 €10.800 € (8 Entwicklertage, 3 Beratertage)8.400 € (6 Entwicklertage, Betrieb 3.000 €)5,1 Monate
Dienstleister, 400 MitarbeitendeSumme der drei: Nutzen 134.400 € pro Jahr, einmalig 43.200 €
Tickets sortieren30 Stunden pro Woche × 50 Wochen1.500 Stunden72.000 €18.600 € (14 Entwicklertage, 5 Beratertage)13.200 € (8 Entwicklertage, Betrieb 6.000 €)3,8 Monate
Leistungsnachweise prüfen18 Stunden pro Woche × 50 Wochen900 Stunden43.200 €13.800 € (10 Entwicklertage, 4 Beratertage)7.800 € (6 Entwicklertage, Betrieb 2.400 €)4,7 Monate
Angebotstexte8 Stunden pro Woche × 50 Wochen400 Stunden19.200 €10.800 € (8 Entwicklertage, 3 Beratertage)6.300 € (5 Entwicklertage, Betrieb 1.800 €)10,0 Monate
Lebensmittelhersteller, 180 MitarbeitendeSumme der drei: Nutzen 76.800 € pro Jahr, einmalig 35.400 €
Prüfprotokolle14 Stunden pro Woche × 50 Wochen700 Stunden33.600 €13.800 € (10 Entwicklertage, 4 Beratertage)7.800 € (6 Entwicklertage, Betrieb 2.400 €)6,4 Monate
Spezifikationen und Zertifikate10 Stunden pro Woche × 50 Wochen500 Stunden24.000 €10.800 € (8 Entwicklertage, 3 Beratertage)5.700 € (5 Entwicklertage, Betrieb 1.200 €)7,1 Monate
Reklamationen zuordnen8 Stunden pro Woche × 50 Wochen400 Stunden19.200 €10.800 € (8 Entwicklertage, 3 Beratertage)6.300 € (5 Entwicklertage, Betrieb 1.800 €)10,0 Monate

Rechenbeispiel mit angenommenen Werten, keine Zusage und kein Nutzenversprechen. Freie Zeit spart nur dann Geld, wenn Sie Kapazität abbauen oder Wachstum auffangen.

Warum die Systemlandschaft zuerst kommt

Erst die Systeme.
Dann die Use-Cases.

Eine KI ist so nützlich wie die Daten und Schnittstellen, an die sie anschließt. Nach Bitkom nennen 51 % der KI-Anwender die Infrastruktur, 50 % die Aufbereitung von Daten und 41 % die Integration in bestehende Systeme als großen Kostenpunkt, Lizenzen nur 21 %. Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst sagt dazu: „Wer nur eine Lizenz kauft, hat KI eingekauft, aber noch nichts verändert.“ Wir haben ERP- und MES-Systeme ausgewählt und eingeführt und betrachten deshalb zuerst das Gesamtgerüst. Mehr zu Schnittstellen steht im Ratgeber Schnittstellen und Integration.

ERP

Stammdaten, Belege, Preise

Das ERP liefert die Wahrheit über Kunden, Artikel, Bestellungen und Preise. KI liest sie und schreibt Vorschläge zurück. Mehr zur Auswahl im Ratgeber ERP Software.

  • Braucht: Schnittstelle mit Lese- und Schreibrechten
  • Hakt: Dubletten im Stamm, Preise außerhalb des Systems
CRM

Kontakte, Anfragen, Verlauf

Anfragen und Gesprächsverläufe liegen im CRM. KI sortiert, fasst zusammen und schlägt Antworten vor, wenn der Verlauf vollständig ist.

  • Braucht: gepflegte Kontakte und Historie
  • Hakt: Notizen in Postfächern statt im System
MES

Rückmeldungen, Stillstände, Qualität

Das MES kennt Maschinen, Aufträge und Störungen. Ohne lückenlose Rückmeldung sind Auswertungen und Prognosen unzuverlässig.

  • Braucht: Rückmeldedaten ohne Lücken
  • Hakt: Freitexte, Maschinen ohne Anbindung
DMS

Dokumente, Verträge, Handbücher

Im DMS steckt das Wissen für Assistenten und Belegprüfung. Es muss aktuell, berechtigt und durchsuchbar sein.

  • Braucht: aktuelle Dokumente, Rechtekonzept
  • Hakt: Altstände, Kopien auf Laufwerken

Quelle: Bitkom, Presseinformation vom 14.09.2026, Befragung von 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten. Typische Stolpersteine sind eine Einschätzung von Find-Your-Software. Hintergrund im Ratgeber Warum IT-Projekte scheitern.

Prüf-Check: Bin ich bereit?

Zehn Fragen.
Ob die Analyse bei Ihnen sofort greift.

Beantworten Sie die Fragen mit Ja oder Nein. Jedes Nein heißt nicht, dass die Analyse nicht möglich ist, sondern dass sie dort mehr Zeit braucht. Stellen Sie dieselben Fragen zu jedem Use-Case, bevor Geld fließt. Die Systeme halten Sie in der IT-Systemlandschaft fest, Regeln für den Alltag bietet die KI-Richtlinie.

PrüffrageWenn die Antwort Nein lautetBereit, wenn
Prozesse und Zieledrei Fragen an den Fachbereich
Können Sie drei zeitfressende Aufgaben je Bereich nennen?mit Menge pro WocheTag 2 wird länger, weil erst gesammelt werden mussDrei Aufgaben je Bereich mit Menge liegen vor
Verantwortet ein Fachbereich den Use-Case?im Alltag, nicht nur im ProjektDer Pilot gehört der IT, im Alltag nutzt ihn niemandDer Fachbereich benennt eine verantwortliche Person
Wissen Sie, woran Sie den Erfolg messen?vor dem StartOhne Messgröße bleibt der Nutzen BehauptungStunden je Vorgang, Fehlerquote oder Durchlaufzeit sind festgelegt
Systeme und DatenPrüffragen zur Anbindbarkeit
Liegt eine aktuelle Systemliste vor?mit VerantwortlichenTag 1 baut die Systemkarte erst aufERP, MES, CRM, DMS und Ticketsystem sind mit Betreuern erfasst
Dürfen die Hauptsysteme gelesen und beschrieben werden?SchnittstelleErgebnisse bleiben Vorschläge, jemand tippt sie ab, der Nutzen verpufftDokumentierte Schnittstelle mit Rechtekonzept
Sind Kunden-, Artikel- und Lieferantenstamm gepflegt?StammdatenDubletten führen zu Zuordnungen, die sicher wirken und falsch sindJe Stammdatenbereich eine verantwortliche Person, Qualität geprüft
Gibt es ein Testsystem mit realistischen Daten?TestmandantTests im laufenden Betrieb verzögern jede FreigabeTestmandant mit Kopie realistischer Daten
Liegen die Daten für den Use-Case an einem Ort?DatenzugriffDaten in Postfächern, Excel und Laufwerken kosten Wochen der BeschaffungZugriff über ein System oder einen Export mit festem Format
Recht und Organisationzwei Fragen vor dem Start
Ist geklärt, welche Daten ein KI-Dienst verarbeiten darf?DatenschutzDatenschutz und Herstellerbedingungen stoppen den Pilot spätDatenstandort, Auftragsverarbeitung und Umgang mit Eingaben geklärt
Ist der Betriebsrat eingebunden, wenn Beschäftigte betroffen sind?MitbestimmungDie Mitbestimmung wird nachgeholt, der Start verschiebt sichBetriebsrat früh informiert, Bewerberauswahl nicht Teil des Umfangs

Der Prüf-Check ist eine Arbeitshilfe von Find-Your-Software und keine Rechtsberatung.

FAQ

Häufige Fragen
direkt beantwortet.

Was ist eine KI-Potenzialanalyse?

Eine KI-Potenzialanalyse ist eine strukturierte Bestandsaufnahme: Sie sammelt Aufgaben in Ihren Prozessen, bei denen KI Arbeit abnehmen kann, bewertet jede nach Nutzen, Aufwand, Datenlage, Systemanbindung sowie Risiko und Recht und ordnet sie nach Priorität. Am Ende steht eine kurze Liste mit Rechnung für die ersten Vorhaben, kein Katalog. Sie ist der Kern des KI-Readiness Assessments, das 1 bis 5 Tage dauert, und baut auf Ihren vorhandenen Systemen auf. Das Vorgehen beschreibt die KI-Strategie-Beratung.

Wie finde ich Use-Cases für KI?

Suchen Sie nach Arbeit, die immer gleich abläuft: Abtippen, Suchen, Prüfen, Zusammenfassen, Vorsortieren. Fragen Sie jeden Fachbereich nach den drei Aufgaben mit dem größten Zeitverbrauch und notieren Sie Prozess, System und Menge pro Woche. Ergänzen Sie, was Ihre Software schon mitbringt, etwa KI-Funktionen im ERP. Aus 20 Ideen werden so wenige Kandidaten, die Sie mit dem Raster bewerten. Der Weg über Technik statt über Aufgaben führt meist zu Pilotprojekten ohne Nutzer.

Wie lange dauert eine KI-Analyse?

Das KI-Readiness Assessment, in dem die Potenzialanalyse steckt, dauert 1 bis 5 Tage. Bei einem Bereich und wenigen Systemen laufen mehrere Schritte an einem Tag, bei mehreren Standorten oder vielen Systemen brauchen Sie die vollen fünf. Die Dauer hängt weniger an der Zahl der Ideen als an der Vorbereitung: Liegen Systemliste und Prozessbeschreibungen vor, fällt Tag 1 kurz aus. Das Ergebnis liegt in wenigen Tagen vor, nicht erst nach Wochen.

Was kostet eine KI-Beratung?

Der Preis richtet sich nach Umfang: Zahl der Bereiche, Standorte und Systeme sowie Tiefe der Rechnung. Wir nennen ihn im Erstgespräch, nicht pauschal. Wichtiger ist, wo bei KI-Vorhaben das Geld fließt. Nach Bitkom nennen 51 % der KI-Anwender die Infrastruktur, 50 % die Aufbereitung von Daten und 41 % die Integration in bestehende Systeme als großen Kostenpunkt, Lizenzen nur 21 %. Mehr zu Kostentreibern steht im Ratgeber KI Kosten, Beispielrechnungen finden Sie oben.

Wie bewerte ich KI-Use-Cases?

Bewerten Sie jeden Use-Case nach fünf Kriterien auf einer Skala von 1 bis 5: Nutzen, Aufwand, Datenlage, Systemanbindung sowie Risiko und Recht. Drehen Sie die Skala so, dass 5 immer der bessere Fall ist, also beim Aufwand 5 für gering. Gewichten Sie die Kriterien nach Ihrem Ziel und bilden Sie den Durchschnitt. Das Werkzeug oben rechnet das vor, mit sechs Beispiel-Use-Cases, die Sie nach Ihren Zahlen ändern. Die Methode entspricht der Nutzwertanalyse aus der Softwareauswahl.

Welche Prozesse im Mittelstand eignen sich für KI?

Gut geeignet sind Prozesse mit viel Text, Belegen und Wiederholung. Nach Bitkom arbeitet KI am häufigsten im Kundenkontakt, etwa bei der Bearbeitung von Anfragen (72 %), gefolgt von Marketing (54 %), Controlling und Rechnungswesen (25 %) sowie Produktionsabläufen und internem Wissensmanagement (je 22 %). Im Einkauf kommen Belegprüfung und Lieferantenanfragen hinzu, mehr dazu im Ratgeber KI im Einkauf. Weniger geeignet sind Entscheidungen über Personen, sie gelten schnell als Hochrisiko und brauchen den Betriebsrat.

Brauche ich saubere Daten, bevor ich mit KI anfange?

Sie brauchen saubere Daten für den gewählten Use-Case, nicht für das ganze Unternehmen. Eine Belegprüfung braucht gepflegte Bestellungen und Lieferantenstammdaten, ein Wissensassistent braucht aktuelle Dokumente. Bitkom nennt die Aufbereitung von Daten als großen Kostenpunkt bei 50 % der KI-Anwender, 40 % der Unternehmen ohne KI fehlen die nötigen Daten. Die Analyse prüft deshalb je Use-Case die Datenlage und wählt zuerst jene, bei denen die Daten schon da sind. Der Rest folgt, sobald die Daten stimmen.

Was ist der Unterschied zwischen KI-Potenzialanalyse und KI-Strategie?

Die Potenzialanalyse beantwortet, wo KI sich lohnt und was zuerst drankommt. Eine KI-Strategie geht weiter: mehrjährige Roadmap, Budgetrahmen, Governance und Regeln nach der KI-Verordnung. Für den Einstieg reicht im Mittelstand meist die Analyse, die Strategie folgt, wenn mehrere Use-Cases laufen. Beide Schritte beschreibt die KI-Strategie-Beratung. Für Regeln im Alltag, etwa zu privaten KI-Konten, hilft die KI-Richtlinie. Wer mit einem Use-Case sicher startet, kann die Strategie später darauf aufbauen und muss nichts neu bewerten.

Muss ich für KI Systeme austauschen?

In der Regel nicht. Die Analyse baut auf Ihrem ERP, MES, CRM und DMS auf und prüft, ob sie Daten liefern und Ergebnisse zurücknehmen können. Fehlt einem System die Schnittstelle, lohnt zuerst der Blick auf Update oder Zusatzmodul. Erst wenn das nicht reicht, ist ein Wechsel Thema. Dann hilft der Abgleich Ihrer Anforderungen mit über 16.000 Systemen in der Matching Engine. Mehr zur Rolle der Systeme steht im Ratgeber KI im IT-Sourcing.

Wie berechne ich den Nutzen eines KI-Use-Cases?

Rechnen Sie die eingesparte Zeit mal Stundensatz, ziehen Sie die laufenden Kosten ab und teilen Sie die einmaligen Kosten durch den Nettonutzen pro Monat. Im Beispiel gilt ein Stundensatz von 48 €, ein Entwicklertag von 900 € und ein Beratertag von 1.200 €, alle Werte sind angenommen und lassen sich durch Ihre ersetzen. Freie Zeit spart nur dann Geld, wenn Sie Kapazität abbauen oder Wachstum auffangen. Eine ausführliche Rechnung mit weiteren Kostenblöcken bietet der KI-ROI-Rechner.

Welche rechtlichen Punkte muss ich vorab prüfen?

Prüfen Sie vier Punkte: Datenschutz nach DSGVO mit Auftragsverarbeitung, die KI-Verordnung (Art. 4 zur KI-Kompetenz, Art. 50 zur Kennzeichnung bei Kontakt mit KI, Anhang III für Hochrisiko, etwa Bewerberauswahl, ab 02.12.2027), die Mitbestimmung nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG und das Urheberrecht bei Texten, die die KI erzeugt. Die Fristen finden Sie unter IT-Fristen 2027. Das ist keine Rechtsberatung. Klären Sie diese Punkte vor dem Pilot, nicht danach, denn sie bestimmen Stufe und Umfang des Vorhabens.

Was kann ich selbst vorbereiten?

Drei Dinge verkürzen die Analyse: eine Liste Ihrer Systeme mit Verantwortlichen, die zehn zeitfressendsten Aufgaben je Bereich mit Menge pro Woche und zwei bis drei Beispieldokumente ohne Kundendaten, etwa eine Rechnung oder ein Ticket. Hilfreich ist auch ein Blick in die IT-Bestandsaufnahme Ihrer Systeme. Beantworten Sie den Prüf-Check oben, dann sehen Sie, wo Lücken liegen. Je klarer Aufgaben, Systeme und Zuständigkeiten sind, desto mehr Zeit bleibt für Bewertung und Rechnung. Lücken schließen Sie in der Analyse gemeinsam.

Unser Service

KI, die an Ihre Systeme anschließt.
Klarheit in wenigen Tagen.

Sectorlens berät Unternehmen mit 50 bis 5.000 Mitarbeitenden bei KI, Digitalisierung und Softwareauswahl. Wir klären in wenigen Tagen statt Wochen, was sich lohnt, und bauen auf Ihrer Systemlandschaft auf. Ergebnis in wenigen Tagen, nicht in Wochen.

01

Potenzialfindung

Wir bewerten Ihre Prozesse auf KI-Potenzial und ordnen die Use-Cases nach Aufwand, Datenlage und Nutzen. Am Ende steht eine kurze Liste, kein Katalog.

02

ROI-Berechnung

Für jeden Use-Case rechnen wir Kosten und Nutzen mit offengelegten Annahmen durch, bevor Sie investieren. Sie sehen, was sich rechnet und was nicht.

03

Prozessanalyse

Wir nehmen den Prozess so auf, wie er heute läuft, mit Systemen, Schnittstellen und Datenflüssen, und zeigen, wo KI sauber anschließt.

Wir haben ERP- und MES-Systeme ausgewählt und eingeführt. Deshalb betrachten wir das Gesamtgerüst und bauen darauf auf, statt ein KI-Konzept zu entwerfen, das sich nicht anbinden lässt. Das Vorgehen beschreibt die KI-Strategie-Beratung, ein Gespräch dazu vereinbaren Sie im Erstgespräch.

Nächster Schritt

Die KI-Potenzialanalyse
für Ihr Unternehmen.

Im Erstgespräch klären wir Umfang, Bereiche und Ablauf der Analyse. Brauchen Sie danach neue Software, gleicht die Matching Engine von Find-Your-Software Ihre Anforderungen mit passenden Systemen ab, und im Selection Portal sammeln Sie Anforderungen mit Wichtigkeit A, B oder C und zeichnen die IT-Systemlandschaft auf. Anbieter zahlen im Anbieter-Cockpit für Kontakte, nicht für Plätze im Ranking.

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