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xentral (Cloud-ERP für Onlinehandel der Xentral ERP Software GmbH aus Augsburg, hervorgegangen aus der 2008 gegründeten embedded projects GmbH) und JTL-Wawi (Warenwirtschaft der JTL-Software-GmbH aus Hückelhoven, 2008 von den Brüdern Janusch und Thomas Lisson gegründet) richten sich beide an Onlinehändler und Multichannel-Anbieter. Der Vergleich zeigt für Händler, Marken und Multichannel-Anbieter in Deutschland, Österreich und der Schweiz 40 Funktionen in acht Bereichen, die Preismodelle und typische Kosten.
Beide Systeme sind für Onlinehändler gebaut und verbinden Shops, Marktplätze, Lager und Versand. Sie unterscheiden sich vor allem im Preismodell, im Betrieb und darin, welche Funktionen schon im Einstieg enthalten sind.
JTL-Wawi spielt seine Stärken aus, wenn diese Punkte zutreffen:
xentral spielt seine Stärken aus, wenn diese Punkte zutreffen:
JTL rechnet nach Edition und Auftragspaketen ab, Aufträge aus dem eigenen JTL-Shop und der Kasse sind kostenfrei. xentral rechnet nach Paket mit unbegrenzten Nutzern, ab Business mit unbegrenzten Aufträgen. Viele Zusatzfunktionen kommen bei JTL über Partner wie JERA, countX und GREYHOUND, bei xentral über höhere Pakete und Add-ons (JTL, xentral).
Die Eckdaten stammen von den offiziellen Preisseiten und Unternehmensangaben, Stand Oktober 2026.
| Kriterium | JTL-Wawi | xentral |
|---|---|---|
| Hersteller | JTL-Software-GmbH, Hückelhoven · Impressum | Xentral ERP Software GmbH, Augsburg · Impressum |
| Geschichte | 2008 von Janusch und Thomas Lisson gegründet, 460+ Mitarbeitende · Quelle | 2008 als embedded projects GmbH, ERP zuerst als waWision, seit 2018 Xentral · Quelle |
| Editionen | Start, Advanced, Pro, Enterprise | Launch, Starter, Business, Pro, Scale |
| Preis pro Monat, jährlich | Start 0 €, Advanced 99 €, Pro 329 €, Enterprise auf Anfrage · Quelle | Launch ab 99 €, Starter 349 €, Business 649 €, Pro 849 €, Scale auf Anfrage · Quelle |
| Preis pro Monat, monatlich | Advanced 119 €, Pro 369 € | Starter 389 €, Business 719 €, Pro 939 € |
| Auftragsbezogene Kosten | Auftragspakete für Marktplatz-, Shopify- und Shopware-Aufträge, JTL-Shop und Kasse frei | Launch 0,30 € je Auftrag, Starter mit 500 Aufträgen, ab Business unbegrenzt |
| Nutzer | Unbegrenzt | Unbegrenzt |
| Betrieb | Lokal auf eigenem Server oder JTL-Wawi Cloud | Cloud-Software |
| Zielgruppe laut Hersteller | Gründer bis Multichannel-Profis mit mehr als 8.000 Aufträgen im Monat | Start-ups bis 500.000 € Umsatz bis zu skalierenden Unternehmen |
Grün heißt: schon in der Einstiegsedition enthalten, also JTL Start oder xentral Launch. Gelb heißt: höhere Edition, Add-on oder Partnerlösung, die Notiz nennt was. Stand Oktober 2026.
Die Matrix zeigt den Funktionsumfang, die Karten ordnen ihn für den Alltag im Onlinehandel ein (JTL, xentral).
JTL bindet laut Preisseite mehr als 30 Marktplätze ohne Zusatzlizenz an und bringt mit JTL-Shop ein eigenes Shopsystem mit. xentral verbindet die wichtigsten Shops und Marktplätze in allen Plänen, Launch ist auf einen Shop und einen Marktplatz begrenzt.
Beide Systeme führen Bestände, Chargen, MHD und Seriennummern. JTL enthält Packtisch und Versandlabels schon in Start, xentral mehrstufige Kommissionierung, Wareneingang und Picking-App ab Business.
JTL bietet Retourenmanagement ab Advanced, xentral automatisierte Retouren mit Portal ab Business. Für hohe Retourenquoten im Modehandel lohnt ein genauer Blick auf Portal, Prüfung und Gutschrift.
xentral erstellt E-Rechnungen im Format XRechnung und ZUGFeRD und übergibt Daten an DATEV in allen Plänen. JTL deckt E-Rechnung und DATEV über die Partnerlösungen von JERA ab, Mahnwesen und offene Posten sind in allen Editionen enthalten.
JTL enthält eine Produktionsgrundfunktion in allen Editionen und verkauft Planung und Workbench als Zusatzmodule. Bei xentral ist Produktion ein Business Add-on mit Planung, Steuerung und verlängerter Werkbank.
JTL-Wawi läuft lokal oder in der JTL-Wawi Cloud ab 49,99 € pro Monat, xentral als Cloud-Software. Die REST-API von JTL ist im Beta-Status und kostet in Advanced 199 € pro Monat, xentral öffnet alle APIs ab Business.
Beide Systeme kommen von deutschen Herstellern. Ob sie die Pflichten im eigenen Prozess erfüllen, zeigt erst ein Test mit echten Belegen.
Seit 1. Januar 2025 müssen alle inländischen Unternehmen E-Rechnungen empfangen können. Ab 1. Januar 2027 gilt die Ausstellungspflicht bei mehr als 800.000 Euro Vorjahresumsatz, ab 1. Januar 2028 für alle (IHK Köln). Für B2C-Bestellungen im Onlineshop gilt die Pflicht nicht.
Eine amtliche GoBD-Zertifizierung von Software gibt es nicht. Die GoBD (BMF-Schreiben vom 28. November 2019) verlangen unveränderbare Belege und eine Verfahrensdokumentation, die das Unternehmen selbst erstellt.
Onlinehändler verarbeiten Kundendaten aus Shops und Marktplätzen. Für Cloud-Betrieb ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO Pflicht, JTL-Wawi lässt sich alternativ lokal betreiben.
Beispielrechnung mit den Listenpreisen bei jährlicher Zahlung von JTL und xentral, Stand Oktober 2026. Partnermodule, Kassen, Hosting, Einführung und Datenmigration kommen hinzu.
| Szenario | JTL-Wawi | xentral | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Start-up: 80 Marktplatz-Aufträge pro Monat | 300 € (Start mit Paket 100 Aufträge) | 1.476 € (Launch inkl. Auftragsgebühr) | Bei JTL fehlen in Start Retouren und Bankabgleich |
| Händler: 500 Aufträge pro Monat über Amazon und Shopify | 2.136 € (Advanced mit Paket 500) | 4.188 € (Starter inkl. 500 Aufträge) | xentral Starter ohne Wareneingang, Retouren und Einkauf |
| Wachsender Händler: 2.000 Aufträge pro Monat | 4.296 € (Advanced mit Paket 2.500) | 7.788 € (Business, ab) | xentral abhängig von Umsatz und Versandvolumen |
| Multichannel-Profi: 6.000 Aufträge pro Monat | 10.416 € (Pro mit Paket 5.000 und 1.000 Einzelaufträgen) | 10.188 € (Pro, ab) | Aufträge aus JTL-Shop und Kasse wären bei JTL frei |
JTL ist in drei der vier Szenarien bei der Lizenz günstiger, bei 6.000 Aufträgen im Monat liegen beide etwa gleichauf. JTL holt aber mehrere Funktionen über Partner wie JERA, countX und GREYHOUND hinzu und läuft lokal oder gegen Aufpreis in der JTL-Wawi Cloud. xentral enthält E-Rechnung, DATEV und KI schon im Einstieg und läuft vollständig in der Cloud. Rechnen Sie deshalb die benötigten Zusatzmodule und den Betrieb über drei Jahre mit.
Mit diesen Schritten lässt sich die Frage xentral oder JTL-Wawi in wenigen Wochen beantworten. JTL Start ist kostenlos und eignet sich für einen ersten Test (JTL).
Alle Shops, Marktplätze und Kassen mit Aufträgen pro Monat auflisten und den Anteil aus eigenem Shop und Ladengeschäft festhalten.
Aus der Matrix die Muss-Funktionen markieren, etwa Retouren, Chargen, Produktion oder E-Rechnung, und die nötige Edition ablesen.
Klären, ob die Software lokal, in der JTL-Wawi Cloud oder als reine Cloud-Lösung laufen soll und wer Updates und Backups verantwortet.
Einen typischen Tag mit Aufträgen aus drei Kanälen, einer Retoure und einer B2B-Rechnung in beiden Systemen durchspielen.
Editionen, Auftragspakete, Partnermodule, Hosting und Einführung bei wachsendem Auftragsvolumen gegenüberstellen.
Die folgenden 10 Fragen fassen die wichtigsten Entscheidungspunkte zusammen, mit Preisen, Funktionen und Empfehlungen.
Was ist der Hauptunterschied zwischen xentral und JTL-Wawi?
JTL-Wawi ist eine Warenwirtschaft, die lokal oder in der JTL-Wawi Cloud läuft, mit kostenlosem Einstieg, eigenem Shopsystem und mehr als 30 Marktplatzanbindungen. xentral ist eine reine Cloud-Lösung mit Paketpreisen ab 99 € pro Monat, E-Rechnung, DATEV und KI schon im Einstieg. Viele Zusatzfunktionen kommen bei JTL über Partner, bei xentral über höhere Pakete. Die Wahl hängt von Budget, Betrieb und Funktionsbedarf ab.
Was kostet JTL-Wawi im Vergleich zu xentral?
JTL Start kostet 0 €, Advanced 99 € und Pro 329 € pro Monat bei jährlicher Zahlung, dazu kommen Auftragspakete für Aufträge aus Marktplätzen, Shopify und Shopware ab 25 € für 100 Aufträge. xentral kostet bei jährlicher Zahlung ab 99 € in Launch plus 0,30 € je Auftrag, Starter 349 €, Business 649 € und Pro 849 € pro Monat. Bei 2.000 Aufträgen im Monat liegen die Lizenzkosten bei JTL Advanced bei 4.296 € und bei xentral Business bei 7.788 € im Jahr.
Ist JTL-Wawi wirklich kostenlos?
Die Edition JTL Start kostet 0 € und enthält JTL-Wawi mit unbegrenzten Nutzern, einen Basis-Shop bis 500 Artikel und die Marktplatzanbindungen. Aufträge über Marktplätze, Shopify oder Shopware laufen über Auftragspakete ab 25 € pro Monat für 100 Aufträge, Aufträge aus JTL-Shop und Kasse sind frei. Funktionen wie Retourenmanagement, Bankabgleich oder Batch-Import gibt es erst ab Advanced.
Welches System bindet mehr Marktplätze an?
JTL nennt auf seiner Preisseite mehr als 30 Marktplätze ohne Zusatzlizenz, darunter Amazon, eBay, Otto, Kaufland, TikTok Shop, TEMU, MediaMarktSaturn und XXXLutz. xentral verbindet die wichtigsten Shops und Marktplätze wie Amazon, eBay, Shopify, Shopware und WooCommerce in allen Plänen. Prüfen Sie bei beiden, ob Ihre Nischenmarktplätze mit Bestand, Preis und Auftragsstatus synchronisiert werden.
Unterstützen xentral und JTL-Wawi die E-Rechnung?
xentral erstellt laut Hilfe-Center E-Rechnungen als XRechnung 3.0.2 und ZUGFeRD 2.3.2, verarbeitet aber nur die CII-Syntax und keine UBL-Rechnungen. JTL deckt die E-Rechnung laut Preisseite über die Partnerlösung E-Rechnung 2 FIBU von JERA ab. Für reine B2C-Händler ist die E-Rechnung weniger wichtig, im B2B-Handel gilt ab 2027 die Ausstellungspflicht bei mehr als 800.000 Euro Vorjahresumsatz.
Können xentral und JTL-Wawi Chargen, MHD und Seriennummern verwalten?
Ja, beide Systeme verwalten Chargen, Mindesthaltbarkeitsdaten und Seriennummern. In JTL-Wawi werden sie in den Lageroptionen der Artikelstammdaten aktiviert, beim Versand gehen Artikel mit dem nächsten MHD zuerst raus. xentral pflegt die Angaben in den Artikelstammdaten und erfasst sie im Wareneingang per GS1-Scan. Das ist für Lebensmittel, Kosmetik und Elektronik wichtig.
Kann ich JTL-Wawi und xentral in der Cloud nutzen?
xentral ist eine reine Cloud-Software. JTL-Wawi läuft wahlweise lokal auf eigenem Server oder in der JTL-Wawi Cloud, die laut Preisseite ab 49,99 € pro Monat kostet. Der lokale Betrieb gibt mehr Kontrolle, verlangt aber eigene Wartung, Backups und Updates. Für die Cloud ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO nötig.
Welches System eignet sich für Händler mit Ladengeschäft?
JTL bindet Android-Kassen an, die TSE-konform und offlinefähig sind, für 29 € pro Kasse und Monat, und rechnet Kassenaufträge nicht auf die Auftragspakete an. xentral bietet eine Kassenoberfläche als Business Add-on an. Wer Laden und Onlineshop eng verzahnen will, sollte Kassenhardware, Zahlungsanbieter und Bestandsabgleich in beiden Systemen testen.
Ab wann lohnt sich der Wechsel von JTL-Wawi zu xentral?
Ein Wechsel lohnt sich vor allem, wenn ein Team keine eigenen Server mehr betreiben will, die E-Rechnung im System braucht und Prozesse stärker automatisieren möchte. Bei hohem Auftragsvolumen gleichen sich die Kosten an, bei 6.000 Aufträgen im Monat liegen JTL Pro und xentral Pro beide bei rund 10.000 € Lizenz im Jahr. Rechnen Sie Datenmigration, Schulung und die Umstellung der Marktplatzanbindungen mit ein.
Welche Alternativen gibt es zu xentral und JTL-Wawi?
Häufige Alternativen sind weclapp, Odoo, plentymarkets und Microsoft Dynamics 365 Business Central mit Shop-Connectoren. Für Händler mit eigener Fertigung kommen auch Systeme mit tieferer Produktion in Frage. Die Seiten xentral Alternative und weclapp vs xentral auf find-your-software.de zeigen weitere Vergleiche, das kostenlose Matching erstellt eine Shortlist.
Alle Funktionen, Preise und Kennzahlen auf dieser Seite stützen sich auf die folgenden Quellen. Stand: Oktober 2026.
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