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Power BI (Business-Intelligence-Dienst von Microsoft, seit Juli 2015 allgemein verfügbar und aus den Excel-Add-ins Power Query, Power Pivot und Power View entstanden) und Tableau (Analyseplattform, 2003 in Mountain View gegründet und seit 2019 Teil von Salesforce) decken Datenanbindung, Modellierung, Dashboards und die Verteilung von Berichten ab. Der Vergleich zeigt für Controlling, Vertrieb und Geschäftsführung in Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz Lizenzen, Rollen, Betrieb, Desktop-Werkzeuge und Datenschutz.
Beide Werkzeuge verbinden Datenquellen, bauen Dashboards und teilen Berichte im Unternehmen. Den Ausschlag geben IT-Umfeld, Zahl der Berichtsleser, Arbeitsplätze und die Rolle der Analysten.
Power BI spielt seine Stärken aus, wenn diese Punkte zutreffen:
Tableau spielt seine Stärken aus, wenn diese Punkte zutreffen:
Die Lizenzlogik unterscheidet sich grundlegend: Bei Power BI braucht jede Person, die Inhalte teilt oder unterhalb einer Fabric-Kapazität F64 ansieht, eine Pro- oder Premium-Per-User-Lizenz (Microsoft Learn). Tableau vergibt Rollen: Creator erstellen, Explorer bearbeiten, Viewer lesen, mindestens eine Creator-Lizenz pro Bereitstellung ist Pflicht (Tableau).
Die Tabelle vergleicht beide Werkzeuge in 12 Punkten. Preise stammen von den offiziellen Preisseiten, Stand Oktober 2026. Tableau nennt seine Preise in US-Dollar.
| Kriterium | Power BI | Tableau |
|---|---|---|
| Hersteller | Microsoft Corporation, Redmond, USA | Tableau Software, Seattle, USA, Teil von Salesforce |
| Herkunft | Allgemein verfügbar seit 24. Juli 2015, Wurzeln in Power Query, Power Pivot und Power View · Quelle | 2003 in Mountain View gegründet, seit August 2019 Teil von Salesforce · Quelle |
| Lizenzmodell | Pro und Premium Per User pro Nutzer, Kapazitäten über Microsoft Fabric | Rollen Creator, Explorer und Viewer in den Editionen Standard, Enterprise und Tableau+ |
| Preise pro Nutzer und Monat, jährlich | Pro 12,10 €, Premium Per User 20,80 €, zzgl. MwSt. · Quelle | Standard: Creator 75 $, Explorer 42 $, Viewer 15 $, Enterprise: Creator 115 $, Explorer 70 $, Viewer 35 $ · Quelle |
| Lesende Nutzer | Ab Fabric F64 mit kostenloser Lizenz, darunter Pro oder Premium Per User je Person · Quelle | Viewer-Lizenz ab 15 $ pro Nutzer und Monat |
| Desktop-Werkzeug | Power BI Desktop kostenlos, nur für Windows 10, Windows 11 und Windows Server ab 2016 · Quelle | Tableau Desktop für Windows und macOS, in allen Editionen enthalten · Quelle |
| Cloud | Power BI Service als Teil von Microsoft Fabric | Tableau Cloud |
| On-Premise | Power BI Report Server über Fabric F64 Reserved oder SQL-Server-Lizenzen · Quelle | Tableau Server unter Windows Server oder Linux · Quelle |
| Datenaufbereitung | Power Query und Dataflows | Tableau Prep Builder in allen Editionen |
| Zusammenarbeit | Teilen über Arbeitsbereiche, Teams und SharePoint | Teilen über Sites in Tableau Cloud, Standard bis zu 3 Sites, Enterprise bis zu 10 |
| KI | Copilot in Power BI, Voraussetzungen im Angebot prüfen | Tableau Agent in der Edition Cloud+ und im Tableau+ Bundle · Quelle |
| Ökosystem | Excel, Teams, SharePoint, Azure und Fabric | Salesforce, Tableau Next im Tableau+ Bundle |
Power BI ist pro Nutzer deutlich günstiger und im Microsoft-Umfeld schnell eingeführt. Tableau kostet mehr, bietet aber eine sehr freie visuelle Analyse, Desktop-Werkzeuge für Mac und eine Rollenlogik, die zu Teams mit wenigen Erstellern und vielen Lesern passt.
Power BI setzt auf die Microsoft-Plattform und breite Verteilung, Tableau auf freie visuelle Analyse. Die Karten zeigen, wo die Unterschiede in der Praxis liegen (Editionen Tableau, Lizenzen Power BI).
Beide Werkzeuge verbinden Datenbanken, Cloud-Dienste, ERP- und CRM-Systeme sowie Dateien. Power BI ist besonders eng mit SQL Server, Azure und Fabric verzahnt, Tableau mit Salesforce.
Power BI nutzt Power Query, das viele aus Excel kennen. Tableau bringt mit Prep Builder ein eigenes Werkzeug für das Bereinigen und Zusammenführen von Daten mit.
Tableau ist für freie, visuelle Analysen per Ziehen und Ablegen bekannt. Power BI bietet viele Standardvisualisierungen und eine große Auswahl an Zusatzvisuals.
Power BI teilt Berichte über Arbeitsbereiche, Teams und SharePoint. Tableau teilt Inhalte über Sites in Tableau Cloud oder Tableau Server.
Beide Werkzeuge bieten Rechteverwaltung bis auf Zeilenebene. Erweiterte Datenverwaltung gibt es bei Tableau ab der Enterprise Edition, bei Power BI über Fabric und Microsoft Purview.
Microsoft bietet Copilot in Power BI an, Tableau den Tableau Agent in Cloud+ und Tableau+. Umfang und Voraussetzungen ändern sich schnell und gehören ins Angebot.
Grün heißt: ohne höhere Lizenz oder Edition verfügbar. Gelb heißt: erst mit Pro, Premium, Fabric-Kapazität, einer bestimmten Rolle oder Edition. Ein Fragezeichen heißt, dass der Hersteller die Funktion in der Preisübersicht nicht ausweist, nicht dass sie fehlt. Stand Oktober 2026.
Quellen: Microsoft, Preise Power BI, Tableau, Preise Tableau Cloud
BI-Werkzeuge greifen auf viele personenbezogene Daten zu. Datenschutz und Mitbestimmung gehören deshalb von Anfang an in die Auswahl.
Für den Cloud-Betrieb ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO Pflicht. Die Datenregion sollte in Europa liegen und vertraglich festgehalten werden, bei Power BI richtet sie sich nach der Heimatregion des Microsoft-Tenants.
Sobald Berichte Leistung oder Verhalten von Beschäftigten auswerten können, bestimmt der Betriebsrat nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG mit. Das betrifft etwa Vertriebs-, Zeit- oder Produktivitätsberichte.
Beide Werkzeuge können Daten bis auf Zeilenebene einschränken, sodass etwa jeder Vertriebsbereich nur seine Zahlen sieht. Das Berechtigungskonzept entscheidet mehr über die Sicherheit als das Werkzeug.
Beispielrechnung mit den Listenpreisen bei jährlicher Abrechnung von Microsoft und Tableau, Stand Oktober 2026. Power BI in Euro zzgl. MwSt., Tableau in US-Dollar laut Preisseite.
| Szenario | Power BI | Tableau | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Kleines Team: 5 Ersteller, 20 Leser | 3.630 € (25 x Pro) | 8.100 $ (5 Creator, 20 Viewer) | Bei Power BI braucht jeder Leser unterhalb von F64 eine Pro-Lizenz |
| Mittelstand: 10 Ersteller, 100 Leser | 15.972 € (110 x Pro) | 27.000 $ (10 Creator, 100 Viewer) | Tableau Standard Edition |
| Mit Analysten: 20 Ersteller, 30 Analysten, 300 Leser | 50.820 € (350 x Pro) | 87.120 $ (20 Creator, 30 Explorer, 300 Viewer) | Ab vielen Lesern lohnt bei Power BI der Vergleich mit einer Fabric-Kapazität F64 |
| Erweiterte Verwaltung: 10 Ersteller, 100 Leser | 27.456 € (110 x Premium Per User) | 55.800 $ (Enterprise Edition) | Datenmanagement und erweiterte Verwaltung |
Microsoft veröffentlicht für Fabric-Kapazitäten keinen festen Einstiegspreis auf der deutschen Preisseite, Jahresreservierungen sind laut Microsoft 40,5 Prozent günstiger als nutzungsbasierte Preise. Ab mehreren hundert Lesern sollten Sie deshalb ein Angebot für eine Kapazität ab F64 einholen und mit den Einzellizenzen vergleichen. Einführung, Datenmodellierung und Schulung kommen bei beiden Werkzeugen hinzu.
Mit diesen Schritten lässt sich die Frage Power BI oder Tableau in wenigen Wochen beantworten. Power BI Desktop ist kostenlos und eignet sich für einen schnellen Start im Pilot (Microsoft).
Ersteller, Analysten und reine Leser getrennt erfassen, denn davon hängen Lizenzmodell und Kosten am stärksten ab.
Klären, ob Microsoft 365, Azure oder Salesforce gesetzt sind, welche Datenquellen angebunden werden und ob Mac-Arbeitsplätze im Einsatz sind.
Zwei typische Dashboards in beiden Werkzeugen mit echten Daten nachbauen und von Fachanwendern bewerten lassen.
Einzellizenzen, Kapazitäten und Editionen bei wachsender Nutzerzahl vergleichen, Währung und Preisänderungen einplanen.
Datenregion, Auftragsverarbeitung, Berechtigungskonzept und Betriebsvereinbarung vor dem Rollout klären.
Die folgenden 10 Fragen fassen die wichtigsten Entscheidungspunkte zusammen, mit Preisen, Lizenzen und Empfehlungen.
Was ist der Hauptunterschied zwischen Power BI und Tableau?
Power BI ist das BI-Werkzeug von Microsoft und eng mit Excel, Teams, Azure und Microsoft Fabric verzahnt. Tableau gehört seit 2019 zu Salesforce und ist für freie, visuelle Analysen bekannt. Power BI lizenziert pro Nutzer mit Pro oder Premium Per User, Tableau nach Rollen als Creator, Explorer und Viewer. Die Wahl hängt vor allem von Plattform, Nutzerzahl und Analysebedarf ab.
Was kostet Power BI im Vergleich zu Tableau?
Power BI Pro kostet laut Microsoft 12,10 € und Premium Per User 20,80 € pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung zzgl. MwSt. Tableau nennt für die Standard Edition 75 $ pro Creator, 42 $ pro Explorer und 15 $ pro Viewer und Monat, ebenfalls jährlich abgerechnet. Für 10 Ersteller und 100 Leser kostet Power BI Pro damit 15.972 € im Jahr, Tableau 27.000 $.
Brauchen Leser von Berichten eine Lizenz?
Bei Power BI braucht jede lesende Person eine Pro- oder Premium-Per-User-Lizenz, solange die Inhalte nicht auf einer Fabric-Kapazität ab F64 liegen. Ab F64 können Nutzer mit kostenloser Lizenz und Leserolle die Inhalte ansehen. Bei Tableau benötigen Leser eine Viewer-Lizenz, die in der Standard Edition 15 $ pro Nutzer und Monat kostet. Mindestens eine Creator-Lizenz ist pro Bereitstellung Pflicht.
Läuft Power BI auf dem Mac?
Power BI Desktop läuft laut Microsoft nur unter Windows 10, Windows 11 und Windows Server ab 2016, macOS wird nicht unterstützt. Berichte lassen sich auf dem Mac nur im Browser über den Power BI Service ansehen und bearbeiten. Tableau Desktop gibt es dagegen für Windows und macOS. Für Teams mit vielen Mac-Arbeitsplätzen ist das ein wichtiges Kriterium.
Kann man Power BI und Tableau On-Premise betreiben?
Ja, beide Werkzeuge haben eine On-Premise-Variante. Microsoft bietet den Power BI Report Server an, der über eine reservierte Fabric-Kapazität ab F64 oder über SQL-Server-Lizenzen lizenziert wird. Tableau Server läuft auf Windows Server oder Linux. Der eigene Betrieb lohnt sich vor allem bei strengen Vorgaben zum Datenstandort.
Welches Werkzeug ist besser für Excel-Nutzer?
Power BI ist für Excel-Nutzer meist leichter zugänglich, weil es aus den Excel-Add-ins Power Query, Power Pivot und Power View entstanden ist. Wer Datenmodelle in Excel kennt, findet sich in Power BI schnell zurecht. Tableau setzt stärker auf visuelles Arbeiten per Ziehen und Ablegen. Beide Werkzeuge sollten im Pilot mit den späteren Anwendern getestet werden.
Wem gehört Tableau?
Tableau gehört seit August 2019 zu Salesforce, der Kaufpreis lag bei 15,7 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen wurde 2003 in Mountain View gegründet und sitzt heute in Seattle. Für Salesforce-Kunden ist Tableau deshalb eng mit dem CRM verzahnt, im Tableau+ Bundle ist zusätzlich Tableau Next enthalten.
Welches BI-Werkzeug eignet sich für den Mittelstand?
Für viele Mittelständler im Microsoft-Umfeld ist Power BI wegen der günstigen Lizenz und der Nähe zu Excel der naheliegende Start. Tableau lohnt sich, wenn Analysten tief und frei analysieren sollen oder Salesforce gesetzt ist. Entscheidend sind die Zahl der Leser, die vorhandenen Datenquellen und das Know-how im Team. Ein Pilot mit zwei echten Dashboards schafft schnell Klarheit.
Wie steht es um Datenschutz bei Power BI und Tableau?
Für beide Cloud-Dienste ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO nötig, und die Datenregion sollte in Europa liegen. Bei Power BI richtet sich die Region nach der Heimatregion des Microsoft-Tenants. Werten Berichte Leistung oder Verhalten von Beschäftigten aus, bestimmt der Betriebsrat nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG mit. Wer Daten nicht in die Cloud geben will, kann Power BI Report Server oder Tableau Server nutzen.
Welche Alternativen gibt es zu Power BI und Tableau?
Häufige Alternativen sind Qlik Sense, SAP Analytics Cloud und spezialisierte Lösungen für Planung und Controlling. Welche passt, hängt von ERP, Datenquellen und Budget ab. Der BI-Software Vergleich auf find-your-software.de zeigt weitere Systeme mit Preisen, und das kostenlose Matching erstellt eine Shortlist passend zum Unternehmen.
Alle Preise, Lizenzregeln und Kennzahlen auf dieser Seite stützen sich auf die folgenden Quellen. Stand: Oktober 2026.
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