Software-Kategorien · Einkauf und Beschaffung

Procurement Software.
Anbieter nach Einsatzfall und Branche.

Beschaffungssoftware und Procurement Software meinen im Markt dieselbe Produktgruppe: Software, die den Einkauf vom Bedarf über Ausschreibung und Bestellung bis zur geprüften Rechnung steuert. Welche Lösung passt, entscheidet der Einsatzfall, von Bestellung und Rechnung über direkte Beschaffung bis zur eVergabe. Die Einordnung nach Größe steht im Procurement Software Vergleich nach Größe.

Source-to-PayBestellung und RechnungeSourcingLieferantenrisikoeVergabe
95,1 %
der befragten Einkaufsverantwortlichen sehen in der Rechnungsverarbeitung das größte Automatisierungspotenzial (BME und Onventis, Einkaufsbarometer 2026)
70,1 %
sehen den größten Digitalisierungsbedarf im Lieferantenmanagement (BME und Onventis, Einkaufsbarometer 2026)
31.12.2026
Ende der allgemeinen Übergangsfrist für Papierrechnungen im Inland (§ 27 Abs. 38 UStG)
216.000 €
EU-Schwellenwert für Liefer- und Dienstleistungsaufträge sonstiger öffentlicher Auftraggeber seit 1.1.2026
Begriffe

Beschaffungssoftware oder Procurement Software.
Was die Begriffe unterscheidet.

Beschaffungssoftware ist der deutsche, Procurement Software der englische Begriff. Anbieter und Suchende meinen damit dieselbe Produktgruppe, und beide Begriffe führen im Markt zu denselben Anbietern. Einkaufssoftware betont die kaufmännische Seite, Beschaffung schließt Disposition und Wareneingang ein. E-Procurement umfasst nach dem BME den gesamten Purchase-to-Pay-Prozess samt Lieferantenmanagement, Source-to-Pay reicht bis zur Ausschreibung zurück.

Entscheidend ist der Einsatzfall, nicht der Name: indirekter Bedarf, direktes Material, Ausschreibung, Lieferantenrisiko oder öffentliche Vergabe. Die Seite richtet sich an Einkauf, Kreditorenbuchhaltung und IT im DACH-Raum und folgt dieser Gliederung. Procure-to-Pay meint den operativen Teil von der Bestellung bis zur Zahlung, Source-to-Pay zusätzlich Bedarfsanalyse, Lieferantensuche und Vertrag. Wer den Einkauf im ERP abbilden will, prüft zuerst den Umfang des Einkaufsmoduls, mehr dazu auf der Seite ERP Software.

Quellen: BME zu eProcurement, Stand Oktober 2026. Die Abgrenzung von Einkaufs- und Beschaffungssoftware ist eine Einschätzung von Find-Your-Software.

Praxis-Check

Wo drückt es im Einkauf?
Sechs typische Ausgangslagen.

Die meisten Auswahlprojekte starten nicht mit dem Wunsch nach einer Suite, sondern mit einem konkreten Problem. Ordnen Sie Ihr Problem einer der sechs Ausgangslagen zu. Jede Karte nennt das Symptom, die passende Systemgruppe, drei Prüffragen für den Start und die Teiltabelle weiter unten, in der Sie passende Anbieter finden. Mehrere Ausgangslagen gleichzeitig sind normal, dann beginnen Sie mit der, die am meisten Geld oder Zeit kostet.

01 · Bestellwesen

Bestellungen laufen per Mail, Zuruf und Firmenkarte

Symptom: Niemand weiß, was bestellt ist, Rahmenverträge werden umgangen.

Hier hilft ein System für Bedarfsanforderung, Freigabe und Bestellung mit Katalogen. Für Dienstleister und kleinere Mittelständler reichen oft Tools für Bestellung, Rechnung und Ausgaben, für mehrere Standorte eine Suite.

  • Wie viele Bestellungen laufen heute ohne Bestellnummer?
  • Welche Freigabegrenzen gelten je Kostenstelle?
  • Welche Lieferanten liefern 80 Prozent des indirekten Bedarfs?

Teiltabelle: Bestellung und Rechnung

02 · Kreditoren

Rechnungen stauen sich in der Buchhaltung

Symptom: Skonto verfällt, Abweichungen fallen erst beim Mahnlauf auf.

Ein Rechnungsmodul mit Abgleich gegen Bestellung und Wareneingang nimmt E-Rechnungen an, prüft Positionen und leitet nur Abweichungen an Menschen weiter. Das ist oft der schnellste messbare Effekt einer Procurement Software.

  • Wie viele Eingangsrechnungen kommen pro Monat?
  • Welcher Anteil hat heute schon eine Bestellnummer?
  • Kann Ihr System XRechnung und ZUGFeRD verarbeiten?

Teiltabelle: Bestellung und Rechnung

03 · Sourcing

Ausschreibungen laufen in Excel und Mail

Symptom: Angebote sind nicht vergleichbar, Verhandlungsergebnisse nicht dokumentiert.

eSourcing Werkzeuge strukturieren Anfragen, vergleichen Angebote nach gleichen Kriterien und führen Auktionen durch. Sie lohnen sich, sobald wiederkehrende Ausschreibungen mit mehreren Lieferanten anfallen.

  • Wie viele Ausschreibungen pro Jahr, mit wie vielen Positionen?
  • Wer bewertet Angebote heute und nach welchen Kriterien?
  • Sollen Ergebnisse direkt als Vertrag oder Katalog ins System?

Teiltabelle: Sourcing und Verhandlung

04 · Risiko

Kunden und Prüfer fragen nach Lieferkettendaten

Symptom: Fragebögen, Zertifikate und Risikoanalysen liegen verstreut.

Plattformen für Lieferantenrisiko sammeln Selbstauskünfte, überwachen Nachrichtenlagen und dokumentieren Maßnahmen. Sie ergänzen das Einkaufssystem, ersetzen aber keine Bestellabwicklung.

  • Welche Regelwerke betreffen Sie: LkSG, EUDR, REACH, Kundenvorgaben?
  • Wie viele direkte Lieferanten in Risikoländern?
  • Wer verantwortet Maßnahmen und Nachweise?

Teiltabelle: Risiko und LkSG

05 · Direktes Material

Produktionsmaterial, Abrufe und Qualität

Symptom: Lieferabrufe, Zeichnungen und Reklamationen laufen über getrennte Kanäle.

Für direktes Material zählt die Nähe zu ERP, Stückliste und Qualität. Hier passen ERP-nahe Module oder Kollaborationsnetze der Fertigungsindustrie besser als reine Katalogsysteme für indirekten Bedarf.

  • Welcher Anteil des Einkaufsvolumens ist direktes Material?
  • Werden Zeichnungen und Spezifikationen mit angefragt?
  • Gibt es Kundenvorgaben zu Lieferantenportalen?

Teiltabelle: Direktes Material

06 · Vergabe

Öffentliche Vergabe nach GWB und UVgO

Symptom: Fristen, Vergabevermerke und Bieterkommunikation binden das Team.

Öffentliche Auftraggeber brauchen ein Vergabemanagementsystem und eine eVergabe Plattform. Ab dem EU-Schwellenwert ist die elektronische Abwicklung Pflicht, darunter regeln UVgO und Landesrecht das Verfahren.

  • Wie viele Verfahren pro Jahr ober- und unterhalb der Schwelle?
  • Welche Plattform nutzen Ihre Bieter bereits?
  • Brauchen Sie Bedarfs- und Vertragsmanagement im selben System?

Teiltabelle: eVergabe

Die Zuordnung der Ausgangslagen zu Systemgruppen ist eine Einschätzung von Find-Your-Software. Rechtsgrundlagen: § 27 UStG, EU-Schwellenwerte 2026 (BMWE Rundschreiben), Stand Oktober 2026.

Vorher und nachher

Was sich im Alltag ändert.
Konkret, nicht abstrakt.

Procurement Software verändert vor allem Routinen: wer bestellt, wer freigibt, wer eine Rechnung anfasst und wo ein Lieferantennachweis liegt. Die linke Spalte beschreibt typische Situationen ohne System, die rechte das Ziel nach der Einführung. Die Punkte eignen sich als Ausgangsbasis für Ihre Zieldefinition im Lastenheft.

Ohne Procurement Software

  • Bedarfe kommen per Mail, Telefon oder Zettel, der Einkauf tippt sie ins ERP ab
  • Freigaben hängen an Personen im Urlaub, Eilbestellungen laufen am Prozess vorbei
  • Rechnungen ohne Bestellbezug landen in der Buchhaltung und werden einzeln geklärt
  • Ausschreibungen leben in Tabellen, das Ergebnis steht in keinem System
  • Zertifikate und Lieferantenauskünfte liegen in Postfächern einzelner Einkäufer
  • Auswertungen nach Warengruppe entstehen einmal im Jahr mit viel Handarbeit

Mit Procurement Software

  • Bedarfe entstehen im Katalog oder Formular, mit Kostenstelle und Budgetprüfung
  • Freigaben folgen Regeln nach Betrag und Warengruppe, mit Vertretung
  • Rechnungen werden gegen Bestellung und Wareneingang abgeglichen, nur Abweichungen landen beim Menschen
  • Anfragen, Angebote und Zuschläge sind je Lieferant vergleichbar dokumentiert
  • Lieferantenstamm, Nachweise und Risikoeinstufung liegen an einer Stelle
  • Ausgaben nach Lieferant, Warengruppe und Standort sind jederzeit sichtbar

Ziele in das Lastenheft übernehmen: Lastenheft Vorlage für die Softwareauswahl.

Auszug · alphabetisch

Procurement Software Anbieter im Auszug.
15 Systeme, ohne Rangfolge.

Der Auszug deckt alle Gruppen ab, von der Konzernsuite über Mittelstandssuiten bis zu Werkzeugen für Bestellung, Rechnung und Ausgaben, mit Bezug zum DACH-Raum. Die Reihenfolge ist alphabetisch und keine Bewertung. Angaben zu Modulen, Schnittstellen und Betrieb stammen von den Herstellerseiten. Wo ein Hersteller keine Angabe macht, steht der Hinweis, den Punkt in der Demo zu prüfen. Spezialisten für Sourcing, Risiko und eVergabe stehen in den Teiltabellen darunter.

AnbieterSegmentPreis abTyp und SchwerpunktSource-to-Pay AbdeckungERP und BuchhaltungBetrieb und StandortProfil
BaswareEspoo, Finnland, seit 1985Mittelstand bis Konzernauf AnfrageRechnungseingang, Procure-to-Pay und E-Invoicing Netzwerk, über 6.500 Kunden≈ Bestellung und Rechnung, Sourcing und Vertrag nicht im Portfolio gelistet✓ SAP, Oracle und Microsoft laut Hersteller, DATEV nicht genanntCloud auf AWS mit Region Europa, Büro Düsseldorf
CandisBerlin, am Markt seit 2015KMU und Mittelstandab 389 € pro Monat (Basis)Rechnungsfreigabe, Verträge und Firmenkarten, über 10.000 Unternehmen≈ Rechnung und Freigabe, Bestellanforderung nur teilweise, kein Sourcing✓ DATEV, SAP Business One, Sage 100, NetSuite, Business CentralCloud, Teilnehmer der Initiative Cloud Services Made in Germany
CoupaUSA, seit 2006, Thoma Bravo seit 2023Konzern und gehobener Mittelstandauf AnfrageSpend Management mit Source-to-Contract, Procure-to-Pay und AP-Automation✓ Sourcing, Vertrag, Lieferantenrisiko, Rechnung, Spend Analytics✓ Integrationsleitfäden für SAP, Oracle und NetSuiteCloud mit regionaler Datenresidenz, BSI C5 und TISAX, Standorte Ettenheim und Karlsruhe
EskerLyon, Frankreich, seit 1985Mittelstand bis Konzernauf AnfrageSource-to-Pay als Ergänzung zum bestehenden ERP✓ Sourcing, Lieferanten, Vertrag, Bestellung, Kreditoren, Zahlung✓ SAP ECC und S/4HANA, Microsoft Dynamics NAVCloud mit eigenem Rechenzentrum in Deutschland, Büros Feldkirchen und Ratingen
GEP SMARTClark, New Jersey, seit 1999Konzernauf AnfrageSource-to-Pay Plattform für Großunternehmen, OpusCapita seit Juli 2024 Teil von GEP≈ Sourcing, Lieferantenmanagement und Procure-to-Pay, weitere Module in der Demo prüfen≈ Anbindung in der Demo prüfenCloud auf Azure und Google Cloud, Büros Frankfurt und Dortmund
Ivaluagegründet 2000, Büro Frankfurt am MainKonzern und öffentlicher Sektorauf AnfrageSource-to-Pay für direkte und indirekte Ausgaben mit KI-Agent IVA✓ Sourcing, Vertrag, Lieferanten, Spend, eProcurement, Rechnung✓ SAP ECC und S/4HANA, Dynamics, NetSuite, Oracle, InforMulti-Instance SaaS, über 500 Marken als Kunden
JAGGAERUSA, seit 1995, Vista Equity seit 2024Industrie und öffentlicher Sektorauf AnfrageJAGGAER One für direkte und indirekte Beschaffung, über 1.400 Kunden✓ Sourcing, Vertrag, Lieferanten, eProcurement, Rechnung, Zahlung✓ SAP-zertifiziert für S/4HANA und ECCSaaS auf AWS, E-Rechnung nach EN 16931 ab Release 24.3, Büro Wien
MercanisBerlin, gegründet 2020Mittelstand bis Konzernauf AnfrageKI-Plattform für Intake, Sourcing, Lieferanten- und Vertragsmanagement≈ kein Modul für Kreditoren, Rechnung über ERP oder Zusatztool✓ SAP und NetSuite laut HerstellerServer in Deutschland laut Hersteller
MossBerlin, gegründet 2019KMU und Mittelstandauf AnfrageFirmenkarten, Rechnungen, Erstattungen und Einkauf in einer Plattform≈ Bestellanforderung mit Freigabe, Rechnung, Zahlungsläufe, kein Sourcing✓ DATEV und über 40 Buchhaltungs-, ERP- und HR-Toolsin Deutschland entwickelt und gehostet, ISO 27001 und SOC 2
OnventisStuttgart, seit 2000Mittelstandauf AnfrageSource-to-Pay Suite mit KI-Assistent Onix, rund 1,2 Mio. Nutzer✓ Lieferanten, Sourcing, Vertrag, Procure-to-Pay, Analytics✓ SAP, Dynamics AX, NAV und Business Central, JD Edwards, DATEV-Schnittstellenpartner seit 2025SaaS mit Rechenzentrum Frankfurt, Büros Stuttgart und Düsseldorf
Oracle Fusion Cloud ProcurementOracle, Büro MünchenKonzernauf AnfrageProcurement als Teil der Oracle Fusion Cloud Anwendungen≈ Sourcing, Vertrag, Einkauf, Self-Service, Lieferanten, Kreditoren nicht im Modul gelistet≈ am engsten mit Oracle Fusion ERP, Fremdsysteme in der Demo prüfenEU Sovereign Cloud in Frankfurt und Madrid für Fusion ERP und SCM
PrecoroBüros New York, London, Warschau, VilniusKMU und Mittelstandab 499 US$ pro Monat (Core)Bestellung bis Rechnungsabgleich, über 1.000 Kunden≈ Bestellung, Lieferanten, Vertrag, RFPs, E-Invoicing mit AP-Modul≈ NetSuite, Sage Intacct, Business Central, QuickBooks, SAP und DATEV nicht genanntCloud, Serverwahl US oder EU nur im Plan EnterpriseZum Profil →
SAP AribaSAP SE, Ariba seit 1996, bei SAP seit 2012Konzern mit SAPauf AnfrageSource-to-Pay mit SAP Business Network, Next-Gen SAP Ariba seit März 2026✓ Sourcing, Vertrag, Lieferanten, Katalog, Guided Buying, Rechnung✓ S/4HANA dokumentiert, Fremd-ERP in der Demo prüfenCloud, Rechenzentren Frankfurt und Amsterdam
SynertradeSynertrade 5, seit 2000, unabhängig seit März 2026Mittelstand bis Konzernauf AnfrageSRM, Source-to-Contract und Procure-to-Pay, Kunden u. a. METRO und OBI✓ Supplier Hub, RFx, Auktionen, Vertrag, Katalog, Rechnung, Spend Analytics≈ in der Demo prüfenvolumenbasiertes Preismodell mit unbegrenzten Nutzern, Büro München
UniteLeipzig, gegründet 2000 als Mercateoalle Größen, auch öffentlichServicegebühr auf AnfrageBeschaffungsplattform für katalogbasierte indirekte Beschaffung≈ Katalog und Bestellung, nur indirekter Bedarf✓ Anbindung an Einkaufssysteme per OCI und cXMLEU-Server, über 700 Lieferanten und 29 Mio. Artikel

Auszug, nicht vollständig. Keine bezahlten Platzierungen, Reihenfolge alphabetisch. Die vollständige Übersicht liegt im Selection Portal und im Matching. Preise netto laut Herstellerseite, Stand Oktober 2026, Bewertungen und Schätzungen von Vergleichsportalen nutzen wir nicht. Quellen: Basware, Candis Preise, Coupa Sicherheit, Esker Cloud, GEP, Ivalua ERP, JAGGAER Integrationen, Mercanis, Moss, Onventis ERP, Oracle EU Cloud, Precoro Preise, SAP Rechenzentren, Synertrade 5, Unite.

Teiltabellen

Procurement Software nach Einsatzfall.
Sieben Teiltabellen für die Shortlist.

Eine Suite für alles ist selten der beste Start. Die Teiltabellen sortieren Anbieter nach der Aufgabe, für die sie gebaut sind. Jede Tabelle nennt die Kernfunktion, wann der Anbieter passt und welche Grenze sich aus den Herstellerangaben ergibt. Einige Anbieter stehen in mehreren Tabellen, weil sie mehrere Einsatzfälle abdecken. Nutzen Sie die Tabelle Ihrer Ausgangslage als Startpunkt für die Longlist mit fünf bis acht Anbietern.

Source-to-Pay Suiten für Konzerne

Für Organisationen mit mehreren Ländern, mehreren ERP-Instanzen und eigenem Category Management. Die Einführung läuft fast immer mit Implementierungspartner.

AnbieterEinordnungPreis abKernfunktionPasst, wennGrenze laut Herstellerangaben
CoupaThoma Bravo seit 2023Konzernauf AnfrageSpend Management mit Source-to-Contract bis AP-AutomationSie eine Plattform für alle Ausgabenarten suchen und mehrere ERP-Systeme anbindenZukäufe 2025 und 2026 (Scoutbee, Tonkean, Rossum) werden noch integriert, Roadmap prüfen
GEP SMARTClark, New JerseyKonzernauf AnfrageSource-to-Pay Plattform, über 550 Fortune 500 und Global 2000 KundenSie global einkaufen und Sourcing mit Lieferantenmanagement verbindenModule außerhalb von Sourcing, SRM und P2P im Detail in der Demo prüfen
IvaluaBüro FrankfurtKonzernauf AnfrageEine Plattform für direkte und indirekte AusgabenSie mehrere ERP-Systeme wie SAP, Dynamics und Oracle parallel betreibenHosting-Ort nicht auf der Herstellerseite genannt, im Vertrag festhalten
JAGGAERVista Equity seit 2024Industrieauf AnfrageJAGGAER One mit Sourcing, Lieferanten, eProcurement und RechnungSie direktes Material in Fertigung oder Automotive beschaffenkein Büro in Deutschland belegt, Betreuung über Wien
Oracle Fusion Cloud ProcurementBüro MünchenKonzern mit Oracleauf AnfrageProcurement in der Fusion Cloud mit EU Sovereign CloudOracle Fusion ERP bereits Kernsystem istKreditorenfunktion nicht im Procurement-Modul gelistet
SAP AribaSAP SEKonzern mit SAPauf AnfrageSource-to-Pay und SAP Business Network mit über 4,6 Mio. UnternehmenS/4HANA Ihr Kernsystem ist und Lieferanten bereits im Netzwerk sindNext-Gen Funktionen kommen gestaffelt bis 2027
ZycusPrinceton, New JerseyKonzernauf AnfrageMerlin Agentic Platform mit eSourcing, CLM, eProcurement, eInvoiceSie KI-Agenten für Sourcing und Vertragsarbeit priorisierenkein Büro in Deutschland gelistet

Quellen: Coupa Newsroom, GEP Kunden, Ivalua Plattform, JAGGAER Impressum, Oracle Procurement, SAP Strategic Sourcing, SAP News März 2026, Zycus, Stand Oktober 2026.

Source-to-Pay für den Mittelstand

Für Unternehmen mit eigener Einkaufsabteilung, die Lieferanten, Ausschreibung, Bestellung und Rechnung in einem System führen wollen, ohne Konzernprojekt.

AnbieterEinordnungPreis abKernfunktionPasst, wennGrenze laut Herstellerangaben
EskerBüros Feldkirchen und RatingenMittelstand bis Konzernauf AnfrageSource-to-Pay mit starkem Kreditorenteil, ergänzt das ERPSAP oder Dynamics NAV bleibt Kernsystem und die Rechnung der größte Hebel istDATEV-Anbindung nicht genannt
MercanisBerlinMittelstandauf AnfrageKI-Plattform für Intake, Sourcing, Lieferanten und Verträgestrategischer Einkauf und Lieferantensteuerung wichtiger sind als Rechnungenkein Modul für Kreditoren
OnventisStuttgartMittelstandauf AnfrageSource-to-Pay Suite, Vertragsmanagement seit Januar 2026Sie Microsoft Dynamics oder SAP einsetzen und eine DACH-Suite suchenS/4HANA auf der Integrationsseite nicht ausdrücklich genannt
Proalpha Spend ManagementProalpha, WeilerbachIndustrieller Mittelstandauf AnfrageSourcing, Katalogbeschaffung, Spend Analyse und LieferantenzusammenarbeitProalpha ERP bereits im Einsatz istNutzen an das Proalpha ERP gebunden
SynertradeBüro MünchenMittelstand bis Konzernauf AnfrageSynertrade 5 mit SRM, RFx, Auktionen, Katalog und Rechnungviele Nutzer bestellen und ein volumenbasiertes Modell günstiger ist als NutzerlizenzenEigentümerwechsel März 2026, Roadmap und Betreuung prüfen

Quellen: Esker Procurement, Mercanis, Onventis News, Proalpha Spend Management, Synertrade Standorte, Stand Oktober 2026. Weitere Einordnung nach Unternehmensgröße: Procurement Software Vergleich.

Bestellung, Rechnung und Ausgaben

Für Unternehmen mit überwiegend indirektem Bedarf, die Bestellungen, Freigaben, Rechnungen und Firmenkarten in den Griff bekommen wollen. Hier sind Preise am häufigsten veröffentlicht.

AnbieterEinordnungPreis abKernfunktionPasst, wennGrenze laut HerstellerangabenProfil
BaswareBüro DüsseldorfMittelstand bis Konzernauf AnfrageRechnungseingang, P2P und E-Invoicing Netzwerkhohe Rechnungsmengen aus vielen Ländern anfallenSourcing und Vertrag nicht im Portfolio
CandisBerlinKMUab 389 € pro MonatRechnungsfreigabe, Verträge, FirmenkartenDATEV und Steuerberater zentral sindBestellanforderung nur teilweise, kein Sourcing
MossBerlinKMU und Mittelstandauf AnfrageKarten, Rechnungen, Erstattungen und EinkaufFirmenkarten und Bestellanforderung zusammen gesteuert werden sollenkein Sourcing und kein Lieferantenmanagement
Precoroseit 2015KMU und Mittelstandab 499 US$ pro MonatBestellung, Wareneingang, RechnungsabgleichSie Preise pro Plan statt pro Nutzer bevorzugenSAP und DATEV nicht unter den Integrationen genanntZum Profil →
ProcurifyVancouver, KanadaMittelstandauf AnfrageBestellanfragen, Kreditoren, Spesen und KartenBusiness Central oder NetSuite Ihr ERP istkein Sourcing-Modul, kein Büro in Deutschland belegt
SpendeskFrankreich, Büro BerlinKMU und Mittelstandauf AnfrageKarten, Spesen, Kreditoren, Beschaffung und BudgetsSie 50 bis 250 Beschäftigte haben und Ausgaben vor allem budgetierenkein Sourcing und kein Vertragsmanagement
UniteLeipzigalle GrößenServicegebühr auf AnfrageMarktplatz für katalogbasierte indirekte BeschaffungSie viele Lieferanten über einen Katalog bündeln wollennur indirekter Bedarf
Yokoyseit 2025 Teil von PerkMittelstand bis Konzernauf AnfrageSpesen, Karten und Rechnungsautomatisierungder Schwerpunkt auf Kreditoren und Reisekosten liegtkein Bestellwesen und kein Sourcing beschrieben

Quellen: Basware, Candis Funktionen, Moss, Precoro Integrationen, Procurify Preise, Spendesk, Unite, Perk zur Übernahme von Yokoy, Stand Oktober 2026. Rechnungsthemen vertieft: E-Rechnung Software.

Ausschreibung, Verhandlung und Lieferantensuche

Werkzeuge für den strategischen Einkauf. Sie ersetzen kein Bestellwesen, sondern liefern bessere Angebote, Szenarien und Verhandlungsergebnisse für das bestehende System.

AnbieterEinordnungPreis abKernfunktionPasst, wennGrenze laut Herstellerangaben
akirolabsBerlin, gegründet 2021große Einkaufsorganisationenauf AnfrageEntwicklung von Warengruppenstrategien mit KI-UnterstützungCategory Manager Strategien und Wertbeiträge nachvollziehbar planen sollenkeine operative Bestellung oder Rechnung
ArchletZürich, ETH-Spin-offMittelstand bis Konzernauf AnfrageeSourcing und eAuktionen mit Szenario-Optimierungkomplexe Ausschreibungen mit vielen Positionen und Lieferanten anstehenkein Bestellwesen und keine Rechnungsverarbeitung
KeelvarCork, Irland, seit 2012Konzernauf AnfrageSourcing-Optimierung mit automatisierten EventsSie Frachten oder Rohstoffe regelmäßig in großen Events ausschreibenreines Sourcing mit Fokus auf Großunternehmen
PactumMountain View, USAKonzernauf AnfrageKI-gestützte Verhandlung bis zur Bestellungviele kleine Lieferantenverträge nicht mehr manuell verhandelt werden könnenFokus auf Global 2000 Unternehmen
ScoutbeeWürzburg, seit 2025 Teil von CoupaKonzernauf AnfrageKI-gestützte Lieferantensuche und NetzwerkSie neue oder zweite Lieferquellen suchenEigenständigkeit nach der Übernahme durch Coupa offen
SimfoniUSA, Büros New Jersey und LondonMittelstand bis Konzernauf AnfrageSpend Analytics, eSourcing und Tail-Spend-MarktplatzSie zuerst Transparenz über Ausgaben und Kleinbestellungen brauchenkein Büro in DACH, SAP und DATEV nicht belegt

Quellen: akirolabs, Archlet, Keelvar, Pactum, Coupa zu Scoutbee, Simfoni, Stand Oktober 2026. Ablauf einer Ausschreibung: Was ist ein RFP.

Lieferantenrisiko, LkSG und Nachhaltigkeit

Plattformen für Risikoanalyse, Lieferantenauskünfte und Nachweise. Sie ergänzen die Procurement Software und werden über Schnittstellen an Lieferantenstamm und Einkaufssystem angebunden.

AnbieterEinordnungPreis abKernfunktionPasst, wennGrenze laut HerstellerangabenProfil
EcoVadisParis, seit 2007Mittelstand bis Konzernauf AnfrageNachhaltigkeitsbewertung von Lieferanten mit Scorecards, über 175.000 bewertete UnternehmenKunden Sie selbst nach einer Bewertung fragen oder Sie Lieferanten vergleichbar bewerten wollenstützt sich auf Angaben des bewerteten Unternehmens, kein Einkaufsworkflow
IntegrityNextMünchen, seit 2016Mittelstand bis Konzernauf AnfrageLieferantenbefragung und Risikobewertung für LkSG, CSDDD, EUDR, REACH und Scope 3mehrere Regelwerke in einer Plattform gebündelt werden sollenkeine Beschaffungsabwicklung, ERP-Anbindung über API in der Demo prüfenZum Profil →
PrewaveWien, Spin-off der TU WienMittelstand bis Konzernauf AnfrageRisikomonitoring mit Sicht auf mehrere LieferkettenstufenSie in Automotive, Elektronik oder Maschinenbau Vorlieferanten im Blick halten müssennur Risiko- und Compliance-Schicht, keine Bestellung
Sphera Supply Chain Risk Managementvormals riskmethods, MünchenKonzernauf AnfrageRisikosignale über mehrere Stufen mit Workflows für MaßnahmenSupply Chain und Einkauf Risiken gemeinsam steuernIntegrationen und Kundenzahlen nicht veröffentlicht

Quellen: EcoVadis, IntegrityNext, Prewave, Sphera zu riskmethods, Stand Oktober 2026. Mehr zur Nachhaltigkeitsberichterstattung: ESG Software.

Fertigung und direktes Material

Für Produktionsmaterial zählen Stückliste, Lieferabruf, Qualität und Kundenvorgaben. Hier lohnt der Blick auf ERP-nahe Module und Branchennetze.

AnbieterEinordnungPreis abKernfunktionPasst, wennGrenze laut Herstellerangaben
JAGGAERJAGGAER OneIndustrieauf Anfragedirekte und indirekte Beschaffung mit LieferantenmanagementFertigung oder Automotive zu Ihren Kernbranchen zähltProjekt mit Partner, Betreuung über Wien
PrewaveWienMittelstand bis Konzernauf AnfrageRisikomonitoring für Zukaufteile und VorlieferantenLieferausfälle bei Zukaufteilen teuer werdenkeine Bestellabwicklung
Proalpha Spend ManagementWeilerbachIndustrieller Mittelstandauf AnfrageSourcing, Katalog, Spend Analyse und Supply Chain CollaborationSie Proalpha als ERP nutzen und Einkauf im selben System halten wollenERP-gebunden
SupplyOnHallbergmoos, seit 2000Fertigungsindustrieauf AnfrageSourcing, Auktionen, Verträge, Lieferantenmanagement, Qualität und RechnungenIhre Kunden oder Lieferanten bereits über das Netz mit über 140.000 Geschäftspartnern arbeitenFokus auf diskrete Fertigung und direktes Material

Quellen: JAGGAER, Prewave, Proalpha Spend Management, SupplyOn, Stand Oktober 2026. ERP-Auswahl für Fertiger: ERP für Maschinenbau.

Öffentliche Auftraggeber und eVergabe

Vergabestellen brauchen Vergabemanagement, Bieterkommunikation und Dokumentation nach GWB, VgV und UVgO. Bieter nutzen die Plattformen in der Regel kostenfrei.

AnbieterEinordnungPreis abKernfunktionPasst, wennGrenze laut Herstellerangaben
AI VERGABEMANAGERAdministration Intelligence AG, WürzburgÖffentliche Handauf AnfrageVergabemanagement mit automatischem Vergabevermerk und LV-ErstellungSie Bedarfs-, Einkaufs- und Kontraktmanagement aus einer Hand möchtenUnternehmensdaten nur aus undatiertem Flyer, im Gespräch bestätigen lassen
cosinex BeschaffungsmanagementsystemBochum, seit 2000Öffentliche Handauf Anfrage, nutzerbasiertBedarf, Direktauftrag, Vergabeverfahren und Vertrag, über 5.000 VergabestellenSie den ganzen Prozess vom Bedarf bis zum Vertrag abbilden wollennur für öffentliche Auftraggeber
Deutsche eVergabeHealy Hudson GmbH, WiesbadenÖffentliche HandVergabemanagement auf AnfrageVergabeportal und Vergabemanagement mit KI-Assistentin DEVA, über 250.000 registrierte BieterBieterreichweite und Schnittstellen zu DMS und ERP wichtig sindKosten der KI-Assistentin verbrauchsabhängig, nicht beziffert
DTVP Deutsches VergabeportalBerlin, seit 2013Öffentliche Handab 79 € pro Monat (3 Nutzer)eVergabe Plattform mit Flatrate für unbegrenzte Verfahrenkleine Vergabestellen planbare Kosten brauchenStaffel endet bei 15 Nutzern, darüber Angebot
subreport ELViSKöln, eVergabe seit 2001Öffentliche HandGebühr je VerfahreneVergabe und Vergabemanagement ohne Lizenzgebührnur wenige Verfahren pro Jahr anfallenKosten steigen mit der Zahl der Verfahren

Quellen: Administration Intelligence, cosinex, Deutsche eVergabe, DTVP Preise, subreport ELViS, Stand Oktober 2026. Branchenseite: Software für Behörden.

Direkte Beschaffung

Software für direkte Beschaffung.
Produktion, Direktmaterial, ERP-Anbindung.

Direktes Material geht in das Produkt ein: Rohstoffe, Zukaufteile und Baugruppen. Hier hängt der Einkauf an Stückliste, Disposition und Qualität, nicht an Büro- und Servicebedarf. Reine Katalogsysteme für indirekten Bedarf reichen dafür selten. Gefragt sind Rahmenverträge mit Lieferabrufen, Terminbestätigungen, Spezifikationen und Reklamationen. Ein Ausfall bei einem Zukaufteil trifft die Produktion sofort, ein verspäteter Büroartikel nicht. Deshalb zählen bei der Auswahl Liefertreue, Transparenz über mehrere Lieferstufen und eine saubere Übergabe an das ERP.

01 · Produktion

Bedarf aus der Materialplanung

Der Bedarf entsteht in der Planung. Die Software übernimmt Bestellvorschläge, verfolgt Liefertermine und meldet Abweichungen zurück, bevor die Linie stillsteht. Zeichnungen und Spezifikationen gehen mit der Anfrage an den Lieferanten.

  • Bestellvorschläge aus der Disposition
  • Abrufe und Terminbestätigungen
  • Reklamationen mit Bezug zur Charge
02 · ERP-Anbindung

Ein Stammdatenbestand

Artikel, Lieferanten, Wareneingang und Rechnung müssen mit dem ERP übereinstimmen. Fragen Sie nach Standardkonnektor oder Projekt für Ihr ERP. Proalpha Spend Management ist an das Proalpha ERP gebunden. Klären Sie auch, ob Bestellbestätigungen und geänderte Liefertermine ins ERP zurückfließen.

  • Wer führt den Artikelstamm
  • Wareneingang als Basis für den Abgleich
  • Rückmeldung von Terminen ins ERP
03 · Anbieter im Auszug

Plattformen und Netze

JAGGAER und Ivalua führen direkte und indirekte Ausgaben auf einer Plattform. SupplyOn ist ein Netz der Fertigungsindustrie, Prewave überwacht Risiken bei Zukaufteilen (Herstellerangaben).

  • Teiltabelle Direktes Material
  • Preise auf Anfrage

Weiter: Teiltabelle Direktes Material, ERP für Fertigung, ERP Schnittstellen, SCM Software. Quellen: Herstellerseiten laut Teiltabelle, Stand Oktober 2026. Die Zuordnung ist eine Einschätzung von Find-Your-Software.

Auszug · nach Größe

Procurement Software nach Unternehmensgröße.
11 Anbieter in drei Größenblöcken.

Die Tabelle ist ein Auszug aus dem Procurement Software Vergleich nach Größe und nicht vollständig. Die Blöcke folgen der Herstellerangabe oder dem Preismodell, innerhalb eines Blocks ist die Reihenfolge alphabetisch. Die Einordnung ist eine Einschätzung von Find-Your-Software und keine Bewertung. Preise stehen nur dort, wo der Hersteller sie veröffentlicht, sonst steht auf Anfrage. Jede Zeile nennt Quelle und Stand.

AnbieterGrößenblockPreis abSchwerpunktQuelle und Stand
Microsoft Dynamics 365 Business CentralMicrosoft, ERP mit EinkaufsprozessBis 50 Mitarbeitende69,30 € pro Nutzer und Monat (Essentials, jährlich)ERP mit Bestellung, Rechnung, Genehmigungsworkflow und LagerMicrosoft Preise, Stand Oktober 2026
CandisCandis GmbH, BerlinBis 50 Mitarbeitendeab 389 € pro Monat (Paket Basis)Rechnungseingang und Freigabe, Modul BestellanforderungenCandis Preise, Stand Oktober 2026
PrecoroBüros in New York, London, Warschau und VilniusBis 50 Mitarbeitendeab 499 US$ pro Monat (Core, jährlich)Bestellanforderung, Bestellung, Abgleich von Bestellung, Wareneingang und RechnungPrecoro Preise, Stand Oktober 2026
BaswareEspoo, Finnland51 bis 499 Mitarbeitendeauf AnfrageProcure to Pay, Rechnungsautomatisierung, E-InvoicingBasware, Stand Oktober 2026
OnventisStuttgart51 bis 499 Mitarbeitendeauf AnfrageLieferanten, Sourcing, Vertrag, eProcurement, Rechnung, AnalyseOnventis Unternehmen, Stand Oktober 2026
TactoMünchen51 bis 499 Mitarbeitendeauf AnfrageKI für industriellen Einkauf mit Lieferanten, Spend, Sourcing und ComplianceTacto, Stand Oktober 2026
CoupaFoster City, KalifornienAb 500 Mitarbeitendeauf AnfrageSource-to-Contract, Procure-to-Order, Invoice-to-PayCoupa, Stand Oktober 2026
GEP SMARTClark, New JerseyAb 500 Mitarbeitendeauf AnfrageSource-to-Pay Plattform mit KIGEP Unternehmen, Stand Oktober 2026
IvaluaRedwood City, Massy, Büro FrankfurtAb 500 Mitarbeitendeauf AnfrageSource-to-Pay für direkte und indirekte AusgabenIvalua Standorte, Stand Oktober 2026
JAGGAERDurham, North Carolina; Europa: WienAb 500 Mitarbeitendeauf AnfrageSource-to-Contract und Procure-to-Pay, direkt und indirektJAGGAER, Stand Oktober 2026
SAP AribaSAP SE, WalldorfAb 500 Mitarbeitendeauf AnfrageSource-to-Pay und LieferantennetzwerkSAP Ariba, Stand Oktober 2026

Auszug, nicht vollständig. Preise netto. Die Größengrenzen folgen dem IfM Bonn (seit 1. Januar 2016). Weitere Anbieter, ERP und Buchhaltung je Zeile sowie ein Rechenbeispiel stehen im Procurement Software Vergleich nach Größe. Grundlagen der Auswahl: Softwareauswahl nach Unternehmensgröße.

Auswahlkriterien · ab 500 Mitarbeitende

Auswahlkriterien ab 500 Mitarbeitenden.
Procurement Software für Großunternehmen.

Unternehmen ab 500 Beschäftigten gelten nach dem IfM Bonn als Großunternehmen. Ab dieser Größe entscheidet nicht der Funktionsumfang allein, sondern ob die Software mehrere Länder, ERP-Systeme und Freigabestufen trägt. Sechs Kriterien trennen die Anbieter, und sie gehören als Muss oder Soll in die Anforderungsliste, bevor Demos stattfinden. Bitten Sie jeden Anbieter, dieselben Szenarien mit Ihren Belegen zu zeigen.

01 · Konzern-ERP

Integration statt Einzelprojekt

  • Standardschnittstelle zu SAP, Dynamics oder Oracle
  • Mandantenfähigkeit für mehrere Gesellschaften
  • Stammdaten zentral oder je Land führen
02 · Länder

Sprachen, Währungen, Formate

  • Mehrsprachige Oberfläche für Besteller
  • Länderspezifische Steuer- und Rechnungsformate
  • Währungen und Zahlungsläufe je Gesellschaft
03 · Sicherheit

Nachweise und Hosting

  • Zertifikate wie ISO/IEC 27001 prüfen
  • Hosting-Ort und Auftragsverarbeitung vertraglich festhalten
04 · Sourcing

Ausschreibung und Vertrag

  • RFx, Auktionen und Vertragsmanagement im selben System
  • Ergebnisse direkt als Katalog oder Vertrag
05 · Risiko

Lieferkette dokumentieren

  • LkSG gilt ab 1.000 Arbeitnehmern im Inland
  • Risikoanalyse, Maßnahmen und Berichte nachweisbar ablegen
06 · Rollout

Partner, Länder, Gesamtkosten

  • Implementierungspartner und Rollout je Land
  • Kosten über drei Jahre, Preise auf Anfrage

Im Auszug für diese Größe: Coupa, GEP, Ivalua, JAGGAER und SAP Ariba, Details im Procurement Software Vergleich nach Größe. Kriterien gewichten Sie im Anforderungsmanager, die Systemlandschaft erfassen Sie in der IT-Systemlandschaft, Rahmen für große ERP-Umfelder gibt ERP für große Unternehmen. Quellen: IfM Bonn, KMU-Definition (seit 1. Januar 2016), § 1 LkSG, Stand Oktober 2026. Die Kriterien sind eine Einschätzung von Find-Your-Software.

Branchen-Matrix

Procurement Software nach Branche.
Was in der Praxis zählt.

Branchen unterscheiden sich weniger im Bestellformular als in dem, was beschafft wird und welche Nachweise verlangt werden. Die Matrix zeigt je Branche den typischen Einkauf, die Anforderungen mit dem größten Gewicht und Anbieter aus den Tabellen dieser Seite, die die Branche auf ihrer eigenen Website als Schwerpunkt nennen oder dort Referenzen zeigen.

BrancheTypischer EinkaufWorauf es ankommtAnbieter auf dieser SeiteWeiterlesen
Maschinen- und Anlagenbauviel direktes Material, Einzel- und Kleinserien, Beschaffung je ProjektBezug zu Stückliste und Projekt, Anfragen mit Zeichnungen, Risiko bei ZukaufteilenProalpha Spend Management, Onventis, Prewave, JAGGAERSoftware für Maschinenbau
Automobilzulieferer und SerienfertigungSerienteile, Lieferabrufe, QualitätsnachweiseZusammenarbeit im Kundennetz, Auktionen, Qualität und Rechnung auf einer PlattformSupplyOn, JAGGAER, Prewave, ZycusSoftware für Fertigung
Handel und FilialistenHandelsware und hoher indirekter Bedarf an vielen StandortenKataloge je Filiale, Freigaben nach Budget, große RechnungsmengenSynertrade (Kunden u. a. METRO und OBI), SAP Ariba, UniteSoftware für Handel
Öffentliche Verwaltung, Hochschulen, ForschungVergabeverfahren und Abrufe aus RahmenverträgenVergabevermerk, Fristen, eVergabe ab EU-Schwellenwert, Katalogabrufecosinex, DTVP, AI VERGABEMANAGER, Deutsche eVergabe, Unite, IvaluaSoftware für Behörden
Energie und VersorgerNetz- und Anlagenmaterial, Dienstleistungen als SektorenauftraggeberSektorenschwellenwert 432.000 € für Liefer- und Dienstleistungen, LieferantenqualifizierungJAGGAER, GEP SMART, ZycusSoftware für Energie
Gesundheitswesen und KlinikenMedizinprodukte und Verbrauchsmaterial, oft über EinkaufsgemeinschaftenArtikelstammdaten, Bestellungen der Stationen, Anbindung an LieferantenGHX Procure (GHX Europe, Düsseldorf), JAGGAERIm Erstgespräch klären
Pharma und Chemieregulierte Rohstoffe, qualifizierte LieferantenProdukt-Compliance wie REACH, Lieferantenaudits, WarengruppenstrategieIntegrityNext, GEP SMART, Zycus, akirolabsSoftware für Pharma
Lebensmittel und KonsumgüterAgrarrohstoffe, Verpackung, viele kleinere LieferantenNachweise zur EU-Entwaldungsverordnung, Lieferkettenrisiko, RohstoffausschreibungenPrewave, IntegrityNext, ArchletSoftware für Lebensmittel
Dienstleister, Beratung, ITfast nur indirekter Bedarf, Software-Abos, FremdleistungenBestellanforderung mit Budget, Firmenkarten, DATEV-ExportCandis, Moss, Spendesk, PrecoroSoftware für Beratungen

Branchenbezug laut Herstellerseiten (Branchenseiten, Referenzen, Module), Stand Oktober 2026. Quellen: JAGGAER Branchen, GEP Branchen, Zycus, SupplyOn Einkauf, GHX, Prewave, IntegrityNext, Archlet, Unite 2024, EU-Schwellenwerte Sektoren.

Funktionen im Praxistest

Sechs Funktionsblöcke.
Und wie Sie sie in der Demo prüfen.

Fast jeder Anbieter zeigt in der Demo dieselben Folien. Unterschiede sehen Sie erst, wenn Sie eigene Fälle durchspielen lassen. Zu jedem Funktionsblock finden Sie deshalb eine Demo-Aufgabe mit Ihren Daten, eine Kennzahl, an der Sie den Nutzen später messen, und einen typischen Stolperstein aus Auswahlprojekten.

01 · Bedarf und Freigabe

Bedarfsanforderung

Mitarbeitende fordern aus Katalog oder Freitext an, das System prüft Budget und Kostenstelle und leitet nach Regeln zur Freigabe weiter.

  • Demo-Aufgabe: eine Freitextanforderung über 4.800 € mit Vertretungsregel
  • Kennzahl: Anteil der Bestellungen mit Bestellnummer
  • Stolperstein: Freigaberegeln zu fein, niemand blickt mehr durch
02 · Katalog und Bestellung

Kataloge und Punch-Out

Kataloge nach BMEcat oder Punch-Out über OCI und cXML bringen vereinbarte Preise direkt in die Bestellung.

  • Demo-Aufgabe: Punch-Out bei einem Ihrer Lieferanten live zeigen
  • Kennzahl: Anteil des Bestellvolumens über Kataloge
  • Stolperstein: Kataloge ohne Pflegeverantwortung veralten
03 · Sourcing

Anfrage, Ausschreibung, Auktion

Strukturierte Anfragen mit gleichen Kriterien machen Angebote vergleichbar, Zuschläge werden zu Vertrag oder Katalog.

  • Demo-Aufgabe: Ihre letzte Ausschreibung mit drei Lieferanten nachbauen
  • Kennzahl: Anteil des Volumens mit Wettbewerb
  • Stolperstein: Lieferanten registrieren sich nicht, Portal zu kompliziert
04 · Lieferanten

Lieferantenmanagement

Onboarding, Stammdaten, Zertifikate, Bewertungen und Risikoeinstufung an einer Stelle, mit Erinnerung bei Ablauf.

  • Demo-Aufgabe: neuen Lieferanten mit Selbstauskunft und Zertifikat anlegen
  • Kennzahl: Tage vom Antrag bis zur Freigabe
  • Stolperstein: Dubletten im Lieferantenstamm aus dem ERP
05 · Rechnung

Rechnungsabgleich und E-Rechnung

Eingangsrechnungen als XRechnung oder ZUGFeRD werden gegen Bestellung und Wareneingang abgeglichen, Abweichungen gehen in eine Klärung.

  • Demo-Aufgabe: Rechnung mit Mengenabweichung und Teillieferung
  • Kennzahl: Anteil der Rechnungen ohne manuellen Eingriff
  • Stolperstein: Toleranzen nicht definiert, alles landet in der Klärung
06 · Auswertung

Spend Analytics

Ausgaben nach Lieferant, Warengruppe und Standort, mit Klassifizierung auch für unsaubere Altdaten.

  • Demo-Aufgabe: Export Ihrer Kreditorenposten der letzten zwölf Monate klassifizieren lassen
  • Kennzahl: Anteil klassifizierter Ausgaben
  • Stolperstein: Warengruppenschema fehlt, Auswertung bleibt grob

Demo-Aufgaben und Stolpersteine sind Erfahrungswerte von Find-Your-Software aus Auswahlprojekten. Szenarien für Demos planen: Anbieterszenarien und Präsentationen.

Find-Your-Software

Procurement Software auswählen.
Mit einem Werkzeug statt Bauchgefühl.

Find-Your-Software ist ein Werkzeug für die Softwareauswahl: Es sammelt Anforderungen, erstellt daraus eine begründete Shortlist, begleitet Demos und Vertragsprüfung und dokumentiert jeden Schritt nachvollziehbar. Für Procurement Software heißt das: Einkauf, Kreditoren, IT und Compliance arbeiten im Selection Portal an denselben Anforderungen, die IT-Systemlandschaft mit ERP und Buchhaltung ist erfasst, und Sie sprechen direkt mit den Anbietern auf der Shortlist.

01 · Matching

Passende Anbieter finden

Sie beschreiben Einsatzfall, ERP, Größe und Muss-Kriterien, das Matching schlägt Anbieter vor, die dazu passen.

  • Startpunkt für die Longlist mit fünf bis acht Anbietern
  • Grundlage sind Ihre Angaben, keine Bewertungen
  • Matching starten →
02 · Anforderungsmanager

Anforderungen sammeln

Einkauf, Buchhaltung, IT und Fachbereiche tragen Anforderungen ein und gewichten sie nach Muss, Soll und Kann.

03 · Requirement Intelligence

Lücken im Katalog schließen

Die App im Marketplace des Selection Portals priorisiert Anforderungen und ergänzt fehlende Domänen, etwa E-Rechnung oder Sanktionslistenprüfung.

04 · IT-Systemlandschaft

Schnittstellen früh klären

ERP, Finanzbuchhaltung, DMS, Kataloge und Banking werden erfasst, damit Integrationsfragen vor der Demo auf dem Tisch liegen.

05 · Szenarien und Ranking

Demos vergleichbar machen

Alle Anbieter zeigen dieselben Szenarien aus Ihrem Einkauf, das Ranking führt Bewertungen und Anforderungen zusammen.

06 · Vertrag und Nachweis

Vertrag prüfen, Entscheidung belegen

Laufzeit, Preisstaffeln, Auftragsverarbeitung und Service Level werden vor der Unterschrift geprüft, jeder Schritt bleibt im Audit Trail.

Fragen zum Projekt beantwortet Amatus, der KI-Assistent im Selection Portal. Warum ein Werkzeug mehr leistet als eine Liste: Werkzeug statt Bewertungsportal. Persönlich besprechen: Kostenloses Erstgespräch.

Praxisbeispiel

Vom Bestellchaos zur Shortlist.
Ein Auswahlprojekt in sechs Schritten.

Rechenbeispiel von Find-Your-Software mit eigenen Annahmen: Ein Maschinenbauer mit 380 Beschäftigten und Microsoft Dynamics 365 Business Central als ERP hat 2.000 indirekte Bestellungen und 9.000 Eingangsrechnungen im Jahr, 650 aktive Lieferanten und 25 Besteller. Problem eins ist der Rechnungsstau, Problem zwei die fehlende Übersicht über Zukaufteile. So läuft die Auswahl mit Find-Your-Software.

  1. 01
    Woche 1

    Ist-Prozess und Zahlen aufnehmen

    Einkauf und Buchhaltung zählen Bestellungen, Rechnungen mit und ohne Bestellnummer und Freigabestufen. Im Beispiel haben 40 Prozent der Rechnungen keinen Bestellbezug, das ist der erste Hebel.

    • Mengengerüst je Monat und Spitzenwerte
    • Ablauf vom Bedarf bis zur Zahlung skizzieren
  2. 02
    Woche 1 bis 2

    Einsatzfall und Systemgruppe festlegen

    Rechnungsstau plus Bestellwesen führt zur Teiltabelle Bestellung und Rechnung, das Risiko bei Zukaufteilen zur Teiltabelle Lieferantenrisiko. Eine Konzernsuite scheidet aus.

    • Hauptproblem und Nebenproblem trennen
    • Entscheidung dokumentieren
  3. 03
    Woche 2 bis 3

    Longlist über Matching und Systemlandschaft

    Das Matching und die erfasste IT-Systemlandschaft mit Business Central und DATEV liefern sechs Anbieter. Anbieter ohne belegte Business Central Anbindung werden markiert, nicht gestrichen.

    • Fünf bis acht Anbieter
    • Integrationsfragen je Anbieter
  4. 04
    Woche 3 bis 4

    Anforderungen gewichten

    Im Anforderungsmanager entstehen 70 Anforderungen, Requirement Intelligence ergänzt fehlende Punkte zu E-Rechnung und Sanktionslisten. 14 davon sind Muss, die Shortlist hat drei Anbieter.

    • Muss vor Soll vor Kann
    • Jede Muss-Anforderung mit Begründung
  5. 05
    Woche 5 bis 6

    Demos mit eigenen Szenarien

    Alle drei Anbieter spielen dieselben drei Szenarien mit echten Belegen: Bestellung mit Freigabe, Rechnung mit Mengenabweichung, neuer Lieferant mit Zertifikat. Bewertet wird im Portal, von allen Beteiligten.

    • Gleiche Daten für alle Anbieter
    • Bewertung direkt nach jeder Demo
  6. 06
    Woche 7 bis 8

    Ranking, Vertrag, Entscheidung

    Das Ranking zeigt die Begründung je Platz. Vor der Unterschrift werden Laufzeit, Preisanpassung, Auftragsverarbeitung und Exit geprüft. Die Geschäftsführung entscheidet auf Basis der Dokumentation.

    • Drei Jahre Kosten rechnen
    • Vertragsrisiken vor Abschluss klären

Annahmen, Zahlen und Zeitplan sind ein Rechenbeispiel von Find-Your-Software, keine Herstellerangabe. Methodik: Longlist und Shortlist, Nutzwertanalyse.

Checkliste zum Herunterladen

Checkliste Procurement Software.
20 Prüfpunkte vor der Entscheidung.

Haken Sie jeden Punkt ab, den Ihr Lastenheft schon abdeckt. Offene Punkte sind die Fragen für die nächste Demo. Die Checkliste lässt sich als CSV Datei für Excel herunterladen, Ihr Stand wird mit exportiert. Gespeichert wird auf dieser Seite nichts.

0/20

Punkte geprüft

Punkte anklicken, um sie abzuhaken.

Alle 20 Punkte sind abgedeckt. Als Nächstes gewichten Sie die Punkte nach Muss, Soll und Kann und übertragen sie in den Anforderungsmanager.

CSV Datei mit Bereich, Prüfpunkt, Beschreibung und Ihrem Stand.

Bedarf und Prozess

Integration

Compliance und Sicherheit

Betrieb und Vertrag

Die Checkliste ist eine Arbeitshilfe von Find-Your-Software, keine Rechtsberatung. Ausführliche Fragen zur Auswahl: Software Auswahl Checkliste.

Integration

Schnittstellen, die im Einkauf zählen.
Vier Prüfungen vor der Demo.

Procurement Software lebt von Daten aus anderen Systemen. Klären Sie diese vier Schnittstellen, bevor Sie Demos vereinbaren, sonst sehen Sie in der Präsentation nur die Oberfläche.

ERP

Stammdaten, Bestellung, Wareneingang

  • Wer führt Lieferanten- und Artikelstamm
  • Bestellung im ERP oder im Einkaufssystem
  • Wareneingang als Basis für den Abgleich
  • Standardkonnektor oder Projekt
Buchhaltung

Belege ohne Doppelerfassung

  • Kontierung bei Bestellung oder bei Rechnung
  • Export an DATEV oder Finanzbuchhaltung im ERP
  • Zahlungsläufe und Skonto
  • Archivierung der Originalbelege
Kataloge

BMEcat, OCI und cXML

  • BMEcat für Kataloge im eigenen System
  • OCI und cXML für Punch-Out in Lieferantenshops
  • Preisaktualisierung und Pflegeverantwortung
  • Marktplatz oder Einzelkataloge
E-Rechnung

XRechnung und ZUGFeRD

  • Empfang seit 1.1.2025 Pflicht
  • Validierung nach EN 16931
  • Abgleich gegen Bestellung und Wareneingang
  • Rechnungsnetzwerk oder Postfach

Vertiefung: Schnittstellen und Integration in der Systemlandschaft, XRechnung gegen ZUGFeRD, Bitkom zur E-Rechnung, Stand Oktober 2026.

Recht und Compliance

Was der Gesetzgeber vom Einkauf verlangt.
Stand Oktober 2026.

Mehrere Regeln landen direkt im Einkaufsprozess. Die Karten nennen die Norm, den Stand und was eine Procurement Software dafür leisten sollte. Die Darstellung ist keine Rechtsberatung.

01 · E-Rechnung

§ 14 und § 27 Abs. 38 UStG

Seit 1.1.2025 müssen inländische Unternehmen E-Rechnungen empfangen können. Papier und andere Formate sind mit Zustimmung des Empfängers bis 31.12.2026 zulässig, bei höchstens 800.000 € Vorjahresumsatz bis 31.12.2027, ab 1.1.2028 gilt die volle Ausstellungspflicht.

  • Empfang und Validierung nach EN 16931
  • Abgleich gegen Bestellung
02 · Lieferkette

§ 1 LkSG

Das LkSG gilt seit 2024 ab 1.000 Arbeitnehmern im Inland. Das BAFA prüft die Berichte nicht mehr. Der Entwurf zur Änderung (BT-Drs. 21/2474) ist nach unserem Stand nicht verabschiedet, die Sorgfaltspflichten selbst bestehen fort.

  • Risikoanalyse je Lieferant
  • Maßnahmen und Nachweise dokumentieren
03 · Sanktionen

AWG und EU-Verordnungen

EU-Sanktionsverordnungen wie die VO (EU) 269/2014 verbieten, gelisteten Personen Mittel bereitzustellen. Verstöße sind nach § 18 AWG strafbar.

  • Abgleich bei Anlage und laufend
  • Treffer mit Freigabeprozess
04 · Vergabe

EU-Schwellenwerte ab 1.1.2026

Für Liefer- und Dienstleistungen gelten 140.000 € bei obersten und oberen Bundesbehörden, 216.000 € bei sonstigen öffentlichen Auftraggebern, 432.000 € für Sektorenauftraggeber, 5.404.000 € für Bauaufträge (Delegierte VO (EU) 2025/2152 und 2025/2150).

  • eVergabe oberhalb der Schwellen
  • Vergabevermerk und Fristen im System
05 · Datenschutz

DSGVO und Auftragsverarbeitung

Ansprechpartner bei Lieferanten sind personenbezogene Daten. Mit dem Anbieter wird ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO geschlossen, Serverstandort und Unterauftragnehmer gehören hinein.

  • AVV vor Vertragsabschluss
  • Hosting-Ort schriftlich
06 · Sicherheit

ISO 27001 und BSI C5

Einkaufsdaten enthalten Preise, Konditionen und Bankdaten. Zertifikate wie ISO 27001 oder ein BSI C5 Testat, wie Coupa es angibt, belegen den Betrieb, ersetzen aber kein eigenes Rollenkonzept.

  • Prüfbericht anfordern
  • Rollen und Rechte testen

Quellen: § 14 UStG, § 27 UStG, § 1 LkSG, BAFA Berichtspflicht, DIHK zur geplanten Änderung, § 18 AWG, GTAI zu Schwellenwerten, Coupa Sicherheit, Stand Oktober 2026. Keine Rechtsberatung.

Kosten

Was Procurement Software kostet.
Preislogik je Einsatzfall.

Veröffentlichte Preise gibt es vor allem bei Werkzeugen für Bestellung und Rechnung und bei eVergabe Plattformen. Suiten für Mittelstand und Konzern kalkulieren individuell. Wichtiger als der Einstiegspreis ist, wonach abgerechnet wird: Nutzer, Rechnungen, Plan oder Ausgabenvolumen. Ein durchgerechnetes Beispiel nach Unternehmensgröße steht im Procurement Software Vergleich.

EinsatzfallPreislogikVeröffentlichte PreiseZusätzlich einplanen
Bestellung und RechnungKMU und MittelstandPaket pro Monat nach Rechnungen, Dokumenten oder PlanCandis ab 389 € pro Monat, Precoro ab 499 US$ pro MonatFirmenkarten (Candis Visa ab 149 € pro Monat), Zusatzmodule, AP-Modul bei Precoro ab 499 US$
Katalog-Marktplatzindirekter BedarfServicegebührauf AnfrageAnbindung an das Einkaufssystem per OCI, Katalogpflege
Suite MittelstandSource-to-PayModule, Nutzer oder Volumen, bei Synertrade volumenbasiert mit unbegrenzten Nutzernauf AnfrageERP-Integration, Lieferantenonboarding, Schulung der Besteller
Suite Konzernmehrere Länder und ERPindividueller Vertrag nach Modulen und Ausgabenvolumenauf AnfrageImplementierungspartner, Rollout je Land, interne Projektorganisation
eVergabeöffentliche HandFlatrate nach Nutzern oder Gebühr je VerfahrenDTVP 79 € (3 Nutzer), 109 € (5 Nutzer), 219 € (15 Nutzer) pro MonatVergabemanagementsystem, Schnittstellen zu DMS und ERP
Risiko und LkSGErgänzungindividuell nach Modulenauf AnfrageLieferantenbefragungen, Datenpartner, interne Bearbeitung von Treffern

Preise netto laut Herstellerseiten, Stand Oktober 2026: Candis, Precoro, DTVP, Synertrade 5. Ob DTVP die Preise netto oder brutto nennt, ist auf der Preisseite nicht angegeben. Gesamtkosten über drei Jahre: TCO Rechner.

FAQ

Procurement Software.
Häufige Fragen direkt beantwortet.

Was ist Procurement Software?

Procurement Software ist Software für Einkauf und Beschaffung. Sie bildet die Kette vom Bedarf über Anfrage und Ausschreibung, Lieferantenmanagement und Bestellung bis zur Rechnungsprüfung und Ausgabenanalyse ab, die sogenannte Source-to-Pay-Kette. Manche Systeme decken die ganze Kette ab, andere nur einen Teil wie Bestellung und Rechnung, Ausschreibungen oder Lieferantenrisiko. Für die Auswahl ist deshalb entscheidend, welches Problem zuerst gelöst werden soll. Die Teiltabellen auf dieser Seite ordnen Anbieter genau danach.

Welche Procurement Software passt zu meinem Unternehmen?

Die passende Procurement Software ergibt sich aus Einsatzfall, ERP und Größe, nicht aus einer Rangliste. Wer vor allem Rechnungen und Bestellungen ordnen will, startet mit Werkzeugen wie Candis, Moss oder Precoro. Mittelständler mit eigener Einkaufsabteilung prüfen Suiten wie Onventis, Synertrade oder Esker. Konzerne mit SAP sehen sich SAP Ariba, Coupa oder Ivalua an. Öffentliche Auftraggeber brauchen eVergabe Lösungen. Die Einordnung nach Beschäftigtenzahl steht im Procurement Software Vergleich nach Größe.

Welche Anbieter für Procurement Software kommen ohne vorgegebene Unternehmensgröße infrage?

Ohne feste Größe entscheidet der Einsatzfall über die Longlist. Für Bestellung und Rechnung kommen Candis, Moss und Precoro infrage, für Source-to-Pay im Mittelstand Onventis, Synertrade und Esker, für Konzerne mit mehreren ERP-Systemen Coupa, Ivalua, JAGGAER und SAP Ariba. Für direktes Material prüfen Sie JAGGAER und SupplyOn, für öffentliche Auftraggeber DTVP oder cosinex. Planen Sie fünf bis acht Anbieter für die Longlist ein. Die Größenblöcke zeigt der Procurement Software Vergleich nach Größe.

Was kostet Procurement Software?

Die Kosten hängen vom Abrechnungsmodell ab. Veröffentlichte Einstiegspreise gibt es vor allem bei kleineren Werkzeugen: Candis ab 389 € pro Monat im Paket Basis, Precoro ab 499 US$ pro Monat im Plan Core, jeweils laut Herstellerseite im Oktober 2026. Die eVergabe Plattform DTVP beginnt bei 79 € pro Monat für drei Nutzer. Suiten wie SAP Ariba, Coupa, JAGGAER oder Onventis nennen keine Listenpreise. Rechnen Sie immer drei Jahre inklusive Einführung, Schnittstellen und Schulung.

Reicht das Einkaufsmodul im ERP nicht aus?

Für einfache Bestellungen reicht das Einkaufsmodul im ERP oft aus, etwa in Business Central oder SAP. Spezialisierte Procurement Software lohnt sich, wenn viele Mitarbeitende ohne ERP-Zugang bestellen, wenn Kataloge und Punch-Out gebraucht werden, wenn Ausschreibungen strukturiert laufen sollen oder wenn Lieferantennachweise zentral gepflegt werden müssen. Prüfen Sie zuerst, was Ihr ERP mit vorhandenen Lizenzen kann. Fehlen Freigabe-Workflows, Lieferantenportal oder Rechnungsabgleich, ist eine Ergänzung meist günstiger als ein ERP-Wechsel.

Wie lange dauert die Einführung?

Nach Erfahrungswerten von Find-Your-Software lässt sich eine schlanke Cloud-Lösung für den Mittelstand mit Grundfunktionen in acht bis zwölf Wochen produktiv setzen, wenn Lieferantendaten und Freigaberegeln sauber vorliegen. Suiten mit tiefer ERP-Integration, mehreren Standorten und komplexen Freigaben brauchen sechs bis zwölf Monate bis zum vollständigen Rollout. Der größte Zeitfaktor ist selten die Software, sondern die Bereinigung des Lieferantenstamms, die Anbindung an das ERP und die Schulung der Besteller.

Brauche ich Procurement Software für die E-Rechnung?

Für den Empfang von E-Rechnungen brauchen Sie nicht zwingend eine Procurement Software, aber ein System, das XRechnung und ZUGFeRD lesen und weiterverarbeiten kann. Seit 1.1.2025 müssen Unternehmen im Inland E-Rechnungen empfangen können, die Übergangsfrist für Papierrechnungen endet nach § 27 Abs. 38 UStG am 31.12.2026, für kleinere Unternehmen am 31.12.2027. Eine Procurement Software mit Rechnungsmodul gleicht E-Rechnungen zusätzlich gegen Bestellung und Wareneingang ab.

Hilft Procurement Software beim Lieferkettengesetz?

Procurement Software unterstützt das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, indem sie Lieferanten, Selbstauskünfte, Risikoeinstufungen und Maßnahmen an einer Stelle dokumentiert. Das LkSG gilt seit 2024 für Unternehmen ab 1.000 Arbeitnehmern im Inland. Das BAFA prüft die Berichte nicht mehr, die geplante Änderung des Gesetzes ist nach unserem Stand im Oktober 2026 nicht verabschiedet. Für tiefe Risikoanalysen über mehrere Lieferkettenstufen kommen Spezialisten wie Prewave, IntegrityNext oder Sphera hinzu.

Welche Lösungen gibt es für öffentliche Auftraggeber?

Öffentliche Auftraggeber nutzen Vergabemanagementsysteme und eVergabe Plattformen wie das cosinex Beschaffungsmanagementsystem, das Deutsche Vergabeportal DTVP, den AI VERGABEMANAGER, die Deutsche eVergabe oder subreport ELViS. Ab dem EU-Schwellenwert von 216.000 € für Liefer- und Dienstleistungsaufträge sonstiger Auftraggeber, 140.000 € bei obersten und oberen Bundesbehörden, ist die elektronische Vergabe Pflicht. Für Katalogabrufe aus Rahmenverträgen kommen Plattformen wie Unite oder Suiten wie JAGGAER und Ivalua hinzu.

Was unterscheidet Source-to-Pay von Procure-to-Pay?

Procure-to-Pay umfasst den operativen Teil von der Bedarfsanforderung über Bestellung und Wareneingang bis zur Rechnung und Zahlung. Source-to-Pay ergänzt davor den strategischen Teil mit Lieferantensuche, Ausschreibung, Verhandlung, Vertrag und Lieferantenmanagement. Werkzeuge wie Candis, Moss oder Precoro decken vor allem Procure-to-Pay ab, Suiten wie Onventis, Ivalua, JAGGAER oder SAP Ariba die gesamte Kette. Spezialisten wie Archlet oder Keelvar konzentrieren sich nur auf den Sourcing-Teil.

Welche Schnittstellen sollte Procurement Software haben?

Entscheidend sind vier Schnittstellen. Zum ERP fließen Stammdaten, Bestellungen, Wareneingänge und Rechnungen. Zur Buchhaltung gehen Buchungen und Belege, im Mittelstand oft an DATEV. Für Kataloge zählen BMEcat sowie Punch-Out über OCI und cXML. Für Rechnungen braucht es den Empfang von XRechnung und ZUGFeRD nach EN 16931. Lassen Sie sich jede Schnittstelle in der Demo mit Ihrem System zeigen, denn Herstellerseiten nennen oft nur Systemnamen ohne Funktionsumfang.

Wie wird KI im Einkauf heute genutzt?

KI wird im Einkauf vor allem für die Klassifizierung von Ausgaben, das Auslesen von Rechnungen, Lieferantensuche und Verhandlungen eingesetzt. Im Einkaufsbarometer 2026 von BME und Onventis gaben 69,5 Prozent der Befragten an, KI einzusetzen, zu testen oder zu planen, aber nur 6,0 Prozent sahen ihre KI-Reife als hoch. Prüfen Sie in der Demo, welche KI-Funktion mit Ihren Daten funktioniert und wo die Daten verarbeitet werden. Anbieter wie Pactum, Archlet oder Mercanis bauen ihre Produkte gezielt um KI-Agenten.

Ist Find-Your-Software ein Vergleichsportal?

Find-Your-Software ist ein Werkzeug für die Softwareauswahl: Es sammelt Anforderungen, erstellt daraus eine begründete Shortlist, begleitet Demos und Vertragsprüfung und dokumentiert jeden Schritt nachvollziehbar. Für Procurement Software arbeiten Einkauf, Buchhaltung und IT im Selection Portal an denselben Anforderungen, die IT-Systemlandschaft ist erfasst und Sie sprechen direkt mit den Anbietern. Anbieter kaufen keine Platzierungen, Bewertungen und Schätzungen von Vergleichsportalen nutzen wir nicht. Der Einstieg erfolgt über das Matching oder ein kostenloses Erstgespräch.

Wie viele Anbieter sollten in die Demo?

Nach Erfahrungswerten von Find-Your-Software bewährt sich eine Longlist mit fünf bis acht Anbietern, aus der nach Muss-Kriterien drei Anbieter in die Demo gehen. Mehr Demos binden Einkauf, Buchhaltung und IT über Wochen und machen den Vergleich schwerer. Wichtig ist, dass alle drei Anbieter dieselben Szenarien mit Ihren Belegen zeigen, etwa eine Bestellung mit Freigabe, eine Rechnung mit Abweichung und einen neuen Lieferanten. Dann lassen sich Ergebnisse direkt im Ranking vergleichen.

Matching starten

Die passende Procurement Software.
Begründet statt geraten.

Beschreiben Sie Einsatzfall, ERP und Muss-Kriterien, und Sie erhalten passende Anbieter für Ihre Longlist. Im Selection Portal sammeln Sie Anforderungen, erfassen die IT-Systemlandschaft und sprechen direkt mit den Anbietern auf der Shortlist. Lieber persönlich? Das Erstgespräch ist kostenlos.

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