Procurement Software.
Anbieter nach Einsatzfall und Branche.
Beschaffungssoftware und Procurement Software meinen im Markt dieselbe Produktgruppe: Software, die den Einkauf vom Bedarf über Ausschreibung und Bestellung bis zur geprüften Rechnung steuert. Welche Lösung passt, entscheidet der Einsatzfall, von Bestellung und Rechnung über direkte Beschaffung bis zur eVergabe. Die Einordnung nach Größe steht im Procurement Software Vergleich nach Größe.
Beschaffungssoftware oder Procurement Software.
Was die Begriffe unterscheidet.
Beschaffungssoftware ist der deutsche, Procurement Software der englische Begriff. Anbieter und Suchende meinen damit dieselbe Produktgruppe, und beide Begriffe führen im Markt zu denselben Anbietern. Einkaufssoftware betont die kaufmännische Seite, Beschaffung schließt Disposition und Wareneingang ein. E-Procurement umfasst nach dem BME den gesamten Purchase-to-Pay-Prozess samt Lieferantenmanagement, Source-to-Pay reicht bis zur Ausschreibung zurück.
Entscheidend ist der Einsatzfall, nicht der Name: indirekter Bedarf, direktes Material, Ausschreibung, Lieferantenrisiko oder öffentliche Vergabe. Die Seite richtet sich an Einkauf, Kreditorenbuchhaltung und IT im DACH-Raum und folgt dieser Gliederung. Procure-to-Pay meint den operativen Teil von der Bestellung bis zur Zahlung, Source-to-Pay zusätzlich Bedarfsanalyse, Lieferantensuche und Vertrag. Wer den Einkauf im ERP abbilden will, prüft zuerst den Umfang des Einkaufsmoduls, mehr dazu auf der Seite ERP Software.
Quellen: BME zu eProcurement, Stand Oktober 2026. Die Abgrenzung von Einkaufs- und Beschaffungssoftware ist eine Einschätzung von Find-Your-Software.
Wo drückt es im Einkauf?
Sechs typische Ausgangslagen.
Die meisten Auswahlprojekte starten nicht mit dem Wunsch nach einer Suite, sondern mit einem konkreten Problem. Ordnen Sie Ihr Problem einer der sechs Ausgangslagen zu. Jede Karte nennt das Symptom, die passende Systemgruppe, drei Prüffragen für den Start und die Teiltabelle weiter unten, in der Sie passende Anbieter finden. Mehrere Ausgangslagen gleichzeitig sind normal, dann beginnen Sie mit der, die am meisten Geld oder Zeit kostet.
Bestellungen laufen per Mail, Zuruf und Firmenkarte
Symptom: Niemand weiß, was bestellt ist, Rahmenverträge werden umgangen.
Hier hilft ein System für Bedarfsanforderung, Freigabe und Bestellung mit Katalogen. Für Dienstleister und kleinere Mittelständler reichen oft Tools für Bestellung, Rechnung und Ausgaben, für mehrere Standorte eine Suite.
- Wie viele Bestellungen laufen heute ohne Bestellnummer?
- Welche Freigabegrenzen gelten je Kostenstelle?
- Welche Lieferanten liefern 80 Prozent des indirekten Bedarfs?
Teiltabelle: Bestellung und Rechnung
Rechnungen stauen sich in der Buchhaltung
Symptom: Skonto verfällt, Abweichungen fallen erst beim Mahnlauf auf.
Ein Rechnungsmodul mit Abgleich gegen Bestellung und Wareneingang nimmt E-Rechnungen an, prüft Positionen und leitet nur Abweichungen an Menschen weiter. Das ist oft der schnellste messbare Effekt einer Procurement Software.
- Wie viele Eingangsrechnungen kommen pro Monat?
- Welcher Anteil hat heute schon eine Bestellnummer?
- Kann Ihr System XRechnung und ZUGFeRD verarbeiten?
Teiltabelle: Bestellung und Rechnung
Ausschreibungen laufen in Excel und Mail
Symptom: Angebote sind nicht vergleichbar, Verhandlungsergebnisse nicht dokumentiert.
eSourcing Werkzeuge strukturieren Anfragen, vergleichen Angebote nach gleichen Kriterien und führen Auktionen durch. Sie lohnen sich, sobald wiederkehrende Ausschreibungen mit mehreren Lieferanten anfallen.
- Wie viele Ausschreibungen pro Jahr, mit wie vielen Positionen?
- Wer bewertet Angebote heute und nach welchen Kriterien?
- Sollen Ergebnisse direkt als Vertrag oder Katalog ins System?
Teiltabelle: Sourcing und Verhandlung
Kunden und Prüfer fragen nach Lieferkettendaten
Symptom: Fragebögen, Zertifikate und Risikoanalysen liegen verstreut.
Plattformen für Lieferantenrisiko sammeln Selbstauskünfte, überwachen Nachrichtenlagen und dokumentieren Maßnahmen. Sie ergänzen das Einkaufssystem, ersetzen aber keine Bestellabwicklung.
- Welche Regelwerke betreffen Sie: LkSG, EUDR, REACH, Kundenvorgaben?
- Wie viele direkte Lieferanten in Risikoländern?
- Wer verantwortet Maßnahmen und Nachweise?
Teiltabelle: Risiko und LkSG
Produktionsmaterial, Abrufe und Qualität
Symptom: Lieferabrufe, Zeichnungen und Reklamationen laufen über getrennte Kanäle.
Für direktes Material zählt die Nähe zu ERP, Stückliste und Qualität. Hier passen ERP-nahe Module oder Kollaborationsnetze der Fertigungsindustrie besser als reine Katalogsysteme für indirekten Bedarf.
- Welcher Anteil des Einkaufsvolumens ist direktes Material?
- Werden Zeichnungen und Spezifikationen mit angefragt?
- Gibt es Kundenvorgaben zu Lieferantenportalen?
Teiltabelle: Direktes Material
Öffentliche Vergabe nach GWB und UVgO
Symptom: Fristen, Vergabevermerke und Bieterkommunikation binden das Team.
Öffentliche Auftraggeber brauchen ein Vergabemanagementsystem und eine eVergabe Plattform. Ab dem EU-Schwellenwert ist die elektronische Abwicklung Pflicht, darunter regeln UVgO und Landesrecht das Verfahren.
- Wie viele Verfahren pro Jahr ober- und unterhalb der Schwelle?
- Welche Plattform nutzen Ihre Bieter bereits?
- Brauchen Sie Bedarfs- und Vertragsmanagement im selben System?
Teiltabelle: eVergabe
Die Zuordnung der Ausgangslagen zu Systemgruppen ist eine Einschätzung von Find-Your-Software. Rechtsgrundlagen: § 27 UStG, EU-Schwellenwerte 2026 (BMWE Rundschreiben), Stand Oktober 2026.
Was sich im Alltag ändert.
Konkret, nicht abstrakt.
Procurement Software verändert vor allem Routinen: wer bestellt, wer freigibt, wer eine Rechnung anfasst und wo ein Lieferantennachweis liegt. Die linke Spalte beschreibt typische Situationen ohne System, die rechte das Ziel nach der Einführung. Die Punkte eignen sich als Ausgangsbasis für Ihre Zieldefinition im Lastenheft.
Ohne Procurement Software
- Bedarfe kommen per Mail, Telefon oder Zettel, der Einkauf tippt sie ins ERP ab
- Freigaben hängen an Personen im Urlaub, Eilbestellungen laufen am Prozess vorbei
- Rechnungen ohne Bestellbezug landen in der Buchhaltung und werden einzeln geklärt
- Ausschreibungen leben in Tabellen, das Ergebnis steht in keinem System
- Zertifikate und Lieferantenauskünfte liegen in Postfächern einzelner Einkäufer
- Auswertungen nach Warengruppe entstehen einmal im Jahr mit viel Handarbeit
Mit Procurement Software
- Bedarfe entstehen im Katalog oder Formular, mit Kostenstelle und Budgetprüfung
- Freigaben folgen Regeln nach Betrag und Warengruppe, mit Vertretung
- Rechnungen werden gegen Bestellung und Wareneingang abgeglichen, nur Abweichungen landen beim Menschen
- Anfragen, Angebote und Zuschläge sind je Lieferant vergleichbar dokumentiert
- Lieferantenstamm, Nachweise und Risikoeinstufung liegen an einer Stelle
- Ausgaben nach Lieferant, Warengruppe und Standort sind jederzeit sichtbar
Ziele in das Lastenheft übernehmen: Lastenheft Vorlage für die Softwareauswahl.
Procurement Software Anbieter im Auszug.
15 Systeme, ohne Rangfolge.
Der Auszug deckt alle Gruppen ab, von der Konzernsuite über Mittelstandssuiten bis zu Werkzeugen für Bestellung, Rechnung und Ausgaben, mit Bezug zum DACH-Raum. Die Reihenfolge ist alphabetisch und keine Bewertung. Angaben zu Modulen, Schnittstellen und Betrieb stammen von den Herstellerseiten. Wo ein Hersteller keine Angabe macht, steht der Hinweis, den Punkt in der Demo zu prüfen. Spezialisten für Sourcing, Risiko und eVergabe stehen in den Teiltabellen darunter.
| Anbieter | Segment | Preis ab | Typ und Schwerpunkt | Source-to-Pay Abdeckung | ERP und Buchhaltung | Betrieb und Standort | Profil |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| BaswareEspoo, Finnland, seit 1985 | Mittelstand bis Konzern | auf Anfrage | Rechnungseingang, Procure-to-Pay und E-Invoicing Netzwerk, über 6.500 Kunden | ≈ Bestellung und Rechnung, Sourcing und Vertrag nicht im Portfolio gelistet | ✓ SAP, Oracle und Microsoft laut Hersteller, DATEV nicht genannt | Cloud auf AWS mit Region Europa, Büro Düsseldorf | |
| CandisBerlin, am Markt seit 2015 | KMU und Mittelstand | ab 389 € pro Monat (Basis) | Rechnungsfreigabe, Verträge und Firmenkarten, über 10.000 Unternehmen | ≈ Rechnung und Freigabe, Bestellanforderung nur teilweise, kein Sourcing | ✓ DATEV, SAP Business One, Sage 100, NetSuite, Business Central | Cloud, Teilnehmer der Initiative Cloud Services Made in Germany | |
| CoupaUSA, seit 2006, Thoma Bravo seit 2023 | Konzern und gehobener Mittelstand | auf Anfrage | Spend Management mit Source-to-Contract, Procure-to-Pay und AP-Automation | ✓ Sourcing, Vertrag, Lieferantenrisiko, Rechnung, Spend Analytics | ✓ Integrationsleitfäden für SAP, Oracle und NetSuite | Cloud mit regionaler Datenresidenz, BSI C5 und TISAX, Standorte Ettenheim und Karlsruhe | |
| EskerLyon, Frankreich, seit 1985 | Mittelstand bis Konzern | auf Anfrage | Source-to-Pay als Ergänzung zum bestehenden ERP | ✓ Sourcing, Lieferanten, Vertrag, Bestellung, Kreditoren, Zahlung | ✓ SAP ECC und S/4HANA, Microsoft Dynamics NAV | Cloud mit eigenem Rechenzentrum in Deutschland, Büros Feldkirchen und Ratingen | |
| GEP SMARTClark, New Jersey, seit 1999 | Konzern | auf Anfrage | Source-to-Pay Plattform für Großunternehmen, OpusCapita seit Juli 2024 Teil von GEP | ≈ Sourcing, Lieferantenmanagement und Procure-to-Pay, weitere Module in der Demo prüfen | ≈ Anbindung in der Demo prüfen | Cloud auf Azure und Google Cloud, Büros Frankfurt und Dortmund | |
| Ivaluagegründet 2000, Büro Frankfurt am Main | Konzern und öffentlicher Sektor | auf Anfrage | Source-to-Pay für direkte und indirekte Ausgaben mit KI-Agent IVA | ✓ Sourcing, Vertrag, Lieferanten, Spend, eProcurement, Rechnung | ✓ SAP ECC und S/4HANA, Dynamics, NetSuite, Oracle, Infor | Multi-Instance SaaS, über 500 Marken als Kunden | |
| JAGGAERUSA, seit 1995, Vista Equity seit 2024 | Industrie und öffentlicher Sektor | auf Anfrage | JAGGAER One für direkte und indirekte Beschaffung, über 1.400 Kunden | ✓ Sourcing, Vertrag, Lieferanten, eProcurement, Rechnung, Zahlung | ✓ SAP-zertifiziert für S/4HANA und ECC | SaaS auf AWS, E-Rechnung nach EN 16931 ab Release 24.3, Büro Wien | |
| MercanisBerlin, gegründet 2020 | Mittelstand bis Konzern | auf Anfrage | KI-Plattform für Intake, Sourcing, Lieferanten- und Vertragsmanagement | ≈ kein Modul für Kreditoren, Rechnung über ERP oder Zusatztool | ✓ SAP und NetSuite laut Hersteller | Server in Deutschland laut Hersteller | |
| MossBerlin, gegründet 2019 | KMU und Mittelstand | auf Anfrage | Firmenkarten, Rechnungen, Erstattungen und Einkauf in einer Plattform | ≈ Bestellanforderung mit Freigabe, Rechnung, Zahlungsläufe, kein Sourcing | ✓ DATEV und über 40 Buchhaltungs-, ERP- und HR-Tools | in Deutschland entwickelt und gehostet, ISO 27001 und SOC 2 | |
| OnventisStuttgart, seit 2000 | Mittelstand | auf Anfrage | Source-to-Pay Suite mit KI-Assistent Onix, rund 1,2 Mio. Nutzer | ✓ Lieferanten, Sourcing, Vertrag, Procure-to-Pay, Analytics | ✓ SAP, Dynamics AX, NAV und Business Central, JD Edwards, DATEV-Schnittstellenpartner seit 2025 | SaaS mit Rechenzentrum Frankfurt, Büros Stuttgart und Düsseldorf | |
| Oracle Fusion Cloud ProcurementOracle, Büro München | Konzern | auf Anfrage | Procurement als Teil der Oracle Fusion Cloud Anwendungen | ≈ Sourcing, Vertrag, Einkauf, Self-Service, Lieferanten, Kreditoren nicht im Modul gelistet | ≈ am engsten mit Oracle Fusion ERP, Fremdsysteme in der Demo prüfen | EU Sovereign Cloud in Frankfurt und Madrid für Fusion ERP und SCM | |
| PrecoroBüros New York, London, Warschau, Vilnius | KMU und Mittelstand | ab 499 US$ pro Monat (Core) | Bestellung bis Rechnungsabgleich, über 1.000 Kunden | ≈ Bestellung, Lieferanten, Vertrag, RFPs, E-Invoicing mit AP-Modul | ≈ NetSuite, Sage Intacct, Business Central, QuickBooks, SAP und DATEV nicht genannt | Cloud, Serverwahl US oder EU nur im Plan Enterprise | Zum Profil → |
| SAP AribaSAP SE, Ariba seit 1996, bei SAP seit 2012 | Konzern mit SAP | auf Anfrage | Source-to-Pay mit SAP Business Network, Next-Gen SAP Ariba seit März 2026 | ✓ Sourcing, Vertrag, Lieferanten, Katalog, Guided Buying, Rechnung | ✓ S/4HANA dokumentiert, Fremd-ERP in der Demo prüfen | Cloud, Rechenzentren Frankfurt und Amsterdam | |
| SynertradeSynertrade 5, seit 2000, unabhängig seit März 2026 | Mittelstand bis Konzern | auf Anfrage | SRM, Source-to-Contract und Procure-to-Pay, Kunden u. a. METRO und OBI | ✓ Supplier Hub, RFx, Auktionen, Vertrag, Katalog, Rechnung, Spend Analytics | ≈ in der Demo prüfen | volumenbasiertes Preismodell mit unbegrenzten Nutzern, Büro München | |
| UniteLeipzig, gegründet 2000 als Mercateo | alle Größen, auch öffentlich | Servicegebühr auf Anfrage | Beschaffungsplattform für katalogbasierte indirekte Beschaffung | ≈ Katalog und Bestellung, nur indirekter Bedarf | ✓ Anbindung an Einkaufssysteme per OCI und cXML | EU-Server, über 700 Lieferanten und 29 Mio. Artikel |
Auszug, nicht vollständig. Keine bezahlten Platzierungen, Reihenfolge alphabetisch. Die vollständige Übersicht liegt im Selection Portal und im Matching. Preise netto laut Herstellerseite, Stand Oktober 2026, Bewertungen und Schätzungen von Vergleichsportalen nutzen wir nicht. Quellen: Basware, Candis Preise, Coupa Sicherheit, Esker Cloud, GEP, Ivalua ERP, JAGGAER Integrationen, Mercanis, Moss, Onventis ERP, Oracle EU Cloud, Precoro Preise, SAP Rechenzentren, Synertrade 5, Unite.
Procurement Software nach Einsatzfall.
Sieben Teiltabellen für die Shortlist.
Eine Suite für alles ist selten der beste Start. Die Teiltabellen sortieren Anbieter nach der Aufgabe, für die sie gebaut sind. Jede Tabelle nennt die Kernfunktion, wann der Anbieter passt und welche Grenze sich aus den Herstellerangaben ergibt. Einige Anbieter stehen in mehreren Tabellen, weil sie mehrere Einsatzfälle abdecken. Nutzen Sie die Tabelle Ihrer Ausgangslage als Startpunkt für die Longlist mit fünf bis acht Anbietern.
Source-to-Pay Suiten für Konzerne
Für Organisationen mit mehreren Ländern, mehreren ERP-Instanzen und eigenem Category Management. Die Einführung läuft fast immer mit Implementierungspartner.
| Anbieter | Einordnung | Preis ab | Kernfunktion | Passt, wenn | Grenze laut Herstellerangaben |
|---|---|---|---|---|---|
| CoupaThoma Bravo seit 2023 | Konzern | auf Anfrage | Spend Management mit Source-to-Contract bis AP-Automation | Sie eine Plattform für alle Ausgabenarten suchen und mehrere ERP-Systeme anbinden | Zukäufe 2025 und 2026 (Scoutbee, Tonkean, Rossum) werden noch integriert, Roadmap prüfen |
| GEP SMARTClark, New Jersey | Konzern | auf Anfrage | Source-to-Pay Plattform, über 550 Fortune 500 und Global 2000 Kunden | Sie global einkaufen und Sourcing mit Lieferantenmanagement verbinden | Module außerhalb von Sourcing, SRM und P2P im Detail in der Demo prüfen |
| IvaluaBüro Frankfurt | Konzern | auf Anfrage | Eine Plattform für direkte und indirekte Ausgaben | Sie mehrere ERP-Systeme wie SAP, Dynamics und Oracle parallel betreiben | Hosting-Ort nicht auf der Herstellerseite genannt, im Vertrag festhalten |
| JAGGAERVista Equity seit 2024 | Industrie | auf Anfrage | JAGGAER One mit Sourcing, Lieferanten, eProcurement und Rechnung | Sie direktes Material in Fertigung oder Automotive beschaffen | kein Büro in Deutschland belegt, Betreuung über Wien |
| Oracle Fusion Cloud ProcurementBüro München | Konzern mit Oracle | auf Anfrage | Procurement in der Fusion Cloud mit EU Sovereign Cloud | Oracle Fusion ERP bereits Kernsystem ist | Kreditorenfunktion nicht im Procurement-Modul gelistet |
| SAP AribaSAP SE | Konzern mit SAP | auf Anfrage | Source-to-Pay und SAP Business Network mit über 4,6 Mio. Unternehmen | S/4HANA Ihr Kernsystem ist und Lieferanten bereits im Netzwerk sind | Next-Gen Funktionen kommen gestaffelt bis 2027 |
| ZycusPrinceton, New Jersey | Konzern | auf Anfrage | Merlin Agentic Platform mit eSourcing, CLM, eProcurement, eInvoice | Sie KI-Agenten für Sourcing und Vertragsarbeit priorisieren | kein Büro in Deutschland gelistet |
Quellen: Coupa Newsroom, GEP Kunden, Ivalua Plattform, JAGGAER Impressum, Oracle Procurement, SAP Strategic Sourcing, SAP News März 2026, Zycus, Stand Oktober 2026.
Source-to-Pay für den Mittelstand
Für Unternehmen mit eigener Einkaufsabteilung, die Lieferanten, Ausschreibung, Bestellung und Rechnung in einem System führen wollen, ohne Konzernprojekt.
| Anbieter | Einordnung | Preis ab | Kernfunktion | Passt, wenn | Grenze laut Herstellerangaben |
|---|---|---|---|---|---|
| EskerBüros Feldkirchen und Ratingen | Mittelstand bis Konzern | auf Anfrage | Source-to-Pay mit starkem Kreditorenteil, ergänzt das ERP | SAP oder Dynamics NAV bleibt Kernsystem und die Rechnung der größte Hebel ist | DATEV-Anbindung nicht genannt |
| MercanisBerlin | Mittelstand | auf Anfrage | KI-Plattform für Intake, Sourcing, Lieferanten und Verträge | strategischer Einkauf und Lieferantensteuerung wichtiger sind als Rechnungen | kein Modul für Kreditoren |
| OnventisStuttgart | Mittelstand | auf Anfrage | Source-to-Pay Suite, Vertragsmanagement seit Januar 2026 | Sie Microsoft Dynamics oder SAP einsetzen und eine DACH-Suite suchen | S/4HANA auf der Integrationsseite nicht ausdrücklich genannt |
| Proalpha Spend ManagementProalpha, Weilerbach | Industrieller Mittelstand | auf Anfrage | Sourcing, Katalogbeschaffung, Spend Analyse und Lieferantenzusammenarbeit | Proalpha ERP bereits im Einsatz ist | Nutzen an das Proalpha ERP gebunden |
| SynertradeBüro München | Mittelstand bis Konzern | auf Anfrage | Synertrade 5 mit SRM, RFx, Auktionen, Katalog und Rechnung | viele Nutzer bestellen und ein volumenbasiertes Modell günstiger ist als Nutzerlizenzen | Eigentümerwechsel März 2026, Roadmap und Betreuung prüfen |
Quellen: Esker Procurement, Mercanis, Onventis News, Proalpha Spend Management, Synertrade Standorte, Stand Oktober 2026. Weitere Einordnung nach Unternehmensgröße: Procurement Software Vergleich.
Bestellung, Rechnung und Ausgaben
Für Unternehmen mit überwiegend indirektem Bedarf, die Bestellungen, Freigaben, Rechnungen und Firmenkarten in den Griff bekommen wollen. Hier sind Preise am häufigsten veröffentlicht.
| Anbieter | Einordnung | Preis ab | Kernfunktion | Passt, wenn | Grenze laut Herstellerangaben | Profil |
|---|---|---|---|---|---|---|
| BaswareBüro Düsseldorf | Mittelstand bis Konzern | auf Anfrage | Rechnungseingang, P2P und E-Invoicing Netzwerk | hohe Rechnungsmengen aus vielen Ländern anfallen | Sourcing und Vertrag nicht im Portfolio | |
| CandisBerlin | KMU | ab 389 € pro Monat | Rechnungsfreigabe, Verträge, Firmenkarten | DATEV und Steuerberater zentral sind | Bestellanforderung nur teilweise, kein Sourcing | |
| MossBerlin | KMU und Mittelstand | auf Anfrage | Karten, Rechnungen, Erstattungen und Einkauf | Firmenkarten und Bestellanforderung zusammen gesteuert werden sollen | kein Sourcing und kein Lieferantenmanagement | |
| Precoroseit 2015 | KMU und Mittelstand | ab 499 US$ pro Monat | Bestellung, Wareneingang, Rechnungsabgleich | Sie Preise pro Plan statt pro Nutzer bevorzugen | SAP und DATEV nicht unter den Integrationen genannt | Zum Profil → |
| ProcurifyVancouver, Kanada | Mittelstand | auf Anfrage | Bestellanfragen, Kreditoren, Spesen und Karten | Business Central oder NetSuite Ihr ERP ist | kein Sourcing-Modul, kein Büro in Deutschland belegt | |
| SpendeskFrankreich, Büro Berlin | KMU und Mittelstand | auf Anfrage | Karten, Spesen, Kreditoren, Beschaffung und Budgets | Sie 50 bis 250 Beschäftigte haben und Ausgaben vor allem budgetieren | kein Sourcing und kein Vertragsmanagement | |
| UniteLeipzig | alle Größen | Servicegebühr auf Anfrage | Marktplatz für katalogbasierte indirekte Beschaffung | Sie viele Lieferanten über einen Katalog bündeln wollen | nur indirekter Bedarf | |
| Yokoyseit 2025 Teil von Perk | Mittelstand bis Konzern | auf Anfrage | Spesen, Karten und Rechnungsautomatisierung | der Schwerpunkt auf Kreditoren und Reisekosten liegt | kein Bestellwesen und kein Sourcing beschrieben |
Quellen: Basware, Candis Funktionen, Moss, Precoro Integrationen, Procurify Preise, Spendesk, Unite, Perk zur Übernahme von Yokoy, Stand Oktober 2026. Rechnungsthemen vertieft: E-Rechnung Software.
Ausschreibung, Verhandlung und Lieferantensuche
Werkzeuge für den strategischen Einkauf. Sie ersetzen kein Bestellwesen, sondern liefern bessere Angebote, Szenarien und Verhandlungsergebnisse für das bestehende System.
| Anbieter | Einordnung | Preis ab | Kernfunktion | Passt, wenn | Grenze laut Herstellerangaben |
|---|---|---|---|---|---|
| akirolabsBerlin, gegründet 2021 | große Einkaufsorganisationen | auf Anfrage | Entwicklung von Warengruppenstrategien mit KI-Unterstützung | Category Manager Strategien und Wertbeiträge nachvollziehbar planen sollen | keine operative Bestellung oder Rechnung |
| ArchletZürich, ETH-Spin-off | Mittelstand bis Konzern | auf Anfrage | eSourcing und eAuktionen mit Szenario-Optimierung | komplexe Ausschreibungen mit vielen Positionen und Lieferanten anstehen | kein Bestellwesen und keine Rechnungsverarbeitung |
| KeelvarCork, Irland, seit 2012 | Konzern | auf Anfrage | Sourcing-Optimierung mit automatisierten Events | Sie Frachten oder Rohstoffe regelmäßig in großen Events ausschreiben | reines Sourcing mit Fokus auf Großunternehmen |
| PactumMountain View, USA | Konzern | auf Anfrage | KI-gestützte Verhandlung bis zur Bestellung | viele kleine Lieferantenverträge nicht mehr manuell verhandelt werden können | Fokus auf Global 2000 Unternehmen |
| ScoutbeeWürzburg, seit 2025 Teil von Coupa | Konzern | auf Anfrage | KI-gestützte Lieferantensuche und Netzwerk | Sie neue oder zweite Lieferquellen suchen | Eigenständigkeit nach der Übernahme durch Coupa offen |
| SimfoniUSA, Büros New Jersey und London | Mittelstand bis Konzern | auf Anfrage | Spend Analytics, eSourcing und Tail-Spend-Marktplatz | Sie zuerst Transparenz über Ausgaben und Kleinbestellungen brauchen | kein Büro in DACH, SAP und DATEV nicht belegt |
Quellen: akirolabs, Archlet, Keelvar, Pactum, Coupa zu Scoutbee, Simfoni, Stand Oktober 2026. Ablauf einer Ausschreibung: Was ist ein RFP.
Lieferantenrisiko, LkSG und Nachhaltigkeit
Plattformen für Risikoanalyse, Lieferantenauskünfte und Nachweise. Sie ergänzen die Procurement Software und werden über Schnittstellen an Lieferantenstamm und Einkaufssystem angebunden.
| Anbieter | Einordnung | Preis ab | Kernfunktion | Passt, wenn | Grenze laut Herstellerangaben | Profil |
|---|---|---|---|---|---|---|
| EcoVadisParis, seit 2007 | Mittelstand bis Konzern | auf Anfrage | Nachhaltigkeitsbewertung von Lieferanten mit Scorecards, über 175.000 bewertete Unternehmen | Kunden Sie selbst nach einer Bewertung fragen oder Sie Lieferanten vergleichbar bewerten wollen | stützt sich auf Angaben des bewerteten Unternehmens, kein Einkaufsworkflow | |
| IntegrityNextMünchen, seit 2016 | Mittelstand bis Konzern | auf Anfrage | Lieferantenbefragung und Risikobewertung für LkSG, CSDDD, EUDR, REACH und Scope 3 | mehrere Regelwerke in einer Plattform gebündelt werden sollen | keine Beschaffungsabwicklung, ERP-Anbindung über API in der Demo prüfen | Zum Profil → |
| PrewaveWien, Spin-off der TU Wien | Mittelstand bis Konzern | auf Anfrage | Risikomonitoring mit Sicht auf mehrere Lieferkettenstufen | Sie in Automotive, Elektronik oder Maschinenbau Vorlieferanten im Blick halten müssen | nur Risiko- und Compliance-Schicht, keine Bestellung | |
| Sphera Supply Chain Risk Managementvormals riskmethods, München | Konzern | auf Anfrage | Risikosignale über mehrere Stufen mit Workflows für Maßnahmen | Supply Chain und Einkauf Risiken gemeinsam steuern | Integrationen und Kundenzahlen nicht veröffentlicht |
Quellen: EcoVadis, IntegrityNext, Prewave, Sphera zu riskmethods, Stand Oktober 2026. Mehr zur Nachhaltigkeitsberichterstattung: ESG Software.
Fertigung und direktes Material
Für Produktionsmaterial zählen Stückliste, Lieferabruf, Qualität und Kundenvorgaben. Hier lohnt der Blick auf ERP-nahe Module und Branchennetze.
| Anbieter | Einordnung | Preis ab | Kernfunktion | Passt, wenn | Grenze laut Herstellerangaben |
|---|---|---|---|---|---|
| JAGGAERJAGGAER One | Industrie | auf Anfrage | direkte und indirekte Beschaffung mit Lieferantenmanagement | Fertigung oder Automotive zu Ihren Kernbranchen zählt | Projekt mit Partner, Betreuung über Wien |
| PrewaveWien | Mittelstand bis Konzern | auf Anfrage | Risikomonitoring für Zukaufteile und Vorlieferanten | Lieferausfälle bei Zukaufteilen teuer werden | keine Bestellabwicklung |
| Proalpha Spend ManagementWeilerbach | Industrieller Mittelstand | auf Anfrage | Sourcing, Katalog, Spend Analyse und Supply Chain Collaboration | Sie Proalpha als ERP nutzen und Einkauf im selben System halten wollen | ERP-gebunden |
| SupplyOnHallbergmoos, seit 2000 | Fertigungsindustrie | auf Anfrage | Sourcing, Auktionen, Verträge, Lieferantenmanagement, Qualität und Rechnungen | Ihre Kunden oder Lieferanten bereits über das Netz mit über 140.000 Geschäftspartnern arbeiten | Fokus auf diskrete Fertigung und direktes Material |
Quellen: JAGGAER, Prewave, Proalpha Spend Management, SupplyOn, Stand Oktober 2026. ERP-Auswahl für Fertiger: ERP für Maschinenbau.
Öffentliche Auftraggeber und eVergabe
Vergabestellen brauchen Vergabemanagement, Bieterkommunikation und Dokumentation nach GWB, VgV und UVgO. Bieter nutzen die Plattformen in der Regel kostenfrei.
| Anbieter | Einordnung | Preis ab | Kernfunktion | Passt, wenn | Grenze laut Herstellerangaben |
|---|---|---|---|---|---|
| AI VERGABEMANAGERAdministration Intelligence AG, Würzburg | Öffentliche Hand | auf Anfrage | Vergabemanagement mit automatischem Vergabevermerk und LV-Erstellung | Sie Bedarfs-, Einkaufs- und Kontraktmanagement aus einer Hand möchten | Unternehmensdaten nur aus undatiertem Flyer, im Gespräch bestätigen lassen |
| cosinex BeschaffungsmanagementsystemBochum, seit 2000 | Öffentliche Hand | auf Anfrage, nutzerbasiert | Bedarf, Direktauftrag, Vergabeverfahren und Vertrag, über 5.000 Vergabestellen | Sie den ganzen Prozess vom Bedarf bis zum Vertrag abbilden wollen | nur für öffentliche Auftraggeber |
| Deutsche eVergabeHealy Hudson GmbH, Wiesbaden | Öffentliche Hand | Vergabemanagement auf Anfrage | Vergabeportal und Vergabemanagement mit KI-Assistentin DEVA, über 250.000 registrierte Bieter | Bieterreichweite und Schnittstellen zu DMS und ERP wichtig sind | Kosten der KI-Assistentin verbrauchsabhängig, nicht beziffert |
| DTVP Deutsches VergabeportalBerlin, seit 2013 | Öffentliche Hand | ab 79 € pro Monat (3 Nutzer) | eVergabe Plattform mit Flatrate für unbegrenzte Verfahren | kleine Vergabestellen planbare Kosten brauchen | Staffel endet bei 15 Nutzern, darüber Angebot |
| subreport ELViSKöln, eVergabe seit 2001 | Öffentliche Hand | Gebühr je Verfahren | eVergabe und Vergabemanagement ohne Lizenzgebühr | nur wenige Verfahren pro Jahr anfallen | Kosten steigen mit der Zahl der Verfahren |
Quellen: Administration Intelligence, cosinex, Deutsche eVergabe, DTVP Preise, subreport ELViS, Stand Oktober 2026. Branchenseite: Software für Behörden.
Software für direkte Beschaffung.
Produktion, Direktmaterial, ERP-Anbindung.
Direktes Material geht in das Produkt ein: Rohstoffe, Zukaufteile und Baugruppen. Hier hängt der Einkauf an Stückliste, Disposition und Qualität, nicht an Büro- und Servicebedarf. Reine Katalogsysteme für indirekten Bedarf reichen dafür selten. Gefragt sind Rahmenverträge mit Lieferabrufen, Terminbestätigungen, Spezifikationen und Reklamationen. Ein Ausfall bei einem Zukaufteil trifft die Produktion sofort, ein verspäteter Büroartikel nicht. Deshalb zählen bei der Auswahl Liefertreue, Transparenz über mehrere Lieferstufen und eine saubere Übergabe an das ERP.
Bedarf aus der Materialplanung
Der Bedarf entsteht in der Planung. Die Software übernimmt Bestellvorschläge, verfolgt Liefertermine und meldet Abweichungen zurück, bevor die Linie stillsteht. Zeichnungen und Spezifikationen gehen mit der Anfrage an den Lieferanten.
- Bestellvorschläge aus der Disposition
- Abrufe und Terminbestätigungen
- Reklamationen mit Bezug zur Charge
Ein Stammdatenbestand
Artikel, Lieferanten, Wareneingang und Rechnung müssen mit dem ERP übereinstimmen. Fragen Sie nach Standardkonnektor oder Projekt für Ihr ERP. Proalpha Spend Management ist an das Proalpha ERP gebunden. Klären Sie auch, ob Bestellbestätigungen und geänderte Liefertermine ins ERP zurückfließen.
- Wer führt den Artikelstamm
- Wareneingang als Basis für den Abgleich
- Rückmeldung von Terminen ins ERP
Plattformen und Netze
JAGGAER und Ivalua führen direkte und indirekte Ausgaben auf einer Plattform. SupplyOn ist ein Netz der Fertigungsindustrie, Prewave überwacht Risiken bei Zukaufteilen (Herstellerangaben).
- Teiltabelle Direktes Material
- Preise auf Anfrage
Weiter: Teiltabelle Direktes Material, ERP für Fertigung, ERP Schnittstellen, SCM Software. Quellen: Herstellerseiten laut Teiltabelle, Stand Oktober 2026. Die Zuordnung ist eine Einschätzung von Find-Your-Software.
Procurement Software nach Unternehmensgröße.
11 Anbieter in drei Größenblöcken.
Die Tabelle ist ein Auszug aus dem Procurement Software Vergleich nach Größe und nicht vollständig. Die Blöcke folgen der Herstellerangabe oder dem Preismodell, innerhalb eines Blocks ist die Reihenfolge alphabetisch. Die Einordnung ist eine Einschätzung von Find-Your-Software und keine Bewertung. Preise stehen nur dort, wo der Hersteller sie veröffentlicht, sonst steht auf Anfrage. Jede Zeile nennt Quelle und Stand.
| Anbieter | Größenblock | Preis ab | Schwerpunkt | Quelle und Stand |
|---|---|---|---|---|
| Microsoft Dynamics 365 Business CentralMicrosoft, ERP mit Einkaufsprozess | Bis 50 Mitarbeitende | 69,30 € pro Nutzer und Monat (Essentials, jährlich) | ERP mit Bestellung, Rechnung, Genehmigungsworkflow und Lager | Microsoft Preise, Stand Oktober 2026 |
| CandisCandis GmbH, Berlin | Bis 50 Mitarbeitende | ab 389 € pro Monat (Paket Basis) | Rechnungseingang und Freigabe, Modul Bestellanforderungen | Candis Preise, Stand Oktober 2026 |
| PrecoroBüros in New York, London, Warschau und Vilnius | Bis 50 Mitarbeitende | ab 499 US$ pro Monat (Core, jährlich) | Bestellanforderung, Bestellung, Abgleich von Bestellung, Wareneingang und Rechnung | Precoro Preise, Stand Oktober 2026 |
| BaswareEspoo, Finnland | 51 bis 499 Mitarbeitende | auf Anfrage | Procure to Pay, Rechnungsautomatisierung, E-Invoicing | Basware, Stand Oktober 2026 |
| OnventisStuttgart | 51 bis 499 Mitarbeitende | auf Anfrage | Lieferanten, Sourcing, Vertrag, eProcurement, Rechnung, Analyse | Onventis Unternehmen, Stand Oktober 2026 |
| TactoMünchen | 51 bis 499 Mitarbeitende | auf Anfrage | KI für industriellen Einkauf mit Lieferanten, Spend, Sourcing und Compliance | Tacto, Stand Oktober 2026 |
| CoupaFoster City, Kalifornien | Ab 500 Mitarbeitende | auf Anfrage | Source-to-Contract, Procure-to-Order, Invoice-to-Pay | Coupa, Stand Oktober 2026 |
| GEP SMARTClark, New Jersey | Ab 500 Mitarbeitende | auf Anfrage | Source-to-Pay Plattform mit KI | GEP Unternehmen, Stand Oktober 2026 |
| IvaluaRedwood City, Massy, Büro Frankfurt | Ab 500 Mitarbeitende | auf Anfrage | Source-to-Pay für direkte und indirekte Ausgaben | Ivalua Standorte, Stand Oktober 2026 |
| JAGGAERDurham, North Carolina; Europa: Wien | Ab 500 Mitarbeitende | auf Anfrage | Source-to-Contract und Procure-to-Pay, direkt und indirekt | JAGGAER, Stand Oktober 2026 |
| SAP AribaSAP SE, Walldorf | Ab 500 Mitarbeitende | auf Anfrage | Source-to-Pay und Lieferantennetzwerk | SAP Ariba, Stand Oktober 2026 |
Auszug, nicht vollständig. Preise netto. Die Größengrenzen folgen dem IfM Bonn (seit 1. Januar 2016). Weitere Anbieter, ERP und Buchhaltung je Zeile sowie ein Rechenbeispiel stehen im Procurement Software Vergleich nach Größe. Grundlagen der Auswahl: Softwareauswahl nach Unternehmensgröße.
Auswahlkriterien ab 500 Mitarbeitenden.
Procurement Software für Großunternehmen.
Unternehmen ab 500 Beschäftigten gelten nach dem IfM Bonn als Großunternehmen. Ab dieser Größe entscheidet nicht der Funktionsumfang allein, sondern ob die Software mehrere Länder, ERP-Systeme und Freigabestufen trägt. Sechs Kriterien trennen die Anbieter, und sie gehören als Muss oder Soll in die Anforderungsliste, bevor Demos stattfinden. Bitten Sie jeden Anbieter, dieselben Szenarien mit Ihren Belegen zu zeigen.
Integration statt Einzelprojekt
- Standardschnittstelle zu SAP, Dynamics oder Oracle
- Mandantenfähigkeit für mehrere Gesellschaften
- Stammdaten zentral oder je Land führen
Sprachen, Währungen, Formate
- Mehrsprachige Oberfläche für Besteller
- Länderspezifische Steuer- und Rechnungsformate
- Währungen und Zahlungsläufe je Gesellschaft
Nachweise und Hosting
- Zertifikate wie ISO/IEC 27001 prüfen
- Hosting-Ort und Auftragsverarbeitung vertraglich festhalten
Ausschreibung und Vertrag
- RFx, Auktionen und Vertragsmanagement im selben System
- Ergebnisse direkt als Katalog oder Vertrag
Lieferkette dokumentieren
- LkSG gilt ab 1.000 Arbeitnehmern im Inland
- Risikoanalyse, Maßnahmen und Berichte nachweisbar ablegen
Partner, Länder, Gesamtkosten
- Implementierungspartner und Rollout je Land
- Kosten über drei Jahre, Preise auf Anfrage
Im Auszug für diese Größe: Coupa, GEP, Ivalua, JAGGAER und SAP Ariba, Details im Procurement Software Vergleich nach Größe. Kriterien gewichten Sie im Anforderungsmanager, die Systemlandschaft erfassen Sie in der IT-Systemlandschaft, Rahmen für große ERP-Umfelder gibt ERP für große Unternehmen. Quellen: IfM Bonn, KMU-Definition (seit 1. Januar 2016), § 1 LkSG, Stand Oktober 2026. Die Kriterien sind eine Einschätzung von Find-Your-Software.
Procurement Software nach Branche.
Was in der Praxis zählt.
Branchen unterscheiden sich weniger im Bestellformular als in dem, was beschafft wird und welche Nachweise verlangt werden. Die Matrix zeigt je Branche den typischen Einkauf, die Anforderungen mit dem größten Gewicht und Anbieter aus den Tabellen dieser Seite, die die Branche auf ihrer eigenen Website als Schwerpunkt nennen oder dort Referenzen zeigen.
| Branche | Typischer Einkauf | Worauf es ankommt | Anbieter auf dieser Seite | Weiterlesen |
|---|---|---|---|---|
| Maschinen- und Anlagenbau | viel direktes Material, Einzel- und Kleinserien, Beschaffung je Projekt | Bezug zu Stückliste und Projekt, Anfragen mit Zeichnungen, Risiko bei Zukaufteilen | Proalpha Spend Management, Onventis, Prewave, JAGGAER | Software für Maschinenbau |
| Automobilzulieferer und Serienfertigung | Serienteile, Lieferabrufe, Qualitätsnachweise | Zusammenarbeit im Kundennetz, Auktionen, Qualität und Rechnung auf einer Plattform | SupplyOn, JAGGAER, Prewave, Zycus | Software für Fertigung |
| Handel und Filialisten | Handelsware und hoher indirekter Bedarf an vielen Standorten | Kataloge je Filiale, Freigaben nach Budget, große Rechnungsmengen | Synertrade (Kunden u. a. METRO und OBI), SAP Ariba, Unite | Software für Handel |
| Öffentliche Verwaltung, Hochschulen, Forschung | Vergabeverfahren und Abrufe aus Rahmenverträgen | Vergabevermerk, Fristen, eVergabe ab EU-Schwellenwert, Katalogabrufe | cosinex, DTVP, AI VERGABEMANAGER, Deutsche eVergabe, Unite, Ivalua | Software für Behörden |
| Energie und Versorger | Netz- und Anlagenmaterial, Dienstleistungen als Sektorenauftraggeber | Sektorenschwellenwert 432.000 € für Liefer- und Dienstleistungen, Lieferantenqualifizierung | JAGGAER, GEP SMART, Zycus | Software für Energie |
| Gesundheitswesen und Kliniken | Medizinprodukte und Verbrauchsmaterial, oft über Einkaufsgemeinschaften | Artikelstammdaten, Bestellungen der Stationen, Anbindung an Lieferanten | GHX Procure (GHX Europe, Düsseldorf), JAGGAER | Im Erstgespräch klären |
| Pharma und Chemie | regulierte Rohstoffe, qualifizierte Lieferanten | Produkt-Compliance wie REACH, Lieferantenaudits, Warengruppenstrategie | IntegrityNext, GEP SMART, Zycus, akirolabs | Software für Pharma |
| Lebensmittel und Konsumgüter | Agrarrohstoffe, Verpackung, viele kleinere Lieferanten | Nachweise zur EU-Entwaldungsverordnung, Lieferkettenrisiko, Rohstoffausschreibungen | Prewave, IntegrityNext, Archlet | Software für Lebensmittel |
| Dienstleister, Beratung, IT | fast nur indirekter Bedarf, Software-Abos, Fremdleistungen | Bestellanforderung mit Budget, Firmenkarten, DATEV-Export | Candis, Moss, Spendesk, Precoro | Software für Beratungen |
Branchenbezug laut Herstellerseiten (Branchenseiten, Referenzen, Module), Stand Oktober 2026. Quellen: JAGGAER Branchen, GEP Branchen, Zycus, SupplyOn Einkauf, GHX, Prewave, IntegrityNext, Archlet, Unite 2024, EU-Schwellenwerte Sektoren.
Sechs Funktionsblöcke.
Und wie Sie sie in der Demo prüfen.
Fast jeder Anbieter zeigt in der Demo dieselben Folien. Unterschiede sehen Sie erst, wenn Sie eigene Fälle durchspielen lassen. Zu jedem Funktionsblock finden Sie deshalb eine Demo-Aufgabe mit Ihren Daten, eine Kennzahl, an der Sie den Nutzen später messen, und einen typischen Stolperstein aus Auswahlprojekten.
Bedarfsanforderung
Mitarbeitende fordern aus Katalog oder Freitext an, das System prüft Budget und Kostenstelle und leitet nach Regeln zur Freigabe weiter.
- Demo-Aufgabe: eine Freitextanforderung über 4.800 € mit Vertretungsregel
- Kennzahl: Anteil der Bestellungen mit Bestellnummer
- Stolperstein: Freigaberegeln zu fein, niemand blickt mehr durch
Kataloge und Punch-Out
Kataloge nach BMEcat oder Punch-Out über OCI und cXML bringen vereinbarte Preise direkt in die Bestellung.
- Demo-Aufgabe: Punch-Out bei einem Ihrer Lieferanten live zeigen
- Kennzahl: Anteil des Bestellvolumens über Kataloge
- Stolperstein: Kataloge ohne Pflegeverantwortung veralten
Anfrage, Ausschreibung, Auktion
Strukturierte Anfragen mit gleichen Kriterien machen Angebote vergleichbar, Zuschläge werden zu Vertrag oder Katalog.
- Demo-Aufgabe: Ihre letzte Ausschreibung mit drei Lieferanten nachbauen
- Kennzahl: Anteil des Volumens mit Wettbewerb
- Stolperstein: Lieferanten registrieren sich nicht, Portal zu kompliziert
Lieferantenmanagement
Onboarding, Stammdaten, Zertifikate, Bewertungen und Risikoeinstufung an einer Stelle, mit Erinnerung bei Ablauf.
- Demo-Aufgabe: neuen Lieferanten mit Selbstauskunft und Zertifikat anlegen
- Kennzahl: Tage vom Antrag bis zur Freigabe
- Stolperstein: Dubletten im Lieferantenstamm aus dem ERP
Rechnungsabgleich und E-Rechnung
Eingangsrechnungen als XRechnung oder ZUGFeRD werden gegen Bestellung und Wareneingang abgeglichen, Abweichungen gehen in eine Klärung.
- Demo-Aufgabe: Rechnung mit Mengenabweichung und Teillieferung
- Kennzahl: Anteil der Rechnungen ohne manuellen Eingriff
- Stolperstein: Toleranzen nicht definiert, alles landet in der Klärung
Spend Analytics
Ausgaben nach Lieferant, Warengruppe und Standort, mit Klassifizierung auch für unsaubere Altdaten.
- Demo-Aufgabe: Export Ihrer Kreditorenposten der letzten zwölf Monate klassifizieren lassen
- Kennzahl: Anteil klassifizierter Ausgaben
- Stolperstein: Warengruppenschema fehlt, Auswertung bleibt grob
Demo-Aufgaben und Stolpersteine sind Erfahrungswerte von Find-Your-Software aus Auswahlprojekten. Szenarien für Demos planen: Anbieterszenarien und Präsentationen.
Procurement Software auswählen.
Mit einem Werkzeug statt Bauchgefühl.
Find-Your-Software ist ein Werkzeug für die Softwareauswahl: Es sammelt Anforderungen, erstellt daraus eine begründete Shortlist, begleitet Demos und Vertragsprüfung und dokumentiert jeden Schritt nachvollziehbar. Für Procurement Software heißt das: Einkauf, Kreditoren, IT und Compliance arbeiten im Selection Portal an denselben Anforderungen, die IT-Systemlandschaft mit ERP und Buchhaltung ist erfasst, und Sie sprechen direkt mit den Anbietern auf der Shortlist.
Passende Anbieter finden
Sie beschreiben Einsatzfall, ERP, Größe und Muss-Kriterien, das Matching schlägt Anbieter vor, die dazu passen.
- Startpunkt für die Longlist mit fünf bis acht Anbietern
- Grundlage sind Ihre Angaben, keine Bewertungen
- Matching starten →
Anforderungen sammeln
Einkauf, Buchhaltung, IT und Fachbereiche tragen Anforderungen ein und gewichten sie nach Muss, Soll und Kann.
- Vorlagen für Bestellung, Rechnung, Lieferanten und Schnittstellen
- Jede Anforderung mit Quelle und Begründung
- Mehr zum Anforderungsmanager →
Lücken im Katalog schließen
Die App im Marketplace des Selection Portals priorisiert Anforderungen und ergänzt fehlende Domänen, etwa E-Rechnung oder Sanktionslistenprüfung.
- Find-Your-Software setzt dafür ausschließlich eigene, lokal betriebene Modelle ein
- Ihre Daten bleiben bei Find-Your-Software
- Mehr zu Requirement Intelligence →
Schnittstellen früh klären
ERP, Finanzbuchhaltung, DMS, Kataloge und Banking werden erfasst, damit Integrationsfragen vor der Demo auf dem Tisch liegen.
- Welche Daten fließen in welche Richtung
- Fragen an Anbieter zu SAP, Dynamics und DATEV
- Mehr zur IT-Systemlandschaft →
Demos vergleichbar machen
Alle Anbieter zeigen dieselben Szenarien aus Ihrem Einkauf, das Ranking führt Bewertungen und Anforderungen zusammen.
- Bestellung mit Freigabe, Rechnung mit Abweichung, neuer Lieferant
- Begründung je Platz im Ranking
- Mehr zum Anbieter-Ranking →
Vertrag prüfen, Entscheidung belegen
Laufzeit, Preisstaffeln, Auftragsverarbeitung und Service Level werden vor der Unterschrift geprüft, jeder Schritt bleibt im Audit Trail.
- Fragen zu Preisanpassung und Exit vor dem Abschluss
- Nachweis für Geschäftsführung und Revision
- Mehr zur Vertragsprüfung →
Fragen zum Projekt beantwortet Amatus, der KI-Assistent im Selection Portal. Warum ein Werkzeug mehr leistet als eine Liste: Werkzeug statt Bewertungsportal. Persönlich besprechen: Kostenloses Erstgespräch.
Vom Bestellchaos zur Shortlist.
Ein Auswahlprojekt in sechs Schritten.
Rechenbeispiel von Find-Your-Software mit eigenen Annahmen: Ein Maschinenbauer mit 380 Beschäftigten und Microsoft Dynamics 365 Business Central als ERP hat 2.000 indirekte Bestellungen und 9.000 Eingangsrechnungen im Jahr, 650 aktive Lieferanten und 25 Besteller. Problem eins ist der Rechnungsstau, Problem zwei die fehlende Übersicht über Zukaufteile. So läuft die Auswahl mit Find-Your-Software.
- 01Woche 1
Ist-Prozess und Zahlen aufnehmen
Einkauf und Buchhaltung zählen Bestellungen, Rechnungen mit und ohne Bestellnummer und Freigabestufen. Im Beispiel haben 40 Prozent der Rechnungen keinen Bestellbezug, das ist der erste Hebel.
- Mengengerüst je Monat und Spitzenwerte
- Ablauf vom Bedarf bis zur Zahlung skizzieren
- 02Woche 1 bis 2
Einsatzfall und Systemgruppe festlegen
Rechnungsstau plus Bestellwesen führt zur Teiltabelle Bestellung und Rechnung, das Risiko bei Zukaufteilen zur Teiltabelle Lieferantenrisiko. Eine Konzernsuite scheidet aus.
- Hauptproblem und Nebenproblem trennen
- Entscheidung dokumentieren
- 03Woche 2 bis 3
Longlist über Matching und Systemlandschaft
Das Matching und die erfasste IT-Systemlandschaft mit Business Central und DATEV liefern sechs Anbieter. Anbieter ohne belegte Business Central Anbindung werden markiert, nicht gestrichen.
- Fünf bis acht Anbieter
- Integrationsfragen je Anbieter
- 04Woche 3 bis 4
Anforderungen gewichten
Im Anforderungsmanager entstehen 70 Anforderungen, Requirement Intelligence ergänzt fehlende Punkte zu E-Rechnung und Sanktionslisten. 14 davon sind Muss, die Shortlist hat drei Anbieter.
- Muss vor Soll vor Kann
- Jede Muss-Anforderung mit Begründung
- 05Woche 5 bis 6
Demos mit eigenen Szenarien
Alle drei Anbieter spielen dieselben drei Szenarien mit echten Belegen: Bestellung mit Freigabe, Rechnung mit Mengenabweichung, neuer Lieferant mit Zertifikat. Bewertet wird im Portal, von allen Beteiligten.
- Gleiche Daten für alle Anbieter
- Bewertung direkt nach jeder Demo
- 06Woche 7 bis 8
Ranking, Vertrag, Entscheidung
Das Ranking zeigt die Begründung je Platz. Vor der Unterschrift werden Laufzeit, Preisanpassung, Auftragsverarbeitung und Exit geprüft. Die Geschäftsführung entscheidet auf Basis der Dokumentation.
- Drei Jahre Kosten rechnen
- Vertragsrisiken vor Abschluss klären
Annahmen, Zahlen und Zeitplan sind ein Rechenbeispiel von Find-Your-Software, keine Herstellerangabe. Methodik: Longlist und Shortlist, Nutzwertanalyse.
Checkliste Procurement Software.
20 Prüfpunkte vor der Entscheidung.
Haken Sie jeden Punkt ab, den Ihr Lastenheft schon abdeckt. Offene Punkte sind die Fragen für die nächste Demo. Die Checkliste lässt sich als CSV Datei für Excel herunterladen, Ihr Stand wird mit exportiert. Gespeichert wird auf dieser Seite nichts.
Punkte geprüft
Punkte anklicken, um sie abzuhaken.
Alle 20 Punkte sind abgedeckt. Als Nächstes gewichten Sie die Punkte nach Muss, Soll und Kann und übertragen sie in den Anforderungsmanager.
CSV Datei mit Bereich, Prüfpunkt, Beschreibung und Ihrem Stand.Bedarf und Prozess
Integration
Compliance und Sicherheit
Betrieb und Vertrag
Die Checkliste ist eine Arbeitshilfe von Find-Your-Software, keine Rechtsberatung. Ausführliche Fragen zur Auswahl: Software Auswahl Checkliste.
Schnittstellen, die im Einkauf zählen.
Vier Prüfungen vor der Demo.
Procurement Software lebt von Daten aus anderen Systemen. Klären Sie diese vier Schnittstellen, bevor Sie Demos vereinbaren, sonst sehen Sie in der Präsentation nur die Oberfläche.
Stammdaten, Bestellung, Wareneingang
- Wer führt Lieferanten- und Artikelstamm
- Bestellung im ERP oder im Einkaufssystem
- Wareneingang als Basis für den Abgleich
- Standardkonnektor oder Projekt
Belege ohne Doppelerfassung
- Kontierung bei Bestellung oder bei Rechnung
- Export an DATEV oder Finanzbuchhaltung im ERP
- Zahlungsläufe und Skonto
- Archivierung der Originalbelege
BMEcat, OCI und cXML
- BMEcat für Kataloge im eigenen System
- OCI und cXML für Punch-Out in Lieferantenshops
- Preisaktualisierung und Pflegeverantwortung
- Marktplatz oder Einzelkataloge
XRechnung und ZUGFeRD
- Empfang seit 1.1.2025 Pflicht
- Validierung nach EN 16931
- Abgleich gegen Bestellung und Wareneingang
- Rechnungsnetzwerk oder Postfach
Vertiefung: Schnittstellen und Integration in der Systemlandschaft, XRechnung gegen ZUGFeRD, Bitkom zur E-Rechnung, Stand Oktober 2026.
Was der Gesetzgeber vom Einkauf verlangt.
Stand Oktober 2026.
Mehrere Regeln landen direkt im Einkaufsprozess. Die Karten nennen die Norm, den Stand und was eine Procurement Software dafür leisten sollte. Die Darstellung ist keine Rechtsberatung.
§ 14 und § 27 Abs. 38 UStG
Seit 1.1.2025 müssen inländische Unternehmen E-Rechnungen empfangen können. Papier und andere Formate sind mit Zustimmung des Empfängers bis 31.12.2026 zulässig, bei höchstens 800.000 € Vorjahresumsatz bis 31.12.2027, ab 1.1.2028 gilt die volle Ausstellungspflicht.
- Empfang und Validierung nach EN 16931
- Abgleich gegen Bestellung
§ 1 LkSG
Das LkSG gilt seit 2024 ab 1.000 Arbeitnehmern im Inland. Das BAFA prüft die Berichte nicht mehr. Der Entwurf zur Änderung (BT-Drs. 21/2474) ist nach unserem Stand nicht verabschiedet, die Sorgfaltspflichten selbst bestehen fort.
- Risikoanalyse je Lieferant
- Maßnahmen und Nachweise dokumentieren
AWG und EU-Verordnungen
EU-Sanktionsverordnungen wie die VO (EU) 269/2014 verbieten, gelisteten Personen Mittel bereitzustellen. Verstöße sind nach § 18 AWG strafbar.
- Abgleich bei Anlage und laufend
- Treffer mit Freigabeprozess
EU-Schwellenwerte ab 1.1.2026
Für Liefer- und Dienstleistungen gelten 140.000 € bei obersten und oberen Bundesbehörden, 216.000 € bei sonstigen öffentlichen Auftraggebern, 432.000 € für Sektorenauftraggeber, 5.404.000 € für Bauaufträge (Delegierte VO (EU) 2025/2152 und 2025/2150).
- eVergabe oberhalb der Schwellen
- Vergabevermerk und Fristen im System
DSGVO und Auftragsverarbeitung
Ansprechpartner bei Lieferanten sind personenbezogene Daten. Mit dem Anbieter wird ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO geschlossen, Serverstandort und Unterauftragnehmer gehören hinein.
- AVV vor Vertragsabschluss
- Hosting-Ort schriftlich
ISO 27001 und BSI C5
Einkaufsdaten enthalten Preise, Konditionen und Bankdaten. Zertifikate wie ISO 27001 oder ein BSI C5 Testat, wie Coupa es angibt, belegen den Betrieb, ersetzen aber kein eigenes Rollenkonzept.
- Prüfbericht anfordern
- Rollen und Rechte testen
Quellen: § 14 UStG, § 27 UStG, § 1 LkSG, BAFA Berichtspflicht, DIHK zur geplanten Änderung, § 18 AWG, GTAI zu Schwellenwerten, Coupa Sicherheit, Stand Oktober 2026. Keine Rechtsberatung.
Was Procurement Software kostet.
Preislogik je Einsatzfall.
Veröffentlichte Preise gibt es vor allem bei Werkzeugen für Bestellung und Rechnung und bei eVergabe Plattformen. Suiten für Mittelstand und Konzern kalkulieren individuell. Wichtiger als der Einstiegspreis ist, wonach abgerechnet wird: Nutzer, Rechnungen, Plan oder Ausgabenvolumen. Ein durchgerechnetes Beispiel nach Unternehmensgröße steht im Procurement Software Vergleich.
| Einsatzfall | Preislogik | Veröffentlichte Preise | Zusätzlich einplanen |
|---|---|---|---|
| Bestellung und RechnungKMU und Mittelstand | Paket pro Monat nach Rechnungen, Dokumenten oder Plan | Candis ab 389 € pro Monat, Precoro ab 499 US$ pro Monat | Firmenkarten (Candis Visa ab 149 € pro Monat), Zusatzmodule, AP-Modul bei Precoro ab 499 US$ |
| Katalog-Marktplatzindirekter Bedarf | Servicegebühr | auf Anfrage | Anbindung an das Einkaufssystem per OCI, Katalogpflege |
| Suite MittelstandSource-to-Pay | Module, Nutzer oder Volumen, bei Synertrade volumenbasiert mit unbegrenzten Nutzern | auf Anfrage | ERP-Integration, Lieferantenonboarding, Schulung der Besteller |
| Suite Konzernmehrere Länder und ERP | individueller Vertrag nach Modulen und Ausgabenvolumen | auf Anfrage | Implementierungspartner, Rollout je Land, interne Projektorganisation |
| eVergabeöffentliche Hand | Flatrate nach Nutzern oder Gebühr je Verfahren | DTVP 79 € (3 Nutzer), 109 € (5 Nutzer), 219 € (15 Nutzer) pro Monat | Vergabemanagementsystem, Schnittstellen zu DMS und ERP |
| Risiko und LkSGErgänzung | individuell nach Modulen | auf Anfrage | Lieferantenbefragungen, Datenpartner, interne Bearbeitung von Treffern |
Preise netto laut Herstellerseiten, Stand Oktober 2026: Candis, Precoro, DTVP, Synertrade 5. Ob DTVP die Preise netto oder brutto nennt, ist auf der Preisseite nicht angegeben. Gesamtkosten über drei Jahre: TCO Rechner.
Procurement Software.
Häufige Fragen direkt beantwortet.
Was ist Procurement Software?
Procurement Software ist Software für Einkauf und Beschaffung. Sie bildet die Kette vom Bedarf über Anfrage und Ausschreibung, Lieferantenmanagement und Bestellung bis zur Rechnungsprüfung und Ausgabenanalyse ab, die sogenannte Source-to-Pay-Kette. Manche Systeme decken die ganze Kette ab, andere nur einen Teil wie Bestellung und Rechnung, Ausschreibungen oder Lieferantenrisiko. Für die Auswahl ist deshalb entscheidend, welches Problem zuerst gelöst werden soll. Die Teiltabellen auf dieser Seite ordnen Anbieter genau danach.
Welche Procurement Software passt zu meinem Unternehmen?
Die passende Procurement Software ergibt sich aus Einsatzfall, ERP und Größe, nicht aus einer Rangliste. Wer vor allem Rechnungen und Bestellungen ordnen will, startet mit Werkzeugen wie Candis, Moss oder Precoro. Mittelständler mit eigener Einkaufsabteilung prüfen Suiten wie Onventis, Synertrade oder Esker. Konzerne mit SAP sehen sich SAP Ariba, Coupa oder Ivalua an. Öffentliche Auftraggeber brauchen eVergabe Lösungen. Die Einordnung nach Beschäftigtenzahl steht im Procurement Software Vergleich nach Größe.
Welche Anbieter für Procurement Software kommen ohne vorgegebene Unternehmensgröße infrage?
Ohne feste Größe entscheidet der Einsatzfall über die Longlist. Für Bestellung und Rechnung kommen Candis, Moss und Precoro infrage, für Source-to-Pay im Mittelstand Onventis, Synertrade und Esker, für Konzerne mit mehreren ERP-Systemen Coupa, Ivalua, JAGGAER und SAP Ariba. Für direktes Material prüfen Sie JAGGAER und SupplyOn, für öffentliche Auftraggeber DTVP oder cosinex. Planen Sie fünf bis acht Anbieter für die Longlist ein. Die Größenblöcke zeigt der Procurement Software Vergleich nach Größe.
Was kostet Procurement Software?
Die Kosten hängen vom Abrechnungsmodell ab. Veröffentlichte Einstiegspreise gibt es vor allem bei kleineren Werkzeugen: Candis ab 389 € pro Monat im Paket Basis, Precoro ab 499 US$ pro Monat im Plan Core, jeweils laut Herstellerseite im Oktober 2026. Die eVergabe Plattform DTVP beginnt bei 79 € pro Monat für drei Nutzer. Suiten wie SAP Ariba, Coupa, JAGGAER oder Onventis nennen keine Listenpreise. Rechnen Sie immer drei Jahre inklusive Einführung, Schnittstellen und Schulung.
Reicht das Einkaufsmodul im ERP nicht aus?
Für einfache Bestellungen reicht das Einkaufsmodul im ERP oft aus, etwa in Business Central oder SAP. Spezialisierte Procurement Software lohnt sich, wenn viele Mitarbeitende ohne ERP-Zugang bestellen, wenn Kataloge und Punch-Out gebraucht werden, wenn Ausschreibungen strukturiert laufen sollen oder wenn Lieferantennachweise zentral gepflegt werden müssen. Prüfen Sie zuerst, was Ihr ERP mit vorhandenen Lizenzen kann. Fehlen Freigabe-Workflows, Lieferantenportal oder Rechnungsabgleich, ist eine Ergänzung meist günstiger als ein ERP-Wechsel.
Wie lange dauert die Einführung?
Nach Erfahrungswerten von Find-Your-Software lässt sich eine schlanke Cloud-Lösung für den Mittelstand mit Grundfunktionen in acht bis zwölf Wochen produktiv setzen, wenn Lieferantendaten und Freigaberegeln sauber vorliegen. Suiten mit tiefer ERP-Integration, mehreren Standorten und komplexen Freigaben brauchen sechs bis zwölf Monate bis zum vollständigen Rollout. Der größte Zeitfaktor ist selten die Software, sondern die Bereinigung des Lieferantenstamms, die Anbindung an das ERP und die Schulung der Besteller.
Brauche ich Procurement Software für die E-Rechnung?
Für den Empfang von E-Rechnungen brauchen Sie nicht zwingend eine Procurement Software, aber ein System, das XRechnung und ZUGFeRD lesen und weiterverarbeiten kann. Seit 1.1.2025 müssen Unternehmen im Inland E-Rechnungen empfangen können, die Übergangsfrist für Papierrechnungen endet nach § 27 Abs. 38 UStG am 31.12.2026, für kleinere Unternehmen am 31.12.2027. Eine Procurement Software mit Rechnungsmodul gleicht E-Rechnungen zusätzlich gegen Bestellung und Wareneingang ab.
Hilft Procurement Software beim Lieferkettengesetz?
Procurement Software unterstützt das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, indem sie Lieferanten, Selbstauskünfte, Risikoeinstufungen und Maßnahmen an einer Stelle dokumentiert. Das LkSG gilt seit 2024 für Unternehmen ab 1.000 Arbeitnehmern im Inland. Das BAFA prüft die Berichte nicht mehr, die geplante Änderung des Gesetzes ist nach unserem Stand im Oktober 2026 nicht verabschiedet. Für tiefe Risikoanalysen über mehrere Lieferkettenstufen kommen Spezialisten wie Prewave, IntegrityNext oder Sphera hinzu.
Welche Lösungen gibt es für öffentliche Auftraggeber?
Öffentliche Auftraggeber nutzen Vergabemanagementsysteme und eVergabe Plattformen wie das cosinex Beschaffungsmanagementsystem, das Deutsche Vergabeportal DTVP, den AI VERGABEMANAGER, die Deutsche eVergabe oder subreport ELViS. Ab dem EU-Schwellenwert von 216.000 € für Liefer- und Dienstleistungsaufträge sonstiger Auftraggeber, 140.000 € bei obersten und oberen Bundesbehörden, ist die elektronische Vergabe Pflicht. Für Katalogabrufe aus Rahmenverträgen kommen Plattformen wie Unite oder Suiten wie JAGGAER und Ivalua hinzu.
Was unterscheidet Source-to-Pay von Procure-to-Pay?
Procure-to-Pay umfasst den operativen Teil von der Bedarfsanforderung über Bestellung und Wareneingang bis zur Rechnung und Zahlung. Source-to-Pay ergänzt davor den strategischen Teil mit Lieferantensuche, Ausschreibung, Verhandlung, Vertrag und Lieferantenmanagement. Werkzeuge wie Candis, Moss oder Precoro decken vor allem Procure-to-Pay ab, Suiten wie Onventis, Ivalua, JAGGAER oder SAP Ariba die gesamte Kette. Spezialisten wie Archlet oder Keelvar konzentrieren sich nur auf den Sourcing-Teil.
Welche Schnittstellen sollte Procurement Software haben?
Entscheidend sind vier Schnittstellen. Zum ERP fließen Stammdaten, Bestellungen, Wareneingänge und Rechnungen. Zur Buchhaltung gehen Buchungen und Belege, im Mittelstand oft an DATEV. Für Kataloge zählen BMEcat sowie Punch-Out über OCI und cXML. Für Rechnungen braucht es den Empfang von XRechnung und ZUGFeRD nach EN 16931. Lassen Sie sich jede Schnittstelle in der Demo mit Ihrem System zeigen, denn Herstellerseiten nennen oft nur Systemnamen ohne Funktionsumfang.
Wie wird KI im Einkauf heute genutzt?
KI wird im Einkauf vor allem für die Klassifizierung von Ausgaben, das Auslesen von Rechnungen, Lieferantensuche und Verhandlungen eingesetzt. Im Einkaufsbarometer 2026 von BME und Onventis gaben 69,5 Prozent der Befragten an, KI einzusetzen, zu testen oder zu planen, aber nur 6,0 Prozent sahen ihre KI-Reife als hoch. Prüfen Sie in der Demo, welche KI-Funktion mit Ihren Daten funktioniert und wo die Daten verarbeitet werden. Anbieter wie Pactum, Archlet oder Mercanis bauen ihre Produkte gezielt um KI-Agenten.
Ist Find-Your-Software ein Vergleichsportal?
Find-Your-Software ist ein Werkzeug für die Softwareauswahl: Es sammelt Anforderungen, erstellt daraus eine begründete Shortlist, begleitet Demos und Vertragsprüfung und dokumentiert jeden Schritt nachvollziehbar. Für Procurement Software arbeiten Einkauf, Buchhaltung und IT im Selection Portal an denselben Anforderungen, die IT-Systemlandschaft ist erfasst und Sie sprechen direkt mit den Anbietern. Anbieter kaufen keine Platzierungen, Bewertungen und Schätzungen von Vergleichsportalen nutzen wir nicht. Der Einstieg erfolgt über das Matching oder ein kostenloses Erstgespräch.
Wie viele Anbieter sollten in die Demo?
Nach Erfahrungswerten von Find-Your-Software bewährt sich eine Longlist mit fünf bis acht Anbietern, aus der nach Muss-Kriterien drei Anbieter in die Demo gehen. Mehr Demos binden Einkauf, Buchhaltung und IT über Wochen und machen den Vergleich schwerer. Wichtig ist, dass alle drei Anbieter dieselben Szenarien mit Ihren Belegen zeigen, etwa eine Bestellung mit Freigabe, eine Rechnung mit Abweichung und einen neuen Lieferanten. Dann lassen sich Ergebnisse direkt im Ranking vergleichen.
Die passende Procurement Software.
Begründet statt geraten.
Beschreiben Sie Einsatzfall, ERP und Muss-Kriterien, und Sie erhalten passende Anbieter für Ihre Longlist. Im Selection Portal sammeln Sie Anforderungen, erfassen die IT-Systemlandschaft und sprechen direkt mit den Anbietern auf der Shortlist. Lieber persönlich? Das Erstgespräch ist kostenlos.