Software für Maschinenbau.
ERP, CRM, PLM und Service im Zusammenspiel.
Software für Maschinenbau umfasst die Systeme, mit denen Maschinen und Anlagenbauer im DACH Mittelstand Angebote, Konstruktion, Auftragsfertigung, Service und Abrechnung steuern: ERP für Varianten und Projektfertigung, ein CRM mit Angebotskonfigurator, PLM für Stücklisten und CAD Daten sowie Service Software. Die Seite zeigt Anbieter, Kosten und die Vorgaben der Maschinenverordnung.
Fünf Systemarten,
ein durchgängiger Produktdatenfluss.
Der Maschinen und Anlagenbau fertigt selten in Großserie. Typisch sind Einzelanfertigungen, Kleinserien und Varianten, die nach Kundenwunsch konstruiert werden. Der Verband VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) beziffert die Beschäftigten der Branche auf knapp 1,3 Millionen, der Branchenreport der Sparkassen-Finanzgruppe beschreibt sie als geprägt von zahlreichen kleinen und mittleren Unternehmen. Daraus ergibt sich ein klares Bild der Softwarelandschaft: Ein CRM führt durch den Angebotsprozess, ein PLM oder PDM verwaltet Konstruktionsdaten und Stücklisten, ein ERP steuert Einkauf, Fertigung und Abrechnung, und eine Service Software betreut die installierte Basis. Entscheidend ist weniger das einzelne System als der Datenfluss zwischen ihnen.
Ohne abgestimmte Systemlandschaft
- Angebote entstehen in Excel, die Stückliste wird nach dem Auftrag erneut erfasst
- Konstruktionsänderungen erreichen Einkauf und Fertigung verspätet oder gar nicht
- Die Nachkalkulation kennt die tatsächlichen Projektkosten erst Monate nach der Lieferung
- Servicetechniker sehen weder den Auslieferungsstand noch die verbauten Teile der Maschine
- Nachweise für die CE Kennzeichnung liegen verstreut in Ordnern und E-Mails
Mit abgestimmter Systemlandschaft
- Der Konfigurator liefert Angebot und Stückliste aus einer Quelle
- Freigegebene Konstruktionsdaten gehen strukturiert vom PLM ins ERP
- Soll und Ist Kosten pro Projekt sind während der Fertigung sichtbar
- Der Service arbeitet mit der gebauten Stückliste und der Seriennummer der Maschine
- Technische Unterlagen und Versionsstände der Software sind revisionssicher abrufbar
Quellen: VDMA Maschinenbau in Zahl und Bild (Beschäftigte, Stand 2024), Branchenreport Maschinenbau 2025 der Sparkassen-Finanzgruppe, Stand Oktober 2026. Ergänzende Systeme wie MES und QMS behandelt die Seite Software für Fertigung, alle Branchen finden Sie in der Branchenübersicht.
Systemarten nach Unternehmensgröße:
was typischerweise gebraucht wird.
Welche Systemart sich lohnt, hängt weniger von der Branche als von der Größe ab. Die Übersicht zeigt, welche Systeme Maschinenbauer je Größenklasse üblicherweise einsetzen, mit Listenpreisen der Hersteller dort, wo sie veröffentlicht sind. Die Zuordnung zu den Größenklassen und die Gesamtkosten über mehrere Jahre sind Erfahrungswerte von Find-Your-Software.
| Systemart | Aufgabe | Bis 50 Mitarbeitende | 50 bis 250 Mitarbeitende | Über 250 Mitarbeitende |
|---|---|---|---|---|
| ERPAufträge, Stücklisten, Fertigung, Einkauf, Finanzen | Auftragsabwicklung vom Angebot bis zur Rechnung | Einstieg über Nutzerpreise, zum Beispiel Odoo Standard ab 24,90 € oder Business Central Premium (mit Fertigung) 95,30 € je Nutzer und Monat | Branchen ERP mit Variantenkonfiguration und Projektsteuerung, meist auf Anfrage. Gesamtkosten über 5 Jahre 150.000 bis 1,2 Mio. € | Konzern ERP oder Branchen ERP mit mehreren Standorten, Preis auf Anfrage. Gesamtkosten über 5 Jahre ab etwa 1,2 Mio. € |
| CRM mit CPQChancen, Angebote, Konfiguration | Vertriebssteuerung und Angebotserstellung | CRM mit Angebotsfunktion, zum Beispiel Salesforce Starter Suite 25 €, Dynamics 365 Sales Professional 56,30 € oder HubSpot Professional 90 € je Nutzer und Monat. Gesamtkosten über 3 Jahre 20.000 bis 60.000 € | CRM plus Konfigurator über Partner oder Zusatzprodukt, ERP Kopplung. Gesamtkosten über 3 Jahre bei 50 bis 500 Mitarbeitenden 150.000 bis 450.000 € | CPQ Plattform mit Regelwerk und ERP Kopplung. Gesamtkosten über 3 Jahre ab 500 Mitarbeitenden 800.000 bis 3 Mio. € |
| PLM und PDMStücklisten, CAD Daten, Änderungen | Konstruktionsdaten, Revisionen und Änderungsprozesse | Oft PDM Funktion im CAD System oder ein SaaS Einstieg wie Teamcenter X Essentials, Preis auf Anfrage | PLM oder PDM mit ERP Anbindung, Einführung stufenweise, Preis auf Anfrage | Enterprise PLM mit Mehrstandort Prozessen, Hersteller wie Siemens und PTC veröffentlichen keine Listenpreise |
| Service und Field ServiceEinsatzplanung, Wartung, Ersatzteile | Betreuung der installierten Basis | Serviceaufträge im ERP, Helpdesk Add on ab 55 € (weclapp) oder Odoo Außendienst App, je nach Tarif | Field Service Software, zum Beispiel Dynamics 365 Field Service 91 € (Contractor 43,30 €) je Nutzer und Monat | Field Service Plattform mit Ersatzteillogistik und Wartungsverträgen, Preise meist auf Anfrage, bei Salesforce Field Service Editionen von 55 € bis 650 € |
| MES und QMSErgänzend, nicht Kern dieser Seite | Maschinendaten, Qualität und Rückverfolgung | Meist über BDE Funktionen des ERP abgedeckt | Je nach Seriengröße als eigenes System, siehe Software für Fertigung | Als MES und QMS Schicht neben dem ERP, siehe Software für Fertigung |
Listenpreise netto je Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung laut Herstellerseiten, Stand Oktober 2026: Odoo, Business Central, Salesforce Sales Cloud, Dynamics 365 Sales, HubSpot Sales Hub, weclapp, Dynamics 365 Field Service, Salesforce Field Service. Größenklassen und Gesamtkosten: Erfahrungswerte von Find-Your-Software, wie auf den Seiten ERP für Maschinenbau und CRM für Fertigung. Die ERP Werte gelten für 5 Jahre, die CRM Werte für 3 Jahre. Kosten für Projekte mit PLM beschreibt der PLM Software Vergleich.
Welche Systemlandschaft
zu welchem Maschinenbauer passt.
Die meisten Maschinenbauer landen in einem von drei Setups. Die Wahl hängt von Fertigungsart, Variantenvielfalt und Standorten ab, nicht allein von der Mitarbeiterzahl. Die genannten Anbieter sind Beispiele aus dem Auszug weiter unten, keine Rangfolge und keine Empfehlung.
Sondermaschinenbau mit schlanker IT
Für kleine Betriebe mit Einzelanfertigung
Wenige Konstrukteure, eine Fertigung, viele Sonderwünsche. Hier genügt oft ein ERP mit Projekt und Stücklistenfunktion, ein einfaches CRM oder ein ERP mit integriertem CRM, und die PDM Funktion des CAD Systems.
- Beispiele im Auszug: weclapp, Odoo, Business Central
- Stärke: schneller Start, planbare Nutzerpreise
- Grenze: tiefe Variantenkonfiguration und Projektkalkulation prüfen
Lizenz im Beispiel ab 24,90 € bis 95,30 € je Nutzer und Monat
Variantenbauer und Anlagenbauer im Mittelstand
Für 50 bis 250 Mitarbeitende mit Konfigurationslogik
Wer Varianten und Projekte parallel fährt, braucht ein Branchen ERP mit regelbasierter Konfiguration, Projektsteuerung und Nachkalkulation, dazu ein PLM mit Anbindung an das CAD System und ein CRM mit Konfigurator.
- Beispiele im Auszug: abas ERP, proALPHA, PSIpenta, CONTACT Elements
- Stärke: Branchenfunktionen ohne Eigenentwicklung
- Grenze: Einführung meist 9 bis 18 Monate, Preise auf Anfrage
Gesamtkosten über 5 Jahre im Erfahrungswert 150.000 bis 1,2 Mio. €
Mehrstandort Hersteller mit globalem Service
Für über 250 Mitarbeitende und internationale Standorte
Größere Hersteller koppeln ein Konzern ERP mit Enterprise PLM und einer Field Service Plattform. Die Integration der Systeme wird zum eigentlichen Projekt, die Auswahl der Einzelprodukte zur Nebensache.
- Beispiele im Auszug: SAP S/4HANA Cloud, IFS Cloud, Infor CloudSuite Industrial, Teamcenter X, Windchill
- Stärke: Mehrmandanten, Mehrstandort und Konzernfunktionen
- Grenze: hoher Integrationsaufwand und Abhängigkeit vom Systemhaus
Preise auf Anfrage, Gesamtkosten ab etwa 1,2 Mio. € über 5 Jahre
Einordnung der Setups und Größenklassen: Erfahrungswerte von Find-Your-Software, Stand Oktober 2026. Einführungsdauer und Gesamtkosten wie auf der Seite ERP für Maschinenbau. Preise laut Odoo und Microsoft Business Central.
Varianten und Projektfertigung
im ERP für Maschinenbau.
Das ERP ist das Rückgrat der Auftragsabwicklung. Im Maschinenbau stellt es besondere Fragen: Wie entsteht aus einer Kundenanfrage eine Stückliste, wie wird ein Projekt über Monate gesteuert, und wie fließen Konstruktionsänderungen in Einkauf und Fertigung? Drei Fertigungsarten bestimmen die Anforderungen. Engineer to Order (ETO) bedeutet, dass ein Produkt erst nach dem Auftrag konstruiert wird. Configure to Order (CTO) setzt auf vorgedachte Module, die ein Konfigurator zusammenstellt. Make to Order (MTO) fertigt Standardprodukte erst nach Bestellung.
ETO, CTO und MTO unterscheiden
Infor beschreibt für CloudSuite Industrial Logiken für Engineer to Order, Configure to Order, gemischte Fertigung und hochvolumige Serienproduktion. Wichtig ist, welche Mischung Ihr Betrieb tatsächlich fährt.
- Reine Sondermaschinen verlangen Projektsteuerung
- Modulare Baureihen verlangen einen Konfigurator
- Mischformen verlangen beides in einem Auftrag
Regeln statt Einzelstücklisten
proALPHA beschreibt auf seiner Maschinenbau Seite eine regelbasierte Variantenkonfiguration, die Angebote und Stücklisten automatisch erzeugt, und mehrstufige Stücklisten für Baugruppen. Die Jury des Wettbewerbs ERP System des Jahres 2021 hob bei PSIpenta mehrstufige Variantenkonfigurationen hervor.
- Prüfen Sie Konfigurationsregeln an Ihren echten Baureihen
- Klären Sie, ob Konfigurator und ERP eine gemeinsame Datenbasis nutzen
- Lassen Sie eine Änderung in der Demo bis zur Stückliste durchspielen
Aufträge als Projekte führen
SAP beschreibt für S/4HANA Cloud Public Edition ein Engineer to Order Szenario, in dem Produktionsplanung und Ausführung auf Ebene von Projektstrukturplan Elementen laufen und Kundenauftragspositionen Projekten zugeordnet sind. abas nennt ein integriertes Projektmanagement für Planung, Abwicklung und Controlling, IFS wirbt mit der Beherrschung von ETO Komplexität.
- Projektstruktur, Termine und Ressourcen in einem System
- Kosten je Projekt während der Fertigung sichtbar
- Meilensteinbasierte Fakturierung statt Schlussrechnung
Von der Vor bis zur Nachkalkulation
abas nennt flexible Kalkulationsstrukturen für Vor, mitlaufende und Nachkalkulation mit Zugriff auf Einkauf, Fertigung und Bestandsbewertung. proALPHA beschreibt die laufende Erfassung von Soll und Ist Kosten, damit Abweichungen früh sichtbar werden.
- Nachkalkulation liefert die Daten für das nächste Angebot
- Abweichungen je Baugruppe statt nur je Auftrag
- Angaben in der Demo mit einem abgeschlossenen Projekt prüfen
Konstruktionsänderungen ohne Medienbruch
proALPHA beschreibt, dass Konstruktionsänderungen ohne Medienbruch an Einkauf und Fertigung gehen und ein Änderungsdienst mehrere Stücklisten gleichzeitig anpasst. Bei abas fließen CAD und PLM Daten in Kalkulation, Stücklisten und Produktionspläne. Die Kopplung zum PLM behandelt der nächste Abschnitt.
- Freigabeprozess zwischen Konstruktion und Einkauf klären
- Bereits bestellte Teile bei Änderungen im Blick behalten
- Änderungsstände nachvollziehbar protokollieren
Cloud, On-Premise oder hybrid
abas bietet Cloud oder On-Premise, proALPHA ein hybrides Modell, PSI nennt SaaS, Hosting und On-Premise als Wege, Infor betreibt CloudSuite Industrial als Multi-Tenant Cloud auf AWS. Die Entscheidung berührt Update Zyklen, Anpassbarkeit und Datenhaltung, die Sie früh festlegen sollten.
- Anpassungen im Standard halten, sonst bremsen Updates
- Zugriff aus Fertigung und Außendienst planen
- Betriebsmodell vertraglich und nicht nur technisch festlegen
Quellen: abas ERP Maschinenbau, proALPHA Maschinenbau und Anlagenbau, SAP Blog zu Engineer to Order, IFS Fertigung, Infor SyteLine, PSI zu SaaS und On-Premise, Pressemitteilung zu PSIpenta, Stand Oktober 2026, alle Angaben vom Hersteller. Den ausführlichen ERP Vergleich mit Kosten finden Sie auf ERP für Maschinenbau, den Direktvergleich auf proALPHA gegen abas. Zur Grundsatzfrage siehe Cloud gegen On-Premise.
CRM für Maschinenbau:
Angebote mit Konfigurator statt Excel.
Ein CRM für Maschinenbau verwaltet keine Warenkörbe, sondern lange Verkaufsprojekte mit mehreren Beteiligten beim Kunden. Der Kern ist die Angebotserstellung. CPQ (Configure, Price, Quote) bezeichnet Software, die technische Konfiguration, Preisfindung und Angebotsdokument verbindet, damit Vertrieb nur baubare Varianten anbietet. Wer ein CRM für Fertigung auswählt, sollte deshalb zuerst klären, ob der Konfigurator im CRM, im ERP oder in einer eigenen Plattform liegt.
Chancen mit Stakeholdern führen
Im Projektvertrieb zählt nicht der einzelne Kontakt, sondern das Buying Center mit Technik, Einkauf und Geschäftsführung. Ein gutes CRM bildet Rollen, Angebotsstände und Wiedervorlagen über viele Monate ab.
- Rollen und Beziehungen je Chance
- Angebotsversionen mit Änderungshistorie
- Übergabe an das ERP nach Auftragseingang
Nur baubare Varianten anbieten
Tacton beschreibt seine CPQ Plattform für Hersteller mit hoher Produktvarianz, etwa im Maschinen und Anlagenbau, mit Integrationen unter anderem zu Salesforce, Microsoft Dynamics 365, SAP, Oracle und HubSpot. Auf den Preisseiten der CRM Anbieter selbst ist ein Konfigurator mit Regelwerk nicht als Tarifmerkmal ausgewiesen, das sollten Sie in der Demo prüfen.
- Konfigurationsregeln aus dem Engineering pflegen
- Preis und Lieferzeit je Konfiguration berechnen
- Angebotsdokument automatisch erzeugen
Was CRM Lizenzen kosten
Salesforce nennt auf der deutschen Preisseite Starter Suite 25 €, Pro Suite 100 €, Core 195 €, Advanced 395 € und Max 550 € je Nutzer und Monat. Dynamics 365 Sales kostet 56,30 € (Professional), 91,00 € (Enterprise) und 130,00 € (Premium). HubSpot Sales Hub nennt 90 € (Professional) und 175 € (Enterprise), der Starter Tarif mit 7 € ist zeitlich begrenzt.
- Preise je Nutzer und Monat bei jährlicher Abrechnung
- KI gestützte Angebote bei HubSpot ab Professional
- Einführung und Konfigurator kommen zur Lizenz hinzu
Mehr dazu auf CRM Preise und Was kostet ein CRM wirklich
Konfiguration bis in die Stückliste
Ein Angebot ist erst dann belastbar, wenn die konfigurierte Variante im ERP eine Stückliste erzeugt. weclapp führt CRM und ERP in einem System, das CRM ist dort ab 68 € als Einzellizenz buchbar. Bei getrennten Systemen entscheidet die Qualität der Schnittstelle über den Aufwand.
- Native Kopplung, zertifizierter Connector oder Middleware unterscheiden
- Stammdaten und Preislisten nur in einem System pflegen
- Rückmeldung von Lieferterminen in das CRM klären
Mitbestimmung und Auftragsverarbeitung
Funktionen, die Leistung oder Verhalten von Mitarbeitenden überwachen können, etwa Standortdaten im Außendienst, unterliegen der Mitbestimmung nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG. Für Cloud CRM schließen Sie einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO.
- Betriebsrat früh einbinden
- Standortdaten und Aktivitätsprotokolle bewusst konfigurieren
- Speicherorte und Unterauftragnehmer prüfen
Cloud ist im Vertrieb Standard
Das Statistische Bundesamt meldet für 2025, dass 54 Prozent der Unternehmen mit mindestens 10 Beschäftigten kostenpflichtige Cloud Services nutzen, unter den Nutzern jeweils 23 Prozent ERP und CRM Software. Im Maschinenbau ist die Cloud im Vertrieb daher weniger eine Grundsatzfrage als eine Frage der Datenhaltung.
- Cloud CRM mit ERP im Haus ist ein häufiges Muster
- Latenz spielt im Vertrieb keine Rolle
- Konstruktionsdaten sollten das CRM nicht verlassen
Quellen: Salesforce Preise, Dynamics 365 Sales Preise, HubSpot Sales Hub Preise, weclapp Preise, Tacton, Destatis, Pressemitteilung vom 24. November 2025, § 87 BetrVG, Stand Oktober 2026. Vertiefung: CRM für Fertigung, CRM Preise, Was kostet ein CRM wirklich und die CRM Anbieter.
PLM, CAD und Stücklisten:
wo Produktdaten entstehen.
In der Konstruktion entstehen die Daten, auf denen alle anderen Systeme aufbauen. Ein PDM (Produktdatenmanagement) verwaltet CAD Dateien und Revisionen, ein PLM (Product Lifecycle Management) erweitert das um Änderungsprozesse, Konfiguration und den gesamten Lebenszyklus. Die Grenze zum ERP verläuft an der Stückliste: Die Konstruktionsstückliste (EBOM) führt das PLM, die Fertigungsstückliste (MBOM) in der Regel das ERP.
Mit PDM anfangen ist legitim
Viele Maschinenbauer starten mit der Verwaltung von CAD Daten in der Konstruktion und ergänzen später Änderungsmanagement und ERP Anbindung. Die FYS Abgrenzung PLM gegen ERP empfiehlt genau diese Stufen.
- Erst Datenablage und Revisionen ordnen
- Dann Änderungs und Freigabeprozess
- Zuletzt die Anbindung an das ERP
Nur freigegebene Daten ins ERP
PTC beschreibt Windchill als System of Record für Produktdaten wie Designs, Konfigurationen und Änderungen, während das ERP Planung, Beschaffung und Ausführung übernimmt. Nur validierte, freigegebene Daten gehen an das ERP. Diese Regel verhindert, dass Entwurfsstände Bestellungen auslösen.
- Freigabestatus als Auslöser der Übergabe
- EBOM zu MBOM mit Ergänzung der Fertigungsstufen
- Änderungen als ECR und ECO über beide Systeme
Das CAD System bestimmt die Auswahl
Windchill nennt Konnektoren für Creo und Onshape und verwaltet Daten mehrerer CAD Werkzeuge. Teamcenter X bietet ab der Stufe Essentials CAD Datenmanagement mit Strukturen und Revisionen direkt im CAD Werkzeug. CONTACT nennt Multi-CAD Datenmanagement in einem Fallbeispiel aus dem Metallbereich.
- CAD Landschaft zuerst inventarisieren
- Mehrere CAD Systeme als Sonderfall behandeln
- Anbindung an ECAD und Mechatronik klären
Konfiguration im Produktmodell
PTC beschreibt für Windchill Variantenmanagement und regelbasierte Modellierung komplexer Konfigurationen. CONTACT nennt ein Konfigurations und Variantenmanagement für Maschinen und Anlagen. Wo Varianten entstehen, im PLM, im ERP oder im Konfigurator, ist eine Architekturentscheidung.
- Eine Quelle für Variantenregeln festlegen
- Baureihen und Module sauber trennen
- Regelpflege durch das Engineering organisieren
Vom Server zum SaaS
Teamcenter X ist ein SaaS Angebot, das Siemens betreibt, in der Stufe Premium mit Wahl zwischen AWS und Azure. PTC bietet Windchill On-Premise, in der Cloud und als SaaS Windchill+ auf derselben Codebasis. CONTACT nennt Cloud Modelle einschließlich SaaS.
- Update Zyklen und Eigenanpassungen abwägen
- Datenhaltung für Konstruktionsdaten klären
- Migration von Altdaten einplanen
Funktionsumfang nach Stufen
Teamcenter X gliedert sich in Essentials, Standard, Advanced und Premium. Essentials bietet CAD Datenmanagement, Standard ergänzt einfaches Änderungsmanagement und Projektplanung, Premium unter anderem Enterprise BOM, Fertigungsplanung und Service Lifecycle Management. Preise veröffentlicht Siemens nicht, sie werden per Angebot genannt.
- Stufenmodell gegen den eigenen Bedarf abgleichen
- Preis und Mindestumfang schriftlich erfragen
- Spätere Erweiterung vertraglich mitdenken
Quellen: PTC Windchill, Windchill+, Windchill Architektur, Teamcenter X Tarife, Siemens Meldung vom 21. April 2025, CONTACT Software für Maschinen und Anlagenbau, Stand Oktober 2026, Herstellerangaben. Mehr dazu: PLM Software Vergleich, PLM gegen ERP und die PLM Kategorie.
Service und Ersatzteile:
das Geschäft nach der Auslieferung.
Der Service ist nach VDMA Angaben mit rund 20 Prozent einer der größten Umsatzbringer im Maschinenbau, und Ersatzteile gelten als Rückgrat dieses Geschäfts. Software für den Service muss deshalb zwei Welten verbinden: die gebaute Stückliste der ausgelieferten Maschine und die Einsatzplanung der Techniker beim Kunden. Je nach Größe liegt das im ERP oder in einer eigenen Field Service Software (FSM).
Maschinen, Seriennummern, Garantien
proALPHA beschreibt, dass Serviceaufträge, Ersatzteile und Garantiedaten mit Projekten und Kunden verknüpft sind und Seriennummernverfolgung Nachvollziehbarkeit vom Bau bis zur Wartung ermöglicht. abas nennt Service als Funktionsbereich seines ERP.
- Gebaute Stückliste je Seriennummer abrufbar
- Garantie und Wartungsverträge im System
- Ersatzteile aus der Stückliste der Maschine ableiten
Was FSM Software kostet
Dynamics 365 Field Service kostet 91,00 € je Nutzer und Monat, die Variante Contractor 43,30 €. Salesforce nennt für Field Service Dispatcher und Technician je 175 €, Contractor 55 €, Contractor Plus 80 € und Field Service Plus 230 € je Nutzer und Monat.
- Disponenten und Techniker getrennt lizenzieren
- Externe Servicepartner günstiger als Contractor abbilden
- Zusatzprodukte für Optimierung gesondert prüfen
Terminplanung mit Optimierung
Salesforce beschreibt eine KI gestützte Optimierungs Engine für Personalplanung und weniger Reisezeit sowie eine Offline Mobile App für Techniker. Odoo bietet eine Außendienst App mit Einsatzplanung in Kalender, Gantt und Kartenansicht, Zeiterfassung und Erfassung verbauter Ersatzteile.
- Offline Fähigkeit bei schlechtem Netz im Werk des Kunden
- Qualifikation und Verfügbarkeit bei der Disposition
- Zeit und Teileverbrauch direkt abrechenbar
Vorbeugend statt störungsgetrieben
Salesforce nennt vorbeugende Wartungspläne auf Basis von Nutzung und Zustand der Anlagen, IFS verbindet Field Service, Assets und Kunden und positioniert Enterprise Asset Management für höhere Verfügbarkeit. abas bietet mit abas Connect eine Maschinenanbindung.
- Zustandsdaten aus der Maschine nutzen
- Wartungsintervalle aus Betriebsstunden ableiten
- Verträge nach Verfügbarkeit statt nach Aufwand gestalten
Data Act für vernetzte Maschinen
Der Data Act, Verordnung (EU) 2023/2854, ist seit 12. September 2025 anwendbar. Nutzer vernetzter Produkte können die von ihren Geräten erzeugten Daten abrufen und an Dritte weitergeben, etwa an freie Reparaturdienstleister. Hersteller sollten ihr Servicegeschäft darauf einstellen.
- Datenfreigabe für Kunden technisch vorbereiten
- Vertragliche Regeln zur Datennutzung prüfen
- Rechtsberatung für Einzelfälle einholen
Verfügbarkeit und Preise steuern
Ersatzteile verlangen eine eigene Disposition mit Lagerorten, Alternativteilen und Preislisten. Prüfen Sie, ob Ihr ERP Ersatzteile aus der gebauten Stückliste ableiten kann und ob Preise nach Teilearten, Alter der Maschine und Kunden gesteuert werden können. Das lässt sich nur mit einem echten Fall in der Demo zeigen.
- Ersatzteilkatalog aus der Stückliste erzeugen
- Alternativteile und Nachfolger pflegen
- Lieferzusagen mit Lagerbestand abgleichen
Quellen: VDMA Service und Kundendienst (ohne Jahresangabe), proALPHA Maschinenbau, abas ERP, Dynamics 365 Field Service Preise, Salesforce Field Service, Odoo Außendienst, IFS Fertigung, Data Act der EU-Kommission, Stand Oktober 2026. Eine Übersicht der Anbieter finden Sie in der Kategorie Field Service Software.
Maschinenverordnung (EU) 2023/1230
und CE Kennzeichnung.
Die Verordnung (EU) 2023/1230 über Maschinen ersetzt die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG. Sie wurde am 14. Juni 2023 verabschiedet, am 29. Juni 2023 veröffentlicht und trat am 19. Juli 2023 in Kraft. Verbindlich gilt sie ab 20. Januar 2027. Software erfüllt die Vorgaben nicht selbst, sie hilft aber beim Nachweis. Alle Angaben dienen der Orientierung und ersetzen keine Rechtsberatung.
Stichtag 20. Januar 2027
Nach der EU-Kommission gilt die Verordnung ab 20. Januar 2027 verbindlich, ein Berichtigungsdokument korrigierte einen Schreibfehler bei den Anwendungsdaten. Maschinen, die vorher in Verkehr gebracht werden, müssen die Richtlinie 2006/42/EG erfüllen.
- Auslieferungen nach dem Stichtag planen
- Konformitätsbewertung rechtzeitig beginnen
- Wortlaut der Übergangsregeln prüfen
Software als Sicherheitsbauteil
Digitale Komponenten und Software, die Sicherheitsfunktionen ausführen, gelten nach der Verordnung als eigenständige Sicherheitsbauteile, und wesentlich veränderte Maschinen fallen in den Anwendungsbereich. Wer Maschinen digital umbaut, kann zum Hersteller werden.
- Sicherheitsrelevante Software kennzeichnen
- Versionsstände je Maschine dokumentieren
- Wesentliche Änderungen vor dem Umbau prüfen
Anhang III Nr. 1.1.9 und 1.2.1
Nach der IHK Bodensee-Oberschwaben betrifft Nr. 1.1.9 den Schutz gegen Korrumpierung, also gegen Manipulation durch angeschlossene Hardware oder Angriffe auf die Software, und Nr. 1.2.1 die Sicherheit und Zuverlässigkeit von Steuerungen. Die Maschine soll Nachweise über unbefugte Eingriffe sammeln.
- Nachweise für Eingriffe protokollieren
- Schutz der Steuerungssoftware dokumentieren
- Schnittstellen zu Fremdhardware bewerten
Digitale Betriebsanleitung
Art. 10 Abs. 7 regelt die digitale Betriebsanleitung. Nach IHK Angaben muss sie druckbar, herunterladbar und speicherbar sein und mindestens 10 Jahre online bleiben. Die EU-Konformitätserklärung darf digital bereitgestellt werden, etwa über eine Internetseite oder einen maschinenlesbaren Code.
- Dokumentenmanagement mit Langzeitverfügbarkeit
- Stabile Links oder Codes je Maschine
- Papierfassung auf Verlangen vorsehen
Technische Unterlagen und Fristen
Nach IHK Angaben sind technische Unterlagen bis zu 10 Jahre nach dem Inverkehrbringen vorzulegen, Rückverfolgungsprotokolle und Versionen der Sicherheitssoftware bis zu 5 Jahre zugänglich zu halten. Anhang IV nennt den Inhalt der technischen Unterlagen. Das PLM wird damit zur Nachweisquelle.
- Revisionsfeste Ablage im PLM oder DMS
- Änderungshistorie je Seriennummer
- Zugriffsrechte und Protokollierung festlegen
Cyber Resilience Act und KI Verordnung
Der Cyber Resilience Act, Verordnung (EU) 2024/2847, gilt für Produkte mit digitalen Elementen: Meldepflichten seit 11. September 2026, die übrigen Hauptpflichten ab 11. Dezember 2027. Hochrisiko Pflichten der KI Verordnung für KI in regulierten Produkten gelten laut Kommission ab 2. August 2028.
- Schwachstellenmanagement für eigene Software aufbauen
- KI Funktionen in Maschinen früh erfassen
- Zusammenspiel der Regeln rechtlich klären
Quellen: Verordnung (EU) 2023/1230 auf EUR-Lex, Seite der EU-Kommission zur Maschinenverordnung, IHK Bodensee-Oberschwaben, Leitfaden, TÜV SÜD zur Maschinenverordnung, Cyber Resilience Act, KI Verordnung, Stand Oktober 2026. Keine Rechtsberatung.
Welche Rolle spielt KI
in der Software für Maschinenbau?
KI taucht in der Branchensoftware an vier Stellen auf: im Angebot, in der Produktion, im Service und in der Regulierung. Die Funktionen sind Herstellerangaben und sollten in der Demo mit eigenen Daten gezeigt werden.
KI im Vertrieb
- HubSpot nennt KI gestützte Angebote ab dem Tarif Professional
- Dynamics 365 Sales Enterprise bietet Copilot und Agenten Funktionen, Premium enthält 1.000 Copilot Credits
- Konfigurationsregeln liefert weiterhin das Engineering, nicht die KI
KI im ERP und in der Planung
- abas bietet mit Prodaso eine KI gestützte Produktionsoptimierung
- Entscheidend ist die Datenqualität in Stücklisten und Arbeitsplänen
- Ergebnisse sollten nachvollziehbar und korrigierbar bleiben
KI in der Einsatzplanung
- Salesforce nennt eine KI gestützte Optimierungs Engine für die Personalplanung
- Prognosen des Servicebedarfs verlangen Zustandsdaten der Maschinen
- Dynamics 365 Field Service nennt Copilot Unterstützung im Tarif Field Service, nicht im Tarif Contractor
KI in Maschinen und Software
- Die Maschinenverordnung führt Anforderungen für KI basierte Sicherheitsfunktionen ein
- Hochrisiko Pflichten der KI Verordnung für KI in regulierten Produkten gelten laut Kommission ab 2. August 2028
- Die KI Funktionen im Selection Portal laufen auf eigenen, lokal betriebenen Modellen, Ihre Daten bleiben bei uns
Quellen: HubSpot Preise, Dynamics 365 Sales Preise, Dynamics 365 Field Service Preise, abas ERP, Salesforce Field Service, Maschinenverordnung auf der Seite der EU-Kommission, KI Verordnung, Stand Oktober 2026. Die Hochrisiko Fristen wurden durch das AI Omnibus verschoben und sollten vor der Planung erneut geprüft werden.
Anbieter im Vergleich:
ein Auszug, nicht der ganze Markt.
Die Matrix zeigt einen Auszug von 15 Systemen aus ERP, CRM, PLM und Service für den Maschinenbau, alphabetisch sortiert und ohne Bewertung. Die Auswahl deckt Marktführer, Mittelstand, DACH Hersteller und verschiedene Betriebsmodelle ab und ist nicht vollständig. Die Quelle steht jeweils unter dem Produktnamen. Wo ein Hersteller etwas nicht öffentlich ausweist, steht die Zelle auf Prüfen in der Demo. Den gesamten Markt finden Sie im ERP Katalog und im CRM Katalog.
| Anbieter | Segment | Preis ab | Systemart | Varianten und Konfiguration | Projektfertigung (ETO) | CAD und Stücklisten | Service und Ersatzteile | Betrieb | Profil |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| abas ERPForterro, Karlsruhe · Quelle | Mittelstand | auf Anfrage | ERP | ≈ Sonderanfertigungen, Kleinserien und Varianten, Konfigurator in der Demo prüfen | ✓ integriertes Projektmanagement für Planung, Abwicklung und Controlling | ✓ CAD und PLM Daten fließen in Kalkulation und Stücklisten | ≈ Service als Funktionsbereich, Ersatzteile in der Demo prüfen | Cloud oder On-Premise | Zum Profil → |
| CONTACT ElementsCONTACT Software, Bremen · Quelle | Mittelstand | auf Anfrage | PLM | ✓ Konfigurations und Variantenmanagement | ≈ in der Demo prüfen | ✓ Multi-CAD Datenmanagement, SAP Schnittstelle in einem Fallbeispiel | ≈ in der Demo prüfen | Cloud inklusive SaaS, weitere Modelle in der Demo prüfen | |
| Dynamics 365 Business CentralMicrosoft, Redmond (USA) · Quelle | KMU bis Mittelstand | Essentials 69,30 €, Premium 95,30 € je Nutzer und Monat | ERP | ≈ in der Demo prüfen | ≈ in der Demo prüfen | ≈ in der Demo prüfen | ✓ Serviceauftragsverwaltung im Plan Premium | Cloud | Zum Profil → |
| Dynamics 365 SalesMicrosoft, Redmond (USA) · Quelle | KMU bis Konzern | ab 56,30 € je Nutzer und Monat (Professional) | CRM | ≈ Konfigurator über Partnerlösung, in der Demo prüfen | ≈ in der Demo prüfen | – nicht Aufgabe eines CRM | ≈ Service über Dynamics 365 Field Service ab 91,00 € | Cloud | |
| HubSpot Sales HubHubSpot, Cambridge MA (USA) · Quelle | KMU bis Mittelstand | Free bis 2 Nutzer, Starter 7 € befristet, Professional 90 € je Nutzer und Monat | CRM | ≈ Angebote ab Professional, Konfigurator in der Demo prüfen | ≈ in der Demo prüfen | – nicht Aufgabe eines CRM | ≈ in der Demo prüfen | Cloud | Zum Profil → |
| IFS CloudIFS, gegründet in Linköping, Deutschland Nürnberg · Quelle | Enterprise | auf Anfrage | ERP | ≈ in der Demo prüfen | ✓ Engineer to Order für Maschinen und Industrieausrüster | ≈ in der Demo prüfen | ✓ Field Service und Asset Management | Cloud | Zum Profil → |
| Infor CloudSuite IndustrialInfor (Deutschland) GmbH, Aschheim bei München · Quelle | Mittelstand bis Konzern | auf Anfrage | ERP | ✓ Configure to Order | ✓ Engineer to Order und gemischte Fertigung | ≈ in der Demo prüfen | ✓ Service und Projekt Workflows | Multi-Tenant Cloud auf AWS | Zum Profil → |
| OdooOdoo S.A., Grand-Rosière (Belgien) · Quelle | KMU bis Mittelstand | Standard 24,90 €, Custom 44,90 € je Nutzer und Monat | ERP | ≈ in der Demo prüfen | ≈ in der Demo prüfen | ≈ in der Demo prüfen | ✓ Außendienst App mit Einsatzplanung, Ersatzteilen und Zeiterfassung | Cloud, weitere Betriebsarten je Tarif | Zum Profil → |
| proALPHAProalpha GmbH, Weilerbach · Quelle | Mittelstand | auf Anfrage, Mietmodell oder Lizenz | ERP | ✓ regelbasierte Variantenkonfiguration für Angebote und Stücklisten | ✓ ETO Projekte mit zentraler Datenbasis | ✓ PDM und PLM mit CAD Integration (CA-Link) | ✓ Serviceaufträge, Ersatzteile, Garantien, Seriennummern | Hybrid aus Cloud und On-Premise | Zum Profil → |
| PSIpentaPSI Software SE, Berlin · Quelle | Mittelstand | auf Anfrage | ERP | ✓ mehrstufige Variantenkonfigurationen laut Jury ERP System des Jahres 2021 | ✓ Projektstrukturen laut Referenz LIST Technology | ≈ in der Demo prüfen | ≈ in der Demo prüfen | SaaS, Hosting, hybrid oder On-Premise | Zum Profil → |
| PTC WindchillPTC, Boston MA (USA) · Quelle | Mittelstand bis Konzern | auf Anfrage | PLM | ✓ Variantenmanagement und regelbasierte Konfiguration | – nicht Aufgabe eines PLM | ✓ Multi-CAD, Konnektoren für Creo und Onshape | ≈ in der Demo prüfen | On-Premise, Cloud oder SaaS (Windchill+) | |
| Salesforce Sales CloudSalesforce, San Francisco (USA) · Quelle | KMU bis Konzern | ab 25 € je Nutzer und Monat (Starter Suite) | CRM | ≈ Konfigurator in der Demo prüfen | ≈ in der Demo prüfen | – nicht Aufgabe eines CRM | ✓ Field Service als eigenes Produkt, ab 55 € je Nutzer und Monat | Cloud | Zum Profil → |
| SAP S/4HANA Cloud Public EditionSAP SE, Walldorf · Quelle | Mittelstand bis Konzern | auf Anfrage | ERP | ≈ in der Demo prüfen | ✓ ETO Szenario mit Produktion auf Projektstruktur Ebene | ≈ in der Demo prüfen | ≈ Aftermarket Services, Umfang in der Demo prüfen | Cloud (Public Edition) | Zum Profil → |
| Siemens Teamcenter XSiemens Digital Industries Software, Plano TX (USA) · Quelle | Mittelstand bis Konzern | auf Anfrage | PLM | ≈ je Stufe unterschiedlich, in der Demo prüfen | ≈ Projektplanung ab Stufe Standard | ✓ CAD Datenmanagement ab Stufe Essentials | ✓ Service Lifecycle Management in der Stufe Premium | SaaS, betrieben von Siemens | |
| weclappweclapp GmbH, Kitzingen · Quelle | KMU | ERP Starter 39 €, ERP Handel 163 € je Nutzer und Monat | ERP mit CRM | ≈ Produktionsstückliste, Konfigurator in der Demo prüfen | ≈ Projektmanagement mit Leistungsnachweis, ETO in der Demo prüfen | ≈ in der Demo prüfen | ≈ Helpdesk Add on ab 55 € | Cloud | Zum Profil → |
Preise netto laut Herstellerseiten, Stand Oktober 2026, ohne Einführung und Hosting; bei Auskunft auf Anfrage ist kein Listenpreis veröffentlicht. Die Einordnung in Segmente ist eine Einschätzung von Find-Your-Software, die Zellen geben Herstellerangaben wieder und sind keine Bewertung. Weitere Quellen: proALPHA Preise, abas ERP, PSI zu SaaS und On-Premise, Presseportal zu LIST Technology, Impressum proALPHA, Impressum CONTACT Software, Windchill+, Siemens Meldung. Weitere Anbieter wie Dassault Systèmes, Autodesk oder Tacton behandelt die Seite im Text oder im PLM Software Vergleich. Listen aller Anbieter: ERP Anbieter und CRM Anbieter.
Vom Auszug zur
begründeten Shortlist.
Der Auszug ersetzt keine Auswahl. Das Selection Portal von Find-Your-Software sammelt Ihre Anforderungen, liefert eine begründete Shortlist und unterstützt Demos und Verträge. Find-Your-Software ist ein Werkzeug für die Softwareauswahl, kein Bewertungsportal, und erhält keine Zahlung für Platzierungen.
Was das Selection Portal übernimmt
- Anforderungen sammeln, priorisieren und Ausschlusskriterien markieren
- Anbieter anhand Ihrer Anforderungen vergleichen und Notizen festhalten
- Szenarien und Anbieterpräsentationen planen und bewerten
- Softwareverträge prüfen mit Checkliste
Was bei Ihnen bleibt
- Die Entscheidung über Fertigungsart und Variantenstrategie
- Die Freigabe der Konfigurationsregeln durch das Engineering
- Die rechtliche Bewertung der Maschinenverordnung für Ihre Produkte
- Die Einbindung von Betriebsrat, IT und Geschäftsführung
Mehr zum Prinzip: Werkzeug statt Bewertungsportal und Selection Portal.
In sechs Schritten zur Auswahl
der Software für Maschinenbau.
Diese sechs Schritte funktionieren für ein einzelnes System genauso wie für die gesamte Systemlandschaft. Wichtig ist die Reihenfolge: erst die Prozesse und Daten, dann die Systeme, zuletzt der Preis.
Fertigungsart und Variantenlogik klären
Legen Sie fest, ob Sie überwiegend Engineer to Order, Configure to Order oder Make to Order fertigen und wie viele Varianten es heute gibt. Diese Antwort bestimmt, ob Sie einen Konfigurator, eine tiefe Projektsteuerung oder beides brauchen.
Datenfluss von der Anfrage bis zum Service zeichnen
Zeichnen Sie den Weg einer Maschine vom Angebot über Konstruktion und Fertigung bis zum Service. Markieren Sie jede Stelle, an der Daten heute doppelt erfasst oder per Hand übergeben werden. Dort liegt der größte Nutzen.
Anforderungen priorisieren
Sammeln Sie Anforderungen mit Muss, Soll und Kann Kriterien und markieren Sie Ausschlusskriterien. Nutzen Sie dazu eine strukturierte Lastenheft Vorlage, damit alle Fachbereiche dieselbe Sprache sprechen.
Shortlist bilden
Wählen Sie aus dem Markt drei bis fünf Anbieter je Systemart anhand Ihrer Muss Kriterien aus. Die Methode beschreibt Longlist und Shortlist ausführlich. Der Auszug dieser Seite ist nur der Anfang.
Szenario Demos mit echten Fällen
Lassen Sie jeden Anbieter einen echten, abgeschlossenen Auftrag durchspielen: Konfiguration, Stückliste, Projektkalkulation, Änderung und Serviceauftrag. Wer nur Standard Demodaten zeigt, beantwortet Ihre Fragen nicht.
Vertrag, Kosten und Einführung festlegen
Rechnen Sie Lizenz, Einführung, Schnittstellen, Betrieb und interne Zeit über mindestens fünf Jahre und lassen Sie die Verträge prüfen. Bei der Kostenrechnung hilft der TCO Rechner.
Methodik: Software Auswahl Checkliste, RFP erstellen und Schnittstellen und Integration in der Systemlandschaft, Stand Oktober 2026.
Häufige Fragen
direkt beantwortet.
Welche Software brauchen Betriebe im Bereich Maschinenbau?
Maschinenbauer brauchen meist vier Systemarten: ein ERP für Aufträge, Stücklisten, Fertigung und Finanzen, ein CRM mit Angebotskonfigurator für den Vertrieb, ein PDM oder PLM für CAD Daten und Konstruktionsstücklisten sowie eine Service Software für die installierte Basis. Je nach Größe kommen MES und QMS hinzu. Kleine Betriebe decken vieles über ein ERP mit CRM und die PDM Funktion des CAD Systems ab, größere Hersteller koppeln mehrere Spezialsysteme über Schnittstellen. Welche Kombination passt, hängt von Fertigungsart, Variantenzahl und Servicegeschäft ab.
Welche Anbieter gibt es für Maschinenbau?
Im ERP reicht die Spanne von DACH Herstellern wie abas, proALPHA und PSIpenta über Plattformen wie SAP S/4HANA Cloud, IFS Cloud und Infor CloudSuite Industrial bis zu Cloud Systemen wie Business Central, Odoo und weclapp. Im CRM sind Salesforce, Dynamics 365 Sales und HubSpot verbreitet, im PLM Siemens Teamcenter, PTC Windchill und CONTACT Elements. Die Matrix auf dieser Seite ist ein Auszug von 15 Systemen, nicht der gesamte Markt, und enthält keine Bewertung. Prüfen Sie jeden Anbieter an Ihrem eigenen Anforderungskatalog.
Was kostet Software für Maschinenbau?
Die Kosten hängen von Systemart und Größe ab. Veröffentlichte Listenpreise liegen bei Odoo Standard ab 24,90 €, Business Central Premium bei 95,30 €, Salesforce Starter Suite bei 25 € und Dynamics 365 Field Service bei 91,00 € je Nutzer und Monat, Stand Oktober 2026. Branchen ERP und Enterprise PLM nennen Preise auf Anfrage. Als Erfahrungswert von Find-Your-Software kostet ein ERP über fünf Jahre bei 100 bis 250 Mitarbeitenden etwa 450.000 € bis 1,2 Mio. € inklusive Einführung. Hinzu kommen Schnittstellen, Hosting und interne Zeit.
Reicht ein Standard ERP oder braucht es eine Branchenlösung?
Ein Standard ERP reicht, wenn Ihre Produkte wenige Varianten haben und Projekte kurz sind. Bei variantenreichen Maschinen, Engineer to Order und mehrstufigen Stücklisten sprechen Funktionen wie regelbasierte Konfiguration, Projektkalkulation und Änderungsdienst für ein Branchen ERP. Entscheidend ist, was ein echter, abgeschlossener Auftrag in der Demo zeigt, nicht die Folie. Eine Grundsatzentscheidung beschreibt die Seite Standardsoftware gegen Individualsoftware, die ausführliche ERP Auswahl steht auf der Seite ERP für Maschinenbau. Bringen Sie dazu zwei bis drei Szenarien aus Ihrem Alltag in die Demo mit.
Welche Vorgaben muss die Software erfüllen?
Die Software selbst unterliegt keinem CE Verfahren, unterstützt aber Ihre Nachweise. Die Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 gilt ab 20. Januar 2027 und verlangt technische Unterlagen, eine EU-Konformitätserklärung, Cybersicherheit für Steuerungen und erlaubt digitale Betriebsanleitungen. Nach IHK Angaben sind technische Unterlagen bis zu 10 Jahre vorzuhalten. Dazu kommen der Cyber Resilience Act, der Data Act und die DSGVO. Das PLM oder DMS sollte Versionen und Änderungen revisionsfest speichern. Bitten Sie Ihren Verband, Ihre Rechtsberatung oder eine Benannte Stelle um eine verbindliche Auskunft zu Ihren Produkten.
Cloud oder On-Premise?
Beides ist im Maschinenbau verbreitet. Die Hersteller bieten es unterschiedlich an: abas Cloud oder On-Premise, proALPHA hybrid, PSI SaaS, Hosting und On-Premise, Infor als Multi-Tenant Cloud, Teamcenter X als SaaS. Das Statistische Bundesamt meldet für 2025 für 54 Prozent der Unternehmen die Nutzung kostenpflichtiger Cloud Services. Prüfen Sie Anpassbarkeit, Update Zyklus, Datenhaltung der Konstruktionsdaten und Anbindung der Fertigung, bevor Sie sich festlegen. Eine Grundsatzentscheidung beschreibt die Seite Cloud gegen On-Premise. Viele Betriebe wählen am Ende ein hybrides Modell.
Wie lange dauert die Einführung?
Als Erfahrungswert von Find-Your-Software dauert die Einführung eines ERP im Maschinenbau typischerweise 9 bis 18 Monate, ein CRM etwa 3 bis 9 Monate. Für PLM gibt es keine belastbare neutrale Zahl, die Dauer hängt von Datenbestand, CAD Landschaft und ERP Schnittstelle ab. Bewährt ist eine Einführung in Stufen: zuerst PDM in der Konstruktion, dann Änderungsmanagement, danach die ERP Anbindung. Planen Sie interne Zeit für Datenübernahme und Schulung ein. Rechnen Sie bei Mehrstandort Projekten und vielen Altdaten eher mit der oberen Grenze.
Wie finde ich die passende Software?
Beginnen Sie mit Ihrer Fertigungsart und dem Datenfluss von der Anfrage bis zum Service, priorisieren Sie dann Anforderungen in Muss, Soll und Kann und bilden Sie je Systemart eine Shortlist von drei bis fünf Anbietern. Lassen Sie jeden Anbieter einen echten Auftrag in einer Szenario Demo zeigen. Die Matching Engine liefert in wenigen Minuten eine erste Orientierung, das Selection Portal begleitet Sie danach bis zum Vertrag. Dokumentieren Sie die Gründe für jede Entscheidung, damit sie später nachvollziehbar bleibt.
Wie verbinde ich CRM, ERP und PLM miteinander?
Legen Sie zuerst fest, welches System für welche Daten führend ist: das CRM für Kunden und Angebote, das PLM für Konstruktionsdaten und die Konstruktionsstückliste, das ERP für die Fertigungsstückliste, Aufträge und Kosten. Dann bestimmen Sie die Übergaben, etwa Konfiguration zu Stückliste und Freigabe zu ERP. Native Kopplung, zertifizierter Connector oder Middleware unterscheiden sich im Aufwand. Hilfreich ist die Seite zu Schnittstellen und Integration in der Systemlandschaft. Dokumentieren Sie die Verantwortung je Datenobjekt in einem einfachen Schnittstellenplan.
Was ist ein CPQ und brauche ich es?
CPQ steht für Configure, Price, Quote. Die Software verbindet technische Konfiguration, Preisfindung und Angebotsdokument, damit Vertrieb nur baubare Varianten anbietet. Sie lohnt sich bei hoher Variantenvielfalt und wiederkehrenden Baureihen, weniger bei reinen Sondermaschinen. Anbieter wie Tacton richten sich an Hersteller mit hoher Produktvarianz. Die Alternative ist ein Konfigurator im ERP oder PLM. Entscheidend ist, wo die Konfigurationsregeln gepflegt werden und wer sie freigibt. Fragen Sie in der Demo nach, wie Regeln gepflegt und versioniert werden.
Welche Rolle spielt KI in der Software für Maschinenbau?
KI erscheint in Angebotserstellung, Produktionsplanung, Einsatzplanung im Service und in der Regulierung. HubSpot nennt KI gestützte Angebote ab Professional, abas bietet mit Prodaso eine KI gestützte Produktionsoptimierung, Salesforce eine Optimierungs Engine für die Einsatzplanung. Die Maschinenverordnung führt Anforderungen an KI basierte Sicherheitsfunktionen ein. Prüfen Sie Funktionen in der Demo mit eigenen Daten und lassen Sie sich Datenverarbeitung und Speicherort vertraglich zusichern. Find-Your-Software setzt für die KI Funktionen im Selection Portal eigene, lokal betriebene Modelle ein, Ihre Daten bleiben bei uns.
Was ändert sich durch die Maschinenverordnung für die Software?
Software und digitale Komponenten, die Sicherheitsfunktionen ausführen, gelten als eigenständige Sicherheitsbauteile. Cybersicherheit wird Teil der grundlegenden Anforderungen, digitale Betriebsanleitungen und Konformitätserklärungen sind zulässig, wesentliche Änderungen können Sie zum Hersteller machen. Für Ihre Systemlandschaft heißt das: Versionsstände der Maschinensoftware, Änderungsprotokolle und technische Unterlagen müssen auffindbar und langfristig verfügbar sein. Klären Sie Einzelfragen mit Ihrer Rechtsberatung oder einer Benannten Stelle. Beziehen Sie früh Konstruktion, Qualitätsmanagement und IT ein, weil die Nachweise aus mehreren Systemen kommen. Der Stichtag ist der 20. Januar 2027.
Wie vergleiche ich Angebote verschiedener Anbieter?
Vergleichen Sie Lizenz, Einführung, Schnittstellen, Betrieb, Schulung und interne Zeit über fünf Jahre, nicht nur den Nutzerpreis. Bitten Sie alle Anbieter um dasselbe Preisblatt und dieselben Annahmen zu Nutzerzahl, Varianten und Schnittstellen. Gewichten Sie die Anforderungen in einer Nutzwertanalyse und halten Sie Abweichungen schriftlich fest. Das Selection Portal unterstützt das mit Anforderungsmanagement, Szenarien und Vertragsprüfung, ohne dass Anbieter für Platzierungen zahlen. Ein Preisvergleich ohne gleiche Annahmen führt fast immer zu falschen Schlüssen. Berücksichtigen Sie auch Kündigungsfristen und Preisanpassungen.
Die passende Software
für Ihren Maschinenbau.
Die Matching Engine von Find-Your-Software vergleicht Ihre Anforderungen in wenigen Minuten mit passenden Systemen. Im Selection Portal erfassen Sie danach Anforderungen und IT-Systemlandschaft, planen Szenario Demos und sprechen direkt mit den Anbietern.