Selection Portal · Funktion

KI Assistent Softwareauswahl.
Amatus beantwortet Fragen im Projekt.

Ein KI Assistent für die Softwareauswahl beantwortet Fragen, die in einem Auswahlprojekt täglich entstehen: Was bedeutet dieser Begriff, wie formuliere ich diese Anforderung prüfbar, was ist der nächste Schritt? Amatus ist der KI Assistent im Selection Portal von Find-Your-Software, der Arbeitsumgebung für Softwareauswahlprojekte im DACH Mittelstand. Er klärt Fragen direkt im Portal und weist klar auf die Grenzen der KI hin. Diese Seite erklärt, wofür ein KI Assistent bei der Auswahl von ERP, CRM, HR, WMS, BI oder anderer Fachsoftware sinnvoll ist, welche Fragen er gut beantwortet, wie Sie Antworten in fünf Schritten prüfen und übernehmen, wo Halluzinationen, veraltetes Wissen und Vertraulichkeit Grenzen setzen und was KI-Verordnung und Datenschutz für Ihr Unternehmen bedeuten. Sie ersetzt keine Rechtsberatung, Rechtsfragen klären Ihre Juristen.

Fragen im Projekt klärenFünf Schritte bis zur Übernahme16 PrüfpunkteGrenzen der KIKI-Verordnung und Datenschutz
57 %
der Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland setzen KI ein, ein Jahr zuvor waren es 36 % (Bitkom Research, Befragung KW 28 bis 33 2026, Stand September 2026)
70 %
der Unternehmen schulen Beschäftigte in KI, 25 % bieten keine Schulung an (Bitkom, Stand September 2026)
33 %
Obergrenze der Halluzinationsrate bei KI Rechercheprodukten für Rechtsfragen, Untergrenze 17 % (Stanford RegLab und HAI, Stand Mai 2024)
5
Schritte von der Frage bis zur geprüften Übernahme in Katalog, Bewertung oder Notiz
Kurzantwort

Wofür ein KI Assistent
in der Softwareauswahl sinnvoll ist.

Ein KI Assistent in der Softwareauswahl ist ein Dialogwerkzeug, das Fragen zu Ihrem Auswahlprojekt beantwortet, Texte vorschlägt und Aufgaben vorbereitet. Er ersetzt weder die Fachbereiche noch die Projektleitung noch die Entscheidung. Amatus ist der KI Assistent im Selection Portal. Find-Your-Software beschreibt ihn als Unterstützung, die Fragen im Auswahlprojekt direkt im Portal klärt und die Grenzen der KI offen benennt. Auf der Produktseite des Portals heißt es, die Strategie bleibe bei Ihnen und die Ausführung übernehme Amatus. Sinnvoll ist ein Assistent dort, wo Auswahlprojekte typischerweise Zeit verlieren: bei Begriffen, bei Formulierungen, bei der Vorbereitung von Terminen und bei der Frage, was als Nächstes zu tun ist. Dass KI im Mittelstand angekommen ist, zeigt die Bitkom Befragung vom September 2026: 57 Prozent der Unternehmen ab 20 Beschäftigten setzen KI ein, neun von zehn sehen sich noch am Anfang. Wer einen Assistenten nutzt, braucht deshalb klare Regeln fürs Prüfen. Einen Überblick über alle Werkzeuge gibt die Seite Selection Portal.

Ohne KI Assistent

  • Kleine Fragen zu Begriffen, Methoden und Formulierungen warten auf den nächsten Termin oder landen in privaten Chatfenstern ohne Projektbezug
  • Anforderungen entstehen als Wünsche ohne Prüfkriterium, weil niemand Zeit hat, jede Zeile sauber zu formulieren
  • Lange Anbieterunterlagen werden nur überflogen, Rückfragen an Anbieter fallen unscharf aus
  • Die Projektleitung verbringt Zeit mit Routine wie Nachfassen und Zusammenfassen statt mit Abstimmung
  • Wer KI privat nutzt, folgt keinen gemeinsamen Regeln, und niemand weiß, welche Antworten in den Katalog eingeflossen sind

Mit KI Assistent im Portal

  • Fragen werden dort geklärt, wo das Projekt liegt, ohne das Portal zu verlassen
  • Formulierungsvorschläge sparen Zeit, jede Zeile bleibt durch Fachbereich und Prüfkriterium kontrolliert
  • Zusammenfassungen und Vorbereitung entlasten bei Routine, Originaldokumente bleiben maßgeblich
  • Das Team spricht über dieselben Begriffe und hat für KI Antworten eine gemeinsame Prüfliste
  • Die Grenzen der KI sind benannt, Verantwortung und Entscheidung bleiben bei Menschen

Quellen: Bitkom, Erstmals nutzt die Mehrheit der Unternehmen KI, Pressemitteilung vom 14. September 2026, 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten, Befragung KW 28 bis 33, Stand September 2026. Aussagen zu Amatus nach der Produktseite Selection Portal und der Seite Werkzeug statt Bewertungsportal, Stand Oktober 2026. Die Gegenüberstellung ist eine Zusammenfassung von Find-Your-Software. Amatus nutzt ausschließlich eigene, lokal betriebene Modelle von Find-Your-Software, die Daten bleiben bei uns.

Typische Fragen

Welche Fragen in welcher Phase entstehen
und wo die Grenze liegt.

Ein Auswahlprojekt durchläuft Phasen, und in jeder Phase fragen die Beteiligten etwas anderes. In der Vorbereitung geht es um Ziel und Umfang, bei den Anforderungen um Formulierung und Gewicht, beim Marktüberblick um Systemarten, bei den Anbieterantworten um Lesen und Vergleichen, in den Demos um Szenarien, in der Bewertung um Begründungen und im Vertrag um Risiken. Die Tabelle zeigt für jede Phase eine typische Frage, die mögliche Hilfe eines KI Assistenten und die Grenze, an der der Mensch übernimmt. Sie beschreibt, was ein KI Assistent grundsätzlich leisten kann. Welche dieser Hilfen Amatus im Portal bietet, steht auf der Produktseite des Selection Portals. Was dort nicht steht, prüfen Sie in der Demo.

PhaseSchwerpunktTypische FrageMögliche Hilfe eines KI AssistentenGrenze, an der der Mensch übernimmt
VorbereitungZiel, Umfang, BeteiligteKlärenWer muss beteiligt werden und was gehört nicht zum Umfang?Strukturiert die Fragen, schlägt Listen von Rollen und Bereichen vor, die Sie prüfen und ergänzenDer Assistent kennt Ihre Machtverhältnisse und Zuständigkeiten nicht. Rollen und Sponsor legen Sie selbst fest
AnforderungenFormulieren und priorisierenFormulierenWie formuliere ich diese Anforderung so, dass man sie prüfen kann?Macht aus einem Wunsch einen Satz mit Prüfkriterium und erklärt den Unterschied zwischen Muss, Soll und KannDie Gewichtung ist eine Entscheidung der Fachbereiche. Jede Zeile braucht Quelle, Ansprechpartner und Freigabe
MarktüberblickKategorien und ShortlistEinordnenWorin unterscheiden sich diese Systemarten?Erklärt Begriffe und Systemarten verständlich und bereitet Rückfragen an Anbieter vorKeine geprüften Produktdaten. Funktionsumfang, Preise und Zertifikate belegen Anbieterunterlagen
AnbieterantwortenRFP und DokumenteLesenWas sagt diese Antwort wirklich und was fehlt?Fasst lange Texte zusammen und markiert Unklares als RückfrageZusammenfassungen können Wesentliches weglassen. Maßgeblich bleibt der Originaltext des Anbieters
DemosSzenarien und PräsentationenVorbereitenWelche Aufgaben soll jeder Anbieter live zeigen?Hilft, Szenarien aus den Muss Anforderungen abzuleiten und Demos nachzubereiten, auf der Produktseite wird das Zusammenfassen von Demos genanntDie Bewertung im gemeinsamen Raster nehmen die Fachbewerter vor, nicht der Assistent
BewertungRanking und NutzwertAbwägenWie begründe ich den Unterschied zwischen zwei Anbietern?Sammelt Argumente und Gegenargumente und hilft, Begründungen sprachlich sauber zu fassenPunkte und Gewichte vergeben die Bewerter. Die Begründung muss zu den echten Bewertungen passen
VertragAngebot und VertragPrüfenWelche Klauseln verdienen einen zweiten Blick?Eine KI Erstprüfung markiert kritische Klauseln und macht Risiken vor der Unterschrift sichtbarKeine Rechtsberatung. Juristen prüfen, Ihr Team entscheidet, was unterschrieben wird
EntscheidungFreigabe und DokumentationDokumentierenWie fasse ich die Entscheidung für die Geschäftsführung zusammen?Bereitet Entscheidungen vor, entwirft Gliederungen und Kurztexte für die VorlageStrategie und Freigabe bleiben bei Ihnen. Zahlen kommen aus der Bewertung, nicht aus einem KI Text

Quellen: Produktseiten Selection Portal, Werkzeug statt Bewertungsportal zur KI Erstprüfung in der Vertragsphase und Anbieterszenarien und Präsentationen, Stand Oktober 2026. Zur Grenze der Ausgabequalität nennt das BSI, dass Ausgaben meist glaubhaft wirken, auch wenn Inhalte oder Quellen erfunden sind (BSI, Generative KI-Modelle, Version 2.0, Risiko R4, Stand Januar 2025). Die Zuordnung der Phasen ist eine Zusammenfassung von Find-Your-Software. Wie Sie Muss, Soll und Kann gewichten, erklärt die Nutzwertanalyse.

Funktionsumfang

Was Amatus kann
und was bewusst beim Menschen bleibt.

Find-Your-Software beschreibt Amatus als KI Assistenten, der Fragen im Auswahlprojekt direkt im Portal klärt. Auf der Produktseite des Selection Portals werden als Aufgaben das Überwachen von Fristen, das Zusammenfassen von Demos und das Vorbereiten von Entscheidungen genannt. Die Seite Werkzeug statt Bewertungsportal ordnet Amatus als optionalen KI Co Piloten ein, bei dem die Strategie beim Kunden bleibt. Die folgenden sechs Karten zeigen, was das im Projektalltag heißt: drei Aufgaben, bei denen der Assistent entlastet, und drei Grenzen, die Sie von Beginn an mitdenken sollten. Find-Your-Software setzt für Amatus ausschließlich eigene, lokal betriebene Modelle ein. Ihre Daten bleiben bei uns und gehen nicht an externe KI Anbieter. Weitere Punkte wie die Speicherdauer klären Sie im Gespräch mit Find-Your-Software und halten sie vertraglich fest.

01 · Fragen klären

Fragen im Projekt, direkt im Portal

Der Kern von Amatus ist, Fragen im Auswahlprojekt dort zu beantworten, wo das Projekt liegt. Das spart den Wechsel zwischen Werkzeugen und hält Fragen und Ergebnisse beim Projekt.

  • Fragen zu Anforderungen, etwa zur Formulierung
  • Fragen zu Begriffen und Methoden der Auswahl
  • Fragen zu den nächsten Schritten im Projekt
02 · Fristen im Blick

Routine entlasten

Die Produktseite nennt das Überwachen von Fristen als Aufgabe. Das entlastet die Projektleitung bei Routine, ersetzt aber nicht den Projektplan und nicht die Absprache mit den Beteiligten.

  • Legen Sie fest, welche Fristen im Projekt gelten
  • Bestimmen Sie, wer bei Verzug eskaliert
  • Der Projektplan bleibt Ihr Dokument
03 · Demos zusammenfassen

Nachbereitung beschleunigen

Als Beispiel nennt Find-Your-Software das Zusammenfassen von Demos. Eine Zusammenfassung hilft bei der Nachbereitung. Die Bewertung der Szenarien im gemeinsamen Raster bleibt Sache der Fachbewerter.

  • Zusammenfassung mit eigenen Notizen abgleichen
  • Szenarien vorab festlegen, nicht nachträglich anpassen
  • Bewertung im Raster durch Menschen
04 · Grenze: Entscheidung

Die Strategie bleibt bei Ihnen

Amatus bereitet Entscheidungen vor, die Entscheidung trifft Ihr Team. Das gilt für Prioritäten, Anbieterauswahl und Freigabe gleichermaßen. Wer Entscheidungen delegiert, delegiert auch die Verantwortung, und die lässt sich nicht delegieren.

  • Entscheider benennen, bevor das Projekt startet
  • Vorschläge als Vorschläge behandeln
  • Begründung der Entscheidung selbst formulieren
05 · Grenze: Recht

Keine Rechtsberatung

Für die Vertragsphase beschreibt Find-Your-Software eine KI Erstprüfung, die kritische Klauseln markiert. Sie ist ein erster Durchgang. Eine Rechtsberatung ist sie nicht, und Ihr Team entscheidet, was unterschrieben wird. Mehr dazu auf der Seite Softwarevertrag prüfen.

  • Markierte Klauseln juristisch prüfen lassen
  • Fristen, Haftung und Preisanpassung getrennt bewerten
  • Verhandlungsergebnis schriftlich festhalten
06 · Grenze: Belege

Eine Antwort ist kein Beleg

Auch eine überzeugende Antwort ersetzt keine Unterlage. Funktionsumfang, Preise, Zertifikate und Referenzen belegen Sie mit Anbieterunterlagen, Vorführungen und Verträgen. Die KI Antwort ist der Anfang der Prüfung.

  • Behauptungen in Anbieterunterlagen verlangen
  • Eigene Daten in der Demo verwenden
  • Zusagen in den Vertrag übernehmen

Quellen: Produktseite Selection Portal (Fristen, Demos, Entscheidungen, Strategie bleibt beim Kunden) und Werkzeug statt Bewertungsportal (optionaler KI Co Pilot, KI Erstprüfung, keine Rechtsberatung), Stand Oktober 2026. Zu den Szenarien siehe Anbieterszenarien und Präsentationen. Die Handlungshinweise in den Karten sind Empfehlungen von Find-Your-Software.

Rechenbeispiel

Fragen nach Projektphase:
ein Rechenbeispiel für 100 Fragen.

Wer einen KI Assistenten einführt, sollte wissen, wo in einem Auswahlprojekt Fragen anfallen und wie viel Prüfung sie brauchen. Die Balken zeigen ein Rechenbeispiel von Find-Your-Software für ein mittelgroßes Projekt mit 100 Fragen an einen Assistenten. Es ist kein Messwert aus dem Selection Portal und keine Nutzungsstatistik. Es dient der Planung: Wo viele Fragen anfallen, lohnt sich eine gemeinsame Prüfliste, wo wenige Fragen schwere Folgen haben, etwa im Vertrag, brauchen Sie eine strengere Freigabe. Das BSI empfiehlt, Ausgaben bei potenziell kritischen Auswirkungen zu prüfen, mit weiteren Quellen abzugleichen und bei Bedarf nachzubearbeiten. Die Prüftiefe sollte also mit den Folgen einer Antwort wachsen, nicht mit der Zahl der Fragen.

Vorbereitung und Anforderungen30 %

30 von 100 Fragen. Begriffe, Formulierungen, Prüfkriterien, Priorisierung. Hier ist die Prüfung am einfachsten, weil Fachbereiche jede Zeile gegenlesen können.

Marktüberblick und Anbieterantworten20 %

20 von 100 Fragen. Systemarten, Rückfragen, Zusammenfassungen von Unterlagen. Prüfen Sie Zusammenfassungen stichprobenartig am Originaltext.

Demos und Bewertung25 %

25 von 100 Fragen. Szenarien, Nachbereitung, Begründungen. Die Punkte vergeben die Fachbewerter, der Assistent liefert nur Argumente.

Vertrag15 %

15 von 100 Fragen. Wenige Fragen, aber hohe Folgen. Jede Antwort geht vor der Unterschrift an die juristische Prüfung.

Entscheidung und Dokumentation10 %

10 von 100 Fragen. Entscheidungsvorlage, Kurztexte, Zusammenfassung für die Geschäftsführung. Zahlen stammen aus der Bewertung, nicht aus dem Text des Assistenten.

Quelle zur Prüftiefe: BSI, Generative KI-Modelle, Version 2.0, Maßnahme M20 Prüfung und Nachbearbeitung der Ausgaben, Stand Januar 2025. Die Verteilung 30, 20, 25, 15 und 10 Prozent ist ein Rechenbeispiel von Find-Your-Software mit der Annahme von 100 Fragen, keine Erhebung und keine Nutzungsstatistik des Portals.

Ablauf

Frage stellen, Antwort prüfen,
Ergebnis übernehmen.

Ein KI Assistent ist nur so gut wie der Umgang mit seinen Antworten. Der Ablauf unten ist ein Rahmen aus fünf Schritten, den Sie an Ihr Projekt anpassen. Er braucht pro Antwort wenige Minuten, bei Verträgen länger. Wichtig ist die Reihenfolge: Erst eine gute Frage, dann eine kritische Lektüre, dann die Gegenprüfung und zuletzt die Entscheidung eines Menschen. Wer Antworten sofort in den Katalog kopiert, überspringt genau die Schritte, die Fehler abfangen. Das BSI nennt dieses Verhalten Automation Bias, also ein zu großes Vertrauen in die Ausgaben, das zu ungeprüfter Übernahme führt. Die Checkliste im Anschluss hilft bei Schritt vier.

  1. 01
    Vorher

    Frage vorbereiten

    Formulieren Sie Ziel, Kontext und gewünschtes Ergebnis in zwei bis drei Sätzen. Eine Frage wie „Ist das System gut?“ liefert Allgemeinplätze. Eine Frage wie „Wie formuliere ich für die Rechnungsfreigabe ein Prüfkriterium, das ein Fachbereich abnehmen kann?“ liefert etwas, das Sie prüfen können. Kontrollieren Sie vor dem Absenden, ob die Frage personenbezogene Daten oder Geschäftsgeheimnisse enthält.

    • Ziel und Kontext nennen
    • Gewünschtes Format festlegen, etwa Liste oder Satz
    • Personenbezug und Geheimnisse prüfen
  2. 02
    Im Portal

    Frage im Selection Portal stellen

    Stellen Sie die Frage dort, wo das Projekt liegt. So bleibt die Arbeit an einem Ort und Sie müssen Inhalte nicht zwischen Werkzeugen kopieren. Stellen Sie eine Frage je Anfrage, denn gebündelte Fragen führen zu gebündelten, schwer prüfbaren Antworten.

    • Eine Frage je Anfrage
    • Antwort nicht sofort weiterleiten
    • Frage und Antwort für die Prüfung sichtbar lassen
  3. 03
    Sofort

    Antwort lesen und einordnen

    Lesen Sie die Antwort als Vorschlag. Beantwortet sie Ihre Frage oder eine leichtere Nachbarfrage? Sind Annahmen genannt? Fehlt eine Alternative? Zahlen, Namen und Quellen gelten als unbestätigt, bis Sie sie selbst belegt haben.

    • Annahmen der Antwort markieren
    • Zahlen, Namen und Normen heraussuchen
    • Offene Punkte als Rückfrage notieren
  4. 04
    Vor der Übernahme

    Gegenprüfen

    Gleichen Sie die Antwort mit einer zweiten Quelle ab: Anbieterunterlage, Gesetzestext, Ihr Anforderungskatalog oder der zuständige Fachbereich. Je größer die Folgen, desto unabhängiger muss die zweite Quelle sein. Bei Rechtsfragen ist es die Rechtsabteilung oder ein Anwalt.

    • Zweite Quelle öffnen und Stand prüfen
    • Fachbereich bestätigen lassen
    • Rechtsfragen an Juristen geben
  5. 05
    Danach

    Entscheiden und festhalten

    Eine verantwortliche Person entscheidet, ob die Antwort übernommen, angepasst oder verworfen wird. Was übernommen wird, gehört in Katalog, Bewertung oder Notiz im Portal. Der Audit Trail des Portals protokolliert dort Änderungen an Anforderungen, Bewertungen und Entscheidungen mit Zeitstempel, sodass die Begründung auch nach Jahren belegbar bleibt.

    • Entscheidung mit Begründung eintragen
    • Verantwortliche Person nennen
    • Verworfene Antworten nicht weiterverwenden

Quellen: BSI, Generative KI-Modelle, Version 2.0, Risiko R8 Automation Bias, Stand Januar 2025. DSK, Orientierungshilfe Künstliche Intelligenz und Datenschutz, Version 1.0 vom 6. Mai 2024, Abschnitt 3.3 Ergebnisse auf Richtigkeit prüfen. Audit Trail nach der Seite Audit Trail und Revisionssicherheit, Stand Oktober 2026. Die Zeitangaben sind Erfahrungswerte von Find-Your-Software.

Prüfliste

16 Prüfpunkte für KI Antworten,
zum Abhaken vor jeder Übernahme.

Die Checkliste fasst die Prüfung in vier Gruppen zusammen: Inhalt und Quelle, Vollständigkeit und Neutralität, Vertraulichkeit und Recht sowie Entscheidung und Dokumentation. Sie ist kein Ersatz für Fachwissen, sondern ein Raster, damit im Alltag nichts vergessen wird. Klicken Sie einen Punkt an, sobald Sie ihn für die aktuelle Antwort geprüft haben. Der Fortschrittsring zeigt, wie weit die Prüfung ist. Den Zustand speichert die Seite nicht, laden Sie das Ergebnis bei Bedarf als Datei herunter. Die Punkte stützen sich auf die Hinweise des BSI zur Nutzung generativer KI und auf die Orientierungshilfe der Datenschutzkonferenz.

0/16

Punkte geprüft

Punkte anklicken, um sie abzuhaken.

Alle 16 Punkte sind geprüft. Als Nächstes entscheidet eine verantwortliche Person, ob die Antwort übernommen wird, und dokumentiert die Entscheidung im Portal.

Als CSV Datei für Excel. Ihr Stand wird mit exportiert.

Inhalt und Quelle

Vollständigkeit und Neutralität

Vertraulichkeit und Recht

Entscheidung und Dokumentation

Quellen: BSI, Generative KI-Modelle, Version 2.0, Risiken R4 und R8 sowie Maßnahmen M16 und M20, Stand Januar 2025. DSK, Orientierungshilfe Künstliche Intelligenz und Datenschutz, Abschnitte 1.12 und 3.1, Stand Mai 2024. Die Zusammenstellung der 16 Punkte ist eine Arbeitshilfe von Find-Your-Software und keine Rechtsberatung.

Grenzen

Sechs Grenzen der KI,
die Sie vor jeder Übernahme kennen sollten.

Jede Antwort eines KI Assistenten entsteht aus Wahrscheinlichkeiten, nicht aus Verstehen. Das ist keine Kritik, sondern eine Eigenschaft, die man kennen muss. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik beschreibt in seiner Publikation zu generativen KI-Modellen, Version 2.0 vom 17. Januar 2025, mehrere Risiken, die für die Softwareauswahl direkt relevant sind. Die sechs Karten übersetzen sie in die Praxis eines Auswahlprojekts. Amatus benennt die Grenzen der KI nach Angabe von Find-Your-Software klar, dennoch gilt: Wer die Grenzen kennt, nutzt den Assistenten besser.

01 · Halluzinationen

Erfundene Inhalte klingen glaubhaft

Das BSI beschreibt, dass Modelle Inhalte erfinden, die weder in der Eingabe noch in den Trainingsdaten standen. Diese Ausgaben wirken meist glaubhaft, auch wenn Quellen frei erfunden sind. Eine Studie von Stanford RegLab und HAI vom Mai 2024 fand bei KI Rechercheprodukten für Rechtsfragen, die als halluzinationsfrei beworben wurden, Fehlerraten von 17 bis 33 Prozent.

  • Quellen selbst öffnen
  • Zahlen nachrechnen
  • Normen und Namen im Original suchen
02 · Aktualität

Wissensstand und Stichtag

Laut BSI kennt ein Modell ohne Zugriff auf Echtzeitdaten keine aktuellen Ereignisse. Ein Beispiel aus dem Recht: Artikel 4 der KI-Verordnung wurde durch die Verordnung (EU) 2026/1744 neu gefasst und gilt seit Juli 2026 als Förderpflicht. Wer eine ältere Beschreibung nutzt, arbeitet mit überholtem Stand.

  • Datum jeder Quelle prüfen
  • Gesetze im Original lesen
  • Preise und Produktstände beim Anbieter erfragen
03 · Automation Bias

Zu großes Vertrauen

Gut formulierte Antworten erzeugen Vertrauen. Das BSI warnt vor Automation Bias: Nutzende ziehen falsche Schlüsse oder übernehmen Ausgaben ungeprüft. Im Auswahlprojekt kann das heißen, dass eine glatte Formulierung in den Katalog wandert, die niemand fachlich bestätigt hat.

  • Freigabe durch Menschen als feste Regel
  • Stichproben bei Zusammenfassungen
  • Verantwortliche Person benennen
04 · Vertraulichkeit

Eingaben verlassen Ihr Haus

Das BSI nennt als Risiko fehlende Vertraulichkeit eingegebener Daten: Bei Diensten über das Internet kann das betreibende Unternehmen auf Daten zugreifen und sie unter Umständen zum Training nutzen. Entscheidend sind interne Richtlinien, Nutzungsbedingungen und der Datenschutzrahmen. Wie das beim Selection Portal geregelt ist, fragen Sie bei Find-Your-Software ab.

  • Sensible Daten sparsam eingeben
  • Nutzungsbedingungen und Vertrag lesen
  • Interne KI Richtlinie festlegen
05 · Fremde Anweisungen

Texte Dritter als Befehl

Sprachmodelle unterscheiden laut BSI nicht sicher zwischen Anweisungen und sonstigem Text. Ein Satz in einem Dokument kann als Befehl verstanden werden. Das ist relevant, wenn Anbieterunterlagen zusammengefasst werden: Prüfen Sie solche Zusammenfassungen besonders sorgfältig am Original.

  • Zusammenfassungen am Original prüfen
  • Auffällige Formulierungen melden
  • Dokumente Dritter nur mit klarer Regel verarbeiten
06 · Kontext

Ihr Unternehmen kennt nur Ihr Team

Ein Assistent kennt Ihre Unternehmenskultur, Ihre Zielkonflikte zwischen Fachbereichen und Ihre Altlasten nicht. Konflikte zwischen Bereichen löst ein Sponsor, nicht eine Formulierung. Das ist eine Einschätzung von Find-Your-Software aus Auswahlprojekten im Mittelstand.

  • Konflikte im Workshop klären
  • Sponsor entscheiden lassen
  • KI Vorschläge als Diskussionsgrundlage nutzen

Quellen: BSI, Generative KI-Modelle, Version 2.0 vom 17. Januar 2025, Risiken R2, R3, R4 und R8, Stand Januar 2025. Magesh u. a., Hallucination-Free? Assessing the Reliability of Leading AI Legal Research Tools, Preprint vom 30. Mai 2024. Verordnung (EU) 2026/1744 vom 8. Juli 2026, Stand Oktober 2026. Die Handlungshinweise sind Empfehlungen von Find-Your-Software.

Arbeitsteilung

Wer macht was:
Aufgaben für KI und Aufgaben für Menschen.

Nicht jede Aufgabe eignet sich gleich gut für einen KI Assistenten. Die Tabelle ordnet typische Aufgaben im Auswahlprojekt nach der Eignung für KI: geeignet, nur mit Prüfung geeignet oder nicht zu delegieren. Die Einordnung ist eine Einschätzung von Find-Your-Software und richtet sich nach der Folge eines Fehlers und nach der Prüfbarkeit der Antwort. Je leichter sich ein Ergebnis kontrollieren lässt und je geringer die Folgen eines Fehlers sind, desto eher passt die Aufgabe zur KI. Aufgaben mit Verantwortung, Gewichtung und Freigabe bleiben bei Menschen. Das deckt sich mit der Rollenbeschreibung auf der Produktseite des Portals, nach der die Strategie beim Kunden bleibt.

AufgabeZuordnungVerantwortlichEignung für KISicherung
Begriff erklärenFit-Gap, Pflichtenheft, Muss KriteriumKI schlägt vorProjektleitung✓ geeignet, die Antwort ist schnell zu prüfen und die Folgen eines Fehlers sind geringBegriff mit dem Glossar der Auswahl abgleichen
Anforderung formulierenSatz mit PrüfkriteriumGemeinsamFachbereich≈ nur mit Prüfung, der Vorschlag spart Zeit, trifft aber Ihren Prozess nicht von selbstFachbereich gibt jede Zeile frei, Pflichtfeld Prüfkriterium ausfüllen
Dokument zusammenfassenAnbieterunterlage, ProtokollGemeinsamProjektleitung≈ nur mit Prüfung, Zusammenfassungen können Wesentliches auslassen oder verdrehenStichproben im Originaltext, der Originaltext bleibt maßgeblich
Priorität festlegenMuss, Soll, KannMenschFachbereiche und Sponsor– nicht zu delegieren, die Gewichtung ist eine Wertentscheidung des UnternehmensAbstimmungsworkshop mit Protokoll
Demo bewertenSzenarien im RasterMenschFachbewerter– nicht zu delegieren, die Bewertung entsteht beim Zusehen mit eigenen DatenGemeinsames Raster, Punkte im Portal festhalten
Vertragsklausel markierenKündigung, Haftung, PreisanpassungGemeinsamRecht und Einkauf≈ nur mit Prüfung, als erste Durchsicht nützlich, keine RechtsberatungJuristische Prüfung vor der Unterschrift
Anbieter auswählenShortlist und ZuschlagMenschEntscheidungsgremium– nicht zu delegieren, hier liegt die Verantwortung des UnternehmensBegründung aus der Bewertung, Entscheidung im Portal dokumentieren
Entscheidungsvorlage entwerfenKurztext für die GeschäftsführungGemeinsamProjektleitung≈ nur mit Prüfung, die Gliederung hilft, die Zahlen müssen aus der Bewertung stammenZahlen aus dem Ranking übernehmen, nicht aus dem KI Text

Die Eignung (geeignet, nur mit Prüfung oder nicht zu delegieren) ist eine Einschätzung von Find-Your-Software. Sie stützt sich auf die Empfehlung des BSI, Ausgaben bei potenziell kritischen Auswirkungen zu prüfen und mit weiteren Quellen abzugleichen (BSI, Generative KI-Modelle, Version 2.0, Maßnahme M20, Stand Januar 2025), und auf die Rollenbeschreibung der Produktseite Selection Portal, Stand Oktober 2026. Zum gemeinsamen Sammeln der Anforderungen siehe Anforderungen sammeln.

Recht und Datenschutz

Sechs Punkte zu Datenschutz
und EU KI-Verordnung.

Ein KI Assistent berührt Datenschutz, Arbeitsrecht und die europäische KI-Verordnung. Die folgenden Punkte geben einen Überblick und sind keine Rechtsberatung. Sie erklären allgemein, was bei KI Assistenten zu beachten ist. Wie ein bestimmtes Produkt Daten verarbeitet, müssen Sie beim Anbieter erfragen und vertraglich regeln. Die Rechtslage ändert sich: Die Verordnung (EU) 2026/1744 vom 8. Juli 2026 hat die KI-Verordnung (EU) 2024/1689 geändert, unter anderem Artikel 4. Lassen Sie Ihre Rechtsabteilung oder Ihren Datenschutzbeauftragten prüfen, was in Ihrem Fall gilt.

01 · KI-Kompetenz

Artikel 4 KI-Verordnung

Nach der seit Juli 2026 geltenden Fassung ergreifen Anbieter und Betreiber von KI Systemen Maßnahmen, um die Entwicklung der KI-Kompetenz ihres Personals und anderer Personen zu unterstützen, die in ihrem Auftrag mit KI Systemen arbeiten. Technische Kenntnisse, Erfahrung, Ausbildung und Einsatzkontext sind zu berücksichtigen. Ein bestimmtes Niveau je Person wird nicht verlangt.

  • Kurze Schulung zum Umgang mit KI Antworten
  • Prüfliste und Regeln für das Projektteam
  • Teilnahme dokumentieren
02 · Transparenz

Artikel 50 Absatz 1 KI-Verordnung

Anbieter müssen sicherstellen, dass KI Systeme, die direkt mit Menschen interagieren, so gestaltet sind, dass die Personen erfahren, dass sie mit einem KI System interagieren, es sei denn, das ist nach den Umständen offensichtlich. Die KI-Verordnung wendet dies seit dem 2. August 2026 an. Die Pflicht richtet sich an den Anbieter, ob sie im Einzelfall greift, ist juristisch zu prüfen.

  • Im Portal klar erkennbar, dass KI antwortet
  • Nachfragen, wie der Anbieter Transparenz umsetzt
  • Einordnung durch Rechtsabteilung
03 · Verantwortlichkeit

Auftragsverarbeitung nach Artikel 28 DSGVO

Die Datenschutzkonferenz führt aus, dass bei einer KI Anwendung eines externen Anbieters, etwa als Cloud Lösung, häufig ein Auftragsverarbeitungsverhältnis besteht und dann eine Vereinbarung nach Artikel 28 Absatz 3 DSGVO abzuschließen ist. Zudem sollen Anbieter ausreichende Dokumentation liefern, damit Sie Ihre Informationspflichten erfüllen können.

  • Auftragsverarbeitungsvertrag prüfen
  • Dokumentation des Anbieters anfordern
  • Unterauftragnehmer und Standorte abfragen
04 · Eingaben

Personenbezug und sensible Daten

Die Datenschutzkonferenz warnt, dass es nicht genügt, Namen und Anschriften aus einer Eingabe zu entfernen, weil sich ein Personenbezug aus dem Zusammenhang ergeben kann. Das BSI empfiehlt, sparsam mit sensiblen Daten umzugehen. Im Auswahlprojekt betrifft das vor allem Bewertungen einzelner Beschäftigter, Bewerberdaten und Vertragsinhalte mit Personenbezug.

  • Eingaberegeln im Projekt festlegen
  • Personenbezug im Einzelfall prüfen
  • Sensible Inhalte nicht eingeben
05 · Betriebsrat

Mitbestimmung nach BetrVG

Nach § 87 Absatz 1 Nummer 6 BetrVG hat der Betriebsrat mitzubestimmen bei der Einführung und Anwendung technischer Einrichtungen, die dazu bestimmt sind, Verhalten oder Leistung der Arbeitnehmer zu überwachen. Nach § 80 Absatz 3 Satz 2 BetrVG gilt die Hinzuziehung eines Sachverständigen als erforderlich, wenn der Betriebsrat die Einführung oder Anwendung von KI beurteilen muss.

  • Betriebsrat früh informieren
  • Auswertungen zu Beschäftigten ausschließen oder regeln
  • Betriebsvereinbarung prüfen
06 · Interne Regeln

Datenschutzbeauftragte und Beschäftigte

Die Datenschutzkonferenz empfiehlt, Datenschutzbeauftragte stets einzubinden, wenn Entscheidungen über KI Anwendungen vorbereitet werden, und Beschäftigte durch Schulungen und Leitfäden zu sensibilisieren. Geschlossene Systeme sind aus Sicht des Datenschutzes vorzugswürdig, bei offenen Systemen können Eingaben den geschützten Bereich verlassen.

  • Datenschutzbeauftragte vor dem Start beteiligen
  • Leitfaden für Beschäftigte erstellen
  • Regeln jährlich überprüfen

Quellen: Verordnung (EU) 2024/1689, Artikel 50 Absatz 1 und Artikel 113, sowie Verordnung (EU) 2026/1744 vom 8. Juli 2026 zur Neufassung von Artikel 4, Stand Oktober 2026. DSK, Orientierungshilfe Künstliche Intelligenz und Datenschutz, Version 1.0 vom 6. Mai 2024, Abschnitte 1.7, 1.8, 1.12, 2.1, 2.7 und 3.1. § 87 BetrVG und § 80 BetrVG, Stand Oktober 2026. BSI, Generative KI-Modelle, Maßnahme M18, Stand Januar 2025. Diese Übersicht ist keine Rechtsberatung. Zur Bitkom Befragung: 37 Prozent der Unternehmen sehen sich als Anwender vom AI Act betroffen, 34 Prozent prüfen es (Bitkom, Stand September 2026).

Prüfaufwand

Wie viel Prüfung braucht welche Antwort?
Richtwerte für den Projektalltag.

Ein Assistent spart Zeit beim Erzeugen, kostet aber Zeit beim Prüfen. Wer nur den ersten Teil rechnet, überschätzt den Nutzen. Die Tabelle zeigt Erfahrungswerte von Find-Your-Software für die Prüfung je Antwortart. Es sind Richtwerte für eine einzelne Antwort, keine Messwerte aus dem Selection Portal. Sie zeigen, dass Begriffserklärungen schnell zu prüfen sind, Zusammenfassungen und Bewertungsargumente deutlich länger und Vertragshinweise zusätzlich juristische Zeit brauchen. Wichtig ist die Proportion: Je höher die Folgen einer Antwort, desto mehr Zeit gehört in die Prüfung.

AntwortartBeispielPrüftiefeZeitaufwand je AntwortWer prüft
Begriffserklärunggeringe FolgenWas bedeutet Fit-Gap Analyse?Gegen Glossar oder zweite Quelle lesen2 bis 5 MinutenProjektleitung
Formulierungsvorschlagmittlere FolgenAnforderung mit Prüfkriterium für die RechnungsfreigabeFachlich lesen, Kriterium testen, Quelle ergänzen5 bis 10 MinutenFachbereich
Zusammenfassungmittlere FolgenZusammenfassung einer Anbieterantwort oder DemoStichproben im Original, Auslassungen suchen15 bis 30 Minuten je DokumentProjektleitung und Fachbewerter
Bewertungsargumenthohe FolgenBegründung für den Vorsprung eines AnbietersGegen Punkte, Notizen und Szenarien prüfen30 bis 60 MinutenFachbewerter und Sponsor
Vertragshinweishohe FolgenMarkierte Klausel zu Kündigung oder HaftungJuristische Prüfung der Klausel und des Zusammenhangs1 bis 2 Stunden plus RechtsprüfungRecht und Einkauf

Die Zeitwerte sind Erfahrungswerte von Find-Your-Software für eine einzelne Antwort in einem mittelgroßen Auswahlprojekt im Mittelstand, Stand Oktober 2026, und keine Messwerte. Sie folgen der Logik von BSI, Generative KI-Modelle, Maßnahme M20: Ausgaben bei potenziell kritischen Auswirkungen prüfen und mit weiteren Quellen abgleichen, Stand Januar 2025. Zum Aufbau von Verträgen siehe Softwarevertrag prüfen.

Teamregeln

Sechs Spielregeln
für KI im Auswahlprojekt.

Ein Assistent wirkt dann, wenn das Team gemeinsame Regeln hat. Die sechs Regeln unten passen auf eine halbe Seite und lassen sich in der Projektauftaktsitzung beschließen. Sie folgen den Empfehlungen der Datenschutzkonferenz, Einsatzfelder und Zwecke vorab festzulegen, interne Regelungen zu treffen und Beschäftigte zu sensibilisieren, sowie den Hinweisen des BSI zu Aufklärung und Prüfung der Ausgaben.

01

Zweck festlegen

Schreiben Sie auf, wofür der Assistent im Projekt genutzt wird und wofür nicht. Beispiel: Begriffe erklären, Formulierungen vorschlagen, Unterlagen zusammenfassen. Nicht: Gewichte vergeben, Anbieter auswählen, Verträge freigeben.

02

Rollen und Freigabe klären

Bestimmen Sie, wer Antworten übernehmen darf. Für Anforderungen sind es die Fachbereiche, für Bewertungen die Fachbewerter, für den Vertrag Recht und Einkauf, für die Gesamtentscheidung das Entscheidungsgremium.

03

Eingaberegeln festlegen

Legen Sie fest, welche Informationen eingegeben werden dürfen. Personenbezogene Daten, Bewertungen einzelner Beschäftigter und vertrauliche Konditionen sind im Zweifel tabu, bis Datenschutz und Anbieterverträge geklärt sind.

04

Prüfpflicht einführen

Machen Sie die Prüfliste zur festen Regel: Keine KI Antwort wird ohne die vier Prüfgruppen übernommen. Die Tiefe richtet sich nach den Folgen, bei Verträgen gilt die Rechtsprüfung.

05

Team schulen

Eine kurze Einführung in Stärken, Schwächen und Prüfregeln reicht für den Start. Sie dient zugleich dem Ziel von Artikel 4 KI-Verordnung, die KI-Kompetenz der Beschäftigten zu fördern. Halten Sie Teilnahme und Inhalt fest.

06

Regeln überprüfen

Besprechen Sie nach der Anforderungsphase und nach den Demos, was gut lief und was nicht. Passen Sie Regeln an, wenn sich Technik, Recht oder Projektstand ändern. Die Datenschutzkonferenz empfiehlt, solche Entwicklungen regelmäßig zu verfolgen.

Quellen: DSK, Orientierungshilfe Künstliche Intelligenz und Datenschutz, Version 1.0 vom 6. Mai 2024, Abschnitte 1.1, 2.2, 2.7 und 2.8. BSI, Generative KI-Modelle, Maßnahmen M16, M18 und M20, Stand Januar 2025. Bitkom: 70 Prozent der Unternehmen schulen Beschäftigte in KI (Bitkom, Stand September 2026). Die Regeln sind eine Empfehlung von Find-Your-Software. Zur Rollenverteilung im Katalog siehe Anforderungen sammeln.

Zusammenspiel

Amatus im Verbund mit den
anderen Funktionen des Portals.

Das Selection Portal begleitet das gesamte Auswahlprojekt, von den Anforderungen über das Ranking bis zum Vertrag. Die Matching Engine liefert die erste Orientierung, das Portal führt danach durch das Projekt. Amatus ist ein Baustein davon. Die sechs Karten zeigen, wie der Assistent zu den anderen Funktionen passt und wo diese eigene Aufgaben haben. Wichtig: Der Assistent beantwortet Fragen, die Funktionen halten das Ergebnis fest. Ob und wie Amatus in den einzelnen Funktionen eingebunden ist, zeigt die Demo. Find-Your-Software erhält keine Zahlung für Platzierungen, Matching und Ranking sind rein inhaltlich.

Anforderungen

Anforderungsmanager

  • Anforderungen anlegen, priorisieren und Ausschlusskriterien markieren. Ein Assistent kann bei der Formulierung helfen, der Eintrag mit Quelle und Prüfkriterium entsteht im Anforderungsmanagement.
  • Vorlagen und Anforderungsassistent bieten vorformulierte Anforderungen einzeln oder als Paket.
  • Wer Anforderungen im Team sammelt, findet das Vorgehen unter Anforderungen sammeln.
Vorschläge

Requirement Intelligence und Deep Check

  • Die KI schlägt Anforderungen für Ihr Unternehmen vor und deckt Lücken in Ihrer Auswahl auf.
  • Das ist eine eigene Funktion. Amatus beantwortet dagegen Ihre Fragen im Projekt. Mehr dazu auf der Seite Requirement Intelligence.
  • Beide ersetzen nicht die Abstimmung mit den Fachbereichen.
Ranking

Anbieter Ranking und Szenarien

  • Anbieter anhand Ihrer Anforderungen vergleichen, bewerten und Notizen festhalten, beschrieben auf der Seite Anbieter Ranking.
  • Szenarien und Präsentationen planen und live bewerten, siehe Anbieterszenarien.
  • Punkte vergeben die Bewerter, nicht der Assistent.
Landschaft

IT Systemlandschaft

  • Vorhandene Systeme und Schnittstellen erfassen, damit die Integration von Anfang an mitgedacht ist, siehe IT Systemlandschaft.
  • Fragen zu Schnittstellen und Begriffen lassen sich mit dem Assistenten klären.
  • Technische Zusagen belegen Anbieter mit Unterlagen und Demo.
Vertrag

Vertragsphase

  • Angebote und Verträge prüfen, mit Checkliste und KI Vertragsanalyse, beschrieben unter Softwarevertrag prüfen.
  • Die KI Erstprüfung markiert kritische Klauseln und ist keine Rechtsberatung.
  • Ihr Team und Ihre Juristen entscheiden.
Nachweis

Audit Trail

  • Der Audit Trail protokolliert, wer Anforderungen einbringt, ändert oder gewichtet, welche Bewertungen vergeben wurden und wer Entscheidungen freigegeben hat.
  • Was Sie nach einer KI Antwort übernehmen, gehört in den Katalog oder die Bewertung und ist damit nachvollziehbar.
  • Die Seite zum Audit Trail macht keine Aussagen zur KI.

Quellen: Funktionsbeschreibungen nach den eigenen Texten von Find-Your-Software zum Selection Portal, zu Werkzeug statt Bewertungsportal (keine Zahlung für Platzierungen), Anforderungsmanagement und Audit Trail, Stand Oktober 2026. Ranking-Methoden erklärt die Seite zur Nutzwertanalyse, die Grundhaltung die Seite Werkzeug statt Bewertungsportal.

FAQ

Häufige Fragen
direkt beantwortet.

Was ist Amatus im Selection Portal?

Amatus ist der KI Assistent im Selection Portal von Find-Your-Software. Er hilft, Fragen im Auswahlprojekt direkt im Portal zu klären, zum Beispiel zu Anforderungen, Begriffen oder nächsten Schritten. Auf der Produktseite werden außerdem das Überwachen von Fristen, das Zusammenfassen von Demos und das Vorbereiten von Entscheidungen als Aufgaben genannt. Klare Hinweise benennen die Grenzen der KI: Prüfen und Entscheiden bleibt beim Menschen. Amatus läuft auf eigenen, lokal betriebenen Modellen von Find-Your-Software, Ihre Daten bleiben bei uns.

Wofür ist ein KI Assistent in der Softwareauswahl sinnvoll?

Sinnvoll ist ein Assistent bei Aufgaben, die oft vorkommen, schnell zu prüfen sind und geringe Folgen haben: Begriffe erklären, Anforderungen prüfbar formulieren, Unterlagen zusammenfassen, Termine und Rückfragen vorbereiten. Weniger geeignet ist er für Wertentscheidungen wie Gewichtung, Anbieterauswahl oder Vertragsfreigabe. Die Faustregel lautet: Je leichter sich eine Antwort kontrollieren lässt und je kleiner die Folgen eines Fehlers sind, desto besser passt die Aufgabe zur KI. Bei allem anderen bereitet der Assistent vor und der Mensch entscheidet.

Ersetzt Amatus die Entscheidung der Projektleitung?

Nein. Find-Your-Software beschreibt auf der Produktseite des Selection Portals, dass die Strategie beim Kunden bleibt und Amatus die Ausführung unterstützt. Amatus bereitet Entscheidungen vor, die Entscheidung trifft Ihr Team. Das gilt für Prioritäten, die Auswahl des Anbieters und die Freigabe des Vertrags. Benennen Sie deshalb zu Beginn eine verantwortliche Person für Übernahmen und halten Sie Begründungen im Portal fest, damit auch später nachvollziehbar bleibt, wer was entschieden hat und warum. So lässt sich die Entscheidung gegenüber Geschäftsführung und Prüfern jederzeit erklären.

Welche Fragen sollte ich nicht an einen KI Assistenten stellen?

Stellen Sie keine Fragen, deren Beantwortung vertrauliche Daten, Personenbezug oder Rechtsentscheidungen erfordert, solange Datenschutz und Anbietervertrag nicht geklärt sind. Dazu zählen Beurteilungen einzelner Beschäftigter, vertrauliche Konditionen und Fragen wie „Dürfen wir dieses Vertragsrisiko eingehen?“. Auch Fragen nach geprüften Fakten über einen Anbieter, etwa Zertifikate oder Preise, beantworten Anbieterunterlagen besser. Nutzen Sie den Assistenten für Vorbereitung und Erklärung, nicht als Beleg oder als Entscheider. Im Zweifel fragen Sie zuerst die Rechtsabteilung oder den Datenschutzbeauftragten und stellen die Frage danach neu und sauberer formuliert.

Wie prüfe ich eine KI Antwort in der Praxis?

Lesen Sie die Antwort als Vorschlag, markieren Sie Annahmen, Zahlen und Quellen und gleichen Sie sie mit einer zweiten Quelle ab, etwa Anbieterunterlage, Gesetzestext oder Fachbereich. Danach entscheidet eine verantwortliche Person über Übernahme, Anpassung oder Verwerfung und dokumentiert das Ergebnis im Portal. Die Checkliste auf dieser Seite fasst die Prüfung in 16 Punkten zusammen. Die Tiefe richtet sich nach den Folgen: Eine Begriffserklärung braucht wenige Minuten, ein Vertragshinweis zusätzlich juristische Prüfung. Ohne Gegenprüfung sollte keine Antwort in den Katalog oder die Bewertung gelangen.

Was sind Halluzinationen und wie häufig sind sie?

Halluzinationen sind erfundene Inhalte, die weder in der Eingabe noch in den Trainingsdaten standen und trotzdem glaubhaft wirken. Das BSI beschreibt sie in seiner Publikation zu generativen KI-Modellen vom Januar 2025 als großes Problem, auch erfundene Quellen kommen vor. Eine Studie von Stanford RegLab und HAI vom Mai 2024 fand bei KI Rechercheprodukten für Rechtsfragen Fehlerraten von 17 bis 33 Prozent. Eine feste Häufigkeit für andere Einsatzfelder gibt es nicht, deshalb gilt die Prüfpflicht immer.

Darf ich Preise und Vertragsinhalte eingeben?

Das hängt von Ihren internen Regeln, dem Anbietervertrag und dem Datenschutzrahmen ab. Das BSI nennt als Risiko, dass bei Diensten über das Internet das betreibende Unternehmen auf eingegebene Daten zugreifen und sie unter Umständen zum Training nutzen kann. Klären Sie deshalb vor der ersten Eingabe, welche Informationen in das Werkzeug dürfen, und sparen Sie Vertrauliches im Zweifel aus. Wie der Anbieter mit Daten umgeht, lassen Sie sich schriftlich zusichern und von Ihrem Datenschutzbeauftragten prüfen.

Was verlangt die EU KI-Verordnung von Unternehmen, die einen Assistenten nutzen?

Zwei Artikel sind für den Alltag zentral. Artikel 4 verpflichtet Anbieter und Betreiber seit der Neufassung durch die Verordnung (EU) 2026/1744 zu Maßnahmen, die KI-Kompetenz ihres Personals zu fördern. Artikel 50 Absatz 1 verpflichtet Anbieter, Menschen darüber zu informieren, dass sie mit einem KI System interagieren, sofern das nicht offensichtlich ist. Beides gilt nach den Fristen der Verordnung. Wie das in Ihrem Fall zu bewerten ist, klärt Ihre Rechtsabteilung, diese Seite ist keine Rechtsberatung.

Muss ich Beschäftigte zur Nutzung von KI schulen?

Artikel 4 der KI-Verordnung verlangt Maßnahmen, die Entwicklung der KI-Kompetenz des Personals zu unterstützen, wobei Kenntnisse, Erfahrung, Ausbildung und Einsatzkontext zu berücksichtigen sind. Ein bestimmtes Niveau je Person wird nicht verlangt. Praktisch genügt für den Start eine kurze Einführung in Stärken, Schwächen und Prüfregeln, ergänzt durch die Checkliste. Laut Bitkom schulen bereits 70 Prozent der Unternehmen ihre Beschäftigten in KI. Halten Sie Inhalt und Teilnahme fest, damit Sie die Maßnahme gegenüber Prüfern nachweisen können.

Muss der Betriebsrat beteiligt werden?

Das kommt auf den Einzelfall an. Nach § 87 Absatz 1 Nummer 6 BetrVG hat der Betriebsrat mitzubestimmen, wenn technische Einrichtungen dazu bestimmt sind, Verhalten oder Leistung der Arbeitnehmer zu überwachen. Nach § 80 Absatz 3 Satz 2 BetrVG gilt die Hinzuziehung eines Sachverständigen als erforderlich, wenn der Betriebsrat die Einführung von KI beurteilen muss. Die Datenschutzkonferenz empfiehlt, die Beteiligung zu prüfen. Informieren Sie den Betriebsrat früh und lassen Sie die Rechtsfrage von einem Juristen klären.

Wie unterscheidet sich Amatus von Requirement Intelligence?

Requirement Intelligence und Deep Check sind Funktionen, bei denen die KI Anforderungen für Ihr Unternehmen vorschlägt und Lücken in Ihrer Auswahl aufdeckt. Amatus ist der Assistent, mit dem Sie Fragen im Projekt klären. Beide arbeiten im Selection Portal, haben aber unterschiedliche Aufgaben: Die eine Funktion macht Vorschläge für den Katalog, der andere beantwortet Ihre Fragen. In beiden Fällen gilt, dass Fachbereiche Vorschläge prüfen und freigeben. Mehr dazu auf der Seite zu Requirement Intelligence.

Kann ein KI Assistent Anbieter bewerten oder ein Ranking erstellen?

Ein Assistent kann Argumente sammeln und Texte vorbereiten, die Bewertung selbst gehört den Fachbewertern. Im Selection Portal vergleichen und bewerten Sie Anbieter anhand Ihrer Anforderungen und halten Notizen fest. Find-Your-Software erhält keine Zahlung für Platzierungen, Matching und Ranking sind rein inhaltlich. Wer die Punktevergabe an eine KI abgibt, verliert die Begründbarkeit der Entscheidung. Nutzen Sie den Assistenten für die Nachbereitung der Demos, die Punkte vergeben Menschen im gemeinsamen Raster, und halten Sie Ihre Begründung im Portal fest, damit sie später belegbar bleibt.

Was sollte ich vor dem Einsatz mit Find-Your-Software klären?

Find-Your-Software setzt eigene, lokal betriebene Modelle ein, und Ihre Daten bleiben bei uns. Klären Sie darüber hinaus die weiteren Punkte: Wie lange werden Eingaben gespeichert, werden sie zum Training genutzt, wie ist die Auftragsverarbeitung geregelt, wie lässt sich die Nutzung begrenzen oder abschalten und wie wird Transparenz nach Artikel 50 KI-Verordnung umgesetzt. Lassen Sie sich Antworten schriftlich geben und prüfen Sie sie mit Datenschutzbeauftragtem und Rechtsabteilung. Dafür eignet sich das kostenlose Erstgespräch.

Nächster Schritt

Fragen im Auswahlprojekt klären,
ohne die Kontrolle abzugeben.

Sie wollen wissen, wie ein KI Assistent in Ihr Auswahlprojekt passt? Starten Sie mit dem Matching, um passende Systemkategorien und Anbieter zu sehen, oder besprechen Sie im Erstgespräch, wie das Selection Portal Ihr Projekt begleitet und welche Fragen zu Amatus, Datenschutz und Verträgen Sie vorab klären sollten. Prüfen und Entscheiden bleibt bei Ihnen.

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