Software-Kategorie · Product Information Management

PIM Software: Systeme, Funktionen und Auswahl

PIM Software (Product Information Management) zentralisiert alle Produktinformationen, reichert sie an und spielt sie konsistent an Shop, Marktplätze, Print und Vertrieb aus. Dieser Leitfaden erklärt, was PIM ist, welche Funktionen zählen, wie sich PIM von MDM und DAM abgrenzt, welche Open Source Optionen es gibt und wie Sie ein System auswählen.

So ist das PIM Thema aufgeteilt: Diese Seite erklärt Grundlagen, Funktionen und Auswahl. Die Liste der PIM Anbieter nennt Hersteller mit Sitz, Betriebsmodell und Herstellerquelle. Der PIM Software Vergleich zeigt Kriterien und Vergleichstabelle nach Segmenten. Die Abgrenzung der Systemklassen steht unter PIM gegen MDM gegen DAM.

Zuletzt geprüft am 13.10.2026

Datenanreicherung
Omnichannel-Ausspielung
DAM und Medien
eCl@ss · ETIM · GDSN
Open Source PIM
1x
pflegen, in alle Kanäle ausspielen
OSL-3.0
Lizenz der Akeneo PIM Community Edition laut Akeneo Repository (Abruf 13.10.2026)
GS1
GDSN-Standard für Produktstammdaten
PXM
Product Experience als Weiterentwicklung
Definition

Was ist PIM Software?

PIM Software (Product Information Management) ist ein System, das alle Produktinformationen wie Attribute, Beschreibungen, Varianten, Bilder und Klassifikationen an einer Stelle verwaltet. Es reichert die Daten in Workflows an, prüft sie auf Vollständigkeit und spielt sie kanalgerecht an Onlineshop, Marktplätze, Print und Vertrieb aus.

PIM, MDM und DAM in je einem Satz

PIM

PIM verwaltet vertriebs- und marketingrelevante Produktinhalte und spielt sie aufbereitet in Shop, Marktplätze, Kataloge und Vertrieb aus.

MDM

MDM (Master Data Management) führt die Stammdaten mehrerer Domänen wie Produkte, Kunden, Lieferanten und Standorte unternehmensweit als verbindliche Referenz.

DAM

DAM (Digital Asset Management) speichert und organisiert Medien wie Bilder, Videos und Dokumente mit Formaten, Versionen und Nutzungsrechten.

Wann welches System führt und wie die drei zusammenspielen, zeigt der ausführliche Vergleich PIM gegen MDM gegen DAM. Die Abgrenzung folgt der Beschreibung von inriver (Abruf 13.10.2026).

Warum PIM?

Eine Quelle für alle Produktinhalte

Produktdaten liegen verstreut in ERP, Excel, Mails der Lieferanten und Bildordnern. Ein PIM bündelt sie an einem Ort, sichert ihre Qualität und spielt sie konsistent in jeden Kanal aus, vom Onlineshop bis zum Katalog.

Typische Probleme ohne PIM
📄
Excel-Wildwuchs & Doppelpflege
Dieselben Daten werden für Shop, Katalog und Marktplatz mehrfach gepflegt. Änderungen erreichen nicht alle Kanäle, Fehler schleichen sich ein.
🛒
Inkonsistente Inhalte je Kanal
Im Shop steht etwas anderes als im Marktplatz. Unvollständige oder widersprüchliche Daten kosten Conversion und führen zu Retouren.
🌐
Sprachen & Märkte skalieren nicht
Jede neue Sprache oder jeder neue Marktplatz vervielfacht den Pflegeaufwand. Internationalisierung wird zur Bremse.
⏳
Langsamer Time-to-Market
Bis ein neues Produkt überall sauber gelistet ist, vergehen Wochen. Schnelle Sortimentswechsel sind kaum möglich.
Was ein gutes PIM leistet
✓
Single Source of Truth für Produkte
Einmal pflegen, überall konsistent ausspielen
✓
Anreicherungs-Workflows
Aufgaben, Status und Freigaben je Team
✓
Vollständigkeit & Datenqualität
Regeln und Quoten je Kanal sichtbar
✓
Schnelle Kanal- & Markt-Ausweitung
Neue Sprachen und Marktplätze ohne Mehrfacharbeit
✓
Standards & Klassifikation
eCl@ss, ETIM, GDSN out of the box
Einordnung
Mehrere Anbieter positionieren ihr PIM inzwischen als Product Experience Plattform (PXM), etwa Salsify und Centric PXM (ehemals Contentserv). Für die Auswahl zählt weniger das Etikett als Datenmodell, Workflows und Kanalanbindung (Einschätzung von Find-Your-Software).
Datenfluss

Wie ein PIM arbeitet: vier Stufen

Ein PIM ist die Drehscheibe zwischen Datenquellen und Ausgabekanälen. Es sammelt, reichert an, sichert Qualität und verteilt. Wer den Fluss versteht, bewertet Anbieter realistischer.

Stufe 01

Sammeln

Import von Basisdaten aus ERP, Lieferanten-Feeds, Excel und Klassifikationskatalogen in eine zentrale Plattform.

Stufe 02

Anreichern

Marketingtexte, Bilder, Varianten, Übersetzungen und Beziehungen werden in Workflows ergänzt und freigegeben.

Stufe 03

Qualität sichern

Regeln prüfen Vollständigkeit und Konsistenz je Kanal. Erst freigegebene, vollständige Daten werden ausgespielt.

Stufe 04

Verteilen

Kanalgerechte Ausspielung an Shop, Marktplätze, Print und Vertrieb, jeweils im passenden Format und Datenstandard.

Wichtig bei der Bewertung: Der größte Hebel liegt in den Stufen Anreichern und Qualität. Achten Sie weniger auf die reine Datenhaltung als auf Workflow-Fähigkeit, Regelwerke für Datenqualität und die kanalgerechte Ausspielung, dort entscheidet sich der spätere Nutzen.

Kernfunktionen

Was eine PIM Software können muss

Diese sechs Funktionsbereiche bilden den Kern moderner PIM-Software. Je nach Sortiment, Branche und Kanalstrategie werden sie unterschiedlich stark gewichtet.

01

Datenmodell & Klassifikation

Flexible Attribute, Kategorien, Varianten und Beziehungen. Unterstützung für Klassifikationsstandards wie eCl@ss und ETIM für technische Produkte.

  • Attribute, Varianten, Bundles
  • eCl@ss / ETIM / GPC
  • Kategorien & Beziehungen
02

Anreicherung & Workflows

Aufgabenbasierte Anreicherung mit Status, Verantwortlichkeiten und Freigaben. Mehrere Teams arbeiten parallel an vollständigen Produkten.

  • Workflow & Aufgaben
  • Rollen & Freigaben
  • Vollständigkeits-Status
03

Digital Asset Management

Verwaltung von Bildern, Videos und Dokumenten direkt am Produkt. Varianten, Formate und Rechte zentral gepflegt und mit ausgespielt.

  • Medien am Produkt
  • Formate & Renditions
  • Rechte & Versionen
04

Kanäle & Syndication

Kanalgerechte Ausspielung an Shop, Marktplätze, Print und Vertrieb. Mapping auf die Anforderungen von Amazon, Google und Handelspartnern.

  • Channel-Mapping
  • Marktplatz-Syndication
  • Print- & Katalog-Output
05

Datenqualität & Governance

Regeln für Pflichtfelder, Formate und Konsistenz. Qualitäts- und Vollständigkeitsquoten machen den Reifegrad je Kanal sichtbar.

  • Validierungsregeln
  • Vollständigkeits-Scores
  • Audit-Trail & Historie
06

Mehrsprachigkeit & Lokalisierung

Übersetzungs-Workflows, Sprach- und Marktvarianten. Inhalte werden pro Land und Sprache differenziert gepflegt und ausgespielt.

  • Übersetzungs-Workflows
  • Markt- & Sprachvarianten
  • Anbindung an Übersetzungstools
Anbieterüberblick

12 PIM Systeme im DACH-Überblick

Eingeordnet nach Segment, Schwerpunkt, Open-Source-Option und DAM, jeweils mit Link zur Herstellerseite. Schwerpunkt, Sitz, Open Source und DAM stammen von den Herstellerseiten, das Segment ist eine Einschätzung von Find-Your-Software. Die ausführliche Anbieterliste mit Betriebsmodell steht unter PIM Anbieter im Detail, Kriterien und Tabelle nach Segmenten im Vergleich der PIM Software.

Anbieter Segment (Einschätzung) Schwerpunkt laut Hersteller Open Source DAM laut Hersteller Herstellerseite
AkeneoAkeneo SAS laut Lizenzdatei
Mittelstand+ PIM mit Community Edition auf GitHub ✓ OSL-3.0 keine Angabe Lizenz
ContentservTeil von Centric Software
Mittelstand+ Centric PXM für Konsumgüter, Handel und Fertigung nein keine Angabe contentserv.com
Stibo SystemsAarhus, Dänemark
Enterprise Multidomain Stammdaten mit Product, Customer, Supplier und Location Data Cloud nein keine Angabe stibosystems.com
inriverMalmö, Schweden
Enterprise PIM mit Syndication in Shops, Marktplätze und Print nein ○ Anbindung inriver.com
PimcoreSalzburg, Österreich
Mittelstand+ Plattform mit PIM, MDM und DAM, Editionen bis PaaS ✓ POCL ✓ pimcore.com
SalsifyBoston, USA
Enterprise PXM mit Syndication und GDSN Data Pool nein keine Angabe salsify.com
SyndigoChicago, USA
Enterprise PIM, MDM, GDSN und Syndication, 1WorldSync ist Teil von Syndigo nein keine Angabe syndigo.com
ViamediciEttlingen, Deutschland
Mittelstand+ EPIM Plattform mit VIA/PIM360°, VIA/MDM, VIA/DAM und CPQ nein ✓ viamedici.com
PerfionTeil von Boyum Solutions
Mittelstand PIM mit Anbindung an Dynamics 365, SAP Business One und S/4HANA nein ✓ perfion.boyum-solutions.com
ProductsupBerlin, Deutschland
Mittelstand+ Feed Management und Syndication, kein klassisches PIM nein nein productsup.com
Bluestone PIMTønsberg, Norwegen
Mittelstand+ Headless und API-first, MACH-zertifiziert nein ○ AI DAM, Anbindung bluestonepim.com
PlytixSitz auf Herstellerseite nicht genannt
KMU PIM mit DAM Modul nein ✓ plytix.com

✓ = laut Herstellerseite vorhanden, ○ = eingeschränkt oder über Anbindung, nein = nicht angeboten, keine Angabe = auf der abgerufenen Herstellerseite nicht genannt. Preise nennen die meisten Hersteller nur auf Anfrage, deshalb stehen keine Preise in der Tabelle. Abruf der Herstellerseiten am 13.10.2026, anbieterneutral. Zuletzt geprüft am 13.10.2026.

Open Source PIM

Open Source PIM: Akeneo und Pimcore

Zwei bekannte PIM Systeme stellen ihren Quellcode frei zur Verfügung. Die Lizenzen unterscheiden sich deutlich, deshalb lohnt der Blick in die Bedingungen des Herstellers vor dem produktiven Einsatz.

Akeneo

Akeneo PIM Community Edition

Der Quellcode liegt im öffentlichen Repository von Akeneo. Die Lizenzdatei nennt die Open Software License 3.0 (OSL-3.0) der Akeneo SAS.

  • Lizenz: OSL-3.0
  • Betrieb und Hosting in eigener Verantwortung
  • Kommerzielle Angebote: Preise nicht öffentlich belegt
Pimcore

Pimcore Community Edition

Alle Pimcore Editionen stehen laut Hersteller unter der Pimcore Open Core License (POCL) mit vollem Quellcode. Die Community Edition ist laut Pimcore kostenlos für Organisationen unter 5 Mio. EUR oder USD Jahresumsatz, für Non-Profits und Hochschulen sowie für den Nicht-Produktivbetrieb.

  • Lizenz: POCL (Open Core, nicht mehr GPL)
  • Weitere Editionen: Professional, Enterprise, PaaS
  • PIM, MDM und DAM auf einer Plattform
Einordnung

Was Open Source nicht spart

Open Source senkt die Lizenzkosten, nicht den Aufwand für Datenmodell, Datenübernahme, Schnittstellen, Hosting, Updates und Support. Diese Arbeit leisten Sie selbst oder kaufen sie bei einem Partner ein (Erfahrungswert von Find-Your-Software).

  • Eigene Entwicklerkapazität einplanen
  • Lizenzgrenzen vor Wachstum prüfen
  • Betriebsmodell früh festlegen

Quellen: Akeneo PIM Lizenzdatei; Pimcore Open Core und Editionen. Abruf jeweils 13.10.2026. Keine Rechtsberatung zur Lizenz. Mehr zu Editionen und Anbietern in der Anbieterliste, Abschnitt Open Source. Zuletzt geprüft am 13.10.2026.

PIM und DAM

PIM und DAM zusammen einsetzen

Ein PIM führt die Produktdaten, ein DAM die Medien. Im Alltag gehören beide zusammen: Bilder, Videos und Datenblätter hängen am Artikel und werden gemeinsam in jeden Kanal ausgespielt.

VarianteSo funktioniert esBeispiele laut Hersteller
DAM im PIM integriert
Medien werden direkt im PIM verwaltet und mit dem Produkt ausgespielt.Perfion, Plytix
Plattform mit PIM, MDM und DAM
Ein Hersteller bietet Produktdaten, Stammdaten und Medien als Module einer Plattform.Pimcore, Viamedici (VIA/PIM360°, VIA/MDM, VIA/DAM)
Eigenständiges DAM angebunden
Das PIM bindet ein vorhandenes DAM über eine Schnittstelle an und verknüpft die Medien mit dem Artikel.inriver beschreibt die Anbindung des DAM, Bluestone PIM die Verbindung zu ERP, Commerce und DAM

Faustregel: Sind die Medien überwiegend Produktbilder und Datenblätter, reicht oft das DAM im PIM. Verwalten Marketing und Agenturen viele Markenmedien mit Nutzungsrechten, ist ein eigenständiges DAM mit Anbindung meist die bessere Wahl (Einschätzung von Find-Your-Software). Details zur Abgrenzung im Vergleich PIM, MDM und DAM im Detail.

Quellen: Perfion; Plytix; Pimcore DAM; Viamedici; inriver; Bluestone PIM. Abruf jeweils 13.10.2026. Zuletzt geprüft am 13.10.2026.

Nach Profil

Welches PIM für welches Geschäft?

Konsumgüter brauchen andere PIM-Funktionen als technische B2B-Produkte. Diese Einordnung zeigt bewährte Systeme je Profil als Ausgangspunkt für die Vorauswahl.

Profil Kritische Anforderungen Bewährte Systeme
Hersteller technischer ProdukteIndustrie, B2B
eCl@ss/ETIM, Varianten, Datenblätter, BMEcat Viamedici, Contentserv, Pimcore
Konsumgüter / MarkenherstellerFMCG, Retail
GDSN, Digital Shelf, Marken-Content Salsify, Syndigo, inriver, Akeneo
Händler & MarktplätzeE-Commerce
Syndication, Feed-Management, viele Kanäle Productsup, Akeneo, Salsify
Mittelstand mit Microsoft-StackDynamics 365
Enge ERP-Integration, schlanke Einführung Perfion, Contentserv
Open-Source-orientiertvolle Datenhoheit
Anpassbarkeit, On-Premise, kein Lizenz-Lock-in Pimcore, Akeneo Community
KMU / Einstiegkleines Sortiment
Schnelle Einführung, geringe Kosten Plytix, Bluestone PIM

Orientierung nach typischen Profilen, keine abschließende Eignungsaussage. Stand Juni 2026, anbieterneutral.

Integration-Ökosystem

Das PIM in der Commerce-Landschaft

Ein PIM entfaltet seinen Wert über die Anbindung an Quellsysteme und Ausgabekanäle. Standardkonnektoren und offene APIs entscheiden, wie schnell neue Kanäle erschlossen werden.

Quellen & ERP
SAP, Dynamics, NetSuite
Artikelstammdaten, Preise
Lieferanten-Feeds
BMEcat, CSV, Excel
E-Commerce
Shopware, Shopify
Onlineshop-Anbindung
Adobe Commerce, commercetools
Headless-Commerce
Medien & Content
DAM-Systeme
Bynder, Cloudinary
Übersetzung
DeepL, TMS-Anbindung
Kanäle & Syndication
Amazon, Google, eBay
Marktplatz-Feeds
Print & GDSN
Kataloge, Datenpools

Wichtig bei der Evaluierung: Prüfen Sie, ob für Ihr ERP und Shopsystem fertige Konnektoren existieren und wie die Marktplatz-Syndication abgebildet wird. Eine dokumentierte REST-API und vorhandene Standard-Schnittstellen entscheiden über Aufwand, Geschwindigkeit und spätere Flexibilität.

Standards & Datenqualität

Worauf es bei Produktdaten ankommt

Produktdaten sind nur wertvoll, wenn sie standardkonform, vollständig und austauschbar sind. Diese sechs Punkte entscheiden über die Eignung eines PIM, gerade im DACH-Raum.

Konsumgüter

GS1 & GDSN

Das Global Data Synchronization Network (GDSN) auf Basis von GS1-Standards (GTIN) ist der Standard für den Stammdatenaustausch zwischen Herstellern und Handel, vor allem bei Konsumgütern.

  • GTIN & GS1-Identifikation
  • Datenpool-Anbindung (z. B. 1WorldSync)
  • Pflichtattribute des Handels
Technische Produkte

eCl@ss & ETIM

eCl@ss und ETIM sind Klassifikationsstandards für technische und industrielle Produkte. Sie beschreiben Kategorien und Merkmale einheitlich und sind im B2B-Handel oft Pflicht.

  • Einheitliche Merkmalleisten
  • Branchenspezifische Klassen
  • B2B-Marktplatz-Anforderung
Katalogaustausch

BMEcat

BMEcat ist das verbreitete XML-Format für den elektronischen Austausch von Produktkatalogen im B2B. Ein PIM sollte BMEcat im- und exportieren können.

  • BMEcat 1.2 / 2005
  • Im- und Export
  • Kombination mit eCl@ss/ETIM
Qualität

Datenqualität & Vollständigkeit

Regeln für Pflichtfelder, Formate und Konsistenz sowie Vollständigkeits-Scores je Kanal. Schlechte Produktdaten sind der häufigste Grund für PIM-Projekte.

  • Validierungsregeln
  • Vollständigkeits-Quoten
  • Freigabe-Workflows
Abgrenzung

PIM vs. MDM

PIM fokussiert produktbezogene, vertriebsnahe Daten. MDM verwaltet alle Stammdaten-Domänen unternehmensweit. Manche Plattformen (Stibo, Pimcore) decken beides ab.

  • PIM: Produkt-Content
  • MDM: alle Stammdaten
  • Multidomain-Plattformen
Architektur

Headless, API & PXM

Moderne PIM sind API-first und headless, damit Inhalte flexibel in beliebige Frontends fließen. Die Weiterentwicklung zum PXM stellt das Produkterlebnis in den Mittelpunkt.

  • REST/GraphQL-APIs
  • Headless-Auslieferung
  • Product Experience (PXM)
Kosten und TCO

Was PIM Software wirklich kostet

Die meisten PIM Hersteller nennen Preise nur auf Anfrage. Belastbar vergleichen lassen sich deshalb vor allem die Kostenblöcke. Der größere Aufwand steckt oft in Datenmodellierung und Bereinigung, nicht in der Lizenz.

Kostenblock Was ihn treibt Belegte Herstellerangaben
Lizenz oder Abo
Zahl der Produkte, Nutzer, Kanäle, Sprachen und Module Pimcore Community Edition laut Hersteller kostenlos für Organisationen unter 5 Mio. EUR oder USD Jahresumsatz, Non-Profits, Hochschulen und Nicht-Produktivbetrieb. Akeneo Community Edition unter OSL-3.0. Übrige Preise auf Anfrage.
Einführung
Datenmodell, Workflows, Rollen, Klassifikation wie eCl@ss oder ETIM Keine öffentlichen Herstellerangaben
Datenübernahme
Qualität und Verteilung der Bestandsdaten in ERP, Excel und Lieferantenfeeds Keine öffentlichen Herstellerangaben
Schnittstellen
Anbindung an ERP, Shop, DAM, Marktplätze und Datenpools Keine öffentlichen Herstellerangaben
Betrieb
Hosting, Updates und Support, bei Open Source in eigener Verantwortung Keine öffentlichen Herstellerangaben

Wichtige Kostentreiber: Datenmodellierung und Bereinigung der Bestandsdaten, Anzahl der angebundenen Kanäle und Sprachen, Schnittstellen zu ERP, Shop und DAM sowie Schulung der Redaktionsteams. Open Source spart Lizenzkosten, verlagert den Aufwand aber auf Hosting und Implementierung (Erfahrungswert von Find-Your-Software). Quelle Pimcore: Pimcore Open Core, Quelle Akeneo: Akeneo Lizenzdatei, Abruf 13.10.2026. Zuletzt geprüft am 13.10.2026.

Auswahlprozess

In 6 Schritten zur richtigen PIM Software

PIM-Projekte scheitern selten an der Software und oft an unklaren Datenmodellen und schlechter Datenqualität. Dieser Prozess führt vom Sortiment bis zum produktiven, sauberen PIM.

01

Produktdaten & Kanäle aufnehmen

Bestehende Datenquellen, Sortimentsgröße, Attributtiefe und alle Ausgabekanäle wie Shop, Marktplätze, Print und Vertrieb erfassen.

02

Anforderungen & Datenmodell klären

Funktionen wie Anreicherungs-Workflows, DAM, Mehrsprachigkeit und Klassifikation (eCl@ss, ETIM) priorisieren und das Zieldatenmodell skizzieren.

03

Integrationen prüfen

Anbindung an ERP, Shopsystem, DAM und Syndication-Kanäle bewerten. Offene APIs und vorhandene Konnektoren reduzieren den Aufwand erheblich.

04

Longlist & Demo

5 bis 8 Anbieter vorauswählen und mit eigenem Sortiment und echten Use Cases testen, etwa Anreicherung und Ausspielung in einen Kanal.

05

Datenqualität & Governance bewerten

Prüfen, wie das System Datenqualität, Vollständigkeit und Freigabe-Workflows sicherstellt. Schlechte Produktdaten sind der häufigste Projektgrund.

06

Einführung & Datenmigration

Datenmodell aufsetzen, Bestandsdaten migrieren und bereinigen, Workflows etablieren und schrittweise weitere Kanäle anbinden.

FAQ

Häufige Fragen zur PIM Software

Antworten zu Begriff, Abgrenzung zu DAM und MDM, Open Source, Anbietern, Kosten, Eignung und Einführungsdauer. Zuletzt geprüft am 13.10.2026.

Was ist PIM Software?
PIM Software (Product Information Management) verwaltet alle Produktinformationen wie Attribute, Beschreibungen, Varianten, Bilder und Klassifikationen an einer Stelle. Sie reichert die Daten in Workflows an, prüft sie auf Vollständigkeit und spielt sie kanalgerecht an Onlineshop, Marktplätze, Print und Vertrieb aus. So ersetzt sie verstreute Excel-Listen durch eine gemeinsame Quelle für Produktdaten.
Was ist der Unterschied zwischen PIM und DAM?
PIM verwaltet Produktdaten wie Attribute, Texte und Varianten, DAM (Digital Asset Management) verwaltet Medien wie Bilder, Videos und Dokumente mit Formaten und Nutzungsrechten. Beide arbeiten meist zusammen: Das PIM verknüpft die Medien aus dem DAM mit dem Artikel und spielt sie gemeinsam aus. Manche PIM Systeme bringen ein DAM Modul mit, etwa Pimcore oder Perfion laut Hersteller. Mehr dazu im Vergleich PIM gegen MDM gegen DAM.
Was ist der Unterschied zwischen PIM und MDM?
PIM konzentriert sich auf vertriebs- und marketingrelevante Produktinhalte für Kanäle wie Shop und Marktplätze. MDM (Master Data Management) führt Stammdaten mehrerer Domänen wie Produkte, Kunden, Lieferanten und Standorte unternehmensweit als verbindliche Referenz. Plattformen wie Stibo Systems, Pimcore oder Viamedici decken laut Hersteller beide Bereiche ab.
Gibt es Open Source PIM Software?
Ja. Die Akeneo PIM Community Edition steht laut Lizenzdatei unter der Open Software License 3.0. Pimcore stellt alle Editionen unter die Pimcore Open Core License, die Community Edition ist laut Hersteller kostenlos für Organisationen unter 5 Mio. EUR oder USD Jahresumsatz, für Non-Profits, Hochschulen und den Nicht-Produktivbetrieb. Hosting, Implementierung und Support kommen in jedem Fall hinzu.
Welche PIM Anbieter gibt es?
Zu den bekannten PIM Anbietern im DACH-Raum zählen Akeneo, Centric PXM (ehemals Contentserv), Stibo Systems, inriver, Pimcore, Salsify, Syndigo, Viamedici, Perfion, Bluestone PIM und Plytix, für Feed Management und Syndication außerdem Productsup. Eine Liste mit Sitz, Betriebsmodell und Herstellerquelle finden Sie unter PIM Anbieter, Kriterien und Tabelle im PIM Software Vergleich.
Was kostet PIM Software?
Die meisten Hersteller nennen Preise nur auf Anfrage. Belegt ist: Die Pimcore Community Edition ist laut Hersteller unter bestimmten Bedingungen kostenlos, die Akeneo Community Edition steht unter einer Open Source Lizenz. Die Gesamtkosten bestimmen vor allem Datenmodellierung, Bereinigung der Bestandsdaten, Schnittstellen zu ERP und Shop, Zahl der Kanäle und Sprachen sowie Betrieb und Support (Erfahrungswert von Find-Your-Software).
Welches PIM eignet sich für Mittelstand und Handel?
Für Händler mit vielen Kanälen zählen Syndication zu Marktplätzen, Lieferantendaten und Feed Management, für Hersteller technischer Produkte eCl@ss, ETIM und BMEcat. Im Mittelstand mit Microsoft Dynamics passt Perfion, bei Wunsch nach Datenhoheit Pimcore oder Akeneo, bei kleinem Sortiment Plytix oder Bluestone PIM (Einschätzung von Find-Your-Software). Entscheidend sind Branchenpassung, Datenmodell und vorhandene Konnektoren zu ERP und Shop.
Wie lange dauert die Einführung eines PIM Systems?
Ein schlankes Projekt mit einem Kanal ist oft in wenigen Monaten produktiv, Projekte mit vielen Quellen, Sprachen, Klassifikationen und Syndication-Kanälen dauern meist zwischen drei und neun Monaten (Erfahrungswert von Find-Your-Software). Den größten Aufwand verursacht meist nicht die Software, sondern die Arbeit an Datenmodell, Bereinigung und Migration der Produktdaten.
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