SAP ECC Wartungsende.
Ihre drei Optionen im Überblick.
SAP ECC (ERP Central Component) ist das Kernsystem von SAP ERP 6.0 und der Business Suite 7, einer ERP Software der SAP SE (Walldorf, gegründet 1972), die viele Mittelständler im DACH Raum seit Jahren produktiv nutzen. SAP hat die Wartung dafür zeitlich begrenzt: regulär bis Ende 2027, gegen Aufpreis verlängert bis Ende 2030, mit einer befristeten Transition Option für ausgewählte Großkunden bis 2033. Dieser Leitfaden ordnet die Termine ausschließlich nach SAP Quellen und Angaben der DSAG (Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe) ein, jeweils mit Stand. Er stellt die drei Wege gegenüber, den Umstieg auf SAP S/4HANA, die Ablösung durch ein anderes ERP und die Verlängerung der Wartung, und zeigt, nach welchen Kriterien Sie entscheiden und woraus sich die Kosten zusammensetzen. Es ist ein Leitfaden und kein Anbietervergleich.
Wann endet die Wartung für SAP ECC?
Drei Wege, drei Termine.
Nach SAP endet die reguläre Mainstream-Wartung für SAP ERP 6.0 mit den Enhancement Packages 6 bis 8 am 31. Dezember 2027. Danach bietet SAP bis zum 31. Dezember 2030 eine optionale Extended Maintenance mit zwei Prozentpunkten Aufschlag auf die Wartungsbasis. Sie haben drei Wege: auf SAP S/4HANA umsteigen, das ERP durch ein anderes System ablösen oder die Wartung verlängern. Die Transition Option für 2031 bis 2033 ist keine Wartungsverlängerung, sondern ein befristetes Abonnement für ausgewählte, große Kunden. Stand: 7. Oktober 2026.
Was SAP zugesagt hat
- Mainstream-Wartung bis 31. Dezember 2027, ohne vertragliche Änderung und ohne zusätzliche Gebühren
- Optionale Extended Maintenance von Anfang 2028 bis Ende 2030, mit zwei Prozentpunkten Aufschlag auf die Wartungsbasis
- Customer-Specific Maintenance für alle, die nicht verlängern, mit unveränderten Gebühren für die Problemlösung bei bekannten Fehlern
- Eine Wartungszusage für SAP S/4HANA bis Ende 2040
Was SAP nicht zugesagt hat
- Keine Verlängerung der ECC Wartung über Ende 2030 hinaus
- Keine Wartungsverlängerung durch die Transition Option, sie ist ein befristetes Abonnement für 2031 bis 2033
- Keinen veröffentlichten Aufschlag für Transition Option Verträge ab 2027, SAP will ihn näher an 2028 mitteilen
- Keinen umfassenden Support für Drittanbieter-Datenbanken und Java 8 nach dem 31. Dezember 2030
Quellen: SAP News, 4. Februar 2020, SAP News Center, 7. Oktober 2026, SAP Support Strategie, SAP News zur Transition Option, 4. August 2025. Stand 7. Oktober 2026. Verbindlich ist Ihr Vertrag, bitte mit dem SAP Account Team abstimmen.
Wartungszeitplan für SAP ECC:
sieben Termine nach SAP Quelle.
Die folgende Tabelle ist die Grundlage für jede Planung. Sie enthält nur Termine und Konditionen, die SAP selbst veröffentlicht hat, jeweils mit Fundstelle und Stand. Die Rechnung dahinter ist einfach: Ab dem 7. Oktober 2026 bleiben bis zum 31. Dezember 2027 rund 15 Monate, bis zum 31. Dezember 2030 rund 51 Monate und bis zum 31. Dezember 2033 rund 87 Monate. Diese Monatszahlen sind eine Rechnung von Find-Your-Software, keine SAP Angabe.
| Zeitraum | Phase | Aufschlag | Gilt für | Was SAP sagt | Was das für Sie heißt | SAP Quelle |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bis 31.12.2025Mainstream-Wartung beendet | Beendet | SAP nennt keinen Aufschlag | SAP ERP 6.0 ohne Enhancement Package und mit EHP 1 bis 5 | Die Mainstream-Wartung für diese Stände endete am 31. Dezember 2025 | ≈ Wartungsstatus Ihres Stands in SAP Note 2881788 prüfen | SAP Blog zu Wartungszeiträumen |
| Bis 31.12.2027Mainstream-Wartung | Regulär | kein Aufschlag | Kernanwendungen der SAP Business Suite 7, darunter SAP ERP 6.0 mit EHP 6 bis 8 | Mainstream-Wartung, keine vertragliche Änderung, keine zusätzlichen Gebühren | ✓ Regulärer Support, die Entscheidung muss davor fallen | SAP News, Februar 2020 |
| 2028 bis 31.12.2030Extended Maintenance | Optional | plus 2 Prozentpunkte auf die Wartungsbasis | Alle Supportangebote im Umfang der Business Suite 7 | Optional, von Anfang 2028 bis Ende 2030, für Kunden mit längerer Umstellungsphase | ≈ Brücke für den Umstieg, keine Dauerlösung | SAP Support Strategie |
| Ab 2028 ohne VerlängerungCustomer-Specific Maintenance | Eingeschränkt | Gebühren unverändert | Wer sich bis Ende 2027 nicht für Extended Maintenance entscheidet, und nach deren Ende | Automatische Überführung, Problemlösung für bekannte Fehler zu unveränderten Gebühren | ≈ Leistungsumfang schriftlich mit dem Account Team klären | SAP News, Februar 2020 |
| 31.12.2030Stichtag Datenbank und Java | Stichtag | keine Angabe | Business Suite 7 und NetWeaver Kunden mit Drittanbieter-Datenbank oder Java 8 | Support-Vereinbarungen mit Datenbankherstellern laufen aus, Java 8 Support für NetWeaver AS Java 7.5 endet, Konvertierung mit Drittanbieter-Datenbank nur bis Ende 2030 | – Zusätzliche Frist, wenn Sie nicht auf SAP HANA laufen | SAP News Center, 7. Oktober 2026 |
| 2031 bis 2033Transition Option für SAP ERP | Befristetes Abo | 20 Prozent bei Zusage 2026, danach offen | Sehr große, komplexe Kunden, Umstieg auf SAP ERP, private edition auf SAP HANA bis 31.12.2030 | Befristetes Abonnement für den Geschäftsbetrieb von 2031 bis 2033, Mindestgröße 2 TB, nur mit max success plan | ≈ Keine Wartungsverlängerung und nur für wenige Kunden | SAP News, August 2025 |
| Bis Ende 2040SAP S/4HANA | Zusage | nach Vertrag | SAP S/4HANA, ab Release 2023 sieben Jahre Mainstream je Release | Wartungszusage bis Ende 2040, es bleibt immer mindestens ein Release in Wartung | ✓ Planungssicherheit für das Zielsystem | SAP News, September 2022 |
Stand aller Angaben: 7. Oktober 2026, abgerufen auf den verlinkten SAP Seiten. Der Aufschlag für Verträge zur Transition Option ab 2027 ist bei SAP noch nicht veröffentlicht. Die Support Seite von SAP nennt zusätzlich die SAP Notes 2881788, 1648480 und 52505 (Login erforderlich). Monatszahlen: Rechnung von Find-Your-Software. Keine Rechts oder Vertragsberatung.
Was das Wartungsende bedeutet:
sechs Begriffe, die Sie kennen sollten.
Rund um das Wartungsende kursieren viele Begriffe, die Anbieter und Berater unterschiedlich verwenden. SAP unterscheidet in seinen eigenen Veröffentlichungen klar zwischen der regulären Mainstream-Wartung, der Extended Maintenance, der Customer-Specific Maintenance und der Transition Option. Wer diese Begriffe sauber trennt, vermeidet die häufigste Verwechslung: Ein Termin, an dem SAP die reguläre Wartung beendet, ist nicht der Tag, an dem Ihr System aufhört zu laufen. Es ist der Tag, an dem sich Umfang und Vertragsform der Unterstützung ändern.
Der reguläre Support-Umfang
SAP stellt für bestehende Installationen der Kernanwendungen der Business Suite 7 die reguläre Wartung bereit. Für SAP ERP 6.0 mit EHP 6 bis 8 läuft sie bis Ende 2027, ohne dass sich Vertrag oder Gebühren ändern.
- Gilt für die Kernanwendungen der Business Suite 7
- Endet am 31. Dezember 2027 für EHP 6 bis 8
- Für EHP 0 bis 5 endete sie am 31. Dezember 2025
Die Phase zwischen den Modellen
Die Support Seite von SAP beschreibt nach der Mainstream-Phase eine Offboarding-Phase, an die sich die optionale erweiterte Wartung anschließt. Was in dieser Phase im Detail passiert, steht in den SAP Notes, die ein Login erfordern.
- Hinweise in SAP Note 2881788
- Weitere Notes: 1648480 und 52505
- Vertragsfragen mit dem SAP Account Team klären
Die bezahlte Verlängerung bis 2030
Die erweiterte Wartung ist optional, kostet zwei Prozentpunkte Aufschlag auf die Wartungsbasis und steht von Anfang 2028 bis Ende 2030 zur Verfügung. SAP richtet sie an Kunden, die für den Umstieg länger brauchen.
- Aufschlag gilt für alle Supportangebote im Umfang der Business Suite 7
- Laufzeit drei zusätzliche Jahre
- Danach endet die Verlängerung, eine weitere ist nicht angekündigt
Die Rückfallebene
Wer sich bis Ende 2027 nicht für Extended Maintenance entscheidet, wird laut SAP automatisch in dieses Modell überführt. Die Problemlösung für bekannte Fehler bleibt bei unveränderten Gebühren erhalten.
- Keine aktive Bestellung nötig
- Gebühren für bekannte Fehler unverändert
- Nach Ende der Extended Maintenance gilt dasselbe Modell
Das befristete Abonnement 2031 bis 2033
SAP beschreibt sie als zeitlich begrenztes Abonnement für den Geschäftsbetrieb von 2031 bis 2033. Sie richtet sich an die größten und komplexesten Kunden, die bis Ende 2030 nicht fertig werden, und setzt den Umstieg auf SAP ERP, private edition bis 31. Dezember 2030 voraus.
- Mindestgröße 2 TB, nur SAP HANA Datenbank
- Nur mit max success plan
- Ausdrücklich keine Verlängerung der Wartung
Planungssicherheit für das Zielsystem
SAP sagt Wartung für SAP S/4HANA bis Ende 2040 zu. Jedes Release erhält ab Release 2023 sieben Jahre Mainstream-Wartung, und es bleibt immer mindestens ein Release in Wartung.
- Zwei Jahre Release-Zyklus seit Release 2023
- Sieben Jahre Mainstream je Release
- Zusage unverändert seit Februar 2020
Quellen: SAP News, Februar 2020, SAP Support Strategie, SAP News zu Release und Wartungsstrategie, 15. September 2022, SAP Blog zu Wartungszeiträumen, SAP News, Transition Option, 4. August 2025. Stand Oktober 2026.
Was DSAG Mitglieder planen:
viele nutzen die Verlängerung.
Die DSAG (Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe, Walldorf) hat für ihren Investment Report 2026 vom 8. Dezember 2025 bis 21. Januar 2026 insgesamt 198 Mitgliedsunternehmen befragt, davon 73 Prozent mit Sitz in Deutschland, 12 Prozent in der Schweiz und 10 Prozent in Österreich. Von den Mitgliedern, die noch in ECC investieren, will fast die Hälfte bis Ende 2030 auf S/4HANA wechseln und damit die Extended Maintenance zahlen. Die Balken zeigen vier Werte aus der Pressemitteilung vom 26. Februar 2026. Die Stichprobe ist klein und nicht repräsentativ für den gesamten Markt, sie zeigt aber die Haltung organisierter Anwenderunternehmen.
Für 63 Prozent der Befragten wirkt das Wartungsende auf ihre SAP Investitionsentscheidung. Die Frist ist also kein Randthema, sondern prägt die Budgetplanung.
54 Prozent nutzen noch ECC oder eine ältere Business Suite. 2024 waren es 68 Prozent. S/4HANA On-Premises liegt bei 56 Prozent nach 44 Prozent im Vorjahr.
37 Prozent der Mitglieder, die noch in ECC investieren, wollen bis Ende 2027 wechseln und damit vor dem Ende der Mainstream-Wartung fertig sein.
Nur 4 Prozent peilen einen Wechsel bis Ende 2033 an und würden dafür die Transition Option für SAP ERP nutzen, wofür vorab ein Migrationsplan nötig ist.
Quelle: DSAG Investment Report 2026, Pressemitteilung vom 26. Februar 2026, Befragungszeitraum 8. Dezember 2025 bis 21. Januar 2026, 198 Teilnehmer. Einordnung der Fachpresse: The Register, 27. Februar 2026. Stand Oktober 2026.
Umstieg, Ablösung, Verlängerung:
drei Wege nebeneinander.
Fast jede Entscheidung zum Wartungsende landet bei einer von drei Optionen. Sie schließen sich nicht aus: Die Verlängerung ist häufig die Brücke, die Zeit für Umstieg oder Ablösung verschafft. Entscheidend ist, dass Sie den Weg bewusst wählen und nicht durch den Termin gewählt werden.
Auf SAP S/4HANA umsteigen
Nachfolger von ECC, bei SAP seit Februar 2015
SAP S/4HANA ist die aktuelle ERP Produktlinie der SAP SE und läuft ausschließlich auf der SAP HANA Datenbank. SAP unterscheidet drei Pfade: die System Conversion (im Alltag Brownfield), die Neuimplementierung (Greenfield) und die Selective Data Transition. Die Conversion ist laut SAP technisch ab SAP ERP 6.0 möglich und überführt Datenbank, NetWeaver und Anwendung in einem Schritt.
- Brownfield: bestehendes System wird umgestellt, am schnellsten, überwiegend technisch
- Greenfield: Neustart nach Fit-to-Standard, ohne historische Transaktionsdaten
- Selective Data Transition: Mischform für Konsolidierung und phasenweisen Start
- Zielumgebung je nach Pfad On-Premise oder Private Cloud, RISE with SAP als Rahmen
Kosten: Lizenz oder Subskription auf Anfrage bei SAP, Projekt nach Angebot des Systemhauses
Das ERP durch ein anderes System ersetzen
Wechsel zu einem anderen Hersteller
Wer die Prozesse ohnehin neu aufstellen will oder die Bindung an SAP verringern möchte, kann das ERP ablösen. Das ist kein SAP Pfad, deshalb gibt es dafür auch keine SAP Fristen, sondern die Fristen Ihres Projekts. Zielsysteme reichen vom SAP Business One (ERP von SAP für kleinere Unternehmen) über Cloud ERP bis zu Branchenlösungen. Der Weg beginnt mit einer Anforderungsliste und einer begründeten Shortlist.
- Anforderungen sammeln, Muss und Kann trennen, Shortlist begründen
- Datenmigration früh planen, Altdaten bereinigen und archivieren
- Extended Maintenance als Brücke bis zum Go-live der neuen Lösung
- Vergleich der Zielsysteme auf eigenen Seiten, nicht in diesem Leitfaden
Kosten: Lizenz und Einführung nach Angebot der Anbieter
Die Wartung verlängern
Extended Maintenance, Customer-Specific Maintenance, Transition Option
Wer mehr Zeit braucht, kann bis Ende 2030 die Extended Maintenance buchen. Das verschiebt die Entscheidung, löst sie aber nicht: Nach 2030 gibt es keine weitere angekündigte Verlängerung. Die Transition Option für 2031 bis 2033 steht nur sehr großen, komplexen Kunden offen und verlangt den Umstieg auf SAP ERP, private edition bis Ende 2030.
- Extended Maintenance: plus zwei Prozentpunkte auf die Wartungsbasis
- Customer-Specific Maintenance, wenn Sie nichts tun
- Transition Option: Abo 2031 bis 2033, Mindestgröße 2 TB, max success plan
- Fester Stichtag 31. Dezember 2030 für Datenbank und Java
Kosten: zwei Prozentpunkte Aufschlag, Transition Option nach SAP Angebot
Quellen: SAP Transition Paths, März 2024, SAP Selective Data Transition, SAP RISE, SAP News, August 2025, Wikipedia zu SAP ERP und S/4HANA. Stand Oktober 2026. Vertiefung: S/4HANA Umstieg, SAP Ablösung, SAP Alternativen.
Sechs Fragen,
die die Wahl entscheiden.
Welche Option passt, entscheidet sich selten an der Technik allein. Die folgenden sechs Fragen helfen, aus einem Termin eine begründete Entscheidung zu machen. Die Reihenfolge ist bewusst gewählt: Erst die Bestandsaufnahme, dann die Ziele, dann die Option. Die Fragen sind Erfahrungswerte von Find-Your-Software für den Mittelstand und keine Vorgabe von SAP.
Welche EHP, welche Datenbank?
Der Enhancement Package Stand bestimmt, welcher Wartungstermin für Sie gilt. Die Datenbank entscheidet, ob der zusätzliche Stichtag 31. Dezember 2030 für Drittanbieter-Datenbanken Sie betrifft.
- EHP Stand je System festhalten
- Datenbank und Java Abhängigkeiten auflisten
- SAP Notes 2881788 und 52505 lesen
Wie viel Z-Code lebt im System?
Eigenentwicklungen sind der größte Treiber für Aufwand und Risiko beim Umstieg. Je mehr Eigencode, desto eher lohnt sich die Frage, welcher Teil wirklich gebraucht wird.
- Eigenentwicklungen inventarisieren
- Nutzung messen, Ungenutztes streichen
- Standard prüfen, bevor Sie übernehmen
Passen die Prozesse noch?
Passen die Prozesse und sollen sie bleiben, spricht das für eine Conversion. Soll sich vieles ändern, spricht es für einen Neustart oder eine Ablösung. Hier liegt der inhaltliche Kern der Entscheidung.
- Prozesslandkarte aktualisieren
- Schmerzpunkte der Fachbereiche sammeln
- Zielbild für die nächsten fünf Jahre
Was ist bis wann machbar?
Ab dem 7. Oktober 2026 bleiben rund 15 Monate bis Ende 2027 und rund 51 Monate bis Ende 2030. Prüfen Sie, welche Option innerhalb dieser Fenster realistisch ist, und planen Sie Reserven ein.
- Rückwärtsplanung ab dem Zieltermin
- Budget in Kostenblöcken statt einer Summe
- Puffer für Datenbereinigung einplanen
Wie eng wollen Sie bei SAP bleiben?
Ein Umstieg bindet Sie an eine neue SAP Plattform mit Wartungszusage bis 2040. Eine Ablösung verteilt die Abhängigkeit neu. Beides ist legitim, wichtig ist, dass es eine bewusste Entscheidung ist.
- Strategie für Cloud oder On-Premise klären
- Vertragsbedingungen und Laufzeiten prüfen
- Ausstiegsszenario mitdenken
Wer trägt das Projekt?
Ein ERP Wechsel bindet Fachbereiche, IT, Betriebsrat und Geschäftsführung. Ohne Sponsor und freigestellte Key User scheitern auch gut geplante Projekte an der Kapazität.
- Sponsor mit Entscheidungsbefugnis
- Key User freistellen
- Veränderungen früh kommunizieren
Die Kriterien sind Erfahrungswerte von Find-Your-Software. Grundlage für Termine: SAP News Center, 7. Oktober 2026. Vertiefung zur Vorbereitung: IT Readiness, IT Bestandsaufnahme. Stand Oktober 2026.
Die drei Optionen im Vergleich:
sechs Varianten, fünf Fragen.
Die Matrix stellt die Varianten der drei Optionen nach fünf Fragen gegenüber. Die Spalte zur gesicherten Wartung beruht auf SAP Angaben. Die Bewertungen in den fünf Fragespalten sind Einschätzungen von Find-Your-Software und keine Messwerte. Sie dienen als Diskussionsgrundlage für Ihr Projektteam, die Gewichtung nehmen Sie selbst vor.
| Variante | Option | Wartung gesichert bis | Zeitdruck bis 2027 | Viel Eigencode | Prozesse neu denken | Investition kurzfristig | Bindung an SAP |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| S/4HANA BrownfieldSystem Conversion | Umstieg | Ende 2040 (SAP Zusage) | ✓ laut SAP die schnellste Variante | ≈ Eigencode wird mitgenommen und muss geprüft werden | – Prozesse bleiben weitgehend bestehen | ≈ Projekt nötig, Umfang überschaubarer als ein Neustart | – bleibt bei SAP |
| S/4HANA GreenfieldNeuimplementierung | Umstieg | Ende 2040 (SAP Zusage) | ≈ nur mit klarem Zuschnitt und viel Kapazität | ✓ Eigencode bewusst zurücklassen | ✓ Fit-to-Standard und Neudesign | – höchster Einmalaufwand | – bleibt bei SAP |
| S/4HANA Selective Data TransitionMischform | Umstieg | Ende 2040 (SAP Zusage) | ≈ phasenweiser Start möglich | ≈ selektive Übernahme von Wertvollem | ≈ Auswahl bestehender und neuer Prozesse | ≈ Aufwand zwischen Brownfield und Greenfield | – bleibt bei SAP |
| Anderes ERPAblösung | Ablösung | laut Vertrag des neuen Herstellers | ≈ nur mit Extended Maintenance als Brücke | ✓ Altlasten bleiben im Altsystem | ✓ freie Wahl des Zielbilds | ≈ hängt vom Zielsystem ab | ✓ Abhängigkeit wird neu verteilt |
| Extended MaintenanceVerlängerung | Verlängerung | 31.12.2030 | ✓ verschafft Zeit bis Ende 2030 | ✓ nichts ändert sich im System | – keine Änderung der Prozesse | ≈ zwei Prozentpunkte Aufschlag pro Jahr | – bleibt bei SAP und verschiebt den Umstieg |
| Transition OptionVerlängerung für Großkunden | Verlängerung | 2031 bis 2033 als Abonnement | ≈ nur nach Umstieg auf Private Edition bis Ende 2030 | ≈ System muss technisch bereit sein | – keine Prozessänderung | – Abonnement plus max success plan | – enge Bindung an SAP |
Gesicherte Wartung nach SAP: SAP News, Februar 2020, SAP News, August 2025, Pfade nach SAP Transition Paths, März 2024 und SAP Selective Data Transition. Die Symbole sind Erfahrungswerte von Find-Your-Software: Haken heißt passt gut, Tilde heißt bedingt, Strich heißt passt weniger. Stand Oktober 2026.
Rückwärts planen:
sechs Schritte bis zur Entscheidung.
Planen Sie vom Termin aus rückwärts. Wer noch im Herbst 2026 beginnt, hat bis Ende 2027 rund 15 Monate und bis Ende 2030 rund 51 Monate. Die folgenden sechs Schritte sind ein Rahmen, den Sie an Unternehmensgröße und Systemlandschaft anpassen. Die Zeitangaben sind Planungsvorschläge von Find-Your-Software, keine Dauer, die SAP für einen Umstieg angibt.
- 01Monat 1
Bestandsaufnahme der Systeme
Erfassen Sie jedes ECC System mit EHP Stand, Datenbank, Java Anteil, Schnittstellen und Anzahl der Nutzer. Ohne dieses Bild lässt sich keiner der SAP Termine sicher einem System zuordnen.
- EHP Stand und Datenbank je System
- Schnittstellen und Add-ons
- Betriebsmodell und Hosting
- 02Monat 1 bis 2
Eigencode und Datenlage prüfen
Inventarisieren Sie Eigenentwicklungen und prüfen Sie Datenqualität und Archivierungsbedarf. SAP bietet dafür Werkzeuge wie das S/4HANA Migration Cockpit an, welche Prüfungen für Ihr System sinnvoll sind, klären Sie mit Ihrem Systemhaus.
- Z-Objekte und Nutzung
- Stammdaten und Altdaten
- Aufbewahrungsfristen
- 03Monat 2 bis 3
Ziele und Anforderungen festlegen
Legen Sie fest, was das System in fünf Jahren leisten soll. Sammeln Sie Anforderungen als Muss, Soll und Kann. Dieser Schritt entscheidet, ob eher Umstieg oder Ablösung passt.
- Zielbild der Prozesse
- Muss, Soll, Kann Katalog
- Budgetrahmen in Kostenblöcken
- 04Monat 3 bis 4
Optionen mit der Matrix bewerten
Nutzen Sie die Entscheidungsmatrix und gewichten Sie die fünf Fragen für Ihr Unternehmen. Halten Sie fest, warum Sie welche Option ausschließen. Das spart später Diskussionen.
- Gewichtung festlegen
- Begründung dokumentieren
- Sponsor beteiligen
- 05Monat 4 bis 6
Angebote einholen und Vertrag klären
Holen Sie Angebote von SAP und Systemhäusern bzw. von Alternativanbietern mit gleicher Mengenbasis ein. Klären Sie mit SAP schriftlich Wartungsbasis, Extended Maintenance und die Folgen von Lizenzänderungen.
- Gleiche Mengenbasis für alle Angebote
- Schriftliche Klärung zur Wartungsbasis
- Übergangslösung für Parallelbetrieb
- 06Ab Monat 6
Projekt starten und Wartung absichern
Starten Sie das Projekt mit Kernteam und Meilensteinen. Entscheiden Sie rechtzeitig vor Ende 2027, ob Sie die Extended Maintenance als Brücke benötigen, damit Sie nicht ungewollt in die Customer-Specific Maintenance fallen.
- Meilensteine bis 31.12.2027 und 31.12.2030
- Entscheidung zur Extended Maintenance
- Change Management von Anfang an
Termine: SAP News Center, 7. Oktober 2026. Werkzeuge: SAP Transition Paths, März 2024. Zeitplanung: Erfahrungswerte von Find-Your-Software, Stand Oktober 2026. Vertiefung: Change Management, Soll Konzept.
Was die Wege kosten:
Struktur statt erfundener Zahlen.
SAP veröffentlicht keine Listenpreise für S/4HANA, und auch für Projektkosten gibt es keine belastbare, neutrale Zahl. Deshalb nennt diese Seite nur die Kostenblöcke und die Zahlen, die SAP selbst veröffentlicht hat. Der Rest steht als auf Anfrage. Ein Rechenbeispiel zeigt, wie der Aufschlag der Extended Maintenance wirkt: Angenommen, Ihr Vertrag weist eine jährliche Wartungsgebühr von 22 Prozent der Basis aus (reine Annahme, den tatsächlichen Satz entnehmen Sie Ihrem Vertrag). Zwei Prozentpunkte Aufschlag ergeben 24 Prozent, die Gebühr steigt damit um rund 9 Prozent. Bei 500.000 Euro Wartungsgebühr im Jahr wären das rund 45.500 Euro zusätzlich pro Jahr.
| Kostenblock | Was dazugehört | Zahl von SAP | Woher die Zahl kommt | Typische Falle |
|---|---|---|---|---|
| Extended MaintenanceVerlängerung bis 2030 | Wartungsgebühr der Business Suite 7 mit Aufschlag | plus 2 Prozentpunkte auf die Wartungsbasis | Vertrag und SAP Account Team | Aufschlag gilt für alle Supportangebote im Umfang der Business Suite 7, Laufzeit mal Jahre rechnen |
| Transition OptionAbonnement 2031 bis 2033 | Abonnement plus max success plan, Mindestgröße 2 TB | 20 Prozent Aufschlag bei Zusage 2026, danach offen | SAP Angebot | Gebühr für max success plan kommt immer zusätzlich zum Endpreis |
| Umstieg S/4HANALizenz oder Subskription, Projekt | Lizenz oder Subskription, Konvertierung, Datenbereinigung, Eigencode, Schulung, Betrieb | auf Anfrage | SAP und Systemhaus | Eigencode und Datenbereinigung werden unterschätzt |
| AblösungNeues ERP | Lizenz oder Abo, Einführung, Datenmigration, Schnittstellen, Schulung | nach Angebot | Anbieter der Zielsysteme | Doppelte Kosten im Parallelbetrieb, inklusive Wartung des Altsystems |
| Interner AufwandFachbereiche und IT | Key User Zeit, Abnahme, Schulung, Projektleitung | eigene Planung | Eigene Aufstellung | Interne Zeit steht in keinem Angebot und wird gern vergessen |
Zahlen von SAP: SAP News, Februar 2020 für zwei Prozentpunkte, SAP News, August 2025 für 20 Prozent Aufschlag, max success plan und 2 TB. Listenpreise für S/4HANA veröffentlicht SAP nicht. Das Rechenbeispiel mit 22 Prozent und 500.000 Euro ist eine Annahme von Find-Your-Software und keine SAP Angabe. Stand Oktober 2026. Mehr zu Kostenstrukturen: Was kostet ein ERP wirklich, Kosten von IT Projekten.
Termine selbst prüfen:
vier Stellen, die Sie kennen sollten.
Wartungstermine ändern sich selten, aber sie werden häufig falsch zitiert. Prüfen Sie jede Angabe, auch die auf dieser Seite, an der Primärquelle. Die vier Stellen unten sind die wichtigsten.
Ankündigungen von SAP
- Ankündigung vom 4. Februar 2020 zu 2027, 2030 und 2040
- Blog zur Transition Option vom 4. August 2025
- Blog Planning Beyond 2030 vom 7. Oktober 2026
- Auf Veröffentlichungsdatum und Aktualisierung achten
Strategie und SAP Notes
- Seite SAP Support Strategie zur Business Suite 7
- SAP Notes 2881788, 1648480 und 52505 (Login erforderlich)
- Product Availability Matrix für den Release Stand
- SAP Note 3591251 zur technischen Bereitschaft für die Transition Option
Sicht der Anwender
- Investment Report mit Zahlen zur Umstiegsplanung
- Pressemitteilung vom 26. Februar 2026
- Positionen der Anwendervertretung zu Fristen
- Einordnung der eigenen Planung im Vergleich
Ihr Vertrag
- Wartungsbasis und Aufschlag schriftlich bestätigen lassen
- Folgen von Lizenzverzicht klären
- Leistungsumfang der Customer-Specific Maintenance erfragen
- Cloud-Credits und Doppellizenzkosten im RISE Angebot prüfen
Quellen: SAP News Center, SAP Support Strategie, SAP Support Strategie, weitere Angaben, DSAG Pressemitteilung, SAP RISE. Stand 7. Oktober 2026.
Sechs Fallstricke:
was beim Wartungsende oft übersehen wird.
Die meisten Probleme entstehen nicht beim Termin selbst, sondern bei Details, die erst im Projekt auffallen. Die folgenden sechs Punkte stützen sich auf SAP Veröffentlichungen. Prüfen Sie jeden gegen Ihre eigene Landschaft, bevor Sie Zeitplan und Budget festlegen.
Drittanbieter-Datenbank
Zum 31. Dezember 2030 enden die Support-Vereinbarungen mit großen Datenbankherstellern für Legacy-Umgebungen. SAP erbringt danach keinen datenbankspezifischen Support mehr, auch nicht bei über SAP lizenzierter Datenbank.
- Datenbank je System festhalten
- Konvertierung mit Drittanbieter-Datenbank nur bis Ende 2030
- Danach nur Greenfield vorgesehen
Java 8 und NetWeaver Java
Die Support-Vereinbarungen für Java 8 und JEE5 mit SAP NetWeaver AS Java 7.5 enden. Ab 2031 gibt es kein Nachfolge-Release, die Wartung läuft nur noch als Customer-Specific Maintenance.
- Java Komponenten identifizieren
- Abhängigkeiten zu Portalen prüfen
- Java-abhängige Funktionen werden in der Transition Option nicht unterstützt
Unterschiedliche Termine je Stand
Für ERP 6.0 mit EHP 0 bis 5 endete die Mainstream-Wartung am 31. Dezember 2025, für EHP 6 bis 8 endet sie am 31. Dezember 2027. Wer mehrere Systeme betreibt, hat eventuell mehrere Fristen.
- EHP Stand je System
- Mehrere Systeme getrennt planen
- SAP Notes für den Detailzeitplan
Wartungsbasis ändert sich mit dem Vertrag
Laut SAP führt der Verzicht auf Lizenzen ohne Neukauf zu einer Neubewertung der Wartungsbasis. Wer Teile des Bestands abschaltet, sollte die Folgen für Wartung und Aufschlag schriftlich klären.
- Lizenzbestand vor Änderungen dokumentieren
- Schriftliche Auskunft zur Neubewertung
- Cloud-Credits laut RISE Seite prüfen
Befristete Nutzungsrechte
Der Compatibility Scope sichert in S/4HANA vorübergehend die Nutzung klassischer Funktionen. SAP hat die Nutzungsrechte laut Webinarfolien vom 18. September 2025 bis Ende 2030 verlängert, für nicht konvertierte On-Premise Systeme unter Bedingungen.
- Betroffene Funktionen im Zielsystem prüfen
- Bedingung zum Cloud Extension Program lesen
- Roadmap für den Ersatz der Funktionen
Kein Ersatz für die Planung
SAP stellt klar, dass die Option für Kunden gedacht ist, die bis Ende 2030 nicht fertig werden, und dass wer bis dahin fertig ist, sie nicht braucht. Wer sich auf sie verlässt, ohne die Bedingungen zu erfüllen, hat keinen Plan B.
- Voraussetzungen vor Planung prüfen
- Mindestgröße 2 TB beachten
- Aufschlag ab 2027 bei SAP erfragen
Quellen: SAP News Center, 7. Oktober 2026, SAP Blog zu Wartungszeiträumen, SAP Support Seite, SAP Webinarfolien zum Compatibility Scope, 18. September 2025, SAP News, 4. Februar 2025. Stand Oktober 2026.
Vertiefen:
passende Seiten auf Find-Your-Software.
Dieser Leitfaden ordnet die Termine und Optionen ein. Für die Umsetzung gibt es auf Find-Your-Software vertiefende Seiten zum Umstieg, zur Ablösung und zu Alternativen. Sie verlinken auch auf die Anbieterseiten und die Vergleiche der ERP Kategorie.
S/4HANA Umstieg
- S/4HANA Umstieg: Wege und Entscheidungshilfen
- ERP Datenmigration: Aufwand und Fallstricke
- IT Readiness: Bereitschaft prüfen
SAP Ablösung
- SAP Ablösung als Chance: ERP Wechsel für den Mittelstand
- ERP Einführung: Vorgehen und Phasen
- Software Einführung vom Vertrag zum Go-live
SAP Alternativen
- SAP Alternativen: Systeme im Überblick
- ERP Software Vergleich: Kriterien und Anbieter
- SAP S/4HANA und Dynamics 365: Gegenüberstellung
Auswahl vorbereiten
- RFP erstellen: Anfrage an Anbieter
- ERP Anbieter: Anbieterüberblick
- SAP Business One Alternativen: wenn SAP im Kleinen gesucht wird
Die verlinkten Seiten sind eigene Inhalte von Find-Your-Software. Termine und Konditionen auf diesen Seiten können vom Stand dieses Leitfadens abweichen. Maßgeblich sind die SAP Quellen vom 7. Oktober 2026.
Entscheidung begleiten:
sechs Schritte mit dem Selection Portal.
Find-Your-Software ist ein Werkzeug für die Softwareauswahl: Es sammelt Anforderungen, erstellt daraus eine begründete Shortlist, begleitet Demos und Vertragsprüfung und dokumentiert jeden Schritt nachvollziehbar. Es ist kein Bewertungs- oder Vergleichsportal. Wenn Sie sich für die Ablösung entscheiden oder den Umstieg mit einem Auswahlverfahren absichern wollen, begleitet das Selection Portal die folgenden Schritte. Für die Wartungstermine selbst ersetzt es nicht die SAP Quellen.
Ausgangslage dokumentieren
Halten Sie System, EHP Stand, Datenbank, Schnittstellen und Eigencode fest. Diese Bestandsaufnahme ist die Grundlage für jede Option und für den Vergleich der Angebote.
Anforderungen sammeln
Erfassen Sie die Anforderungen der Fachbereiche strukturiert und gewichten Sie sie als Muss, Soll und Kann. So entscheiden Sie nach Anforderungen und nicht nach Marketing.
Shortlist begründen
Aus dem Anforderungskatalog entsteht eine begründete Shortlist, die auch SAP S/4HANA als Option enthalten kann. Jeder Ausschluss ist nachvollziehbar dokumentiert.
Demos mit eigenen Szenarien
Lassen Sie Anbieter Ihre Prozesse in Szenario Demos zeigen. Das gilt für SAP Partner ebenso wie für Alternativanbieter und liefert vergleichbare Eindrücke.
Vertrag prüfen
Prüfen Sie Laufzeit, Wartungsbasis, Aufschläge und Ausstiegsregeln vor der Unterschrift. Bei SAP Verträgen gehört dazu die schriftliche Klärung zur Extended Maintenance.
Entscheidung festhalten
Dokumentieren Sie Kriterien, Bewertung und Beschluss. Das schafft Transparenz gegenüber Geschäftsführung und Betriebsrat und spart Zeit bei späteren Rückfragen.
Mehr zum Vorgehen: RFP erstellen, Anwendungsbeispiel ERP Auswahl im Mittelstand, Audit Trail und Revisionssicherheit. Stand Oktober 2026.
Häufige Fragen
direkt beantwortet.
Wann endet die Wartung für SAP ECC?
Nach SAP endet die Mainstream-Wartung für SAP Business Suite 7 mit SAP ERP 6.0 und den Enhancement Packages 6 bis 8 am 31. Dezember 2027. Für SAP ERP 6.0 ohne Enhancement Package und mit EHP 1 bis 5 endete sie bereits am 31. Dezember 2025. Danach ist bis zum 31. Dezember 2030 eine optionale Extended Maintenance möglich. SAP hat diese Daten am 7. Oktober 2026 in einem Blogbeitrag erneut bestätigt. Welcher Stand für Ihr System gilt, steht in SAP Note 2881788 und in der Product Availability Matrix.
Was passiert nach dem Wartungsende?
Das System läuft weiter, aber Umfang und Vertragsform der Unterstützung ändern sich. Wer sich bis Ende 2027 nicht für die Extended Maintenance entscheidet, wird laut SAP automatisch in die Customer-Specific Maintenance überführt, mit unveränderten Gebühren für die Problemlösung bei bekannten Fehlern. Dasselbe Modell gilt nach dem Ende der Extended Maintenance. Für Systeme mit Drittanbieter-Datenbank oder Java bezeichnet SAP dieses Modell nicht als nachhaltiges Betriebsmodell für geschäftskritische Systeme. Den genauen Leistungsumfang klären Sie schriftlich mit Ihrem SAP Account Team.
Welche Optionen habe ich?
Sie haben drei Wege. Erstens der Umstieg auf SAP S/4HANA, entweder als System Conversion, als Neuimplementierung oder als Selective Data Transition. Zweitens die Ablösung des ERP durch ein anderes System, für die es keine SAP Fristen gibt, sondern die Fristen Ihres Projekts. Drittens die Verlängerung der Wartung durch die Extended Maintenance bis Ende 2030. Die Transition Option für 2031 bis 2033 ist eine vierte, aber sehr enge Variante für große Kunden. Die Wege lassen sich kombinieren, etwa Verlängerung als Brücke zur Ablösung.
Was kostet die verlängerte Wartung?
SAP nennt für die Extended Maintenance einen Aufschlag von zwei Prozentpunkten auf die bestehende Wartungsbasis, gültig für alle Supportangebote im Umfang der Business Suite 7 von Anfang 2028 bis Ende 2030. Einen Euro Betrag nennt SAP nicht, er hängt von Ihrer Wartungsbasis ab. Als Rechenbeispiel mit angenommenen 22 Prozent Wartungssatz steigt die Gebühr um rund 9 Prozent. DSAG und Medien sprechen oft von 2 Prozent Aufschlag, SAP selbst formuliert Prozentpunkte. Lassen Sie die Basis schriftlich bestätigen.
Lohnt sich der Umstieg auf S/4HANA?
Das hängt von Ihren Prozessen, Ihrem Eigencode und Ihrer Strategie ab, nicht vom Termin allein. Für den Umstieg spricht die Wartungszusage für S/4HANA bis Ende 2040 und die Möglichkeit, Prozesse zu modernisieren. Dagegen sprechen hoher Aufwand bei viel Eigencode und die fortbestehende Bindung an SAP. Eine Conversion ist laut SAP am schnellsten, ein Neustart erlaubt mehr Modernisierung. Bewerten Sie beides mit der Entscheidungsmatrix auf dieser Seite und lassen Sie sich Angebote mit gleicher Mengenbasis geben.
Welche Alternativen zu SAP gibt es?
Alternativen reichen vom SAP Business One, einem ERP von SAP für kleinere Unternehmen, über Cloud ERP Systeme bis zu Branchenlösungen und Systemen anderer Hersteller. Welche Alternative passt, hängt von Größe, Branche, Prozesstiefe und Integrationen ab. Dieser Leitfaden vergleicht bewusst keine Anbieter. Für Alternativen finden Sie auf Find-Your-Software eigene Seiten zu SAP Alternativen, SAP Ablösung und zum ERP Software Vergleich. Wichtig ist, die Auswahl über Anforderungen zu steuern und nicht über den Termin.
Wie lange dauert ein Umstieg?
Eine pauschale Monatszahl nennen wir bewusst nicht, weil wir dafür keine SAP Quelle haben und die Dauer stark von Eigencode, Datenqualität und Projektzuschnitt abhängt. Rechnen Sie stattdessen rückwärts: Ab dem 7. Oktober 2026 bleiben rund 15 Monate bis zum 31. Dezember 2027 und rund 51 Monate bis zum 31. Dezember 2030. Lassen Sie sich vom Systemhaus einen Plan mit Meilensteinen geben und prüfen Sie, ob Ihr Wunschtermin vor oder nach 2027 liegt.
Wie bereite ich die Entscheidung vor?
Beginnen Sie mit der Bestandsaufnahme: EHP Stand, Datenbank, Java Anteil, Eigencode, Schnittstellen. Danach legen Sie Ziele und Anforderungen fest und bewerten die drei Optionen mit der Entscheidungsmatrix. Holen Sie Angebote mit gleicher Mengenbasis ein und klären Sie mit SAP schriftlich Wartungsbasis und Aufschlag. Binden Sie Fachbereiche, IT und Geschäftsführung früh ein. Das Selection Portal von Find-Your-Software begleitet diese Schritte, ersetzt aber nicht die SAP Quellen für Termine. Halten Sie die Ergebnisse jedes Schritts schriftlich fest, damit Geschäftsführung und Betriebsrat die Entscheidung später nachvollziehen können.
Was ist Customer-Specific Maintenance?
Customer-Specific Maintenance ist das Wartungsmodell, in das SAP Kunden überführt, die sich bis Ende 2027 nicht für die Extended Maintenance entscheiden, und das nach deren Ende gilt. Laut SAP bleibt die Problemlösung für bekannte Fehler bei unveränderten Gebühren erhalten. Zum genauen Leistungsumfang gibt SAP auf der Support Seite wenig an, deshalb sollten Sie ihn mit dem Account Team schriftlich klären. Für Systeme mit Drittanbieter-Datenbank oder Java sieht SAP nach 2030 zusätzliche Einschränkungen.
Was ist die Transition Option und gilt sie für mich?
Die Transition Option für SAP ERP ist laut SAP ein befristetes Abonnement für den Geschäftsbetrieb von 2031 bis 2033. Sie richtet sich an die größten und komplexesten Kunden, setzt den Umstieg auf SAP ERP, private edition auf SAP HANA bis 31. Dezember 2030 voraus, verlangt eine Mindestgröße von 2 TB und ist nur mit dem max success plan verfügbar. Sie ist keine Verlängerung der Wartung. Für die meisten Mittelständler ist sie nicht gedacht, DSAG zufolge peilen nur 4 Prozent der Befragten 2033 an.
Muss ich bis Ende 2027 migrieren?
Nein, SAP schreibt keinen Umstieg bis Ende 2027 vor. Zum Jahresende endet die Mainstream-Wartung, danach können Sie Extended Maintenance bis Ende 2030 buchen oder in die Customer-Specific Maintenance wechseln. Laut DSAG wollen 37 Prozent der Mitglieder, die noch in ECC investieren, bis Ende 2027 wechseln, fast die Hälfte bis Ende 2030. Entscheidend ist, dass Sie aktiv entscheiden und nicht passiv in ein Modell mit weniger Leistungen rutschen. Planen Sie die Entscheidung deshalb im Jahr 2027 fest ein und halten Sie fest, wer sie trifft und bis wann.
Was ändert sich 2030 bei Datenbank und Java?
SAP hat am 7. Oktober 2026 angekündigt, dass zum 31. Dezember 2030 die Support-Vereinbarungen mit großen Drittanbieter-Datenbankherstellern für Legacy-Umgebungen enden und der Java 8 Support für SAP NetWeaver AS Java 7.5 endet. Eine Konvertierung von Business Suite 7 auf Drittanbieter-Datenbank zu S/4HANA ist nur bis Ende 2030 möglich, danach sind nur Neuimplementierungen vorgesehen. Der Wechsel auf SAP HANA verlängert die Wartung nicht, das System geht trotzdem in die Customer-Specific Maintenance über, und SAP empfiehlt diesen Weg nicht als langfristige Strategie. Prüfen Sie deshalb früh, welche Datenbank und welche Java Komponenten in Ihren Systemen laufen.
Was bedeutet das Wartungsende für Lizenzen und Verträge?
Die Wartungsgebühr hängt an Ihrer Wartungsbasis. Laut SAP führt der Verzicht auf Lizenzen ohne Neukauf zu einer Neubewertung dieser Basis, und der Aufschlag der Extended Maintenance gilt als Prozentpunkte auf diese Basis. Die RISE Seite von SAP nennt außerdem Cloud-Credits, die Doppellizenzkosten während der Migration abdecken können. Klären Sie diese Punkte schriftlich, bevor Sie Lizenzen reduzieren oder ein Cloud Angebot unterschreiben, und lassen Sie Ihren Vertrag von Einkauf oder Rechtsabteilung prüfen.
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Find-Your-Software ist ein Werkzeug für die Softwareauswahl: Es sammelt Anforderungen, erstellt daraus eine begründete Shortlist, begleitet Demos und Vertragsprüfung und dokumentiert jeden Schritt nachvollziehbar. Es ist kein Bewertungs- oder Vergleichsportal. Starten Sie das Matching oder sprechen Sie mit uns über Ihren Weg nach dem SAP ECC Wartungsende.