Alternativen · Übersicht

Software-Alternativen: alle Vergleiche für ERP, CRM und HR

Software-Alternativen sind Systeme, die ein bestehendes Programm ersetzen, wenn es zu teuer, zu klein oder zu unflexibel geworden ist oder der Herstellersupport endet. Find-Your-Software (anbieterneutrale Plattform für die Auswahl von Unternehmenssoftware im DACH-Raum, betrieben von der Sectorlens GmbH) bündelt hier alle Alternativen-Vergleiche für den Mittelstand in Deutschland, Österreich und der Schweiz: 13 Ausgangssysteme aus ERP, CRM, HR und Buchhaltung, jeweils mit Wechselgründen, Preisen aus Herstellerquellen und einem Fahrplan für den Umstieg.

13
Alternativen-Vergleiche für ERP, CRM, HR und Buchhaltung auf dieser Seite, Stand Oktober 2026.
31.12.2027
Ende der Standardwartung für SAP ECC 6.0, danach nur kostenpflichtige Extended Maintenance. Quelle: SAP Support, Wartungsstrategie Business Suite 7
12.01.2028
Ende des Extended Support für Microsoft Dynamics NAV 2018. Quelle: Microsoft Lifecycle, Dynamics NAV 2018
1.1.2027
Ab diesem Tag müssen Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Vorjahresumsatz E-Rechnungen ausstellen. Quelle: IHK Köln, E-Rechnungspflicht
ERPCRMHR und BuchhaltungKeine bezahlten Platzierungen
Ausgangslage

Wann sich die Suche nach einer Alternative lohnt

Ein Systemwechsel ist teuer und bindet Fachabteilungen über Monate. Er lohnt sich, wenn mehrere Signale zusammenkommen, nicht wegen einer einzelnen fehlenden Funktion.

Signale für einen Wechsel

Wenn das System bremst

Diese Anzeichen sprechen dafür, den Markt strukturiert zu sichten:

  • Der Hersteller beendet Wartung oder Support, etwa für SAP ECC 6.0 Ende 2027 oder Dynamics NAV 2018 im Januar 2028
  • Pflichten wie die E-Rechnung ab 2027 lassen sich nur mit teuren Zusatzmodulen erfüllen
  • Lizenz- oder Abokosten steigen schneller als der Nutzen, etwa durch neue Preisstufen
  • Prozesse wie Fertigung, mehrere Gesellschaften oder Internationalisierung laufen nebenher in Excel
Gründe zu bleiben

Wenn ein Partnerwechsel reicht

Ein Systemwechsel ist selten sinnvoll, solange diese Punkte zutreffen:

  • Die Software deckt die Kernprozesse ab, nur die Betreuung ist schwach
  • Anpassungen sind dokumentiert und überstehen Updates
  • Der Hersteller investiert sichtbar in neue Versionen und Cloud-Optionen
  • Die Kosten eines Wechsels übersteigen die Einsparungen über fünf Jahre
Einordnung

In der Anwenderstudie ERP in der Praxis 2024/2025 von Trovarit bekam die ERP-Software im Schnitt die Schulnote 1,80, der Implementierungspartner nur 1,96 (1.717 gültige Bewertungen, Erhebung März bis Juni 2024, Trovarit). Unzufriedenheit liegt also häufig an Betreuung und Projekt, nicht an der Software selbst.

Alle Vergleiche

13 Ausgangssysteme und ihre Alternativen

Die Tabelle zeigt alle Alternativen-Vergleiche von Find-Your-Software nach Kategorie. Jede Zeile nennt den typischen Wechselanlass und die verglichenen Systeme. Fristen sind mit der Herstellerquelle verlinkt.

AusgangssystemKategorieTypischer WechselanlassVerglichene AlternativenVergleich
SAP ECC und S/4HANAERPEnde der Standardwartung für SAP ECC 6.0 am 31.12.2027, danach nur kostenpflichtige Extended Maintenance bis 2030 · QuelleBusiness Central, Oracle NetSuite, Infor, IFS Cloud, Proalpha, abas ERPSAP-Alternativen ›
SAP Business OneERPWachstum über den KMU-Zuschnitt, tiefere Fertigung, Abhängigkeit von Partner und Add-onsBusiness Central, Odoo, Proalpha, abas ERP, weclapp, Oracle NetSuite, SAP S/4HANA CloudSAP Business One Alternativen ›
OdooERPAufwand bei Versionssprüngen, Lücken in der DACH-Lokalisierung, Qualität des Partnersweclapp, Haufe X360, Business Central, SAP Business One, xentral, ERPNext, Sage 100, JTL-WawiOdoo-Alternativen ›
Microsoft Dynamics 365 Business CentralERPEnge Bindung an das Microsoft-Ökosystem, Lizenzmodell, FertigungstiefeSAP Business One, weclapp, xentral, Odoo, ProalphaDynamics 365 Alternative ›
Microsoft Dynamics NAV (Navision)ERPEnde des Extended Support für NAV 2017 am 12.01.2027 und für NAV 2018 am 12.01.2028 · QuelleBusiness Central, SAP Business One, Proalpha, Infor CloudSuite Industrial, Odoo, weclappNavision Alternative ›
xentralERPFertigungstiefe, Mehrmandantenfähigkeit und API-Limits der unteren PaketeBusiness Central, SAP Business One, Oracle NetSuite, weclapp, Odoo, Proalphaxentral Alternative ›
weclappERPMehr Vertriebskanäle, wachsende Teams und steigendes Auftragsvolumenxentral, Business Central, SAP Business One, Odoo, Proalphaweclapp Alternative ›
Sage 100ERPAblösung gewachsener Installationen in Handel, Großhandel und FertigungSAP Business One, Business Central, Odoo, xentral, weclapp, ProalphaSage 100 Alternative ›
HubSpotCRMKosten ab der Professional-Stufe, starker Fokus auf Inbound-MarketingSalesforce, Pipedrive, Zoho CRM, ActiveCampaign, Brevo, monday CRMHubSpot-Alternativen ›
SalesforceCRMKomplexität und Kosten für kleine und mittlere VertriebsteamsInbound-Suiten, Sales-CRMs mit Pipeline-Fokus, europäische Anbieter mit DSGVO-FokusSalesforce-Alternativen ›
PersonioHRPreis, Vertragslaufzeit, integrierte Lohnabrechnung und DATEV-AnbindungHRworks, rexx systems, Factorial, Sage HR, Umantis, KenjoPersonio-Alternativen ›
WorkdayHRFür Mittelständler mit 50 bis 2.000 Mitarbeitenden häufig überdimensioniertPersonio, rexx systems, HRworksWorkday Alternative ›
DATEVBuchhaltungCloud-Buchhaltung für kleine Unternehmen mit Anbindung an den SteuerberaterLexware Office, sevDesk, BuchhaltungsButler, Scopevisio, Sage 50, PapierkramDATEV-Alternativen ›
Auswertung

Am häufigsten tauchen in diesen Vergleichen Business Central (7 mal), Proalpha (7 mal), Odoo (6 mal), weclapp (6 mal) und SAP Business One (6 mal) als Alternative auf. Das zeigt, welche Systeme im Mittelstand als nächster Schritt am häufigsten in Frage kommen, ist aber keine Empfehlung für den Einzelfall. Wer zwei Systeme direkt gegeneinanderstellen will, findet die Zweiervergleiche in der Übersicht der Software-Vergleiche.

Methodik

Wie wir Alternativen auswählen und bewerten

Jeder Vergleich folgt denselben Regeln. So bleiben die Seiten vergleichbar, nachprüfbar und frei von bezahlten Platzierungen.

01

Marktrelevanz im DACH-Raum

Aufgenommen werden Systeme mit deutscher Lokalisierung, Partnern im DACH-Raum und einer Zielgruppe, die zum Ausgangssystem passt.

02

Preise aus Herstellerquellen

Preise stammen von offiziellen Preisseiten mit Stand-Angabe. Ohne veröffentlichte Preise steht dort „auf Anfrage“ oder eine klar gekennzeichnete Marktschätzung.

03

Stärken und Grenzen

Jedes System bekommt Stärken und Grenzen. Eine Gesamtpunktzahl gibt es nicht, weil die Gewichtung vom eigenen Lastenheft abhängt.

04

Keine bezahlten Platzierungen

Kein Anbieter zahlt für Aufnahme, Reihenfolge oder Empfehlung. Die Reihenfolge folgt dem typischen Wechselprofil.

05

Deutsche Pflichten als Prüfpunkt

E-Rechnung nach § 14 UStG, GoBD, DSGVO und die Mitbestimmung des Betriebsrats sind in jedem Vergleich feste Prüfpunkte.

06

Stand und Quellen sichtbar

Jede Seite nennt den Stand ihrer Daten und verlinkt die Quellen, damit erkennbar ist, wie aktuell eine Angabe ist.

Pflichten in Deutschland

Was jede Alternative können muss

Unabhängig von Kategorie und Preis gelten in Deutschland Anforderungen, die ein neues System ab dem ersten Tag erfüllen muss.

E-Rechnung

E-Rechnung nach § 14 UStG

Seit 1. Januar 2025 müssen alle inländischen Unternehmen E-Rechnungen empfangen können. Ab 1. Januar 2027 gilt die Ausstellungspflicht bei mehr als 800.000 Euro Vorjahresumsatz, ab 1. Januar 2028 für alle (IHK Köln).

  • XRechnung und ZUGFeRD in der Demo zeigen lassen
  • Format nach EN 16931 prüfen
  • Eingangsrechnungen automatisch verarbeiten
GoBD

GoBD und Aufbewahrung

Die GoBD (BMF-Schreiben vom 28. November 2019) verlangen unveränderbare und maschinell auswertbare Buchungsdaten. Buchungsbelege sind seit 2025 acht Jahre aufzubewahren (§ 147 AO).

  • Altdaten des bisherigen Systems archivieren
  • Datenzugriff für die Betriebsprüfung sichern
  • Verfahrensdokumentation anpassen
Datenschutz

DSGVO und Mitbestimmung

Cloud-Systeme brauchen einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO. Kann ein System Verhalten oder Leistung von Beschäftigten auswerten, bestimmt der Betriebsrat mit (§ 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG).

  • Rechenzentrum in der EU vertraglich festhalten
  • Exportformat bei Kündigung klären
  • Betriebsvereinbarung früh planen
Vorgehen

In sechs Schritten zur passenden Alternative

Die Schritte gelten für ERP, CRM und HR gleichermaßen. Wer die E-Rechnungspflicht ab 2027 betrifft, sollte den Stichtag des Wechsels früh festlegen (IHK Köln).

1

Anlass klären

Wechselgrund, Fristen wie Supportende oder E-Rechnungspflicht und den Budgetrahmen schriftlich festhalten.

2

Anforderungen priorisieren

Muss-, Soll- und Kann-Kriterien mit den Fachbereichen erfassen und die Kernprozesse zuerst beschreiben.

3

Longlist bilden

Sechs bis zehn Systeme aus dem passenden Alternativen-Vergleich und dem Matching von Find-Your-Software auswählen.

4

Shortlist und Demos

Drei Anbieter mit eigenen Daten und einem festen Drehbuch vorführen lassen, nicht mit Standarddemos.

5

Kosten über fünf Jahre rechnen

Lizenz, Einführung, Datenmigration, Betrieb und interne Aufwände je Kandidat vergleichen, nicht nur den Preis pro Nutzer.

6

Vertrag und Migration absichern

Exportformate, Altdatenarchiv, Parallelbetrieb und die Kündigungsfristen des Altsystems vertraglich regeln.

FAQ

Häufige Fragen zu Software-Alternativen

Die folgenden 10 Fragen beantworten die wichtigsten Punkte rund um den Wechsel zu einer Software-Alternative.

Was sind Software-Alternativen?

Software-Alternativen sind Systeme, die ein bestehendes Programm ersetzen können, weil sie ähnliche Aufgaben für eine ähnliche Zielgruppe erfüllen. Ein Alternativen-Vergleich startet immer bei einem konkreten Ausgangssystem, zum Beispiel SAP Business One oder Personio, und zeigt, welche Systeme bei einem Wechsel in Frage kommen. Find-Your-Software vergleicht auf dieser Seite 13 Ausgangssysteme aus ERP, CRM, HR und Buchhaltung. Jeder Vergleich nennt Wechselgründe, Stärken und Grenzen sowie Preise aus Herstellerquellen.

Wann lohnt sich der Wechsel zu einer Alternative?

Ein Wechsel lohnt sich, wenn mehrere Signale zusammenkommen: ein angekündigtes Wartungsende, steigende Kosten ohne Mehrwert, fehlende Prozesse wie Fertigung oder mehrere Gesellschaften und neue Pflichten wie die E-Rechnung. Eine einzelne fehlende Funktion rechtfertigt den Aufwand selten. In der Trovarit-Studie ERP in der Praxis 2024/2025 schnitten Implementierungspartner mit der Note 1,96 schlechter ab als die Software mit 1,80. Prüfen Sie deshalb vor dem Systemwechsel auch einen Partnerwechsel.

Welche ERP-Systeme werden am häufigsten als Alternative genannt?

In den 13 Vergleichen dieser Seite tauchen Business Central, Proalpha, Odoo, weclapp und SAP Business One am häufigsten als Alternative auf. Business Central und SAP Business One decken den breiten Mittelstand ab, Odoo und weclapp kleinere Budgets und Proalpha die industrielle Fertigung. Die Häufigkeit zeigt, welche Systeme oft als nächster Schritt in Frage kommen. Sie ersetzt aber keinen Abgleich mit dem eigenen Lastenheft.

Wie finde ich die passende Alternative für mein Unternehmen?

Am schnellsten führt ein Lastenheft mit priorisierten Muss-Kriterien zur passenden Alternative. Daraus entsteht eine Longlist von sechs bis zehn Systemen, die Sie in Demos mit eigenen Daten auf drei Kandidaten verdichten. Das kostenfreie Matching von Find-Your-Software erstellt in wenigen Minuten eine erste Shortlist. Die Alternativen-Vergleiche helfen, Stärken und Grenzen der Kandidaten einzuordnen.

Was kostet ein Systemwechsel?

Die Kosten eines Systemwechsels bestehen aus Lizenz oder Abo, Einführung, Datenmigration, Schulung und Betrieb, wobei die Lizenz selten der größte Posten ist. Als Beispiel kostet Microsoft Dynamics 365 Business Central Essentials offiziell 69,30 Euro pro Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung, für 20 Nutzer also 16.632 Euro im Jahr. Einführung und Migration kommen einmalig hinzu und hängen stark von Anpassungen, Schnittstellen und der Qualität der Altdaten ab. Rechnen Sie Kandidaten deshalb immer über fünf Jahre.

Welche Fristen machen einen Wechsel 2027 und 2028 dringend?

Drei Fristen treiben derzeit viele Wechsel. Ab 1. Januar 2027 müssen Unternehmen mit mehr als 800.000 Euro Vorjahresumsatz E-Rechnungen ausstellen, ab 1. Januar 2028 alle. Die Standardwartung für SAP ECC 6.0 endet am 31. Dezember 2027. Der Extended Support für Microsoft Dynamics NAV 2017 endet am 12. Januar 2027, für NAV 2018 am 12. Januar 2028. Ein ERP-Wechsel dauert mehrere Monate, deshalb sollte die Auswahl spätestens ein Jahr vor der Frist beginnen.

Sind die Vergleiche von Anbietern bezahlt?

Nein, kein Anbieter zahlt für Aufnahme, Reihenfolge oder Empfehlung in den Vergleichen von Find-Your-Software. Die Auswahl richtet sich nach Marktrelevanz im DACH-Raum und dem typischen Wechselprofil des Ausgangssystems. Preise stammen von offiziellen Preisseiten der Hersteller mit Stand-Angabe. Wo keine Preise veröffentlicht sind, steht „auf Anfrage“ oder eine gekennzeichnete Marktschätzung.

Was ist der Unterschied zwischen einem Alternativen-Vergleich und einem Software-Vergleich?

Ein Alternativen-Vergleich startet bei einem konkreten System, das ersetzt werden soll, und zeigt mehrere mögliche Nachfolger. Ein Software-Vergleich stellt dagegen zwei Systeme direkt gegeneinander, etwa Odoo und Business Central, oder vergleicht alle Systeme einer Kategorie. Wer noch kein Ausgangssystem hat, beginnt besser mit dem Kategorievergleich oder dem Matching. Wer wechseln will, startet mit dem passenden Alternativen-Vergleich auf dieser Seite.

Muss ich bei einem Wechsel alle Altdaten übernehmen?

Nein, in das neue System gehören meist nur Stammdaten, offene Posten, Bestände und laufende Vorgänge. Ältere Buchungsbelege werden besser GoBD-konform archiviert, weil sie seit 2025 acht Jahre aufzubewahren sind (§ 147 AO). Wichtig ist, dass die Finanzverwaltung auch nach dem Wechsel auf die Altdaten zugreifen kann. Klären Sie Exportformate und Archiv deshalb schon im Vertrag mit dem neuen Anbieter.

Wie aktuell sind die Preise in den Vergleichen?

Jeder Vergleich nennt den Stand seiner Preise und verlinkt die Herstellerquelle, damit Sie die Angabe selbst prüfen können. Hersteller ändern Preise und Tarife regelmäßig, deshalb gilt im Zweifel immer die verlinkte Preisseite. Bei Systemen ohne öffentliche Preisliste, etwa SAP Business One oder Oracle NetSuite, entsteht der Preis im Angebot des Partners. Holen Sie dort mindestens zwei Angebote ein.

Quellen

Belege für Fristen und Kennzahlen

Fristen und Kennzahlen dieser Übersicht stützen sich auf die folgenden Quellen. Preise und Details zu einzelnen Systemen stehen mit Quelle in den jeweiligen Vergleichen. Stand: Oktober 2026.

Die passende Alternative finden

Kostenfreier Vergleich, unabhängige Auswahl. Kein Anbieter zahlt für Platzierungen auf find-your-software.de. Das Matching erstellt in wenigen Minuten eine Shortlist passender Systeme.

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