ERP Software · Warenwirtschaft · Auszug

Warenwirtschaft Software Vergleich.
Auszug mit elf Systemen für den Mittelstand.

Eine Warenwirtschaft Software steuert den Warenfluss von der Bestellung beim Lieferanten über das Lager bis zur Rechnung an den Kunden. Diese Seite vergleicht elf Warenwirtschaftssysteme für den DACH Mittelstand und ordnet sie nach Unternehmensgröße, Vertriebsweg und Betriebsmodell. Sie richtet sich an Händler, Großhändler und Hersteller mit eigenem Verkauf, die ihre Warenwirtschaft neu auswählen oder von einer Einzelplatz Lösung auf ein System mit Online Shop und Marktplatz Anbindung wechseln wollen. Die Tabelle ist ein Auszug und keine Bewertung. Alle Preise stammen von den Herstellerseiten mit Stand Oktober 2026. Wo ein Hersteller keinen Preis veröffentlicht, steht "auf Anfrage".

Zur Anbieter Tabelle ↓
Auszug, alphabetischPreise laut HerstellerCloud oder On-PremiseDACH Mittelstand
11
Warenwirtschaftssysteme im Auszug, alphabetisch und ohne Bewertung (Stand: 9. Oktober 2026)
43,54 %
der Unternehmen in Deutschland ab 10 Beschäftigten nutzten 2025 ERP Software (Eurostat, Stand: Februar 2026)
86 %
der Unternehmen ab 20 Beschäftigten setzen Cloud Computing ein (Bitkom Cloud Report 2026, Stand: Juni 2026)
2028
E-Rechnung gilt ab dem 01.01.2028 für alle Unternehmen (§ 27 Abs. 38 UStG, Stand: Oktober 2026)

Zuletzt geprüft am 10.10.2026.

Grundlagen

Was ist ein Warenwirtschaftssystem
und wie unterscheidet es sich von ERP?

Find-Your-Software ist kein Bewertungsportal und nimmt kein Geld für Platzierungen. Die Reihenfolge ist alphabetisch. Aus der Tabelle folgt keine Empfehlung. Eine Empfehlung entsteht erst, wenn Ihre Anforderungen bekannt sind. Dafür gibt es den Ablauf in sechs Schritten weiter unten.

Ein Warenwirtschaftssystem, kurz Wawi, ist eine Softwarelösung zur Planung, Steuerung und Überwachung des gesamten Warenflusses. Es deckt Einkauf, Wareneingang, Lager, Warenausgang und Vertrieb ab (Quelle: myfactory, Stand: Oktober 2026). Typische Ergebnisse sind ein aktueller Lagerbestand, automatisch erzeugte Bestellvorschläge, Aufträge mit Reservierung der Ware und Rechnungen, die aus dem Lieferschein entstehen.

Die Warenwirtschaft ist ein Teilbereich der ERP Software. Das Wawi steuert den Materialfluss, das ERP System verwaltet alle Ressourcen eines Unternehmens einschließlich Personal und Finanzen. Die Grenzen verschwimmen, weil viele Hersteller ihr Wawi um Buchhaltung, Produktion und CRM erweitern (Quelle: weclapp, Stand: Oktober 2026). Ein anderer Hersteller beschreibt ERP als "eine erweiterte Warenwirtschaft" (Quelle: Lexware, Stand: Oktober 2026).

Für die Auswahl bedeutet das: Die Frage lautet selten "Wawi oder ERP". Sie lautet, wie weit das System über den Warenfluss hinausgehen soll. Wer nur Bestand, Aufträge und Rechnungen braucht, kommt mit einem schlanken Wawi aus. Wer zusätzlich Fertigung, Projektgeschäft, mehrere Gesellschaften oder eine durchgängige Finanzbuchhaltung benötigt, vergleicht eher ERP Systeme. Dafür gibt es die Seite ERP Software Vergleich.

Zur Verbreitung: 43,54 Prozent der Unternehmen in Deutschland mit mindestens 10 Beschäftigten nutzten 2025 eine ERP Software, im EU Durchschnitt 46,45 Prozent (Quelle: Eurostat, Indikator E_ERP1 im Datensatz isoc_eb_iip, Stand: Februar 2026). Eurostat definiert ERP als Software, die den Informationsfluss zwischen Funktionsbereichen erleichtert (Quelle: Eurostat Statistics Explained, E-business integration, Stand: Mai 2026). Die Statistik trennt nicht zwischen Wawi und ERP.

Einordnung

Wann reicht ein Wawi,
wann lohnt ein ERP?

Die Grenze zwischen beiden Systemen ist fließend. Als Faustregel hilft die Frage, wie weit das System über den Warenfluss hinausgehen soll.

Ein schlankes Wawi reicht

  • Sie brauchen Bestand, Aufträge und Rechnungen.
  • Sie betreiben ein oder zwei Shops und versenden mit Etiketten.
  • Der Export zum Steuerberater genügt als Schnittstelle zur Buchhaltung.

Ein ERP Vergleich lohnt sich

  • Sie benötigen zusätzlich Fertigung oder Projektgeschäft.
  • Sie führen mehrere Gesellschaften.
  • Sie wollen eine durchgängige Finanzbuchhaltung im selben System.

Mehr zu größeren Systemen finden Sie im ERP Software Vergleich.

Funktionen

Welche Funktionen gehören
zu einer Warenwirtschaft?

Die folgenden Funktionen gehören bei den meisten Anbietern zum Kern. Welche davon im Basispaket enthalten sind und welche als Modul oder Add-on dazukommen, unterscheidet sich je Hersteller deutlich.

  • Artikelstamm und Preise: Artikel mit Varianten, Staffelpreisen, Kundengruppen und Lieferanten.
  • Einkauf und Wareneingang: Bestellungen, Bestellvorschläge, Wareneingang mit Prüfung gegen die Bestellung.
  • Lagerführung: Bestände, Reservierungen, Mindestbestände. Mehrere Lager und Chargen oder Seriennummern sind bei einigen Systemen erst in höheren Paketen enthalten. Bei Lexware etwa gehören mehrere Lager, Seriennummern und Chargen zur Variante premium (Quelle: Lexware, Stand: Oktober 2026).
  • Verkauf: Angebote, Aufträge, Lieferscheine, Rechnungen, Gutschriften, Retouren.
  • Anbindung von Shops und Marktplätzen: Auftragsimport, Bestandsabgleich, Versandstatus. Das ist bei Händlern der häufigste Grund für einen Systemwechsel.
  • Versand: Etiketten, Versanddienstleister, Sendungsnummern.
  • Schnittstellen zur Buchhaltung: Export an DATEV oder integrierte Finanzbuchhaltung, E-Rechnung.
  • Auswertungen: Umsatz, Marge, Bestandsreichweite, offene Posten.

Weiterführende Funktionen wie Produktion, Kasse, Dokumentenmanagement oder CRM sind bei vielen Herstellern gesondert buchbar. JTL bietet Produktion in der Wawi mit der Workbench für 125 € pro Nutzer und Monat an (Quelle: JTL, Stand: Oktober 2026). Bei weclapp kosten die Einzellizenzen Lager, Auftragsmanagement und Produktion je ab 49 € (Quelle: weclapp, Stand: Oktober 2026).

Anbieter Auszug

Warenwirtschaft Software Vergleich:
elf Systeme im Auszug.

Die Tabelle zeigt elf Systeme in alphabetischer Reihenfolge. Sie ist ein Auszug aus dem Markt und enthält keine Bewertungen. Die Auswahl deckt Lösungen für kleine Händler, den Mittelstand und Cloud Systeme ab, hat Bezug zum DACH Raum und folgt keiner Wertung. Preise sind Herstellerangaben. Ob netto oder brutto, nennen wir dort, wo der Hersteller es angibt. Stand aller Angaben: 9. Oktober 2026.

AnbieterSegmentPreis abBranchenfokusE-Commerce AnbindungBetriebsmodell
JTL (JTL-Wawi)HückelhovenKleine und wachsende Händler, Editionen Start bis EnterpriseStart ab 0 €, Advanced ab 99 € pro MonatHändler, Multichannel E-CommerceShopify, Shopware 6, WooCommerce, JTL-Shop, Amazon, eBay, OTTO Market, KauflandLokal, Hosting und Cloud über Partner
Lexware WarenwirtschaftFreiburgKleine und mittlere UnternehmenVariante pro 61,90 € pro Monat nettoHandel, Logistik, DienstleistungShop Schnittstelle, über sync4 Shopware, Shopify, WooCommerce, Amazon, eBayDesktop Software für Windows
Microsoft Dynamics 365 Business CentralMicrosoft Deutschland, MünchenKleine und mittlere UnternehmenEssentials 69,30 € je Nutzer und MonatGroßhandel, Einzelhandel, Dienstleistung, FertigungShopify ConnectorCloud und On-Premises
microtechHargesheimERP für 2 bis 300 AnwenderBasic 199 € pro Monat inklusive 2 AnwenderGroßhandel und weitereShopware, Shopify, Adobe Commerce, Amazon, eBay, Kaufland, OTTOOn-Premises oder Private Cloud
myfactoryForterro Deutschland, MünchenHandel und Produktion bis 100 MitarbeitendeERP Preis auf AnfrageProduktion, Handel, Großhandel, DienstleistungeBay, Amazon, Shopware, Magento, eigener WebshopCloud
OdooHauptsitz Grand-Rosière, BelgienKeine Größenklasse genanntEine App gratis, weitere Tarife in US-DollarBranchenübergreifendE-Commerce AppCloud, Odoo.sh, On-Premise, Community
plentysystems (PlentyONE)KasselKMU bis EnterpriseLite 59 € pro MonatHändler, Marken, Hersteller im E-CommerceAmazon, OTTO Market, Kaufland, eBay, Zalando, Shopify, ShopwareCloud
Sage 100Frankfurt am MainMittelstandWarenwirtschaft ab 56 € je Nutzer und Monat zzgl. MwSt.Branchenunabhängig, PartnerlösungenShopware, Magento, OXID, eBay, AmazonDesktop mit Cloud Services oder Cloud
SelectLineMagdeburgKMU im DACH Raumneo ERP Basic 59 € pro Monat bei jährlicher Zahlung, exkl. MwSt.Branchenneutral, Handel, Dienstleistung, ProduktionAdd-ons für Shopify und ShopwarePrimär lokal, Hosting über Partner
weclappKitzingenStartup bis GroßunternehmenERP Starter 39 € je Nutzer und MonatBranchenübergreifend, Handel, GroßhandelAmazon, eBay, Shopify, ITscopePublic Cloud in Deutschland
XentralAugsburgStartups bis MittelstandLaunch 99 € pro Monat zzgl. 0,30 € je AuftragHandelAmazon, Shopify, Shopware, eBay, WooCommerceCloud (AWS Frankfurt, ausgenommen US Instanzen)

Die Quellen je Zeile finden Sie am Ende der Seite. Für die elf Anbieter liegt auf Find-Your-Software derzeit kein eigenes Profil vor. Die Systeme der Kategorie ERP finden Sie im Software Katalog. Der Auszug ist alphabetisch sortiert und enthält keine Bewertung.

Tabelle lesen

Wie Sie die Tabelle lesen

Die Spalte "Preis ab" nennt den niedrigsten Einstiegspreis. Er sagt wenig über die Kosten im Betrieb aus, weil die Preismodelle verschieden aufgebaut sind. Business Central, myfactory, Sage und weclapp berechnen je Nutzer. microtech und SelectLine verkaufen Pakete mit einer Nutzergrenze. PlentyONE staffelt nach Plan und Monatsumsatz, JTL nach Edition, Xentral nach Paket, ab Starter mit unbegrenzten Nutzern. Lexware verkauft ein Desktop Abo (Quelle: Preisseiten der Hersteller, Stand: Oktober 2026).

Achten Sie außerdem auf Grenzen, die im Einstiegspreis stecken. Xentral Launch ist laut Hersteller auf 1.200 Aufträge und 500.000 € Umsatz pro Jahr begrenzt (Quelle: Xentral, Stand: Oktober 2026). Lexware pro unterstützt 3 Arbeitsplätze, premium 5 (Quelle: Lexware, Stand: Oktober 2026). microtech Basic gilt bis 2 Unternehmen und 5 Anwender (Quelle: microtech, Stand: Oktober 2026).

Systeme im Detail

Die elf Systeme
kurz eingeordnet.

Die folgenden Absätze beschreiben, was der Hersteller selbst angibt. Sie sind keine Bewertung.

JTL (JTL-Wawi)

Die erste Warenwirtschaft von JTL entstand 2000, die JTL-Software-GmbH wurde 2008 gegründet (Quelle: JTL, Stand: Oktober 2026). Die Start Edition richtet sich laut Hersteller an Gründer und kleine Händler. ERP Nutzer sind in allen Editionen unbegrenzt. Aufträge aus JTL-Shop und Kasse sind kostenfrei, Aufträge aus Shopify, Shopware 6 und Marktplätzen brauchen ein Auftragspaket, zum Beispiel 100 Aufträge für 25 € pro Monat (Quelle: JTL, Stand: Oktober 2026). Bei hohem Auftragsvolumen aus Marktplätzen lohnt deshalb eine Rechnung über die Auftragsmenge. Für Advanced und Pro nennt die Seite je zwei Werte (119 € und 99 €, 369 € und 329 € pro Monat) ohne Beschriftung der Zahlweise, die Tabelle zeigt den niedrigeren Wert. Alternativen zu JTL-Wawi finden Sie auf der Seite JTL-Wawi Alternativen.

Lexware Warenwirtschaft

Lexware ist eine Desktop Software für Windows. Sie unterstützt E-Rechnung im Format XRechnung und ZUGFeRD, das OSS Verfahren, DATEV Export und ist laut Hersteller GoBD zertifiziert. Die Variante pro kostet 742,80 € pro Jahr netto, premium 934,80 € pro Jahr netto (Quelle: Lexware, Stand: Oktober 2026). Ein Cloud Betrieb ist auf der Produktseite nicht beschrieben. Der Sitz laut Impressum ist Freiburg (Quelle: Lexware, Stand: Oktober 2026).

Microsoft Dynamics 365 Business Central

Business Central ist ein ERP System für kleine und mittlere Unternehmen. Microsoft nennt 55.000 Firmen (Quelle: Microsoft, Stand: Oktober 2026). Der Verkauf läuft nur über Partner. Essentials kostet 69,30 €, Premium 95,30 € und Team Members 6,90 € je Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung zuzüglich MwSt. (Quelle: Microsoft, Stand: Oktober 2026). Premium ergänzt Dienstleistung und Produktion.

microtech

Der Hersteller beschreibt sein ERP für 2 bis 300 Anwender. Die Pakete Basic, Core und Enterprise kosten 199 €, 299 € und 399 € pro Monat inklusive 2 Anwender, jeder weitere Anwender 39, 49 bzw. 59 € netto. Module wie E-Commerce ab 149 € oder Logistik ab 99 € pro Monat sind einzeln buchbar (Quelle: microtech, Stand: Oktober 2026). Der Sitz laut Impressum ist Hargesheim.

myfactory

myfactory gehört zur Forterro Gruppe und richtet sich laut Hersteller an Unternehmen aus Handel und Produktion bis 100 Mitarbeitende (Quelle: myfactory, Stand: Oktober 2026). Die Cloud Lösung wird laut Hersteller in Deutschland gehostet (Quelle: myfactory, Stand: Oktober 2026). XRechnung und ZUGFeRD sind laut Hersteller inklusive. Ab 10 Nutzern gibt es ein Volumenprogramm (Quelle: myfactory, Stand: Oktober 2026).

Odoo

Odoo arbeitet mit Apps. Eine einzige App ist gratis, für weitere Apps und Hosting Optionen gelten Tarife. Weitere Tarife nennt der Hersteller in US-Dollar, einen Euro Preis nennt die Preisseite nicht. Deshalb steht in der Tabelle kein Euro Wert. Hosting auf Odoo.sh und die Wartung eigener Module sind in den Preisen nicht enthalten (Quelle: Odoo, Stand: Oktober 2026). Neben Odoo Online und Odoo.sh gibt es Enterprise zum Selbsthosten und die Open Source Version Community.

plentysystems (PlentyONE)

Das Produkt hieß früher plentymarkets und ist laut Hersteller cloudbasiert. Der Preis richtet sich nach Plan und durchschnittlichem Monatsumsatz (GMV). Lite und Lite+ gelten bis 50.000 € GMV, Expand und Scale bis 200.000 € (Quelle: PlentyONE, Stand: Oktober 2026). Laut Hersteller sind erste Kanäle innerhalb weniger Tage angebunden, die vollständige Konfiguration dauert einige Wochen (Quelle: PlentyONE, Stand: Oktober 2026).

Sage 100

Sage 100 ist laut Hersteller speziell für mittelständische Unternehmen entwickelt. Es ist mandantenfähig, unterstützt mehrere Lager und Währungen, Seriennummern (im Paket Basic) sowie Intrastat. Die Chargenverwaltung gehört laut Hersteller zum Paket Enterprise bzw. zum Pluspaket 2 (Quelle: Sage, Stand: Oktober 2026). Die Warenwirtschaft kostet ab 56 € pro Monat und Nutzer zuzüglich MwSt. bei jährlicher Rechnungsstellung und 12 Monaten Mindestvertragslaufzeit, kürzere oder längere Laufzeiten sind optional (Quelle: Sage, Stand: Oktober 2026). Die Cloud läuft laut Hersteller in deutschen Rechenzentren.

SelectLine

SelectLine nennt mehr als 40.000 Anwender und über 200 Fachhandelspartner (Quelle: SelectLine, Stand: Oktober 2026). Das System ist primär lokal, die Speicherung in der Cloud von SelectLine und Hosting über Partner sind möglich. neo ERP Basic, Premium und Factory kosten 59 €, 99 € und 129 € pro Monat bei jährlicher Zahlung (Quelle: SelectLine, Stand: Oktober 2026). Die Preise gelten exkl. MwSt. pro Monat, bei monatlicher Zahlung kostet neo ERP Basic 64,90 €. Eine Bezugsgröße wie Arbeitsplatz oder Nutzer nennt die Preisseite nicht, klären Sie sie vor dem Angebot. Add-ons wie Shopify (ab 209 €) und Shopware (129 €) kosten extra.

weclapp

weclapp läuft als Public Cloud, die Daten liegen laut Hersteller in Deutschland. ERP Starter kostet 39 €, ERP Dienstleistung 86 € bzw. 95 € und ERP Handel 163 € bzw. 179 € je Nutzer und Monat. Die Zuordnung der beiden Werte zu Zahlweisen ist auf der Seite nicht beschriftet (Quelle: weclapp, Stand: Oktober 2026). Der Sitz laut Impressum ist Kitzingen. Einen Vergleich mit Xentral finden Sie unter weclapp vs. Xentral und Alternativen unter weclapp Alternative.

Xentral

Xentral wurde 2017 gegründet (Quelle: Xentral, Stand: Oktober 2026). Die Daten liegen laut Hersteller in der AWS Cloud in Frankfurt, ausgenommen US Instanzen (Herstellerdokumentation, Stand 10/2026). Launch kostet 99 €, Starter 349 €, Business 649 und Pro 849 € pro Monat, Scale auf Anfrage. Ab Starter unbegrenzte Nutzer. Die Preisseite enthält keine Angabe zur Steuer (Quelle: Xentral, Stand: Oktober 2026). Eine Gegenüberstellung mit JTL finden Sie unter Xentral vs. JTL-Wawi und Alternativen unter Xentral Alternative.

Unternehmensgröße

Welche Warenwirtschaft passt
zu welcher Unternehmensgröße?

Die Größe ist ein grober, aber brauchbarer erster Filter. Eurostat unterscheidet in Deutschland die Größenklassen 10 bis 49, 50 bis 249 und ab 250 Beschäftigte. Der Anteil der Unternehmen mit ERP Software liegt dort bei 37,48, 67,68 und 89,37 Prozent (Quelle: Eurostat, Indikator E_ERP1, Datensatz isoc_eb_iip, Stand: Februar 2026). Je größer das Unternehmen, desto häufiger ist ein durchgängiges System im Einsatz. Die Klassen unten weichen leicht ab, weil sie sich an der Auswahlpraxis orientieren.

Bis 50 Mitarbeitende

In dieser Klasse zählt meist ein schneller Start mit wenig Einrichtungsaufwand. Typische Anforderungen sind Artikelstamm, Aufträge, Rechnungen, ein oder zwei Shops, Versandetiketten und der Export zum Steuerberater. Preislich liegen die Einstiegsangebote der Hersteller zwischen 0 € (JTL Start) und 199 € pro Monat (microtech Basic mit zwei Anwendern). Beachten Sie die Grenzen in den Einstiegspaketen, etwa Auftragszahlen bei Xentral oder Arbeitsplätze bei Lexware. Gut zu prüfen sind für diese Klasse Lexware Warenwirtschaft, JTL-Wawi, Xentral Launch und Starter, PlentyONE Lite, weclapp Starter und microtech Basic. Diese Aufzählung ist keine Rangfolge.

51 bis 499 Mitarbeitende

Hier kommen mehrere Lager, Chargen, Schnittstellen zu Lieferanten, Rollen und Rechte sowie eine Anbindung an die Finanzbuchhaltung ins Spiel. Der Schritt von der Wawi zum ERP System findet oft in dieser Klasse statt. Häufig gesucht sind Business Central, Sage 100, myfactory, SelectLine, weclapp Handel, microtech Core und Enterprise sowie Xentral Business und Pro. Die Preise je Nutzer steigen in dieser Klasse spürbar, zum Beispiel 95,30 € je Nutzer und Monat bei Business Central Premium (Quelle: Microsoft, Stand: Oktober 2026). Prüfen Sie hier besonders die Zusatzmodule und die Kosten für Anpassungen, nicht nur die Lizenz.

Ab 500 Mitarbeitende

Ab dieser Größe ist die Anbieterauswahl meist ein Projekt mit Lastenheft und Ausschreibung. Mehrere Gesellschaften, Konzernberichtswesen, eigene Entwicklungsteams und Anforderungen an Sicherheit und Revision bestimmen die Auswahl. Von den elf Systemen auf dieser Seite nennen nur wenige Hersteller selbst Größen in dieser Klasse: microtech bis 300 Anwender, weclapp Enterprise ab mehr als 10 Lizenzen mit Preis auf Anfrage, Xentral Scale und JTL Enterprise auf Anfrage, PlentyONE Ultimate auf Anfrage (Quelle: Herstellerseiten laut Quellenliste, Stand: Oktober 2026). Für große Konzernstrukturen gehören SAP, proALPHA und abas eher in den ERP Software Vergleich.

Handel und E-Commerce

Handel, Großhandel und E-Commerce:
worauf kommt es an?

Das Statistische Bundesamt meldet für den Versand und Internet Einzelhandel 2025 ein nominales Plus von 10,0 Prozent, teilweise durch einen Sondereffekt nach der Umstrukturierung eines Unternehmens (Quelle: Destatis, Pressemitteilung vom Februar 2026, Stand: Februar 2026). Wer online verkauft, braucht eine Warenwirtschaft, die Aufträge und Bestände zuverlässig mit den Kanälen abgleicht.

Einzelhandel und Online Shop

Entscheidend sind die Anbindung an Ihr Shopsystem, der Bestandsabgleich in Echtzeit und die Retourenabwicklung. JTL, PlentyONE, Xentral und weclapp nennen Shopify, Amazon und eBay als Anbindung. Bei SelectLine kostet das Shopify Add-on ab 209 € pro Monat (Quelle: SelectLine, Stand: Oktober 2026).

Multichannel und Marktplätze

Wer auf Amazon, eBay, OTTO, Kaufland oder Zalando verkauft, sollte die Liste der Marktplätze beim Hersteller prüfen. PlentyONE nennt laut Hersteller über 150 Kanäle (Marktplätze, Preisvergleiche und Shopsysteme zusammen), JTL über 30 Marktplätze (Quelle: PlentyONE und JTL, Stand: Oktober 2026). Fragen Sie auch, ob die Anbindung im Preis enthalten ist oder je Auftrag berechnet wird.

Großhandel und B2B

Hier zählen kundenspezifische Preise, Staffeln, Rahmenaufträge, EDI, Streckengeschäft und ein B2B Bestellportal. Sage 100 nennt ein B2B Bestellportal (Quelle: Sage, Stand: Oktober 2026). Business Central führt Großhandelsvertrieb als Branchenfokus. Zur Einführungsdauer im B2B Großhandel mit EDI liegen unsere Erfahrungswerte bei 3 bis 9 Monaten (Erfahrungswerte von Find-Your-Software, Stand: Oktober 2026).

Mehr zur Branche lesen Sie auf der Seite Software für Handel. Dort sind die Anforderungen an den Handel branchenweit beschrieben. Diese Seite hier ist die Hauptseite für die Begriffe Wawi und Warenwirtschaft.

Recht und Compliance

Welche gesetzlichen Anforderungen
betreffen die Warenwirtschaft?

Eine Warenwirtschaft erzeugt buchungsrelevante Belege. Deshalb gelten die Regeln zur Buchführung und Aufbewahrung. Nach § 239 HGB müssen Eintragungen vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet vorgenommen werden und dürfen nicht unkenntlich verändert werden (Quelle: gesetze-im-internet.de, Stand: Oktober 2026).

Die Aufbewahrungsfristen betragen 10 Jahre für Bücher und Jahresabschlüsse, 8 Jahre für Buchungsbelege und 6 Jahre für Handelsbriefe. Die Frist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres. Die Wiedergabe auf Datenträgern ist zulässig, wenn die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung erfüllt sind (Quelle: § 257 Abs. 4 HGB und § 147 Abs. 3 AO, gesetze-im-internet.de, Stand: Oktober 2026).

Bei der Rechnungsstellung gilt die E-Rechnung. Nach § 14 UStG ist eine elektronische Rechnung eine Rechnung in einem strukturierten Format nach der Norm EN 16931. Die Übergangsregeln in § 27 Abs. 38 UStG erlauben bis 31.12.2026 weiter Papier oder ein sonstiges Format mit Zustimmung des Empfängers. Bis 31.12.2027 gilt das bei einem Vorjahresumsatz bis 800.000 €. Ab 01.01.2028 gilt die E-Rechnung für alle (Quelle: gesetze-im-internet.de, Stand: Oktober 2026).

Für Online Händler kommt das Verpackungsrecht dazu. Seit 12.08.2026 gelten die EU Verordnung 2025/40 (PPWR) und das Verpackungsrecht Durchführungsgesetz anstelle des Verpackungsgesetzes. Registrierung im LUCID Register, Systembeteiligung und Datenmeldung bleiben bestehen (Quelle: Zentrale Stelle Verpackungsregister, Stand: August 2026). Fragen Sie Hersteller, welche Berichte und Exporte hierfür vorhanden sind. Eine Rechtsberatung ersetzt diese Seite nicht.

Kosten

Was kostet eine
Warenwirtschaft Software?

Die Lizenz ist nur ein Teil der Kosten. Hinzu kommen Einführung und Beratung, Datenübernahme, Schnittstellen, Schulung, Betrieb und Wartung sowie interne Arbeitszeit. Einführung und Beratung veröffentlicht keiner der elf Hersteller als Preis, diese Positionen sind deshalb "auf Anfrage". Business Central wird zudem nur über Partner verkauft (Quelle: Microsoft, Stand: Oktober 2026).

Die folgenden Rechenbeispiele von Find-Your-Software zeigen nur die Lizenz oder das Abo, jeweils auf Basis der Herstellerpreise vom Oktober 2026 und mit offen genannten Annahmen. Sie sind keine Angebote.

Rechenbeispiel von Find-Your-SoftwareAnnahmeRechnungErgebnis pro Jahr
PlentyONE LiteBis 50.000 € GMV im Monat, ohne Zusatzdienste59 € mal 12 Monate708 €
Lexware Warenwirtschaft pro1 bis 3 Arbeitsplätze, jährliche Zahlung, netto742,80 € laut Hersteller742,80 €
microtech Basic2 Anwender, ohne Module, netto199 € mal 12 Monate2.388 €
Sage 100 Warenwirtschaft10 Nutzer, jährliche Rechnungsstellung, zzgl. MwSt.56 € mal 10 Nutzer mal 12 Monate6.720 €
Xentral BusinessUnbegrenzte Nutzer, ohne Zusatzdienste, ohne Steuerangabe des Herstellers649 € mal 12 Monate7.788 €
microtech Core10 Anwender: 2 inklusive, 8 weitere zu 49 €, netto(299 € plus 8 mal 49 €) mal 12 Monate8.292 €
Business Central Essentials10 Nutzer, jährliche Abrechnung, zzgl. MwSt.69,30 € mal 10 Nutzer mal 12 Monate8.316 €
weclapp ERP Handel10 Nutzer, niedrigerer der zwei genannten Werte (163 €), netto163 € mal 10 Nutzer mal 12 Monate19.560 €

Die Spanne ist groß, weil die Systeme unterschiedlich viel enthalten. Ein Lizenzpreis allein erlaubt keinen Vergleich. Die Seite Was kostet ein ERP wirklich zeigt die Kostenbausteine im Zusammenhang und enthält Rechenbeispiele nach Unternehmensgröße.

Hinweis zu den Zahlen: Wo ein Hersteller zwei Preise nennt (JTL Advanced und Pro, weclapp ERP Dienstleistung und Handel), ist die Zuordnung zu Jahres oder Monatszahlung auf der Herstellerseite nicht beschriftet. In der Tabelle steht dann der niedrigere Wert als Mindestpreis. Bei myfactory stehen die Preise im Preisrechner der Seite. Für höhere Pakete nennen mehrere Hersteller "auf Anfrage".

Betriebsmodell

Cloud oder On-Premise:
welches Betriebsmodell passt?

Die Mehrheit der Unternehmen nutzt Cloud Dienste: 86 Prozent der Unternehmen ab 20 Beschäftigten setzen Cloud Computing ein, weitere 14 Prozent planen oder diskutieren es (Quelle: Bitkom Cloud Report 2026, n=603, Stand: Juni 2026). Bei ERP ist das Bild anders. Cloudbasierte ERP Anwendungen nutzen heute 40 Prozent der Unternehmen, in fünf Jahren halten 30 Prozent sie für interessant, das sind 10 Prozentpunkte weniger. Bitkom spricht von einer stagnierenden bis rückläufigen Entwicklung (Quelle: Bitkom Cloud Report 2026, Stand: Juni 2026).

Auf der Herstellerseite sieht das Angebot so aus: PlentyONE, myfactory, weclapp und Xentral sind Cloud Lösungen. Lexware läuft als Desktop Software, SelectLine primär lokal. JTL, microtech, Sage, Odoo und Business Central bieten lokale oder gehostete Varianten (Quelle: Herstellerseiten laut Quellenliste, Stand: Oktober 2026).

Das BSI unterscheidet nach ISO/IEC 22123-2 die Bereitstellungsmodelle Private, Public, Community und Hybrid Cloud sowie die Dienstmodelle IaaS, PaaS und SaaS. Je mehr der Anbieter verwaltet, desto weniger Kontrolle hat der Kunde (Quelle: BSI, Cloud Computing Grundlagen, Stand: Oktober 2026).

Fragen Sie jeden Anbieter nach dem Standort der Rechenzentren, dem Auftragsverarbeitungsvertrag, den Exportmöglichkeiten der Daten bei Vertragsende und der Verfügbarkeit. Weitere Entscheidungshilfen bietet die Seite Cloud oder On-Premise.

Ablauf

In sechs Schritten zur
passenden Warenwirtschaft.

Der Ablauf ist bewusst einfach gehalten. Er gilt für Unternehmen mit einem Auswahlteam von wenigen Personen. Für die Dauer der Einführung geben wir folgende Erfahrungswerte von Find-Your-Software an: 4 bis 8 Wochen bei 1 bis 3 Filialen, 8 bis 16 Wochen bei einem Marktplatz Mix, 3 bis 9 Monate im B2B Großhandel mit EDI. Der Wechsel von JTL-Wawi braucht 2 bis 6 Monate (Quelle: Find-Your-Software, Seiten Software für Handel und JTL-Wawi Alternativen, Stand: Oktober 2026). PlentyONE nennt selbst erste Kanäle innerhalb weniger Tage (Quelle: PlentyONE, Stand: Oktober 2026).

01

Istzustand beschreiben

Welche Abläufe laufen heute in welchem Werkzeug? Wie viele Artikel, Aufträge pro Monat, Nutzer, Lager und Verkaufskanäle gibt es? Notieren Sie Zahlen, keine Eindrücke.

02

Anforderungen priorisieren

Trennen Sie Muss und Kann. Typische Muss Punkte sind Shop Anbindung, E-Rechnung, Chargenführung, DATEV Export, Mehrlager.

03

Betriebsmodell festlegen

Cloud, lokal oder gehostet, mit Blick auf IT Ressourcen und Datenschutz.

04

Kandidaten eingrenzen

Aus dem Markt die drei bis fünf passenden auswählen. Die Tabelle oben ist nur ein Auszug.

05

Szenarien prüfen

Lassen Sie sich drei Ihrer echten Abläufe zeigen, zum Beispiel einen Auftrag vom Marktplatz bis zur Rechnung, eine Retoure und eine Inventur.

06

Kosten und Vertrag vergleichen

Lizenz, Einführung, Schnittstellen, Betrieb, Kündigungsfristen und Datenexport.

FAQ

Häufige Fragen
direkt beantwortet.

Was ist eine Warenwirtschaft Software?

Eine Warenwirtschaft Software, kurz Wawi, plant, steuert und überwacht den Warenfluss eines Unternehmens. Sie verwaltet Artikel, Lagerbestände, Einkauf, Aufträge, Lieferscheine und Rechnungen in einem System. Ein Auftrag reserviert Ware im Lager, löst bei Bedarf eine Bestellung beim Lieferanten aus und erzeugt am Ende die Rechnung. Händler, Großhändler und Hersteller mit eigenem Vertrieb nutzen sie, um Bestände aktuell zu halten und Fehler bei der Auftragsabwicklung zu vermeiden (Quelle: myfactory, Stand: Oktober 2026).

Was ist der Unterschied zwischen Warenwirtschaft und ERP?

Die Warenwirtschaft ist ein Teilbereich der ERP Software. Sie steuert den Materialfluss von Einkauf über Lager bis Verkauf. Ein ERP System verwaltet darüber hinaus alle Ressourcen, also auch Finanzbuchhaltung, Personal, Produktion und Projekte. In der Praxis verschwimmen die Grenzen, weil viele Wawi Hersteller ihre Systeme zu ERP Lösungen ausbauen. Entscheidend ist deshalb nicht der Name, sondern ob das System Ihre Abläufe über den Warenfluss hinaus abdeckt (Quelle: weclapp, Stand: Oktober 2026).

Welche Warenwirtschaft eignet sich für 51 bis 499 Mitarbeitende?

In dieser Klasse brauchen Unternehmen meist mehrere Lager, Chargen oder Seriennummern, Rollen und Rechte und eine Anbindung an die Finanzbuchhaltung. Häufig verglichen werden Business Central, Sage 100, myfactory, SelectLine, weclapp Handel, microtech Core und Enterprise sowie Xentral Business und Pro. Die Preise je Nutzer beginnen bei Business Central Premium bei 95,30 € pro Monat. Wichtiger als der Lizenzpreis sind Zusatzmodule, Schnittstellen und der Aufwand für die Einführung (Quelle: Microsoft, Stand: Oktober 2026).

Wie wichtig ist die Anbindung an Online Shops und Marktplätze?

Für Händler ist sie oft das wichtigste Kriterium. Ohne saubere Anbindung müssen Aufträge, Bestände und Versandstatus von Hand gepflegt werden. Prüfen Sie, welche Shopsysteme und Marktplätze der Hersteller unterstützt, ob die Anbindung im Preis enthalten ist und ob Sie je Auftrag zahlen. Bei JTL kosten Aufträge aus Shopify, Shopware 6 und Marktplätzen ein Auftragspaket, etwa 100 Aufträge für 25 € pro Monat. Xentral Launch erlaubt die Anbindung an einen Online Shop und einen Marktplatz (Quelle: JTL, und Xentral, Stand: Oktober 2026).

Was kostet eine Warenwirtschaft Software?

Das hängt von Größe, Paket und Betriebsmodell ab. Die Einstiegspreise der Hersteller beginnen bei 0 € pro Monat (JTL Start), bei weclapp ERP Handel liegt der niedrigere der beiden genannten Werte bei 163 € je Nutzer und Monat. Hinzu kommen Einführung, Datenübernahme, Schnittstellen, Schulung, Betrieb und interne Arbeitszeit. Diese Positionen nennt kein Hersteller als Preis, sie sind "auf Anfrage". Die Kostenbausteine finden Sie auf der Seite "Was kostet ein ERP wirklich". Fordern Sie von jedem Anbieter ein Angebot an, das Lizenz, Einführung, Schnittstellen und Betrieb getrennt ausweist (Quelle: Herstellerseiten, Stand: Oktober 2026).

Cloud oder On-Premise: was ist besser für die Warenwirtschaft?

Beides kann richtig sein. 86 Prozent der Unternehmen ab 20 Beschäftigten nutzen Cloud Dienste, bei ERP sind es 40 Prozent, mit stagnierender bis rückläufiger Tendenz (Quelle: Bitkom Cloud Report 2026, Stand: Juni 2026). Cloud spart Betriebsaufwand und erleichtert Updates. Lokaler Betrieb gibt mehr Kontrolle und passt, wenn Sie eigene IT haben oder Anpassungen brauchen. Klären Sie bei der Cloud den Standort der Rechenzentren, den Auftragsverarbeitungsvertrag, die Verfügbarkeit und den Datenexport bei Vertragsende. Bei lokalem Betrieb planen Sie Backup und Updates selbst ein.

Welche gesetzlichen Anforderungen muss eine Warenwirtschaft erfüllen?

Sie muss Belege vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet führen und darf Eintragungen nicht unkenntlich verändern (§ 239 HGB). Aufbewahrungsfristen betragen 10 Jahre für Bücher, 8 Jahre für Buchungsbelege und 6 Jahre für Handelsbriefe. Rechnungen müssen schrittweise als E-Rechnung nach EN 16931 erstellt werden, spätestens ab 01.01.2028 für alle (§ 14 und § 27 Abs. 38 UStG). Online Händler beachten zusätzlich das Verpackungsrecht seit 12.08.2026. Klären Sie mit Ihrem Steuerberater, welche Anforderungen für Ihr Unternehmen gelten (Quelle: gesetze-im-internet.de, Stand: Oktober 2026).

Wie lange dauert die Einführung einer Warenwirtschaft?

Das hängt vom Umfang ab. Unsere Erfahrungswerte: 4 bis 8 Wochen bei einem bis drei Standorten, 8 bis 16 Wochen bei einem Marktplatz Mix, 3 bis 9 Monate im B2B Großhandel mit EDI. Ein Wechsel von JTL-Wawi braucht 2 bis 6 Monate. Hersteller nennen teils kürzere Zeiten, PlentyONE etwa erste Kanäle innerhalb weniger Tage und die volle Konfiguration in einigen Wochen. Planen Sie Datenübernahme, Tests und Schulung ein und rechnen Sie mit Puffer für Schnittstellen zu Shops, Versanddienstleistern und Buchhaltung (Erfahrungswerte von Find-Your-Software, Stand: Oktober 2026).

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