Procurement Software Vergleich.
Einkauf und Beschaffung nach Unternehmensgröße.
Procurement Software digitalisiert den Einkauf von der Bedarfsmeldung bis zur Rechnung. Für den Mittelstand zählen Katalog und Freigabe, Anbindung an ERP und Buchhaltung sowie Lieferantenmanagement. Konzerne fragen zusätzlich nach Ausschreibung, Vertragsmanagement und Compliance. Procurement Software (auch Einkaufssoftware oder E-Procurement genannt, im Gesamtprozess Source-to-Pay) ist eine Softwarekategorie für Unternehmen im DACH Raum, die Bestellungen, Freigaben, Lieferanten und Rechnungen in einem System bündelt. Diese Seite ordnet 14 Anbieter im Auszug drei Größenblöcken zu: bis 50, 51 bis 499 und ab 500 Mitarbeitende. Sie nennt Sitz, Betrieb und Preismodell je Anbieter mit Quelle und Stand Oktober 2026 und zeigt, wo ERP und Buchhaltung angebunden werden. Einen Überblick über die gesamte Kategorie finden Sie auf der Seite Procurement Software.
Was leistet Procurement Software?
Von der Bedarfsmeldung bis zur Rechnung.
Procurement Software bildet den Weg vom Bedarf bis zur Zahlung in einem System ab. Der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) beschreibt, dass eProcurement mit Katalogsystemen und Online-Auktionen begann und heute Systeme meint, die den gesamten Purchase-to-Pay-Prozess samt Schnittstellen zum Lieferantenmanagement abbilden. Source-to-Pay erweitert das um die Phase davor: Bedarf analysieren, Lieferanten finden, ausschreiben, verhandeln und Verträge schließen. Welche Teile ein Unternehmen wirklich braucht, hängt stark von der Größe ab. Nach der Definition des IfM Bonn zählen Unternehmen mit weniger als 500 Beschäftigten zu den KMU, kleine Unternehmen reichen bis 49 Beschäftigte. Dieselben Grenzen gliedern diese Seite. Wer erst Anforderungen klären will, erfasst sie im Selection Portal und vergleicht danach passende Anbieter.
Ohne Procurement Software
- Bedarfe kommen per E-Mail, Telefon und Zuruf
- Freigaben laufen auf Papier oder in Postfächern
- Rechnungen haben keinen Bezug zur Bestellung
- Lieferantendaten liegen in verstreuten Tabellen
- Ausgaben werden erst nach dem Monatsabschluss sichtbar
Mit Procurement Software
- Bedarfsmeldung mit Budgetprüfung
- Freigabe nach Regeln und Betragsgrenzen
- Abgleich von Bestellung, Wareneingang und Rechnung
- Lieferantenstamm mit Dokumenten an einer Stelle
- Auswertung der Ausgaben nach Kategorie und Lieferant
Quellen: BME, Seminar Ganzheitliches ePROCUREMENT, IfM Bonn, KMU-Definition (Stand 1. Januar 2016), abgerufen im Oktober 2026.
Procurement Software im Vergleich:
Auszug in drei Größenblöcken.
Die Tabelle zeigt einen Auszug von 14 Anbietern und ist nicht vollständig. Sie ist in drei Zeilenblöcke geteilt: bis 50 Mitarbeitende, 51 bis 499 Mitarbeitende und ab 500 Mitarbeitende, innerhalb der Blöcke alphabetisch sortiert. Die Auswahl deckt Marktführer, Mittelstandsanbieter, Nischen, ERP Einkaufsmodule und Hersteller aus dem DACH Raum, aus Europa und aus den USA ab. Die Zuordnung zu einem Block folgt der Herstellerangabe oder dem Preismodell. Viele Anbieter bedienen mehrere Blöcke, die Einordnung ist eine Erfahrungsangabe von Find-Your-Software. Es gibt keine Bewertungen, Sterne oder Punkte. Preise stehen nur dort, wo der Hersteller sie veröffentlicht, sonst steht auf Anfrage. Der Hinweis in der Demo prüfen mit Teilhaken bedeutet, dass die Herstellerseite die Angabe nicht belegt.
| Anbieter | Segment | Preis ab | Sitz | Betrieb | Schwerpunkt | ERP und Buchhaltung | Profil |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| CandisCandis GmbH, Rechnungs und Bestellfreigabe | Bis 50 Mitarbeitende | ab 389 € pro Monat (Paket Basis, Preis nach Rechnungsanzahl) | Berlin laut Impressum | ✓ Cloud, Teilnehmer der Initiative Cloud Services Made in Germany | Rechnungseingang und Freigabe, Modul Bestellanforderungen | ✓ DATEV Kanzlei-Rechnungswesen ab Paket Plus | |
| Microsoft Dynamics 365 Business CentralMicrosoft, ERP mit Einkaufsprozess | Bis 50 Mitarbeitende | 69,30 € pro Nutzer und Monat (Essentials, jährlich) | München (Microsoft Deutschland GmbH) | ✓ SaaS auf Azure oder On-Premises | ERP mit Bestellung, Rechnung, Genehmigungsworkflow und Lager | ✓ Finanzen und Einkauf im selben System | Zum Profil → |
| OdooOdoo S.A., ERP mit App Einkauf | Bis 50 Mitarbeitende | 24,90 € pro Nutzer und Monat (Standard, jährlich) | Grand-Rosière, Belgien | ✓ Odoo Online, Odoo.sh oder On-Premise | ERP mit Einkaufs App, Funktionsumfang in der Demo prüfen | ✓ Apps des Tarifs im selben System | Zum Profil → |
| PrecoroPrecoro, Bestellung bis Rechnungsabgleich | Bis 50 Mitarbeitende | ab 499 US$ pro Monat (Core, jährlich) | Büros in New York, London, Warschau und Vilnius | ✓ Cloud, EU Serverregion nur im Plan Enterprise | Bestellanforderung, Bestellung, 2 und 3-Wege-Abgleich, Lieferanten | ≈ QuickBooks und Xero im Core, Business Central und NetSuite im Plan Automation | Zum Profil → |
| BaswareBasware, Procure to Pay und E-Invoicing Netzwerk | 51 bis 499 Mitarbeitende | auf Anfrage | Espoo, Finnland | ✓ Cloud | Procure to Pay, Rechnungsautomatisierung, E-Invoicing | ≈ arbeitet neben dem ERP, Schnittstellen in der Demo prüfen | |
| OnventisOnventis GmbH, Source-to-Pay Suite | 51 bis 499 Mitarbeitende | auf Anfrage | Stuttgart laut Impressum | ✓ SaaS, Rechenzentrum Frankfurt | Lieferanten, Sourcing, Vertrag, eProcurement, Rechnung, Analyse | ≈ ERP Integration angeboten, DATEV in der Demo prüfen | |
| ProcurifyProcurify Technologies, Bestellanfragen und Budgets | 51 bis 499 Mitarbeitende | auf Anfrage | Vancouver, Kanada (Postanschrift) | ≈ Betriebsmodell in der Demo prüfen | Bestellanfragen, Bestellungen, Kataloge, Budgets, Lieferanten | ✓ QuickBooks, NetSuite, Sage Intacct, Dynamics 365 | |
| TactoTacto Technology GmbH, KI für industriellen Einkauf | 51 bis 499 Mitarbeitende | auf Anfrage | München laut Impressum | ✓ gehostet in der EU, ISO/IEC 27001 | Lieferanten, Spend, Sourcing und Compliance | ≈ ERP Anbindung in der Demo prüfen | |
| CoupaCoupa Software, Business Spend Management | Ab 500 Mitarbeitende | auf Anfrage | Foster City, Kalifornien (laut Impressum) | ✓ Cloud | Source-to-Contract, Procure-to-Order, Invoice-to-Pay | ≈ in der Demo prüfen | |
| GEPGEP, Source-to-Pay Plattform | Ab 500 Mitarbeitende | auf Anfrage | Clark, New Jersey | ✓ Cloud | Source-to-Pay mit KI Plattform Quantum Intelligence | ≈ in der Demo prüfen | |
| IvaluaIvalua Inc., Source-to-Pay für direkte und indirekte Ausgaben | Ab 500 Mitarbeitende | auf Anfrage | Redwood City (Amerika), Massy (EMEA), Büro Frankfurt | ✓ Cloud | Intake, Sourcing, Vertrag, Lieferanten, eProcurement, AP | ≈ in der Demo prüfen | |
| JAGGAERJAGGAER, Source-to-Pay und Lieferantenzusammenarbeit | Ab 500 Mitarbeitende | auf Anfrage | Durham, North Carolina; Impressum Europa: Wien | ✓ SaaS Plattform JAGGAER One | Source-to-Contract und Procure-to-Pay, direkt und indirekt | ≈ in der Demo prüfen | |
| SAP AribaSAP SE, Source-to-Pay und Business Network | Ab 500 Mitarbeitende | auf Anfrage | Walldorf (SAP SE) | ✓ nur Cloud | Source-to-Pay und Lieferantennetzwerk | ≈ Anbindung an SAP Systeme und Fremd ERP in der Demo prüfen |
Auszug, nicht vollständig. Die Vollständigkeit liegt im Anbieter Katalog und im Selection Portal. Preise netto, Stand Oktober 2026, nur von Herstellerseiten. Odoo Preis laut Odoo Kosten mit Bezug auf die Odoo Preisseite. Quellen: Candis Preise, Candis Impressum, Microsoft Preise, Microsoft Standorte, Odoo Unternehmen, Precoro Preise, Precoro Kontakt, Basware, Basware Übernahme 2022, Onventis Impressum, Onventis Unternehmen, Procurify Preise, Procurify Kontakt, Tacto Impressum, Tacto, Coupa Übernahme 2023, Coupa, GEP Unternehmen, Ivalua Standorte, JAGGAER Impressum, JAGGAER Wikipedia, SAP Wikipedia. Bewertungen und Schätzungen von Vergleichsportalen nutzen wir nicht. Zum Profil führen nur vorhandene Katalogprofile.
Anbieter vergleichen:
mit dem Selection Portal.
Die Tabelle ist ein Auszug und kein Ranking. Wer daraus eine belastbare Entscheidung machen will, braucht Anforderungen, die für das eigene Unternehmen gelten. Das Selection Portal von Find-Your-Software sammelt Anforderungen, liefert eine begründete Shortlist und unterstützt Demos und Verträge. Find-Your-Software ist ein Werkzeug für die Softwareauswahl, kein Bewertungsportal und erhält keine Zahlung für Platzierungen. Alle Herstellerangaben dieser Seite stammen von den genannten Herstellerseiten mit Stand Oktober 2026.
Bedarf, Freigaben, Schnittstellen
Sie erfassen, welche Bestellwege, Freigabegrenzen, Kataloge und Schnittstellen Ihr Einkauf braucht. Daraus entsteht ein Anforderungskatalog, den jeder Anbieter gleich beantwortet.
- Anforderungen sammeln
- Muss und Kann Kriterien je Größenblock
Begründete Auswahl statt Bauchgefühl
Aus Longlist und Anforderungen entsteht eine Shortlist, bei der jede Aufnahme begründet ist. Die Auswahlmethodik erklärt, wie viele Anbieter in welche Stufe gehören.
Vergleichbare Szenarien, geprüfter Vertrag
Alle Anbieter zeigen dieselben Szenarien aus Ihrem Einkauf. Vor der Unterschrift hilft die Vertragsprüfung bei Laufzeit, Preisanpassung und Ausstieg.
- Softwarevertrag prüfen
- Kostenloses Erstgespräch: Kontakt
Methodik: Bewertungen und Schätzungen von Vergleichsportalen nutzen wir nicht. Details zum Vorgehen in Anbieterneutralität, Stand Oktober 2026.
Sechs Funktionsbereiche
einer Procurement Software.
Die sechs Bereiche unten folgen dem Weg einer Bestellung. Nicht jede Software deckt alle sechs ab: Rechnungsprodukte wie Candis starten bei der Rechnung und ergänzen Bestellanforderungen, ERP Systeme wie Business Central bringen den Einkauf als Teil des Warenwirtschaftsprozesses mit, und Source-to-Pay Suiten wie Coupa, Ivalua oder JAGGAER bauen vorne Sourcing und Vertrag an. Welcher Bereich für Sie am stärksten zählt, hängt von Einkaufsvolumen, Zahl der Lieferanten und Zahl der Freigebenden ab.
Bedarfsmeldung und Freigabe
Am Anfang steht die Anforderung. Candis beschreibt sein Modul Bestellanforderungen als Weg, geplante Ausgaben zu erfassen, zu prüfen und automatisch freizugeben. Business Central bietet Genehmigungsworkflows für alle Einkaufsprozesse, etwa die Freigabe großer Einkäufe durch den Buchhaltungsleiter.
- Budgetprüfung vor der Bestellung
- Freigabe nach Betrag, Kostenstelle und Kategorie
- Dokumentierte Entscheidung für die Revision
Kataloge und PunchOut
Kataloge verkürzen den Weg zum Standardartikel. Der Katalogstandard BMEcat erschien als Version 1.0 im November 1999 und wird vom BME getragen. SAP entwickelte die Schnittstelle OCI, über die Anwender in den Shop des Lieferanten springen und den Warenkorb zurückübertragen. Procurify und Precoro nennen PunchOut als Funktion.
- BMEcat für Katalogdaten, OCI für PunchOut
- Preisabweichungen bei PunchOut prüfen
- Katalogpflege als laufender Aufwand
Bestellung und Wareneingang
Business Central unterscheidet Einkaufsbestellung, Rahmenbestellung und Einkaufsrechnung und erlaubt Teillieferungen, Retouren und Gutschriften. Precoro nennt den 2 und 3-Wege-Abgleich bereits im Plan Core. Ein Dreiwegeabgleich vergleicht Bestellung, Wareneingang und Rechnung.
- Teillieferungen und Rahmenverträge
- Abgleich vor der Zahlungsfreigabe
- Bestellhistorie je Lieferant
Rechnungseingang und Abgleich
Nach der Bitkom Befragung von Dezember 2024 können 45 Prozent der Unternehmen ab 20 Beschäftigten E-Rechnungen empfangen. Basware nennt über 6.500 Unternehmen in 60 Ländern, Business Central bietet einen OCR Dienst für PDF Rechnungen, Candis verarbeitet Rechnungen im Workflow bis zum Export ins Zielsystem.
- E-Rechnung im Format XRechnung oder ZUGFeRD
- Automatische Kontierung und Prüfung
- Export in Buchhaltung oder ERP
Lieferantenmanagement
Lieferantendaten, Dokumente und Leistung gehören an eine Stelle. Onventis nennt über 600.000 Lieferanten in seinem Netzwerk, Tacto bietet eine zentrale Lieferantenakte mit Dokumenten, Bewertungsdaten und Leistungskennzahlen, Precoro enthält ein Lieferantenportal im Plan Automation.
- Onboarding mit Dokumentenprüfung
- Lieferantenportal für Rückfragen
- Risiko und Compliance Prüfung bei Großanbietern
Ausgabenanalyse und Steuerung
Spend Analytics zeigt, wo das Geld bleibt. Tacto gibt an, über seine Plattform Ausgaben von einer Milliarde Euro zu verwalten, Onventis führt Spend Analytics als Teil seiner Suite, Business Central bringt eine Einkaufsanalyse und eine Power BI App mit.
- Ausgaben nach Kategorie und Lieferant
- Bündelungspotenzial erkennen
- Rahmenverträge gezielt nachverhandeln
Quellen: Candis, Microsoft Learn, Funktionen des Einkaufs, BMEcat, OCI, Precoro Preise und Funktionen, Procurify, Bitkom, Dezember 2024, Basware, August 2022, Onventis, Tacto, Stand Oktober 2026. Angaben zu Kennzahlen sind Herstellerangaben.
Einkaufssoftware, E-Procurement,
ERP Einkauf und Spend Management.
Vier Begriffe werden im Einkauf oft gleichgesetzt, beschreiben aber unterschiedliche Systeme. Die Unterscheidung spart Zeit bei der Anbietersuche, weil Sie von Beginn an die richtige Produktgruppe ansprechen. Die Beschreibungen folgen den Herstellerseiten und dem BME.
Oberbegriff für den Einkaufsprozess
Einkaufssoftware bezeichnet im Alltag jede Software, die Bestellung, Freigabe und Lieferantenpflege unterstützt. Das reicht vom Bestellmodul im ERP bis zur Source-to-Pay Suite. Als Suchbegriff ist er weit, als Anforderung zu ungenau.
- Gleiche Zielanfrage wie Procurement Software
- Anforderungen immer nach Größe schneiden
Elektronische Beschaffung im Netz
Nach dem BME begann eProcurement mit Katalogsystemen und Online-Auktionen. Heute umfasst der Begriff den gesamten Purchase-to-Pay-Prozess samt Schnittstellen zum Lieferantenmanagement. Er betont den elektronischen Austausch mit Lieferanten.
- Kataloge, Bestellung, Rechnung, Lieferant
- Netzwerke wie Onventis oder SAP Business Network
Einkauf als Teil der Warenwirtschaft
Business Central und Odoo führen den Einkauf im selben System wie Lager, Verkauf und Finanzen. Das spart Schnittstellen. Die Tiefe bei Katalogen, Lieferantenportal und Ausgabenanalyse ist meist geringer als in einer spezialisierten Lösung.
- Vorteil: ein Stammdatenbestand
- Grenze: Umfang je Produkt in der Demo prüfen
Ausgaben, Spesen und Karten
Spend Management steuert Ausgaben über Spesen, Rechnungen und Karten. Yokoy, bis Januar 2025 eigenständig in Zürich, gehört seit der Übernahme durch Perk zu einer Reise und Ausgabenplattform. Laut Mitteilung deckt Yokoy Spesen, Rechnungen und Kartenzahlungen ab, nicht den Einkaufsprozess.
- Fokus auf Belege und Zahlungen
- Ergänzung, nicht Ersatz für Bestellprozess
Quellen: BME, Perk zur Übernahme von Yokoy (28. Januar 2025), Business Central Erfahrungen, Stand Oktober 2026.
Drei Größenblöcke:
bis 50, 51 bis 499, ab 500 Mitarbeitende.
Die Größe bestimmt, wie viel Einkaufsprozess ein Unternehmen überhaupt abbilden muss. Kleine Unternehmen bis 49 Beschäftigte brauchen Freigabe und Rechnungsablage, mittlere Unternehmen bis 499 Beschäftigte zusätzlich Lieferantenmanagement und Anbindung an ERP, Konzerne ab 500 Beschäftigten Ausschreibung, Vertrag und Risikoprüfung. Die Grenzen folgen dem IfM Bonn. Welche Anbieter in welchen Block gehören, steht in der Tabelle oben.
Einstieg ohne eigenes Einkaufsteam
Kleine Unternehmen laut IfM Bonn bis 49 Beschäftigte
Hier liegt der Einkauf oft bei der Geschäftsführung oder der Buchhaltung. Wichtig sind schnelle Einführung, klare Freigaben und eine Anbindung an die Buchhaltung, bei DACH Firmen häufig DATEV. Wer ohnehin ein ERP einführt, prüft zuerst dessen Einkaufsmodul.
- Beispiele im Auszug: Candis, Business Central, Odoo, Precoro
- Stärke: feste Pakete oder Nutzerpreise, kurze Einführung
- Grenze: wenig Ausschreibung, einfaches Lieferantenmanagement
Candis ab 389 € pro Monat, Precoro ab 499 US$ pro Monat, Odoo Standard 24,90 € pro Nutzer und Monat
Mittelstand mit Einkaufsabteilung
Mittlere Unternehmen laut IfM Bonn bis 499 Beschäftigte
Mehrere Standorte, mehr Lieferanten und ein eigenes Einkaufsteam verändern die Anforderungen. Onventis richtet sich an Unternehmen mit 50 Millionen Euro bis 1 Milliarde Euro Umsatz, Basware bietet nach eigener Angabe eine Procure-to-Pay-Lösung für mittelständische Unternehmen, Tacto setzt auf den industriellen Mittelstand.
- Beispiele im Auszug: Basware, Onventis, Procurify, Tacto
- Stärke: Lieferantenmanagement, Katalog, Analyse
- Grenze: Preis meist erst nach Anfrage und Projektumfang
auf Anfrage, Orientierung bieten Candis Max ab 789 € und Precoro Automation ab 999 US$ pro Monat
Konzern mit Source-to-Pay
Unternehmen ab 500 Beschäftigten, Großunternehmen laut IfM Bonn
Ab dieser Größe geht es um Ausschreibungen, Verträge, Risikoprüfung der Lieferanten und konzernweite Standards. Coupa, GEP, Ivalua, JAGGAER und SAP Ariba decken Source-to-Pay ab. Die Auswahl entscheidet sich an Integration in das Konzern ERP, Mehrsprachigkeit, Mandantenfähigkeit und Nachweisen zur Informationssicherheit.
- Beispiele im Auszug: Coupa, GEP, Ivalua, JAGGAER, SAP Ariba
- Stärke: Tiefe über den gesamten Source-to-Pay-Prozess
- Grenze: längere Projekte, Integrationsaufwand
auf Anfrage, keine veröffentlichten Listenpreise
Quellen: IfM Bonn, Onventis Unternehmen, Basware, Tacto, Candis Preise, Precoro Preise, Odoo Kosten, Stand Oktober 2026. Die Einordnung in Blöcke ist eine Einschätzung von Find-Your-Software.
Integration mit ERP und Buchhaltung:
vier Schnittstellen, die zählen.
Procurement Software steht selten allein. Sie bekommt Stammdaten aus dem ERP, schreibt Bestellungen und Rechnungen zurück und übergibt gebuchte Belege an die Buchhaltung. Wie sauber das gelingt, entscheidet über Abstimmungsaufwand und Datenqualität. Eine Übersicht zu den Grundlagen finden Sie auf der Seite Schnittstellen und Integration in der Systemlandschaft.
Stammdaten, Bestellungen, Wareneingänge
- Precoro nennt Business Central, NetSuite und Sage Intacct im Plan Automation, ein Integrations Add-on ist kostenpflichtig
- Procurify nennt QuickBooks, NetSuite, Sage Intacct und Dynamics 365
- Bei SAP Systemen die Anbindung an SAP Ariba in der Demo prüfen
- Richtung der Datenflüsse und Fehlerprotokoll klären
Gebuchte Belege ohne Doppelerfassung
- Candis listet die DATEV Schnittstelle zum Kanzlei-Rechnungswesen ab Paket Plus
- Offene API bei Candis erst im Paket Max
- Kontierung, Kostenstellen und Steuerschlüssel abgleichen
- Steuerberater früh einbinden
BMEcat, OCI und Lieferantenshops
- BMEcat transportiert Klassifikationen wie eCl@ss, ETIM und UNSPSC
- OCI ist die SAP Schnittstelle für PunchOut
- Preise im Lieferantenshop gegen Rahmenverträge prüfen
- Pflege der Kataloge klar zuweisen
XRechnung, ZUGFeRD und Rechnungsnetze
- Seit 1. Januar 2025 müssen alle inländischen Unternehmer E-Rechnungen empfangen können
- Basware betreibt nach eigener Angabe ein offenes E-Invoicing Netzwerk in über 180 Ländern
- SAP nannte für sein Netzwerk im Juni 2022 über 5,3 Millionen Unternehmen
- Formate XRechnung und ZUGFeRD ab 2.0.1 sind zulässig
Quellen: Precoro, Procurify, Candis Preise, BMEcat, OCI, IHK Stuttgart zur E-Rechnung (Stand 1. Juli 2026), Basware, August 2022, SAP Ariba Wikipedia, Stand Oktober 2026. Die Darstellung ist keine Rechtsberatung. Weitere E-Rechnungsthemen: E-Rechnung Software.
Cloud oder On-Premise und Compliance:
sechs Punkte vor der Entscheidung.
Procurement Software wird heute überwiegend als Cloud Dienst angeboten. On-Premise ist bei den Anbietern im Auszug die Ausnahme, bei Business Central und Odoo aber möglich. Ob Cloud passt, entscheidet sich an Serverstandort, Zertifikaten und Verträgen und nicht an der Technik allein. Die Grundsatzfrage erklärt die Seite Cloud oder On-Premise.
Cloud, SaaS oder On-Premise
Basware, Coupa, GEP, Ivalua, JAGGAER, Onventis und SAP Ariba werden als Cloud Dienst angeboten. Business Central läuft als SaaS auf Azure oder On-Premises, Odoo als Odoo Online, Odoo.sh oder On-Premise im Tarif Custom.
- On-Premise nur bei ERP Einkaufsmodulen
- Betriebsmodell bei Procurify in der Demo prüfen
Deutschland oder EU
Candis speichert Daten nach eigener Angabe auf Servern in Deutschland. Tacto nennt Hosting in der EU, Onventis ein Rechenzentrum in Frankfurt mit Spiegel in Stuttgart. Precoro bietet die Wahl zwischen US und EU Region nur im Plan Enterprise.
- Standort im Auftragsverarbeitungsvertrag festhalten
- Unterauftragsverarbeiter erfragen
ISO 27001 und SOC 2
Tacto nennt eine Zertifizierung nach ISO/IEC 27001. Precoro und Procurify verweisen auf SOC 2 Type II. Zertifikate sind kein Ersatz für die eigene Prüfung, zeigen aber einen Mindeststandard.
- Gültigkeit und Geltungsbereich erfragen
- Zertifikat für das konkrete Produkt anfordern
Pflicht zum Empfang seit 2025
Alle inländischen Unternehmer müssen seit dem 1. Januar 2025 E-Rechnungen empfangen können. Für die Ausstellung gilt 2027 eine Grenze von 800.000 Euro Vorjahresumsatz, ab dem 1. Januar 2028 gilt die Pflicht für alle. Ein PDF per E-Mail ist keine E-Rechnung.
- XRechnung und ZUGFeRD ab 2.0.1 zulässig
- Archivierung und Prüfbarkeit klären
Schwellenwerte für öffentliche Auftraggeber
Seit dem 1. Januar 2026 gelten EU-Schwellenwerte von 216.000 Euro für Länder und Kommunen, 140.000 Euro für oberste und obere Bundesbehörden und 432.000 Euro im Sektorenbereich. Öffentliche Einkäufer prüfen daher, ob die Software Vergabeverfahren trägt.
- Gilt für Liefer und Dienstleistungsaufträge
- Details zu Fristen auf der Seite RFP beantworten
Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz
Das Gesetz gilt für Unternehmen mit 1.000 Arbeitnehmern im Inland. Das Bundeskabinett billigte im September 2025 eine Änderung, die die jährliche Berichtspflicht streichen soll, die Sorgfaltspflichten bleiben. Den aktuellen Gesetzesstand klären Sie mit der Rechtsabteilung und beim BAFA.
- Lieferantenrisiko als Auswahlkriterium
- Nachweise im Lieferantenstamm ablegen
Quellen: IHK Stuttgart zur E-Rechnung (Stand 1. Juli 2026), IHK Hannover zu Schwellenwerten, IHK Koblenz zum LkSG (Stand Mai 2026), DIHK zur Änderung (19. Dezember 2025), Candis, Tacto, Onventis, Precoro, Procurify. Keine Rechtsberatung. Fristen im Vergaberecht: RFP beantworten.
Was Procurement Software kostet:
Rechenbeispiel nach Größenblock.
Die meisten Anbieter veröffentlichen keine Preise. Rechenbar sind nur Candis, Precoro, Business Central und Odoo. Das Beispiel zeigt die Lizenz über drei Jahre bei 10 Nutzern im ersten und 50 Nutzern im zweiten Block. Es ist eine Rechnung von Find-Your-Software auf Basis der Listenpreise und kein Angebot. Einführung, Zusatzmodule, Hosting außerhalb des Pakets und Preisanpassungen sind nicht enthalten. Preise stehen für die genannten Pakete, die Leistung ist nicht gleich.
| Größenblock | Beispiele aus dem Auszug | Lizenz pro Monat | Einführung | Lizenz 3 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Bis 50 MitarbeitendeRechnung mit 10 Nutzern | Odoo Standard, Business Central Essentials, Candis Basis, Precoro Core | 249 € (Odoo) bis 693 € (Business Central), Pakete ab 389 € (Candis) oder 499 US$ (Precoro) | Candis: in allen Paketen kostenlos laut Preisseite, übrige auf Anfrage | 8.964 € (Odoo) bis 24.948 € (Business Central), Candis ab 14.004 €, Precoro ab 17.964 US$ |
| 51 bis 499 MitarbeitendeRechnung mit 50 Nutzern | Odoo Standard, Business Central Essentials, Candis Max, Precoro Automation | 1.245 € (Odoo) bis 3.465 € (Business Central), Pakete ab 789 € (Candis Max) oder 999 US$ (Precoro Automation) | Candis kostenlos laut Preisseite, Onventis, Basware, Procurify und Tacto auf Anfrage | 44.820 € (Odoo) bis 124.740 € (Business Central), Candis Max ab 28.404 €, Precoro ab 35.964 US$ |
| Ab 500 MitarbeitendeSource-to-Pay Suite | Coupa, GEP, Ivalua, JAGGAER, SAP Ariba | auf Anfrage | Projekt mit Hersteller oder Partner, Umfang im Angebot klären | auf Anfrage |
Rechenweg: Nutzerzahl mal Listenpreis mal 36 Monate, bei Paketen Monatspreis mal 36, netto, Stand Oktober 2026. Odoo Standard 24,90 € und Business Central Essentials 69,30 € pro Nutzer und Monat bei Jahresabrechnung, Candis Basis ab 389 € und Max ab 789 € pro Monat, Precoro Core ab 499 US$ und Automation ab 999 US$ pro Monat. Preise ohne Gewähr, bitte beim Hersteller bestätigen. Quellen: Candis Preise, Microsoft Preise, Precoro Preise, Odoo Kosten, Was kostet ein ERP wirklich.
Sechs Kostentreiber,
die den Preis verschieben.
Der Listenpreis ist nur ein Teil der Rechnung. Wer drei Jahre plant, sollte die folgenden sechs Treiber im Angebot einzeln abfragen. Die Beispiele stammen von den Herstellerseiten mit Stand Oktober 2026. Aufwände für Einführung und Pflege sind Erfahrungswerte von Find-Your-Software und im Einzelfall anders.
Nutzer, Rechnungen oder Paket
Odoo und Business Central berechnen pro Nutzer, Candis nach der Zahl der Rechnungen oder Dokumente bei unbegrenzten Nutzern. Procurify rechnet mit unbegrenzten Basic-Nutzern, die Zahl der Pro-Nutzer bestimmt den Preis. Für Teams mit vielen Gelegenheitsnutzern lohnt der Vergleich der Modelle.
- Nutzer, Dokumente oder Transaktionen zählen
- Business Central: Team Members 6,90 € pro Monat
Paket oder Plan
Funktionen wie DATEV, offene API, Lieferantenportal oder PunchOut stecken oft erst in höheren Stufen. Bei Candis kommt die DATEV Schnittstelle mit Plus, die API mit Max. Bei Precoro stehen PunchOut und Lieferantenportal im Plan Automation.
- Pflichtfunktionen der Stufe zuordnen
- Upgrade Kosten vorab erfragen
Schnittstellen und Add-ons
Precoro berechnet ein Integrations Add-on für die Anbindung an ERP und Buchhaltung, ohne den Preis zu nennen. Bei Konzern Suiten kommen Projekte mit Systemintegratoren hinzu. Schnittstellenkosten fehlen häufig im ersten Angebot.
- Anbindung ans ERP einzeln angeben lassen
- Pflegeaufwand für Schnittstellen planen
Projekt, Daten und Schulung
Candis nennt Implementierung, Onboarding und Support in allen Paketen als kostenlos. Bei Odoo und Business Central führen Hersteller oder Partner die Einführung, bei Konzern Suiten sind Integrationsprojekte üblich. Datenübernahme und Katalogpflege sind eigene Aufwände.
- Lieferantenstamm bereinigen
- Schulung der Freigebenden nicht vergessen
Vertragsdauer und Kündigung
Candis bietet Laufzeiten von 12, 24 oder 36 Monaten, ein Downgrade geht mit dreimonatiger Frist zum Vertragsende. Precoro rechnet alle Pläne jährlich ab. Lange Laufzeiten senken den Preis, binden aber bei Fehlkauf.
- Kündigungsfristen prüfen
- Preisanpassung bei Verlängerung festhalten
Euro oder US-Dollar
Precoro zeigt Preise in US-Dollar und akzeptiert laut Seite auch Euro und Pfund, Odoo und Microsoft nennen Euro Preise für Deutschland. Wechselkurse und Umsatzsteuer sind in der Budgetierung zu berücksichtigen, alle Preise hier sind netto.
- Währung im Angebot festschreiben
- Netto und brutto trennen
Quellen: Candis Preise, Precoro Preise, Procurify Preise, Microsoft Preise, Odoo Kosten, Stand Oktober 2026. Gesamtkosten rechnen Sie mit dem TCO Rechner.
Procurement Software auswählen
in sechs Schritten.
Die sechs Schritte führen vom Ist-Prozess zur Vertragsunterschrift. Sie funktionieren in allen drei Größenblöcken, nur Tiefe und Dauer unterscheiden sich. Eine ausführliche Anleitung zur Auswahlmethodik bietet die Seite Software Auswahl Checkliste.
Ist-Prozess aufnehmen
Beschreiben Sie, wie Bedarfe heute entstehen, wer freigibt und wie Rechnungen geprüft werden. Zählen Sie Bestellungen, Rechnungen, Lieferanten und Freigebende. Diese Zahlen entscheiden später über Preismodell und Größenblock.
Größenblock und Muss-Kriterien festlegen
Ordnen Sie Ihr Unternehmen einem der drei Blöcke zu und schreiben Sie die Muss-Kriterien auf: ERP, Buchhaltung, E-Rechnung, Katalog, Serverstandort. Die Vorlage im Lastenheft hilft bei der Struktur.
Longlist bilden
Nehmen Sie aus dem Auszug und dem Katalog fünf bis acht Anbieter in die Longlist. Prüfen Sie je Anbieter Sitz, Betrieb, Preismodell und Schnittstellen anhand der Herstellerseite. Streichen Sie Anbieter, die ein Muss-Kriterium nicht erfüllen.
Demo mit eigenen Szenarien
Lassen Sie drei Anbieter dieselben Szenarien zeigen: eine Bestellung mit Freigabe, eine Rechnung mit Abweichung, einen neuen Lieferanten. Bewerten Sie nach einer Nutzwertanalyse mit gewichteten Kriterien, nicht nach dem Gesamteindruck der Präsentation.
Schnittstellen und Compliance prüfen
Fordern Sie Schnittstellenbeschreibung, Auftragsverarbeitungsvertrag, Zertifikate und Angaben zum Serverstandort an. Prüfen Sie E-Rechnung, Archivierung und gegebenenfalls Vergabeverfahren. Binden Sie IT, Datenschutz und Steuerberatung ein.
Drei Jahre rechnen und verhandeln
Rechnen Sie Lizenz, Einführung, Schnittstellen, Pflege und Preisanpassungen für drei Jahre. Verhandeln Sie Laufzeit, Preisgarantie und Ausstieg. Lassen Sie den Vertrag vor der Unterschrift prüfen, etwa mit dem Selection Portal.
Die Anzahl der Anbieter in Longlist und Demo ist ein Erfahrungswert von Find-Your-Software. Methodik: Longlist und Shortlist, Nutzwertanalyse, Stand Oktober 2026.
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Procurement Software hängt eng mit ERP, Buchhaltung und Vertragsfragen zusammen. Diese Seiten von Find-Your-Software vertiefen die Themen, die für den Einkauf in der Auswahl eine Rolle spielen.
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Software für Beratungen
Beratungen kaufen anders ein als Fertiger. Die Branchenseite zeigt, welche Systeme dort typisch sind.
Häufige Fragen
direkt beantwortet.
Was ist Procurement Software?
Procurement Software ist eine Software, die den Einkauf eines Unternehmens digital abbildet, von der Bedarfsmeldung über Freigabe und Bestellung bis zu Wareneingang, Rechnung und Lieferantenmanagement. Der BME beschreibt eProcurement heute als Systeme, die den gesamten Purchase-to-Pay-Prozess samt Schnittstellen zum Lieferantenmanagement abbilden. Größere Suiten ergänzen Sourcing, Ausschreibung und Vertragsmanagement und heißen dann Source-to-Pay. Die Software ersetzt Excel, E-Mail und Papierfreigaben durch regelbasierte, nachvollziehbare Abläufe und macht Ausgaben nach Lieferant und Kategorie sichtbar, Stand Oktober 2026. Für den Mittelstand im DACH Raum ist vor allem der hintere Teil relevant, also Bestellung, Rechnung und Lieferantenpflege.
Welche Procurement Software eignet sich für den Mittelstand?
Das hängt von der Größe ab. Kleine Unternehmen bis 49 Beschäftigte kommen mit Lösungen wie Candis, Precoro oder dem Einkaufsmodul ihres ERP, etwa Odoo oder Business Central, oft aus. Mittlere Unternehmen bis 499 Beschäftigte prüfen Onventis, Basware, Procurify oder Tacto. Ab 500 Beschäftigten kommen Source-to-Pay Suiten wie Coupa, Ivalua, JAGGAER oder SAP Ariba in Frage. Eine Rangfolge gibt diese Seite nicht, die Tabelle ist ein Auszug mit Herstellerquellen und kein Ranking, Stand Oktober 2026.
Was ist der Unterschied zwischen Einkaufssoftware und E-Procurement?
Einkaufssoftware ist der Alltagsbegriff für jede Software, die den Einkauf unterstützt, vom Bestellmodul im ERP bis zur Suite. E-Procurement beschreibt die elektronische Beschaffung mit Katalogen, Lieferantennetzwerk und Rechnungsaustausch. Nach dem BME begann eProcurement mit Katalogsystemen und Online-Auktionen und umfasst heute den ganzen Purchase-to-Pay-Prozess. In der Praxis überschneiden sich beide Begriffe stark. Für die Auswahl zählt, welche Funktionen Sie brauchen und in welcher Tiefe, nicht das Etikett des Produkts. Stand Oktober 2026.
Wie hängt Procurement Software mit dem ERP zusammen?
Das ERP führt Artikel, Lieferanten, Kostenstellen und Buchungen. Procurement Software holt diese Stammdaten, prüft Bedarf und Freigabe und schreibt Bestellung und Rechnung zurück. Precoro nennt Anbindungen an Business Central, NetSuite und Sage Intacct, Procurify an QuickBooks, NetSuite, Sage Intacct und Dynamics 365, Stand Oktober 2026. Kleine Unternehmen nutzen oft direkt das Einkaufsmodul ihres ERP. Prüfen Sie in der Demo die Richtung der Datenflüsse, die Fehlerbehandlung und die Kosten der Schnittstelle.
Cloud oder On-Premise bei Procurement Software?
Bei den Anbietern im Auszug überwiegt die Cloud. Basware, Coupa, GEP, Ivalua, JAGGAER, Onventis und SAP Ariba werden als Cloud Dienst angeboten. On-Premise gibt es bei den ERP Einkaufsmodulen von Business Central und Odoo. Entscheidend sind Serverstandort, Auftragsverarbeitungsvertrag und Zertifikate: Candis nennt die Teilnahme an der Initiative Cloud Services Made in Germany, Tacto Hosting in der EU, Onventis ein Rechenzentrum in Frankfurt. Die Grundsatzfrage klärt die Seite Cloud oder On-Premise im Bereich Methodik, Stand Oktober 2026. Wer Daten außerhalb der EU vermeiden will, sollte den Standort schriftlich im Vertrag festhalten.
Was kostet Procurement Software?
Die meisten Anbieter nennen keine Preise. Veröffentlicht sind Candis ab 389 € pro Monat, Precoro ab 499 US$ pro Monat, Odoo Standard 24,90 € und Business Central Essentials 69,30 € pro Nutzer und Monat, jeweils netto bei Jahresabrechnung, Stand Oktober 2026. Onventis, Basware, Procurify, Tacto, Coupa, GEP, Ivalua, JAGGAER und SAP Ariba veröffentlichen keine Listenpreise. Hinzu kommen Einführung, Schnittstellen und Pflege, die im Angebot einzeln auszuweisen sind. Das Rechenbeispiel oben zeigt drei Jahre Lizenz. Alle Preise der Tabelle sind Listenpreise ohne Rabatt.
Wann lohnt sich Procurement Software?
Sie lohnt sich, wenn Freigaben oder Rechnungsprüfungen regelmäßig Zeit kosten oder Ausgaben nicht transparent sind. Typische Signale sind viele Bestellungen per E-Mail, Rechnungen ohne Bestellbezug, mehrere Freigebende und wachsende Lieferantenzahlen. Seit 1. Januar 2025 kommt die Pflicht zum Empfang von E-Rechnungen hinzu. Eine feste Schwelle gibt es nicht. Rechnen Sie Lizenz und Einführung gegen die heutige Bearbeitungszeit. Eine pauschale Einsparquote nennen wir nicht, weil sie ohne Ihre Prozessdaten nicht belegbar wäre. Stand Oktober 2026.
Wie wählt man Procurement Software aus?
Gehen Sie in sechs Schritten vor: Ist-Prozess aufnehmen, Größenblock und Muss-Kriterien festlegen, Longlist bilden, Demo mit eigenen Szenarien durchführen, Schnittstellen und Compliance prüfen, drei Jahre Kosten rechnen und den Vertrag verhandeln. Gewichten Sie die Kriterien vorher, etwa in einer Nutzwertanalyse, und lassen Sie alle Anbieter dieselben Szenarien zeigen. Das Selection Portal von Find-Your-Software unterstützt dabei mit Anforderungen, begründeter Shortlist und Vertragsprüfung. Stand Oktober 2026. Dokumentieren Sie die Ergebnisse jeder Stufe, damit Einkauf, IT und Geschäftsführung dieselbe Entscheidungsgrundlage haben und der Auswahlprozess später prüfbar bleibt.
Was bedeutet Source-to-Pay?
Source-to-Pay beschreibt den Einkaufsprozess von der Lieferantensuche bis zur Zahlung. Die Phase Source umfasst Bedarfsanalyse, Lieferantenauswahl, Ausschreibung, Verhandlung und Vertrag, die Phase Pay umfasst Bestellung, Wareneingang, Rechnung und Zahlung. Coupa gliedert sein Angebot in Source-to-Contract, Procure-to-Order und Invoice-to-Pay, Onventis nennt sich Source-to-Pay Suite. Kleinere Unternehmen starten meist mit dem hinteren Teil, dem Procure-to-Pay, und ergänzen Sourcing erst bei wachsendem Einkaufsvolumen. Stand Oktober 2026. Für die Auswahl heißt das: Klären Sie zuerst, ob Sie den ganzen Weg oder nur einen Teil abdecken wollen, und fragen Sie nur dafür Angebote an.
Welche Rolle spielt die E-Rechnung bei der Auswahl?
Eine große. Alle inländischen Unternehmer müssen seit 1. Januar 2025 E-Rechnungen empfangen können, ab 1. Januar 2028 gilt auch die Ausstellungspflicht für alle. Zulässig sind laut BMF-Schreiben vom 15. Oktober 2024 vor allem XRechnung und ZUGFeRD ab 2.0.1, ein PDF per E-Mail zählt nicht. Prüfen Sie, ob die Software Formate lesen, validieren und archivieren kann. Angaben nach IHK Stuttgart, Stand 1. Juli 2026, keine Rechtsberatung. Fragen Sie außerdem, wie der Anbieter Änderungen an den Formaten nachzieht und ob dafür Zusatzkosten entstehen.
Brauchen kleine Unternehmen überhaupt Procurement Software?
Nicht immer. Bis 49 Beschäftigte reicht oft das Einkaufsmodul des ERP oder ein Produkt für Rechnungsfreigabe. Business Central nennt Genehmigungsworkflows für alle Einkaufsprozesse, Candis bietet Bestellanforderungen mit automatischer Freigabe. Eine eigene Procurement Suite lohnt erst bei vielen Lieferanten, mehreren Standorten oder strengen Compliance Vorgaben. Prüfen Sie zuerst, was Ihr bestehendes System mit Freigabe und Abgleich schon leistet, bevor Sie ein weiteres System einführen und betreiben. Stand Oktober 2026. Ein Pilot mit einem Standort oder einer Kostenstelle zeigt schnell, ob der Mehraufwand gerechtfertigt ist.
Warum zeigt die Tabelle keine Bewertungen oder Sterne?
Find-Your-Software ist ein Werkzeug für die Softwareauswahl, kein Bewertungsportal, und erhält keine Zahlung für Platzierungen. Bewertungen und Schätzungen von Vergleichsportalen nutzen wir nicht. Die Tabelle nennt Sitz, Betrieb, Schwerpunkt, Preis und Anbindung aus Herstellerquellen. Was dort nicht belegt ist, steht als in der Demo prüfen. Welcher Anbieter passt, folgt aus Ihren gewichteten Anforderungen und nicht aus einer Rangliste. Deshalb ist die Tabelle auch ausdrücklich ein Auszug. Stand Oktober 2026. Ein Anbieter ohne belegte Angabe ist deshalb nicht schlechter, er muss die Angabe nur in der Demo beantworten.
Wie viele Anbieter sollten auf die Shortlist?
Als Erfahrungswert von Find-Your-Software haben sich drei bis fünf Anbieter für die Demo bewährt. Mit mehr Anbietern steigt der Aufwand für Vorbereitung und Vergleich stärker, als die Entscheidung besser wird. Die Longlist mit fünf bis acht Anbietern entsteht aus den Muss-Kriterien, die Shortlist aus dem Abgleich mit den gewichteten Kann-Kriterien. Jede Aufnahme in die Shortlist sollte schriftlich begründet sein, damit die Entscheidung später nachvollziehbar bleibt. Die Methodik beschreibt die Seite Longlist und Shortlist.
Welche Procurement Software
passt zu Ihrer Größe?
Die Matching Engine von Find-Your-Software vergleicht Ihre Anforderungen in rund sechs Minuten mit passenden Systemen. Im Selection Portal erfassen Sie danach Ihre IT-Systemlandschaft, steuern das Anforderungsmanagement und sprechen direkt mit den Anbietern. Sie erhalten eine begründete Shortlist, vergleichbare Angebote und Unterstützung bei Demos und Vertrag. Find-Your-Software erhält keine Zahlung für Platzierungen.