Software für Großhandel:
ERP, WMS, EDI und PIM
Ein Großhandel braucht vier Systemarten, die zusammenspielen: ERP oder Warenwirtschaft für Preise, Aufträge und Rechnungen, WMS für das Lager, EDI für den Datenaustausch mit Handelspartnern und PIM für Produktdaten. Hinzu kommen kundenspezifische Preise, Mehrlager und E-Rechnung. Diese Seite zeigt, welche Frage welches System beantwortet, was es kostet und welche Anbieter Beispiele sind.
Zuletzt geprüft am 10.10.2026
Welche Software braucht ein Großhandel?
Ein Großhandel kauft Ware ein, lagert sie, verkauft sie an gewerbliche Kunden und rechnet nach vereinbarten Konditionen ab. Daraus ergibt sich keine einzelne Software, sondern eine Systemlandschaft. Diese Seite ordnet vier Systemarten ein, zeigt die Fragen, die jedes System beantwortet, und benennt die Schnittstellen dazwischen. Für ERP und WMS im Detail führen Links zu den Vertiefungsseiten im Netzwerk, deren Inhalt hier nicht wiederholt wird.
ERP und Warenwirtschaft: Was wird zu welchem Preis an wen verkauft?
Das ERP (Enterprise-Resource-Planning) oder die Warenwirtschaft ist das führende System für Artikel, Kunden, Lieferanten, Preise, Aufträge, Einkauf und Rechnungen. Es beantwortet, was ein Kunde zu welchem Preis bestellen darf und was daraus buchhalterisch folgt.
Erfahrungswert von Find-Your-Software: In den meisten Großhandelsprojekten ist das ERP der Datenführer, an dem die anderen Systeme hängen.
Lagerverwaltung und WMS: Wo liegt die Ware und wie kommt sie zum Kunden?
Ein WMS (Warehouse-Management-System) steuert Lagerplätze, Wareneingang, Kommissionierung und Versand im Detail. Es beantwortet, wo ein Artikel liegt und in welcher Reihenfolge er gepackt wird.
Nicht jeder Großhandel braucht es: Bei einem Lager mit wenigen Plätzen reicht oft die Lagerfunktion des ERP (Erfahrungswert von Find-Your-Software). Die Entscheidungshilfe steht im Abschnitt zu Lager und WMS.
EDI und E-Rechnung: Wie tauschen wir Belege automatisch aus?
EDI (Electronic Data Interchange) überträgt Bestellungen, Lieferavise und Rechnungen als strukturierte Nachrichten zwischen den Systemen der Handelspartner. Es beantwortet, ob ein Beleg ohne Abtippen im ERP des Empfängers ankommt.
Die E-Rechnung nach § 14 UStG verlangt ein strukturiertes Format. Wie beides zusammenhängt, zeigt der Abschnitt zu EDI und E-Rechnung.
PIM und Kataloge: Welche Produktdaten gehen in welchen Kanal?
Ein PIM (Product-Information-Management) pflegt Beschreibungen, Merkmale, Bilder und Klassifikationen zentral und stellt sie für Shop, Katalog und Lieferantenportale bereit. Es beantwortet, welche Version der Produktdaten gilt.
Bei kleinem Sortiment reicht häufig das ERP, bei vielen Artikeln und Kanälen lohnt ein eigenes System (Erfahrungswert von Find-Your-Software).
Beispiel: Wie ein Auftrag durch die Systeme läuft
Der Ablauf zeigt, wo welches System arbeitet und wo die Schnittstellen liegen (Darstellung von Find-Your-Software, vereinfacht).
- Der Kunde sendet eine Bestellung per EDI als Nachricht ORDERS; das ERP legt den Auftrag an und wendet den kundenspezifischen Preis an.
- Das ERP prüft Verfügbarkeit, Kreditlimit und wählt das Lager; es übergibt den Lieferauftrag an das WMS.
- Das WMS steuert Kommissionierung und Verpackung und meldet Versandbestätigung und Packstücke an das ERP zurück.
- Das ERP oder der EDI-Dienst sendet das Lieferavis (Nachricht DESADV) an den Kunden.
- Das ERP erstellt die Rechnung als E-Rechnung oder als EDI-Nachricht INVOIC und legt den Beleg im Archiv ab.
- Das PIM versorgt Shop und Katalog parallel mit Texten, Merkmalen und Bildern zu denselben Artikelnummern.
Übersicht Systemarten nach Unternehmensgröße. Größenklassen wie auf der Seite Distributionssoftware (eigene Marktbeobachtung), Zuordnung der Systeme: Erfahrungswert von Find-Your-Software, keine Herstellerangabe, Stand 10.10.2026.
| Größenklasse | ERP und Warenwirtschaft | Lager und WMS | EDI und E-Rechnung | PIM |
|---|---|---|---|---|
| Kleinbis 20 Nutzer, 1 Lager | Cloud-ERP oder Warenwirtschaft mit Lagerfunktion | Lagerfunktion des ERP, WMS erst bei Chargen oder Mehrlager | E-Rechnung im ERP, EDI als Dienst für einzelne Partner | Produktdaten im ERP oder im Shop |
| Mittelstand20 bis 100 Nutzer, mehrere Lager | Mittelstands-ERP, häufig mit Branchenpaket Großhandel | WMS ab mehreren Lagern oder hohen Pickzahlen | EDI-Modul oder EDI-Dienstleister, E-Rechnung im ERP | PIM bei vielen Artikeln und Kanälen |
| Enterpriseab 100 Nutzer, viele Standorte | Konzern-ERP oder mehrere gekoppelte Systeme | WMS je Standort oder zentral | EDI-Plattform mit Partneranbindung | PIM oder Master-Data-Management zentral |
Mehr zu Kasse und Einzelhandel: Software für Handel → Logistik im Überblick: Software für Logistik →
Zum Branchenumfeld nennt der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) auf bga.de rund 2 Millionen Beschäftigte in 139.000 Unternehmen des Großhandels. Die Seite nennt kein Jahr zu diesen Zahlen, abgerufen am 10.10.2026.
Was muss ERP und Warenwirtschaft im Großhandel leisten?
Die folgenden Anforderungen gelten für das führende System der Landschaft. Funktionsbeispiele stammen aus Herstellerangaben; ob ein Produkt sie erfüllt, zeigt erst die Demo mit Ihren Daten. Für die Auswahl eines ERP im Detail führt die Vertiefungsseite weiter, eine eigene ERP-Anbieterauswahl gibt es auf dieser Seite nicht.
Kundenspezifische Preise
Im Großhandel gilt selten ein Listenpreis für alle. KUMAVISION beschreibt für trade365 eine mehrstufige Preisfindung mit Staffelpreisen, Sonderkonditionen, Rabattketten und Boni (Quelle: Herstellerseite, Stand 10.10.2026). Bei proALPHA nennt die Herstellerseite dynamische Verkaufspreise nach Kundengruppen sowie Liefer- und Bonusvereinbarungen (Quelle: Herstellerseite, Stand 10.10.2026).
- Prüfen: Preise je Kunde, Kundengruppe, Menge und Zeitraum
- Prüfen: Rahmenverträge und Abrufmengen
- Prüfen: rückwirkende Boni und ihre Abrechnung
Bestände je Lager und Standort
Ein Großhandel hält Ware oft an mehreren Standorten. Wichtig ist, ob das ERP Bestände je Lager führt, Umlagerungen abbildet und beim Auftrag das passende Lager wählt. KUMAVISION nennt für trade365 den Betrieb über mehrere Standorte und Lager mit Echtzeit-Bestandsübersicht und Umlagerungen (Quelle: Herstellerseite, Stand 10.10.2026).
- Prüfen: Lagerwahl nach Verfügbarkeit und Lieferweg
- Prüfen: Umlagerung zwischen Standorten
- Prüfen: standortübergreifende Auswertung
Direktlieferung vom Lieferanten
Beim Streckengeschäft liefert der Lieferant direkt an den Kunden. Das ERP muss Kundenauftrag, Lieferantenbestellung, Wareneingang ohne eigene Lagerung und Rechnung verknüpfen. Die Vertiefungsseite zu ERP im Handel nennt das Streckengeschäft als Kriterium, das ein Großhandels-ERP sauber abbilden muss (Quelle: find-your-erp.de, Stand 10.10.2026).
- Prüfen: Bestellung und Auftrag als verknüpfter Vorgang
- Prüfen: Rechnung an den Kunden und Lieferantenrechnung im Abgleich
Deckungsbeitrag und Einstandspreis
Die Marge entscheidet, ob ein Preiszugeständnis sich lohnt. KUMAVISION nennt für trade365 eine Deckungsbeitragsrechnung nach Auftrag, Kunde, Artikel oder Warengruppe sowie eine Einstandspreiskalkulation mit Bezugsnebenkosten wie Zöllen und Fracht (Quelle: Herstellerseite, Stand 10.10.2026).
- Prüfen: Einstandspreis mit Fracht und Zoll
- Prüfen: Deckungsbeitrag je Kunde und Artikel
Kredit, Fakturierung und Belege
Von der Auftragserfassung bis zur Rechnung laufen Prüfungen und Belege durch das ERP. KUMAVISION nennt für trade365 eine Kreditlimitprüfung bei der Auftragserfassung (Quelle: Herstellerseite, Stand 10.10.2026). Die Rechnung muss je nach Empfänger als E-Rechnung ausgegeben werden; die Vorgaben stehen im Abschnitt zu EDI und E-Rechnung.
- Prüfen: Kreditlimit und Zahlungsbedingungen je Kunde
- Prüfen: Rechnungsausgang als E-Rechnung und Archivierung
Das ERP als Datenführer
Das ERP gibt Aufträge an das WMS, empfängt Bestellungen per EDI, liefert Artikelnummern an das PIM und übergibt Buchungen an die Finanzbuchhaltung (Beschreibung von Find-Your-Software). Wie solche Schnittstellen aufgebaut werden, erklärt die Seite zu Schnittstellen und Integration in der Systemlandschaft.
- Prüfen: Standardschnittstellen statt Einzelprogrammierung
- Prüfen: Fehlerprotokoll und Wiederanlauf bei Übertragungsfehlern
Mehr zu ERP für Handel und Großhandel → Mehr zu Mehrlager, Preislisten und Rabattlogik: Distributionssoftware → Warenwirtschaft und ERP im Unterschied → Schnittstellen und Integration →
Quellen: KUMAVISION trade365, proALPHA Großhandel, ERP für Handel und Großhandel, alle Stand 10.10.2026. Die Punkte unter Prüfen sind Prüffragen von Find-Your-Software und keine Herstellerangaben.
Wann reicht das ERP und wann braucht der Großhandel ein WMS?
Das ERP kennt Bestände je Lager, ein WMS kennt Lagerplätze, Wege und Arbeitsschritte. Die Frage ist, ob die Lagerlogik des ERP für Ihre Mengen und Prozesse ausreicht. Chargen, Mindesthaltbarkeit, Cross-Docking, Touren und Slotting behandelt die Vertiefungsseite zu WMS für Großhandel; hier steht die Entscheidung und die Schnittstelle zum ERP.
Anzeichen, dass das ERP genügt
- Wenige Lagerorte und überschaubare Pickzahlen
- Keine Chargen- oder Mindesthaltbarkeitsführung
- Wareneingang und Versand ohne Scannerprozess machbar
- Keine Fördertechnik und kein Staplerleitsystem
Anzeichen, dass ein WMS nötig wird
- Chargenführung, Mindesthaltbarkeit oder Seriennummern
- Mehrere Zonen, Rampen und Lagerorte
- Scannergeführte Prozesse, Nachschub und Wegeoptimierung
- Anbindung von Staplern oder automatischen Lagersystemen
Was das ERP an das WMS gibt
- Kundenaufträge als Lieferaufträge
- Wareneingangsavise aus dem Einkauf
- Artikelstamm mit Maßen, Gewichten und Verpackungseinheiten
- Retourenaufträge
Was das WMS an das ERP zurückmeldet
- Bestandsbewegungen und Bestände je Lagerplatz
- Pick- und Versandbestätigungen mit Packstücken
- Wareneingangsbuchungen mit Abweichungen
- Inventurdifferenzen
Mehr zu WMS für Großhandel und FMCG → WMS Software im Überblick → WMS Vergleich → WMS Kosten →
Die Anzeichen sind Erfahrungswerte von Find-Your-Software, keine Herstellerangaben. Beispiele aus Herstellerseiten (Stand 10.10.2026): Jungheinrich WMS wird aus über 60 Modulen konfiguriert und nutzt Standardschnittstellen zu gängigen Host- und ERP-Systemen (Herstellerseite). JTL bietet JTL-Wawi und JTL-WMS als Produkte desselben Herstellers an (Preisseite). proALPHA beschreibt auf der Großhandelsseite ein zentrales WMS.
Was gilt für EDI und E-Rechnung im B2B-Verkehr?
Alle Rechtsangaben nennen Norm und Stand 10.10.2026. Sie ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung; den Einzelfall prüft die Steuerberatung.
Was eine E-Rechnung ist
Eine elektronische Rechnung ist eine Rechnung, die in einem strukturierten elektronischen Format ausgestellt, übermittelt und empfangen wird und eine elektronische Verarbeitung ermöglicht. Das Format muss der europäischen Norm zur elektronischen Rechnungsstellung entsprechen oder zwischen Aussteller und Empfänger vereinbart sein, wenn die richtige und vollständige Extraktion der Angaben gesichert ist (Quelle: § 14 UStG, Stand 10.10.2026).
Wann sie Pflicht ist
Bei einer Leistung an einen anderen Unternehmer für dessen Unternehmen ist die Rechnung als E-Rechnung auszustellen, wenn Aussteller und Empfänger im Inland oder in den in § 1 Abs. 3 UStG bezeichneten Gebieten ansässig sind (§ 14 Abs. 2 Satz 2 Nr. 1 UStG, Quelle: gesetze-im-internet.de, Stand 10.10.2026).
Übergangsfristen
Der Übergang ist in drei Stufen geregelt (Quelle: § 27 UStG, Stand 10.10.2026):
- Bis 31.12.2026: Papier oder, mit Zustimmung des Empfängers, ein anderes elektronisches Format für Umsätze ab 2025
- Bis 31.12.2027: für Umsätze des Jahres 2027, wenn der Gesamtumsatz des Ausstellers im Vorjahr nicht mehr als 800.000 Euro betrug
- Bis 31.12.2027: Rechnungen per EDI nach Empfehlung 94/820/EG, mit Zustimmung des Empfängers
- Für Umsätze ab 2028 sieht Absatz 38 keine Ausnahme mehr vor
Empfangen müssen alle können
Nach Angabe der IHK Dresden (Seite aktualisiert am 21.04.2026) müssen Unternehmen E-Rechnungen seit dem 1. Januar 2025 empfangen können, ohne dass der Empfänger zustimmen muss. Als Beispiele für normgerechte Formate nennt die IHK die XRechnung (reines XML) und ZUGFeRD ab Version 2.0.1 (PDF mit XML) nach EN 16931. Eine PDF-Rechnung per E-Mail gilt danach nicht als E-Rechnung (Quelle: IHK Dresden, Stand 10.10.2026).
EDI mit EANCOM
GS1 Germany beschreibt EANCOM als Untermenge des UN/EDIFACT-Standards, die die GS1 Identifikationsnummern GLN, GTIN und SSCC/NVE berücksichtigt. Typische Nachrichten im Warenfluss sind ORDERS (Bestellung), DESADV (Lieferavis) und INVOIC (Rechnung) (Quelle: GS1 Germany, Seite ohne Datumsangabe, abgerufen am 10.10.2026). EDI-Rechnungen haben mit § 27 Abs. 38 Nr. 3 UStG eine eigene Übergangsregel. Für die Anbindung braucht jeder Partner ein Mapping und einen Test (Erfahrungswert von Find-Your-Software).
Aufbewahrung der Belege
Die GoBD regeln die ordnungsmäßige Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie den Datenzugriff; die jüngste von Find-Your-Software gefundene Änderung des BMF-Schreibens ist die 2. Änderung vom 14.07.2025 (Quelle: Bundesfinanzministerium, Stand 10.10.2026).
- § 147 Abs. 3 AO: Bücher, Inventare und Jahresabschlüsse zehn Jahre, Buchungsbelege acht Jahre, sonstige steuerlich relevante Unterlagen sechs Jahre
- § 147 Abs. 2 AO: elektronisch aufbewahrte Unterlagen müssen jederzeit verfügbar, unverzüglich lesbar und maschinell auswertbar sein
- Quelle: § 147 AO, Stand 10.10.2026
Mehr zu E-Rechnung Software → XRechnung und ZUGFeRD im Vergleich →
Welche Beleg-Frist für ein konkretes Dokument gilt, klärt die Steuerberatung. Für die Software gilt als Auswahlkriterium (Erfahrungswert von Find-Your-Software): Rechnungsausgang und Rechnungseingang im strukturierten Format, Ablage der Belege im ERP oder Archiv und ein Protokoll der EDI-Übertragungen.
Wann lohnt sich ein PIM im Großhandel?
Ein Großhandel pflegt oft tausende Artikel mit Merkmalen, Bildern und Klassifikationen für mehrere Kanäle: Shop, Katalog, Lieferantenportale und Marktplätze. Wo diese Daten liegen, bestimmt Aufwand und Fehlerquote bei jedem neuen Kanal.
Ein Ort für Texte, Merkmale und Medien
Ein PIM bündelt Beschreibungen, Merkmale und Medien je Artikel. Akeneo beschreibt sich als Anbieter einer Produktdaten-Lösung für Marken, Hersteller, Distributoren und Händler (Quelle: akeneo.com, Stand 10.10.2026). Pimcore nennt Wholesale ausdrücklich in seiner Branchenliste (Quelle: pimcore.com, Stand 10.10.2026).
- Prüfen: Merkmalsmodell für Ihre Warengruppen
- Prüfen: Mehrsprachigkeit und Kanalvarianten
GTIN und GDSN
Im GDSN, dem weltweiten Netzwerk zertifizierter Stammdatenpools, ist die GTIN zur eindeutigen Identifikation der Produkte verpflichtend (Quelle: GS1 Germany, Seite ohne Datumsangabe, abgerufen am 10.10.2026). Ob Ihre Hersteller Daten per GDSN oder in einem Katalogformat liefern, bestimmt den Importweg ins PIM.
- Prüfen: Import von Lieferantenkatalogen
- Prüfen: Austausch mit Stammdatenpools
ERP führend für Nummer, Preis und Bestand
Erfahrungswert von Find-Your-Software: Das ERP bleibt führend für Artikelnummer, Preis und Bestand, das PIM führt Texte, Merkmale und Medien. Beide Systeme brauchen dieselbe Artikelnummer als Schlüssel. KUMAVISION nennt für trade365 BMEcat für Lieferantenkataloge und die Anbindung von B2B-Webshops (Quelle: Herstellerseite, Stand 10.10.2026).
- Prüfen: wer Artikel anlegt und wer sie freigibt
- Prüfen: Rückmeldung von Preis und Bestand an Shop und Portale
Wann PIM, wann nicht
Die Faustregeln sind Erfahrungswerte von Find-Your-Software und keine Herstellerangaben.
- Wenige hundert Artikel und ein Kanal: ERP oder Shop genügen oft
- Mehrere Kanäle mit unterschiedlichen Datenmodellen: PIM prüfen
- Viele Lieferantenkataloge: Importstrecke und Datenqualität einplanen
Mehr zu PIM Software → PIM Anbieter → PIM Software Vergleich → E-Commerce Software →
Was kostet Software für Großhandel nach Unternehmensgröße?
Die Kosten hängen weniger vom einzelnen Produkt ab als von Nutzerzahl, Lagern, EDI-Partnern und Anpassungen. Die Bänder stammen aus der eigenen Marktbeobachtung von Find-Your-Software und entsprechen der Seite Distributionssoftware; sie sind keine Herstellerpreise und ersetzen kein Angebot.
Rechenbeispiel von Find-Your-Software
Annahme: 20 Nutzer mit Lizenz für Business Central Essentials zu 69,30 Euro je Nutzer und Monat, zuzüglich MwSt., bei jährlicher Abrechnung (Quelle: Microsoft Preisseite, Stand 10.10.2026). Rechnung: 20 × 69,30 Euro × 12 Monate = 16.632 Euro pro Jahr nur für die Lizenzen.
Mit dem Tarif ERP Starter von weclapp zu 39 Euro netto je Nutzer und Monat (Quelle: weclapp Preisseite, Stand 10.10.2026) wären es 20 × 39 Euro × 12 Monate = 9.360 Euro pro Jahr. Dieser Tarif dient nur als Preisanker; ob er den Funktionsumfang eines Großhandels abdeckt, klären Demo und Angebot.
Beide Werte liegen im Band für kleine Unternehmen von 6.000 bis 25.000 Euro pro Jahr, enthalten aber weder Einführung noch WMS, EDI oder PIM.
So entsteht die Spalte über 5 Jahre
Rechnung von Find-Your-Software bei gleichbleibenden laufenden Kosten: 5 × laufende Kosten + einmalige Implementierung.
Klein: 5 × 6.000 + 5.000 = 35.000 Euro und 5 × 25.000 + 30.000 = 155.000 Euro. Mittelstand: 5 × 15.000 + 20.000 = 95.000 Euro und 5 × 150.000 + 200.000 = 950.000 Euro. Enterprise: 5 × 150.000 + 150.000 = 900.000 Euro als Untergrenze, die Quelle lässt die Obergrenze offen.
Abgleich mit anderen Seiten
Die Seite Was kostet ein ERP wirklich rechnet mit anderen Annahmen über fünf Jahre, zum Beispiel 103.780 Euro für Unternehmen bis 50 Mitarbeitende und 523.200 Euro für Unternehmen mit 51 bis 499 Mitarbeitenden (eigene Rechnung von Find-Your-Software, netto, Stand 10.10.2026). Beide Werte liegen innerhalb der Spannen oben.
Kostentreiber im Großhandel
- Zahl der Nutzer, Lager und Standorte
- Zahl der EDI-Partner und der Nachrichtentypen
- Grad der Anpassung bei Preis- und Rabattlogik
- Betriebsmodell: Cloud oder On-Premise
- Datenmigration, Schulung und Reserve für Unvorhergesehenes
Einführungsdauer
Im Mittelstand liegt die Dauer vom Vertrag bis zum Go-live meist zwischen 3 und 12 Monaten. Typische Phasen sind die Konzeption mit 4 bis 10 Wochen und die Datenmigration mit 3 bis 8 Wochen (Erfahrungswerte von Find-Your-Software, Stand 10.10.2026, Quelle: ERP Einführung).
Starten WMS, EDI und PIM gleichzeitig mit dem ERP, ist eher mit dem oberen Bereich zu rechnen (Erfahrungswert von Find-Your-Software).
Kostenband nach Unternehmensgröße (Erfahrungswert von Find-Your-Software, Stand 10.10.2026, die Quelle nennt kein netto oder brutto). Die Spalte über 5 Jahre ist eine Rechnung von Find-Your-Software.
| Größenklasse | Beispiele für die Landschaft | Laufende Kosten pro Jahr | Einmalige Implementierung | Summe über 5 Jahre (Rechnung) |
|---|---|---|---|---|
| Kleinbis 20 Nutzer, 1 Lager | Cloud-ERP, Lagerfunktion im ERP | 6.000 bis 25.000 € | 5.000 bis 30.000 € | 35.000 bis 155.000 € |
| Mittelstand20 bis 100 Nutzer, mehrere Lager | ERP mit Branchenpaket, WMS, EDI-Anbindung | 15.000 bis 150.000 € | 20.000 bis 200.000 € | 95.000 bis 950.000 € |
| Enterpriseab 100 Nutzer, viele Standorte | Konzern-ERP, WMS je Standort, EDI-Plattform | 150.000 bis 800.000 € und mehr | 150.000 bis 1.000.000 € und mehr | ab 900.000 € |
Was kostet ein ERP wirklich → WMS Kosten → Cloud oder On-Premise →
Quellen: Kostenbänder und Einführungsdauer von Find-Your-Software (Distributionssoftware, ERP Einführung), Herstellerpreise wie angegeben, alle Stand 10.10.2026.
Anbieter im Vergleich: Auszug als Kriterien Matrix
Diese Tabelle ist ein Auszug mit 11 Beispielen, kein Ranking und keine Marktübersicht. Auswahlprinzip: je Systemart ein bis drei Beispielanbieter, deren Herstellerseiten die gezeigten Angaben belegen, bei ERP und WMS bevorzugt Anbieter mit Katalogprofil im Netzwerk, sortiert nach Systemart und innerhalb davon alphabetisch. Es gibt keine Bewertung und keine bezahlten Platzierungen. Anbieter, die hier fehlen, sind nicht schlechter, sie waren nicht Teil der Auswahl.
| Anbieter | Systemart | Preis ab | Kernfunktion laut Hersteller | Schnittstellen und Anbindung | Hinweis zur Auswahl | Quelle (Stand 10.10.2026) | Profil |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| KUMAVISION trade365Markdorf (Impressum), Basis Dynamics 365 Business Central | ERP Mittelstand | auf Anfrage | Branchenlösung für den technischen Großhandel: Staffelpreise, Rahmenverträge, Kreditlimitprüfung, Mehrlager | EDI-Nachrichten ORDERS, ORDRSP, DESADV, INVOIC, PRICAT, INVRPT, BMEcat, B2B-Webshops | E-Rechnung auf der Herstellerseite nicht erwähnt, in der Demo prüfen | Herstellerseite, Impressum | Zum Profil → |
| Microsoft Dynamics 365 Business CentralStandardprodukt von Microsoft, Grundlage für Partnerlösungen wie trade365 | ERP Mittelstand | ab 69,30 € je Nutzer und Monat (Essentials, zzgl. MwSt., jährliche Abrechnung) | Pläne Essentials 69,30 €, Premium 95,30 €, Team Members 6,90 € je Nutzer und Monat, jeweils zzgl. MwSt. | Partnerlösungen setzen darauf auf, zum Beispiel KUMAVISION trade365 | Funktionsumfang für den Großhandel je Partnerlösung prüfen | Preisseite, Seite ohne Datum, KUMAVISION | Zum Profil → |
| proALPHAWeilerbach (Impressum), gegründet 1992 (Unternehmensseite) | ERP Mittelstand | auf Anfrage | ERP für den Mittelstand, Großhandel als Zielbranche; Preise, Konditionen, Bonusvereinbarungen und zentrales WMS | Schnittstellen und Supply-Chain-Modul genannt, EDI nicht ausdrücklich | EDI und E-Rechnung in der Demo prüfen | Großhandel, Impressum, Unternehmen | Zum Profil → |
| JTL-WawiHückelhoven (Impressum), gegründet 2008 (Unternehmensseite) | Warenwirtschaft KMU | ab 0 € im Tarif JTL Start | Warenwirtschaft mit Tarifen Start, Advanced, Pro und Enterprise; der Hersteller beschreibt sich als Anbieter von Software für E-Commerce | Lager (JTL-WMS), Versand und Shop aus derselben Produktfamilie | Preisseite ohne Angabe zu netto oder brutto; Staffelpreise und EDI in der Demo prüfen | Preisseite, Unternehmen, Impressum | Zum Profil → |
| weclappKitzingen (Impressum), gegründet 2008 (Über uns) | Warenwirtschaft KMU | ab 39 € netto je Nutzer und Monat (ERP Starter, nur monatlich buchbar) | Cloud-ERP mit Tarifen ERP Starter, ERP Dienstleistung und ERP Handel; Enterprise-Tarif ab mehr als 10 Lizenzen auf Anfrage | Anbindungen auf der Preisseite nicht genannt, in der Demo prüfen | Preise der Tarife ERP Dienstleistung und ERP Handel auf der Herstellerseite uneinheitlich, deshalb Angebot einholen | Preisseite, Impressum, Über uns | Zum Profil → |
| XentralAugsburg (Impressum) | Warenwirtschaft KMU | ab 99 € pro Monat (Launch, keine Angabe zu netto oder brutto) | Pakete Launch ab 99 €, Starter ab 349 €, Business ab 649 €, Pro ab 849 € pro Monat | Anbindungen und EDI auf der Preisseite nicht genannt, in der Demo prüfen | Fußnote der Herstellerseite: Preise abhängig vom Umsatz und Versandvolumen | Preisseite, Impressum | Zum Profil → |
| Jungheinrich WMSHamburg (Impressum der Vertriebsgesellschaft) | WMS | auf Anfrage | Lagerverwaltung mit Echtzeit-Bestandsinformationen, Staplerleitsystem und Materialflussrechner, Konfiguration aus über 60 Modulen | Standardschnittstellen zu gängigen Host- und ERP-Systemen | Herstellerseite nennt weder Preis noch Betriebsmodell, beides im Angebot klären | Herstellerseite, Impressum | Zum Profil → |
| JTL-WMSHückelhoven (Impressum), gegründet 2008 (Unternehmensseite) | WMS | ab 0 € im Tarif WMS Start | Lagerverwaltung in den Tarifen Start, Advanced, Pro und Enterprise | Gleicher Hersteller wie JTL-Wawi | Preisseite ohne Angabe zu netto oder brutto; Chargen und Mehrlager in der Demo prüfen | Preisseite, Unternehmen | Zum Profil → |
| SEEBURGERBretten (Impressum), gegründet 1986 (Unternehmensseite) | EDI | auf Anfrage | B2B- und EDI-Integration, E-Invoicing und Peppol Services laut Herstellerseite | Business Integration Suite als Plattform für Anwendungen, Endpunkte, Daten und Prozesse | Preis nicht veröffentlicht; unterstützte EANCOM-Nachrichten und Partneranbindung im Angebot prüfen | Herstellerseite, Impressum, Geschichte | |
| AkeneoNantes (Standortliste der Herstellerseite), gegründet 2013 | PIM | auf Anfrage | Product Cloud als SaaS-Lösung für Produktdaten über alle Kanäle, Zielgruppe Marken, Hersteller, Distributoren und Händler | Community Edition laut Herstellerseite vorhanden | Preise nicht veröffentlicht; Import von Lieferantendaten in der Demo prüfen | Herstellerseite | |
| PimcoreOpen-Core-Plattform für PIM, DAM und MDM | PIM | 0 € (Community Edition, laut Hersteller kostenlos) | PIM, DAM, MDM und Digital Commerce; Wholesale in der Branchenliste | Editionen Community, Professional und Enterprise; Enterprise Edition als PaaS oder on-premise laut Herstellerseite | Preise der kostenpflichtigen Editionen auf der Seite nicht genannt, Lizenz- und Supportmodell vergleichen | Herstellerseite |
Auszug mit 11 Zeilen, Stand 10.10.2026. Preise laut Herstellerseiten; wo die Seite nichts zu netto oder brutto sagt, steht dort keine Angabe. Sitz und Gründungsjahr stammen aus Impressum oder Unternehmensseite des Herstellers und fehlen, wenn sie dort nicht stehen. Weitere Anbieter: ERP Anbieter, PIM Anbieter sowie die Kataloge für ERP und WMS.
Anbieter vergleichen mit dem Selection Portal
Find-Your-Software ist ein Werkzeug für die Softwareauswahl, kein Bewertungsportal: Es erfasst Ihre Anforderungen, erstellt eine begründete Shortlist, unterstützt Demos und Vertragsprüfung und dokumentiert jeden Schritt nachvollziehbar.
Für einen Großhandel heißt das: Sie bilden Ihre IT-Systemlandschaft aus ERP, WMS, EDI und PIM mit den Schnittstellen dazwischen ab, sammeln Anforderungen zu Preislogik, Mehrlager und E-Rechnung und nehmen direkten Kontakt mit den Anbietern Ihrer Shortlist auf. Die Tabelle oben ist ein Auszug; die Vorauswahl für Ihre Anforderungen entsteht im Selection Portal.
- IT-Systemlandschaft abbilden: welche Systeme es gibt und wo die Schnittstellen liegen
- Anforderungen sammeln und gewichten: Preislogik, Mehrlager, EDI-Partner, E-Rechnung
- Direkter Anbieterkontakt für Demos mit Ihren Preisfällen und Testnachrichten
In sechs Schritten zur Auswahl
Systemlandschaft aufnehmen
Listen Sie vorhandene Systeme für Auftrag, Lager, EDI, Produktdaten und Buchhaltung auf und markieren Sie die Schnittstellen. Das Ergebnis ist die Ausgangsbasis für alle weiteren Schritte.
Anforderungen sammeln
Halten Sie Preislogik, Mehrlager, Streckengeschäft, EDI-Partner mit Nachrichtentypen und E-Rechnung als konkrete Fälle fest. Echte Beispielaufträge sind besser als allgemeine Wünsche.
Reihenfolge der Systeme klären
Entscheiden Sie, welches System führt und welche zuerst ersetzt werden. Erfahrungswert von Find-Your-Software: Das ERP als Datenführer kommt zuerst, WMS, EDI und PIM folgen mit definierten Schnittstellen.
Shortlist bilden
Wählen Sie pro Systemart wenige Kandidaten anhand der Muss-Kriterien. Herstellerangaben prüfen Sie gegen die Quellen, Lücken bleiben als Frage für die Demo stehen.
Demos mit eigenen Daten
Lassen Sie typische Preisfälle, einen Mehrlager-Auftrag und Testnachrichten für EDI und E-Rechnung durchspielen. So zeigt sich, was ein Produkt im Standard kann und was Anpassung bedeutet.
Vertrag und Einführung planen
Legen Sie Schnittstellenpflichten, Aufbewahrung der Belege, Datenmigration und Zeitplan fest. Rechnen Sie Kosten über fünf Jahre und halten Sie Reserve für Unvorhergesehenes bereit.
Häufige Fragen
direkt beantwortet.
Welche Software brauchen Betriebe im Bereich Großhandel?
Ein Großhandel braucht ein ERP oder eine Warenwirtschaft als führendes System und je nach Größe ein WMS, EDI und ein PIM. Das ERP verwaltet Artikel, Kundenpreise, Aufträge, Einkauf und Rechnungen. Das WMS steuert das Lager, EDI tauscht Bestellungen, Lieferavise und Rechnungen mit Handelspartnern aus, ein PIM pflegt Produktdaten für Shop und Kataloge. Welche dieser Systeme nötig sind, hängt von Zahl der Lager, Artikel, Kanäle und EDI-Partner ab (Erfahrungswert von Find-Your-Software).
Welche Anbieter gibt es für Großhandel?
Es gibt Anbieter je Systemart, und die Tabelle auf dieser Seite zeigt nur einen Auszug. Beispiele aus den Herstellerangaben sind KUMAVISION trade365, proALPHA und Microsoft Dynamics 365 Business Central für ERP, weclapp, JTL-Wawi und Xentral für Warenwirtschaft, Jungheinrich WMS und JTL-WMS für das Lager, SEEBURGER für EDI sowie Akeneo und Pimcore für PIM. Das ist weder eine Rangfolge noch eine Marktübersicht. Weitere Anbieter finden Sie in den Katalogen für ERP und WMS im Netzwerk.
Was kostet Software für Großhandel?
Die Kosten hängen von Größe und Systemlandschaft ab. Nach der Marktbeobachtung von Find-Your-Software (Stand 10.10.2026) liegen die laufenden Kosten bei kleinen Unternehmen mit bis zu 20 Nutzern und einem Lager bei 6.000 bis 25.000 Euro pro Jahr, im Mittelstand mit 20 bis 100 Nutzern bei 15.000 bis 150.000 Euro und bei Enterprise-Unternehmen ab 100 Nutzern bei 150.000 bis 800.000 Euro und mehr. Hinzu kommen einmalige Implementierungskosten von 5.000 bis 30.000 Euro, von 20.000 bis 200.000 Euro und ab 150.000 Euro. Herstellerpreise sind nur teilweise veröffentlicht: Business Central Essentials kostet 69,30 Euro je Nutzer und Monat zuzüglich MwSt. (Microsoft, Stand 10.10.2026).
Reicht ein Standard ERP oder braucht es eine Branchenlösung?
Ein Standard-ERP reicht, wenn Preislogik, Lager und EDI einfach sind, sonst lohnt eine Branchenlösung oder ein Branchenpaket. Entscheidend sind kundenspezifische Preise mit Staffeln und Rahmenverträgen, Mehrlager, Streckengeschäft und EDI-Nachrichten. KUMAVISION trade365 ist ein Beispiel für eine Branchenlösung für den technischen Großhandel auf Basis von Dynamics 365 Business Central (Herstellerseite, Stand 10.10.2026). Ob ein Standardprodukt genügt, zeigt die Demo mit Ihren Preisfällen; die Faustregel ist ein Erfahrungswert von Find-Your-Software.
Welche Vorgaben muss die Software erfüllen?
Die Software muss strukturierte E-Rechnungen nach § 14 UStG verarbeiten, Belege nach den GoBD ordnungsmäßig aufbewahren und die Fristen des § 147 AO abbilden. Nach § 27 Abs. 38 UStG sind Papier und andere Formate für Umsätze bis Ende 2026 noch zulässig, im Jahr 2027 nur bei einem Vorjahresumsatz bis 800.000 Euro, mit einer EDI-Sonderregel bis Ende 2027. Buchungsbelege sind acht Jahre aufzubewahren, Bücher und Jahresabschlüsse zehn Jahre (§ 147 Abs. 3 AO). Stand aller Angaben ist der 10.10.2026; die Steuerberatung prüft den Einzelfall.
Cloud oder On-Premise?
Beides kommt im Großhandel vor, die Wahl hängt von Anpassungsbedarf, Schnittstellen und IT-Betrieb ab. Cloud-Lösungen rechnen meist je Nutzer und Monat ab, wie bei weclapp und Business Central laut deren Preisseiten (Stand 10.10.2026). On-Premise oder eine private Cloud geben mehr Kontrolle und verlangen eigenen Betrieb, Pimcore nennt diese Betriebsform für seine Enterprise Edition (Herstellerseite, Stand 10.10.2026). Lager mit Scannern und Fördertechnik stellen zusätzliche Anforderungen an Netz und Ausfallsicherheit (Erfahrungswert von Find-Your-Software).
Wie lange dauert die Einführung?
Im Mittelstand dauert die Einführung meist 3 bis 12 Monate vom Vertrag bis zum Go-live (Erfahrungswert von Find-Your-Software, Stand 10.10.2026). Die Konzeption braucht 4 bis 10 Wochen, die Datenmigration 3 bis 8 Wochen. Die Dauer hängt vor allem von Zahl der Module, Standorten und Grad der Anpassung ab. Starten WMS, EDI und PIM parallel zum ERP, ist eher mit dem oberen Bereich zu rechnen. Für kleine Cloud-Setups liegen keine belegten Herstellerwerte vor, deshalb gehört die Dauer ins Angebot.
Wie finde ich die passende Software?
Gehen Sie in drei Schritten vor: Systemlandschaft beschreiben, Anforderungen sammeln, Shortlist mit Demos prüfen. Muss-Kriterien sind im Großhandel meist kundenspezifische Preise, Mehrlager, EDI-Partner und E-Rechnung. Das Selection Portal von Find-Your-Software ist ein Werkzeug für diese Auswahl: Es erfasst Anforderungen, erstellt eine begründete Shortlist, unterstützt Demos und Verträge und dokumentiert nachvollziehbar. Der Einstieg ist das Matching oder ein Kostenloses Erstgespräch.
Die passende
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Beschreiben Sie Ihren Großhandel und erhalten Sie eine begründete Vorauswahl für ERP, WMS, EDI und PIM. Für die Details zu ERP und WMS führen die Vertiefungsseiten im Netzwerk weiter.