Software für Energie.
Abrechnung, Marktkommunikation und Netz.
Software für Energieversorger umfasst die Systeme, mit denen Stadtwerke, Netzbetreiber, Messstellenbetreiber und Energiehändler abrechnen, Daten mit dem Markt austauschen, Zähler verwalten und ihr Unternehmen steuern. Dazu gehören Abrechnung und Marktkommunikation, Energiedatenmanagement, ERP, CRM sowie Energiemanagement. Diese Seite richtet sich an Stadtwerke und Energieunternehmen im Mittelstand. Sie zeigt die Systemlandschaft, acht Systeme mit Energiebezug und die Pflichten aus Marktkommunikation, Messstellenbetriebsgesetz, IT-Sicherheit und dem Wartungsende von SAP ECC.
Mehr Regeln,
mehr Daten, weniger Zeit.
Kaum eine Branche bekommt so oft neue Datenformate und Fristen wie die Energiewirtschaft. Der Lieferantenwechsel in 24 Stunden, der Smart-Meter-Rollout und neue IT-Sicherheitsregeln treffen gleichzeitig auf das nahende Wartungsende von SAP ECC.
Mit veralteter Systemlandschaft
- Formatwechsel der Marktkommunikation zweimal im Jahr als Kraftakt
- Lieferantenwechsel in 24 Stunden nur mit manueller Nacharbeit
- Zählerdaten aus Smart Metern landen nicht automatisch in der Abrechnung
- IS-U auf ECC läuft nach 2027 nur gegen Zuschlag weiter
- IT-Sicherheitskatalog und NIS2 ohne Dokumentation im System
Mit moderner Branchensoftware
- Marktkommunikation mit aktuellen EDIFACT-Formaten und AS4 im Standard
- Automatisierte Prozesse für den Lieferantenwechsel nach BK6-22-024
- Zeitreihenbasierte Abrechnung für intelligente Messsysteme
- Klarer Pfad zu S/4HANA oder einem anderen Abrechnungssystem
- Betrieb mit ISO 27001 und ISO/IEC 27019
Quellen: BNetzA Festlegung BK6-22-024, BNetzA iMSys, LeverX zu SAP ECC, BNetzA IT-Sicherheit, Stand 2026.
Sechs Systeme, die ein
Stadtwerk braucht.
Viele Stadtwerke arbeiten im Querverbund mit Strom, Gas, Wärme und Wasser. Die Systeme müssen alle Sparten und Marktrollen abdecken, vom Lieferanten bis zum Messstellenbetreiber.
Abrechnung und Billing
Verträge, Tarife, Abschläge und Rechnungen für alle Sparten. Die Rechnungsinhalte regelt § 40 EnWG, inklusive gesonderter Ausweisung von Steuern, Umlagen und Netzentgelten.
- Zeitreihenbasierte Abrechnung
- Dynamische Tarife nach § 41a EnWG
Marktkommunikation
Austausch mit Netzbetreibern, Lieferanten und Messstellenbetreibern über EDIFACT-Nachrichten wie UTILMD und MSCONS per AS4.
- Formatwechsel nach BNetzA
- Lieferantenwechsel in 24 Stunden
Energiedatenmanagement
Zählerstände, Lastgänge und Zeitreihen aus konventionellen Zählern und intelligenten Messsystemen.
- Smart-Meter-Gateway-Administration
- Plausibilisierung der Messwerte
Netz und Anlagen
Netzdokumentation, Instandhaltung und Steuerung, bei Projektierern auch Flächen und Verträge für Wind- und Solarparks.
- GIS-Anbindung
- Wartung und Störungen
Finanzen und Verwaltung
Buchhaltung, Einkauf, Personal und Controlling, oft im selben System wie die Abrechnung oder eng angebunden.
- Spartenrechnung
- Kommunale Anforderungen
CRM und Kundenportal
Kundenservice, Wechselprozesse, Portal und Vertrieb. KI im Kundenservice wird von Anbietern zunehmend angeboten.
- Selbstbedienung im Portal
- Vertrieb und Kampagnen
Quellen: § 40 EnWG, § 41 EnWG, BNetzA Mitteilung Nr. 54, Schleupen.CS im Katalog, Stand 2026.
Welche Rolle
welche Software braucht.
Die Energiewirtschaft trennt Marktrollen streng. Ein Stadtwerk kann mehrere davon gleichzeitig einnehmen und braucht dann für jede Rolle die passenden Prozesse.
Energielieferant
Verträge, Preise, Abrechnung und Wechsel. Laut BNetzA wechselten 2024 rund 7,1 Mio. Haushalte den Stromanbieter.
- Vertrieb und Abrechnung
- Wechselprozesse
Verteilnetzbetreiber
Netznutzung, Netzentgelte und Steuerung nach § 14a EnWG. Für das Netz gilt der IT-Sicherheitskatalog nach § 5c EnWG.
- Netzabrechnung
- Steuerbare Verbrauchseinrichtungen
Messstellenbetreiber
Einbau und Betrieb von Zählern und intelligenten Messsystemen. Laut BNetzA gibt es 803 grundzuständige Messstellenbetreiber.
- Rollout nach § 45 MsbG
- Gateway-Administration
Erzeuger und Projektierer
Wind- und Solarparks mit Flächen, Pachtverträgen, Betriebsführung und Vermarktung.
- Flächen und Verträge
- Betriebsführung
Stadtwerk mit vielen Sparten
Strom, Gas, Wärme, Wasser, oft auch Bäder und Verkehr. Laut VKU halten die Mitglieder 72,1 % Marktanteil bei Wärme.
- Spartenübergreifende Abrechnung
- Kommunale Verwaltung
Energieintensive Industrie
Nicht Versorger, aber betroffen: Ab 7,5 GWh Endenergieverbrauch verlangt § 8 EnEfG ein Energie- oder Umweltmanagementsystem.
- Energiemonitoring
- Nachweise für Behörden
Quellen: BNetzA Monitoringbericht, § 5c EnWG, BNetzA iMSys, VKU Zahlen, Daten, Fakten 2025, § 8 EnEfG, Stand 2026.
8 Systeme mit
Energiebezug.
Systeme aus unserem Katalog und zwei verbreitete Anbieter, die noch nicht im Katalog sind. Alle Anbieter nennen Preise nur auf Anfrage.
| Anbieter | Segment | Preis ab | Typ | Schwerpunkt | Betrieb | Hinweis | Profil |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Schleupen.CSSchleupen SE, Moers | Mittelstand | auf Anfrage | Branchen-ERP und CRM | Abrechnung, Marktkommunikation, Gateway-Administration | SaaS auf AWS | Laut Anbieter bei jedem 4. deutschen Stadtwerk | Zum Portal → |
| SAP S/4HANASAP SE, Walldorf | Enterprise | auf Anfrage | ERP mit Utilities | Nachfolger von SAP IS-U auf ECC | On-Premise und Cloud | Innovationszusage bis 2040 | Zum Portal → |
| WilkenWilken, Ulm 1978 | Mittelstand | auf Anfrage | Branchen-ERP | Energie und weitere Branchen | in der Demo klären | Noch nicht in unserem Katalog | |
| RobotronRobotron, Dresden 1990 | Mittelstand | auf Anfrage | Energiedatenmanagement | Energie als Geschäftsfeld | in der Demo klären | Noch nicht in unserem Katalog | |
| Microsoft Dynamics 365Microsoft | Mittelstand | auf Anfrage | ERP und CRM | Finanzen, Service, Vertrieb | Cloud | Abrechnung über Branchenlösungen | Zum Portal → |
| AURELO Energiepark ManagerAllgeier Inovar | Mittelstand | auf Anfrage | ERP für Projektierer | Wind- und Solarparks, Flächen, Verträge | Auf Business Central | Für Erzeuger und Betriebsführer | Zum Portal → |
| EnergyCAPEnergiemanagement | Mittelstand | auf Anfrage | Energiemanagement | Verbrauchsdaten und Kosten | Cloud | Für Liegenschaften und Industrie | Zum Portal → |
| Microsoft Sustainability ManagerMicrosoft | Enterprise | auf Anfrage | ESG-Daten | Emissionen, Wasser, Abfall | Azure und Power Platform | Für Nachhaltigkeitsberichte | Zum Portal → |
Angaben laut Herstellerseiten und Katalog, Stand Oktober 2026: Schleupen, Wilken, Robotron, innobu zu S/4HANA Utilities. KISTERS, Powercloud, SOPTIM und PSI Energie sind derzeit nicht in unserem Katalog. Bewertungen und Schätzungen von Vergleichsportalen nutzen wir nicht.
Was die acht Systeme
mitbringen.
Kurzprofile laut Herstellerangaben und Katalog. Stärken und Grenzen sind eine neutrale Einschätzung von Find-Your-Software.
Schleupen.CS
Schleupen SE, Moers
Schleupen nennt über 650 Mitarbeitende, 2025 erstmals über 100 Mio. € Umsatz und Kunden bei jedem vierten deutschen Stadtwerk. Schleupen.CS ist modular, rechnet zeitreihenbasiert ab, administriert Smart-Meter-Gateways und läuft als SaaS auf AWS.
- Stärke: Stadtwerke-Fokus
- Stärke: Smart Meter und MaKo
- Grenze: Preise auf Anfrage
auf Anfrage
SAP S/4HANA
SAP SE, Walldorf, gegründet 1972
Viele große Stadtwerke rechnen heute mit SAP IS-U auf ECC ab. Die Mainstream-Wartung für ECC endet am 31.12.2027, die verlängerte Wartung kostet einen Zuschlag und läuft bis Ende 2030. Für S/4HANA gilt eine Innovationszusage bis 2040.
- Stärke: Konzernfähigkeit
- Stärke: großer IS-U-Bestand
- Grenze: hoher Migrationsaufwand
auf Anfrage
Wilken
Wilken, Ulm, gegründet 1978
Wilken nennt über 750 Mitarbeitende und rund 1.000 Kunden in drei Branchen, darunter Energie, und betont die Unabhängigkeit von Fremdkapital. Das Unternehmen ist noch nicht in unserem Katalog.
- Stärke: deutscher Mittelstandsanbieter
- Stärke: Branchenerfahrung
- Grenze: in der Demo im Detail prüfen
auf Anfrage
Robotron
Robotron Datenbank-Software, Dresden, gegründet 1990
Robotron führt Energie als eigenes Geschäftsfeld und ist vor allem im Energiedatenmanagement bekannt. Auch Robotron ist noch nicht in unserem Katalog.
- Stärke: Energiedaten
- Stärke: lange Marktpräsenz
- Grenze: Abrechnung über Partner prüfen
auf Anfrage
Microsoft Dynamics 365
Microsoft
Dynamics 365 deckt Finanzen, Service und Vertrieb ab. Eine Energieabrechnung wie IS-U bringt es nicht von Haus aus mit, dafür gibt es Branchenlösungen von Partnern.
- Stärke: Microsoft-Integration
- Stärke: CRM und Service
- Grenze: Abrechnung nur über Partner
auf Anfrage
AURELO Energiepark Manager
Allgeier Inovar, auf Business Central
AURELO verwaltet Wind- und Solarparks mit Flächenmanagement über GIS und ALKIS, Verträgen, Finanzen und Betriebsführung. Die Muttergesellschaft Allgeier SE wurde 1977 in Bremen gegründet und sitzt in München.
- Stärke: Flächen und Pachten
- Stärke: Business-Central-Basis
- Grenze: nicht für Stadtwerke-Abrechnung
auf Anfrage
EnergyCAP
Energiemanagement-Software
EnergyCAP erfasst Verbräuche und Kosten über Liegenschaften und Standorte. Das passt für Industrie und öffentliche Träger, die ein Energiemanagement nach § 8 EnEfG aufbauen.
- Stärke: Verbrauchs- und Kostenübersicht
- Stärke: viele Standorte
- Grenze: Normbezug in der Demo prüfen
auf Anfrage
Microsoft Sustainability Manager
Microsoft, auf Azure und Power Platform
Der Sustainability Manager erfasst Emissionen, Wasser und Abfall. Für Energieunternehmen über den CSRD-Schwellen ist er eine Option für die Nachhaltigkeitsberichterstattung.
- Stärke: Microsoft-Ökosystem
- Stärke: Datenmodell für Emissionen
- Grenze: CSRD-Bezug im Detail prüfen
auf Anfrage
Quellen: Schleupen, LeverX zu SAP ECC, innobu, Wilken, Robotron, AURELO im Katalog, Allgeier, Stand 2026.
Sechs Regeln, die
Energiesoftware erfüllen muss.
Für Energieversorger ändern sich Formate, Fristen und Sicherheitsanforderungen laufend. Diese sechs Regeln bestimmen 2026 die Anforderungen an jede Systemauswahl.
Lieferantenwechsel in 24 Stunden
Die Festlegung BK6-22-024 der BNetzA vom 21.03.2024 schreibt den Wechsel in 24 Stunden vor. Die operative Umsetzung wurde vom 04.04.2025 auf den 06.06.2025 verschoben.
- Automatisierte Wechselprozesse
- Neue EDIFACT-Formate ab 01.04.2026 und 01.10.2026
§§ 29 und 45 MsbG
Intelligente Messsysteme sind Pflicht bei über 6.000 kWh im Jahr, bei § 14a-Vereinbarung und bei Anlagen über 7 kW. 20 % der Pflichtfälle waren bis 31.12.2025 auszustatten, 90 % bis 31.12.2032.
- Am 30.06.2026 erst 26,1 % der Pflichteinbaufälle
- BNetzA-Verfahren gegen 77 Unternehmen
§ 40 EnWG
Die Rechnung muss Pflichtangaben enthalten und Steuern, Konzessionsabgabe, Umlagen, Netzentgelte und Messentgelte gesondert ausweisen. Lieferverträge regelt § 41 EnWG.
- Rechnungsvorlagen prüfen
- Dynamische Tarife nach § 41a
§ 5c EnWG
Der IT-Sicherheitskatalog beruht heute auf § 5c EnWG, die alten Kataloge nach § 11 Abs. 1a und 1b gelten übergangsweise weiter. Die BNetzA verweist auf ISO/IEC 27001, 27002 und 27019.
- Umstellung auf ISO/IEC 27019:2020
- Katalog kritischer Komponenten
NIS2UmsuCG und KRITIS
Das Gesetz gilt seit 06.12.2025 ohne Übergangsfrist. Nach § 28 BSIG ist ein Unternehmen ab 50 Beschäftigten wichtig, ab 250 besonders wichtig. KRITIS-Schwelle für Stromverteilnetze sind 3.700 GWh im Jahr.
- Registrierung beim BSI binnen 3 Monaten
- Haftung der Geschäftsleitung nach § 38 BSIG
EnEfG und CSRD
§ 8 EnEfG verlangt ab 7,5 GWh Verbrauch ein Energie- oder Umweltmanagementsystem. Die CSRD gilt nach Richtlinie (EU) 2026/470 nur noch ab über 1.000 Beschäftigten und über 450 Mio. € Umsatz, die deutsche Umsetzung war im April 2026 noch nicht verabschiedet.
- Umsetzungsfrist 19.03.2027
- Energiemonitoring aufbauen
Quellen: BDEW zu BK6-22-024, BNetzA Mitteilung Nr. 4, BNetzA Mitteilung Nr. 54, § 29 MsbG, § 45 MsbG, BNetzA Verfahren, § 40 EnWG, § 5c EnWG, § 28 BSIG, BSI-KritisV, § 8 EnEfG, Rödl zur CSRD, Haufe zur Umsetzung.
Vier Schnittstellen,
die über den Betrieb entscheiden.
In der Energiewirtschaft ist kein System eine Insel. Diese vier Datenflüsse müssen stabil laufen, sonst stocken Abrechnung und Wechsel.
Marktkommunikation per AS4
- UTILMD, MSCONS, REMADV nach BNetzA-Vorgaben
- Formatwechsel im April und Oktober
- API-Webdienste Strom ab 01.04.2027
Smart-Meter-Gateway
- Zeitreihen aus intelligenten Messsystemen
- Gateway-Administration
- Plausibilisierung vor der Abrechnung
Netz und GIS
- Netzdokumentation
- Steuerung nach § 14a EnWG
- Instandhaltung und Störungen
Portal und CRM
- Zählerstand per Portal
- Wechsel- und Umzugsprozesse
- Abschlagsanpassung durch Kunden
Quellen: BNetzA Mitteilung Nr. 54, innobu zu Mitteilung Nr. 56, § 14a EnWG, Stand 2026.
Was ein Systemwechsel
im Stadtwerk kostet.
Keiner der Anbieter veröffentlicht Preise. Die Spannen sind Erfahrungswerte von Find-Your-Software und hängen stark an Sparten, Zahl der Zählpunkte und Datenqualität.
| Projekt | Einmalaufwand | Dauer | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Abrechnung oder ERPWechsel im Stadtwerk | 0,5 bis 3 Mio. € | 12 bis 24 Monate | Migration der Vertrags- und Zählerdaten |
| SAP IS-U zu S/4HANAUtilities | mehrere Mio. € | 18 bis 36 Monate | Vor 2027 bzw. 2030 starten |
| EDMEnergiedatenmanagement | auf Anfrage | 6 bis 12 Monate | Smart-Meter-Daten einplanen |
| CRMKundenservice und Portal | auf Anfrage | 4 bis 9 Monate | Prozesse mit Abrechnung abstimmen |
| EnergiemanagementEnEfG und Monitoring | auf Anfrage | 2 bis 6 Monate | Messstellen vorab erfassen |
Erfahrungswerte von Find-Your-Software, Stand 2026.
Drei Versorger,
drei Wege.
Diese Ausgangslagen begegnen uns in Auswahlprojekten immer wieder. Es sind typisierte Beispiele, keine Kundenfälle.
Stadtwerk mit SAP IS-U
Querverbund, 80.000 Zählpunkte
ECC läuft Ende 2027 aus der Mainstream-Wartung. Das Stadtwerk muss zwischen S/4HANA Utilities, einem Branchen-ERP und einem Dienstleister für den Betrieb entscheiden. Die Entscheidung braucht einen Vorlauf von mehreren Jahren.
- Optionen bewerten
- Datenqualität messen
- Zeitplan rückwärts rechnen
Optionen: S/4HANA, Schleupen.CS, Wilken
Kleines Stadtwerk mit Dienstleister
Strom und Wasser, 15.000 Kunden
Formatwechsel und Lieferantenwechsel in 24 Stunden überfordern die eigene IT. Ein SaaS-Angebot mit Marktkommunikation und Betrieb durch den Anbieter entlastet das Team.
- SaaS statt eigener Betrieb
- MaKo als Service
- Portal für Kunden
Beispiel: Schleupen.CS als SaaS
Projektierer für Wind und Solar
40 Parks, Pachtverträge, Betriebsführung
Flächen, Pachtzahlungen und Betriebsführung laufen in Tabellen. Ein ERP mit Flächenmanagement und Vertragsverwaltung bringt Ordnung und Nachweise für Investoren.
- Flächen über GIS
- Pachten automatisch abrechnen
- Betriebsdaten je Park
Beispiel: AURELO Energiepark Manager
Typisierte Beispiele von Find-Your-Software, keine realen Kundenfälle.
In sechs Schritten zur
neuen Energiesoftware.
Ein Systemwechsel im Stadtwerk ist ein Mehrjahresprojekt. Wer rückwärts von Wartungsenden und Formatfristen plant, vermeidet Druck in der Umstellung.
Fristen sammeln
Wartungsende des Altsystems, Formatwechsel der Marktkommunikation und Rollout-Quoten in einen Zeitplan bringen.
Marktrollen und Sparten klären
Festlegen, welche Rollen und Sparten das neue System abdecken muss.
Betriebsmodell entscheiden
Eigener Betrieb, Rechenzentrum eines Dienstleisters oder SaaS, jeweils mit ISO 27001 und 27019.
Shortlist und Referenzbesuch
Drei Anbieter mit Prozessen wie Lieferantenwechsel und Smart-Meter-Abrechnung vorführen lassen und ein Referenz-Stadtwerk besuchen.
Datenmigration testen
Verträge, Zählpunkte und Zeitreihen mehrfach probeweise migrieren und Abrechnungen vergleichen.
Umstellung zum Stichtag
Go-live nach einem Abrechnungszyklus planen und Parallelbetrieb für kritische Prozesse vorsehen.
Vorgehen nach Erfahrungswerten von Find-Your-Software.
Häufige Fragen
zu Software für Energie.
Welche Software braucht ein Stadtwerk?
Im Kern Abrechnung und Marktkommunikation, Energiedatenmanagement für Zähler und Smart Meter, ein ERP für Finanzen und Verwaltung sowie ein CRM mit Kundenportal. Netzbetreiber brauchen zusätzlich Netzdokumentation und Instandhaltung. Viele Branchenlösungen wie Schleupen.CS decken mehrere dieser Bausteine ab.
Was bedeutet das Wartungsende von SAP ECC für Stadtwerke?
SAP IS-U läuft auf SAP ECC 6.0. Die Mainstream-Wartung endet am 31.12.2027, die verlängerte Wartung läuft gegen Zuschlag bis Ende 2030. Stadtwerke müssen bis dahin auf S/4HANA Utilities oder ein anderes System wechseln. Laut einer Branchenanalyse hatte Mitte 2024 rund die Hälfte der deutschen Stadtwerke die Umstellung noch nicht begonnen.
Seit wann gilt der Lieferantenwechsel in 24 Stunden?
Die BNetzA hat den Wechsel in 24 Stunden mit der Festlegung BK6-22-024 vom 21.03.2024 vorgeschrieben. Mit Mitteilung Nr. 4 vom 06.12.2024 wurde die operative Umsetzung vom 04.04.2025 auf den 06.06.2025 verschoben. Seitdem müssen Abrechnung und Marktkommunikation den Wechsel innerhalb eines Werktags verarbeiten.
Wer braucht ein intelligentes Messsystem?
Nach § 29 MsbG sind intelligente Messsysteme Pflicht bei Letztverbrauchern über 6.000 kWh im Jahr, bei Vereinbarungen nach § 14a EnWG und bei Anlagen über 7 kW. Nach § 45 MsbG waren 20 % der Pflichtfälle bis Ende 2025 auszustatten, 90 % bis Ende 2032. Am 30.06.2026 lag die Quote bei 26,1 %.
Was muss auf einer Energierechnung stehen?
Die Pflichtangaben regelt § 40 EnWG. Steuern, Konzessionsabgabe, Umlagen, Netzentgelte und Messentgelte müssen gesondert ausgewiesen werden. § 41 EnWG regelt dagegen die Lieferverträge, § 41a die dynamischen Tarife. Die Abrechnungssoftware muss diese Vorgaben in den Rechnungsvorlagen abbilden.
Welche IT-Sicherheitsregeln gelten für Netzbetreiber?
Der IT-Sicherheitskatalog beruht heute auf § 5c EnWG. Die alten Kataloge nach § 11 Abs. 1a und 1b EnWG gelten laut BNetzA übergangsweise weiter. Gefordert ist ein Managementsystem nach ISO/IEC 27001 mit Bezug auf ISO/IEC 27019, die Umstellung auf die Fassung 2020 läuft im Oktober 2026.
Gilt NIS2 für Stadtwerke?
Ja, in den meisten Fällen. Das NIS2UmsuCG ist seit 06.12.2025 in Kraft. Nach § 28 BSIG gelten Energieunternehmen ab 50 Beschäftigten oder mit über 10 Mio. € Umsatz und Bilanzsumme als wichtige Einrichtungen, ab 250 Beschäftigten oder über 50 Mio. € Umsatz und 43 Mio. € Bilanzsumme als besonders wichtige. Für Netz- und Anlagenbetreiber unter §§ 5c bis 5e EnWG gehen einige Pflichten im EnWG auf.
Was ist der Unterschied zwischen KRITIS und NIS2?
KRITIS betrifft Anlagen über bestimmten Schwellen der BSI-KritisV, etwa 3.700 GWh Jahresarbeit bei Stromverteilnetzen, was grob 500.000 versorgten Personen entspricht. NIS2 knüpft an Unternehmensgröße und Sektor an und erfasst deshalb auch viele mittelständische Stadtwerke unter den KRITIS-Schwellen.
Was kostet ein neues Abrechnungssystem?
Die Anbieter nennen keine Preise. Nach Erfahrungswerten von Find-Your-Software liegt der Einmalaufwand für einen Wechsel von Abrechnung oder ERP im Stadtwerk bei 0,5 bis 3 Mio. € bei 12 bis 24 Monaten Dauer. Ein Umstieg von SAP IS-U auf S/4HANA Utilities kostet oft mehrere Millionen und dauert 18 bis 36 Monate.
Muss ein Stadtwerk nach CSRD berichten?
Nach der Richtlinie (EU) 2026/470 nur noch ab über 1.000 Beschäftigten und über 450 Mio. € Umsatz. Die Umsetzungsfrist läuft bis 19.03.2027, die deutsche Umsetzung war im April 2026 noch im parlamentarischen Verfahren. Unabhängig davon verlangt § 8 EnEfG ab 7,5 GWh Verbrauch ein Energie- oder Umweltmanagementsystem.
SaaS oder eigener Betrieb?
SaaS entlastet kleine Stadtwerke bei Formatwechseln und Betrieb, setzt aber Vertrauen in Hosting und Zertifizierung voraus. Schleupen.CS läuft beispielsweise als SaaS auf AWS. Prüfen Sie ISO 27001 und 27019, den Standort der Daten und die Regeln für Updates im Vertrag.
Wie finde ich die passende Energiesoftware?
Bringen Sie zuerst alle Fristen in einen Zeitplan, klären Sie Marktrollen, Sparten und Betriebsmodell und lassen Sie sich Prozesse wie den Lieferantenwechsel vorführen. Ein Referenzbesuch bei einem vergleichbaren Stadtwerk ist besonders aufschlussreich. Das Matching von Find-Your-Software liefert in rund 6 Minuten eine Shortlist.
Die passende Software
für Ihr Stadtwerk.
Das Matching von Find-Your-Software erstellt in rund 6 Minuten eine Shortlist. Im Selection Portal dokumentieren Sie Ihre IT-Systemlandschaft, verwalten Anforderungen und sprechen Anbieter direkt an.
Für Wartung, Zählerwechsel und Störungsbehebung an Netzen und Anlagen lohnt ein Blick auf Software für den Außendienst mit Einsatzplanung und offlinefähiger Techniker-App.