PIM gegen MDM gegen DAM.
Wer welche Daten führt.
Product Information Management (PIM) verwaltet Produktinformationen medienneutral für alle Kanäle: Beschreibungen, Merkmale, Übersetzungen und Kataloge. Master Data Management (MDM) sorgt für einheitliche Stammdaten über alle Domänen, also auch Kunden, Lieferanten und Konten. Digital Asset Management (DAM) verwaltet Bilder, Videos und Dokumente mit Metadaten und Nutzungsrechten. Diese Seite richtet sich an Hersteller, Großhändler und Onlinehändler im DACH-Raum. Sie zeigt, welches System welche Daten führt, vergleicht acht Anbieter und erklärt die Pflichten aus Produktpass, GPSR und Barrierefreiheit.
PIM verkauft, MDM ordnet,
DAM zeigt.
Alle drei Systeme verwalten Stammdaten, aber mit unterschiedlichem Fokus. Laut Wikipedia ist PIM eine Teilmenge von MDM, DAM verwaltet die Medienobjekte dazu. Viele Hersteller verkaufen heute Plattformen, die alle drei abdecken, die Rollen bleiben trotzdem verschieden.
Ohne klare Datenhoheit
- Artikeldaten liegen in ERP, Excel, Shop und Katalog jeweils anders
- Bilder werden per E-Mail verschickt, Rechte sind unklar
- Kundendaten haben in CRM und ERP verschiedene Stände
- Jeder Marktplatz bekommt eine eigene, manuell gepflegte Datei
- Neue Pflichten wie GPSR oder Produktpass treffen ein Datenchaos
Mit PIM, MDM und DAM
- Das PIM liefert vollständige Produktinformationen an alle Kanäle
- Das MDM hält eine verlässliche Referenz für Kunden, Lieferanten und Produkte
- Das DAM verwaltet Bilder und Videos mit Versionen und Nutzungsrechten
- Standards wie ETIM, ECLASS und BMEcat gehen automatisch an Kunden
- Neue Pflichtangaben werden einmal gepflegt und überall ausgespielt
Quellen: Wikipedia PIM, Wikipedia MDM, Wikipedia DAM, HDE Online Monitor 2026, Stand 2026.
Welches System
welche Daten führt.
Die wichtigste Frage bei der Auswahl ist nicht das Tool, sondern die Datenhoheit. Für jede Datenart muss feststehen, welches System führt und welches nur liest.
Produktinformationen
Beschreibungen, technische Merkmale, Klassifikation, Marketingtexte, Übersetzungen und Lieferantenkataloge. Das PIM bereitet sie medienneutral für Shop, Marktplatz und Print auf.
- Merkmale nach ETIM oder ECLASS
- Kanalspezifische Texte
Stammdaten aller Domänen
Kunden, Lieferanten, Produkte, Anlagen, Personal, Konten und Referenzdaten. Ziel sind eindeutige, konsistente, vollständige und aktuelle Stammdaten über alle Systeme.
- System of Record
- Dubletten und Qualität
Medien und Rechte
Bilder, Videos, Audio und Dokumente mit Metadaten nach IPTC, XMP und EXIF, Versionen, Freigaben und Lizenzrechten.
- Formate je Kanal
- Ablauf von Nutzungsrechten
Kaufmännische Daten
Artikelnummer, Preise, Bestände, Einkaufsdaten und Buchhaltung bleiben meist im ERP. Das PIM übernimmt die Grunddaten und reichert sie an.
- Artikelanlage im ERP
- Preise oft im ERP führend
Kundenbeziehungen
Kontakte, Aktivitäten und Verkaufschancen liegen im CRM. Ein MDM gleicht Kundenstammdaten zwischen CRM und ERP ab.
- Golden Record für Kunden
- Abgleich mit ERP
Ausgabekanäle
Shop, Marktplätze, Print-Katalog und Kundenportale lesen die Daten nur. Gepflegt wird zentral, damit alle Kanäle denselben Stand zeigen.
- Kein Pflegen im Shop
- Syndication an Marktplätze
Quellen: Wikipedia PIM, Wikipedia MDM, Wikipedia DAM, Stand 2026. Zuordnung ERP, CRM und Shop nach Erfahrungswerten von Find-Your-Software.
Drei Systeme
im direkten Vergleich.
Sechs Merkmale zeigen, wo sich PIM, MDM und DAM unterscheiden und wo sie sich überschneiden.
Vermarkten, vereinheitlichen, darstellen
Das PIM macht Produkte verkaufsfähig, das MDM macht Stammdaten verlässlich, das DAM macht Medien auffindbar und nutzbar.
- PIM: Kanal
- MDM: Qualität
- DAM: Medien
Strukturiert oder unstrukturiert
PIM und MDM verwalten strukturierte Daten mit Feldern und Merkmalen. Das DAM verwaltet unstrukturierte Dateien und beschreibt sie mit Metadaten.
- Felder und Merkmale
- Dateien und Metadaten
Marketing, IT, Kreativteam
Im PIM arbeiten Produktmanagement und Marketing, im MDM Datenverantwortliche und IT, im DAM Grafik, Agenturen und Vertrieb.
- Rollen und Freigaben
- Externe Partner im DAM
Produkt oder alles
Das PIM kennt nur Produkte. Das MDM deckt mehrere Domänen ab. Das DAM ordnet Medien Produkten, Kampagnen oder Marken zu.
- PIM als Teilmenge von MDM
- DAM als Ergänzung
ETIM, BMEcat, IPTC
PIM-Systeme exportieren nach ETIM, ECLASS und BMEcat. MDM arbeitet mit GTIN und GLN. DAM nutzt Metadatenstandards wie IPTC und XMP.
- Austausch mit Kunden
- Metadaten in Dateien
Wo es verschwimmt
Viele PIM-Systeme verwalten auch Bilder, viele MDM-Systeme haben ein Produktmodul. Pimcore und Informatica bieten PIM, MDM und DAM auf einer Plattform an.
- Plattform oder Spezialist
- Datenhoheit trotzdem klären
Quellen: Wikipedia PIM, Pimcore, Informatica MDM, Stand 2026.
8 Anbieter für
PIM, MDM und DAM.
Die Tabelle ordnet die Anbieter nach Systemtyp. Nur Pimcore veröffentlicht Listenpreise, alle anderen nennen Preise auf Anfrage.
| Anbieter | Segment | Preis ab | Typ | Sitz | Preislogik | Schwerpunkt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| PimcoreSalzburg, seit 2010 | Mittelstand | ab 9.900 $/Jahr | PIM, MDM, DAM | Österreich | Professional 9.900 $, Enterprise 29.900 $ im Jahr | Plattform ohne Nutzerlimits |
| AkeneoNantes, gegründet 2013 | Mittelstand | auf Anfrage | PIM | Frankreich | SaaS, Preis auf Anfrage | Product Cloud mit Syndication |
| Contentservgegründet 2000, heute Centric PXM | Mittelstand | auf Anfrage | PIM und DAM | Deutschland | auf Anfrage | PIM, DAM und Digital Shelf |
| Stibo Systems STEPAarhus, seit 1976 | Enterprise | auf Anfrage | MDM mit PIM | Dänemark | auf Anfrage | Mehrdomänen-MDM |
| Informatica MDMRedwood City, gegründet 1993 | Enterprise | auf Anfrage | MDM | USA, seit 2025 Teil von Salesforce | Nach Domänen und Datensätzen | Customer, Product und Supplier 360 |
| BynderAmsterdam | Mittelstand | auf Anfrage | DAM | Niederlande | Modular nach Nutzern, Speicher und Modulen | Markenmedien für über 4.000 Marken |
| censhareMünchen, seit 2002 am Markt | Enterprise | auf Anfrage | DAM und Content | Deutschland | auf Anfrage | Cross-Media-Publishing |
| Bluestone PIMHeadless PIM | Mittelstand | auf Anfrage | PIM | in der Demo klären | Nach Nutzern, SKUs und Sprachen | API-first, Lösung für den Produktpass |
Angaben laut Herstellerseiten, Stand Oktober 2026: Pimcore, Akeneo, Dassault Systèmes zu Contentserv, Stibo, Informatica, Bynder, Bluestone. Bewertungen und Schätzungen von Vergleichsportalen nutzen wir nicht.
Was die acht Anbieter
mitbringen.
Kurzprofile laut Herstellerangaben. Stärken und Grenzen sind eine neutrale Einschätzung von Find-Your-Software.
Pimcore
Salzburg, erste Version 2010
Pimcore verbindet PIM, MDM, DAM sowie Kundendaten und Experience Management auf einer Plattform. Laut Preisseite kostet Professional 9.900 $ und Enterprise 29.900 $ im Jahr, ohne Limits für Nutzer oder Produkte. Seit Version 12 gilt eine eigene Lizenz statt klassischem Open Source.
- Stärke: breite Plattform
- Stärke: transparente Preise
- Grenze: Umsetzung meist über Partner
ab 9.900 $ im Jahr
Akeneo
Nantes, gegründet 2013
Akeneo bietet eine Product Cloud mit PIM, Asset-Verwaltung und Supplier Data Manager. Der Anbieter nennt über 900 Kunden und über 400 Mitarbeitende.
- Stärke: SaaS und Syndication
- Stärke: große Partnerlandschaft
- Grenze: keine öffentlichen Preise
auf Anfrage
Contentserv
gegründet 2000, heute Centric PXM
Contentserv verbindet PIM, DAM, Distribution und Digital Shelf und nennt über 1.600 Kunden in 90 Ländern. Im Februar 2025 kündigte Centric Software, ein Unternehmen von Dassault Systèmes, die Übernahme an.
- Stärke: PIM und DAM integriert
- Stärke: Erfahrung mit Herstellern
- Grenze: Produktname im Wandel
auf Anfrage
Stibo Systems STEP
Aarhus, Stibo Systems seit 1976
Stibo positioniert STEP als Mehrdomänen-MDM mit PIM-Komponente und rund 600 Mitarbeitenden. Laut eigener Angabe ist Stibo Leader im Gartner Magic Quadrant für MDM 2026.
- Stärke: mehrere Domänen
- Stärke: Enterprise-Erfahrung
- Grenze: groß für reine PIM-Projekte
auf Anfrage
Informatica MDM
Redwood City, gegründet 1993
Informatica bietet MDM mit Customer 360, Product 360, Supplier 360 und Reference 360 und wirbt mit einem governed golden record. Salesforce hat Informatica 2025 übernommen.
- Stärke: Datenqualität und Integration
- Stärke: viele Domänen
- Grenze: Komplexität und Enterprise-Fokus
auf Anfrage
Bynder
Amsterdam
Bynder ist ein DAM für Markenmedien und nennt über 4.000 Marken, 1,7 Mio. Nutzer und über 175 Mio. Assets. Preise richten sich nach Nutzern, Speicher und Modulen.
- Stärke: Markenportale
- Stärke: Freigabe-Workflows
- Grenze: kein vollwertiges PIM
auf Anfrage
censhare
München, seit 2002 am Markt
censhare verbindet Content- und Asset-Management mit Cross-Media-Publishing und Marketing Resource Management. Das System kommt oft bei Unternehmen mit viel Print und vielen Sprachen zum Einsatz.
- Stärke: Print und Online aus einer Quelle
- Stärke: Mehrsprachigkeit
- Grenze: Einführung aufwendig
auf Anfrage
Bluestone PIM
Headless PIM
Bluestone setzt auf eine API-first-Architektur mit über 700 Schnittstellen und bietet eine Lösung für den Digitalen Produktpass. Abgerechnet wird nach Nutzern, SKUs und Sprachen.
- Stärke: Schnittstellen
- Stärke: Produktpass-Modul
- Grenze: weniger Fokus auf Print
auf Anfrage
Quellen: Pimcore, Akeneo, Dassault Systèmes, Stibo, Informatica, Bynder, censhare, Bluestone, Stand 2026.
Vier Standards für den
Austausch von Produktdaten.
Wer an Großhändler, Marktplätze oder Industriekunden liefert, muss Produktdaten in deren Formaten liefern. Diese vier Standards sind in DACH am wichtigsten.
ETIM
- Klassifikation technischer Produkte, etwa Elektro und Haustechnik
- ETIM International gegründet 2008
- Version 10.0 seit 05.12.2024 mit 119 neuen Klassen
ECLASS
- Klassifikation nach ISO 13584-42 und IEC 61360
- Gegründet 2000, Sitz Köln
- Release 16.0 aktuell, 17.0 als Alpha seit 29.06.2026
BMEcat
- XML-Format für Katalogdaten des BME
- Version 2005 seit November 2005
- Träger für ETIM-Daten
GS1 GTIN und GDSN
- GTIN identifiziert Artikel, früher EAN
- GDSN synchronisiert Stammdaten über zertifizierte Datenpools
- GS1 Germany nennt über 95.000 Kunden
Quellen: Wikipedia ETIM, ECLASS, Wikipedia BMEcat, Wikipedia GTIN, GS1 GDSN, GS1 Germany, Stand 2026.
Vier Pflichten, die neue
Produktdaten verlangen.
EU-Verordnungen und deutsche Gesetze machen Produktdaten zur Pflicht. Ohne PIM oder MDM werden diese Angaben schnell zur Handarbeit in vielen Systemen.
Digitaler Produktpass, VO (EU) 2024/1781
Die Ökodesign-Verordnung ist seit 18.07.2024 in Kraft. Art. 9 verlangt einen Datenträger wie einen QR-Code am Produkt, Art. 13 ein Register der Kommission, das bis 19.07.2026 einzurichten war.
- Gilt je Produktgruppe erst per delegiertem Rechtsakt
- Priorität u. a. Textilien, Möbel, Stahl
Batteriepass, VO (EU) 2023/1542
Die Batterieverordnung gilt seit 18.08.2025. Ab 18.02.2027 brauchen Batterien für leichte Verkehrsmittel, Elektrofahrzeuge und Industriebatterien über 2 kWh einen Batteriepass nach Art. 77.
- Daten aus Lieferkette nötig
- Eindeutige Kennung je Batterie
GPSR, VO (EU) 2023/988
Seit 13.12.2024 müssen Hersteller unter anderem Typ- oder Chargennummer, Name und Anschrift sowie Sicherheitsinformationen angeben, auch in Fernabsatz-Angeboten und auf Marktplätzen.
- Pflichtfelder im PIM
- Ausspielung an alle Kanäle
BFSG seit 28.06.2025
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz betrifft Onlineshops für Verbraucher. Reine B2B-Angebote sind ausgenommen, wenn Verbraucherverträge technisch ausgeschlossen sind, ebenso Kleinstunternehmen unter 10 Beschäftigten und 2 Mio. € Umsatz.
- Alternativtexte für Bilder im DAM
- Strukturierte Produktbeschreibungen
Quellen: VO (EU) 2024/1781, Osborne Clarke zum DPP, VO (EU) 2023/1542, VO (EU) 2023/988, Händlerbund zum BFSG, IHK zur DIHK-Umfrage.
Welches System Sie
zuerst brauchen.
Nicht jedes Unternehmen braucht alle drei Systeme. Die Reihenfolge hängt davon ab, wo heute der größte Schmerz liegt. Die Einordnung beruht auf Erfahrungswerten von Find-Your-Software.
Viele Kanäle, viele Artikel
Hersteller und Händler mit Shop, Marktplätzen und Katalogen
Wenn Produktdaten für mehrere Kanäle, Sprachen und Kundenformate aufbereitet werden müssen, bringt ein PIM den schnellsten Nutzen.
- Marktplätze und Shops
- ETIM- oder BMEcat-Export an Kunden
- Mehrsprachige Kataloge
Beispiele: Akeneo, Pimcore, Contentserv
Viele Medien, viele Rechte
Marken mit Kampagnen, Agenturen und Bildrechten
Wenn Tausende Bilder und Videos mit ablaufenden Nutzungsrechten verwaltet werden, lohnt ein eigenes DAM. Nach Erfahrungswerten von Find-Your-Software rechnet es sich ab rund 10.000 Assets.
- Markenportal für Partner
- Rechte und Ablaufdaten
- Formate je Kanal
Beispiele: Bynder, censhare
Viele Systeme, viele Dubletten
Gruppen mit mehreren ERP und CRM
Wenn Kunden, Lieferanten und Produkte in mehreren Systemen unterschiedlich gepflegt werden, schafft ein MDM die gemeinsame Referenz. Das ist typisch nach Übernahmen oder bei mehreren Gesellschaften.
- Golden Record über Systeme
- Datenqualität messen
- Governance mit Fachbereichen
Beispiele: Stibo STEP, Informatica MDM
Einordnung nach Erfahrungswerten von Find-Your-Software, siehe auch PIM Software Vergleich.
Was PIM, MDM und DAM
kosten.
Bis auf Pimcore veröffentlichen die Anbieter keine Preise. Die Spannen sind Erfahrungswerte von Find-Your-Software aus unserem PIM-Vergleich.
| Variante | Beispiel | Software | Dauer |
|---|---|---|---|
| Plattform mit ListenpreisPIM, MDM, DAM | Pimcore Professional | 9.900 $ im Jahr laut Hersteller | Umsetzung über Partner |
| SaaS im MittelstandPIM | Akeneo, Contentserv | 20.000 bis 50.000 € im Jahr | 3 bis 6 Monate |
| Open-Source-EinstiegSetup durch Partner | Community-Varianten | 15.000 bis 40.000 € Setup | 3 bis 6 Monate |
| EnterpriseMDM und PIM mehrdomänig | Stibo, Informatica | ab ca. 100.000 € im Jahr | 6 bis 12 Monate und länger |
Quellen: Pimcore Preise. Spannen und Dauern: Erfahrungswerte von Find-Your-Software, siehe PIM Software Vergleich, Stand 2026.
In sechs Schritten zu
sauberen Produktdaten.
Ein PIM-, MDM- oder DAM-Projekt ist vor allem ein Datenprojekt. Wer zuerst Verantwortung und Datenmodell klärt, spart später teure Umbauten.
Datenhoheit festlegen
Für jede Datenart bestimmen, welches System führt und wer verantwortlich ist.
Kanäle und Formate erfassen
Alle Ausgabekanäle und Kundenformate wie ETIM, ECLASS oder BMEcat auflisten.
Datenmodell entwerfen
Produktklassen, Merkmale, Pflichtfelder für GPSR und Produktpass sowie Sprachen festlegen.
Daten bereinigen
Dubletten entfernen, Lücken füllen und Bilder mit Rechten und Metadaten versehen.
Pilot mit einer Produktgruppe
Eine Produktgruppe komplett durchspielen, vom ERP bis zum Marktplatz.
Rollout und Governance
Weitere Gruppen übernehmen, Qualitätskennzahlen messen und Freigabeprozesse verankern.
Vorgehen nach Erfahrungswerten von Find-Your-Software.
Sechs Missverständnisse
zu PIM, MDM und DAM.
Diese Annahmen führen am häufigsten zu falschen Projekten oder doppelter Datenpflege.
Das ERP reicht für Produktdaten
Das ERP hält kaufmännische Daten. Für Marketingtexte, Merkmale, Übersetzungen und Kanalformate ist es selten gebaut.
- ERP und PIM verbinden
PIM und MDM sind dasselbe
PIM ist eine Teilmenge von MDM. MDM umfasst auch Kunden, Lieferanten und weitere Domänen.
- Scope klar festlegen
Ein PIM ersetzt das DAM
Viele PIM-Systeme verwalten Bilder, aber selten Rechte, Ablaufdaten und Markenportale wie ein DAM.
- Medienvolumen prüfen
Das Tool löst die Datenqualität
Ohne Verantwortliche und Regeln bleiben Daten auch im besten System unvollständig.
- Governance vor Tool
Der Produktpass kommt noch lange nicht
Der Batteriepass gilt ab 18.02.2027. Für weitere Produktgruppen folgen delegierte Rechtsakte, die Datenbasis braucht Vorlauf.
- Datenmodell jetzt vorbereiten
Open Source ist kostenlos
Lizenzmodelle ändern sich, Pimcore etwa nutzt seit Version 12 eine eigene Lizenz. Setup und Betrieb kosten auch bei offener Software Geld.
- Lizenz und Betrieb prüfen
Quellen: Wikipedia PIM, Wikipedia Pimcore, VO (EU) 2023/1542, Stand 2026.
Häufige Fragen
zu PIM, MDM und DAM.
Was ist der Unterschied zwischen PIM, MDM und DAM?
Ein PIM verwaltet Produktinformationen medienneutral für alle Vertriebskanäle. Ein MDM sorgt für einheitliche Stammdaten über mehrere Domänen wie Kunden, Lieferanten und Produkte. Ein DAM verwaltet Bilder, Videos und Dokumente mit Metadaten, Versionen und Nutzungsrechten. PIM gilt dabei als Teilmenge von MDM.
Brauche ich PIM oder MDM?
Wenn es vor allem um Produktdaten für Shop, Marktplätze und Kataloge geht, genügt meist ein PIM. Wenn zusätzlich Kunden- und Lieferantendaten in mehreren Systemen unterschiedlich gepflegt werden, braucht es ein MDM. Viele Unternehmen starten mit PIM und ergänzen MDM später.
Ab wann lohnt sich ein DAM?
Nach Erfahrungswerten von Find-Your-Software lohnt ein eigenes DAM ab rund 10.000 Assets oder wenn Nutzungsrechte, Ablaufdaten und Markenportale für Partner gebraucht werden. Darunter reicht oft die Bildverwaltung im PIM.
Welches System ist für Artikeldaten führend?
Kaufmännische Daten wie Artikelnummer, Preis und Bestand führt meist das ERP. Marketingtexte, Merkmale und Übersetzungen führt das PIM. Wichtig ist, die Datenhoheit pro Feld festzulegen, damit nicht zwei Systeme dieselben Daten pflegen.
Was sind ETIM, ECLASS und BMEcat?
ETIM und ECLASS sind Klassifikationen, die Produkte mit einheitlichen Merkmalen beschreiben. ETIM ist in Elektro und Haustechnik verbreitet und liegt in Version 10.0 vor, ECLASS deckt viele Branchen ab und liegt in Release 16.0 vor. BMEcat ist ein XML-Format des BME, mit dem Kataloge und ETIM-Daten ausgetauscht werden.
Was ist der Digitale Produktpass?
Der Digitale Produktpass ist Teil der Ökodesign-Verordnung (EU) 2024/1781, die seit 18.07.2024 in Kraft ist. Produkte bekommen einen Datenträger wie einen QR-Code, über den Informationen etwa zu Material und Reparierbarkeit abrufbar sind. Welche Produktgruppen wann betroffen sind, legen delegierte Rechtsakte fest. Der Batteriepass gilt bereits ab 18.02.2027.
Was verlangt die GPSR von Produktdaten?
Die Produktsicherheitsverordnung (EU) 2023/988 gilt seit 13.12.2024. Hersteller müssen unter anderem Typ- oder Chargennummer, Name und Anschrift sowie Sicherheitsinformationen angeben, auch in Online-Angeboten und auf Marktplätzen. Ein PIM kann diese Pflichtfelder zentral pflegen und an alle Kanäle ausspielen.
Was kostet ein PIM?
Pimcore nennt 9.900 $ im Jahr für Professional und 29.900 $ für Enterprise. Die meisten anderen Anbieter nennen Preise nur auf Anfrage. Nach Erfahrungswerten von Find-Your-Software kosten SaaS-PIM im Mittelstand 20.000 bis 50.000 € im Jahr, Enterprise-Lösungen ab rund 100.000 €.
Wie lange dauert eine PIM-Einführung?
Nach Erfahrungswerten von Find-Your-Software dauert eine PIM-Einführung im Mittelstand 3 bis 6 Monate, in Enterprise-Umgebungen 6 bis 12 Monate und länger. Die meiste Zeit kostet nicht das System, sondern die Bereinigung und Anreicherung der Daten.
Gibt es Plattformen für alle drei?
Ja. Pimcore bietet PIM, MDM und DAM auf einer Plattform, Informatica verbindet MDM mit Product 360, Contentserv kombiniert PIM und DAM. Eine Plattform reduziert Schnittstellen, ersetzt aber nicht die Klärung, welches Modul welche Daten führt.
Was ändert das BFSG für Produktdaten?
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit 28.06.2025 für Onlineshops, die Verbraucher ansprechen. Bilder brauchen Alternativtexte, Produktbeschreibungen müssen strukturiert und zugänglich sein. Reine B2B-Shops und Kleinstunternehmen sind unter bestimmten Bedingungen ausgenommen.
Wie finde ich das passende System?
Klären Sie zuerst die Datenhoheit, die Kanäle und die Formate Ihrer Kunden. Testen Sie zwei bis drei Anbieter mit einer echten Produktgruppe vom ERP bis zum Marktplatz. Das Matching von Find-Your-Software liefert in rund 6 Minuten eine Shortlist.
Das passende System
für Ihre Produktdaten.
Das Matching von Find-Your-Software erstellt in rund 6 Minuten eine Shortlist. Im Selection Portal dokumentieren Sie Ihre IT-Systemlandschaft, verwalten Anforderungen und sprechen Anbieter direkt an.