Software-Trends 2027.
Was Unternehmen jetzt planen.
Software-Trends 2027 sind vor allem drei: KI-Agenten in den Kernsystemen, feste Pflichttermine wie die E-Rechnung ab 01.01.2027 und Preise je Aktion statt je Nutzer. Für die Auswahl zählen deshalb Rechte und Protokolle der Agenten, Exit-Regeln nach dem Data Act und die Abrechnung, die Salesforce in Flex Credits und SAP in AI Units führt. Lassen Sie sich in jeder Demo einen Agenten an einem echten Vorgang aus Ihrem Haus zeigen und rechnen Sie dessen Verbrauch für zwölf Monate hoch.
Trends sind 2027 Termine.
Und Kostenstellen.
2027 treffen zwei Dinge aufeinander. Gesetze setzen feste Daten, und die großen Anbieter stellen ihre Preise auf Agenten und Verbrauch um. Laut Bitkom setzen 57 % der Unternehmen ab 20 Beschäftigten KI ein, aber 59 % der Befragten schöpfen das KI-Potenzial nach eigener Einschätzung überhaupt nicht aus. Wer 2027 nur Funktionen vergleicht, übersieht Fristen, Verbrauchskosten und Wechselrechte.
Ohne Jahresplan 2027
- Die E-Rechnung fällt erst auf, wenn Kunden PDF-Rechnungen zurückweisen
- KI-Credits laufen ohne Deckel und verfallen am Laufzeitende ungenutzt
- Agenten arbeiten mit Admin-Rechten, niemand kann ihre Aktionen nachvollziehen
- SaaS-Verträge verlängern sich, bevor Exit-Regeln und Preise geprüft sind
- Fachbereiche bauen Anwendungen mit KI, ohne dass jemand den Betrieb übernimmt
Mit Jahresplan 2027
- Jeder Pflichttermin hat ein Projekt, einen Verantwortlichen und ein Budget
- Agentenkosten sind je Vorgang gemessen und im Vertrag gedeckelt
- Agenten haben eigene Rollen, Freigaben und ein Protokoll jeder Aktion
- Verlängerungen starten mit einer Prüfung von Preis, Exit und Datenformat
- Eine Richtlinie regelt, was der Fachbereich selbst bauen darf
Quelle: Bitkom, Presseinformation vom 14.09.2026, Befragung von 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland.
Sieben Trends mit Beleg.
Und was sie für die Auswahl heißen.
Jeder Trend steht hier nur mit einem belegten Datenpunkt aus Gesetz, Statistik, Analystenmitteilung oder Herstellerangabe. Die Plakette zeigt den Handlungsbedarf im Jahr 2027: Blau heißt fester Termin, Gelb heißt planen und budgetieren, Grün heißt beobachten und Regeln setzen. Die Einordnung ist eine Einschätzung von Find-Your-Software.
| Trend | Beleg | Bedeutung für die Auswahl | Handlungsbedarf 2027 |
|---|---|---|---|
| KI-Agenten in ERP, CRM und ServiceAgenten führen Schritte selbst aus | 11 % der Unternehmen, die KI nutzen, planen oder diskutieren, setzen Agenten ein, 29 % planen sie (Bitkom, 09/2026). Gartner erwartet, dass über 40 % der Agentenprojekte bis Ende 2027 eingestellt werden. | Rechte, Protokolle und Freigaben je Agent werden zum Auswahlkriterium, nicht nur die Funktion. | ≈Pilot 2027Ein Prozess, Kosten je Vorgang messen |
| Pflichten und FristenE-Rechnung, AI Act, NIS2, CRA, SAP ECC | E-Rechnung ab 01.01.2027 (§ 27 Abs. 38 UStG), Hochrisiko-KI ab 02.12.2027 (Verordnung (EU) 2026/1744), Cyber Resilience Act ab 11.12.2027, Ende der SAP-ECC-Mainstream-Wartung am 31.12.2027. | Termine mit langer Vorlaufzeit bestimmen die Reihenfolge der Projekte. | ✕Termin stehtBudget und Projektstart jetzt |
| Cloud-Souveränität und Lock-inWechselrechte statt Bauchgefühl | 86 % nutzen Cloud-Dienste, 59 % nennen Lock-in als größte Wechselhürde (Bitkom, 06/2026). Ab 12.01.2027 entfallen Wechselentgelte (Art. 29 Data Act). | Exit, Datenformate und Herkunft des Anbieters gehören in jede Ausschreibung. | ≈Verträge prüfenVor jeder Verlängerung |
| Vibe Coding und Low-CodeSelbst bauen wird leichter | 84 % der Entwickler nutzen KI-Werkzeuge oder planen es (Stack Overflow, 2025). Veracode fand bei über 100 Modellen in 45 % der Aufgaben die unsichere Codevariante. | Make-or-Buy wird je Anwendung entschieden, mit klaren Grenzen für den Eigenbau. | ✓Regeln setzenFreigabe vor dem Echtbetrieb |
| Agentische ProzessautomatisierungRPA plus Agenten | UiPath orchestriert seit 30.04.2025 Agenten, Roboter und Menschen in Maestro auf Basis von BPMN. Gartner zählt umetikettierte RPA zum sogenannten Agent Washing. | Prozessmodell und Ausnahmefälle zählen mehr als die Zahl der Bots. | ≈Prozess zuerstAusnahmen dokumentieren |
| Preis- und LizenzmodelleJe Aktion, je Ergebnis, je Credit | Salesforce rechnet rechnerisch 0,10 € je Agentenaktion, HubSpot 0,50 US-Dollar je gelöster Konversation. SAP stellt KI-Pakete je Nutzer zum Januar 2027 auf AI Units um. | Verbrauch wird Teil der Gesamtkosten und braucht Deckel, Warnschwellen und Messung. | ✕Vor VerlängerungVerbrauch hochrechnen |
| Konsolidierung im MarktSuiten kaufen Daten und Agenten zu | Salesforce übernahm Informatica (11/2025), Workday Sana (11/2025), IBM Confluent (03/2026) und SAP Reltio (05/2026). | Roadmap, Preisbindung und Exit bei Übernahmen vertraglich absichern. | ✓BeobachtenKlausel für Eigentümerwechsel |
Quellen: Anbieter- und Referenzdatenbank von Find-Your-Software, Bitkom KI 2026, Bitkom Cloud Report 2026, § 27 UStG, Stack Overflow Developer Survey 2025, Veracode, UiPath, SAP Business AI Commercial Model, Gartner, Pressemitteilung vom 25.06.2025. Angaben laut Anbieter, Stand November 2026, ohne Gewähr. Einschätzungen geben die Meinung von Find-Your-Software wieder.
Agenten ziehen in ERP, CRM und Service ein.
Mit eigener Abrechnung.
Ein Agent verfolgt ein Ziel über mehrere Schritte: Er liest Daten, wählt ein Werkzeug, führt eine Aktion aus und prüft das Ergebnis. Gartner erwartet, dass bis Ende 2026 rund 40 % der Unternehmensanwendungen aufgabenspezifische Agenten enthalten. Für 2027 heißt das: Die meisten Agenten kommen nicht als neues Produkt, sondern als Funktion der Software, die Sie schon lizenziert haben. Unser Ratgeber KI-Agenten Software vertieft die Grundlagen.
Agenten an Belegen und Aufträgen
SAP stellte auf der Sapphire im Mai 2026 die SAP Business AI Platform vor. Nach SAP-Angaben steuern über 50 Joule Assistants Teile von über 200 spezialisierten Agenten. Im Mittelstand rechnet Microsoft die Agenten in Business Central über Copilot Credits ab, Xentral bündelt Agenten für Aufträge und Eingangsrechnungen im Agent Hub mit Freigabe durch Mitarbeitende.
- Prüfen: Welche Buchung löst der Agent selbst aus?
- Prüfen: Wer gibt frei, und wo steht das Protokoll?
Editionen werden um Agenten gebaut
Salesforce hat seine Editionen am 03.09.2026 auf Core, Advanced und Max umgestellt, jeweils mit Agentforce und Flex Credits. HubSpot rechnet den Customer Agent seit 14.04.2026 nur noch je gelöster Konversation ab. Für die Auswahl zählt, ob der Agent mit Ihren Stammdaten arbeitet und welche Aktion er ohne Freigabe ausführen darf.
- Prüfen: Was gilt als gelöst, und wer zählt das?
- Prüfen: Welche Credits enthält die Edition?
Ticket wird zum Vorgang mit Agent
Salesforce meldet, dass sich etwa vier Monate nach Marktstart über 180 Organisationen für Agentforce IT Service entschieden haben. ServiceNow liefert KI seit 09.04.2026 nach eigenen Angaben in jedem Paket mit. Zendesk und Intercom rechnen je automatisch gelöster Anfrage ab. Damit konkurrieren CRM-, HR- und ITSM-Anbieter um denselben Servicedesk.
- Prüfen: Übergabe an Menschen mit vollem Kontext
- Prüfen: Kosten je gelöstem Fall im Pilot
Quellen: SAP News, 12.05.2026, Microsoft Learn zur Abrechnung in Business Central, Xentral KI-FAQ, Salesforce Editionen 2026, HubSpot, 14.04.2026, Salesforce, 26.02.2026, ServiceNow, Pressemitteilung vom 09.04.2026, Gartner, Pressemitteilung vom 26.08.2025, Stand November 2026.
Agentenpreise 2027 im Auszug.
Elf Anbieter, vier Abrechnungsarten.
Anbieter rechnen Agenten auf vier Arten ab: je Aktion, je Ergebnis, über Credits oder als Teil des Pakets. Auswahlprinzip: Anbieter, die im deutschen Mittelstand häufig angefragt werden und ein Abrechnungsmodell für Agenten nennen, alphabetisch und ohne Rangfolge. Preise sind Listenpreise ohne Rabatt. Den vollständigen Katalog finden Sie in der Matching Engine.
| Anbieter | Segment | Preis ab | Abrechnung | Was im Paket steckt | Prüfpunkt im Angebot |
|---|---|---|---|---|---|
| HubSpot Breeze AgentsCustomer Agent, Prospecting Agent | Mittelstand | 0,010 € je Credit | Credits: 50 je gelöster Konversation, 100 je Lead | Je Edition 500 bis 10.000 Credits pro Monat, sie verfallen monatlich | Ausgabenlimit je Agent und Warnschwellen einstellen |
| Intercom FinService-Agent | Mittelstand | 0,99 US-Dollar je gelöster Anfrage | Je Ergebnis, mit monatlicher Mindestabnahme | Sitze separat ab 29 US-Dollar pro Monat | Definition einer gelösten Anfrage schriftlich festhalten |
| Microsoft Copilot StudioAgenten bauen und betreiben | Enterprise | 173,30 € je 25.000 Credits pro Monat | Copilot Credits je Ereignis, etwa 5 je Agentenaktion | Paket, Vorauskauf oder nutzungsbasiert über ein Azure-Abo | Limit je Agent im Admin Center setzen |
| Microsoft Dynamics 365 Business CentralERP für den Mittelstand | Mittelstand | 69,30 € pro Nutzer und Monat (Essentials) | Copilot im Plan Essentials enthalten, Agenten über Copilot Credits | Kreditoren-Agent 50 Credits je Rechnung plus 5 je Position | Ohne Guthaben stoppt der Agent, Guthaben überwachen |
| OdooERP-Suite | KMU | 44,90 € pro Nutzer und Monat (Custom) | KI-Credits zu 1,00 € je Credit, sie verfallen nicht | Agentic AI im Plan Custom aufgeführt | Verbrauch je Funktion im Test messen |
| Salesforce AgentforceAgenten in Vertrieb und Service | Enterprise | 125 € pro Nutzer und Monat (Add-on) | Flex Credits: 500 € je 100.000, eine Aktion kostet 20 Credits; alternativ 2 € je Konversation | Seit 03.09.2026 Editionen Core, Advanced und Max mit Flex Credits | Nicht genutzte Flex Credits verfallen am Laufzeitende |
| SAP Joule AgentsAgenten im SAP-Umfeld | Enterprise | auf Anfrage | AI Units: 0,02 je Standardaktion, 0,05 je erweiterter Aktion | Base AI im Cloud-Abo enthalten, Pakete je Nutzer enden im Januar 2027 | Units verfallen nach zwölf Monaten, Pool vertraglich deckeln |
| ServiceNow Autonomous WorkforceAgenten für IT, CRM und Mitarbeiterservice | Enterprise | auf Anfrage | Assists je Skill, etwa 25 bis 150 je agentischem Workflow | KI seit 09.04.2026 nach eigenen Angaben in jedem Paket enthalten | Assist-Menge und Mehrverbrauch im Angebot ausweisen lassen |
| WorkdayAgenten für HR und Finanzen | Enterprise | auf Anfrage | Flex Credits mit jährlichem Grundkontingent | Agent System of Record verwaltet eigene und fremde Agenten | Grundkontingent und Nachkauf getrennt ausweisen lassen |
| Xentral Agent HubERP für Handel und E-Commerce | KMU | bis 31.12.2026 ohne Aufpreis | Ab Januar 2027 nutzungsbasierte Credits, Zusatzpakete ab 50 € | Agenten für Aufträge, Retouren und Eingangsrechnungen mit Freigabe | Credit-Preis vor der Verlängerung erfragen |
| ZendeskKundenservice | Mittelstand | 1,50 € je automatisierter Lösung | Je Ergebnis, 2,00 € ohne feste Menge | 5 bis 10 automatisierte Lösungen pro Agent und Monat inklusive | Zählweise bei Rückfragen des Kunden klären |
Auszug, alphabetisch, ohne Rangfolge. Listenpreise nach Angaben der Anbieter, Abruf 19.10.2026 bis 02.11.2026, zzgl. MwSt., Rechenwerte wie 0,10 € je Aktion sind eigene Rechnung. Quellen: Salesforce Agentforce Preise, HubSpot Credits, Intercom, Zendesk, Odoo, Microsoft Learn Copilot Studio, Microsoft Copilot Studio Preisliste, ServiceNow Assist-Übersicht 03/2025. Angaben laut Anbieter, ohne Gewähr. Verbindlich ist nur das Angebot des Anbieters. Mehr zu Kostenblöcken in unserem Ratgeber KI-Kosten im Unternehmen.
Acht Wochen, die 2027 vorbereitet haben.
KI-Agenten von Mai bis Juli 2026.
Zwischen Mitte Mai und Anfang Juli 2026 hat sich der Agentenmarkt neu sortiert. Erst bauten die großen Suiten Plattformen für Agenten, dann folgten Kontrolle, Identität und Sicherheit. Unsere Wochenüberblicke halten diese Wochen fest. Jede Karte nennt das Leitthema, einen belegten Datenpunkt und den Link zum Beitrag.
Agentische KI wird zur Plattformschicht
SAP stellt die SAP Business AI Platform vor und führt Business Technology Platform, Business Data Cloud und KI unter einem Dach zusammen. Die Frage verschiebt sich vom einzelnen Assistenten zur Plattform, auf der Agenten dauerhaft laufen.
Wer die KI-Agenten unter Kontrolle bringt
Kontrolle wird zur eigenen Produktkategorie: Autorisierung von Werkzeugaufrufen, Richtlinien und laufende Angriffstests. In der Darktrace-Befragung 2026 zeigen sich 92 % von 1.500 Sicherheitsfachleuten besorgt über KI-Agenten.
Autonome Agenten und KI-Security
Agenten greifen in den Servicedesk ein, Salesforce meldet über 180 Organisationen für Agentforce IT Service. Palo Alto Networks beziffert das Verhältnis von Maschinen- und KI-Identitäten zu Menschen auf 109 zu 1.
KI-Agenten erobern die Unternehmens-IT
Workday stellt Sana for IT Service Management vor. Der Agent löst Zugriffsänderungen beim Eintritt, Wechsel oder Austritt von Beschäftigten aus und folgt dabei denselben Richtlinien wie Personal- und Finanzprozesse.
Der Agent kommt im Plattform-Abo
Agenten werden Teil vorhandener Suiten statt eigener Werkzeuge. OutSystems stellt eine Agentenplattform vor, die Geschäftslogik und Daten vom jeweiligen KI-Anbieter trennen soll, und begründet das mit der Gefahr eines neuen Lock-in.
KI-Agenten als blinder Fleck
Klassische Identitätssysteme sind für Menschen gebaut, nicht für Agenten. Noma bringt eine Zugriffskontrolle für Agenten und MCP-Server auf den Markt, also für die Schnittstellen, über die Agenten Werkzeuge im Unternehmen aufrufen.
Wenn Security-Tools selbst handeln
Sicherheitssoftware testet, priorisiert und behebt selbst. Gleichzeitig öffnen Plattformen wie Databricks den Bau von Agenten und Anwendungen für Fachbereiche: Genie One bringt einen App Builder für Vibe Coding mit Rechten und Kostenkontrolle.
Wer regiert die Agenten
Governance wird Pflichtaufgabe, unabhängig davon, von welcher Plattform ein Agent stammt. Microsoft lizenziert die Verwaltung von Agenten mit Agent 365 seit 01.05.2026 je Nutzer, für 15 US-Dollar pro Nutzer und Monat.
Quellen: SAP News, 13.05.2026, Darktrace State of AI Cybersecurity 2026, Salesforce, 26.02.2026, Palo Alto Networks, 12.05.2026, Workday, 21.05.2026, OutSystems, Noma, 02.06.2026, Databricks, 16.06.2026, Microsoft Security Blog vom 01.05.2026.
Fristen 2027 nach Unternehmensgröße.
Handlungsbedarf auf einen Blick.
Die Termine sind dieselben wie in unserem Ratgeber IT-Fristen 2027, dort mit allen Details und Primärquellen. Je nach Größe Ihres Unternehmens ändert sich der Handlungsbedarf. Blau heißt: Die Frist trifft Sie, wenn die Bedingung erfüllt ist. Gelb heißt: prüfen. Grün heißt: 2027 kein eigener Termin. Keine Rechtsberatung.
| Frist und Norm | Wen es trifft | 50 bis 149 Beschäftigte | 150 bis 249 Beschäftigte | ab 250 Beschäftigte |
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2027 · E-Rechnung§ 27 Abs. 38 UStG | Inländische B2B-Rechnungen bei Gesamtumsatz 2026 über 800.000 €, alle übrigen ab 01.01.2028 | ✕Ausstellenwenn Gesamtumsatz 2026 über 800.000 € | ✕Ausstellenwenn Gesamtumsatz 2026 über 800.000 € | ✕Ausstellenwenn Gesamtumsatz 2026 über 800.000 € |
| 12.01.2027 · Cloud-WechselArt. 29 Data Act | Kunden von IaaS, PaaS und SaaS: keine Wechselentgelte mehr | ≈Verträge prüfenExit und Datenformat | ≈Verträge prüfenExit und Datenformat | ≈Verträge prüfenExit und Datenformat |
| Seit 06.12.2025 · NIS2§ 28 und § 33 BSIG | Branchen nach Anlage 1 oder 2 BSIG, Registrierung binnen drei Monaten | ≈Betroffenheit prüfenwichtige Einrichtung ab 50 Mitarbeitenden möglich | ≈Betroffenheit prüfenwichtige Einrichtung möglich | ✕Betroffen, wenn Branche passtab 250 Mitarbeitenden in Anlage 1 besonders wichtig |
| 07.06.2027 · EntgeltberichtRichtlinie (EU) 2023/970, Art. 9 | Arbeitgeber ab 150 Beschäftigten, deutsches Gesetz steht noch aus | ✓Kein Termin 2027ab 100 Beschäftigten erstmals 2031 | ✕Bericht laut Richtliniedanach alle drei Jahre | ✕Bericht laut Richtlinieab 250 jährlich |
| 02.12.2027 · Hochrisiko-KIVerordnung (EU) 2026/1744 | Betreiber von KI nach Anhang III, etwa Bewerberauswahl, Leistungsbewertung, Kreditprüfung | ≈KI-InventarPflichten je Einsatz, Bußgelder für KMU gedeckelt | ≈KI-InventarPflichten je Einsatz | ≈KI-InventarPflichten je Einsatz |
| 11.12.2027 · Cyber Resilience ActVerordnung (EU) 2024/2847, Art. 71 | Hersteller, Importeure und Händler von Produkten mit digitalen Elementen | ≈Rolle prüfennur wer Produkte mit Software verkauft | ≈Rolle prüfennur wer Produkte mit Software verkauft | ≈Rolle prüfennur wer Produkte mit Software verkauft |
| 31.12.2027 · SAP ECCSAP Maintenance Strategy | Betreiber von SAP ERP 6.0, Extended Maintenance bis Ende 2030 gegen Aufschlag | ✕Weg festlegenwenn SAP ECC im Einsatz | ✕Weg festlegenwenn SAP ECC im Einsatz | ✕Weg festlegenwenn SAP ECC im Einsatz |
Stand 02.11.2026. Quellen: § 27 UStG, § 28 BSIG, § 33 BSIG, BSI zum NIS-2-Umsetzungsgesetz, Bundesnetzagentur zur KI-Verordnung, SAP zur Wartung bis 2027 und 2030, Verordnungen (EU) 2023/2854, 2024/2847 und 2026/1744 im Amtsblatt der EU, Richtlinie (EU) 2023/970. Die NIS2-Schwelle lautet vollständig: mindestens 50 Mitarbeitende oder Jahresumsatz und Bilanzsumme von jeweils über 10 Mio. €. Für NIS2 und Cyber Resilience Act vertieft unser Ratgeber NIS2 Software, für SAP der Ratgeber SAP ECC Wartungsende.
Sind Sie bereit für 2027?
Zwölf Fragen mit Ampel.
Beantworten Sie die Fragen für Ihr Unternehmen. Gelb heißt: Lücken bis zum Frühjahr schließen. Blau heißt: Ein Pflichttermin ist betroffen, das Projekt sollte jetzt starten. Die Fragen folgen den Terminen und Trends von oben.
Pflichten und Termine
KI und Agenten
Verträge und Kosten
Architektur
Gut aufgestellt für 2027.
Pflichten, Verträge und Agenten sind im Griff. Nutzen Sie das Jahr für einen gemessenen Agenten-Pilot in einem Prozess mit vielen gleichartigen Vorgängen. Welche Werkzeuge in Frage kommen, zeigt unser KI-Assistenten Vergleich.
Lücken bis zum Frühjahr schließen.
Kein Pflichttermin ist akut, aber Verträge, Rechte oder Regeln fehlen. Beginnen Sie mit der Systemlandkarte und den Verträgen, die sich 2027 verlängern. Hilfe bietet unser Ratgeber IT-Bestandsaufnahme.
Pflichttermin betroffen: jetzt starten.
Mindestens eine Frist trifft Sie direkt. Legen Sie heute Verantwortliche, Budget und Starttermin fest und planen Sie nach Vorlaufzeit. Ein Systemwechsel braucht Monate, nicht Wochen. Im kostenlosen Erstgespräch ordnen wir die Reihenfolge mit Ihnen.
Der Check ersetzt keine Rechtsberatung. Grundlage sind die Fristen oben und unser Ratgeber IT-Fristen 2027.
Cloud bleibt Standard.
Der Wechsel wird zur Pflichtfrage.
Cloud ist im Mittelstand der Normalfall, die Abhängigkeit wird 2027 zum Auswahlkriterium. Laut Bitkom Cloud Report 2026 halten 85 % der Unternehmen Deutschland für zu abhängig von US-Cloud-Anbietern, ein Jahr zuvor waren es 78 %. Mehr zu Standards und Anbieterwahl steht in unserem Leitfaden Digitale Souveränität.
86 % nutzen Cloud-Dienste
Im Schnitt laufen 47 % der IT-Anwendungen aus der Cloud, in fünf Jahren sollen es 58 % sein. Die Frage lautet nicht mehr ob, sondern welche Anwendung wohin gehört.
- Private Cloud 64 %, Public Cloud 53 %
59 % sehen Lock-in als größte Hürde
Gemeint sind schwierige Datenexporte und Migrationen beim Anbieterwechsel. Wer heute auswählt, prüft den Ausstieg mit.
- Vollexport vor Vertragsschluss testen
Ab 12.01.2027 keine Wechselentgelte
Nach Art. 29 Data Act dürfen Anbieter von Datenverarbeitungsdiensten für den Wechsel keine Entgelte mehr verlangen. Die Kündigungsfrist für den Wechsel beträgt höchstens zwei Monate (Art. 25).
- Laufende Nutzungsentgelte bleiben bestehen
Deutsche Anbieter bevorzugt
71 % nutzen Cloud-Angebote aus den USA, aber 91 % würden Anbieter aus Deutschland bevorzugen. 37 % würden für eine rein deutsche Cloud Nachteile in Kauf nehmen.
- Herkunft und Zugriffsrechte in die Ausschreibung
ERP bleibt oft im eigenen Haus
Nach Einschätzung der Befragten sinkt der Cloud-Anteil bei ERP-Anwendungen in fünf Jahren von 40 auf 30 %, während KI-Dienste von 42 auf 69 % steigen.
- Betriebsmodell je Anwendung entscheiden
Cloud-Kosten steigen
Bei 64 % der Unternehmen sind die Cloud-Kosten 2025 gestiegen, bei 19 % stark. Preisanpassungsklauseln gehören deshalb neben Exit-Regeln in jeden Vertrag.
- Preisgleitklausel mit Obergrenze verhandeln
Quelle: Bitkom, Cloud Report 2026, Presseinformation vom 17.06.2026, Befragung von 603 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland, KW 14 bis KW 20 2026; Verordnung (EU) 2023/2854, Art. 25 und 29. Zur Betriebsfrage: Cloud vs. On-Premise.
Selbst bauen oder kaufen?
Vier Wege für 2027.
KI senkt die Hürde für den Eigenbau deutlich. Laut Stack Overflow Developer Survey 2025 nutzen 84 % der Befragten KI-Werkzeuge oder planen es, rund 15 % betreiben nach eigener Aussage Vibe Coding. Gleichzeitig fehlen laut Bitkom in Deutschland 79.000 IT-Fachkräfte. Die Entscheidung fällt deshalb je Anwendung, nicht als Grundsatz.
Standardsoftware mit Agenten
ERP, CRM und HR bleiben gekauft. Neu ist, dass die Agenten mitgeliefert werden und nach Verbrauch kosten.
- Betrieb, Updates und Haftung beim Anbieter
- Agenten kennen Datenmodell und Rechte
Low-Code-Plattform
Gartner führt den Markt seit September 2026 als AI-Augmented Low-Code. Apps entstehen per Beschreibung, Rollen und Betrieb liefert die Plattform.
- Rollen, Protokoll und Betrieb inklusive
- Schneller als klassische Entwicklung
KI-Eigenbau im Fachbereich
Prototypen entstehen in Stunden. Veracode fand bei über 100 Sprachmodellen in 45 % der Aufgaben die unsichere Codevariante.
- Sehr schneller Prototyp
- Kaum Lizenzkosten
Best-of-Breed und Composable
Spezialsysteme werden über Schnittstellen verbunden. Agenten arbeiten systemübergreifend, wenn Datenmodell und Rechte sauber sind.
- Bestes Werkzeug je Aufgabe
- Austausch einzelner Bausteine möglich
Quellen: Stack Overflow Developer Survey 2025, über 49.000 Befragte; Bitkom, 03.09.2026; Veracode. Grenzen des Eigenbaus beschreibt unser Ratgeber Vibe Coding im Unternehmen, die Abwägung insgesamt Make or Buy in der IT.
RPA wird agentisch.
Der Prozess bleibt der Maßstab.
Roboter arbeiten feste Regeln ab, Agenten übernehmen Fälle mit unklaren Eingaben. 2027 laufen beide in einem gemeinsamen Prozessmodell. Nach Destatis setzten 2025 bereits 25 % der KI-nutzenden Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten KI zur Automatisierung von Abläufen oder Entscheidungen ein.
Agenten, Roboter und Menschen in einem Ablauf
UiPath steuert seit 30.04.2025 in Maestro Agenten, Roboter und Menschen über ein BPMN-Modell. Microsoft rechnet Agent Flows in Copilot Studio über Copilot Credits statt über die Power-Automate-Lizenz ab.
- Prüfen: Wie sieht der Prozess bei einer Ausnahme aus?
Ergebnis statt Bot-Lizenz
Automation Anywhere meldete am 02.07.2026 den größten ergebnisbasierten Abschluss der Firmengeschichte. Ergebnispreise verlagern das Risiko zum Anbieter, verlangen aber eine klare Definition, was als erledigt gilt.
- Prüfen: Wer misst, ob ein Vorgang erledigt ist?
Agent Washing erkennen
Gartner warnt, dass Anbieter vorhandene Chatbots und RPA als agentisch umetikettieren, und erwartet, dass über 40 % der agentischen Projekte bis Ende 2027 eingestellt werden. Ein echter Agent wählt Schritte selbst, ein Roboter folgt einem Skript.
- Prüfen: Zeigen Sie mir einen Fall ohne passende Regel
Quellen: Destatis, IKT-Erhebung 2025, UiPath, 30.04.2025, Automation Anywhere, 02.07.2026, Microsoft Learn zu Agent Flows, Gartner, Pressemitteilung vom 25.06.2025. Prozesse modellieren Sie vorab mit unserem Ratgeber Prozessanalyse.
Lizenzen werden zu Verbrauch.
Und der Markt wird enger.
Die Nutzerlizenz verliert 2027 an Gewicht. Anbieter rechnen Agenten je Aktion, je Ergebnis oder über Credits ab und bauen ihre Editionen um. Laut Bitkom wächst der deutsche Softwaremarkt 2026 um 9,9 % auf 58,1 Mrd. €, der KI-Markt soll 2027 auf 40,3 Mrd. € steigen.
Jeder Schritt kostet
Salesforce rechnet 20 Flex Credits je Agentenaktion ab, bei 500 € je 100.000 Credits sind das rechnerisch 0,10 €. SAP berechnet 0,02 AI Units je Standardaktion.
- Aktionen je Vorgang im Pilot zählen
Bezahlt wird, was gelöst ist
Zendesk berechnet 1,50 € je automatisierter Lösung, Intercom 0,99 US-Dollar je gelöster Anfrage, HubSpot seit 14.04.2026 0,50 US-Dollar je gelöster Konversation.
- Definition von gelöst vertraglich festhalten
KI im Paket
ServiceNow liefert KI seit 09.04.2026 in jedem Paket. SAP verschiebt die meisten generativen Funktionen zum Januar 2027 in die Base AI ohne Aufpreis und stellt Pakete je Nutzer ein.
- Fair-Use-Grenzen schriftlich geben lassen
Listenpreise steigen
Microsoft hat Listenpreise für Microsoft 365 zum 01.07.2026 angehoben, etwa Business Standard von 12,50 auf 14 US-Dollar. Salesforce erhöhte zum 01.08.2025 im Schnitt um 6 %.
- Preisgleitklausel vor Verlängerung prüfen
Pakete werden neu geschnitten
Salesforce bietet seit 03.09.2026 die Editionen Core, Advanced und Max mit Agentforce und Flex Credits. Bestandsverträge bleiben laut Salesforce unverändert.
- Umstieg nur mit Vergleich der Altkonditionen
Suiten kaufen Daten und Agenten
Salesforce übernahm Informatica, IBM Confluent, SAP Reltio und Workday den Agentenanbieter Sana. Gekauft wird vor allem die Daten- und Agentenschicht.
- Klausel für Eigentümerwechsel im Vertrag
Quellen: Bitkom, 07.07.2026, Bitkom, 22.09.2026, Zendesk, Intercom, HubSpot, SAP Business AI Commercial Model, Salesforce Informatica, IBM Confluent, SAP Reltio, Workday Sana, Microsoft Licensing News, ServiceNow Pressemitteilung vom 09.04.2026, Stand November 2026.
Was kostet ein Agent im Jahr?
Verbrauch plus Pflege.
Der Rechner zeigt, wie stark die Abrechnungsart die Jahreskosten verändert. Wählen Sie ein Modell, tragen Sie Ihre Vorgänge ein und vergleichen Sie Verbrauch und Pflege. Seat-Lizenzen und Einführung sind nicht enthalten.
- 1.500 Vorgänge pro Monat, 4 Aktionen je Vorgang und 60 % gelöste Vorgänge sind Annahmen dieses Rechenbeispiels.
- Entwicklertag 900 €, 10 Personentage pro Jahr für Einrichtung, Tests und Pflege.
- Ohne Mengenrabatt, ohne Seat-Lizenzen, ohne Datenaufbereitung und Integration.
Rechenbeispiel von Find-Your-Software. Laut Bitkom nennen 51 % der KI-Anwender die Infrastruktur und 50 % die Datenaufbereitung als großen Kostenpunkt, Lizenzen nur 21 %. Den vollständigen Kostenrahmen zeigt unser Ratgeber KI-Kosten im Unternehmen. Verbindlich ist nur das Angebot des Anbieters.
Vier Schritte durch 2027.
Vom Bestand zum Agenten-Pilot.
Planen Sie nach Vorlaufzeit, nicht nach Datum. Pflichten kommen vor Wunschprojekten, Verträge vor neuen Funktionen. Der Fahrplan ist eine Einschätzung von Find-Your-Software.
- 1
Bis Ende 2026: Bestand und Termine
Erfassen Sie Systeme, Versionen, Verträge und Supportenden. Ordnen Sie jedem System seine Frist zu. Die IT-Systemlandschaft im Selection Portal hilft dabei.
✓PrüfpunktSystemliste mit Version, Vertragsende und Frist liegt vor - 2
Erstes Quartal: Pflichten absichern
E-Rechnung im Ausgang testen, NIS2-Betroffenheit klären, KI-Funktionen in eingekaufter Software erfassen. Für Systemwechsel jetzt die Auswahl starten.
✓PrüfpunktE-Rechnung läuft, KI-Inventar ist angelegt - 3
Zweites Quartal: Verträge und Preise
Verträge mit Verlängerung 2027 auf Exit, Preisgleitklausel und KI-Verbrauch prüfen. Credits deckeln und Warnschwellen festlegen. Hilfe bietet Softwarevertrag prüfen.
✓PrüfpunktExit-Regel und Verbrauchsdeckel in jedem SaaS-Vertrag - 4
Zweites Halbjahr: Agenten-Pilot
Ein Prozess mit vielen gleichartigen Vorgängen, ein Agent mit eigener Rolle, gemessene Kosten je Vorgang. Erst nach drei Monaten Messung ausweiten.
✓PrüfpunktKosten und Quote je Vorgang gemessen
Auswahl jetzt starten
Sichern Sie Anforderungen, bevor das Altsystem abgeschaltet wird, und vergleichen Sie Anbieter mit Wichtigkeit A, B oder C. Der Einstieg: Anforderungen sammeln.
Bestand modernisieren
Nutzen Sie 2027 für Verträge, Rechte und einen Agenten-Pilot im vorhandenen System. Was Ihr ERP heute an KI kann, zeigt unser Ratgeber KI im ERP.
Häufige Fragen
zu den Software-Trends 2027.
Was sind die wichtigsten Software-Trends 2027?
Die wichtigsten Software-Trends 2027 sind KI-Agenten in ERP, CRM und Service, feste Pflichttermine und neue Preismodelle. Agenten führen Vorgänge selbst aus und werden je Aktion oder Ergebnis abgerechnet, bei Salesforce rechnerisch mit 0,10 € je Aktion. Bei den Pflichten zählen die E-Rechnung ab 01.01.2027, NIS2, die Hochrisiko-Regeln der KI-Verordnung ab 02.12.2027 und das Wartungsende von SAP ECC am 31.12.2027. Dazu kommen Cloud-Souveränität, Low-Code und Vibe Coding sowie die Konsolidierung im Markt. Rechte, Exit und Verbrauch gehören deshalb neben die Funktionen ins Lastenheft.
Welche IT-Fristen gelten 2027 für Unternehmen?
2027 beginnen mehrere feste IT-Fristen. Am 01.01.2027 startet die Ausstellungspflicht für E-Rechnungen bei mehr als 800.000 € Gesamtumsatz im Vorjahr. Am 12.01.2027 enden der Support für Windows Server 2016 und die Wechselentgelte beim Cloud-Wechsel nach Art. 29 Data Act. Ab 02.12.2027 gelten die Pflichten für Hochrisiko-KI nach Anhang III, ab 11.12.2027 der Cyber Resilience Act vollständig. Am 31.12.2027 endet die Mainstream-Wartung von SAP ECC. Alle Termine mit Quelle stehen in unserem Ratgeber IT-Fristen 2027.
Wurde der EU AI Act verschoben?
Ja, die Hochrisiko-Pflichten der KI-Verordnung starten später als ursprünglich geplant. Die Digital-Omnibus-Verordnung zur KI, Verordnung (EU) 2026/1744, ist seit 27.07.2026 in Kraft. Für Hochrisiko-KI nach Anhang III, etwa in Bewerberauswahl, Leistungsbewertung oder Kreditprüfung, gelten die Pflichten ab 02.12.2027 statt ab 02.08.2026. Für KI in Produkten nach Anhang I gilt der 02.08.2028. Unverändert gelten die Verbote nach Art. 5 und die Pflicht zur KI-Kompetenz nach Art. 4 seit 02.02.2025. Zuständige Behörde in Deutschland ist die Bundesnetzagentur.
Was kosten KI-Agenten?
KI-Agenten kosten je nach Anbieter pro Aktion, pro Ergebnis oder über ein Credit-Kontingent. Salesforce rechnet 500 € je 100.000 Flex Credits ab, eine Agentenaktion verbraucht 20 Credits, also rechnerisch 0,10 €. HubSpot berechnet für eine gelöste Kundenkonversation 50 Credits, Zendesk 1,50 € je automatisierter Lösung. SAP rechnet Agentenaktionen in AI Units ab und nennt den Preis je Unit auf Anfrage. Der Verbrauch ist oft kleiner als Daten, Integration und Pflege: Laut Bitkom nennen nur 21 % der KI-Anwender Lizenzen als großen Kostenpunkt.
Welche KI-Trends 2027 sind für den Mittelstand wichtig?
Für den Mittelstand zählen 2027 drei KI-Trends: Agenten in vorhandener Software, sinkende Einstiegshürden und neue Pflichten. Nach Destatis nutzten 2025 bereits 36 % der Unternehmen mit 50 bis 249 Beschäftigten KI, bei 250 und mehr waren es 57 %. Viele Anbieter bauen Agenten direkt ins ERP ein, etwa Microsoft in Business Central oder Xentral im Agent Hub. Die KI-Verordnung verlangt ab 02.12.2027 Aufsicht und Protokolle für Hochrisiko-Einsätze. Starten Sie mit einem klar begrenzten Prozess und messen Sie die Kosten je Vorgang.
Was unterscheidet einen KI-Agenten von einem KI-Assistenten?
Ein KI-Agent führt Aufgaben über mehrere Schritte selbst aus, ein KI-Assistent bereitet vor und antwortet. Der Agent liest Daten, wählt Werkzeuge, bucht oder versendet und prüft das Ergebnis. Darum braucht er eigene Rollen, begrenzte Rechte und ein Protokoll jeder Aktion. Viele Anbieter rechnen beides getrennt ab: Microsoft schließt Copilot im Business-Central-Plan Essentials ein, die Agenten laufen über Copilot Credits. Für die Demo heißt das: Lassen Sie sich zeigen, welche Aktion der Agent ohne Freigabe ausführen darf. Mehr erklären unsere Ratgeber KI-Agenten Software und KI-Chatbot.
Lohnt sich Vibe Coding statt Standardsoftware?
Vibe Coding lohnt sich für interne, lesende Anwendungen mit wenigen Nutzern, nicht als Ersatz für ERP oder CRM. Sobald Kunden zugreifen, Rollen nötig sind oder Daten in führende Systeme geschrieben werden, steigt das Risiko deutlich. Veracode ließ über 100 Sprachmodelle 80 Programmieraufgaben lösen, in 45 % der Fälle wählten sie die unsichere Variante. Legen Sie deshalb fest, wer bauen darf und wann eine Prüfung nötig ist. Werkzeuge vergleicht unser Ratgeber Vibe Coding Tools.
Ersetzen KI-Agenten die klassische RPA?
KI-Agenten ergänzen RPA, ersetzen sie aber nicht vollständig. Roboter arbeiten feste Regeln schnell und günstig ab, Agenten übernehmen Fälle mit unklaren Eingaben wie freie E-Mails oder abweichende Belege. Hersteller wie UiPath steuern beides zusammen mit Menschen in einem BPMN-Prozessmodell. Gartner warnt vor Agent Washing, also umetikettierter RPA ohne echte Agentenfunktion. Prüfen Sie in der Demo, wie das System mit einer Ausnahme umgeht, die keine Regel abdeckt, und wer den Fall danach weiterbearbeitet.
Wie vermeiden Unternehmen Lock-in in der Cloud?
Lock-in vermeiden Sie mit Exit-Regeln im Vertrag, offenen Datenformaten und einem getesteten Datenexport. Laut Bitkom nennen 59 % der Cloud-Nutzer Lock-in-Effekte als größte Hürde beim Anbieterwechsel. Der Data Act hilft: Ab 12.01.2027 dürfen Anbieter für den Wechsel keine Wechselentgelte mehr verlangen, die Kündigungsfrist für den Wechsel beträgt höchstens zwei Monate. Laufende Nutzungsentgelte bleiben bestehen. Testen Sie vor Vertragsschluss einen Vollexport und prüfen Sie, ob die Daten im Zielsystem lesbar sind.
Muss SAP ECC 2027 abgelöst werden?
SAP ECC muss 2027 nicht abgeschaltet werden, aber die Mainstream-Wartung endet am 31.12.2027. Danach bietet SAP eine optionale Extended Maintenance bis Ende 2030, mit einem Aufschlag von zwei Prozentpunkten auf die Wartungsbasis. Wer sich bis Ende 2027 nicht entscheidet, landet laut SAP in der Customer-Specific Maintenance. Die Wege sind Umstieg auf S/4HANA, ein anderes ERP oder die Verlängerung, die die Entscheidung nur verschiebt. Details stehen in unserem Ratgeber SAP ECC Wartungsende.
Was bedeutet NIS2 für die Softwareauswahl?
NIS2 macht IT-Sicherheit für viele Mittelständler zur Aufgabe der Geschäftsleitung. Das deutsche Umsetzungsgesetz gilt seit 06.12.2025. Betroffen sind Einrichtungen in Branchen nach Anlage 1 oder 2 BSIG mit mindestens 50 Mitarbeitenden oder mehr als 10 Mio. € Jahresumsatz und Bilanzsumme. Sie registrieren sich binnen drei Monaten beim BSI und melden erhebliche Vorfälle binnen 24 Stunden. Fragen Sie Anbieter deshalb nach Meldewegen, Protokollen und Zertifikaten und nehmen Sie diese Punkte in den Vertrag auf.
Welche Digitalisierungstrends 2027 betreffen Betriebe mit 50 bis 250 Beschäftigten?
Für Betriebe mit 50 bis 250 Beschäftigten zählen 2027 vor allem E-Rechnung, Cloud-Verträge und KI in vorhandener Software. Die E-Rechnung wird bei mehr als 800.000 € Gesamtumsatz im Vorjahr ab 01.01.2027 Pflicht. Ab 50 Mitarbeitenden kann NIS2 greifen, wenn die Branche in Anlage 1 oder 2 BSIG steht. Ab 150 Beschäftigten steht laut EU-Richtlinie der erste Entgeltbericht bis 07.06.2027 an, das deutsche Gesetz fehlt noch. Prüfen Sie zuerst, welche Termine Sie treffen, und erst danach neue Funktionen.
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